Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, Mai 11, 2002

Nach einem Bericht des Spiegels "Eichel räumt Fehler ein" hat Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) im SPD-Parteivorstand behauptet, in Deutschland hätten vor allem die Gastronomiebranche und zahlreiche Dienstleister im Zuge der Euro-Einführung "rücksichtslos die Preise nach oben getrieben". Dies habe den Leuten auf die Stimmung gedrückt, wird Eichel zitiert. Ich glaube, es ist eher diese Bundesregierung und die von ihr mitverschuldete ökonomische Lage, insbesondere die Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen, welche die Menschen veranlaßt, jeden Euro zweimal umzudrehen. Als positives Beispiel führt Eichel die Pariser Regierung an, die Preiserhöhungen verboten habe. Hat Eichel das Ergebnis der letzten Wahl in Frankreich etwa nicht mitbekommen, bei der sein Genosse Jospin weniger als 20% der Stimmen bekommen hat? (siehe dazu "Jospin scheidet als Präsidentschaftskandidat aus", in: Die Zeit Nr. 17/2002). Oder hat sich die SPD an Wahlergebnisse à la Sachsen, Sachsen-Anhalt oder auch Bamberg bereits gewöhnt?