Gastgewerbe Gedankensplitter


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Mittwoch, Oktober 23, 2002

In den USA sind Online-Reservierungsysteme schon seit längerer Zeit erfolgreich, so San Francisco's Opentable.com und New York's foodline.com. Überbuchungen werden durch eine Real-Time-Einbuchung verhindert. Online-Reservierungen machen sich bezahlt, weil kein potentieller Gast an einem besetzten Telefon scheitert und weil er rund um die Uhr reservieren kann, unabhängig von den Öffnungszeiten des Restaurants. Zugleich gewinnt man Daten für einen besseren Kundenservice: man kann Gästen den Tisch vorschlagen, den sie das letzte Mal gehabt haben (wenn er frei ist), sein Lieblingsessen oder spezielle Vorlieben. Nicht zuletzt wird das Personal von der Annahme eines Teils der Reservierungen entlastet. Es gibt aber auch Nachteile solcher Systeme, weswegen besonders Luxusrestaurants eine verbindliche Online-Reservierung in der Regel nicht ermöglichen, sondern bestenfalls Online-Reservierungsanfragen, die manuell beantwortet werden: Der Gastronom verliert die Kontrolle darüber, wem er welche Plätze zuweist. Eine Bevorzugung von VIPs und umsatzstarken Gästen sowohl bei der Terminvergabe als auch bei der Entscheidung, wer die besten Plätze bekommt, wird unmöglich. Nicht zuletzt werden Wettbewerbern, Gästen und Dritten Infomationen über den Auslastungsgrad zugänglich.

Book&Table hat den Versuch gestartet, auch in Deutschland ein Online-Reservierungssystem für das Gastgewerbe anzubieten, dessen Kern eine zentrale Datenbank ist. Tischreservierungen können per Telefon, Telefax oder Internet koordiniert werden. Darüber hinaus ist BOOK@TABLE ein virtuelles Reservierungsbuch für jeden Gastronomen & Hotelier, daß - positiv formuliert - das herkömmliche handschriftliche Führen von Reservierungsbüchern überflüssig macht und - negativ formuliert - erfordert, daß der Gastronom auch Reservierungen, die auf anderen Wegen eintrudeln, online (nach)erfassen muß. Für den Gast ist die Benutzung des Systems (abgesehen von seinen Zugangskosten zum Internet selbst) kostenlos. Die Kosten trägt der Gastronom.