Gastgewerbe Gedankensplitter


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Montag, Dezember 16, 2002

In einem Artikel "Erfolgsfaktor Online-Marketing", in: Heise Online vom 19.11.02, versucht sich Christiane Schulzki-Haddouti in einer "einfachen Erklärung", "warum BOL scheiterte und Amazon so erfolgreich ist". Mit ihren zentralen Aussagen, entscheidend seien das Affiliate-Marketing bzw. technisch gesprochen: die Linkpopularität, und die Suchmaschineneignung der Amazon-Seiten, gehe ich konform. Aber die Behauptung, Epilog.de sei eine der größten privat betriebenen Partnersites von Amazon, kapiere ich nicht. Laut den Teilnahmebedingungen von Amazon.de sind nur gewerbliche Sites berechtigt, am Partnerprogramm teilzunehmen: "Aus Buchpreisbindungs-Gründen können wir nur mit gewerblichen Partnern im Rahmen des Amazon.de Partnerprogramms zusammenarbeiten". Auch die Behauptung, Amazon zahle "satte 15 Prozent" und beim Konkurrenten BOL seien es "nur bis zu 8 Prozent", ist zumindest irreführend. Amazon.de-Affiliates kommen auf ca. 6% bis 7% Provision, da es nur in besonderen Fällen (bestimmte Produktgruppen und Linkformen) 15% gibt, ansonsten aber nur 5%. Das Provisionsmodell von BOL ist an sich für die Affiliates günstiger gewesen, weswegen nach der Einführung dieses Provisionsmodells in einem Forum von Affiliates rege diskutiert worden ist, ob ein Wechsel lohne. Der Vorteil von Amazon.de liegt eher in der größeren Akzeptanz von Amazon bei den Nutzern mit den Folgen einer höheren Click-Trough-Rate auf der Site des Affiliates (also wieviele Prozent der Besucher auf einen Link zu Amazon klicken) und einer höheren conversion rate auf der Site von Amazon (also wieviele derjenigen, die sich zu Amazon durchgeklickt haben, dort auch etwas bestellen). Die Conversion Rate hängt dabei auch vom Grad der Integration der Inhalte des Partners in die Site des Affiliates ab (siehe dazu auch: "Portale: Werbung ist nicht alles!", in: ecin.de vom 14.11.02).