Gastgewerbe Gedankensplitter


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Freitag, August 09, 2002

Schon im März geisterte eine Meldung durch die Presse (z.B. in der Focus vom 21.2.02), die EU-Kommission verlange, daß Deutschland ab dem kommenden Jahr seine Biersteuer um 25 Prozent erhöhen und eine Weinsteuer einführen soll (Lebensmittel-Zeitung am 22.02.02). Der Deutsche Brauer-Bund konkretisierte damals, es sei von 2003 an eine Erhöhung um 24,3 Prozent geplant. Dies entspricht zwei Euro pro Hektoliter, um die sich dann das Bier im Einkauf der Gastronomie verteuern würde, wenn es der Brauwirtschaft gelingt, diese Steuererhoehung weiterzugeben. In deutschen Gaststätten würde sich, haben wir damals gefolgert, der Preis für den halben Liter im Einkauf um 1 Cent und folglich im Verkauf um ca. 5 Cent erhöhen, wenn man die gängigen Aufschlagssaetze unterstellt. Die erwogene Weinsteuer in Höhe von mindestens 13,92 Euro und maximal 120 Euro je Hektoliter, bedeutet für Deutschland, wo zur Zeit noch keine Steuer auf Wein erhoben wird, eine Verteuerung um mindestens 10 Cent bzw. maximal 90 Cent je 0,75 Literflasche. Die Abgabepreise incl. Mehrwertsteuer würden sich beim üblichen Aufschlagssatz von 400% je 0,2 l-Glas um 16 Cent (Mindeststeuersatz) bzw. um 1,40 Euro (maximaler Steuersatz) erhöhen. Damals haben wir behauptet: "Von der jetzigen wie auch der zukünftigen Bundesregierung ist kein Widerstand gegen diese Preiserhöhung zu erwarten. Schröder bevorzugt teure Rotweine und Stoiber Salbeitee. Und klamm sind beide." Heute nun meldet Onvista, Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) habe Pläne der Europäischen Union (EU) zur Erhöhung der Biersteuer und zur Einführung einer Weinsteuer in Deutschland scharf zurückgewiesen. Sollten demnächst Wahlen anstehen?