Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, Juni 22, 2002

Auf der Zunge zergehen lassen kann man sich folgendes Zitat aus der Zeitschrift "Arbeitsamt direkt", Ausgabe Juni 2002: "Auf zunehmendes Interesse stößt das Sonderprogramm 'Mainzer Modell' der Bundesregierung, das gering verdienenden Arbeitnehmern, Alleinerziehenden und Kleinverdiener-Familien mit Kindern die Aufnahme einer gering bezahlten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden pro Woche durch Zuschüsse an die Arbeitnehmer erleichtern soll. Bisher wurden zwei Förderanträge gestellt." Die Bundesregierung hatte, getrieben von panischer Angst vor dem Votum der Wähler über ihre gescheiterte Arbeitsmarktpolitik, am 6. Februar beschlossen, die Förderung von Kombilohn-Modellen auszuweiten und das Mainzer Kombilohn-Modell auf ganz Deutschland auszuweiten. Prof. Bert Rürup, Mitglied des "Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hatte dazu in einem Interview des Spiegels am 14. Januar kritisch angemerkt: "So wie sich das Modell derzeit darstellt - nach dem, was bis jetzt bekannt ist, wird es wohl dem Mainzer Modell ähneln -, wird es wenig kosten und wenig nutzen." Mag auch die Erfolgsbilanz des Arbeitsamtes bescheiden sein, beeindruckend ist die Liste der Veröffentlichungen, die von den Bürokraten produziert werden. Mehr dazu auf unserer Seite Was bringt das Mainzer Modell der Gastronomie?"