Gastgewerbe Gedankensplitter

Kurze Beitraege, Gedanken und Meinungen von Besuchern und Machern des Gastgewerbe-Portals Abseits.de

Gastkommentare geben nicht die Meinung der Redaktion, sondern des Verfassers wieder.

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Relaunch Granini-Gastro.de.

Top 25 Hotels in Deutschland.

Wie man Gaeste zu Bewertungen motiviert.

Bewerter motivieren.

Private Haushalte geben im Schnitt monatlich rund 400 Euro für Essen und Trinken aus.

Getraenkefachgroßhandel SAGASSER waechst in der Krise.

Apollinaris Trenddossier 2010.

FourWhere.

Trends bei der Online-Buchung.

Ecovis Reisekostenrechner.

Mikrokredite.

Luissa Weiss: My Berlin Kitchen.

NRW-Gastgewerbe im Januar mit Umsatzminus.

Marketing auf Facebook: Praxistipps fuer den Tourismus.

Europaeische Getraenkewirtschaft vor grossen Herausforderungen.


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Freitag, März 12, 2010

Relaunch Granini-Gastro.de.

Granini hat seine Website Granini-Gastro.de neu gestaltet, sie speziell auf das Tagesgeschäft der Gastronomie ausgerichtet. Sie bietet einen Überblick über Produkte und Ausschanksysteme sowie ein breites Spektrum an Serviceleistungen:
  • News-Bereich für Gastronomen
  • Materialien für das Tagesgeschäft (Logos, Produktabbildungen oder Ambientefotos, ob Salesfolder oder Ordersatzblätter zum Download)
  • granini Mix Academy für erfahrene Bartender und ambitionierte Amateure.
  • Wissenswertes rund um Fruchtsäfte und Obst

   
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Top 25 Hotels in Deutschland.

"Top 25 Hotels in Deutschland" von TripAdvisor.

Welch ein Zufall! Das zweitplatzierte "Circus Hotel" in Berlin haben wir im Rahmen von Blog trifft Gastro 2010 im Februar 2010 besichtigt.

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Wie man Gaeste zu Bewertungen motiviert.

Die New Yorker Hotelgruppe HK Hotels ist mit ihren vier Hotels mit Top 5 Platzierungen auf TripAdvisor vertreten. Adele Gutman, Vice President Sales & Marketing bei HK, verrät, wie die Gruppe Reisebewertungen auswertet, um zu verstehen, was Gasten wirklich wichtig ist:
"Es wurde schnell klar, das es nicht ausreicht, die Gaste einfach nur zufriedenzustellen. Damit Gaste eine Bewertung verfassen, muss man Begeisterung entfachen konnen.'"
Lesen Sie das ganze Interview: "What's the secret to achieving top ranking on TripAdvisor?" von Daniel Edward Craig, in: Hospitalitynet.org vom 10. März 2010. (via Branchenforum von TripAdvisor).

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Bewerter motivieren.

TripAdvisor motiviert Menschen, die Bewertungen verfaßt haben, weiter zu machen: "How TripAdvisor engages mass influencers", in: Hotelmarketing.com vom 12. März 2010.

   
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Donnerstag, März 11, 2010

Private Haushalte geben im Schnitt monatlich rund 400 Euro für Essen und Trinken aus.

Die durchschnittlichen Konsumausgaben privater Haushalte in Baden-Württemberg lagen im Jahr 2007 bei monatlich knapp 2 270 Euro, wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg anhand der Ergebnisse der Laufenden Wirtschaftsrechnungen privater Haushalte feststellt. Der deutlich größte Anteil der Konsumausgaben entfällt auf den Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung, für den von Privathaushalten monatlich 744 Euro ausgegeben wurden, also fast ein Drittel der gesamten Konsumausgaben.

An zweiter und dritter Stelle folgen mit jeweils rund 14 Prozent die Ausgaben für Verkehr (Kfz, Kraftstoffe, ÖPNV u. a.) mit 327 Euro und die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren mit 317 Euro. Addiert man zu den Nahrungsmittel- und Getränkeaufwendungen noch die Ausgaben in Gaststätten von durchschnittlich 87 Euro im Monat, ist festzustellen, dass private Haushalte im Schnitt monatlich 404 Euro für Essen und Trinken ausgeben, also rund 18 Prozent der gesamten Konsumausgaben.

In Ein-Personen-Haushalten betragen die Ausgaben für Essen und Trinken 225 Euro, in Zwei-Personen-Haushalten 426 Euro (also 213 Euro pro Person) und in 3- und mehr Personen-Haushalten rund 600 Euro, das sind rund 160 Euro je Person.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamt Baden-Württemberg).

   
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Getraenkefachgroßhandel SAGASSER waechst in der Krise.

10.03.2010. (mer) Anlässlich der 15. Hausmesse, die am 13. März auf dem Firmengelände in Coburg-Cortendorf stattfindet, gibt die Getränkefachgroßhandels-Gruppe Sagasser Vertriebs GmbH erfreuliche Zahlen des vergangenen Jahres bekannt. Sie erzielte im wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 ein achtprozentiges Umsatzwachstum auf 58 Mio. Euro (Vj. 54 Mio.). Noch erfreulicher für das fränkische Familienunternehmen ist, dass der Ertrag mindestens in der gleichen Dynamik wächst. Firmenchef Peter Sagasser äußert sich entsprechend zuversichtlich, die regionale Marktführerschaft auch im Jahr 2010 ausbauen zu können.

Als Wachstumstreiber des 1952 gegründeten Hauses erwies sich einmal mehr der eigene Einzelhandel, der mit 55 Getränkefachmärkten in Nordbayern und Südthüringen fast die Hälfte zum Gesamtumsatz beiträgt. Der Grosshandel kann sich im schwierigen Marktumfeld von Gastronomie und freiem Getränkehandel besser behaupten als die Wettbewerber und seine Marktanteile steigern. Sehr erfreuliche Zuwächse erzielte Sagasser mit dem erst 2008 initiierten Geschäftsbereich "Mehrwegflaschen-Sortierung", der unter dem Firmennamen "JUSA" als Dienstleister für Brauereien und Handel die inflationäre Individual-Flaschenflut hilft zu bewältigen.

Als Erfolgsfaktor für die positive Entwicklung gegen den allgemeinen Branchentrend sieht das mittelständische Unternehmen auch die Fokussierung auf regionale Sortimente in umweltschonenden Mehrwegflaschen. Konzepte wie "Fränkische Bierkultur" oder "Mehrweg ist Klimaschutz" treffen die Konsumentenwünsche gerade in Zeiten von weltwirtschaftlicher Unberechenbarkeit. Die persönliche Aufmerksamkeit geschulter Mitarbeiter für individuelle Kundenbedürfnisse und entsprechende Investitionen in eine Wohlfühl-Atmosphäre in den Fachmärkten werden mit außerordentlicher Stammkundentreue belohnt.

Investiert wurden 2009 antizyklisch mit über einer Million Euro die doppelte Summe wie in den Vorjahren; unter anderem in neue Lkw und Bürogebäudeerweiterung, so dass Ängste um sichere Arbeitsplätze bei den fast 200 Mitarbeitern hoffentlich auch zukünftig ein Fremdwort bleiben wird.

Quelle: (mer/ Sagasser Vertriebs-GmbH)

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Apollinaris Trenddossier 2010.

Berlin, 11. März 2010.­­ Für das Apollinaris Trenddossier wurden die Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Umfrage, Expertisen von Meinungsbildnern der Gastroszene und die Ergebnisse einer Analyse des renommierten Zukunftsinstituts in Kelkheim ausgewertet. Apollinaris möchte mit diesem Trenddossier seine Rolle als Kompetenzführer in Sachen Trends, Genuss und Service für seine Gastronomiepartner weiter ausbauen und gleichzeitig eine wertvolle Hilfestellung geben.

Anhand von sieben Thesen zeigt Apollinaris - in dieser Form bislang einzigartig - die Trends und Herausforderungen der Branche auf, stellt Lösungsmöglichkeiten vor und gibt Unterstützung beim Erreichen neuer Ziele; immer entsprechend den Anforderungen der neuen Zeit. Denn trotz der wirtschaftlichen Lage sind Genuss und Service weiterhin von großer Relevanz für die Deutschen. In welche Richtung sich eine gesamte Branche, damit auch unsere Gesellschaft, entwickeln wird, entwickeln kann - das steht im Apollinaris Trenddossier. Insgesamt wurden 1.020 Personen im Alter ab 18 Jahren zu ihren Einstellungen und Vorlieben hinsichtlich Essen und Trinken, Genuss, Restaurantbesuchen, alkoholischen und alkoholfreien Getränken befragt. Zusätzlich wurden von Apollinaris in einer Gruppendiskussion und in qualitativen Interviews zehn namhafte Experten und Meinungsbildner, die im weitesten Sinne für die Gastronomie- und Hotelbranche tätig sind, zu aktuellen und künftigen Trends in unterschiedlichen Bereichen befragt.

Wandel als feste Konstante akzeptieren

Der "Gast 2.0" wird so aussehen: Er möchte Bewährtes und Modernes, er ist mobil, flexibel, kompetent, gut vernetzt, ist an Tempo gewöhnt, besitzt Sinn für Schönes, achtet auf sein Wohlbefinden und trägt Verantwortung beim Konsum. Auf diesen Gästetyp wird der Gastronom sich einstellen müssen. Für Genusskonzepte ergeben sich dadurch neue Fakten. Ein paar Beispiele zeigen, wie die Branche ihre Qualität hält und beständig ausbaut. Sie sollte die neuen technischen Möglichkeiten nutzen, den Anspruch von Natürlichkeit und Transparenz erfüllen, den Ästhetik-Faktor mehr in den Vordergrund stellen oder Innovationen und Traditionen sinnvoll zusammenbringen.

Genuss verbindet wieder mehr

Ein Ergebnis schon vorweg: Genuss bewährt sich auch in unruhigen Zeiten, Menschen suchen wieder bewusst Werte, Nähe und Vertrautheit – man rückt und hält zusammen. 2009 verbrachten wir wieder mehr Zeit mit der Familie oder dem Partner, damit gewinnt die Gastronomie als sozialisierendes Element wieder an Bedeutung. Zwar verliert sie damit etwas die Abhängigkeit von rein funktional motivierten Besuchen, sprich um nur Hunger und Durst zu stillen, aber dafür verlässt man die eigenen vier Wände wieder öfter, um sich mehr in Bars und Restaurants zu treffen.

So finden auch Familien wieder häufiger den Weg in die Gastronomie (+ 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)*. Der längerfristige Vergleich zeigt, dass sich Familienbesuche jetzt schon wieder auf "Vor-Krisen-Niveau" bewegen. Die Durchschnittsausgaben pro Restaurantbesuch stiegen 2009 auf 6,43 Euro*. Das ist ein leichtes Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Was sich bereits privat abzeichnet, scheint auch im Berufsleben an Bedeutung zu gewinnen: Das gemeinsame Mittagessen mit den Kollegen ist "in", denn das Mittagsgeschäft in Kantinen und Betriebsrestaurants kann sich behaupten (von 57,8 Prozent in 2008 auf 59,5 Prozent in 2009)*. Die Menschen haben wieder mehr Lust auf Genuss, denn er schafft Gemeinsamkeit und spendet Freude.

Das Apollinaris Trenddossier erscheint am 12.03.2010 und steht dann zum Download zur Verfügung unter www.apollinaris.de/dossier.

*Quelle: npdgroup CRESTonline Verbraucherpanel, 2009.

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FourWhere.

FourWhere ist ein Mashup aus FourSquare und Google Maps. FourWhere zeigt Tipps von FourSquare-Nutzern auf Google Maps an.

Ich hätte, angesichts der noch geringen Verbreitung von FourSquare in Deutschland, nicht gedacht, daß es sogar schon einen Eintrag über mein Bamberger Café Abseits gibt. Ein FourSquare-Nutzer empfiehlt:
"Probiert die Crispy Chicken Fingers! Sehr zu empfehlen."
Probieren Sie selbst einmal aus, ob es schon FourSquare-Kommentare über Ihren Betrieb gibt! Wenn Sie sich nur für Kommentare über einen einzelnen Betrieb interessieren, können Sie auch das Suchfeld auf der Website von FourSquare verwenden. FourWhere zeigt hingegen auch Betriebe in der Nähe an.

Mehr über den Location-Based-Service FourSquare: "Foursquare: Geo-Location-Spiel mit viel Nutzwert", in: Chip vom 3. Februar 2010.

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Trends bei der Online-Buchung.

"Welche Rolle das Internet beim Urlaub spielt", in: Die Welt vom 11. März 2010.

Die Nutzer suchen vor allem
  • "Reiseziel-Infos" (73 Prozent),
  • "Preisvergleich" (66 Prozent) und
  • "Info Unterkunft" (64 Prozent).

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Ecovis Reisekostenrechner.

"Ecovis Reisekostenrechner" für eine berufliche Auswärtstätigkeit.

   
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Mikrokredite.

Ab Juni 2010 stehen 100 Millionen Euro an Fördermitteln für Personen bereit, die eine Existenz gründen oder ein Kleinunternehmen erweitern wollen: "Mikrokredite für Arbeitslose und Kleinunternehmer ab Juni 2010", in: Mittelstanddirekt.de vom 9. März 2010.

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Luissa Weiss: My Berlin Kitchen.

Luisa Weiss, Autorin und Heimköchin aus Berlin, lebte 15 Jahre lang in New York, wo sie seit 2005 gebloggt hat. Ihr Blog "The Wednesday Chef" wurde 2009 von "The Times" als einer der 50 besten Food-Blogs gelobt.

Im Herbst 2009 zog sie zurück nach Berlin, um sich ganz dem Schreiben zu widmen (siehe dazu ihre Fotoserie "Back in Berlin").

Ihr geplantes Kochbuch "My Berlin Kitchen" wird im Verlag Viking Press veröffentlicht werden, der zur Penguin Gruppe gehört.

Luissa Weiss ist auch eine der Referenten des Food Blogger Connect am 5. und 6. Juni 2010 in London.

Ihr Twitter-Account @wednesdaychef.

   
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Mittwoch, März 10, 2010

NRW-Gastgewerbe im Januar mit Umsatzminus.

Düsseldorf (IT.NRW). Das nordrhein-westfälische Gastgewerbe setzte im Januar 2010 nominal 4,5 Prozent weniger um als im Januar 2009. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sanken die Umsätze real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 6,6 Prozent.

Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe war um 1,3 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat. (IT.NRW)

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Marketing auf Facebook: Praxistipps fuer den Tourismus.

Facebookmarketing.de bietet ein Whitepaper "11 Best Practice Tipps für den Tourismus (PDF) von Jens Wiese & Philipp Roth.

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Dienstag, März 09, 2010

Europaeische Getraenkewirtschaft vor grossen Herausforderungen.

Vom 10. bis 12. November trifft sich in Nürnberg die europäische Getränkewirtschaft auf der Brau Beviale 2010 zu ihrem wichtigsten Messetermin des Jahres. Mit dabei sind rund 1.400 Aussteller von Getränke-Rohstoffen, Technologie, Logistik, Vermarktungsideen und 34.000 investitionsfreudige Besucher. Nach ihren Besuchsgründen befragt, nutzte 2008 die Hälfte der "Brau Beviale-Community" ihre Messe, um sich über Neuheiten zu informieren. Erfahrungsaustausch, Kontaktpflege, Weiterbildung, Marktorientierung und Vorbereitung von Investitionsentscheidungen waren ebenso wichtig. Und bei aller Business-Hektik pflegt die Branche in Nürnberg ein eher seltenes Ritual: Sie nimmt sich Zeit füreinander, für ein gutes Gespräch unter Partnern, Kollegen, Freunden, Wettbewerbern, um Kontakte lebendig zu halten, Erfahrungen weiterzugeben.

So bieten auch die Herausforderungen des neuen Jahrzehnts ausreichend Gesprächsstoff während der Messe. Selten ist mehr geschehen als im vergangenen Jahrzehnt, das mit einer weltweiten Wirtschaftkrise - dem Platzen der dot.com Blase – begann und mit einer weiteren endete. Für die Europäer war der Milleniumwechsel allerdings nur eine kalendarische Zäsur: ein Zeitenende, keine Zeitenwende. Denn streng historisch betrachtet, stellen die Entwicklungen in Europa seit dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Ende des Kalten Krieges bis heute ein Kontinuum dar.

Der europäische Integrationsprozess der vergangenen zwei Jahrzehnte hat den größten Binnenmarkt der Welt hervorgebracht. Trotz so mancher Kritik kann sich das bisher Erreichte sehen lassen: Die Europäische Union mit ihren 27 Mitgliedsstaaten verfügt mit dem Euro über eine der stärksten Währungen. Sie ist ein wichtiger Akteur der internationalen Krisenbewältigung und sie bietet ihren 500 Mio. Bürgern ein hohes Maß an rechtlicher und sozialer Absicherung. Nicht zu vergessen: Die heute 20-Jährigen sind die erste Generation junger Europäer, die nicht nur mit den großen EU-Erweiterungen, sondern auch mit den vier Freiheiten im Binnenmarkt aufgewachsen sind: dem freien Verkehr von Personen, Gütern, Dienstleistungen und Kapital.

Nach der Zeitenwende 2009 erster Silberstreif am Horizont

Wenn es in der jüngeren europäischen Geschichte eine Zeitenwende gibt, dann 2009. Mit der tiefen und schmerzvollen weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise fand auch die europäische Sonderkonjunktur ein Ende, die gerade den Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa über zwei Jahrzehnte hinweg große Wachstumszahlen bescherte. Kaum einer weiß dies besser als die Brauer und Getränkehersteller. Beinahe zwanzig Jahre lang kletterte der Bier- und Getränkekonsum in Europa nach oben. Doch wer genauer hinsah, erkannte: Die insgesamt positive Entwicklung war einer beispiellosen Aufholjagd der Konsumenten in Mittel- und Osteuropa zu verdanken. Während in vielen Märkten Westeuropas der Trend beim Getränkeabsatz häufig nach unten wies, schien dem Bedarf an alkoholfreien Getränken und Bier in den Märkten Mittel- und Osteuropas keine Grenze gesetzt zu sein. Davon profitierten auch die Zulieferindustrien, die sich auf der Brau Beviale präsentieren. Ihnen bescherten die Investitionen der weltweit operierenden Brau- und Getränkekonzerne jahrelang gut gefüllte Auftragsbücher. Die gegenläufigen Entwicklungen im europäischen Getränkekonsum fanden jedoch 2009 ein jähes Ende: Plötzlich gerieten alle Märkte unter Druck. Die Zeichen standen auf Rezession und die Talfahrt begann. Da der private Konsum, insbesondere die Ausgaben der Europäer für Getränke, nicht losgelöst von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gesehen werden darf, hängt vieles davon ab, wie sich die Volkswirtschaften in diesem und in den kommenden Jahren erholen und wie schnell sie ihre Wachstums- und Beschäftigungspotentiale wieder erreichen.

Die Weltbank warnt in ihrem Report Global Economic Prospects 2010, die schlimmste Phase der Finanzkrise sei zwar möglicherweise vorüber, die Erholung der Weltwirtschaft sei aber labil. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP), das 2009 um 2,2 % sank, soll um 2,7 % in diesem und 3,2 % im Jahr 2011 steigen. Das ist zwar das wahrscheinlichste Szenario, dennoch trüben erhebliche Ungewissheiten den Ausblick. Je nachdem wie sich Konsum- und Geschäftsklima in den nächsten Quartalen entwickeln und abhängig vom Zeitplan für das Auslaufen der fiskal- und geldpolitischen Anreizprogramme könnte das Wachstum im Jahr 2011 nur 2,5, aber auch bis zu 3,4 % betragen. Für die Entwicklungsländer wird eine relativ robuste Erholung erwartet: 5,2 % in diesem und 5,8 % im nächsten Jahr, nach 1,2 % im Jahr 2009. Das BIP in reichen Ländern, das 2009 um 3,3 % sank, soll weniger stark steigen, nämlich um 1,8 % im Jahr 2010 und 2,3 % im Jahr 2011.

Die EU-Kommission ist in ihrer BIP-Prognose allerdings weniger optimistisch als die Weltbank. Sie erwartet in diesem Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in den 27 Ländern der Europäischen Union um 2 %.

Getränkekonsum: Leichte Steigerungsraten prognostiziert

Glaubt man den britischen Marktforschern von Canadean, wird sich in diesem Jahr die Schere zwischen Westeuropa und Mittel- bzw. Osteuropa wieder öffnen. Sie gehen davon aus, dass die Rezession in Westeuropa viel deutlich ausfällt als in vielen Staaten Mittel- und Osteuropas, wo sie nur zu einem vorübergehenden Absatzrückgang führen wird. Schon in diesem Jahr soll der Getränkeabsatz in Mittel- und Osteuropa wieder steigen und 2011 deutlich an Fahrt gewinnen. Für den Bierabsatz in diesen Märkten prognostiziert Canadean Steigerungen für 2010 um 0,1 % und für 2011 um 1,6 % im Vergleich zu 2010. Deutlicher soll die Aufwärtsentwicklung bei den alkoholfreien Getränken ausfallen. 2010 könnte sie um 1,1 % nach oben zeigen, 2011 um 2 %. Diese Prognosen setzen jedoch voraus, dass sich 2010 die wirtschaftliche Lage in diesen Märkten deutlich verbessert und der Einbruch beim Getränkekonsum aufgrund des lang anhaltenden Winters durch einen warmen Sommer kompensiert werden kann.

Betrachtet man Europa als geographische Einheit und bezieht Russland (142 Mio. Einwohner) sowie die Ukraine (46 Mio.) in die Betrachtungen mit ein, so ergibt sich folgendes Absatzvolumina-Ranking: Russland, Deutschland, Großbritannien, Polen, Spanien, Ukraine, Niederlande, Tschechien, Rumänien und Belgien. Wenn auch niemand in diesem Jahr die Tiefe der russischen Rezession vorhersagen mag, so könnte der Pro-Kopf-Konsum bei alkoholfreien Getränken in Russland, nach dem 2009er Rückgang auf 434 dieses Jahr dennoch bei 438 und 2011 bei 446 Litern liegen. Der Bierkonsum hingegen dürfte 2010/11 auf dem 2009er Niveau von 79 Litern/Kopf stagnieren. In der Ukraine brach der Konsum von alkoholfreien Getränken 2009 nur leicht ein: Er lag bei 399 Litern/Kopf. 2010 wird eine Steigerung auf 404 und 2011 auf 419 Liter/Kopf erwartet. Der Bierkonsum, der 2009 nur minimal auf 62 fiel, könnte sich 2010 erholen und wieder auf 65 Liter/Kopf steigen.

Innerhalb der EU sind Polen und Rumänien die größten Hoffnungsträger, schon allein wegen der Größe dieser Märkte. Für Polen wird eine Steigerung des Pro-Kopf-Konsum an alkoholfreien Getränken von 213 Litern im Jahr 2009 auf 223 in diesem und 232 im nächsten Jahr erwartet. Langsamer verläuft die Entwicklung beim Bier: von 90 Litern 2009 auf 92,7 Liter 2011. Für Rumänien sind die Schätzungen ähnlich positiv: Der Pro-Kopf-Konsum bei alkoholfreien Getränken steigt von 228 Litern 2009 auf 238 in diesem und 249 Liter im kommenden Jahr. Der Bierkonsum dürfte nach dem 2009er Einbruch auf 91 dieses Jahr auf 94 und 2011 auf 96 Liter/Kopf klettern (Canadean).

Hoher Kostendruck - Schonender Umgang mit Ressourcen

Viele Unternehmen der Zulieferindustrien sehen erste Hoffnungszeichen. Nach einer Geschäftsbelebung Ende 2009 zeigen sich die Betriebe zunehmend optimistisch für das laufende Jahr. In einigen europäischen Staaten gibt es Erholungstendenzen. In anderen wichtigen Märkten, etwa in Osteuropa, bleibt die Lage dagegen schwierig.

Die börsennotierten Getränkekonzerne, die in diesen Märkten das Sagen haben, sind auch künftig gezwungen an der Kostenschraube zu drehen, um die quartalsmäßigen Gewinnsteigerungen zu erzielen, die Finanzmärkte und Aktionäre von ihnen erwarten – Rezession hin oder her. So wird der europäische Markt auch in den kommenden Jahren alle Akteure vor größte Herausforderungen stellen. Nur wer es in Europa schafft, den widrigen Entwicklungen zu trotzen – die da lauten: Voranschreiten des Discounts, erhöhter Preisdruck, Konsumzurückhaltung, Nachfragerückgang bei gleichbleibend hohen Ansprüchen der Konsumenten an Marken- und Verpackungsvielfalt – darf sich Hoffnungen machen, von den Aktionären nicht abgestraft zu werden. Eines ist sicher: In Europa werden die Brauer und Getränkeproduzenten bei ihren Kosten verstärkt den Rotstift ansetzen. Das bedeutet weitere Konzentration, sprich Standortschließungen und Rationalisierung.

Besonders öffentlichkeitswirksam lassen sich vor allem Einsparungen beim Energie- und Wasserverbrauch vermarkten, da sie auch dem Schutz der Umwelt dienen, der in den Nachhaltigkeitsberichten der Unternehmen eine zentrale Rolle spielt. Der Wasserverbrauch eines Getränkekonzerns ist zurzeit noch nicht mit großen Kosten verbunden, doch in der Summe schlägt er bei einem Konzern wie SABMiller weltweit mit jährlich mehr als 94,5 Mrd. Liter zu Buche. Dies bedeutet: Für einen Liter Bier werden mehr als 4,5 Liter Wasser benötigt. Wasser und Energie kombiniert machen fünf Prozent der Kosten für das Unternehmen aus, so SABMiller. Weitaus höher noch seien die Ausgaben für Rohstoffe, Verpackungen und Arbeitskräfte.

Damit sind wichtige Themen der Brau Beviale angesprochen. Innovative Ideen, wie das betriebliche Energie- und Wassermanagement optimiert werden kann, vermittelt auch der Themenpavillon "Energie & Wasser" mitten im Messegeschehen, den die NürnbergMesse in Kooperation mit dem Competence Pool Weihenstephan (CPW) der Technischen Universität München organisiert.

Auch das Thema Verpackung wird brisanter. Die ökologischen Aspekte von Verpackungen wie Ressourcenverbrauch, Emissionen oder Abfall sind Diskussionsgegenstand zwischen Getränkeproduzenten und Zulieferern. Zu entsprechenden Erfolgen haben der Wettbewerbsdruck und gesetzgeberische Maßnahmen beigetragen, aber auch Anstrengungen der Brau- und Getränkeindustrie selbst. Innovationsbemühungen zielen auf Verminderung und Vermeidung von Verpackung sowie auf Ressourcenschonung und Kreislauffähigkeit. Nun gilt es, neue und optimierte Lösungen zu finden, die unter den geänderten Bedingungen vielfachen Ansprüchen gerecht werden.

(Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

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