Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, September 14, 2002

Am 5. September hat in Berlin die Unsicht-Bar eröffnet. Gemeinsame Betreiber sind der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e.V. (ABSV) und das Blindenhilfswerk Berlin. Im selben Haus wird es ab Oktober 2002 auch die erste Dunkelbühne überhaupt geben. Von der Hörbuch-Premiere über Musikdarbietungen bis zum Blind Date im Dunkeln. Auch im gleichnamigen Kölner Restaurant servieren blinde Kellner in absoluter Dunkelheit. Gäste sollen dadurch ein Gespür für die Schwierigkeiten blinder Mitbürger entwickeln aber auch sich voll auf ihre anderen Sinne konzentrieren können. Die Idee geht, so Christian Romanowskis Gourmet-Report, zurück auf den ARD-Fernsehkoch und Robinson-Gourmetchef Otto Koch.

Die Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter ist im Gastgewerbe recht schwierig. Ein paar erfolgreiche Beispiele:
  • Der Bamberger Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. betreibt sehr erfolgreich mit psychisch leicht Behinderten ein Tagescafé, die Villa Remeis. Dass die meisten Gäste davon nichts mitbekommen, spricht nicht nur für die Qualität der Arbeit der dort tätigen hauptamtlichen Betreuer, sondern ist zugleich auch eine dezente Kritik an der Arbeitsweise der nicht behinderten Mitarbeiter in der normalen Gastornomie. Es handelt sich bei diesem Café aber um kein kommerzeiles Projekt, unter anderem wird das Objekt von der Stadt Bamberg zu einem symbolischen Preis verpachtet.
  • Der Landesverband Niedersachsen des Sozialverbandes Deutschland beschäftigt in Erholungszentren in Bad Beyensen und Bad Sachsa sowie im Kurpark-Hotel in Bad Sachsa Menschen mit Behinderungen. In den beiden Erholungszentren sind zum Besipiel Rollstuhlfahrer an der Rezeption eingesetzt und in der Wäscherei des Kurpark-Hotels ist ein gehörloser Mensch beschäftigt, hat uns der Sozialverband mitgeteilt. Der Einsatz dieser Mitarbeiter sei bei barrierefreier Gestaltung bzw. der Versorgung mit technischen Hilfsmiteln vollkommen unkompliziert.
  • In Berufsbildungswerken in Bremen und Stendal werden junge Menschen mit Behinderungen im Gastronomie- und Hotelgewerbe ausgebildet. Es bestehen, nach Mitteilung des Landesverbandes Niedersachsen, nach Beendigung der Ausbildung gute Chancen auf einen Arbeitsplatz.
  • Die Panini Gemeinnützige GmbH ist eine Selbsthilfefirma, betreibt zwei Kantinen und zwei Kioske in Nürnberg und arbeitet ausschließlich mit Schwerstbehinderten.