Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, Juli 20, 2002

MdB Ernst Hinsken (CSU, Wahlkreis Straubing-Regen), Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus im Deutschen Bundestag, plädierte auf einem Treffen mit Vertretern des Hotel- und Gaststättenverbandes aus Bayreuth, Kulmbach und Forcheim für eine Lockerung der sehr rigide gehandhabten Sperrzeit-Regelung (Quelle: Weg von Kontrollwut und Bürokratie, in: Fränkischer Tag vom 20. Juli 2002). Meiner Meinung nach macht er sich damit lächerlich, denn es ist seine Partei, welche eine Lockerung der rigiden Sperrzeitenregelung in Bayern verhindert (vergleiche: Sperrstunden-Regelungen. Beim Wahlkampfauftritt von Edmund Stoiber im Berliner Nachtclub "90 Grad" erhielten laut einer Meldung von Spiegel Online vom 6. Juli 2002 mehrere Jugendliche einen Platzverweis, weil sie gegen die in Bayern geltende Sperrstundenregelung protestieren wollten. Die CSU spricht mit gespaltener Zunge. Es ist paradox, wenn Stoiber als Kanzlerkandidat verspricht, ein Drittel aller bürokratischen Regelungen abzuschaffen, und noch nicht einmal Manns genug ist, im Bayerischen Landtag die Abschaffung der Sperrstunde für das bayerische Gastgewerbe gegen den Widerstand von Kommunalpolitikern durchzusetzen, die um kommunale Gebühren für Bescheide über Sperrstundenverkürzungen bangen.