Gastgewerbe Gedankensplitter



Montag, September 30, 2002

Auf ZDF Online berichtet Ute Faust über Solarkocher-Restaurants mit Möbeln aus recycelten Bierdosen: "Maisbrei aus dem Solarkocher".

In einer Serie "Lokalaugenschein" stellt das Forum Gastronomie der Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH regelmäßig auffällige Neuauftritte der österreichischen Gastro-Szene oder beachtenswerte Unternehmens-Konzepte aus der Gastronomie- und Tourismusbranche vor.

Am 16. Oktober veranstalten Gewerkschaftler einen "Tag der weltweiten direkten Aktion bei McDonalds". Wie die NGG exemplarisch gegen McDonald's vorgegangen ist, dokumentiert ein Bericht "Bilanz der 1998 bundesweit geführten NGG-Aktionswoche gegen McJobs". Solche Aktionen dienen der Innenstabilisierung der Gewerkschaften statt der Außenwirkung; "Skandalisierung" ist bloß Symbolpolitik. Wer sich als Gastronom die Hände reibt und denkt, denen gönn' ich das, verkennt, daß die NGG McDonald's bewußt herausgreift. Man hofft wegen der großen Anzahl der Mitarbeiter auf eine Vielzahl von freizustellenden Betriebsräten und auf eine Alllianz mit Menschen mit anti-amerikanischen Ressentiments und ökologischen Bedenken. Daß der NGG der Verbraucherschutz, eine naturnahe Produktion und artgerechte Tierhaltung wenig am Herzen liegen, sieht man an ihren Stellungnahmen zur BSE-Problematik. Wußten Sie schon, daß George Ritzer in seinem Buch "The McDonaldization of Society", London 1998, davon spricht, die Personalpolitik von McDonald's spreche bevorzugt gesellschaftliche Randgruppen und solche Menschen an, die kaum andere berufliche Alternativen haben, und daß sich Anja Weber, Referatsleiterin beim Hauptvorstand der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und zuständig für McDonald's, dieses Zutat zu eigen macht (siehe Anja Weber: "Arbeiten bei McDonald’s - McJobs in der Wirklichkeit")? Haben auch Sie asoziale Mitarbeiter, die der Hilfe der NGG bedürfen?

Eine Einführung in die Geschmackswelt des Bieres bietet "Bierologie" von Martin Knab und Johannes Schulters. Das Standardwerk für Bierverkostung hilft dem Bierfreund, seine Sinne für das Kult(ur)-Erlebnis- und weltweit beliebte Genußmittel Bier zu schulen. In diesem nicht nur für den brautechnisch versierten Personenkreis verfaßten Werk erhalten die Leser wertvolle Informationen wie sie im täglichen Gebrauch Bier beurteilen können. Diese umfassen die theoretischen Grundlagen (Bierverkostung, Sensorik) mit den verschiedenen Geschmacksprofilen. In leicht verständlicher Form referieren die Autoren über die Bierarten, -typen und –sorten sowie die Inhaltstoffe und deren physiologische Bedeutung. Auch das Thema Bierpflege wird anschaulich behandelt. Die Autoren Martin Knab und Johannes Schulters sind versierte Bierspezialisten mit umfangreichen Ausbildungen in diesem Bereich. Martin Knab ist studierter Brauer, war lange Jahre als Brauereiberater tätig und ist seit 1997 als Braumeister für das "Aecht Schlenkerla Rauchbier" in Bamberg verantwortlich. Johannes Schulters hat ebenfalls eine Brauerausbildung absolviert und ist nun als Kommunikationsexperte und Marketingfachmann in Sachen Bier tätig. Außerdem ist er Vorstand des Fränkischen Brauereimuseums in Bamberg. Er hält Vorträge, Biercoaching und Erlebnisseminare für Gruppen über den Gerstensaft.

Das "Heimbrauen" ist seit vielen Jahren auch in Deutschland populär. Sogar Volkshochschulen bieten schon Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene. Tess und Mark Szamatulski betreiben seit zehn Jahren einen Laden für Heimbrauer, Maltose Express in Monroe, USA. Sie sind Autoren des 1998 erschienenen Bestsellers "Clonebrews Homebrew Recipes for 150 Commercial Beers". Im "Brew Your Own Magazine" schreiben sie eine monatliche Kolumne "Beer Style" und viele andere Artikel. Außerdem halten sie Kurse für Heimbrauen und darüber wie man Bier richtig schmeckt. Für ihr neuestes Buch "Beer captures" erschmeckten sie 150 Weltklasse und beschreiben Heimbrau-Rezepturen, mit denen man diese Biere nachbrauen und verbessern kann.

Wer deutschsprachige Bücher bevorzugt, findet in "Bier brauen" von Richard Lehrl ein Handbuch für den Heimbrauer. Der Autor ist selbst Heimbrauer mit langjähriger Erfahrung und zeigt, wie man erstklassiges Bier herstellen kann, das durchaus dem Vergleich mit dem kommerziellen Produkt Stand hält. Er beschreibt Zutaten und Rohstoffe und geht ausführlich auf die einzelnen Arbeitsschritte beim Brauen ein. Einfache Bauanleitungen für Geräte erleichtern das Brauen von ganz individuellem Bier. Probleme, die während und nach dem Brauen auftreten können, werden eingehend erläutert, Tipps und Ratschläge zur Vermeidung und Behebung von Bierfehlern gegeben. Der engagierte Heimbrauer findet hier die wichtigsten Biersorten ebenso wie zahlreiche Rezepte zum Nachbrauen. Und anhand einer praktischen Anleitung kann er sich sogar sein ganz individuelles Bierrezept selbst erstellen. Nicht zuletzt werden die rechtlichen Grundlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einander gegenübergestellt. Dieses Buch deckt die Interessen solcher Heimbrauer ab, die keine Einsteiger mehr sind, sich aber auch nicht die spezielle Literatur für Braumeister und Studiengänge zum Diplom-Brauingenieur antun möchten.

Sonntag, September 29, 2002

Das viertägige World Chicken Festival in London, Kentucky, vom 26. bis 29. September, das heuer zum dreizehnten Mal stattfand, wurde von 300.000 Menschen besucht. Es ist eine PR-Veranstaltung von Kentucky Fried Chicken, das heuer seinen 50. Geburtstag feiert und 1952 von Colonel Harland Sanders gegründet worden ist. Heute gibt es 11.000 Outlets in mehr als 80 Ländern, in denen 8 Millionen Gäste täglich bedient werden. KFC Corporation ist Teil des Konzerns Yum! Brands Inc. (vormals: Tricon Global Restaurants), des weltweit größten Restaurantsystems mit nahezu 30.000 Restaurants der Marken Kentucky Fried Chicken, Taco Bell, Pizza Hut, A&W All-American Food Restaurants und Long John Silver's in mehr als 100 Ländern.

Business Week jetzt abonnieren!In einem Artikel "Nothing New Under the Web" in der Oktober/November-Ausgabe von "The American Enterprise Online" vergleicht Jonah Goldberg die Wettbewerbsverhältnisse zwischen Blogs und den Online-Ausgaben klassischer Printmedien (bzw. zwischen Bloggern und Journalisten) mit Wettbewerbsverhältnissen in der Gastronomie. "Sure, a few great burger recipes might rise to culinary immortality. And yes, many chefs would find psychic reward in the praise of a few friends and neighbors. But most people would still go to McDonald’s." Gerade die Burger-Industrie ist jedoch ein gutes Beispiel für den Erfolg von kleinen Wettbewerbern per Mundpropaganda (besonders per Internet). Vergleiche dazu eine frühere Meldung über "In-N-Out-Burger". Weiter schreibt Jonah Goldberg: "Should the marketplace show its appreciation by generating significant revenue for a blogger, you know what will happen? A big newspaper or magazine will offer him or her a job. That’s why McDonald’s sells fajitas now. And that’s why bloggers aren’t going to put serious media publications out of business." Nun, Übernahmen von neuen Ideen durch große Konzerne sind eher das Zeichen mangelnder Innovationsfähigkeit im eigenen Haus, sind eher Krisensignal und Vorbote des Untergangs als ein Beweis für Wettbewerbsfähigkeit. Vergleiche dazu auch "McDONALD'S. Can it regain its golden touch?" von David Leonhardt, in: Business Week Nr 10/1998.

Der in einigen Kinos bereits angelaufene Film "Minority Report" (verfilmt von Steven Spielberg, in der Hauptrolle Tom Cruise) basiert auf einer gleichnamigen Kurzgeschichte von Philip K. Dick: Gefangen im eigenen System Im Washington, D.C. des Jahres 2080 ist die Überwachungstechnik so weit fortgeschritten, dass Verbrechen schon aufgespürt werden können, bevor sie begangen worden sind. Der Polizist John Anderton, Leiter der Abteilung für Verbrechensverhütung findet heraus, daß er selbst gejagt wird - wegen eines Mordes, den er noch nicht begangen hat. Er flieht und muss nun alles daran setzen, herauszufinden, ob er tatsächlich einen Mord begehen wird oder ob er einfach übel ausgetrickst wurde - und warum.

Beim Anschauen dieses Films dürften einige Fanatiker des "Customer Service Managements" leuchtende Augen bekommen: Die Augen der Filmmenschen des Jahres 2080 werden allüberall gescannt, um ihre Identität festzustellen. Kommen sie z.B. an Plakatwänden vorbei, werden sie von diesen mit Namen angesprochen und mit Werbesprüchen konfrontiert, die auf der persönlichen Daten basieren, die zentral gespeichert worden sind. Zu High-Tech-Lösungen des Customer Service Managements in der Hotellerie vergleiche einen Artikel The Hotel of the Future". High-Tech Solutions should help Chains Tailor Sercvice to Their Guestes' Needs von Stephen Gregory, in: The Chicago Tribune vom 24. April 2001. Gute Beziehungen zum Kunden werden demnach auch in der Kettenhotellerie immer wichtiger. Moderne Technologien erlauben es, beim Gast den Eindruck zu erwecken, "er gehöre zur Familie", sein Name, sein Gesicht, seine Vorlieben und die Historie der Kontakte seien den Mitarbeitern gegenwärtig, obwohl er objektiv nur einer unter vielen ist.

Der Hotelverband Deutschland meldet, in seiner Sitzung am 27. September habe der Bundesrat einer Änderung der Preisangabenverordnung (PAngV) zugestimmt, wonach die Pflicht entfalle, den Übernachtungspreis auf den Hotelzimmern angeben zu müssen. Die Streichung des „Schrankpreis-Paragrafen“ ( genauer: § 7 Absatz 3 Ziffer 1 PAngV). entbinde den Hotelier allerdings auch weiterhin nicht von der Verpflichtung, „die Preise der im Wesentlichen angebotenen Zimmer und gegebenenfalls den Frühstückspreis“ beim Hoteleingang oder an der Rezeption an gut sichtbarer Stelle auszulegen oder auszuhängen. Diese Bestimmung ist schon seit 1997 in Kraft. Zur gänzlich preisfreien Zone erklärt die heutige Zustimmung des Bundesrates zum Entwurf des Bundeswirtschaftsministers die Hotelzimmer nach Angaben der Verbände aber nicht: Kosten für Telefonate müssen dem Gast auch weiterhin auf dem Zimmer selbst zur Kenntnis gebracht werden.

Österreichische Tourismusverbände zahlen an Ryanair "Werbebeiträge", die sich aus einem erwarteten Plus an Gästeübernachtungen refinanzieren sollen. Siehe dazu einen Beitrag "Flug Linz-London ab Frühjahr konkret" von Karin Haas, in: Wirtschaft Nachrichten.at vom 25. September 2002.

Blogs mit im weitesten Sinne gastronomischen Inhalten habe ich in Form einer Linksammlung zusammengestellt. Ein paar Glanzlichter:
  • Jamie's Blog von Jamie Good zum Thema Wein. Hochwertiger Content in englischer Sprache und britisch-europäischer Sichtweise.
  • Bruce Cole's Sauté Wednesday. Beiträge und Links zu Restaurantkritiken, Besprechungen von Kochbüchern, Programmhinweise auf Kochsendungen und Restauranteröffnungen.
  • Beerlog ist ein Log der renommierten Website "Real Beer".
  • Food Blog mit den Rubriken: Drink, Exotic Food Products, Fish Recipes, Food News and Links, Meat Recipes, Veggie Recipes. "A showcase of food, receipes, restaurants and photography".
  • JP's Restaurant. "Someday I'm going to open a restaurant, here are some ideas." Offensichtlich inspiriert von "The Making of a Restaurant"

Samstag, September 28, 2002

Der Nürnberger Gastronom Oliver Schneider ist mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Ansbach gegen eine seiner Discothek Viper Club auferlegte Putzstunde (Sperrzeit von 5 bis 6 Uhr nachts) gescheitert. Das Gericht hat aber eine Berufung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zugelassen. Siehe dazu auch eine Presseinformation von Oliver Schneider und seinen Anwälten. Mehr zum Thema "Sperrstunden-Regelungen"

Der Bundesrat hat auf Antrag von Schleswig-Holstein am 27.9. die Bundesregierung aufgefordert, die Haltung von Straußen, Emus und Nandus wegen der "hier herrschenden Witterungsbedingungen" zu verbieten (Quelle: TAZ vom 27.9.02). Betroffen wären wegen der dann steigenden Preise auch die gastronomischen Anbieter von Straußenfleisch.

Im Finanzministerium von Hans Eichel wird laut Focus geplant, die Ökosteuer zum 1. Januar 2003 um bis zu zehn Cent und damit deutlich stärker zu erhöhen als bisher geplant. Dies belastet Gaststätten je nach Größe und Energiemix, aber auch abhängig von der spezifischen steuerlichen Belastung von Öl, Gas und Strom. Für ein Restaurant mit rund 100 Plätzen könnten sich Mehrkosten in Höhe von rund 5.000 Euro pro Jahr ergeben, ohne die zusätzlichen indirekten Kostensteigerungen bei den Lieferanten (Transportkosten, Tiefkühlkost usw.) zu berücksichtigen.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 fiel im ersten Halbjahr 2002 die Anzahl der neu errichteten Personengesellschaften, juristische Personen sowie Einzelunternehmen mit Eintragung in das Handelsregister oder die Handwerksrolle oder mit mindestens einem Arbeitnehmer um 5%, meldet das Statistische Bundesamt. Die Abmeldungen stiegen um 1,2%.

Die Website des World Culinary Institute wurde von Culinary Cult zur Website des Monats gekürt. Beim "The World Culinary Insititute" dreht sich alles ums Kochen. So gibt es eine kleine Reihe mit Beiträgen über historische Küchenchefs. Kern ist aber eine mehr als 25.000 Einträge umfassende Sammlung gastronomischer Links. Culinary Cult stellt unter anderem interessante Hotels in aller Welt vor.

Start and Run a Coffee Bar von Tom Matzen, Marybeth Harrison. Es handelt sich um die zweite Auflage eines bereits vor vier Jahren erstmals aufgelegten Bandes. Der Anhang mit Verbandsadressen und Lieferanten ist natürlich nur für den amerikanischen Markt nützlich.

Eine schöne Idee, die sich auch für Gastgewerbe-Websites umsetzen läßt, hat der Basketball-Bundesligaverein TSK uniVersa Bamberg auf seiner nagelneuen Website realisiert: einen Hallenplan, bei dem durch einen Klick auf die jeweilige Kategorie ein Foto geladen wird, welches den Blick zeigt, den der Besucher der entsprechenden Kategorie auf das Spielfeld hat. Anwendungsbeispiele im Gastgewerbe: Blicke aus Hotelzimmern, Gesichtsfelder von Gästen auf Restaurantsitzplätzen, Blicke auf Aussichtsterrassen.

Vorausssichtlich im Oktober erscheint eine deutsche Ausgabe des ersten Kochbuches von Jamie Oliver: "Kochen mit Jamie Oliver. Von Anfang an genial". Jamie Oliver startete seine phänomenale Karriere 1998 als jüngster, sympathischster und erfolgreichster TV-Koch der BBC mit der Koch-Kultserie "The Naked Chef". Die Briten, einschließlich Premier Tony Blair, sind hin und weg von seiner „nackten", das heißt einfachen und köstlichen neuen Küche. Und so kletterte sein drittes Buch "Happy Days with the Naked Chef“ nach wenigen Tagen auf Platz eins der britischen Bestsellerliste. In Deutschland kocht er in jeder Ausgabe für die Leserinnen der Zeitschrift Glamour. Für hartnäckige Fans von Jamie Oliver gibt es Folgen seiner Fernsehserie auch auf DVD. Mehr Kochbücher von Jamie Oliver.

Die Gewürzstraßen der Welt. Reisenotizen und Rezepte. von Chris Caldicott, Carolyn Caldicott. Die beiden Autoren betreiben das World Café im Londoner Covent Garden. 62 ihrer Lieblingsrezepte aus vier Kontinenten, die sie von ihren Reisen mitgebracht haben, präsentieren sie in diesem wunderbaren Bildband: Ägyptische Linsensuppe, Kartoffeln auf Anden-Art, Garnelen mit Sansibar-Curry, thailändische Tom-Kha-Gai-Suppe, Hähnchen-Curry auf Kerala-Art, oder auch einige Gewürzmischungen zum Selbermachen wie die vielseitige scharfe Piri-Piri-Sauce aus Afrika. 30 Gewürze werden besonders ausführlich vorgestellt. Man erfährt Wissenswertes über die wechselvolle Geschichte von Gewürzproduktion und -handel. Zusammen mit den ansprechenden Food- und Landschaftsfotos entsteht ein abgerundetes Bild der Länder und ihrer jeweiligen Küche.

Um auf die Bedeutung von Gaststätten im Gemeindeleben hinzuweisen, vergibt die National Restaurant Association, das amerikanische Pendant zum Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, einen "Restaurant Neighbor Award" und zwar heuer zum vierten Male. Bei der Preisvergabe wies Steven C. Anderson, der Präsident der National Restaurant Association, darauf hin, daß neun von zehn Restaurants (im Amerikanischen umfaßt der Begriff mehr Gaststätten als im Deutschen) sich an gemeinnützigen Aktivitäten beteiligen. Die diesjährigen Preisträger sind Rock Bottom Restaurants, Inc., Cucina Paradiso und Down the Street Cafe. Jeder Preisträger erhält einen Geldpreis in Höhe von 5.000 Dollars und alle Finalisten werden in einer Broschüre und auf der Website der NRA aufgeführt. Sponsor des Programmes ist American Express. Gewinner in der Rubrik Filialisten ist Rock Bottom Restaurants, Inc., DBA Denver Chophouse and Brewery, Denver, Colorado, die in den letzten sechs Jahren mehr als 2.600 Weihnachtsessen an Obdachlose ausgegeben haben. Im letzten Jahr wurden Zehntausende von Dollars für Bekleidung, Spielzeug und Toilettenartikel gespendet. Gewinner in der Kategorie Einzelrestaurants wurde Cucina Paradiso, Payson, Arizona, das in mehrere gemeinnützigen Aktivitäten involviert ist. Die wichtigste in diesem Jahr ist die Essensversorgung von Opfern von zwei Waldbränden unweit des Restaurants gewesen. Der Chef von Cucina Paradiso's eröffnete eine Küche in der lokalen Schule und bereitete dort mit Freiwilligen und Feuerwehrleuten Essen für die evakuierten Familien zu. Zehn Tage lang wurden mehr als 3.000 Mahlzeiten täglich ausgegeben. Gail Royal, die Eigentümerin des Down the Street Cafe, Montgomery, Alabama, hat zwei Jahrzehnte lang Spenden gesammelt und Essen gespendet für die Bewohner des Family Sunshine Center in Montgomery (Quelle: National Restaurant Association Announces Winners Of 2002 Restaurant Neighbor Award, in: USNewsWire vom 24. September 2002).

Drei Tage nach der Wahl rückt das ansonsten eher regierungsfreundliche Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin mit der Wahrheit heraus. In einer Pressemitteilung zu einem Wochenbericht vom 25.9. heißt es: "Steht die Bundesregierung weiterhin zu ihrer Verpflichtung gegenüber der EU, bis zum Jahre 2004 den öffentlichen Gesamthaushalt nahezu auszugleichen, so müssen Steuern erhöht und/oder weitere Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben vorgenommen werden, und zwar in einem Ausmaß, das die "Sparpakete" der Jahre 2000/2001 erheblich übertrifft." Zum Wochenbericht 39/02 "Zentrale Aufgaben der Wirtschafts- und Sozialpolitik in der kommenden Legislaturperiode", der "zufälligerweise" erst ein paar Tage nach der Bundestagswahl erscheint. Ob dies daran liegt, daß die öffentlichen Zuwendungen, die das DIW Berlin als Forschungsförderung zu gleichen Teilen vom Land Berlin (Senat aus SPD und PDS) und vom Bund (Bundesregierung aus SPD und Bündnis90/Grüne) erhält, etwa die Hälfte des Institutshaushalts ausmachen?

Oktoberfest.de, die Website zur Wies'n, bietet auch eine ganze Menge Fun, so Alois - das Zapferspiel. Ein "typischer" Bayer (mit Bierbauch und gestriegelten Schnurrbart) muß so schnell Bier zapfen, daß die Durstigen ruhig bleiben bis sie abgefüllt sind, ohne daß allzuviele Biergläser zu Bruch gehen. Dieses Spiel ist von Soft-enterprises.com entwickelt worden und läuft clientenseitig. Die Datei zum Download ist 284 KB groß.

Freitag, September 27, 2002

Das seit vielen Jahren in der Branche geschätzte Buch "Erlaubt - verboten in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung" von Prof. Dr. Lutz Bertling wurde für die 7. Auflage erweitert und aktualisiert. Es vermittelt Gastronomen und den Verantwortlichen in der Gemeinschaftsverpflegung die Grundlagen des Lebensmittelrechts für die tägliche Praxis. Neben den lebensmittelrechtlichen Vorschriften erhält der Leser
  • ausführliche Informationen über die Hygienevorsorge,
  • die einzelnen Kennzeichnungselemente,
  • die Zusammensetzung und Beschaffenheit bestimmter Lebensmittel sowie
  • die Praxis der Lebensmittelüberwachung.
Die Neuregelungen des Zusatzstoffrechts, die Umsetzung der Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) und das Infektionsschutzgesetz wurden in die vorliegende Neuauflage eingearbeitet. Prof. Dr. Lutz Berling ist langjähriger Leiter des Chemischen Untersuchungsamtes in Wuppertal, gehört dem Redaktionsbeirat mehrerer Fachzeitschriften an und ist Mitarbeiter des Lebensmittelrechts-Handbuches. In über 500 Publikationen und in zahlreichen Vorträgen berät und schult er seit Jahren in Sachen Lebensmittelrecht, Lebensmittelanalytik und Hygiene.

Die Ulmer Kaffeerösterei Seeberger KG (auch Lieferant für hochwertige Trockenfrucht und Nußkernspezialitäten) präsentiert "caffè blu:", ein Marketingkonzept für Coffee Bars und Coffee Shops. Neben den gebrandeten Kaffeesorten "espresso blu" und "mokka blu" gibt es u.a. Designer-Tassen, ein Latte macchiato- und ein Wasserglas, Coffee-to-go-Becher, Bistrozucker, Bistroschürzen, T-Shirts, Servietten, Aromasirupe (z.B. Amaretto, Vanille, haselnuß, Kokos, Karamel oder Curacao Blue), individuell anpassbare Thekenelemente und Werbemittel (Quelle: Einkaufsmagazin Hotellerie & Gastronomie Nr. 1 vom September/Oktober 2002; die Website der Seeberger KG enthält noch keine Informationen über "caffè blu:").

Was schert sie das verlogene Geschwätz von vor der Wahl? Die Bundesregierung plant - statt der versprochenen Reformen, Ausgabenkürzungen und Steuersenkungen - Steuererhöhungen auf breiter Front. Neben der bereits beschlossenen Erhöhung der Ökosteuer und der Tabaksteuer zum 1.1.03 und der Verschiebung der Senkung der Lohn- und Einkommensteuer auf den 1.1.04 werden diskutiert:
  • eine Erhöhung der Tabaksteuer um 6 Cent pro Zigarette,
  • weitere Erhöhungen der Ökosteuer ab 2004,
  • eine Erhöhung der Erbschaftssteuer,
  • die Einführung einer Flugbenzinsteuer,
  • eine Erhöhung der Umsatzsteuer um bis zu 4 Prozentpunkte,
  • die Wiedereinführung der Vermögensteuer,
  • die Ausdehnung der Ökosteuer auf Dieselkraftstoff und
  • die Abschaffung der Befreiungstatbestände bei der Ökosteuer sowie
  • die Einführung einer Gewerbesteuerpflicht für Veräußerungserlöse bei Kapitalgesellschaften.
  • Abschaffung des Sparerfreibetrags,
  • Abschaffung der Arbeitnehmersparzulage
  • Abschaffung der Pauschalbesteuerung von Lebensversicherungen
  • Abschaffung der Entfernungspauschale.
  • Abschaffung der Eigenheimzulage.
  • Abschaffung des halben Mehrwertsteuersatzes für zahlreiche landwirtschaftliche Produkte und andere Nahrungsmittel. Brot, Milch, Kartoffeln, gastronomische Lieferdienste usw. verteuern sich schlagartig um knapp 9 Prozent
Zudem werden zum 1.1.03 die Sozialversicherungsbeiträge zur Rentenversicherung und Krankenversicherung kräftig steigen.

Die Ankündigungen von Hans Eichel, es gebe keine weiteren Steuererhöhungen, erweisen sich damit wenige Tage nach der Bundestagswahl als Lüge (siehe als Beleg z.B. "Bundesfinanzminister Eichel schließt Steuererhöhungen aus" vom Do, 25.07.2002: "Bundesfinanzminister Hans Eichel hat am 25. Juli 2002 im "ZDF-Morgenmagazin" Steuererhöhungen abgelehnt. "Das ist natürlich in einer solchen Situation ganz ausgeschlossen", sagte der Minister auf die Frage nach möglichen Steuererhöhungen zur Deckung von Einnahmeausfällen. Der Minister stellte klar, dass die Bundesregierung mit einem Rückgang der Steuereinnahmen im ersten Halbjahr dieses Jahres gerechnet habe. Dies seien die Nachwirkungen der konjunkturellen Schwäche des Vorjahres. Für das zweite Halbjahr rechne er mit einer Beschleunigung der Steuereinnahmen, sagte Eichel. Er verwies darauf, dass man mit Steuerausfällen alle paar Jahre rechnen müsse. Die richtige Antwort darauf sei ein klarer finanzpolitischer Kurs mit einer langfristig soliden und berechenbaren Finanzpolitik. Statt Steuererhöhungen werde es 2003 und 2005 die nächsten Stufen der Steuerreform geben, die zu massiven Steuersenkungen führten."). Hans Eichel ist bereits als Lügner bekannt geworden, als er, entgegen einem anderslautenden Versprechen am Abend seiner Abwahl als hessischer Ministerpräsident, der "Reform" des 630-DM-Gesetzes im Bundesrat zugestimmt hat (siehe dazu German News vom 9. Februar 1999). Gerhard Schröder hat ihn für diesen Wortbruch mit dem Amt des Finanzministers belohnt. Wenn Hans Eichel ein Mann wäre und kein Weichei, würde er gegen Steuererhöhungen kämpfen und im Falle einer Niederlage als Finanzminister zurücktreten.

Gerhard Schröder wird sich an seine früheren Äußerungen ungern erinnern lassen. Dem Nachrichtensender n-tv sagte der Kanzler laut einer Meldung des Reutlinger General-Anzeigers vom 27. Juli: "Steuererhöhungen sind in der jetzigen konjunkturellen Situation ökonomisch unsinnig, und deswegen ziehen wir sie auch nicht in Betracht." ..."Wir haben keine Absicht, Steuern zu erhöhen - unabhängig von dem, was einer lieber hätte oder nicht lieber hätte."

Die Wiener Feinkost Ges.m.b.H., ein Produzent von Ketchup, Dressing, Saucen und Mayonaise bzw. deren tschechische Tochter, die Aktiengesellschaft "SPAK-VSD Austria, a.s.", eröffnen Ende September im neuen "EUROPARK Shopping Center" in Prag ihr erstes Finger Food-Restaurant: "SPAK´s fresh & crispy". Abweichend von den herkömmlichen Auffassungen von Finger Food werden auch traditionelle mitteleuropäischer Speisen wie Wiener Schnitzel angeboten. Weitere ähnliche Restaurants sind sowohl in Tschechien als auch Ende 2003 in Österreich geplant. Die tschechische Tochter wurde 1992 gegründet und hat mittlerweile dort einen Bekanntheitsgrad von 80%. Der Erfolg des Mutterhauses basiert nicht zuletzt auf der Entwicklung neuer Wellness- und Bioprodukte. Den legendären "Albatros-Estragon-Senf" mochte schon Kaiser Franz-Joseph.

Donnerstag, September 26, 2002

Werbung aus früheren Zeiten mutet uns heute oft banal oder grotesk an, so z.B. ein 1953 produzierte Szene mit einem Hot Dog, einem Hamburger und Coca Cola (Real-Audio-File). Mehr solcher Fundstücke bietet die Sammlung "Fifty Years of Coca Cola Television Advertisments" der amerikanischen Kongreßbibliothek.

Gestern habe ich meinen Bruder in Würzburg besucht und die Gelegenheit genutzt, mir ein paar Gaststätten anzuschauen. Sehr gut hat mir das Caféhaus Brückenbäck gefallen. Das Inneneinrichtungskonzept stammt von der Allconzept GmbH. Wenn ich gewußt hätte, daß dieses Café mit seinen überaus freundlichen und hübschen Bedienungen keine Website hat, hätte ich mir eine Speisekarte mitgenommen. Aber vielleicht schickt man mir eine?

Interessante Inhalte für die Website des eigenen gastronomischen Betriebes zu erstellen, ist gar nicht so einfach, oder doch? AGFAnet.com ermöglicht die Erstellung einer Slideshow in Form eines Flash-Films, in der Fotos automatisch oder per Mausklick nacheinander gezeigt werden, ohne daß dazu Kenntnisse in Flash notwendig sind. Bildern vom eigenen PC (ob es nun Fotos einer Digitalkamera oder eingescannte Analog-Bilder sind) können dazu hochgeladen, mit Special-Effekten bearbeitet, mit Textkommentaren versehen und auf einfache Weise über das Internet produziert werden. Ist der Film fertig, besteht auf Anfrage die Möglichkeit, die AGFAnet Slideshow in seine eigenen Internet-Seiten einzubinden.

Mittwoch, September 25, 2002

Seit Frühjahr 1999 ist die CGE Hotelfachvermittlung mit Ihrem Fachstellenmarkt unter dem einprägsamen Namen hoteljob-international.de online. Jetzt feiert auch der "Hoteljob International Newsletter" Geburtstag. Mittlerweile über 2.400 Abonnenten werden allein auf diesem Weg zielgerichtet jeden Freitag über top-aktuelle Neuzugänge informiert. Zusammen mit der Stellenanzeige in dem etablierten Fachstellenmarkt unter www.hoteljob-international.ch (.de, .at, .com, co.uk, .it) werden so sehr wirksam freie Positionen mit jungen, aufgeschlossenen Fachkräften besetzt. Günstige Konditionen für Hotels und fachkundige Beratung für Bewerber sind weiterere Pluspunkte. Kontakt: CGE Hotelfachvermittlung, Claus G. Ehlert, Pelzerstraße 26 a, 23564 Lübeck, Telefon 0451 / 58 21 586 Telefax: 0451 / 58 21 579, www.hoteljob-international.de, E-mail. info@cge.de (Quelle: Pressemitteilung der CGE Hotelfachvermittlung).

Dienstag, September 24, 2002

In einem Beitrag "Reporters Find New Outlet, and Concerns, in Web Logs" von David F. Gallagher, in: The New York Times vom 23. September 2002, wird von Journalisten berichtet, die Schwierigkeiten bekommen haben, weil sie als Privatpersonen Blogs kritischen Inhalts veröffentlicht haben. In der Tat verfügen Autoren von Weblogs über ihre eigenen Produktionsmittel. Konflikte mit Verlegern, Rücksichtnahme auf deren Wertvorstellungen, wirtschaftliche Interessen und Anzeigenkunden sind für sie Schnee von gestern. Siehe dazu auch "The Blogging Revolution.Weblogs Are To Words What Napster Was To Music von Andrew Sullivan", in: Wired vom Mai 2002. Ein Zitat daraus: "This is democratic journalism at its purest. Eventually, you can envision a world in which most successful writers will use this medium as a form of self-declared independence." Zur Diskussion um die Innere Pressefreiheit in Deutschland siehe Bernhard Fritsch: "Das Problem der Inneren Pressefreiheit aus der Sicht der Berufsverbände", Magisterarbeit, August 1994, Institut für Publizistikwissenschaft der Universität Mainz.

Das Arbeitsbuch "Alltag im Gastgewerbe" von Otto Manina (Mitarbeiter), Rainer Knopf (Mitarbeiter), Andrea Nadles (Mitarbeiter), Harald. Dettmer (Herausgeber) stellt den Tagesablauf in einem Hotel durch das Erarbeiten gast- und handlungsorientierter Fragen, komplexer Aufgaben und Fallstudien dar. Den Lesern, seien es Auszubildende, "Fertige" oder Ausbilder, wird Material an die Hand gegeben, das auf eine aufgelockerte Art den Unterrichtsstoff sowie Prüfungsinhalte nicht durch bloßes Aneinanderreihen lediglich in Texte gefasster Fragen vermittelt und festigt, sondern durch motivierend gestaltete praxisbezogene Situationen und Lösungshilfen. Dr. Harald Dettmer ist Professor für Hotel- und Tourismusmanagement an der Fachhochschule Stralsund, Mitglied in der Internationalen Vereinigung wissenschaftlicher Tourismusexperten (AIEST) und Juror der Gastronomischen Akademie Deutschlands (GAD).

Im Mosaik Verlag ist die deutsche Übersetzung des französischen Titels "La Cuisine Provencale du Mas Tourteron" ("Provenzalische Landhausküche"). Elisabeth Bourgeois entführt den Leser in diesem ganz persönlichen Buch in ihre Heimat: die Provence mit ihrer einzigartigen Küche und der beneidenswerten Lebensart der Südfranzosen. Dazu gehören ein Besuch bei Schafhirtinnen, die den typischen Ziegenkäse der Region herstellen, ein Picknick im Grünen, ein Ausflug ans Meer, ein Besuch in Großvater Léons Kräutergarten und viele weitere Streifzüge, die die Provence in ihrer ganzen Vielfalt und Liebenswürdigkeit zeigen.

Der neue Führer "Baden zum Kennenlernen und Genießen" von Petra Pintscher, Thomas Köhr und Ralph Singer enthält Vorstellungen und Beschreibungen von 80 Weinbaugemeinden und ihrer Ortsteile, 130 Weinerzeugerbetriebe mit ihren Sortimenten und Besonderheiten und mehr als 100 Hotel- und Gastronomiebetriebe, wie Sternenrestaurants, Landgasthöfe und Weinstuben, außerdem Möglichkeiten der Freizeitgestaltung: Weinfeste, Rad- und Wanderwege, Weinmuseen und vieles mehr. Dazu Wissenswertes über Land und Leute, Kultur und Geschichte, Rebanbau und Weinausbau, Essen und Trinken sowie Spezialitäten der badischen Küche nebst typischer Rezepte.

Horizont.net meldet, der Tiefkühlkosthersteller Wagner plane den Einstieg in die Fastfood-Gastronomie. Unter der Marke "Enjoy" werde zunächst in Saarbrücken ein Restaurant eröffnet. Auf rund 90 Quadratmetern sollten Pizzen und Bagels angeboten werden. Das Lifestyle-orientierte Konzept werbe mit dem Claim "Enjoy - Pizza, Food and more". Enjoy solle als Tochterunternehmen und eigene Marke geführt werden. Wagner träte als Unternehmen nicht in Erscheinung. Zum Thema "Tiefkühlpizza" siehe auch "Tiefkühl-Pizza im Test" von Ulrike Brück, in der Sendung "KostProbe" des Westdeutschen Rundfunks von 26. Oktober 1998.

Welches ist die berühmteste Fernsehkneipe? Weltweit sicherlich "Cheers". Diese Bar in Boston ist die Bühne für 271 Folgen einer der erfolgreichsten Sitcoms des US-Fernsehens. Die Abschiedsfolge im Jahre 1993 auf dem Höhepunkt ihrer Popularität sahen mehr als 45% aller Fernsehzuschauer. Der Cheers-Song (midi). Mehrere Folgen sind auf Videocassette erhältlich (in englischer Sprache).

"Becker" spielt in Beckers Arztpraxis und in seinem Stamm-Diner, hinter der Theke Terry Farrell als Reggie, in das er vor und nach der Arbeit und auch zwischendurch eilt, um dort eine Zigarette zu schnorren, einen Kaffee zu trinken und seine schlechte Laune an Reggie und Jake abzulassen."Seinfeld" tummelt sich in verschiedenen New Yorker Gaststätten, die durch diese populäre Serie landesweit bekannt geworden sind und sich als Konzepte verbreitet haben, so "Diner", "Soup Nazi", "Monk's" und "H&H Bagels".

In Deutschland haben es einige Gaststätten durch das Fernsehen zu einer gewissen Bekanntheit gebracht. So die Gaststätte "Zum Anrheiner" in der wöchtlichen Serie "Die Anrheiner" des WDR, begonnen im März 1998. Die Kneipe ist Dreh- und Angelpunkt der Menschen in einem Kölner Viertel und für einige auch das zweite Wohnzimmer. In den 60ern amüsierte man sich bei heiteren Episoden aus einem Hotel-Familienbetrieb mit Forellenzucht im Schwarzwald: "Der Forellenhof" als Fernsehserie, "Der Forellenhof" - die wirkliche Gaststätte.

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Juli 2002 nominal (in jeweiligen Preisen) 8,0 % und real (in konstanten Preisen) 11,3 % weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat um. Damit erzielte das Gastgewebe seit Januar 2002 in jedem Monat nominal und real niedrigere Umsätze als im entsprechenden Vorjahresmonat und im Juli 2002 den bisher höchsten Umsatzrückgang in diesem Jahr. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Vergleich zum Juni 2002 nominal 1,9 % weniger abgesetzt. In den ersten sieben Monaten des Jahres ging der Umsatz im Gastgewerbe zum Vorjahreszeitraum um insgesamt nominal 3,5 % und real 6,9 % zurück. In allen drei Branchen des Gastgewerbes lagen die Umsätze sowohl nominal als auch real niedriger als im Juli 2001: Im Beherbergungsgewerbe (nominal – 6,9 %, real – 10,3 % ), im Gaststättengewerbe ( nominal – 8,3 %, real – 11,7 %) und bei den Kantinen und Caterern (nominal – 9,8 %, real – 12,3 %).

Barbara Mahlmann arbeitet an einer Diplomarbeit über Mitarbeiter im Gastgewerbe, in der es u. a. um das Thema Arbeitsrecht / Kündigungsschutz im Gastgewerbe geht: "Wie sieht die Praxis in den Betrieben im Vergleich zur propagierten Theorie aus? Sind das Arbeitsrecht für die Belange der Mitarbeiter in der Gastronomie und der praktizierte Kündigungsschutz mitarbeiterfreundlich?" Zu diesem Thema bräuchte sie Zeitschriftenartikel, Internetseiten, etc. Bitte helfen Sie Frau Mahlmann per eMail an barbara.mahlmann@web.de.

Montag, September 23, 2002

Mr. Lucky ist eine Lifestyle-Website aus Kalifornien, die herausgegeben wird von Steve Sando, einem italienischstämmigen Kalifornier, der Schallplatten und Fernsehsendungen in Italien produziert und als Gastdozent für italienische Popmusik an der Stanford Universität lehrt. Uns interessieren aber weniger die Musikthemen als ergänzende Inhalte rund um Cocktail-Parties und angesagte Cocktails bzw. Mixgetränke, z.B. den Shakerato.

Der österreichische Fachverlag Trauner hat das Buch "Wiener Süßspeisen" (demnächst verfügbar) von Karl Schuhmacher von der Wiener Kurkonditorei Oberlaa herausgebracht. Das Verdienst der österreichischen, insbesondere der Wiener Zuckerbäcker war es, das Beste aus den Süßspeisenküchen vieler Länder aufzugreifen und so umzuformen, dass daraus die unvergleichlichen Wiener Süßspeisen werden konnten. Die Qualität der Zutaten hat sich verändert, die Auswahl vergrößert. Die technische Ausstattung einer modernen Backstube bietet heute die Möglichkeit rationeller Arbeitsweise. All das gab Spielraum für die Entwicklung vieler neuer Produkte. Dabei wird im Sinne österreichischer Zuckerbäckertradition besonders darauf geachtet, dass billige Effekthascherei nicht den kulinarischen Genuss schmälert. Karl Schuhmacher ist Konditor aus Leidenschaft. Sein Idealismus, seine Begabung und Intuition, seine bis ins kleinste Detail gehende Akribie, sein enormes Wissen und Können haben ihm ein Ansehen eingebracht, das nicht nur weit über die Landesgrenzen reicht, sondern auch über Europa hinaus bis in die USA und nach Japan. Karl Schuhmacher ist Mitherausgeber des bereits 1995 erschienene Buches "Das große Buch der Schokolade. Warenkunde, Patisserie, Confiserie, Desserts und Getränke.". Es ist Bildlexikon und Kochbuch zugleich. Beschrieben wird der Weg von der Kakaobohne bis zur Schokolade, ihre Sorten und Qualitäten. Die ganze Bandbreite vom Kakaopulver bis zur Kuvertüre. Im küchenpraktischen Teil wird der richtige Umgang mit Schokolade und Kakao in der Küche und Backstube gelehrt und wie man Pralinen, Torten, Desserts und Getränke in ihrer feinsten Form herstellt. Einer seiner Schüler bzw. Lehrlinge ist Klaus Hanauer.

Im Herbst wird in den bundesweit zwanzig angesagtesten Trend- und Szenebars eine außergewöhnliche Veranstaltungsserie mit dem Titel "JAMESON Pleasure Lounge" inszeniert. Begleitet von eigens komponierter Lounge-Musik lädt "JAMESON Pleasure Lounge" Besucher und Gäste ein, sich auf kreative Entspannung einzulassen: PLEASURE Paintings, PLEASURE Stories, PLEASURE Poems, PLEASURE Games und PLEASURE Tastings stehen auf dem Programm. In Freiburg wird dafür am 27. September 2002, ab 21:00 Uhr das Caruso am Martinstor mittels künstlerischer Lichtinstallationen und aufwendiger Dekorationen einzigartig gestaltet. In dieser stimmungsvollen Atmosphäre können sich die Gäste auf lange nicht mehr erlebte Momente einlassen, kreativ und kommunikativ sein, besinnlich werden - und Genuss in einer Atmosphäre unter Genießern erleben. Der Eintritt ist selbstverständlich frei. Des weiteren besucht die "JAMESON Pleasure Lounge" von September bis November 2002 die folgenden Städte: Berlin (2x), Bochum, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Dresden, Erfurt, Frankfurt am Main, Fürth, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Köln, Leipzig, München (2x), Rostock, Stuttgart. Siehe auch www.jameson.de.

Gerade erschienen ist "The Zuni Cafe Cookbook" von Judy Rodgers, eine Zusammenstellung von Rezepten und Kochlektionen von San Francisco's beliebtem Restaurant "The Zuni Cafe". Von Grald Asher stammen Weinempfehlungen zu den Rezepten. Eine Zusammenstellung von Kurzrezensionen des Verlags W. W. Norton & Company.

In Deutschland ist die Ausweitung gastronomischer Marken auf weitere Produkte noch seltener als in den USA. Es gibt aber auch bei uns bereits zahlreiche Beispiele, z.B. bei Eis (Schöller / Mövenpick), Weine (Käfer), Marmeladen (Mövenpick), Geschirr (Käfer), Schnupftabak (Kloster Andechs), Senf (Kloster Andechs), Brot (Kloster Andechs), Butter (Kloster Andechs) Knödel (Knödelkönig), Torten (Sacher). Besonders Kochbücher eignen sich zum Cross-Selling, da sie einerseits von Bekanntheit und Image des Kochs und/oder des Restaurants profitieren, andererseits aber auch der Bekanntheit und dem Image des Restaurants förderlich sind.

Bei Spitzenköchen und -restaurants kann man zwischen den eigenständigen Marken des Restaurants und des Kochs insofern unterscheiden, als ein Restaurant seinen Chefkoch genauso austauschen kann wie ein Spitzenkoch das Restaurant, in dem er arbeitet oder das er führt. Mehr über Küchbücher berühmter Restaurants und Kochbücher berühmter Köche.

Rechtzeitig zur Intercool 2002 präsentiert der neu gebildete Foodservice-Bereich der Conditorei Coppenrath & Wiese, Profi-Line, ein geschlossenes Kuchen-, Torten- und Backwaren-Sortiment für die Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Im Blickpunkt: eine neuartige Angebotsform für Blechkuchen. Basierend auf Gastro-Norm-Formaten bietet Profi-Line seine 6 neuen tiefgekühlten Blechkuchen in Form von vierfach unterteilten Platten an. Das heißt: Alle Blechkuchen bestehen jeweils aus 4 Streifen à 270 mal 120 mm. Jeder dieser Streifen ist wiederum einzeln frischeversiegelt und wird sowohl ungeschnitten als auch in 6 Portionen pro Streifen geschnitten angeboten. Schnittverluste gibt es nicht. Die Vorzüge des neuen Kombi-Formats liegen auf der Hand: Neben der Möglichkeit einer optimalen Nutzung von Gastro-Norm-Blechen kann der Kunde nach Belieben einzelne Streifen aus der Tiefkühlung entnehmen und auftauen... und auch in diesem Punkt zeigt das neue Produktkonzept seine Überlegenheit: durch die Aufteilung der Platten in vier Streifen verkürzt sich die Auftauzeit bei Raumtemperatur oder im Umluftofen und Kombidämpfer gegenüber marktüblichen TK-Blechkuchen um mehr als 30 Prozent. Das wissen vor allem solche Profi-Line Kunden zu schätzen, die im Stoßgeschäft viele Gäste auf einmal perfekt bedienen wollen. In der täglichen Praxis zeigen sich die fast unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten der neuen Profi-Line Blechkuchen besonders deutlich. Selbst Gaststätten und Betriebsrestaurants, die nur über begrenzte Flächen für ihr Blechkuchen-Angebot verfügen, können ihren Gästen auch auf kleinstem Raum eine attraktive Sortenvielfalt präsentieren - zum Beispiel zwei, drei oder vier Sorten auf einem einzigen Blech. Schon die Optik solcher Arrangements wirkt - wie Tests gezeigt haben - auf die Gäste ausgesprochen impulsstark und insgesamt umsatzsteigernd. Und dort, wo die Blechkuchen-Streifen noch in der Klarsicht-Versiegelung aufgetaut angeboten wurden, kam es während der Erprobungsphase vermehrt zu Zusatzverkäufen für den Take-away-Verzehr am Arbeitsplatz oder auch ganz einfach für unterwegs "on the move". Was viele der Profi-Line Kunden vor allem von dem neuen Blechkuchen-Konzept überzeugt, sind die bedarfsgerechten Einsatzmöglichkeiten im operativen Bereich. Nach praktischen Erfahrungen erlaubt die Teilmengen-Entnahme eine punktgenauere Disposition sowohl im Einkauf als auch in der Lager- und Vorratshaltung. Zudem kommt es nicht mehr dazu, dass einmal aufgetaute Ware für den Verkauf am nächsten oder übernächsten Tag wieder gelagert werden muss. Kurz und gut: frischer geht's nicht. Dass der neue Profi-Line Bereich der Conditorei Coppenrath & Wiese zum Start in den Foodservice-Markt gerade sein Blechkuchen-Sortiment in den Blickpunkt stellt, hat gute Gründe: Blechkuchen liegen voll im Trend nach zwanglosen Genüssen. Deshalb entsprechen sie den Vorstellungen gerade auch jüngerer Zielgruppen, für die der schnelle Verzehr zwischendurch zum ganz normalen Ernährungsverhalten gehört. So gesehen, zählen Blechkuchen zu den favorisierten Backwaren für moderne Cafeterien, Snack- und Freizeit-Segmente wie für die traditionelle Gastronomie und das Bankett- und Seminargeschäft der Hotelgastronomie - wie auch für die Zwischenverpflegung im Catering, in der Betriebsgastronomie, in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern. Unabdingbare Voraussetzungen für die universelle Beliebtheit von Blechkuchen sind natürlich trendgerechte Rezepturen und eine hochwertige, sichere Qualität. In dieser Hinsicht kann das neue Profi-Line Sortiment den ganzen Erfahrungs-Hintergrund und das Produkt-Knowhow des europaweit führenden Herstellers von Tiefkühl-Backwaren in die Waagschale werfen - der Conditorei Coppenrath & Wiese. Im Angebot sind: Pflaumen-Streusel, Käse-Aprikosen, Bienenstich, Apfel-Streusel, Mohn-Quark und Butterkuchen. Um die sensiblen Tiefkühl-Backwaren sicher, pünktlich und ohne Qualitätseinbußen zum Ziel zu bringen, verlässt sich die Conditorei Coppenrath & Wiese ausschließlich auf die eigene Tiefkühllogistik durch ihr Tochterunternehmen Overnight-Tiefkühl-Service OTS. Jeder der 35 Spezial-Tiefkühl-LKW beliefert täglich bis zu 15 Kunden nach einem verbindlichen Tourenplan mit festen Anliefertagen. (Quelle: Pressemitteilung von Cloppenrath & Wiese vom September 2002).

Jacobs und Gault Millau verleihen heuer bereits zum vierten Mal die Auszeichnung der Goldenen Kaffeebohne an die besten Cafe-Konditoreien in jedem der neun Bundesländer Österreichs. Bei den Recherchen in den Vorjahren zeigte sich, daß die Qualitätsstandards in den einzelnen Regionen mehr denn je höchst unterschiedlich ausgeprägt sind und man heute vielerorts von Stagnation oder auch von Resignation, Qualität und Angebot betreffend, sprechen muß. Diese Erfahrungen beziehen sich sowohl auf die verschiedenen Varianten des Kaffees, als auch auf die Vielfalt von Kuchen, Mehlspeisen und Torten, nicht jedoch auf Schokoladen und Pralinen, soweit diese noch hausgemacht sind. Mit der Auszeichnung der neun Preisträger von 2002 soll die besondere Vorbildfunktion dieser Betriebe in ihren Bundesländern hervorgehoben und gewürdigt werden. Die Goldene Kaffeebohne von Jacbos und Gault Millau ist nicht nur ein symbolischer Preis, sondern eine begehrte Trophäe in Form einer stilisierten Kaffeebohne. Die diesjährigen Preisträger werden am Donnerstag, 26.9. im Rahmen eines Presseempfanges im Wiener Hotel Intercontinental im Beisein der Preisträger bekannt gegeben. Die Auswahl der neun Bundeslandsieger erfolgte durch unabhängige Gault Millau Tester, die heimische Kaffee-Konditoreien über viele Monate auf Vielfalt und Qualität des Kaffees, der Torten und Kuchen sowie des Kleingebäcks prüfen. Der künstlerische Teil des Abends unter dem Motto "Literarisches und humorvolles rund um das Thema Kaffee" wird von der Schauspieltruppe "Tinte und Kaffee" dargeboten (Szenenfotos und Hörbeispiele).

What does it cost to produce a glass of wine? von John Bergman und David Ashcraft, in: Bergman Euro-National vom März 2002 (via Randgänge von Thomas N. Burg). Eine detaillierte Aufstellung der Produktionskosten von Wein am Beispiel eines Spitzenweingutes im Napa Valley.

Das Ergebnis unserer seit Anfang des Jahres laufenden Umfrage zur Bundestagswahl 2002 sieht etwas anders aus als das wirkliche Ergebnis, das mich an "Keine Macht für niemand" von Rio Reiser erinnert. Siehe dazu auch den Spiegel-Kommentar "Kanzler ohne Sieg" von Mathias Müller von Blumencron.

Samstag, September 21, 2002

Quiche Total - das ist die Idee des Pascal Zancopé. Quiche in unendlichen Variationen, die er als Chef de cuisine seines Restaurants "La Casserole" entwickelte. Ein Genuss der anderen Art - zunächst für den Gourmet, dann für eine breite Öffentlichkeit. Aus dieser Idee entstand dann das verrückte Konzept von "Quiche Total" in seiner heutigen Form, edle Fastfood auf höchstem Lothringer Niveau.

Eckart Witzigmanns Europa-Küche von Eckart Witzigmann. Sein Thema dieses Mal: Die lieb gewonnenen Schätze europäischer Küchen - ausgewählt und fein gemacht. Die Reise geht mit insgesamt 100 Rezepten nach Österreich, Italien, Frankreich, Deutschland und Spanien. Zu jedem Gericht empfiehlt auch hier wieder Sommelière Paula Bosch aus Münchens Sterne-Restaurant "Tantris" einen passenden Tropfen. Eckart Witzigmann Palazzo in Frankfurt am Main und ab Oktober auch in München. Mehr Kochbücher von Spitzenköchen.

Freitag, September 20, 2002

"TAGBLATT-Chef: So war's gewesen". Was geht in Journalisten, die der SPD nahe stehen, vor, wenn ihre Wahrheitsliebe von Genossin Däubler-Gmelin als "übles Wahlkampfmanöver" diffamiert wird, nur um ihre Haut zu retten?

Die Zimmer der zehn Häuser der Münchner Hotelgruppe DERAG Hotel and Living sind seit Ende August online buchbar. Schon in Kürze soll die Online-Buchung auch für den Appartement-Bereich möglich sein. Geschäftskunden können dann per Passwort zu ihren speziellen Tarifen buchen. Vor allem auf den amerikanischen Markt zielt auch die neue internationale Freecall-Nummer: Unter +8000-1 36 99 99. Gerade amerikanische Kunden seien diesen Service einfach gewohnt. Um die DERAG-Interessen in den Vereinigten Staaten kümmert sich inzwischen auch die renommierte PR-Agentur DMOA (Diana M. Associates Inc.) in Morristown, New Jersey. Mit Erfolg: Bekannte Magazine wie “Forbes” oder die New Yorker “Newdays” haben bereits ausführlich über die Münchner Hotelgruppe berichtet. Thema war unter anderem die Verleihung des Five Star Diamond Award der American Academy of Hospitality Sciences an das Grand Hotel Russischer Hof in Weimar und das hoteleigene Restaurant Anastasia. Die DERAG Hotel and Living verfügt in zehn Hotels über mehr als 2.200 Zimmer, Appartements und Suiten. Die Mischung aus Hotel und professionellem Service für Langzeitgäste zahle sich aus: Sowohl Geschäftsreisende als auch Kurzurlauber nutzten das preislich attraktive Angebot in zur Zeit sechs Städten: Berlin, Frankfurt, München, Nürnberg, Weimar und Wien. (Quelle: Pressemitteilung vom 26. August 2002)

Der amerikanische Senator Jesse Helms, ranghöchster Republikaner im Auswärtigen Senatsausschuß, will, wenn Schröder durch die Amerika-Attacken die Wahl gewönne, erwägen, die amerikanischen Truppen aus Deutschland abzuziehen (Quelle: "US-Senator droht bei Schröder-Sieg mit Truppenabzug aus Deutschland", im Spiegel vom 20.12.02). Negativ betroffen wären neben den zahlreichen Zivilangestellten der amerikanischen Armee auch viele deutsche Gastronomen, besonders an den Standorten der Amerikaner.

Im Handelsblatt schreiben Inge Hufschlag und Axel Voss über Business-Clubs: "Wo der Berliner Bär den Tiger gibt". Ein kleiner Fehler ist ihnen dabei unterlaufen. So kocht der Safranspezialist Eberhard Pütter nicht mehr im Hamburger Anglo-German-Club, sondern hat die Gastronomie Pütter an seinen Sohn Gerald weitergegeben (Quelle: "Ein Diener für den König der Gewürze" von Cornelis Rattmann, in: Die Welt vom 19. Mai 2002).

Donnerstag, September 19, 2002

Im Schwäbischen Tagblatt vom 18. September 2002 heißt es: "Mit einem Krieg gegen den Irak will US-Präsident George Bush vor allem von innenpolitischen Problemen ablenken. Dies sagte Herta Däubler-Gmelin am Mittwoch Vormittag bei einer Diskussion mit etwa 30 Metall-Gewerkschafter(inne)n in Derendingen. Solche Ablenkungsmanöver seien eine “beliebte Methode seit Adolf Hitler”, sagte die Bundesjustizministerin. Damit wolle sie jedoch unter keinen Umständen Bush mit Hitler vergleichen." "Die Ministerin: “Bush will von seinen innenpolitischen Schwierigkeiten ablenken. Das ist eine beliebte Methode. Das hat auch Hitler schon gemacht.” Und Schröder macht es gerade.

Jeffery Nathan ist der Star der populären Fernseh-Kochshow "New Jewish Cooking". Sein neuestes Koch "Adventures in Jewish Cooking" ist gerade erschienen. Jeffrey Nathan begann als Tellerwäscher in einem italienischen Restaurant in Queens; jetzt ist er Chefkoch und Miteigentümer des erfolgreichen koscheren New Yorker Restaurants Abigael’s on Broadway. Mehr über koschere Restaurants.

Mittwoch, September 18, 2002

Die Bauernfänger sind mal wieder unterwegs. Sie veröffentlichen angeblich die 13.482 wichtigsten Websites und sind ganz begeistert von der 08/15-Website des Hotels Zum Bleiernen Ochsen in Kleinschrottdorf. Man soll nur mal auf iher Website vorbeischauen und/oder einen Link auf ihre Website setzen oder einen Button in seine Seiten mit einem Link auf ihre Website einbinden.

Damit wir uns nicht mißverstehen. Es gibt auch ein paar seriöse Verzeichnisse, so das "Web-Branchenbuch für Deutschland" und "Das Web- Adressbuch für Deutschland", die seit vielen Jahren jährlich herausgegeben wird und als Buch relativ erfolgreich vertrieben wird. In seriöse Verzeichnisse kann man sich nicht eintragen, sondern man wird redaktionell ausgewählt. Diese Verzeichnisse finanzieren sich durch den Verkauf und durch zusätzliche Werbung, etwa in Form von erweiterten Einträgen der ausgewaehlten Websites. Besonders gut gefällt mir die redaktionelle Arbeit von Vectrum.de von der Arcum Medien GmbH. Der deutsche Suchkatalog vectrum.de ist Kern eines Netzwerkes von verschiedenen Websites, unter denen die ausführlich beschriebenen und sorgfältig kategorisierten Einträge verwertet werden. Zu bestimmten Themen werden auch Print-Ausgaben herausgegeben, so z.B. "Wien im Internet".

Kleines Rätsel gefällig? Wieviel Datenbankeinträge hat gastroparadies.de, "Deutschlands größtes Portal in Sachen Gastronomie" (laut Titel-Metatag)? Im Werbeanschreiben heißt es "Das Gastroparadies ist für alle deutschen Suchmaschinen optimiert, so dass das Internet-Portal, und damit auch Sie immer gut gefunden werden." Suchen Sie spaßeshalber mal in der wichtigsten Suchmaschine Google.de nach "Gastroparadies".

Wer unsere Linksammlung "Systemgastronomie" überfliegt, wundert sich vielleicht über den Eintrag "The Cheesecake Factory". Was hat eine "Käsekuchenfabrik" dort zu suchen? Nun, die "Cheesecake Factory" bietet mehr als Käsekuchen. Die Speisekarte umfaßt "für jeden etwas", mehr als 200 Positionen, darunter Appetizer, Salate, Pizza, Steaks, frischen Fisch, Nudeln, Omellettes, Sandwiches und Burger. Man hat auch nicht nur zur Kaffee-und-Kuchen-Zeit geöffnet sondern ganztägig. Ein nicht zu unterschätzendes Element des Erfolgs dieses Konzepts sind große Portionen nach dem Motto: "No one goes home hungry from the Cheesecake Factory". Spätestens der Käsekuchen (in einer Vielzahl an Variationen!) als Dessert gibt den Rest Sattheit. Mehr über dieses erfolgreiche Konzept schreibt Sara Dickerman: "Battle of the Middlebrow Chains", in: Slate vom 6. September 2002 (via The Making of A Restaurant).

Appetizer, Canapées, Antipasti, Sushis, Hors d'oeuvre, "starters", kleine Speisen sind über alle ethnischen Trends hinweg angesagt. Sie dienen immer häufiger weniger als Vorspeisen, denen ein oder mehrere Hauptgänge folgen, denn als Kern einer Mahlzeit, die sich aus einer Folge von kleinen Speisen oder auch als gleichzeitige Auswahl aus einer Vielzahl kleiner Speisen darstellt. Für Februar 2002 hat der Verlag Wiley and Son als "ultimate single-source cookbook for a world of appetizers" das Buch "The Appetizer Atlas" von Arthur L. Meyer und Jon M. Vann angekündigt. Dieses einzigartige enzyklopädische Kochbuch bietet 400 authentische Rezepte für Appetizer aus 28 unterschiedlichen Regionalküchen (von Mexico bis zum Maghreb, von China bis zur Karibik, aber auch aus Frankreich, Indien, Italien, Japan, Thailand und weiteren Ländern) Alle Rezepte sind küchenerprobt und werden in zwei Versionen (hoch- und niedrigpreisig) präsentiert, so daß sie sich sowohl für die eher häusliche Küche aber auch für professionelles Catering eignen. Die Fotos stelllen ausdekorierte Garnituren dar. Das Kochbuch enthält warenkundliche Informationen zu speziellen Zutaten und den regionalen Zubereitungsmethoden. John M. Vann ist Food-Journalist beim "Austin Chronicle" (eine Liste seiner Artikel). In einem seiner Artikel beschreibt er, wie der Appetizer Atlas entstanden ist. Um die hohen Kosten des Ausprobierens der Rezepte zu finanzieren, entwickelten die Autoren die Idee eines "Appetizer Atlas Dinner Club". Arthur L. Meyer, Co-Autor und professioneller Koch und Konditor, lud samstagabends Gäste in sein Haus ein, kassierte 50 Dollar für die Zutaten und servierte mindestens 6 Appetizer aus verschiedenen Regionen.

Am 25. und 26. November 2002 findet im Kongresszentrum Seedam Plaza, Pfäffikon, das 8. Schweizer Gastronomie-Symposium 2002 statt.

Vom 2. bis 6. November 2002 findet die Gastronomia, Internationale Fachmesse für Gemeinschaftsgastronomie, Hotellerie und Restauration, in Lausanne statt. Unter der Bezeichnung "Auf den Spuren des sechsten Sinnes. Die tausendundeins Details, die den Unterschied machen" hat GastroSuisse viele Überraschungen von originellen Personen, zum Beispiel Irma Dütsch-Grandjean (Fletschhorn-Waldhotel, Saas-Fee), Jean-Pierre Corpataux (Metzger und Maler), Jean-Claude Pasche (Café-Theater "la Croix-Blanche" in Servion) und vielen anderen in petto.

In der Schweizer Fachzeitung GastroJournal berichtet Peter Mathias Grunder von der erfolgreichen Umkonzeptionierung eines Speiserestaurants in eine Kaffeebar: "Wie Phoenix aus der Asche".

Am 24./25. September 2002 findet im Maritim Kurhaushotel, Bad Homburg, der 3. Fachkongreß Coffee Shops 2002 mit der Fachausstellung Coffee World 2002 statt.

Dienstag, September 17, 2002

Für Januar 2003 hat der Verlag John Wiley & Son ein Werk von Lorraine Farrelly mit dem Titel Bar and Restaurant Interior Structures angekündigt. Der letzte Band in einer Serie zum Thema "Innere Strukturen von Restaurants" zeigt verwirklichte Design-Lösungen für Bars und Restaurants der wichtigsten Designer dieser Tage (Conran und Partner, Diller und Scofidio, Jakob und Macfarlane, Branson Coates und andere) und ist eine Art Thesaurus von Design-Ideen für Bars und Restaurants rund um die Welt. Jede Location wird kritisiert und mit Farbfotos dargestellt. Jedes Projekt wird in seiner besonderen Qualität, seinem Licht-Design und verwendeten Materialien analysiert und verglichen. Zum Inhaltsverzeichnis.

Debra Ginsberg erzählt in dem Roman "Waiting: The True Confessions of a Waitress" chronologisch von ihrem zwanzigjährigen Berufsleben als Bedienung, etwa in einem italienischen Restaurant und in einem Sterne-Restaurant, mit dem sie ihr zweites Leben als Autorin finanzierte. Teils sind es Memoiren, teils soziale Kommentare, aber auch Tipps, wie man sich verhalten sollte, wenn man essen geht. Debra Ginsberg wurde in Großbritannien geboren, wuchs auf in New York, Kalifornien und Oregon und lebt mit ihrem Sohn in San Diego. Nachdem ihr mit dem Buch "Waiting" im Jahre 2000 ein Durchbruch als Autorin gelang, veröffentlichte sie im August dieses Jahres ihre Erfahrungen als alleinerziehende Mutter eines behinderten Sohnes: "Raising Blaze: Bringing Up an Extraordinary Son in an Ordinary World" (via Karina Matejcek).

"Hier finden Sie die Informationen, die Sie suchen." Dieser vielversprechende Begrüßungstext empfängt mich auf der Homepage von Deutschland.de, dem heute online gegangenen Portal des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Die Link-Datenbank ist schlecht verschlagwortet. Wenn man nach "Gastronomie" sucht, bekommt man vier Treffer angezeigt. Zwei davon sind in Ordnung, naemlich Varta-guide.de und Gaultmillau.de. Die beiden anderen Treffer, Bundesverband der Deutschen Industrie und ECIN, lassen mich ein wenig an der Kompetenz der Macher zweifeln. Keine Treffer bringen: "Hitler", "Adenauer", "Helmut Kohl", dafür aber fünf Treffer für "Gerhard Schröder". Wenn man nach "Franken" sucht, bekommt man als Treffer: Versicherungen.de, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Messe Frankfurt, Bayerische Staatsregierung und als Tüpfelchen auf dem "i" den American Football Verband Deutschland. Von wegen hier fände ich die Informationen, die ich suche ... Haben die Macher noch nie etwas von modernen Suchmaschinen gehört, von denen man bei Google und so Lizenzen erwerben kann?

hanf+natur bietet ab sofort Nudeln in drei Farben (rot, gelb und grün) in Form eine Hanfblattes an, hergestellt aus Hartweizengrieß, Hanfmehl und Tomate. Sämtliche Zutaten sind aus kontrolliert biologischem Anbau.

Die Warsteiner Brauerei setzt eine Kataloglösung von Wallmedien zur Optimierung Ihrer Beschaffungsprozesse ein. Warsteiner will damit einerseits den Einkauf von operativen Aufgaben entlasten, die Prozeß- und Lagerkosten senken und Durchlaufzeiten minimieren und andererseits den Einkauf auf strategische Aufgaben fokussieren. Die WARSTEINER-Gruppe hat das Warenwirtschaftssystem R/3 im Einsatz. Um eine nahtlose Anbindung der elektronischen Beschaffung zu erreichen, hat sich die Brauerei auch für die E-Procurement-Lösung der SAP AG entschieden, welche mit Unterstützung der KPMG implementiert wurde. Über die Kataloglösung catbuy werden die Mitarbeiter von WARSTEINER in Zukunft die für ihre Arbeit benötigten Güter auswählen und bestellen können. Das für diesen Prozess notwendige Lieferanten- und Produktdaten-Management wird ebenfalls von wallmedien unterstützt. Noch in diesem Jahr plant das WARSTEINER Projektteam, weitere Lieferanten und Warengruppen an das System anzubinden. Um den Integrationsgrad der Lösung voll auszuschöpfen, soll der Dokumentenaustausch mit den Lieferanten zunehmend elektronisch abgewickelt werden. Zum Produktivstart im Januar 2002 wurden 60 Mitarbeiter des Unternehmens aus dem Ressort Technik in das Projekt eingebunden. Schon jetzt kann Warsteiner Artikel von rund 140 Herstellern elektronisch beschaffen. Die Kataloglösung catbuy kommt dabei genau dort zum Einsatz, wo die Nachfrage entsteht; Beschaffungsanträge werden nicht mehr zentral im Einkauf abgewickelt, sondern direkt vom Bedarfsträger ausgeführt (Quelle: Pressemitteilung von Wallmedien vom 13. September 2002).

In den 60er Jahren versuchten sich amerikanische Bowlingbahnen neu zu positionieren. Weg von biertrinkenden Blaukitteln hin zu Kuchen essenden Familien. Der Film "Let's go bowling", herausgegeben 1955 von der Bowling Proprietors Association of America, zeigt die Kultur und Praxis des Bowlings in den 50ern. Der zweite Teil dieses Films. Der dritte Film, "The golden years", zeigt die Brunswick Bowling Centers als Prototyp des familiengerechten Bowlings.

Deutsche Websites zum Thema "Bowling":

Der Film Around the world in New York City (13 Minuten) zeigt Einwanderer und ethnische Communities in New York um 1940. Wen wundert es, daß In diesem multikulturellem Gebräu viele ethnische Gastroomie-Konzepte entstanden sind?

"Grassroots Marketing for the Restaurant Industry" von Adam Barringer ist ein kleines Taschenbuch über das sogenannte Graswurzel-Marketing", ein Marketing-Ansatz, der davon ausgeht, daß Kaufentscheidungen in großem Umfange von den Empfehlungen von Bekannten und Freunden beeinflußt werden, die wir als Experten anerkennen. "Graswurzel-Marketing" ist eine Strategie, diese Einfußreichen zu beeinfußen. Adam Barringer ist Autor, Dozent und Trainer. Er hat für gastronomische Unternehmen gearbeitet wie "The Crab House Seafood Restaurants", "The Melting Pot Restaurant Franchise" und "Outback Steakhouse". Er hat ein Marketing-Studium an der University of Central Florida abgeschlossen und an der Jones International University den Grad eines Masters in Business Administration erlangt und ist Gründer der Barringer Consulting Group. Vorträge über "Grassroots-Marketing for the Restaurant Industry" hat Adam Barringer bereits gehalten auf Veranstaltungen der Florida Restaurant Association und The American Culinary Federation. Die Website zum Buch.

In einem Artikel von Annalee Newitz über "TECHSPLOITATION: Public Domain" in AlterNet vom 16. September 2002 (via netbib), wird darauf hingewiesen, daß das Internet Archive an einem neuen Projekt arbeitet und bereits mehr als 9.000 "public domain books" (Bücher, bei denen die Autoren Nutzungsrechte freigegeben haben oder bei denen die urheberrechtliche Schutzfristen abgelaufen sind) online gestellt haben. Wenn man sich das etwas genauer anschaut, findet man nicht nur Texte, sondern auch Filme, Software und Audio-Dateien. Gefunden habe ich z.B.
  • einen 10minütigen Film über "Jobs in Food Service" aus dem Jahre 1946
  • einen zwölfminütigen Film des amerikanischen Gewerkschaftsbundes AFL-CIO über "Hotel and Restauration Workers". Gezeigt wird die Arbeit der Mitarbeiter eines großen Hotels am Beispiel der Vorbereitung und Durchführung eines Banketts, vom Einrichten der Tische bis zur Endreinigung.
  • eine Fernsehsendung (26 Minuten) des NetCafes aus dem Jahre 1998 über "Food Online", in der einige Websites, die Nahrungsmittel thematisieren, und ihre Macher vorgestellt werden

Montag, September 16, 2002

Das Deutsche Tiefkühlinstitut teilt mit, daß die Produktgruppe der Menüs, Zubereitungen, Eintöpfe und Suppen im Jahr 2001 in Deutschland zum Top-Sortiment des Tiefkühlkostangebotes zählte. Von Pfannengerichten, Kartoffel-Gratins und Co. seien im Vergleich zum Vorjahr 14,1 Prozent mehr verzehrt worden. Besonders beliebt waren dabei Produkte, die als Teil einer Hauptspeise dienen wie beispielsweise Hühnerfrikassee. Der Verbrauch dieser Zubereitungen erreichte ein Mengenplus von 16,8 Prozent. Tiefkühl-Menüs von Lasagne über Nasi-Goreng bis hin zu Paella legten mengenmäßig um 8,5 Prozent zu. Die Privathaushalte kauften 7,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor, die Küchen des Außer-Haus-Marktes sogar 22,1 Prozent mehr.

Von 1991 bis 2001 stieg der Verbrauch tiefgekühlter Brötchen, Torten und Kuchen und Co. in Deutschland um 315,6 Prozent auf 480.081 Tonnen. Insbesondere in den verschiedenen Bereichen des Außer-Haus-Marktes legte das Backwarensortiment mengenmäßig kräftig zu. Der Gesamtverbrauch kletterte im Jahr 2001 auf 310.450 Tonnen in Hotels, in der Gastronomie, in Betriebsrestaurant und in den sozialen Einrichtungen. Zehn Jahre zuvor waren es gerade einmal 40.259 Tonnen, die die Verwender in der Gemeinschaftsverpflegung abnahmen. Vor allem die tiefgekühlten Teige und Teiglinge, Baguettes und Brötchen hatten Hochkonjunktur. Vor zehn Jahren verzehrten die Bundesbürger davon insgesamt 21.276 Tonnen. 2001 waren es 329.317 Tonnen. Alleine knapp 80 Prozent gingen in die einzelnen Segmente des Außer-Haus-Marktes.

In der Stuttgarter Zeitung erzählt Adrienne Braun "Ein afrikanisches Ess--Abenteuer".

Getränke-Essmann bietet ein Online-Journal "Esspertise" mit einer Reihe von mehr oder weniger interessanter Artikel zu diversen Themen von "Wieviel Design braucht ein Restaurant?" bis zu "Betriebsprüfung". Es handelt sich dabei unter anderem um Pressemitteilungen von Fachverlagen und um Artikel aus Fachzeitschriften. In einer Reihe "Gastro-Porträts" werden Kunden vorgestellt. Die Website unterscheidet sich durch diesen Content positiv von den meist langweiligen Selbstdarstellungen anderer Getränkefachgroßhändler.

Ein neuer Artikel in "Esspertise" beleuchtet die Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit: "Die Zukunft des Handels – Teil VIII Mitarbeiter als Erfolgsfaktoren im Handel" von Prof. Dr. Bernhard Swoboda, Professur für Handel und Marketing, Universität Trier. Siehe dazu auch unseren Artikel über "Personalauswahl in der Gastronomie".

"Hotelfreecall" ist ein auf jeder Hotelinternetseite einsetzbarer Button, der durch einen Mausklick einen sofortigen, kostenlosen Rückruf ermöglicht. Klickt der Betrachter auf diesen Button, öffnet sich ein Fenster, in das der Interessent seine Telefonnummer eingibt. Nun werden Interessent und Hotel direkt telefonisch verbunden. Der HOTELfreecall-Button bietet den Besuchern von Hotelinternetseiten einen kostenlosen, schnellen, einfachen und persönlichen Kontakt zur Hotelrezeption. Dies ist besonders wichtig vor dem Hintergrund, dass ca. 80% aller Online-Buchungen über das Internet abgebrochen werden, weil kein persönlicher Kontakt zum Hotel zustande kommt. Für das Hotel fallen als Kosten eine einmalige Einrichtungsgebühr (für eine Erreichbarkeit nur in Deutschland von 120 Euro) zuzüglich einer monatlichen Grundgebühr (für eine Erreichbarkeit nur in Deutschland von 10 Euro) und Vermittlungspauschale je Telefonat (für eine Erreichbarkeit nur in Deutschland von 0,19 Euro je Minute) an. Für den Hotelsuchenden ist der Service kostenfrei. Der Service kann aus folgenden Ländern genutzt werden: Deutschland, Belgien, Niederlande, Dänemark, Nordirland, Frankreich, Norwegen, Großbritannien, Österreich, Irland, Schweden, Italien, Schweiz, Luxemburg, Spanien, USA und Kanada. Wegen der Zeitverschiebung kommt dieser Service nur für solche Hotels in Frage, die rund um die Uhr telefonisch erreichbar sind. Der HOTELfreecall-Button ist nicht für Mobiltelefone freigeschaltet. Mehr Informationen unter www.schaper-siedenburg.de/hotelfreecall/.

Andreas Dörr porträtiert im Reutlinger General-Anzeiger den Reutlinger Gustav Gräter und seine Erlebnisse als Koch in Vietnam, Texas, Venezuela und auf den Seychellen: "Manchmal fliegen nicht nur am Herd die Fetzen".

Im Oktober findet im bayerischen Landtag eine Anhörung zur Sperrstundenverordnung statt. Die Süddeutsche Zeitung sprach über einen Pilotversuch in München mit Andreas Ellmaier, dem Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes. Mehr zum Thema "Sperrstunden-Regelung".

Sonntag, September 15, 2002

Die Wiener Zeitung hat eine ganze Reihe von lesenswerten Artikeln zum Thema "Trinken" als sogenanntes "Lexikon" online gestellt, mit Beiträgen etwa über den

Der frühere Chefbarmixer des DDR-Interhotels "Stadt Halle", Willibald Rudka, weigerte sich für die Stasi zu spitzeln, mußte seinen Beruf als Barchef aufgeben und flüchtete mit der Familie auf einen einfachen Dorfgasthof nach Thüringen. "Genosse Barmixer" ist eine auch amüsante Lebensgeschichte eines DDR-Gastronomen.

Praktische Tipps, Hinweise, Leitfäden und Vorlagen für (potentielle) Betreiber von Internetcafés und anderen Internetzugangsorten bietet die Stiftung Digitale Chancen. Als Einstieg empfehle ich den Beitrag "Was muss ich wissen und vorher klären, um ein Internetcafe aufzubauen?" von Irene Dause und ergänzend "Internetcafés" von Abseits.de.

Mitunter schaffen es Beiträge von Abseits.de auch in Diplom-Arbeiten referenziert zu werden (von den Fällen, wo Inhalte geklaut werden, mal ganz abgesehen). Wenn man sich ab und zu anschaut, welche Seiten auf die eigene Site Links gesetzt haben, stößt man mitunter auf interessante Seiten. So hat Beatrix Angele im Studiengang Wirtschaftsrecht des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften an der Fachhochschule Mainz eine mit "sehr gut" benotete Diplom-Arbeit zum Thema "Rechtsfragen des unlauteren Wettbewerbs nach dem Wegfall von Zugabeverordnung und Rabattgesetz" vorgelegt und dankenswerterweise online gestellt, die auch für Nichtjuristen verständlich und besonders im 4. Kapitel interessant ist.

Die amerikanische Fachzeitschrift Restaurantbiz.com berichtet über eine aktuelle Verkaufsförderungsaktion des Nudelkette Macaroni Grill. Ungewöhnlich - für ein Schnellrestaurant - wird den Gästen angeboten, sich die Ingredenzien für Nudelgerichte selbst auszuwählen (sog. "Features Menu"): Sie können wählen aus einer vorgegebenen Liste von Teigwaren (Penne, Fettucini, Schmetterlingsnudeln oder Spaghetti), einer von acht Saucen (Sahne mit geröstetem Knoblauch, Bolognese, Tomaten-Basilikum, Alfredo, Aglio Oglio, Asiago Cream, Arrabiata, Tomaten-Sahne) und dazu bis zu drei Zutaten aus einer Liste von einem Dutzend (von geröstetem Knoblauch bis zu frischem Basilikum). Das ganze für 7,99 Dollar. Gegen einen Aufpreis von 2 Dollar sind Stücke von gegrilltem Huhn Scheiben italienischer Wurst, Buffalo-Mozzarella, Fleischbällchen oder italienischem Speck erhältlich, für einen Aufpreis von 3 Dollar gibt es Shrimps. Zudem wird eine Option auf Caesar Salad ($1.29) oder Gartensalat ($1.49) eingeräumt. "Pasta Your Way at Macaroni Grill".

Vor dem Hintergrund der Sozialhilfereform in den USA (also der Abschaffung der zeitlich unbefristeten Unterstützung) entschloß sich Barbara Ehrenreich herauszufinden, wie und ob man als ungelernte Arbeiterin überleben kann. Sie arbeitete als Bedienung in Florida, als Putzfrau und Kindermädchen in Maine und bei Wal-Mart in Minnesota. Trotz ihrer Ausbildung und guten Gesundheit, einem Auto und Ersparnissen für die ersten Monaten, mußte sie sieben Tag in der Woche arbeiten, um über die Runden zu kommen. Daß ihr Erlebnisbericht ein Bestseller wurde, liegt sicherlich an seiner Mischung aus Humor und Empörung aber auch an der Angst breiter Mittelschichten vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg. Es gibt zwar noch keine deutsche Übersetzung, aber bereits eine relativ preisgünstige englische Taschenbuchausgabe. Zur Sozialhilfereform in den USA und zu einer entsprechenden deutschen Diskussion, siehe "Die halbe Wahrheit" von Christian Tenbrock, in: Die Zeit Nr. 33/2001 und "Im Land der gnadenlosen Wohltäter" von Peter Müller, in: Die Zeit Nr. 36/2001. Weniger rührselig ist die Studie "Die Lage der arbeitenden Klasse in England" von Friedrich Engels, geschrieben Mitte November 1844 bis Mitte März 1845.

Historische Aufnahmen von Gaststätten und vielem mehr bietet das Bildarchiv der Kunst und Zeitgeschichte. Man kann nach Orten, Künstlern und Themen suchen oder auch per Volltextsuche. Eine Suche nach "Gaststätte" bringt z.B. 543 Fundstellen. Fotos von zeitgenössischen Eingängen von Läden im Prenzlauer Berg hat Sophie Teutsch online gestellt, z.B. von der Cafe- & Rumba(r) Yolanda. Aussenansichten von Restaurants in Tokyo zeigt die Tokyo Food Page.

Samstag, September 14, 2002

Der Österreichische Rundfunk berichtet über "Immer mehr Straußenzüchter im Burgenland".

Christian Kestel M.A., Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Bamberg, und Michael Wobring M.A., Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen arbeiten an einem Projekt "Unternehmensgeschichte zwischen Lokalgeschichte und Weltmarkt". Das Projekt behandelt die Geschichte der Bamberger Mälzerei Weyermann (gegr. 1879), des internationalen Branchenführers für die Produktion von Spezialmalzen. Die Untersuchung sieht dabei die Geschichte des Unternehmens im Kontext branchenspezifischer, betriebswirtschaftlicher sowie lokal-, regional- und allgemeingeschichtlicher Zusammenhänge. In Form eines Promotionsvorhabens werden unter den Fragen der Unternehmens- und Unternehmergeschichte beispielsweise die stufenweise Entwicklung und inzwischen weltweite Ausdehnung des Vertriebsnetzes, die Typisierung der Unternehmerpersönlichkeiten als auch die lokaltypische Architekturgeschichte des historischen Gebäudekomplexes besondere Beachtung erfahren. Die öffentliche Präsentation der Untersuchungsergebnisse soll im Jahr 2004 vor dem Hintergrund des 125. Firmenjubiläums erfolgen. Die Wissenschaftler freuen sich über Informationen oder Anregungen zur Vervollständigung des Projekts.

Am 5. September hat in Berlin die Unsicht-Bar eröffnet. Gemeinsame Betreiber sind der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e.V. (ABSV) und das Blindenhilfswerk Berlin. Im selben Haus wird es ab Oktober 2002 auch die erste Dunkelbühne überhaupt geben. Von der Hörbuch-Premiere über Musikdarbietungen bis zum Blind Date im Dunkeln. Auch im gleichnamigen Kölner Restaurant servieren blinde Kellner in absoluter Dunkelheit. Gäste sollen dadurch ein Gespür für die Schwierigkeiten blinder Mitbürger entwickeln aber auch sich voll auf ihre anderen Sinne konzentrieren können. Die Idee geht, so Christian Romanowskis Gourmet-Report, zurück auf den ARD-Fernsehkoch und Robinson-Gourmetchef Otto Koch.

Die Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter ist im Gastgewerbe recht schwierig. Ein paar erfolgreiche Beispiele:
  • Der Bamberger Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. betreibt sehr erfolgreich mit psychisch leicht Behinderten ein Tagescafé, die Villa Remeis. Dass die meisten Gäste davon nichts mitbekommen, spricht nicht nur für die Qualität der Arbeit der dort tätigen hauptamtlichen Betreuer, sondern ist zugleich auch eine dezente Kritik an der Arbeitsweise der nicht behinderten Mitarbeiter in der normalen Gastornomie. Es handelt sich bei diesem Café aber um kein kommerzeiles Projekt, unter anderem wird das Objekt von der Stadt Bamberg zu einem symbolischen Preis verpachtet.
  • Der Landesverband Niedersachsen des Sozialverbandes Deutschland beschäftigt in Erholungszentren in Bad Beyensen und Bad Sachsa sowie im Kurpark-Hotel in Bad Sachsa Menschen mit Behinderungen. In den beiden Erholungszentren sind zum Besipiel Rollstuhlfahrer an der Rezeption eingesetzt und in der Wäscherei des Kurpark-Hotels ist ein gehörloser Mensch beschäftigt, hat uns der Sozialverband mitgeteilt. Der Einsatz dieser Mitarbeiter sei bei barrierefreier Gestaltung bzw. der Versorgung mit technischen Hilfsmiteln vollkommen unkompliziert.
  • In Berufsbildungswerken in Bremen und Stendal werden junge Menschen mit Behinderungen im Gastronomie- und Hotelgewerbe ausgebildet. Es bestehen, nach Mitteilung des Landesverbandes Niedersachsen, nach Beendigung der Ausbildung gute Chancen auf einen Arbeitsplatz.
  • Die Panini Gemeinnützige GmbH ist eine Selbsthilfefirma, betreibt zwei Kantinen und zwei Kioske in Nürnberg und arbeitet ausschließlich mit Schwerstbehinderten.

Englischsprachige Beschreibungen von Restaurants in aller Welt sowie Bewertungen von Usern sammelt Fodors.com, z.B. von Dresden.

Die ÖGZ berichtet über einen starken Anstieg der Besucherzahlen aus Großbritannien in den österreichischen Regionen Salzburg, Steiermark und Kärnten, seitdem die irische Billigfluglinie Ryanair Salzburg, Graz und Klagenfurt anfliegt. Besonders erfreulich sei, daß diese neue Zielgruppe mehr ausgebe als Autotouristen und in Monaten geringerer Nachfrage Österreich besuche: "Drei Bundesländer im siebten Himmel".

Die Bedeutung des Internets für das Marketing gastronomischer Betriebe nicht nur dieser österreichischen Regionen dürfte zunehmen. Reisende User erwarten:
  • aktuelle, konkrete Informationen,
  • Buchungsmöglichkeiten,
  • Möglichkeiten zur persönlichen Kommunikation, um offene Fragen klären zu können (etwa Telefon, Tax, E-Mail, Chat, Call-Me-Back-Funktion, Messenger),
  • weiterführende Informationen, bei Hotels etwa über die Region oder die Stadt, die es erlauben, ausgehend von der gefundenen Website eine Reise möglichst komplett zu organisieren.
Und das alles auch in englischer Sprache. Siehe dazu auch Zielgruppe Reisende.

Freitag, September 13, 2002

Das Münchener Oktoberfest heißt Oktoberfest, weil es erstmals am 12. Oktober 1810 gefeiert wurde. Später wurde es wegen des großen Erfolges verlängert, indem man den Beginn vorverlegte (siehe: Geschichte des Oktoberfests, in: deutsche-heimat.com). In diesem Jahr sorgt das Internet zweifach für Aufregung und lenkt damit etwas von den Bierpreisen ab. Erstmals gibt es in diesem Jahr eine Internet-Tauschbörse für Biermarken. Und dann hat es jemand gewagt, Tisch-Reservierungen schwarz über eBay zu versteigern.

Pencom Deutschland veranstaltet vom 18. bis 21. Oktober eine Trendreise nach Istanbul. Peter Haefner von Pencom Deutschland schreibt uns dazu: "Wir geben selbstverständlich Ihren Lesern auch diesen AHGZ-Abonennten Preisvorteil von 200,- Euro pro Person im DZ.". Geben Sie bitte bei der Anmeldung an, daß Sie Abonnent unseres Gastronomie Newsletters sind. Falls Sie noch kein Abonnent sind, melden Sie sich bitte zuvor an. Der Bezug ist kostenlos.

Am 2.Oktober wird das 10. Outlet von Bolero eröffnet und zwar im Philosophenweg 31-33 in Duisburg. Das Konzept entstand 1990 in Hamburg. In Abgrenzung zu Tex-Mex-Wettbewerbern wurde das Speisensortiment um italienische Gerichte erweitert. Kern des Getränkekonzepts sind Cocktails. Das architektonische Design stammt von Andras Koos und vermeidet den überladenen Folklore-Stil anderer Tex-Mex-Konzepte. Stattdessen wurden Stilelemente entwickelt, die in allen Läden verwendet werden, so Wandlampen, die ein sehr weiches indirektes, sternförmigen Licht werfen und eine u-förmige, die Kommunikation zwischen den Gästen fördernde Theke. Dahinter steckt die Gastro Consulting Company, Hamburg, das sind Christoph Strenger und Roland Koch.

OntheRail bietet eine graphisch aufwendig gestaltete, amüsante und lehrreiche Animation, genannt "Manager's Survival Skills" (Fähigkeiten, mit denen Manager überleben können). Für drei kritische Alltagssitatuationen eines Restaurants, etwa einer Überbuchung, werden Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen und die Auswirkungen der gewählten Entscheidung beschrieben. Richtige Entscheidungen bekommen Punkte. Man kann bis zu 15 Punkte gewinnen. Dieses kleine "Online-Spiel" eignet sich auch gut zur Zwischendurch-Schulung oder als Test der Kundenorientierung von Mitarbeitern (und ihrer Englischkenntnisse!). Mehr über OntheRail.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im August 2002 gegenüber August 2001 um 1,1 % gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat sank der Index um 0,1 %. Im Juni und Juli 2002 hatten die Jahresteuerungsraten 0,8 % bzw. 1,0 % betragen. Die rückläufige Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln hält weiter an. Die Lebensmittelpreise ermäßigten sich sowohl im Jahresvergleich (– 0,5 %) als auch im Vormonatsvergleich (– 0,8 %). Insbesondere Obst (– 2,5 %) und Gemüse (– 4,6 %) sind günstiger als im August 2001. Nach wie vor preistreibend wirkten dagegen Fische und Fischwaren (+ 4,2 % im Vorjahresvergleich) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 2,5 %). Überdurchschnittlich hohe Jahresteuerungsraten weisen nach wie vor Dienstleistungen auf. Spürbar stiegen die Preise für Bankdienstleistungen (+ 8,6 %) und für Reparaturdienstleistungen (z.B. Schuhreparatur + 5,2 %, Reparatur von Fernsehern, Kameras, Personalcomputern u.ä. + 5,1 %). Auch Kulturdienstleistungen, wie Theaterbesuche (+ 4,7 %) oder Opern-Abonnements (+ 3,9 %), konnte man im Vorjahr für weniger Geld in Anspruch nehmen. Beherbergungs- und Gast- stättendienstleistungen verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr nur um 3,5% und sanken im Vergleich zum Vormonat sogar um 0,3%.

Lothar Leonhard, Präsident des Gesamtverbandes Kommunikationsagenturen (GWA), überreicht heute in Düsseldorf auf Einladung von Reader's Digest Deutschland die Pegasus Awards für höchstes Konsumentenvertrauen. Reader's Digest hat die größte Verbraucherstudie Europas durchgeführt. Dabei wurden 37.850 Leser des Magazins in 18 europäischen Ländern befragt, davon 5.045 Leser in Deutschland. Die Ergebnisse wurden repräsentativ zur jeweiligen Altersstruktur der Bevölkerung ermittelt. In den Produktkategorien, die für das Gastgewerbe relevant sind, wurden folgende Marken ausgezeichnet:
  • Erfrischungsgetränke: Coca Cola
  • Kaffee/Tee: Jacobs
  • Nahrungsmittel: Maggi
  • Sekt: Rotkäppchen
  • Spirituosen: Asbach
  • Süßigkeiten: Milka
Ermittelt wurde die "ungestützte Erinnerung". Eine überragende Bedeutung bei der Überzeugung zum Kauf kommt den Empfehlungen von Freunden und Bekannten zu: Was Konsumenten zum Kauf überzeugt. Einzelergebnisse der Studie European Trusted Brands unter: www.trustedbrands.de.