Gastgewerbe Gedankensplitter


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Donnerstag, Mai 02, 2002

Mit dem Koch- und Reisebuch Hot, Sour, Salty, Sweet, eine kulinarische Reise durch Südostasien, von China durch Laos und Thailand bis nach Kambodscha und Vietnam, gewannen die Fotografen Jeffrey Alford, Naomi Duguid und Richard Jung und der Autor Jeffrey Alford den Preis für das Buch mit der besten "Food Photography" der James Beard Foundation.

Mit dem "Russian Tea Room" am Broadway gewann der Restaurantbesitzer Warner LeRoy posthum den Preis für das beste Restaurant Design. Das "Russian Tea House" wurde 1926 von Mitgliedern des Imperial Baletts gegründet, die wegen der Oktoberrevolution aus Rußland geflohen sind. Während der Prohibition gab es dort (offiziell) nur Tee und Gebäck, später wurde daraus ein Restaurant und Künstlertreff. Nach dem Umbau können bis zu 1.500 Gäste auf vier Etagen bewirtet werden.

In einem Interview sagte LeRoy, der als Enkel von Harry Warner von den Warner Studios mit Filmstars und Filmkulissen groß geworden ist, ein Restaurant sei eine Phantasie, eine Art lebendiges Theater, in dem die Gäste die wichtigsten Rollen inne hätten. Ein Gedanke, der sich auch in dem Buch "Das Lokal als Bühne. Die Dramaturgie des Genusses" von Denise Schulz wiederfindet. Anhand einer Vielzahl von kreativen Beispielen aussergewöhnlicher Ess- und Trinkplätze in aller Welt zeigt Denise Schulz, wie Bars, Bistros und Restaurants durch gestalterische und dramaturgische Elemente ein Szenario bereit stellen können, das ihren Gästen die höchstmögliche Inszenierung ihres Auftritts erlaubt.