Gastgewerbe Gedankensplitter



Mittwoch, Juli 31, 2002

SPD-Generalsekretär Franz Müntefering wirft auf der Website der SPD der "Bild" vor, sie mache Wahlkampf für Stoiber, weil sie Namen von solchen Bundestagsabgeordneten, die Bonusmeilen veruntreut haben, nicht sofort veröffentliche. Eine ziemlich hilflose Variante von "Haltet den Dieb!". Statt seine Genossen aufzufordern, die Straftaten zuzugeben und ihre Ämter zur Verfügung zu stellen oder an Eides statt zu erklären, daß sie diese Straftaten nicht begangen haben, wird auf die Presse eingedroschen. Statt sich selbst um eine Aufklärung zu bemühen, behauptet Müntefering, die Daten der Fluggesellschaften über die Bonusprogramme seien datenschutzrechtlich geschützt, und versucht mit der Frage, wie „Bild“ legal an die Informationen gelangt sei, abzulenken. Der Personendatenschutz soll meines Erachtens Bürger vor Eingriffen in ihre Privatsphäre schützen, nicht aber kriminelle Abgeordnete vor einer Strafverfolgung.

Kirsten O. Braun: Gestaltung von Coupons, in: Loyalty Hamburg Newsletter 08/02 vom 31. Juli 2002.

N-TV meldet soeben, daß Gregor Gysi von seinem Amt als Berliner Wirtschaftssenator zurückgetreten sei, weil er dienstlich erworbene Bonusmeilen privat genutzt habe. Ein Vorschlag zur Güte: Alle Politiker, die gewährte Bonus-Meilen und Sachprämien für dienstliche Flüge nicht veruntreut haben, melden sich bei mir und ich veröffentliche die paar Namen in diesem Blog. Die anderen verduften still und leise ...

Cocktails spielen eine wichtige Nebenrolle in einigen Kinofilmen. In der Film-Cocktail-Lounge werden sie von der Wiener Tageszeitung "Der Standard" vorgestellt.

"So geht's vegetarisch - jetzt einsteigen !" - eine neue, farbige Broschüre mit vielen Tipps und grundlegenden Informationen von ernährungswissenschaftlichen Aussagen bis hin zu praktischen Einkaufshilfen. Die sog. Fleischersatzprodukte werden vorgestellt und auch "Tipps für den Umgang mit der fleischessenden Umwelt" fehlen nicht. Entdecken Sie neue Genüsse mit leckeren vegetarischen Rezepten. Eine Zusammenstellung der besten Internetadressen und Buchtipps runden die Broschüre ab. Die Broschüre hat 52 Seiten in DIN A4 und kostet inkl. Porto und Verpackung 4,50 Euro. Zu bestellen beim Vegetarier-Bund Deutschlands e.V., Blumenstr. 3, 30159 Hannover, gegen die Einsendung von Briefmarken oder Scheck. Dazu legt die bundesweit größte Vegi-Organisation noch ein kostenloses Probeheft ihres Magazins "natürlich vegetarisch".

"Welcome Hotels", einer Tochter der Warsteiner-Gruppe plant bis zum Frühsommer 2004 in Bamberg ein 165-Zimmer-Haus mit drei Sternen zu eröffnen. Die Welcome Hotelgruppe ist erst vier Jahre alt. 1998 übernahm Rainer Kirschner für acht Häuser von der Warsteiner Brauerei das Management und die Welcome-Zentrale im niederländischen Oldenzaal. Mittlerweile sind es 13 Häuser in Deutschland und eins in den Niederlanden, allesamt Tagungshotels mit einer bunten Vielfalt an Seminarräumlichkeiten. Auf der dem neuen Standort gegenüberliegenden Seite der Regnitz betreibt die Gruppe bereits das Vier-Sterne-Hotel Residenzschloss. Hinter der klassizistischen Fassade wurde ab 1789 das modernste Krankenhaus Europas betrieben.

Dienstag, Juli 30, 2002

Franziska Schumacher (Gastropower) teilt mit: "Die Hotelakademie Pegnitz und Gastropower haben sich gemeinsam etwas ausgedacht: Unsere Führungswerkstatt - wichtig für alle Gastronomen und Hotels - veranstalten wir in Zukunft gemeinsam. Und das hat für die Schüler der Berufs- und Hotelfachschule Pegnitz einen enormen Vorteil: Alle Seminare der Führungswerkstatt können von den Schülern zu einem absoluten Schnäppchenpreis gebucht werden. Die Führungswerkstatt ist in dieser Form einmalig in Deutschland. Wir hoffen, auch recht viele aktive Gastronomen zur Führungswerkstatt motivieren zu können, denn wir wissen alle: der Fisch beginnt am Kopf .... Ausschreibungsunterlagen bzw. eine genaue Beschreibung der offenen Seminare finden Sie auch im Internet unter www.gastropower.de.

In der Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung vom 27. Juli 2002 schreibt Annette Wilke-Weichbrodt über Impressionen zur "koscheren Küche" in Frankfurt am Main. Mehr zum Thema Koschere Restaurants.

Laut einer Meldung des Spiegels plant Schröder Peter Hartz als seinen zukünftigen Superminster für Wirtschaft und Arbeit zu nominieren. Das damit eingeschlossene Geständnis, daß die jetzigen Minister Müller und Riester Looser sind, kommt vier Jahre zu spät. Als Mittelständler läuft es mir bei der Vorstellung, ein Sozialdemokrat, der seinen Job als Personalvorstand allein der Mitbestimmung und dem Durchgriff des Landes Niedersachsen auf VW verdankt, könne für die zentralen Reformprojekte der nächsten Legislaturperiode verantwortlich zeichnen, eiskalt den Rücken herunter. Ganz erfrischend in der heißen Wahlkampfphase, aber unangenehm das Jahr über.

Montag, Juli 29, 2002

FCSI Deutschland e.V. ist eine wertvolle Verbindung zwischen den vielen Berufsgattungen der Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsgastronomie. Der internationale Verband der Gastronomieplaner und -berater ist der einzige weltweite Verband mit mehr als 900 Mitgliedern in 27 Ländern. FCSI ist eine dynamische und aktive Organisation, welche Professionalität in der Beratung fördert. Nach den internationalen FCSI-Standards hat die deutsche Sektion verschiedene Mitgliederkategorien. Neben den aktiven Mitgliedern (Planern und Beratern mit mindestens 10jähriger Berufserfahrung) sind Firmen-Mitglieder (Industrie, Zuliefer und ähnliche Unternehmen) ein wichtiges Standbein der FCSI-Aktivitäten. Informationen zu FCSI Deutschland e.V. online unter www.fcsi.de.

Sonntag, Juli 28, 2002

Auch die Kölner Kollegen "Klagen über launisches Publikum" - ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 26. Juli 2002. Über die gastronomische Flaute sprach Barbara A. Cepielik vom Kölner Stadt-Anzeiger mit dem Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes, Christoph Becker: "Wir haben Umsatzeinbußen von 20 Prozent“.

Mein Wort zum Sonntag: Promovierter Jurist, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen, Mitglied des Rechtsausschusses im Deutschen Bundestag und sinnigerweise im Parteispenden-Untersuchungsausschuß, all dies listet der Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Danckert penibel auf seiner Website www.spd-danckert.de auf. Platz wäre auch noch gewesen, sein Mandat im Aufsichtsrat der WMP EuroCom AG anzugeben. Diese Gesellschaft hat laut einem Bericht von Focus die Interessen des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall vertreten. Laut Focus hat der ehrenwerte Genosse bestritten, daß es Interessenkonflikte zwischen seiner Tätigkeit als Abgeordneter und als Aufsichtsratsmitglied gegeben habe. Vieleicht gibt es aber doch ein paar prinzipielle Unterschiede zwischen einer Vertretung der Interessen des ganzen Volkes ("Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen." Artikel 38 Grundgesetz) und einer Vertretung der Interessen eines skandinavischen Energiemonopolisten? Ist es ein Zufall, daß Vattenfall kurz nach der Installation der SPD-PDS-Koalition in Berlin 44,8% des Berliner Versorgers Bewag erwerben und vor der Abwahl der Hamburger SPD-GAL-Koalition sich mit 71,31% an der HEW beteiligen konnte? Wie heißt es so schön auf der Website der WMP EuroCom AG unter dem Stichwort "Netzwerk": "Das Kapital der WMP EuroCom AG sind die hochrangigen Persönlichkeiten im Vorstand, im Aufsichtsrat und im Beraterstab."

Samstag, Juli 27, 2002

Manch einer, der sich nicht besonders für Bier interessiert, läßt sie in Bahnhofsbuchhandlungen vielleicht links liegen, die Lifestyle-Zeitschrift Biercult aus dem bei Brauern und Bierkennern sehr angesehenen Nürnberger Hans Carl Verlag. Es finden sich in dieser lesenswerten Zeitschrift neben bierkundlichen Artikeln, etwa über Bier-Cocktails oder Biergläser, auch Beiträge, die wenig mit Bier zu tun haben, so über "Lounge-Locations", "After-Work-Treffs", "In-Bars" bis hin zu "Soup-Kultur über Suppenbars. Wenn ich es richtig sehe, werden die Beiträge in der Online-Version zwar nicht vollständig gebracht sondern nur angerissen. Aber man weiß ja seit dem Nürnberger Trichter, daß die Mittelfranken lernfähig sind. Im Unterschied zu den Oberfranken, die immer schon alles wissen...

Heinz Horrmann berichtet in der Welt von heute, die Tourismus-Krise habe jetzt auch die Hotellerie erfaßt: "Zimmer frei".

Zu dem Buch "Weniger ist Mehrwert" von Markus Stolpmann gibt es auch einen Newsletter. Die erste Ausgabe dieses Newsletters (Anmeldung und Bezug gratis ... auch für Nichtleser) ist als Schnupperversion online. Dort erfährt man auch, was es mit dem "Kaffee-Barometer" auf sich hat.

In unserem letzten Gastronomie Newsletter (Ausgabe 11/2002) haben wir leider die URL von Subway Deutschland falsch angegeben: Richtig ist subway-sandwiches.de. Die Adresse von Subway International lautet: subway.com.

Freitag, Juli 26, 2002

Ein netter Mensch (Thilo Kirsch von pixelplanet.de) hat uns diesen Button geschenkt. Wer sich geehrt fühlt, wenn seine Website auf den Seiten von Abseits.de erwähnt wird, darf ihn sich herunterladen und mit einem Link auf die Seite, wo er erwähnt wird, in seine Website einbauen. Um eine kurze Benachrichtung bitte ich.

Im Englischen Garten in München gibt es neuerdings ein Wireless Network, also die Möglichkeit, ohne Kabel mit seinem eigenen Laptopp im Internet zu surfen. Voraussetzung ist auf Seiten des Nutzers eine W-LAN-Karte im Notebook. Kostenlos kann man sich die Homepage von E-Garten.net und die Seiten der 13 an dem W-LAN beteiligten Firmen ansehen. Wer ins Internet will, muß sich an der Kasse eine Prepaid-Karte kaufen (1 Stunde für 2 Euro). Mehr Informationen unter http://www.e-garten.net.

Wissen Sie, warum der "Englische Garten" in München so heißt? Er wird so nach seinem "Erfinder", dem Count von Rumford, genannt. Count von Rumford ist eine faszinierende Persönlichkeit, ein als Benjamin Thompson 1753 in Massachusetts (damals noch eine britische Kolonie) geborener, schwuler Amerikaner, der es mit 19 zum Offizier der britischen Armee bringt, von den amerikanischen Revolutionären der Spionage für Großbritannien bezichtigt wird und nach England flieht. Dort wird er als Physiker bereits mit 26 Jahren Mitglied der Royal Society und gilt als einer der Entdecker des Naturgesetzes von der Erhaltung der Energie. 1783 geht er nach München, wird bayerischer Kriegs- und Polizeiminister, rationalisiert die Waffenindustrie und führt nebenbei in Bayern die Kartoffel ein. Karl Theodor, Kurfürst von Bayern und der Pfalz (1777-1799), erließ, angeregt durch ihn, das Kurfürstliche Reskript, in jeder Garnisonsstadt einen Militärgarten anlegen zu lassen, so z.B. 1789 den Englischen Garten in München. Die Idee der "Suppenküchen" zur Speisung von Armen (vegetarische "Rumfordsuppe") wird ihm ebenfalls zugeschrieben. Später wurde er geadelt (zum Herzog des "Heiligen Römischen Reiches") und zum Generalleutnant befördert. Er entwickelte unter anderem Öfen für das kontinuierliche Brennen von Kalk, Apparaturen zur Untersuchung der Wärmestrahlung und lieferte, vermutlich angeregt durch seine Atlantiküberquerungen, seiner Zeit weit voraus eine Theorie für das Phänomen der Meeresströmungen und damit der heutigen Klimagrundlagenforschung. Er stiftete eine Preis für Wärmetheorie der Royal Society ("Rumford Medal"), der bis heute vergeben wird. Um 1800 ging er nach Frankreich und revolutionierte dort die Restaurantküchen. Er erfand vielzahl nützlicher Küchengeräte, so den Backofen, das Kochen unter Druck, eine Kaffeeröstmaschine und eine Thermoskanne, wodurch sich das Angebot in den Restaurants erheblich erweitern ließ. Die von ihm entwickelte Anordnung von einzeln regulierbaren Herden ("range") ermöglichte eine effiziente Zusammenarbeit in der Küche, ersetzte das Nebeneinander von Köchen an einzelnen Holzfeuern und erlaubte, die Methoden der Zubereitung von Speisen mit unterschiedlichen Temperaturen zu entwickeln. Man ging zunehmend davon ab, große Fleischstücke zu grillen, und dazu über, "á la minute" zuzubereiten. Als er 1814 an Fieber starb, legte er mit seinem Vermögen die Grundlagen des Departments of Physics der Harvard University ("Rumford Professorship"). Heute existiert noch eine Firma Buckley Rumford Co., die u.a. Öfen und Kamine nach seinen Plänen verkauft.

Pencom Deutschland veranstaltet vom 5. bis 9. September 2002 eine Gastro-Trendreise nach New York. Diese Reise wird von dem bekannten Gastronomen und Szene-Kenner Pierre Nierhaus begleitet. Die Teilnehmer erleben in nahezu 4 Tagen bis zu 80 verschiedene Konzepte in New York. Da kann man sich ein Fülle neuer Ideen mit nach Hause nehmen und versuchen in die Tat umzusetzen. Das Programm im PDF-Format. Anmeldunngen, weitere Fach-Studienreisen und mehr Informationen zu den Dienstleistungen von Pencom Deutschland unter http://www.pencom-deutschland.de.

Pierre Nierhaus ist einer der erfolgreichsten deutschen Gastronomen. Zusammen mit seinen Partnern Gerd Schüler und Michael Preisinger betreibt er derzeit 13 Objekte und daneben eigenes Consulting-Büro (SPN Consulting in Frankfurt am Main) und berät Nestlé bei deren Coffeebar-Konzept. Gastronomisches Trendscouting in Metropolen haben Pierre Nierhaus zum Experten in Sachen internationaler Gastronomie gemacht. Mit seinen Trendtouren durch New York sowie seinen Vorträgen auf Kongressen begeistert er immer wieder aufs Neue das Fachpublikum.

Die Firma H.J.Fischer, Gerätebau, hat einen "CONTROL-LIFT", ein Faß-Wiege-System, entwickelt, das eine "glasgenaue" Abrechnung von Fässern und KEGs ermöglicht. Ein Hub-Lift-Mechanismus ermöglicht das berührungslose Wiegen der Gebinde und damit ein Kontrollieren des Ausschankes. Das Gerät arbeitet mit einer eigenen Stromversorgung und ist auf lenkbaren Rollen an jeder Zapfstelle im Betrieb einsetzbar. Die gezapfte Menge wird auf 0,1 Liter genau angezeigt. Technische Probleme mit Druckunterschieden und bei der Reinigung, wie bei Durchlaufmessungen, treten bei diesem Gerät nicht auf.

Die Bundestagswahl ist gelaufen, wenn bis dahin kein außergewöhnliches Ereignis wie am 11. September 2001 passiert. Die neusten Umfrageergebnisse von Emnid (siehe election.de) und im ZDF-Politparameter (siehe Focus) zeigen, daß der seit Monaten stabile Vorsprung von CDU/CSU und FDP sogar noch zunimmt. Was angesichts der Wahlkampfthemen der letzten Monate nicht weiter verwundert. Stichworte: Einbruch der Gewerbe- und Körperschaftsteuern, München ist pleite, Krach zwischen dem Münchener OB und Eichel; Hunzinger-Scharping-Affäre; Sommer-Telekom-Desaster, Pisa-Studie, Nitrofen-Skandal, Vorwürfe gegen SPD-Kommunalpolitiker in Saarbrücken, Wuppertal, Köln undsoweiterundsofort. Dabei sind die Umfrageergebnisse für die SPD noch überhöht. Nicht wenige SPD-Stammwähler, die, wenn man sie befragt, angeben, SPD wählen zu wollen, werden nicht zur Wahl gehen. Zudem haben CDU/CSU gute Chancen, mehr Überhangmandate zu gewinnnen als 1998. Siehe dazu eine Prognose der Ergebnisse in den Wahlkreisen. Auch die SPD-Kampa dreht langsam durch. Zur Zeit konzentriert sie sich, statt Stoiber anzugreifen, auf den Gegner Westerwelle (siehe Kampa02) und pinkelt damit die einzige Partei an, die eine Wiederwahl Schröder als Kanzler einer Ampel-Koalition doch noch ermöglichen könnte.

Die Pixelplanet GmbH präsentiert ihren "Pizza-Server", ein Kassenprogramm für Bringdienste und Lieferservice mit ISDN-Anruferkennung und Online-Shop-Schnittstelle, auf einer eigenen Website www.pizza-server.com. Die neuen Seiten, die nun losgelöst von der Firmenwebseite www.pixelplanet.de stehen, bieten eine bessere Übersichtlichkeit und Navigation, da sich hier alles nur noch um den Pizza-Server dreht. Inhaltlich sind virtuelle Touren durch die Software, ein Supportbereich mit Faq's und übersichtliche Downloadlisten hinzugekommen. Natürlich kann sich der interessierte Besucher auch hier kostenlos die Software (3,5 MB) zum Testen herunterladen. Bei Bedarf wird sogar eine kostenlose Demo-Version auf CD-ROM verschickt. Das Programm ist interessant für alle klassischen Bring- und Lieferdienste, wobei es nicht ausschließlich für Pizza-Lieferdienste ausgelegt ist. Auch Asia bzw. China-Taxi, Gyros Lieferdienste, Gaststätten und Restaurants verwalten mit diesem Programm komfortabel ihre ausserhaus Bestellungen. Eingesetzt wird die Software unter anderem von Mövepick.ch und der Pizza Blitz Kette. Die Software kann direkt vom Hersteller oder über Händler bezogen werden und kostet ab 359 EUR (mitgeteilt von Thilo Kirsch, Geschäftsführender Gesellschafter, Marketing & Vertrieb der PixelPlanet GmbH).

Donnerstag, Juli 25, 2002

Von Patrick Oliver Flad ist in der Reihe GastroManagement des Buchverlages der Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag das Werk "Dienstleistungsmanagement in Gastronomie und Foodservice-Industrie" erschienen. Soblald mir der Verlag ein Rezensionsexemplar geschickt hat, werde ich es hier besprechen. Patrick Oliver Flad studierte an den Wirtschaftsuniversitäten St. Gallen und Wien Betriebswirtschaftslehre, Marketing und Internationales Management. Von 1995 an war er in verschiedenen Marketing- und Verkaufsfunktionen bei Unilever Bestfoods tätig, zuletzt als Marketingleiter einer Tochtergesellschaft des Konzerns in Hamburg. Seit Frühjahr 2001 lebt und arbeitet er im New Yorker Swiss Center in der Fifth Avenue. Bei Schweiz Tourismus, der nationalen Marketing- und Verkaufsorganisation für das Reise-, Ferien- und Kongressland Schweiz, ist er für das Key Account-Management und den Bereich Trade Relations Nordamerika zuständig.

Der Bundesrat hat einer Vereinfachung der Gewerbeordnung zugestimmt. Aufgehoben wurden Vorschriften wie beispielsweise über Lohnbücher oder die Lohnzahlung in Gaststätten. An ihre Stelle sollen die allgemeinen Vorschriften treten, etwa die schuldrechtlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs über Leistungsstörungen und ergänzende arbeitsrechtliche Regelungen.

Zum 200. Geburtstag von Alexandre Dumas erscheint sein großes Kochbuch auf Deutsch. 1844 feiert Alexandre Dumas nach erfolglosen Versuchen als Schreiber von Theaterstücken mit dem "Grafen von Monte Christo" einen grandiosen Erfolg. Schlag auf Schlag folgen "Die drei Musketiere" (1844), "Zwanzig Jahre später" (1845), "Königin Margot" (1845), "Das Halsband der Königin" (1849) und "Der Vicomte de Bragelonne" (1850) und eine Vielzahl weiterer Werke, die er wie am Fließband und mithilfe von Ghostwritern produzierte. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er damit, ein "Großes Wörterbuch der Kochkunst" zu erstellen, ein Sammelsurium eigener und fremder Rezepte, Reiseanekdoten, Praxistipps und Gesundheitsempfehlungen, ein Standardwerk der Kochliteratur. Dieses Kochbuch, Kulturgeschichte und historisches Dokument in einem wird jetzt erstmals auf deutsch herausgegeben vom Wiener Mandelbaum-Verlag. Als opulentes Werk (824 Seiten, drei Bände im Schuber, gebunden, Fadenheftung mit Lesebändchen) ist es auch ein wunderschönes Geschenk. Eine Besprechung von Julia Kospach in der Berliner Zeitung (via Karina Matejcek). Teilaspekten dieses Themas widmen sich auch das im Deutschen Taschenbuchverlag erschienene Buch "Aus dem Wörterbuch der Kochkünste" von Alexandre Dumas, Joachim Schultz (Herausgeber) und "Wildspezialitäten. Jagd- und Tafelfreuden mit Alexandre Dumas" von Sylvie Lenotre (Mitarbeiter), Serge Gilles-Naves (Mitarbeiter), Gerard Guicheteau (Herausgeber), Herve Amiard (Illustrator).

Ein Auftritt von Dirk Ploss, Geschäftsführer der Loyalty Consulting Hamburg, in SAT1 zum Thema Coupons hat die Nutzerzahlen einer Seite von Abseits.de über "Coupons" in den letzten beiden Tagen explodieren lassen. Im Oktober 2002 erscheint das neue Buch von Dirk Ploss über "Intelligentes Couponing".

Mittwoch, Juli 24, 2002

Auf dem Weg zu einer gewissen überregionalen Bedeutung ist die Kundenkarte Pleasure Card. Sie ist in Dresden zur Zeit besonders stark vertreten, wohl auch durch jubelierende Berichte in Bild Dresden, der Sächsischen Zeitung und Radio Chemnitz, scheint aber auch deutlich nach Nordbayern vorzudringen (Bayreuth, Hof, sowie in Planung: Coburg, Erlangen, München). Als überregionale Unternehmen beteiligen sich z.B. Sixt und die Techniker-Krankenkasse. Sie bietet freien bzw. ermäßigten Eintritt in Diskotheken, Ermäßigungen auf den Eintritt in Freizeitparks/Freizeitbäder oder auf das Kinoticket bis hin zu attraktiven Preisnachlässen in Modegeschäften und in der Gastronomie. Auf der Internetsite von Pleasure Card kann man für jede Stadt einen Stadtführer mit allen Angeboten und Adressen ausdrucken. Alle Freizeiteinrichtungen und Unternehmen, die am System teilnehmen, sind durch einen gut sichtbaren Aufkleber gekennzeichnet. Zusätzlich sind Informationsbroschüren ausgelegt. Ein Newsletter informiert über neue Angebote aus Region des Karteninhabers. Die Pleasure-Card ist ein ganzes Jahr gültig und kostet den Karteninhaber 15 Euro pro Jahr. Mehr über Coupons und Kundenkarten.

Die Eidgenössische Alkoholverwaltung informiert über den Spirituosenverbrauch 2001. Die Verkaufszahlen von süßen alkoholischen Mixgetränken, bekannt als „Alcopops“ und „Premix“, haben zwischen 2000 und 2001 in der Schweiz stark zugenommen – dagegen stagniert der Bierabsatz.

Am Samstag, dem 11. Mai 2002 wurde in der 1516 Brewing Company in Wien die 'Kampagne für gutes Bier', kurz KGB genannt, ins Leben gerufen und - ganz österreichisch, als Verein gegründet. Doch nicht Vereinsmeierei steht im Vordergrund, sondern das gemeinsame Interesse an gutem, qualitativ hochstehenden Bier. Vorbild ist die britische Campaign for Real Ale. Die Website der KGB ist gerade online gegangen.

Montag, Juli 22, 2002

Nachdem die Hartz-Kommission mit ihrem Vorschlag für einen nur 10prozentigen pauschalen Sozialversicherungsbeitrag indirekt auch die Arbeit der rot-grünen Bundesregierung, besonders der sogenannten "Reform" der 630-DM-Jobs zum 1.4.99, kritisiert hat, hat sich der SPD-Generalsekretär von den Zwischenergebnissen der Hartz-Kommission distanziert. Laut Onvista/Reuters sagte er: "Wir werden das, was die Kommission vorschlägt, nicht Eins zu Eins übernehmen". Wenn die SPD wirklich die Hartz-Vorschläge noch vor der Bundestagswahl umsetzen wollte, wie wochenlang behauptet wurde, fände sie für eine Absenkung des pauschalen Sozialversicherungsbeitrages für geringfügig Beschäftigte zweifelsfrei eine Mehrheit im Bundestag, da FDP und CDU/CSU ähnliche Vorschläge unterbreitet haben. Die Sondersitzung des Bundestages zur Vereidigung des Intermezzo-Verteidigungsministers böte eine gute Gelegenheit, dem Geschwätz der Wahlkämpfer Taten der Abgeordneten folgen zu lassen.

In einem Interview der Schweizer Fachzeitschrift Gastro-Journal, Ausgabe 27/2002, erläutert Fredi Nussbaum, Küchenchef im Zürcher Hotel Zum Storchen, seine erfolgreiche Art der Lehrlingsausbildung.

Hotel-speziell.de ist ein Marktplatz für deutsche Hotelarrangements zu Feiertagen, besonderen Anlässen und zu regionalen Events und Spezialitäten, eine Idee von Dipl.-Ing. Sabine Oertel und Dipl. Film-&Fernsehwiss. Kerstin Leppin.

Sonntag, Juli 21, 2002

Die Biere Sachsens bilden den Mittelpunkt des 6. Internationalen Bierfestivals in Berlin vom 2. bis 4. August 2002 auf der Karl-Marx-Allee. Mehr als 170 Brauereien aus 170 Ländern präsentieren 1.500 Bierspezialitäten. Im letzten Jahr besuchten 450.000 Menschen diese Gemeinschaftsveranstaltung des Bundesverbandes mittelständischer Privatbrauereien e.V. und der Präsenta GmbH, Berlin.

Abseits-Leser Kai aus Kiel empfiehlt einen Blick auf Asgaard, eine Gasthausbrauerei in Schleswig. Diese Brauerei wurde in den letzten Jahren zum Geheimtipp für Biertrinker. Die Gasthausbrauerei hat 240 Sitzplätzen innen und außen in einem ehemaligen Güterbahnhof. Ihr Ausstoß erreicht mittlerweile 3.000 Hektoliter. Unter dem Slogan "Asgaarrs, das göttliche Bier der Wikinger" werden drei Sorten vertrieben: das erste Weizenbier aus Schleswig-Holstein (mittlerweile ist Flensburger nachgezogen), ein bernsteinfarbenes Lagerbier und ein Bioland Premiumpils, das bundesweit im Biofachhandel vertrieben wird. Die Gasthausbrauerei hat keine eigene Flaschenabfüllerei sondern läßt im Lohnverfahren abfüllen. Die Gasthausbrauerei hat eine tolle Athmosphäre. Eine Brauerei-Besichtigung ist möglich, das macht die Chefin selbst. Die Gasthausbrauerei liegt direkt an der Schlei und hat auch eine gute, rustikale Speisekarte (je nach Saison gibt es auch ganz frischen Fisch). Ein großer Biergarten ist auch vorhanden.

Gastrofacts.ch hat einen in der National-Zeitung veröffentlichten Artikel von Gregor Waser über Schweizer Gastro-Portale: "Bier und Salzstangen per Internet" online gestellt.

Die Eichenberger + Kasper Treuhand AG, Arosa in der Schweiz, hat eine Checkliste, eine Anleitung zur Erstellung eines Businessplanes am Beispiel eines Hotel- und Gastrounternehmens online gestellt. Weitere Beispiele für solche Pläne:

Das Kloster Andechs hat seine Internetpräsenz relauncht. Teil dieser Präsenz ist auch die Klosterbrauerei Andechs. Endlich können Bierliebhaber und Gastronomen nachschauen, wo es in ihrer Nähe Andechser Biere zu kaufen gibt (Links zu den Websites dieser Verkaufsstellen fehlen leider). Und auch die Vertriebsmitarbeiter sind per eMail erreichbar. Das Kloster Andechs ist zwar schon seit Anfang 2000 online; die bisherige Internetpräsenz ist aber nur illustrativ gewesen und wenig nützlich.

Samstag, Juli 20, 2002

MdB Ernst Hinsken (CSU, Wahlkreis Straubing-Regen), Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus im Deutschen Bundestag, plädierte auf einem Treffen mit Vertretern des Hotel- und Gaststättenverbandes aus Bayreuth, Kulmbach und Forcheim für eine Lockerung der sehr rigide gehandhabten Sperrzeit-Regelung (Quelle: Weg von Kontrollwut und Bürokratie, in: Fränkischer Tag vom 20. Juli 2002). Meiner Meinung nach macht er sich damit lächerlich, denn es ist seine Partei, welche eine Lockerung der rigiden Sperrzeitenregelung in Bayern verhindert (vergleiche: Sperrstunden-Regelungen. Beim Wahlkampfauftritt von Edmund Stoiber im Berliner Nachtclub "90 Grad" erhielten laut einer Meldung von Spiegel Online vom 6. Juli 2002 mehrere Jugendliche einen Platzverweis, weil sie gegen die in Bayern geltende Sperrstundenregelung protestieren wollten. Die CSU spricht mit gespaltener Zunge. Es ist paradox, wenn Stoiber als Kanzlerkandidat verspricht, ein Drittel aller bürokratischen Regelungen abzuschaffen, und noch nicht einmal Manns genug ist, im Bayerischen Landtag die Abschaffung der Sperrstunde für das bayerische Gastgewerbe gegen den Widerstand von Kommunalpolitikern durchzusetzen, die um kommunale Gebühren für Bescheide über Sperrstundenverkürzungen bangen.

Das Jammern der Gastronomen in allen Ecken Deutschlands hat kein Ende. Das Wiesbadener Tagblatt berichtet am 19. Juli über die Wiesbadener Gastronomie: "Am Zapfhahn ist immer weniger zu tun"

Wilhelmshavener Wirte bzw. der Stadtverband Wilhelmshaven der DEHOGA sind unter www.gastroammeer.de gemeinsam ins Netz gegangen.

Vom 28. bis 30. August 2002 finden in Berlin die 4. Sommertage Getränkewirtschaft 2002 statt. Vorgestellt werden Szenarien über mittel- und langfristige Trends. Themen sind unter anderem:
  • "Geschmacksprobleme beim Bier. Wie man sie erkennen und verhindern kann."
  • "Aktuelle Themen des Getränkefachgroßhandels"
  • "Aktuelle Trends im weltweiten Soft-Drink-Markt"
  • "Was kann die deutsche Brau-Industrie vom amerikanischen Biermarkt und seiner Entwicklung von 1900 bis 2000 lernen?"
  • "Haben die Biermärkte von Belgien, Luxemburg, Österreich und der Schweiz Entwicklungen bereits vorweggenommen, die auf Deutschland noch zukommen?"
  • "Erfolgsfaktoren in der Gastronomie. Eine Trendreise nach New York, Chicago und Orlando. - 1 Jahr nach dem 11. September 2001" u.a. mit Pierre Nierhaus, Gastronomie Consultant & Gründungsmitglied "Der Leaders Club Deutschland"
  • "Szenen-Gastronomie Berlin"
  • Workshop "Es gibt es wieder: Das Gastro-Panel für die Getränke-Wirtschaft"
  • "Whisky Tasting mit Single-Malt Whiskies"

Vom 30. August bis 3. September 2002 findet im Rahmen der Frankfurter Messe "Tendence" eine Sonderschau "C.A.F.F.E.E" rund um den Kaffee-Kult statt. Die Konzept-Designer Kessler & Kessler (Zürich, Berlin) geben im Konsumgüterbereich und in der Gastronomie Ausblicke auf die Lebenskultur der Saison 2003. Die Sonderschau repräsentiert vier Stilrichtungen: Grand Café, Coffee Family, Coffee Shop, Business Cup. Innerhalb einer Aktionsschau führt der Schweizer Sensoriker Patrick Zbinden Aroma-Degustationen durch.

Laut einer Vorabmeldung des Spiegels: "Hartz-Kommission schlägt Erhöhung der Verdienstgrenze für Mini-Jobs vor" soll die Verdienstgrenze für "geringfügige Beschäftigungsverhältnisse" auf 500 Euro angehoben werden. Zugleich will die Kommission die pauschalen Sozialabgaben für Minijobs von heute 22 auf 10 Prozent senken. Im Gegenzug soll künftig nur noch eine Stelle pro Person erlaubt sein. Diese Variante konterkariert die zum 1.4.1999 in Kraft getretene sogenannte "Reform" der 630-DM-Jobs, bei der die vormals sozialversicherungsfreien Beschäftigungsverhältnisse mit einer 22-prozentigen, pauschalen Abgabe (12 % Rentenversicherungsbeitrag, 10% Krankenversicherungsbeitrag) bestraft worden sind. Das "Regierungsprogramm" der CDU/CSU sieht eine Absenkung auf 20 Prozent vor und eine Grenze von 400 Euro (vergleiche unsere Meldung vom 22. Mai 2002). Die FDP fordert 15 Prozent und eine Grenze von 630 Euro (vergleiche unsere Meldung vom 6. Juni 2002).

Freitag, Juli 19, 2002

Die Washington Post meldet am 18. Juli, daß Starbucks Opfer gefälschter Coupons geworden sei: Starbucks: Coupon Are Fake. Von einem unbekannten wurden Coupons per eMail versandt, die den Eindruck erweckten, die Empfänger könnten ihn gegen einen "Creme Frappucino" eintauschen, ein Getränk, das von Starbucks in diesem Monat neu eingeführt worden ist und wie ein Milchshake schmeckt. Starbucks informierte zwar alle Filialen unverzüglich, daß es sich um eine Fälschung handele. Aber in der Zwischenzeit hatten Filialen im Raum Washington (wegen der unterschiedlichen Zeitzone) bereits jede Menge Gutscheine eingelöst. In einigen Filialen sei er sogar ausgegangen. Mehr über Coupons.

In der Hamburger Morgenpost vom 18. Juli berichtet Sascha Balsko, Hamburger Gastronomen planten einen "Pool gegen die Gäste-Flaute" mit dem Ziel, durch eine Zusammenarbeit Kosten zu sparen und das Marketing zu verbessern.

Die Welt berichtet am 19. Juli über die Tourismuswirtschaft in Schleswig-Holstein: "Gastronomie klagt über zurückhaltende Gäste".

In einem am 15. Juli vorgelegten Tourismusbericht der Industrie- und Handelskammer Schwerin heißt es, dass die Zahl der Hotelübernachtungen im Landesdurchschnitt um 8,3 Prozent anstieg, die Steigerungsrate für Westmecklenburg aber nur 1,7 Prozent betrug. In Westmecklenburg blieben die Hotelgäste im Durchschnitt nur 2,1 Tage und damit einen Tag weniger als im Landesdurchschnitt. Während die Situation in der Hotelerie nicht berauschend zu sein scheint, ist die Stimmung in der Gastronomie auf einem neuen Tiefpunkt angelangt, Insolvenzen und Geschäftsaufgaben prägen das Bild. Über 80 % der befragten Unternehmen meldeten einen Umsatz- und Gewinnrückgang! Nur 9 Prozent der Gastronomen bezeichnen die Lage als "gut". Nur 15 bis 20 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung. Ein Viertel der befragten Unternehmen plant eine Verringerung des Arbeitsplatzangebotes.

Donnerstag, Juli 18, 2002

Unter die Einwegpfandpflicht fallen, so Dr. Thomas Rummler vom Bundesumweltministerium laut der Lebensmittelzeitung, auch die so genannten Deckelbecher, die besonders von.Fast-Food-Ketten zum Ausschank von Getränken eingesetzt werden. Mehr zum Thema "Pfandpflicht für Einwegverpackungen: Auswirkungen auf das Gastgewerbe".

"Hätten halb so stark wie mein Arm Schild und Speer mir gehalten, nimmer floh ich dem Feind; doch zerschellten mir Speer und Schild. Der Feinde Meute hetzte mich müd, Gewitterbrunst brach meinen Leib ..." Gerhard Schröder muß auf die Walküre verzichten, meldet die Welt, um Rudolf Scharping zu sommern. Als Nachfolger ist Peter Struck im Gespräch. Geeigneter wäre wohl Helmut Schmidt. Helmut Schmidt ist bereits in den Jahren 1969 bis 1972 Verteidigungsminister gewesen. Für Helmut Schmidt sprechen seine Ausbildung als Flakhelfer im Zweiten Weltkrieg und sein hohes Alter, was sich ja schon bei der Sommer-Nachfolge als Qualitätskriterium herauskristallisiert hat. Zudem geht es ja ohnehin nur um eine Interimslösung für zwei Monate.

Das Gastgewerbe hat im Mai fast zehn Prozent weniger umgesetzt als im Vormonat. Der Minustrend seit der Euro-Einführung zu Jahresbeginn ist ungebrochen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Mai 2002 nominal (in jeweiligen Preisen) 6,2 % und real (in konstanten Preisen) 9,8 % weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat um. Damit erzielte das Gastgewebe seit Januar 2002 in jedem Monat nominal und real niedrigere Umsätze als im entsprechenden Vorjahresmonat und im Mai 2002 den höchsten Umsatzrückgang in diesem Jahr. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Vergleich zum April 2002 nominal 3,8 % weniger abgesetzt. In den ersten fünf Monaten des Jahres belief sich der Umsatzrückgang im Gastgewerbe insgesamt auf nominal – 2,6 % und real – 6,0 %. In allen drei Branchen des Gastgewerbes gingen die Umsätze sowohl nominal als auch real gegenüber dem Mai 2001 zurück: Im Gaststättengewerbe (nominal – 4,4 %, real – 7,9 %), im Beherbergungsgewerbe (nominal – 7,8 %, real – 11,7 %) und bei den Kantinen und Caterern (nominal – 10,5 %, real – 13,1 %).

Mittwoch, Juli 17, 2002

Gerhard Schröder wollte auf Teufelbleibdrin vor der Bundestagswahl keinen Minister mehr austauschen. Nach der Veröffentlichung im morgigen Stern über Rudolf Scharping: "Der Minister und sein Gönner" wird ihm vermutlich nichts mehr anderes übrig bleiben. Furore machen wohl weniger die angedeuteten finanziellen Transaktionen, daran hat man sich ja bei Sozialdemokraten mittlerweile gewöhnt, als Episoden am Rande, welche die sozialistisch-lafontainsche Herz-Wut-Seele zum Kochen bringen, etwa, daß sich Rudolf Scharping auf die Schnelle mal für 54 885 Mark neu eingekleidet habe.

Book Watch ist ein Tool, welches eine Rangliste solcher Bücher erstellt, die in Weblogs häufig besprochen werden, sowie die Links zu den Besprechungen. Mit anderen Worten: eine tagesaktuelle Information über solche (englischsprachigen) Bücher, die gerade angesagt sind. Darunter können auch Bücher sein, die noch gar nicht erhältlich sind, weil sie häufig vorab an Rezensenten verteilt werden oder bereits in der Entstehungsphase teilweise online gestellt werden. Diese Ranglisten sind im Unterschied zu solchen Listen, die auf Verkaufszahlen basieren, gute Indikatoren für zukünftige "Renner". Diese Listen sind aber nicht nur für Buchhändler und Buchlieber interessant, sondern auch Frühindikatoren für Themen, bevor jedermann davon spricht.

Julia Child hat in ihrer privaten Küche fünfzehn Jahre lang drei populäre amerikanische Kochsendungen moderiert. Man sagt ihr einen enormen Einfluß auf die Art und Weise zu, wie Amerikaner über das Kochen und und ihre Geschichte denken. Jetzt hat sie ihre Küche dem "Smithsonian National Museum for American History" vermacht. Die Website zur Ausstellung.

Zum Schnäppchenpreis gibt es zur Zeit bei Amazon.de drei reich bebilderte Bücher aus der Reihe "Streifzüge durch die Küchen der Welt" mit authentischen Rezepten:

Dienstag, Juli 16, 2002

"Krombacher wackelt am Warsteiner-Thron". Focus berichtet, der Umsatz von Warsteiner Pils in der Gastronomie sei im ersten Halbjahr 2002 um 4,5% zurückgegangen, besonders nach der Preiserhöhung im April.

Wenn man mangels Riedel-Gläser und Champagner Perlwein in Plastikbechern ausschenkt, ist das dann eine Interimslösung?

Lars Jensen berichtet in der neuesten Ausgabe von brandeins über Ricardo Urgell, der es in den letzten dreißig Jahren geschafft hat, aus seiner ersten Diskothek "Pacha" auf Ibiza ein Unternehmen mit 87 Objekten in 23 Ländern aufzubauen, darunter auch eine Filiale in München. Neben Bars und Discos gehören zu seiner Unternehmensgruppe ein Plattenlabel, eine Modelinie, ein Fernsehsender und eine Internetagentur. Im letzten Jahr wurder es von der spanischen Handelskammer zum "Globalen spanischen Unternehmen des Jahres“ gewählt. Lesen Sie mehr: "Der Club der großen Lichter".

Das Internetkonzept von Brandeins, aktuelle Artikel in voller Länge sofort frei zugänglich online zu stellen, ist richtig, auch wenn viele Zeitungs- und Buchverlage zur Zeit eher auf dem falschen Trip sind, Inhalte nur noch nach Registrierung und/oder kostenpflichtig online zu stellen. Ein paar Beispiele für erfolgversprechende Strategien kostenloser Inhalte:
  • "Weniger ist Mehrwert" lautet der Titel eines im Mai 2002 erschienen Buches von Markus Stolpmann, dass Selbständigen und Unternehmern Denkanstösse geben will. Stolpmann, der zusammen mit Karina Matejcek eDings "macht", plädiert für die Fokussierung auf eigene Stärken, Pragmatismus und Flexibilität als Weg zum Erfolg. Zum Erscheinen des Buches gibt es bei Galileo eine Sonderaktion: Dort kann man sich jede Woche eines der dreissig kurzen Kapitel als PDF-Datei zuschicken lassen.
  • Das Nachschlagewerk "Wer liefert was?" wird ab 2002 nicht mehr gedruckt erscheinen, sondern nur noch in einer Online-Version. Das Werk erschien 1986 erstmals als CD-Rom und ging 1995 online. Der Umsatz der Online-Version resultiert im Wesentlichen aus Werbeerlösen.
  • Der Ratgeberverlag aus Hamburg stellt alle seine Titel im Volltext ins Internet - kostenlos und für jedermann zugänglich beim Gesundheits-Portal almeda.de. Der erste dort veröffentlichte Titel "Ärztelatein im Klartext" schnellte schon nach kürzester Zeit auf Platz 1 der Amazon-Bestsellerliste.


Wenn man sich unsere Linksammlung von gastronomischen Fachzeitschriften und -zeitungen anschaut, sieht man ein ganzes Spektrum unterschiedlicher Strategien:
  • Reine Internetstrategien (ohne Printausgabe) wie von Gastrofacts.ch in der Schweiz und dem österreichischen Tourismusmagazin.
  • Konzepte, bei denen die spezifischen Vorteile von Printausgabe und Internet gleichberechtigt genutzt werden wie bei GastroJournal.ch in der Schweiz und dem Bayerischen Gastronomie-Report.
  • Unabhängige Internetstrategien, bei denen der Inhalt der Printausgabe zweitverwertet wird wie beim cafe-future.net des Deutschen Fachverlages.
  • Solche Verlagen, die nur rudimentäre Informationen wie Anzeigenpreise, Adressen usw. online stellen.

gastroKER, ein Werkzeug für den kaufmännisch handelnden Gastronomen ist in erweiterter Ausstattung soeben fertig gestellt. Nachdem vor einigen Tagen der Betriebsvergleich Hotellerie und Gastronomie 2001 als fertiggestellt angekündigt wurde, sind diese Zahlen des Branchenvergleiches der BBG-Consulting, Düsseldorf, auch auf CD erhältlich. Eingebunden in eine Kurzfristige Erfolgsrechnung können diese Vergleichswerte und Kennzahlen den Zahlen des zu bewertenden gastronomischen Objekts gegenüber gestellt werden. Ohne mühsames Rechnen können jetzt durch automatische oder manuelle Zuordnung Abweichungen der Geschäftsergebnisse vom Branchendurchschnitt oder auch von eigen vorgegebenen Zielwerten ermittelt werden. Neben dem Vergleich mit Branchendurchschnittszahlen ist es wichtig, den gastronomischen Betrieb überhaupt kaufmännisch transparent zu machen. Der Sonderkontenrahmen Gastronomie (SKR 70) bietet hierzu die Möglichkeit. Leider wird dieser in den meisten Fällen nicht genutzt. So wie er im Betriebsvergleich Gastronomie und Hotellerie dargestellt ist, findet er sich auch im gastroKER wieder. Der gastronomische Betrieb wird transparent, vergleichbar, bewertbar und Dritten gegenüber darstellbar. Von diesen Dritten kann ich nicht erwarten, daß sie den konkreten Betrieb analysieren um ihre eigenen Risiken abzuwägen. Hier ist schon der Betreiber gefordert, seinem Gegenüber die potentiellen Risiken aber auch Möglichkeiten offenzulegen. Mit exakten Zahlen kann er sich von dem ansonsten schlechten Ruf der Branche lösen und Fehleinschätzungen vorbeugen. Zu beziehen ist gastroKER über BES Software Vertrieb, Südhang 32, 49477 Ibbenbüren, Tel. 05451-87132, zum Preis von 52,00 EUR, zzgl. MWSt und Versand. (Quelle: Pressemitteilung von e-mail: www.gastrobusiness.de, info@gastrobusiness.de).

Heute wurde mir von Axel Gruner ein Exemplar der soeben erschienenen 3. überarbeiteten und erweiterten Auflage des Lehr- und Arbeitsbuches "Betriebswirtschaftslehre für das Gastgewerbe managementorientiert" geschickt. Dieses Werk ist sowohl etwas für Studierende der Betriebswirtschaft für das Gastgewerbe an Hotelfachschulen und Fachhochschulen wie auch für Nachwuchskräfte und Praktiker im Gastgewerbe. Betriebswirtschaftliche Abläufe im Gastgewerbe werden praxisnah dargestellt. Jedem Kapitel ist eine praxisorientierte Situation vorangestellt, wodurch auch eine selbständige Arbeit mit dem Fachbuch möglich wird. Lerninhalte werden in Tabellen und Lernrastern einprägsam dargestellt. Viele Abbildungen und grafische Darstellungen veranschaulichen den Lernstoff. An jeden größeren Lernabschnitt schließen sich Aufgaben an, die Gelegenheit geben, erlerntes Wissen anzuwenden und problemorientiert zu diskutieren. Der breite Inhalt (wirtschaftliches Umfeld, Recht, Management, Leistungserstellung und Kostenverhalten, Controlling, Marketing, Zahlungsverkehr, Investition und Finanzierung, Steuern, Versicherungen, Spannungsfeld Ökologie und Ökonomie, Fallstudie zu Existenzgründung) wird von einem für das jeweilige Thema besonders qualifizierten Autor dargestellt, ohne daß Brüche in Sprache und Darstellung zwischen den Kapiteln oder Überschneidungen auffallen. Man kann dieses Werk jedem Praktiker aber auch Existenzgründer im Gastgewerbe zum Nachschlagen und zum Selbststudium nur empfehlen.

Blogging, also das Schreiben von Beiträgen für Blogs wie diesem, soll laut einem Artikel "Blog to Cope With Alzheimer's Fog" von Mark Board in Wired vom 15. Juli bei Alzheimer-Patienten im ersten Stadium ein Voranschreiten der Symptome verzögern. Weblogs und eMail seien "an excellent way for people with AD to maintain family and social contacts, and to counter the depression that often accompanies their illness". Ob's auch wahlkampfdepressiven Sozialdemokraten hilft, wenn die Umfrageergebnisse anders sind als erhofft?

Montag, Juli 15, 2002

Ganz besonders freut uns ein Link, den der "Bavarian Indoor Biergarten" "Zum Schneider" in New York auf Abseits.de gesetzt hat. Ein Artikel über deutsche, österreichische und Schweizer Gastronomie im Ausland wäre vielleicht mal eine ganz gute Idee... Kennt jemand interessante Beispiele? Dieters Biergarten in Landes, Südwestfrankreich, mit 20 Sorten deutsches Bier, habe ich schon gefunden. Und dann gibt es noch zwei Linksammlung "German Restaurants" von Germancorner.com und German Restaurants" von magazineUSA.com mit besonders vielen in Florida, vom "Alpen Gast Haus" bis zum "Tannengarten". Der Inhaber von "Zum Schneider" in New York schenkt nicht nur Schneider Weiße aus, sondern er heißt auch Sylvester Schneider und wurde in Weßling am Weßlinger See in Bayern geboren.

Nicht überall wo Wellnesshotel draufsteht, ist auch Wellnesshotel drin. Um sich vor so genannten Trittbrettfahrern noch besser abgrenzen zu können, haben die Belvita Alpenwellness Hotels in diesem Jahr ein neues Qualitätssicherungssystem eingeführt. Eine deutsche Studie belegt, wie kraftvoll und werbewirksam das Wort "Wellness" ist. Stellt man in einem Lebensmittelgeschäft einem Produkt das Wort "Wellness" davor, verdoppelt sich der Absatz. Und so kann es schon passieren, dass sich ein Hotel aus rein werbetechnischen Gründen zum Wellnesshotel wandelt. Was passiert ist, dass Gästeerwartungen nicht erfüllt werden. Denn - ein Hotel mit Hallenbad und Sauna ist noch lange kein Wellnesshotel. Das sind sich auch die Belvita Alpenwellness Hotels bewusst. Der offizielle Partner von Südtirol Marketing in punkto Wellnessurlaub hat entsprechend reagiert. Ein harter Kriterienkatalog, welcher auch gegen Mitanbieter aus anderen Alpenländern bestehen kann, wurde in Zusammenarbeit mit dem HGV ausgearbeitet. Der Tourismusberater Hannes Illmer, welcher die Gruppe leitet, besucht jedes der 32 Partnerhotels, um in Workshops mit dem gesamten Hotelteam über die Philosophie der Belvita Alpenwellness Hotels sowie über Wellness im Allgemeinen zu sprechen. Weiters wurden in den letzten Tagen alle Hotels von einem international anerkannten Experten getestet. Das Resultat, welches bereits vorliegt, zeigt ganz klar die Stärken aber auch die Schwächen der Gruppe auf. So zählt die hervorragende Gastronomie, Gastfreundschaft aber auch die aufwendigen Wellnessanlagen zu den Stärken der Gruppe. Schwachstellen vor allem im Bereich des Fitnessangebotes wurden jedoch klar aufgedeckt. Nun haben die Mitglieder eine gewisse Zeit, um eventuelle Defizite aufzubessern, ansonsten droht der Ausschluss (Quelle: Pressemitteilung von Belvita Alpenwellness Hotels vom 15. Juli 2002).

Die Financial Times Deutschland hat am 11. Juli über einen "spürbaren Rückgang im Faßbierabsatz" bei Veltins berichtet: Veltins spürt Konsumversicht". Insbesondere die "klassische Gastronomie" habe schwer zu kämpfen.

Sonntag, Juli 14, 2002

In der Ausgabe Juli 2002 der englischsprachigen Harvard Business Review legen Werner Reinartz und V. Kumar in ihrem Aufsatz "The Mismanagement of Customer Loyalty" dar, daß die treuesten Kunden nicht notwendigerweise die profitabelsten seien. Sie stellen fest, daß trotz des hohen Liedes auf die Kundentreue sich die Erzeugung von treuen Kunden nicht auszahle. Die Autoren haben 16.000 Datensätze von Kunden von vier Unternehmen ausgewertet (ein US High-Tech Service-Provider, einen französischen Lebensmitteleinzelhändler, eine amerikanisches Postunternehmen und ein deutsches Broker-Haus). Aus Korrelationsanalysen von Kundentreue und Unternehmensgewinnen schließen sie, daß der Zusammenhang von Kundenlebensdauer und Unternehmensgewinnen in allen Fällen schwach bis moderat sei.

Don Peppers und Marta Rogers (1to1.com) entgegnen in einem Artikel "How much are loyal customers really worth?" (in: INSIDE 1to1 vom 15. Juli 2002, Registrierung erforderlich), in der Tat seien Kundenloyalität und Kundenprofitabilität zwei verschiedene Dinge. Treue Kunden seien nicht notwendigerweise Kunden, mit denen man hohe Gewinne erziele, und Kunden, mit denen man hohe Gewinne erziele, seien nicht notwendigerweise treue Kunden. Der geringe statistische Zusammenhang zwischen Treue und Profitabilität sei deshalb nicht erstaunlich. Beides seien unahbängige Variable, von denen der Customer Life Time Value abhänge. Das Problem sei, daß Reinartz und Kumar Profitabilität und Treue verschiedener Kunden an einem Zeitpunkt korrelieren würden, statt den Zusammenhang beider Variablen für eine Kundengruppe über eine Zeitperiode hinweg zu betrachten. Zu prüfen sei die Behauptung, ob Kunden, die auf Dauer loyaler sind, profitabler werden als weniger loyale Kundengruppen. Mehr zu den Themen "Costumer Life Time Value in der Gastronomie"und "Instrumente der Kundenbindung in der Gastronomie".

Vom 6. bis 10. Oktober 2002 findet die hogatec, die 15. Internationale Fachmesse Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, auf dem Düsseldorfer Messegelände statt. Seit Mai stehen stets aktualisierte Datenbänken mit Informationen zu Produkten, dem Service-Angebot zur hogatec, Ausstellerlisten und wichtige Informationen für Besucher im Netz.

In den Hallen 9 bis 14 erwartet die Besucher der hogatec ein komplettes Warenangebot von Küchentechnik, GV-Systemen, Daten- und Kommunikationssystemen bis hin zu Design und Inneneinrichtungen. Thematische Ergänzungen bieten die Aussteller des Foodmessentrios InterMopro, Internationale Fachmesse Molkereiprodukte, InterCool, Internationale Fachmesse Tiefkühlkost, und InterMeat, Internationale Fachmesse Fleisch- und Wurstwaren, in den Hallen 3 bis 7 mit einem expansiven Food-Angebot. Dabei liegt der Schwerpunkt bei Convenience-Produkten. Eine Trendschau in der Halle 8 soll das Ineinandergreifen von Technikanbietern und Food-Produzenten verdeutlichen.

Auf 1.000 Quadratmetern zeigt die Sonderschau „Coffeeshop“ aktuelle Ideen, Trends und Konzepte rund um die Gestaltung moderner Coffeeshops. Die Sonderschau „Außerhausmarkt“ in Halle 8 folgt dem wachsenden Trend des „Außer-Haus-Marktes“ und präsentiert die passende Technik für conveniente Frischeprodukte. Traditionell findet zur hogatec wieder das „Forum Systemgastronomie“, veranstaltet vom DEHOGA, statt. Am 8. Oktober treffen sich rund 700 Top-Entscheider aus Branche und Zulieferindustrie. Außerdem veranstaltet der DEHOGA am 6. und 7. Oktober einen Azubiwettbewerb für den neuen Ausbildungsberuf „Fachmann/-frau für Systemgastronomie“.

In Deutschland gibt es für den Beruf des "Wellness-Trainers" weder eine zertifizierte Ausbildung, noch ist die Berufsbezeichung geschützt (siehe "Trainer für die Wohlfühlgesellschaft", in: Hochschulanzeiger.de). Der Deutsche Wellness Verband bemüht sich um ein Anforderungsprofil für Aus- und Weiterbildungseinrichtungen. In Österreich gibt es ab dem 1. Januar 2003 den Lehrberuf „Wellness-Trainer“. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Ein Pilotprojekt Iäuft in der Rogner-Therme Bad Blumau. Laut einer Meldung der Österreichischen Gastronomie-Zeitung gingen 600 Anfragen ein, 35 Auszubildende wurden eingestellt.

Samstag, Juli 13, 2002

Vieles was Deutschen in der Gastronomie als selbstverständlich erscheint, ist für Ausländer ungewöhnlich, verwirrend oder gar befremdlich. Die britische Universität in Exeter beschreibt deutsche Sitten: "Eating out in Germany". Was man als Ausländer bei Geschäftsessen in Deutschland beachten sollte, beschreibt die Bamberger Sprachschule Treffpunkt: "Business Dinners".

Freitag, Juli 12, 2002

Einen Artikel zum Thema "Aspekte des Schankanlagenrechts" von Klaus Dörsam, erschienen in der Ausgabe 4/2002 der "Brauindustrie", hat die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten online gestellt.

"Businessradio" heißt der neue Gastro-Service von fm-productions Baden-Baden. Jeder Radiosender wirbt für sich... das sollten Sie auch tun! Kündigen Sie spezielle Angebote oder Events über Ihre eigene Audioanlage innerhalb Ihres Musikprogramms an! Präsentieren Sie Ihr Untenehmen in einem Imagesong, der sich nahtlos in Ihr hauseigenes Musikformat einfügt! Nutzen Sie die Möglichkeiten im Bereich Audio, um sich über Ihre Telefonanlage professionell darzustellen! Perfektionieren Sie Ihren TV-, Radio- oder auch Webauftritt mit unserer Hilfe durch Stimmen, Musik und Geräusche der allerersten Garnitur! Info unter: www.businessradio.ch (mitgeteilt von Eduard von Overheidt, fm-productions GmbH).

Wir bieten Abonnenten unseres Gastronomie Newsletters an, sich kostenlos im Newsletter vorzustellen, wenn dies für die anderen Abonnenten von Interesse sein könnte. Diese Vorstellungen werden dann so wie sie sind oder redaktionell überarbeitet vorab auch in dieses Weblog einstellt. Darüberhinaus kann man im Gastronomie Newsletter mit über 1.000 Abonnenten auch Textanzeigen schalten.

Heute wird die Deutsche Akademie für Kulinaristik offiziell eröffnet. Im Seminarangebot sind zahlreiche interessante Themen wie "Standort der Gastronomie in der Gegenwart" (Dr. habil. Gunther Hirschfelder), "Der Kanon bürgerlicher deutscher Gastronomie" (Vincent Klink), "Kochbücher - Indikatoren kulinarischer Trends" (Prof. Dr. Trude Ehlert", "Mit Total Quality Management (TQM) zu Business Excellence" (Klaus Kobjoll), "Küchenkulturen Zentraleuropas" (Vincent Klink), "Zeitgemäße Kochkunst" (Hermann Pflaum). Siehe dazu auch einen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Küche mit Lust auf fröhliche Wissenschaft" und Hintergrundinformationen von Abseits.de.

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Haider als Schlangenfallensteller? Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sieht Renate Künast in der "Populismus-Falle". Besonders peinlich für die Schinderhanna aller Verbraucher: der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte hat sich im Juni im Vergleich zum Vorjahr mit einer Steigerung von nur 0,8 Prozent so wenig erhöht wie schon lange nicht mehr. Als er im Juni 2001 um 3,1 Prozent gestiegen ist, war von Renate Künast in diesem Zusammenhang nichts zu hören. Liegt es daran, daß in diesem Jahr Wahlen sind und das Image nach dem Öko-Futtermittelskandal noch schnell und billig aufpoliert werden soll?

Donnerstag, Juli 11, 2002

Das Restaurant "Fish Bank" in Tokyo gewann in diesem Jahr einen Preis für den besten Restaurantnamen. Siehe einen Artikel "Fish Bank: Nishi-Azabu" in der Tokyo Food Page.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat die Ergebnisse der Saisonumfrage Tourismus (640 KB, PDF) veröffentlicht. Die traditionelle Saisonumfrage Tourismus des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) stützt sich auf die Antworten von 3000 Beherbergungs- und 1700 Gastronomiebetrieben, 90 Campingplätzen sowie 500 Reisebüros und Reiseveranstalter. Die wichtigsten Ergebnisse:
  • Der Deutschlandtourismus an Fahrt. Fast ein Drittel der Hotellerie rechnet mit einer ungünstigen Geschäftslage im Sommergeschäft (Vorjahr 20 Prozent), in der Gastronomie klagen 36 Prozent der Betriebe über die verschlechterte Lage (Vorjahr 25 Prozent). Für jeden fünften Hotelbetrieb sowie jedes vierte Gastronomieunternehmen und Reisebüro sind Personalreduzierungen unvermeidbar.
  • Zum kritischen Faktor wird die schwache Investitionstätigkeit. Im Beherbergungsbereich setzt fast jeder dritte Betrieb, in der Gastronomie 38 Prozent der Unternehmen die Investitionen aus.

Das Tourismusmagazin, die 1. Suedtiroler Online-Zeitung für Hotellerie & Gastronomie, hat einen Artikel aus der Fachzeitschrift "Hotel und Technik" zum Thema "Ein Seifenstück macht noch keinen Komfort" online gestellt. Es geht darin um die Frage, welche funktionalen und hygienischen Anforderungen Seifenspender erfüllen müssen, um hoteltauglich zu sein.

"London - Report. Bagel ist das neue Sandwich!", in: 2000x - Der Zukunftsletter vom 11. Juli 2002. Im selben Newsletter findet sich auch ein Beitrag über "High Lokus. Designer-Toiletten als neue Attraktion" (Tipps von Karina Matejcek). Mehr über Bagels.

Mittwoch, Juli 10, 2002

Eine Polemik aus gegebenem Anlaß: Es ist eine Unverschämtheit, wie sich der Generalsekretär der SPD, nach einer Meldung der Welt von heute, in die Belange des Aufsichtsrats der Telekom AG einmischt, gerade so als gehöre die Telekom AG dem Staat und der Staat der SPD und die SPD ihm. Hat Genosse Müntefering in seinem korrupten Landesverband nicht genug auszumisten? Ist er, der stolz drauf ist, keine Nebensätze sprechen zu können, neidisch auf Dr. Ron Sommer, der mit 21 in Mathematik promoviert hat? Glaubt er, es sei Zeit für ein bißchen Antisemitismus? Will er einem abgehalfterten Sozi einen lukrativen Posten zuschieben? Oder geht es nur darum, die schlechte Nachrichten von steigenden Arbeitslosenzahlen und der Anklageerhebung gegen seinen Genossen Kremendahl aus den Schlagzeilen zu drücken? Halten Sie durch, Herr Dr. Sommer, und lassen Sie sich von Loosern nicht fertigmachen. Siehe dazu auch, weniger polemisch: "Machtkampf in den Führungszirkeln", in: Spiegel Online von heute.

Subway in Deutschland.

Subway in Deutschland: Zweitgrößtes US Franchise-Unternehmen für Fast Food-Restaurants geht in die Offensive. Subway, mit rund 16.520 Restaurants in 73 Ländern zweitgrößter Franchise-Geber für Fast Food-Restaurants weltweit, geht jetzt flächendeckend in Deutschland an den Markt. Schon heute gibt es 21 Restaurants, vorwiegend in Metropolen wie Berlin, München, Hamburg und Frankfurt. Bis Ende des Jahres sollen es 36 Restaurants sein, und bis 2010 will Subway über 1.000 Stores bundesweit eröffnen.
Der Markt ist reif für unser Konzept der frischen und gesunden Sandwiches, denn sie liegen im Wellness-Trend, während konventionelle Fast Food-Produkte rückläufig sind"
erklärt Oliver Friedrich, Development Agent für Subway Berlin. Das Brot für die Sandwiches wird in den Restaurants alle vier Stunden frisch gebacken. Zur Auswahl stehen fünf verschiedene Brotsorten, 20 Beläge aus Salaten, Gemüse und Soßen sowie elf Fleischvariationen.
"Das ist das Neue: Frische und Individualität. Der Kunde hat zwei Millionen Kombinationsmöglichkeiten für sein Sandwich, das vor seinen Augen zubereitet wird"
so Oliver Friedrich.

In den USA hat Subway den Konkurrenten McDonald´s überrundet: Subway zeichnete Anfang des Jahres 13.247 Restaurants, McDonalds´s dagegen 13.099. Bereits seit zehn Jahren führt Subway das US-Ranking der größten Franchise-Geber an, auf dem McDonald´s Platz sieben belegt. Fred DeLuca, Gründer und Präsident von Subway, nennt als Grund für seinen Erfolg:
"Das Franchise-Konzept von Subway ist einfach und flexibel, und die Investitionskosten sind vergleichsweise gering."
Entsprechend hoch ist die Nachfrage der Franchise-Nehmer. In den nächsten fünf Jahren sind rund 5.000 neue Restaurants in den USA geplant. Der Umsatz von Subway liegt mit derzeit 4,07 Mrd. Dollar 13% über dem Vorjahr.

Den Gastronomie-Markt in Deutschland findet DeLuca hinsichtlich Struktur und Verbraucherverhalten ideal: offen für neue Esskulturen, experimentierfreudig, gesundheitsbewusst. Das Franchise-Konzept wurde auf die nationalen Marktanforderungen ausgerichtet: Trainingscenter in Potsdam, Rundum-Betreuung der Franchisees durch Development Agents in 16 Gebieten. Niedrige Investitions- und Betriebskosten, einfaches Handling - kein Kochen, keine teure Technik wie Fettabscheider oder Abluft - und flexible Ladengrößen zeichnen das Franchise-Konzept von Subway Deutschland aus. (Quelle: Pressemitteilung von Subway vom 17. Juni 2002).

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Dienstag, Juli 09, 2002

Schweppes bietet seinen Gastronomie-Kunden einen neuen Serviceartikel an: Die Schweppes-Tischpuppen. Die Tischpuppen sind ca. 30 cm hoch und aus stabilem Kunststoff gefertigt. Der Fuß ermöglicht die Platzierung einer Speise- oder Getränkekarte. Mit einem mitgelieferten, wasserlöslichem Stift können Platzreservierungen geschrieben werden. Mitgeliefert werden ferner diverse Folien mit Vorschlägen für Schweppes-Drinks, welche aufgeklebt werden können.

Blick in den GastraumFür unser Restaurant Zum Reichelbräu in der Bamberger Altstadt haben wir eine eigene Domain angemeldet und die Site als Weblog gestaltet. Mehr über die Vorteile von ASP-Lösungen für Gastro-Sites. Gehostet werden sowohl Abseits.de als auch unsere anderen Domains bei 1und1.com.

Heute nacht hat sich der 1.000ste Abonnent unseres kostenlosen Gastronomie Newsletters angemeldet.

News.com meldet, daß eBay PayPal gekauft hat (nebenbei: für 1,5 Milliarden Dollar). Abseits.de hat schon im April 2001 dieses innovative Zahlungssystem vorgestellt und gefragt: Ist "PayPal" als Zahlungssystem für die Gastronomie geeignet?

Montag, Juli 08, 2002

Die Sonntagszeitung berichtet am 7. Juli: "Starbucks' Stern ist am Sinken". Auf diesen Artikel kann nicht direkt verlinkt werden, aber man kann im kostenlos zugänglichen Archiv danach suchen.

Geradezu paradiesische Vorstellungen entwickelt DGB-Chef Sommer in einem Interview der Welt von heute: "Die Arbeitnehmer brauchen stärkere Anreize als bisher, in Teilzeit zu gehen oder auch einmal für zwei, drei Jahre eine Auszeit aus dem Berufsleben zu nehmen, um sich weiter zu bilden, um zu reisen, um neue Energie aufzutanken oder um sich stärker der gemeinsamen Kindererziehung zu widmen. Freiwillige Auszeiten sollten durch eine Grundsicherung aufgefangen werden. Wer eine Auszeit aus dem Berufsleben nehmen will, der sollte ein steuerfinanziertes einheitliches Grundeinkommen erhalten, damit er ausreichend abgesichert ist und sein Lebensmodell verwirklichen kann." Fragt sich nur, wie die Plätze im Himmel verteilt werden.

Ganz so neu ist Sommers Idee indes nicht. So formulierte bereits Paul Lafargue, Schwiegersohn von Karl Marx, ein "Recht auf Faulheit", eine polemische Kritik am vermeintlichen "Recht auf Arbeit" und dem "korrumpierten Proletariat", welches diese Forderung erhebt. Wen er damit wohl meint, Genosse Sommer? Ich halte es lieber mit Wilhelm Busch: "Die Strafe der Faulheit".

Sonntag, Juli 07, 2002

How Much Starbucks Is Too Much?, in Business 2.0, vom 1. Juli 2002. In San Francisco gibt es mittlerweile mehr Starbucks-Filialen als Internet-Aktiengesellschaften. Eines Tages werden die Wachstumsraten für Kaffeebars und -shops sinken, aber wann?

Auf der Website FindArticles.com kann man Artikel von mehr als 300 amerikanischen Zeitschriften durchsuchen, darunter auch gastronomische Fachzeitschriften wie "Restaurants and Institutions", "Nations's Restaurant News", "Food Management", "Food and Drink Weekly" and "Hotel and Motel Management". Das Archiv geht zurück bis 1998, umfaßt hunderttausende Artikel, die kostenlos zugänglich sind. Komplexe Boolesche Abfragen sind möglich. Der Content wird von der Gale Group zur Verfügung gestellt. Es gibt sowohl für Zeitschriftenherausgeber die Möglichkeit, ihren eigenen Content zu integrieren, als auch für Websites die Möglichkeit, den Content gegen Entgelt auf eigenen Seiten zur Verfügung zu stellen. Alternativ: magportal.com. Siehe dazu eine Besprechung von FindArticles.com und MagPortal.com in Infotoday. Wer sich deutsche Suchwörter ins Englische übersetzen lassen müßte, findet auf "Link Everything Online" ein gutes deutsch-englisches Wörterbuch und umgekehrt. Mehr über Online-Pressearchive mit Recherchemöglichkeit.

Unsere Meinungsumfrage zur Bundestagswahl zeigt ein erheblich anderes Ergebnis als etwa mehr oder weniger repräsentative Umfragen der Meinungsforschungsinstitute. Ein paar andere Umfrageergebnisse zum Vergleich:
  1. Harald Schmidt Show (Umfrage unter den Saalgästen)
  2. Rheinische Post Online
  3. Europäische Vereinigung Türkischer Arbeitnehmer
  4. Bayerischer Rundfunk Online
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Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels will ein für kommenden Mittwoch geplantes "Anti-Teuro"-Treffen mit Verbraucherschutzministerin Renate Künast platzen lassen. Das berichtet nach Angaben von Welt Online die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Grund sei die Entscheidung des Ministeriums, schwarze Schafe der Preistreiberei namentlich im Internet zu nennen. Der Handel fühle sich getäuscht.

Abseits.de hatte schon die Teilnahme der DEHOGA am ersten Anti-Teuro-Treffen kritisiert.

Michael Holzner hat einen "Biergarten-Webring" eingerichtet und lädt alle Bierkeller- oder Biergartenbetreiber dazu ein teilzunehmen. Einfach anmelden. Michael Holzner prüft dann die angemeldete Seite, schaltet sie frei und informiert über den Quellcode, den man auf seiner Webseite einbauen muß. Mehr über das Konzept der Webringe und ihre Vor- und Nachteile.

Das Statistische Bundesamt hat eine Statistik der Verbraucherpreise (PDF) mit Stand von Ende Mai 2002 veröffentlicht, in der die Preissteigerungsraten für alle Elemente des Warenkorbes offengelegt werden. Beim Außer-Haus-Verzehr haben sich die Preise für Suppen und Eintöpfe in Gaststätten mit 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr am meisten erhöht, Sekt und Wein haben sich mit 3,3 Prozent am wenigsten verteuert. "Bei Dienstleistungen war die Umstellung im Januar nahezu auf einen Schlag erfolgt. Damit einher gingen deutliche Preiserhöhungen. Die aktuellen Zahlen lassen erkennen, dass diese Preisanhebungen bisher nicht zurückgenommen worden sind. Vielmehr setzt sich die – im langfristigen Trend leicht steigende – Preisentwicklung auf höherem Niveau fort", heißt es in einer erläuternden Pressemitteilung. Mehr Informationen darüber.

Samstag, Juli 06, 2002

Der html2text Converter wandelt Webseiten in reinen ASCII-Text um, z.B. unsere Webseite zum Thema "Vor- und Nachteile von Bierverpflichtungsverträgen für die Gastronomie". Das Script kann aber leider deutsche Sonderzeichen (noch) nicht umwandeln. Die Links werden ans Ende der Seite gestellt und über Nummern referenziert. Ein nützliches Tool, z. B. wenn man den Inhalt einer HTML-Seite als Text-Newsletter versenden will. Via Netbib.

Die Kulmbacher Brauerei AG bietet auf Ihrer Website Handy-Logos ihrer Marken Kulmbacher, Kapuziner, Mönchshof und EKU zum Download.

Unter Presseinfos kann auch ein Text zum Thema "Kochen mit Bier" (PDF), der einige interessante Rezepte enthält, heruntergeladen werden.

Beim Wahlkampfauftritt von Edmund Stoiber im Berliner Nachtclub "90 Grad" erhielten laut einer Meldung von Spiegel Online von heute mehrere Jugendliche einen Platzverweis, weil sie gegen die in Bayern geltende Sperrstundenregelung protestieren wollten. In der Tat ist es paradox, wenn Stoiber als Kanzerlkandidat verspricht, ein Drittel aller bürokratischen Regelungen abzuschaffen, und noch nicht einmal Manns genug ist, im Bayerischen Landtag die Abschaffung der Sperrstunde für das bayerische Gastgewerbe gegen den Widerstand von Kommunalpolitikern durchzusetzen, die um kommunale Gebühren für Bescheide über Sperrstundenverkürzungen bangen. Siehe dazu unsere Seite über "Sperrstunden-Regelungen".

Freitag, Juli 05, 2002

Helmut Sorge schreibt am 30.6. in Manager-Magazin.de über Prominenten-Restaurants: "Britney und die Burgerbuden".

Kneipenführer mobil. Der kostenlose Kneipenführer Deutschland ist dank der Technik von WebToGo nun von überall per PDA und Handy erreichbar. Mit rund 1500 Einträgen aus dem gesamten Bundesgebiet, detaillierter Beschreibung der Betriebe und schneller Navigation zählt er mit zu den beliebtesten Gastronomieführern Deutschlands. Neben Kneipen werden auch Restaurants, Bars, Bistros etc. und sogar Imbißbuden aufgeführt (schreibt uns Holger Mitterwald).

Von Karina Matejcek stammt ein Surftipp aus Ösiland: Babette's Spice and Books for Cooks mit einem bezauberndem Intro (ein besonderes Lob an den Webdesigner Robert Kuso und den Flashanimateur Thomas Safranek). Untertags ist Babette's ein Buchladen mit Schauküche und Bar und verwandelt sich nach Bedarf des Abends in Galerie, Kochstudio oder Eventräumlichkeit. Dort finden Kochkurse statt, Vorträge zu diversen Themen, Showkochen mit prominenten Köchen, Buchpräsentationen, Ausstellungen und vieles mehr.

Die Österreichische Brau-Union AG, Tochterunternehmen der BBAG Österreichische Brau-Beteiligungs-AG, hat lobenswerter Wiese im März 2002 Händlern und Gastronomen die Möglichkeit eröffnet, online zu bestellen. Rund um die Uhr kann auf das gesamte Sortiment zugegriffen werden. Die Online-Bestellung funktioniert zuverlässiger und schneller als bisher über das Telefon. Kunden sind damit nicht mehr an eine freieTelefonleitung oder feste Bestellzeiten gebunden. Via Internet können sie nun auch außerhalb der Geschäftszeiten nach Feierabend oder am Wochenende direkt Getränke ordern. Eine frühere Bestellung lässt sich wiederholen. Dazu sind nur wenige Mausklicks nötig. Damit Kunden nicht bei jeder Bestellung die gesamte Warenliste durchgehen müssen, finden Kunden im Menüpunkt "Mein Sortiment" eine Übersicht über die von ihnen am häufigsten gekauften Produkte. Außerdem erhalten sie auf Wunsch speziell auf sie zugeschnittene Angebote sowie Informationen über Verkaufsaktionen und neue Produkte des Unternehmens. Nach nur drei Monaten nutzen 500 Kunden die neue Bestell-Möglichkeit. Besonders geschätzt wird die hohe Flexibilität bei der Wahl des Bestellzeitpunktes. Dies macht sich bemerkbar, indem nun viele Bestellungen am Wochenende und während der Nachtstunden getätigt werden. Keine langen Wartezeiten am Telefon, der Kunde bestimmt ganz einfach selbst wann er seine Bestellungen per Knopfdruck abschicken will. Der sofortige Überblick über das gesamte Getränkesortiment der BUÖ hat die Kunden dazu geführt, auch Produkte, die sie bislang nicht bestellt hatten, in ihr persönliches Sortiment aufzunehmen. Detaillierte Produktbeschreibungen und Abbildungen, Informationen bezüglich Liefereinheiten, Abmessungen, etc. unterstützen den Kunden bei der Auswahl seiner Getränke.

Besonders positiv bewertet wurde nicht nur die Bestellmöglichkeit an sich, sondern die Möglichkeit einen Überblick über sämtliche Bestellungen des vergangenen Jahres - inklusive der telefonischen Bestellungen - auf Knopfdruck zu erhalten. Die Übersicht der bisherigen Lieferungen zeigt die gesamten Hektoliter pro Produkt nach Monaten kumuliert und bietet somit die beste Entscheidungsgrundlage für neue Bestellungen. Bestimmte Getränke-Aktionen werden speziell für Serviceplus-Kunden zusammengestellt und sollen zum regelmäßigen Bestellen animieren, z. B. beim Kauf von 3 Kisten Bier gibt es eine Kiste Edelweiss inklusive der dazugehörigen Markengläser gratis dazu!

Ab sofort kann jeder Interessierte noch bevor er sich zum Internet-Bestellservice per Passwort registrieren lässt, in der Demo-Version "als Gast" schnuppern und probeweise Bestellungen abschicken. Einfach unter www.serviceplus.at einsteigen und mittels Mausklick auf "Demo-User für Gastronomie" oder "Demo-User für Lebensmittelhandel" surfen Sie durch das Getränkeangebot der BUÖ. Vieleicht fragen Sie mal Ihre Brauerei, warum so etwas bei ihr noch nicht geht...

Nancy Benac schreibt über Trinkgelder: "Americans Willingly Reward With Tips". Zum Beispiel erhalten weibliche Service-Kräfte mehr Trinkgeld, wenn sie ein fröhliches Strichgesicht auf die Quittung malen. Bei männlichen Service-Kräften tritt die gegenteilige Wirkung ein.

In einem Aufsatz "A Study of Factors Affecting Tip Size in Restaurants" von Connie Mok and Sebastian Hansen, in: Journal for Restaurant and Food Service Marketing, 1999, pp 49-64, werden zwei Hypothesen getestet:
  1. Je größer das Trinkgeld, um so zufriedener sind die Gäste mit der Qualität der Spesen und dem Service.
  2. Je größer das Trinkgeld, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Gäste wieder einkehren
Die Daten wurden in einem Restaurant in Houston, Texas, gesammelt. Als Ergebnis zeigte sich ein strenger Zusammenhang zwischen der Größe des Trinkgelds mit der wahrgenommenen Qualität des Services und der Wahrscheinlichkeit eines erneuten Besuch, aber kein signifikanter Zusammenhang mit der Speisenqualität.

In einem Artikel über Restaurant Tipping and Service Quality: A Tenuous Relationship (PDF), in: Cornell Hotel and Restaurant Administration Quarterly, February 2001 (Vol. 42, No. 1), faßt Michael Lynn die Ergebnisse einer Reihe von Untersuchungen zusammen und schließt daraus abweichend, der Zusammenhang zwischen der Höhe des Trinkgeldes und der Zufriedenheit der Gäste sei schwach bis bedeutungslos.

Über die unterschiedlichen Trinkgeld-Usancen in verschiedenen Ländern der Welt informiert "The Original Tipping Page" nach einer Tabelle aus dem World Trade magazine.

Die aktuelle Lage der Gastronomie im Raum Bad Dürkheim beschreibt Regine Herrmann in einem Artikel "Im Juni das schlechteste Geschäft seit 18 Jahren" in der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" vom 4. Juli.

Donnerstag, Juli 04, 2002

Einzelne Anmerkungen zu den Vorschlägen der Hartz-Kommission in diesem Weblog habe in eine Website "Vorschläge der Hartz-Kommisson und ihre Bedeutung für das Gastgewerbe" geschoben und um Links und weitere Kommentare ergänzt.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte ... Touchgraph GoogleBrowser ist ein Tool, das die von der Suchmaschine Google angebotene Möglichkeit nutzt, auf die Datenbank von Google zuzugreifen und die Daten für eigene Anwendungen zu verwenden. Die Verknüpfungen zwischen verschiedenen Websites werden graphisch dargestellt. Sehr anschaulich zeigt z.B. eine Auswertung für das Wochenmagazin Der Spiegel die Verbindungen zwischen Zeitungen und Zeitschriften. Sehr nahe beeinander sind Spiegel, Focus, Zeit, Süddeutsche, Welt, TAZ und Frankfurter Allgemeine Zeitung. Eher randständig Bild, Geo, Neue Zürcher Zeitung und Handelsblatt. Auch die Beziehungen deutscher Zeitungen zu ausländischen werden anschaulich graphisch dargestellt.

Ein anderes Anwendungsbeispiel ist eine Analyse der Verknüpfungen der Website der DEHOGA mit anderen Sites. Vielleicht schauen Sie sich mal an, was Touchgraph für Ihre Website herausfindet.

Florian Holzer schreibt in der Wiener Tageszeitung "Der Standard" eine Kolumne "Mein Tischnachbar" mit gastronomischen Randnotizen.

Mittwoch, Juli 03, 2002

Das Juristische Internetprojekt Saarbrücken hat eine Pressemitteilung des Bundesarbeitsgericht über ein Urteil vom 15. November 2001 veröffentlicht, indem des darum ging, ob ein Zugrestaurantleiter für abhanden gekommene Einnahmen haftet.

Wo haben Sie Ihr Geld versteckt? Bill Quain, Pd.D: 10 Places where Money is hidden in your Restaurant (Workshop). Mit Tipps zur Maximierung des finanziellen Ergebnisses. Bill Quain ist Professor für Hospitality Management an der Florida International University. Zuvor ist er Küchenchef, Food & Beverage Direcktor und Hotelinhaber und -direktor gewesen. Er ist ein bekannter Redner und hat im Jahre 2000 auf der National Restaurant Show in Chicago über "verstecktes Geld" in Restaurants gesprochen.

Montag, Juli 01, 2002

Freefind, ein Dienstleister, der Abseits.de eine Suchfunktion für unsere mehr als 800 Webseiten kostenlos zur Verfügung stellt, berichtet wöchentlich per eMail über die Suchanfragen der Abseits.de-Nutzer, unter anderem auch über erfolglose Suchen, also was jemand nicht gefunden hat. Für mich ist dies natürlich ein gefundenes Fressen. Was interessiert unsere Leser und was vermissen sie auf Abseits.de? Oft führen mich diese vergeblichen Suchen auch zu Themen, von denen ich noch nie gehört haben. So hat jemand vergeblich nach "Tannzäpfchen Bier" gesucht. Nun, "Tannzäpfle Bier" ist ein Pilsner Bier der Badischen Staatsbrauerei Rothaus. Wie es schmeckt, weiß ich nicht. Vielleicht schicken mir die Staatsbrauer mal eine Probe?

Ein anderer sucht erfolglos nach "mobiler-pommes-stand". Da muß ich leider passen und kann mir so etwas wegen des hohen Energiebedarfs auch nicht so recht vorstellen. Was es gibt, sind Pommes-Frites-Automaten. Dabei konkurrieren zwei Techniken:
  1. In den Automaten der Schweizer Firma Tege wird von Nestlé hergestelltes und zu Stäbchen gepresstes Kartoffelgranulat in heißem Öl fritiert. Angeblich gibt es dabei Geruchs-Probleme, siehe "Flopquote: sehr hoch. Immer wieder verspricht die Industrie neuartige HighTech-Produkte und produziert regelmässig Flops – weil niemand daran interessiert ist". Ein Artikel von Nicole Kircher und Andreas Güntert.
  2. In den Automaten der Food-Service-Firma Ore-Ida, eine Tochter der McCain Foods Ltd., werden vorfrittierte Pommes-frites in einer Art Heissluftofen aufgebacken. Der Automat ist angeblich geruchsneutraler und wartungsfreundlicher, die Kartoffelstäbchen formkonstanter. Nachteilig sei, daß die Fritten gekühlt angeliefert und gelagert werden, was höhere Kosten verursacht.

Getränke-Essmann bietet in seinem Online-Magazin Esspertise einen lesenswerten Artikel von Harald Polenz über "Espresso & Co. - Das Getränk der Zukunft in der Gastronomie".