Gastgewerbe Gedankensplitter


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Mittwoch, November 27, 2002

BieraboSeit Jahren predige ich jedem Brauer, der es hören will oder auch nicht, er soll mal ein Kirschbier zu brauen versuchen. In unseren Gaststätten bieten wir seit vielen Jahren ein Biermix aus Hefeweißbier und einem Schuß Sauerkirschnektar an, das sehr gerne getrunken wird. In Belgien haben Fruchtbiere, so auch Kirschbiere ("Kriek" ist ein Verschnitts verschiedener Lambic-Sorten. Es enthält zwischen 10 und 25 % Kirschen als Frucht, Saft oder Fruchtsaftkonzentrat, z.B. "Cantillon Kriek" oder das "Mort Subite Kriek" der Brasserie de Keersmaeker) eine lange Tradition. Jetzt hat sich die auch ansonsten recht rege Klosterbrauerei Neuzelle der Idee zugewandt (ohne unser Zureden) und bietet ein Kirschbier an, hergestellt aus Bockbier und reinem Kirschsaft (Kirschmuttersaft), veredelt mit Holundersaft und Raffinade (ohne Konservierungsstoffe und chemische Zusätze). Eine andere "verrückte" Idee der Neuzeller ist ihr Badebier, die Verwendung von Bier als Badezusatz. Diese Idee hat jetzt sogar Wellen im Ausland geschlagen, siehe "Beer and Bubbles", in: Real Beer Page vom 24. November 2002.