Gastgewerbe Gedankensplitter


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Freitag, Oktober 18, 2002

Gut, daß ich noch nicht dazu gekommen bin, den Koalitionsvertrag aus der Sicht des Gastgewerbes zu kommentieren. Die Tinte ist noch nicht trocken, da meldet das Handelsblatt schon, die Steuerpläne sollten zugunsten des Mittelstandes entschärft werden. Unter anderem solle die Einschränkung des Verlustvortrages nur gelten für Unternehmen ab 500.000 Euro Gewinn und die Anhebung der Pauschalbesteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen von 1 auf 1,5 Prozent des Listenpreises pro Monat solle "überdacht" werden. Die im Koalitionsvertrag vage versprochenen steuerlichen Entlastungen für den Mittelstand sollen angeblich darin bestehen, für Unternehmen mit einem Umsatz unter 500.000 Euro bei der Umsatzsteuer die Ist-Besteuerung einzuführen (d.h. die Umsatzsteuer wird erst gebucht, wenn das Geld eingeht, nicht schon, sobald man die Rechnung schreibt). Es sollen Sonderabschreibungen für zukünftige Investitionen gebildet werden können, ohne daß wie bei der Investitionsrücklage die Investition spezifiziert werden muß. Warum hat man eigentlich nicht vor der Unterschrift unter den Koalitionsvertrag nachgedacht?