Gastgewerbe Gedankensplitter



Donnerstag, Oktober 31, 2002

"The Hidden Costs of a Hotel Room", von Joe Sharkey, in: The New York Times vom 29. Oktober 2002. Über zu hohe Minibar-Preise, Telefonkosten und andere Ärgernisse für Hotelgäste.

"Many Hotels Are Turning to Fancy Spa Services to Stand Out" von Abby Ellin, in: The New York Times vom 29. Oktober 2002.

Die New York Times hat ihre touristischen Artikel sowie ein Archiv älter Artikel zurück bis 1996 online gestellt. Eine kostenlose Registrierung ist erforderlich, wenn man sich die per Suchformular gefundenen Artikel anschauen möchte.

Trotz des generell rückläufigen Bierkonsums sind Gaststätten, die Bierspezialitäten bzw. ein breites Sortiment an Biersorten anbieten, durchaus erfolgreich. Einige Brauereien haben begonnen, diesen Trend zu unterstützen:
  • Die Bayreuther Brauerei Maisel bietet ihr relaunchtes Dampfbier exclusiv in der Gastronomie an, d.h. im Faß.
  • Nach dem Erfolg des Reininghaus Jahrgangspils 2001, das die BrauUnion im Frühjahr vorgestellt hat, ist nun der nächste Jahrgang abgefüllt: Am 13. November soll das Jahrgangspils mit dem im Sommer 2002 in Leutschach geernteten Hopfen vorgestellt werden. Dann soll auch die Internetsite Jahrgangspils.at aktiviert werden. (Quelle: Newsletter der Kampagne für Gutes Bier vom 31. Oktober 2002).
  • Einige Weissbierbrauereien bieten Saisonbiere an, z.B. Winterweizen von Erdinger, Maisel, Kapuziner. Die Alte Klosterbrauerei Vierzehnheiligen Lichtenfels bietet nur im Sommer ein "Erntebier" an (ein Dreikornbier), genauso wie die Brauerei Hartmann in Würgau einen "Felsenkeller" (mit einem Hauch von Whiskymalz) .
  • Die Schneider Weissbierbrauerei bietet ab kommendem Jahr ihren Aventis Eisbock Weizenbier auch in Deutschland an (ich bettele schon seit Jahren darum, weil ich nicht einsehe, daß es solche Spezialitäten von deutschen Brauereien nur in den USA gibt).
  • Auch bei den traditionell im Frühjahr und im Herbst nur begrenzte Zeit angebotenen Bockbieren, deren saisonale Exklusivität durch ein ganzjähriges Angebot teilweise vernichtet worden ist, sollten sich die Brauereien darauf besinnen, daß eine begrenzte Verfügbarkeit einem guten Image durchaus förderlich sein kann.

Mittwoch, Oktober 30, 2002

"Junger Wiener" ist eine neue Marke für Jungwein aus der Weinbauregion Wien. Wiener Qualitätswein soll verstärkt in Wiener Gastronomiebetrieben angeboten werden. Mit dem neuen Namen wird nicht nur eine griffige Marke geschaffen und auch beworben, sondern ausgewählte Gastronomiebetriebe sind von Anfang an in die Initiative eingebunden. Wien ist die einzige Hauptstadt der Welt mit einem ökonomisch bedeutendem Weinbau. Auf 670 Hektor vorwiegend mit Schiefer-, Schotter-, Lehm- und Lößböden gedeihen hauptsächlich Grüner Veltliner, Weißburgunder, Chardonnay, Riesling, Traminer - Zweigelt, Blauer Portugieser, Cabernet Sauvignon. (Quelle: austrian-wines.com).

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im August 2002 nominal (in jeweiligen Preisen) 5,8 % und real (in konstanten Preisen) 8,9 % weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat um. Damit erzielte das Gastgewebe seit Januar 2002 in jedem Monat nominal und real niedrigere Umsätze als im entsprechenden Vorjahresmonat. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Vergleich zum Juli 2002 nominal 1,7 % und real 2,1 % weniger abgesetzt. In den ersten acht Monaten des Jahres lag der Umsatzrückgang im Gastgewerbe zum Vorjahreszeitraum insgesamt bei nominal 3,1 % und real 6,5 %. In allen drei Branchen des Gastgewerbes gingen die Umsätze sowohl nominal als auch real gegenüber dem August 2001 zurück: Im Beherbergungsgewerbe (nominal – 3,2 %, real – 6,4 % ), im Gaststättengewerbe (nominal – 6,6 %, real – 9,9 %), und bei den Kantinen und Caterern, dazu gehören auch die Lieferanten der Fluggesellschaften (nominal – 11,6 %, real – 14,2 %).

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im dritten Quartal 2002 in Deutschland 29,6 Mill. Hektoliter (hl) Bier abgesetzt, das waren 0,2 Mill. hl oder 0,5 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier. Biermischungen (z.B. Radler) waren im Berichtszeitraum mit 1,0 Mill. hl am gesamten Bierabsatz beteiligt (Anteil 3,5 %) und erzielten ein Plus von 27,6 % gegenüber dem dritten Quartal 2001. 89 % des gesamten Bierabsatzes im dritten Quartal 2002 waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert (26,4 Mill. hl, + 0,9 %). Der steuerfreie Absatz betrug 3,2 Mill. hl Bier (– 2,7 %): 2,3 Mill. hl (– 9,0 %) gingen in die EU-Länder, 0,8 Mill. hl (+ 20,8 %) in Drittländer und als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien wurden 57 500 hl (– 3,2 %) unentgeltlich abgegeben.

Mit einer Gesamtauflage von mehr als 5 Millionen Büchern ist die Küchenchefin, Autorin und Illustratorin Mollie Katzen eine der meist gekauften Kochbuchautoren aller Zeiten. Vom angesehenen Health Magazine wurde sie als eine der fünf Frauen bezeichnet, welche die Art und Weise unserer (bzw. der amerikanischen) Ernährung verändert haben. Sie ist Preisrichterin beim James Beard Cookbook Award. Kürzlich wurde sie von der NASFT International Gourmet Retailer Association als deren Master Chef (Meister-Küchenchef) auserkoren. Geboren wurde Mollie Katzen in Rochester, New York, Mollie Katzen, studierte an der Eastman School of Music, Cornell University, und am San Francisco Art Institute, wo sie einen Abschluß als Bachelor of Fine Arts erreichte. Ihr erstes Kochbuch ("Moosewood Cookbook"), 1972 veröffentlicht, wurde mehrmals neu aufgelegt. Markus Stolpmann hat ihr neuestes Werk besprochen: "Mollie Katzen's Sunlight Cafe - Breakfast served all day". Weitere Kochbücher von Mollie Katzen: "The New Moosewood Cookbook" und "Still Life With Menu Cookbook". Bereits 1990 ist "Das grosse Buch der vegetarischen Küche" auf deutsch erschienen, aber leider nicht mehr lieferbar. Wieso es ihre Bücher nicht auf deutsch gibt, frage ich mich - und mitlesende Lektoren.

Können Kinder im Alter von 10-12 Jahren für gesunde Ernährung in einer intakten Umwelt sensibiliert werden? Wie kann man Jugendliche für gastgewerbliche Berufe interessieren? Bereits 1989 bis 1992 ist aus einer Aktion des "Ferienprogramm Bartholomä“ die Idee eines "Miniköcheclubs" geboren worden. Knapp drei Jahre lang kamen die Kinder einmal im Monat in diesen ersten “Miniköcheclub“. Die Strukturen in dem darauffolgenden "2. Ostalb-Miniköcheclub" von 1998 bis 2001 wurden von dem Initiator Jürgen Mädger ähnlich aufgebaut. Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren sollen für das Thema / die Themen Gesundheit, durch richtige Ernährung in einer intakten Umwelt sensibilisiert werden. Hierzu gehört insbesondere neben der systematischen Berücksichtigung des Umweltschutzes auch regionales Bewusstsein. Die Kinder werden spielerisch nicht nur mit Themen, sondern auch mit der Bedeutung einer beruflichen Ausbildung am Beispiel gastgewerblicher Berufe konfrontiert. Durch ein Zertifikat der Industrie- und Handelskammer haben die Jugendlichen dann bei einer künftigen Bewerbung für eine Ausbildungsstelle Vorteile. Zum Schluss waren es 36 Kinder, die an den monatlichen Treffen in dem Hotelbetrieb von 1998 bis 2000 teilgenommen haben. Nähere Infos zu diesem aktuellen Europaprojekt findet sich unter www.minikoeche.de. Die Voraussetzungen für gastronomische Betriebe, die teilnehmen wollen. Eine Darstellung des Projektes für Kinder.

Viele Hotelliers und Gastronomen zögern zu Unrecht, Links zu anderen Websites einzubauen, weil sie befürchten, dadurch Besucher zu verlieren. Wir setzen auf Abseits.de sogar Links zu Wettbewerbern.Warum wir das machen. Neben den dort angeführten Gründen gibt es noch einen Grund, den ich nur unter vier Augen verrate: unsere Seiten werden auch gefunden, wenn nach Wettbewerbern gesucht wird, z.B. wenn man bei Google nach "Brasserie Bamberg" sucht.

Copyright: Café Lucas, NürnbergMan sollte es seinen Gästen möglichst einfach machen, an das aktuelle Essensangebot, etwa eine wöchentlich wechselnde Karte, zu kommen. Das Nürnberger Café Lucas bietet auf seiner Website geradeheraus vier Möglichkeiten an: Man kann sich in einen eMail-Verteiler eintragen, die Karte per Fax zusenden lassen, auf der Website nachschauen (besser wäre noch eine spezielle URL als Bookmark herausstellen, damit man sofort die Karte im Blick hat) oder am Wochenanfang vor Ort eine Karte mitnehmen (besser wäre es, die Karte bereits am Ende der vorherigen Woche bereit stellen, doch das schaffen wir auch nur selten).

Auch die Website des dazugehörenden Hotels Lucas stellt gleich auf der Startseite einen wesentlichen Grund heraus, gerade dieses Hotel zu buchen: die Anzahl der Sterne zur Orientierung für das Qualitäts- und Preisniveau und die zentrale Lage. Anders als bei vielen anderen Gastgewerbe-Sites finden sich bereits auf der Startseite Links zu den für die auswärtigen Hotelgäste interessanten Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen. Noch besser wäre vielleicht ein Service, Eintrittskarten zu besorgen (wie ihn etwa in Dresden die City-Herberge bietet) oder einen Link auf einen Online-Ticket-Service.

Manchmal machen Hotelbars und -restaurants die wenigen Gäste und auch die Betreiber in Depressionen. Beim Lucas ist das anders. Hier wurde, wegen der guten Resonanz des 1998 aus dem Traditionslokal Kronfleischkühe entstandenen Café Lucas mit einer der schönsten und angesagtesten Sonnenterrassen Nürnbergs, eine angrenzende, ehemalige "Pension Ruder“ in ein Drei-Sterne-Hotel umgebaut, mit allem Komfort, den anspruchsvolle Gäste in einem modernen City-Hotel zu schätzen wissen: Elf geräumige Zimmer sind ausgestattet mit Bad/WC/Dusche, Farbfernseher, Anschlüsse für PC/Laptop, teilweise Balkon, teilweise separatem Vorraum und natürlich Telefon. Die Internetanschlüsse werden auch gerne von Messebesuchern benutzt; man ist in zehn Minuten per U-Bahn auf dem Messegelände oder am Flughafen. Die U-Bahn ist um die Ecke. Wer dennoch nicht auf das Auto verzichten will, kann in den umliegenden Parkhäusern sicher parken.

"Ach, der Jamie Oliver hat ja soo recht". Florian Holzer polemisiert gegen Jamie Oliver in der Wiener Tageszeitung "Der Standard" vom 29. Oktober 2002. Mehr über Jamie Oliver und andere Spitzenköche.

Der ORF meldet heute, daß 480 österreichische Wirte von zwei Deutschen um insgesamt 220.000 Euro betrogen worden seien. Die beiden Deutschen hätten falsche Inserate in Hochglanzprospekten verkauft, die angeblich in einer Auflage von 300.000 Exemplaren in Deutschland, Österreich und Ungarn verteilt werden sollten, jedoch nach den Ermittlungen der Tamsweger Gendarmie nicht gedruckt worden sind (via Karina Matejcek).

Von der Insel Mainau wird mir ergänzend zu meiner Notiz von gestern, mitgeteilt, daß für das Jahr 2003 im Segment Busreisegruppen die Gruppengröße, ab welcher in der Gastronomie mit einem einheitlichen Menü reserviert werden kann, auf 8 Personen abgesenkt wird! Bereits heute ißt der Busfahrer ab 8 Personen mit reserviertem Essen gratis, bekommt ein Getränk und eine Tasse Kaffee. Doch nicht genug: Pro 20 Vollzahler bekommt das Busunternehmen auch noch einen Freiplatz geschenkt.

Dienstag, Oktober 29, 2002

Bereits im Frühjahr hat der Teehersteller Teekanne auf der Intergastra in Stuttgart und der Internorga in Hamburg eine mobile Teestation in edlem Design vorgestellt. Die rollende Teebar eignet sich hervorragend für große Hotels mit Tagungen und Konferenzen. Hergestellt ist sie aus hochwertigen, langlebigen Materialien. Die sogenannte "Tea-Lounge" ist unter anderem ausgestattet mit einer modernen Abga-bestation für kochendes Teewasser, einer Abtropfschale in Edelstahlverkleidung sowie gut bedienbaren Portionsspendern. Zudem besitzt die rollende Teebar einen verglasten Schrank, der ausreichend Platz für frisches Geschirr bietet. Mehrere Ablageflächen an den Seiten bieten Raum für weitere Utensilien. Auf der Salzburger Messe "Alles für den Gast" vom 9. bis 13. November 2002 präsentiert Teekanne nun eine modulare Tee-Bar für das Frühstücksbüffet, die individuell zusammengestellt werden kann. Sie ist geeignet für das gesamte Pompadour-Sortiment (Tee-Butler, Portionen und offene Tees).

Die Gastronomie der Bodensee-Insel Mainau bietet regelmäßig Kochseminare an, etwa am 6. und 7. November 2002: "Fischgerichte mit leichten Saucen und frischen Kräutern" und am Wildseminar am 12. und 13. November 2002. Seminar und Menü kosten jeweils 51 Euro, zusammen 92 Euro. In diesem Menüpreis sind Getränke (Wein und Mineralwasser zu jedem Gang) und Kaffee eingeschlossen. Anmeldung bis 30. Oktober 2002 bzw. bis 5. November 2002 unter Telefon +49(0)7531-303-156.

1974 haben Gräfin Sonja Bernadotte und Graf Lennart Bernadotte die gesamte Mainau in eine Stiftung eingebracht. Die Stiftung ist Garant dafür, daß die “Institution Mainau" nicht den Unwägbarkeiten des Erbgangs zum Opfer fällt, sondern auch nachfolgenden Generationen als historischer Park, Ausflugsziel und Kulturstätte erhalten bleibt. Die Firmenbezeichnung lautet heute: Mainau GmbH. 99% des Stammkapitals sind im Besitz der Stiftung, ein Prozent bleibt im Besitz der Familie Bernadotte in Form der Gräfin Sonja Bernadotte GmbH. Die Ausschüttungen der Mainau GmbH an die Stiftung bilden die finanzielle Grundlage für die Erfüllung der Stiftungsziele, darunter die Förderung der Wissenschaften, der Landespflege, des Umweltschutzes, des Denkmalschutzes und der Heimatpflege. Die Mainau GmbH beschäftigt in allen Betriebsteilen ganzjährig 220 und von April bis September über 400 Mitarbeiter.

Da auch wir Busreisegruppen bewirten, ist mir aufgefallen, daß die Konditionen für Busfahrer günstiger sind als - meines Wissens - allgemein üblich. Bereits ab einer Gruppengröße von 15 ißt der Fahrer umsonst. Und bei Gruppen ab 8 Personen, welche die Insel besuchen, d.h. Eintritt bezahlen, hat der Fahrer nicht nur freien Eintritt, sondern bekommt auch noch einen Gutschein im Wert von 11,00 Euro für Speisen und Getränke.

In der Printausgabe November 2002 der Fachzeitschrift Fizzz schreibt Olaf Deininger über "Direktmarketing". In seinem lesenswerten Artikel hat Olaf Deininger viele praktische Beispiele und Erfahrungen von Gastroomen, die Direktmarketing bereits einsetzen, verarbeitet. Checklisten für die einzelnen Phasen - Konzeptentwicklung, Adressakquikse und Datenbankaufbau, Erstellen von Mailiings und Rücklaufkontrolle und Pflege - erleichtern die Umsetzung auch in kleinen Unternehmen. Fizzz jetzt abonnieren!

Unser Beitrag über "Website-Promotion" wurde von Web Marketing Index empfohlen. Der Web Marketing Index verlinkt nur herausragende Unternehmen, Artikel und Produkte im Bereich Internet Marketing.

Leiter der von Bundeskanzler Gerhard Schröder angekündigten Gesundheitsreformkommission soll nach einer Meldung der Welt der Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt, werden. Als Maschinenschlosser ist er geradezu prädestiniert, gesundheitspolitische Fragen zu erörtern. Oder soll er als Aufsichtsratsmitglied der Bayer AG die Interessen der pharmazeutischen Industrie wahren? Das ist ja fast so als hätte Innozenz III. den Beelzebub mit der Inquisition beaufragt.

Eine ultimative Anmerkung zur Absicht der Bundesregierung, die Steuerpflicht für Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren und nicht selbst genutzten Grundstücken zu erweitern (Spekulationsteuer) und Kapitalerträge durch Kontrollmitteilungen besser zu erfassen.

Montag, Oktober 28, 2002

Die im Koalitionsvertrag auch mit der Unterschrift des Bundeskanzlers verbindlich vereinbarten Vorhaben der Bundesregierung in der begonnenen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages kann ich gar nicht so schnell kritisieren, wie sie von den Vertragspartnern vom Tisch gefegt werden. Siehe dazu etwa im Spiegel "Rot-Grüner Sparkurs: Schröder hilft der Kultur". Die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Mehrwertsteuerbefreiung für Flüge in andere EU-Länder ist von SPD-Generalsekretär Olaf Scholz am Wochenende beiläufig in einem Interview der Welt am Sonntag fallen gelassen worden. Sie soll nach dem von den Hamburger Wählern im September 2001 aus dem Amt gejagten ehemaligen Hamburger Innensenator jetzt nur für die Teilstrecke über deutschem Boden gelten. Auch diese spontan geborene - oder sagen wir besser: ins Unreine gesprochene - Idee ist unausgegoren. Man braucht sich nur mal zwei Fälle anzuschauen, in denen ein Flugzeug, sagen wir mal, von New York nach Rom fliegt. Im ersten Fall macht es einen Zwischenstopp z.B. in Frankfurt am Main, im zweiten Fall fliegt es nonstop durch den deutschen Luftraum. Wer ist in den beiden Fällen in welcher Höhe mehrwertsteuerpflichtig? Und wie soll sie erhoben werden, wenn der Unternehmer, der diese Leistung erbringt, keine steuerliche Vertretung in Deutschland hat? Und macht es einen Unterschied, ob der Leistungsempfänger (Fluggast) in Frankfurt am Main das Flugzeug wechselt?

Sonntag, Oktober 27, 2002

"Absoluter Tiefstand. Handwerk, Handel und Gastronomie klagen über Verluste" in Bayern, in: Süddeutsche Zeitung vom 26.Oktober 2002. Oberbayern sei weniger betroffen als Mittel- und Unterfranken.

"Sterne-Gastronomie steckt in der Krise" von Deborah Knür, in: Die Welt vom 27. Oktober 2002. Ob die Kassenglocken im Weihnachtsgeschäft süßer klingen werden?

Die Burkhardt Fruchtsaft GmbH hat einen Gemüsesaft in der 0,5 Liter-Flasche neu im Angebot. Zutaten sind Tomatensaft, Möhrensaft, Selleriesaft, Gurkensaft, Sauerkrautsaft, Rote Beete-Saft, Zwiebelsaft, Paprikamark, Zitronensaft-Konzentrat, Meersalz und Gewürzextrakte.

Von der Bavaria Waldfrucht GmbH gibt es neue Fruchtglühweine der Sorten Apfel-Amaretto-Glühwein, Kirsch-Glühwein, Schlehen-Glühwein und Heidelbeer-Glühwein in Literflaschen.

Von Bayla Fruchtsäfte gibt es eine neue Serie Bayla - biotic mit dem prebiotischen Ballaststoff Inulin. Inulin besteht aus einem Gemisch verschiedener Fruktose-Ketten bis zu einer Länge von 60 Fruktoseeinheiten. Inulin kommt als Reservepolysaccharid in über 36000 Pflanzen vor, von denen der Mensch einige in seiner Nahrungskette nutzt: (Pflanze - Gehalt an Inulin und Oligofruktose) Chicorée 15 - 20%, Knoblauch 9 - 16 %, Weizen 1- 4%, Topinambur 16- 20%, Porree 3 - 10%, Roggen 0,5 - 1%, Spargel 1 - 30%, Zwiebel 2 - 6%, Bananen 0,3 - 0,7%. Inulin ist z.B. in beträchtlichen Mengen in der Chicoréewurzel und in Topinambur enthalten. Inulin wird wie andere unverdaubare Kohlenhydrate von der Dickdarmflora fermentativ abgebaut. Der entscheidende Vorzug dabei ist jedoch, dass gegenüber anderen Ballaststoffen, die gesundheitsfördernden Bifidobakterien Inulin bevorzugt als Nährsubstanz nutzen. Dadurch kommt zum Nutzen eines Ballaststoffes noch die Stimulation der Vermehrung dieser gesundheitlich positiv wirksamen Bakterien hinzu. Dieser an sich alleine schon günstige Effekt wird noch verstärkt durch die gleichzeitige Unterdrückung unerwünschter Dickdarmbakterien. Neueste Erkenntnisse zur Dosierung von Inulin* zeigen, dass die regelmäßige Zufuhr von täglich 4 - 5 g bereits zu optimalen Ergebnissen führt. Bayla biotic gibt es in den Sorten Akiba, Okate und Peach.

Die alle zwei Jahre stattfindende 22. HOGA Nürnberg, Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, findet vom 23. bis 26. Februar 2003 statt. Die Veranstalter rechnen mit rund 500 Ausstellern aus den Bereichen Großküchentechnik, Nahrungs- und Genussmittel, Einrichtungen und Ausstattungen sowie Organisation, Dienstleistungen und Datenverarbeitung. Die Akzente setzen im HOGA-Forum traditionell die Sonderschauen und Wettbewerbe. Dazu zählen die Internationale Kochkunstschau, der Kochwettbewerb um die "HOGA-Trophy", die Sonderpräsentation "Der gedeckte Tisch - Trend und Tradition", an dem sich regelmäßig führende Gastronomiebetriebe aus Bayern beteiligen, sowie der Jugendwettbewerb der Bayerischen Berufsschulen mit gläserner Schauküche und Restaurant.

Wer sich die Website des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes durchliest, erfährt zwar, daß dieser Verband als alleiniger Berufs- und Wirtschaftsverband das bayerische Gastgewerbe vertritt und Zahlen zum bayerischen Gastgewerbe (42.000 Betriebe, 324.000 Erwerbstätige, 13.000 Ausbildungsplätze und 12 Milliarden Euro Umsatz), aber nicht, wieviele Betriebe Mitglieder im Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband sind. Die bayerische Ausgabe der BHG-Mitgliederzeitschrift "Gastgewerbe-Magazin" hat zur Zeit eine Auflage von 16.000 Exemplaren (Mediendaten des Gastgewerbe-Magazins). Wenn man mangels einer Information, wie groß der Organisationsgrad dieses Arbeitgeberverbandes in Bayern ist, die Auflage dieser Mitgliederzeitschrift durch die Zahl der Betriebe insgesamt teilt, kommt man auf 38%. Diese Zahl ist sicherlich nicht hundertprozentig korrekt, da Mitglieder auch mehrere Betriebe besitzen und vielleicht auch nicht die gesamte Auflage ausschließlich an Mitglieder verteilt wird, aber sie liefert einen ersten Anhaltspunkt. Warum ist der Organisationsgrad wichtig? Es geht unter anderem um die Frage, ob ein solcher Verband, der meiner Schätzung nach nur eine Minderheit der Unternehmen im bayerischen Gastgewerbe vertritt, per Tarifvertrag der Mehrheit vorschreiben darf, mit welcher Pensionskasse sie die Riester-Rente abwickelt. Ist die Hogarente wirklich der Weisheit letzter Schluß? Warum sollen Unternehmen, vor allem, wenn sie nicht Mitglied der DEHOGA sind, nicht Angebote mit beserer Rendite auswählen können? Ob diese Fragen auf der Landesdelegierten-Versammlung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Mitte November in Bamberg auch diskutiert werden?

Samstag, Oktober 26, 2002

Die auf die Planung und Umsetzung von below the line Maßnahmen im Bereich der Trend- und Szenegastronomie spezialisierte Agentur Workx & Art Eventmarketing GmbH bietet eine Diplom-Arbeit von Katrin März, die am am Institut für Marketing und Kommunikation in Wiesbaden erstellt wurde, zum Kauf an. Thema ist die "Marken-Kommunikation am Point of Interest (POI) am Beispiel der Trend- und Szenegastronomie".

Welches Bier paßt zu welchem Essen? Eine Antwort gibt der Deutsche Brauerbund.

Die Brauerei Veltins hat für ihre Marke Veltins V+ eine einge Website veltins-vplus.de online gestellt, die auf eine junge Zielgruppe fokussiert. Zu einer Übersicht weiterer Biermixgetränke.

"Der Pleite keine Chance. Die 15- Schritte-Analyse für den Gastgewerbe-Betrieb" von Andreas Schreiner. Dieses Buch aus der Verlagsanstalt Handwerk stellt Ihr Unternehmen in 15 Schritten auf den Prüfstand. Ermitteln Sie anhand Ihrer betrieblichen Zahlen und Kennziffern systematisch Rentabilität und Effizienz, Liquidität und Vermögensstatus Ihres Unternehmens. Das Buch enthält praktische Tipps, konkrete Beispiele, Branchenvergleichswerte, Informationen zu Hilfs- und Bürgschaftsprogrammen, Arbeitsbögen zur Auswertung eigener Betriebszahlen und Excel-Tabellen auf CD-ROM. Der Autor Andreas Schreiner ist Mitglied im Förderkreis Gastgewerbe des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes und Bankenexperte der Tietz und Schreiner Unternehmensberatung GmbH.

Die Tietz und Schreiner Unternehmensberatung GmbH ist auch Online-Berater des Projektes www.aus-fehlern-lernen.info des Bundesministeriums für Wirtschaft. Seit März 2002 werden dort auf drängende Fragen der Nutzer zu den Themen Krisenmanagement, Controlling, Personal, Finanzierung, Schuldnerberatung und Sozialversicherung von ausgewiesenen und ausgewählten Experten online Antworten gegeben. Die tietz & schreiner unternehmensberatung gmbh wurde hierbei für den Bereich Krisenmanagement verpflichtet. Es handelt sich um ein völlig kostenfreien und anonymen Service, d. h. Fragen können direkt auf der Homepage www.aus-fehlern-lernen.info gestellt werden und werden dann über das Bundesministerium für Wirtschaft in anonymisierter Form an die jeweiligen Experten weitergeleitet. Die Antworten gehen dann ebenfalls per Mail an die Fragesteller zurück und werden auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie veröffentlicht, so dass auch andere Unternehmer anhand der gestellten Fragen und Antworten profitieren können.

Lesen Sie auch ein Interview der Zeitschrift "Wirtschaft & Markt" mit Andreas Schreiner "Es wird zu wenig strategisch gedacht" (PDF) vom März 2001.

Den Aventinus-Weizen-Eisbock von Schneider Weisse, der bislang nur in den USA erhältlich gewesen ist, gibt es ab dem nächsten Jahr auch in der Deutschland und zwar in der 0,33 l-Flasche, steht in der November-Ausgabe des Gastronomie-Reports, aber noch nicht auf der Website der Schneider Weißbierbrauerei. Auf diesen Eisbock freue ich mich mehr als über die bereits erhältliche Schneider Weisse alkoholfrei. Bekannter ist der Kulmbacher Eisbock, auch "Bayrisch Gfrorns" genannt. Es entsteht, wenn man Bier Wasser entzieht, indem man es einfriert und den alkoholreichen, flüssige Bierextrakt vom Eis aus reinem Wasser trennt.

Die Bundesregierung beabsichtigt, das Spendenabzugs-Privileg für Körperschaften abzuschaffen, das heißt AGs und GmbHs dürfen ihre Spenden für mildtätige, kirchliche, religiöse, wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke steuerlich nicht mehr absetzen. Diese Idee ist nicht nur verfassungswidrig, weil damit Personengesellschaften und Körperschaften ungleich behandelt werden. Der Versuch, damit die Steuereinnahmen um 151 Millionen Euro in 2003 und 281 Millionen Euro in 2006 zu mehren, wird mißlingen. Körperschaften können nämlich die Zwecke, die sie mit Spenden verfolgen, auch mit Sponsoring erreichen. Dies sind keine einseitigen Geschenke wie Spenden sondern Geldzahlungen und Sachspenden, die der Sponsoringgeber (das Unternehmen) an Sponsoringnehmer (Sport, Kultur- und soziale Vereine und Organisationen) leistet im Austausch gegen Leistungen der Sponsoringnehmer (wie Inserate in Zeitschriften, Prospekten, Programmheften, Bannerwerbung, Trikotwerbung, Titelwerbung usw.). Dieser Leistungsaustausch solle schriftlich fixiert sein, um bei Steuerprüfungen gewappnet zu sein. Anfangs werden sich kleinere und mittlere Unternehmen etwas schwer tun, das Sponsoring abzuwickeln, genauso wie kleine und mittlere Sponsoringnehmer. Aber wozu hat Deutschland die meisten Steuerberater und Steuerfachzeitschriften in der ganzen Welt? Siehe mehr zum Thema "Sponsoring".

Laut einer Meldung des Spiegels "Clement muß Prognosen nach unten korrigieren" hat der Bundesbankpräsident Ernst Welteke die Bundesregierung wegen ihrer Forderung nach einer Aufweichung des Stabilitätspakts heftig kritisiert und die Lektüre des Maastricht-Vertrages empfohlen. Falls die Bundesregierung den Maastricht-Vertrag verlegt haben sollte, hier ist der Text des Vertrages online: Vertrag über die Europäische Union (volkstümlich Maastricht-Vertrag genannt).

Seinen 70. Geburtstag feierte Gerd Käfer. Der Gründer der Käfer Gastronomie übertrug sein Münchner Feinkost-Business seinem Sohn Michael Käfer, ist heute aber noch Chef der Wiesbadener Kurhaus-Gastronomie. Gerhard Meir würdigt Gerd Käfer in der Welt: "Celebrity of the Week: Gerd Käfer". Klaus Westermeier hat über ein Buch über Michael Käfer geschrieben, worin im 2. Kapitel auch die Geschichte der Käfer Gastronomie dargestellt wird: "Michael Käfer - Erfolg im Schlaraffenland. Von der perfekten Dienstleistung zum Lifestyle-Konzern".

Der Marcellino Report Restaurant Report 2003. Stuttgart ist erschienen. Eine Sonderumfrage zielte speziell auf die Vielfalt der Bordeaux-Weine auf der Weinkarte. Zusätzlich wurde Wert gelegt auf eine internationale und kreative Küche, die zu raffinierten Geschmackserlebnissen einlädt, gelegt. Ebenfalls neu erschienen sind:

Die Wirte in Stuttgart seien mit der Freiluftsaison zufrieden, meldet die Stuttgarter Zeitung am 26. Oktober: "Biergärten: schlechtes Wetter, gute Umsätze". Renner seien Weizenbier, bei jüngeren Gästen Biermixgetränke und bei den Speisen Salate gewesen.

Das Schweizer Gastronomie-Portal Gastrofacts.ch berichtet über die Gründung der Starbucks Coffee Trading Company in der Schweiz, die mit 22 Mitarbeitern für den weltweiten Einkauf roher Kaffeebohnen durch Starbucks verantwortlich sein wird.

Starbucks hat am 12. September sein 12. Kaffehaus in der Schweiz eröffnet. Das neue Coffeehouse im Einkaufszentrum Glatt – das sechste im Raum Zürich – bietet Starbucks-Lifestyle auf 220 Quadratmeter Gästefläche, 29 Soft Seats und 34 Bistro Seats und ist das erste, das in einem Shopping Center integriert ist. Es ist zudem das erste Coffeehouse in der Schweiz, das in einem neuen Farbkonzept gestaltet ist, welches von Starbucks Coffee Company am Hauptsitz in Seattle, USA, entwickelt wurde. Das neue Interior Design zeichnet sich durch neue Wandbilder sowie Möbel und Lampen in neuen Farben und Formen aus.

Wohl in den meisten Weinbaugebieten wird die Weinlese bis hin zum Federweissen / Neuen Wein / Susser vermarktet. In Südtirol bezeichnet man mit "Törggelen" (von lateinisch torquere - Wein pressen) ein Fest, mit dem Erntehelfer und Gäste das Ende der Ernte feiern und dabei "Susser" trinken und herzhaft essen (etwa Geselchtes, Hauswürste, Kraut, Knödel oder Speck, Kaminwurzen, Käse, Krapfen und "Köschtn" - geröstete Kastanien). Der "Paulser Dorfkeller" in St. Pauls ist eine Touristenhochburg für Törggelen. Warum bieten Sie mal, wenn es Federweissen gibt, nicht mal mehr als den üblichen Zwiebelkuchen und feiern "Törggelen"?

Von Karina Matejcek wurde ich auf den Begriff "Uhudler" aufmerksam gemacht. Was ist das? Nun, Uhudler sind Weine, die aus amerikanischen, reblausrestistenten Weinreben gekeltert werden, die seit ca. 1900 in Europa zur Bekämpfung der Reblaus eingesetzt werden. Diese Reben sind nur als Träger europäischer, traditioneller Rebsorten gedacht gewesen. Im Jahre 1936 wurde es sogar verboten, diese amerikanischen Rebsorten selbst treiben zu lassen und davon zu ernten. Einige Winzer im Südburgenland hielten sich nicht an dieses Verbot und boten diesen Wein an. Um 1950 entstand dafür die Bezeichnung "Uhudler". 1989 schlossen sich Freunde dieses Weines zu einem Verein zusammen und ließen den Namen "Uhudler" markenrechtlich schützen. Er darf heute ausschließlich in den Bezirken Jennersdorf, Güssing und Oberwart im Südburgenland verwendet werden. Wegen des großen Erfolges dieses Weines wurde das Uhudlerverbot 1992 auch formal aufgehoben. Als Österreich der EU beitrat, in deren anderen Ländern Direkträgerweine verboten sind, wurde vereinbart, daß Uhudler nur noch bis 2020 in Verkehr gebracht werden darf. Der Uhudler ist eine Mischung aus mehreren weißen und roten Direktträgersorten, z.B. Concord, Isabella, Elvira, Clinton, Ripotella und Noah. Er wird auf ca. 400 Hektar angebaut. Der Uhudler-Pfad ist ein 2,5 Kilometer lange Rad- und Wanderweg bei Eltendorf. In der Uhudler-Vinothek in Eltendorf kann man verschiedene Uhudler kosten. Anbieter sind unter anderem:

Freitag, Oktober 25, 2002

Die Diskussion um Weinpreise in der Gastronomie und um preisgünstige Hausweine kommt immer wieder hoch, zuletzt in der Chicago Tribune vom 23. Oktober 2002: "Who broke the carafe? House wines, from 'Rhine' to 'Burgundy,' have become restaurant relics" von James P. DeWan.

Im Unterschied zu den meisten Gastronomen, die bei Flaschenweinen wie auch bei offenen Weinen per Aufschlagskalkulation rund 400% auf den Einkaufspreis aufschlagen, kalkulieren wir unsere Weine mit Verfahren des Activity-Based-Costings und Target-Costings. Günstige Flaschenweine (Aufschlag von 80% und 20 DM pro Flasche, also ein Art vereinfachtes ABC) bietet auch das Kölner Weinlokal "Weingenuß und Tafelfreuden" von Sommelière Christina Fischer. Vergleiche zum hitzigen Thema "Weinpreise im Restaurant" eine Diskussion im Weinforum im Jahre 1999.

Wenn der Prüfer 2x klingelt - Robert Chromow von der Akademie.de über Betriebsprüfungen bei Kleinbetrieben und Selbständigen. Ergänzend für spezielle Fragen bei Diskotheken, die aber auch für die sonstige Gastronomie nicht uninteressant sind: Typische Betriebsprüfungs- bzw. Steuerfahndungsprobleme bei Diskotheken von der Kanzlei Dr. jur. Jörg Burkhard.

"Lecker kochen mit Senf" - was liegt näher als dieses Motto, wenn man ein Restaurant in einer historischen Senfmühle betreibt. Ein Blick in die Speisekarte des Restaurants "Schnabuleum" in der historischen Senfmühle Monschau des Senfmüllers Guido Breuer in der Eifel.

"Liebesgaben auf Speisekarte". Das Oberpfalznet berichtet am 25. Oktober über eine Gemeinschaftswerbeaktion von acht Gastwirten in Parkstein unter dem Motto "Liebe geht durch den Magen".

Die Stuttgarter Nachrichten haben eine Leserkonferenz zum Thema Gastronomie organisiert. Stuttgarter Wirte und Vertreter der Fachverbände äußern sich über die Krise: "Beim Ausgehen lässt sich am einfachsten sparen". Unter anderem wird ein Grund genannt, der mir in vielen Gesprächen mit Außendienstmitarbeitern auch schon berichtet worden ist. Viele Unternehmen sparen an Übernachtungen, gehen über zu eintägigen Meetings, zu denen die Teilnehmer am selben Tag an- und abreisen. Die Übernachtung und das Abendessen mit anschließendem Umtrunk entfällt.

Zur Lage des Einzelhandels im September 2002 und zur Prognose für 2003 erklärte der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hermann Franzen, am 25. Oktober in Berlin: "In den Monaten Juli bis September sind die Umsatzeinbrüche im Einzelhandel zwar nicht ganz so heftig ausgefallen wie in den ersten beiden Quartalen. Aber die Unternehmen, die sich am HDE-Panel beteiligen, haben auch im September zwei Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Wir können keine Entwarnung geben. Besonders für sehr viele kleine und mittlere Einzelhandelsgeschäfte bleibt die Lage äußerst prekär. Nach den ersten Beschlüssen der neuen/alten Bundesregierung hat die Hoffnung auf ein halbwegs versöhnliches Weihnachtsgeschäft, das die Lage insgesamt ein wenig verbessern könnte, einen kräftigen Dämpfer erfahren. Dennoch wird der Handel alle Anstrengungen unternehmen, um im Weihnachtsgeschäft zumindest das Vorjahresniveau zu halten. Für dieses Jahr gehen wir dann weiter von einem Umsatzminus von nominal 2,5 Prozent aus. Dies entspricht einem realen Umsatzverlust von etwa drei Prozent. Für das kommende Jahr müssen wir unsere Prognose auf nominal minus 0,5 Prozent zurücknehmen.

Der private Verbrauch wird im kommenden Jahr als belebendes Element absolut ausfallen. Die Kaufkraft der Arbeitnehmer wird durch die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen kräftig beschnitten. Die privaten Verbraucher werden vermutlich alles in allem eine Zusatzlast von mehr als zehn Milliarden Euro zu tragen haben und sie werden dies wie in der Vergangenheit vor allem den Einzelhandel und die Gastronomie spüren lassen. Mindestens die Hälfte, wenn nicht zwei Drittel der zusätzlichen Kosten, werden sie beim Einzelhandel einsparen. Wegen der von der Bundesregierung verordneten Maßnahmen wird der Einzelhandel im nächsten Jahr also einen „Umsatzverlust“ von mehr als fünf Milliarden Euro erleiden." Weiter zum vollständigen Text der Rede.

Donnerstag, Oktober 24, 2002

Wenn sie "Bayer" hören, denken die einen an Stoiber, andere an Aspirin, Fußball oder Basketball. Daß in dem Chemie-Pharmazie-Konzern auch eine Sektion Bayer Gastronomie existiert mit einem Weingroßhandel mit mehr als 1.000 verschiedenen Weinen und Spirituosen, einer Unternehmensberatung (Bayer Gastronomie Consulting) und jeder Menge gastronomischer Betriebe, vom Viersterne-Restaurant bis zur gutbürgerlichen Küche, von einer American Sport Bar bis zur BayArena, vom repräsentativen Ambiente bis zum gemütlichen Szene-Lokal, vom Hotel in Citynähe bis zu einem Haus inmitten einer weitläufigen Parkanlage des Bergischen Landes, ist den wenigsten bekannt.

Während spanische Weine in Deutschland – dem wichtigsten Exportmarkt – nach wie vor boomen, sind die Export- und Absatzquoten für Sherry von Kiel bis Konstanz von rückläufiger Tendenz. So exportierten die Bodegas 1999 mit 95.128 hl rund 17 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Weit weniger deutlich fielen die Einbußen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (ohne Aldi und Kauf- und Warenhäuser) aus: Hier gingen im vergangen Jahr 11,2 Mio. Flaschen über den Ladentisch, 6 Prozent weniger als 1998. "Wir kämpfen mit einem Image-Problem ", erklärte Hermann Zimmermann vom Informationsbüro Sherry anläßlich einer Pressekonferenz in Frankfurt. So habe sich Sherry als Wein in Deutschland noch nicht etabliert, vielmehr assoziierten Händler, Gastronomen und Verbraucher Sherry häufig mit Spirituosen. "Deshalb hat sich der Trend zum Wein noch nicht positiv auf den Absatz von Sherry-Weinen niedergeschlagen", erklärte Zimmermann weiter. In der Käufergunst liegt nach wie vor Medium Sherry ganz oben und blieb 1999 mit einem Anteil von knapp 47 Prozent das stärkste Segment. Fino und Manzanilla sollten stets gut gekühlt getrunken werden. Die anderen Sherry-Typen serviert man nur leicht gekühlt. Folgende Trinktemperaturen haben sich bewährt: Fino 7ºC, Manzanilla 7-8ºC, Pale Cream: 7-8ºC, Cream 13ºC, Amontillado 14ºC, Palo Cortado 15-16ºC, Oloroso 16ºC, Pedro Ximénez: 17ºC. Eine geöffnete Flasche Fino oder Manzanilla sollte nach dem Einschenken wieder zugekorkt und nicht zu lange aufbewahrt werden. Die dunkleren Varianten halten nach dem Öffnen wochenlang. Die Aufbewahrung im Kühlschrank wird empfohlen. Sherry-Flaschen sollten grundsätzlich aufrecht, ohne dass der Inhalt mit dem Korken in Kontakt kommt, bei gleichbleibender Temperatur trocken und dunkel gelagert werden.In Spanien trinkt man Sherry aus speziellen kleine Gläsern, den copitas. Tulpenförmig verjüngen sie sich nach oben und fangen das Bukett auf. Aber auch in Weißweingläsern und Sektflöten entfaltet der Sherry seinen vollen Geschmack. Mehr über Sherry bei Sherry-Info.de. Buchempfehlung: Vinoteca. Sherry und Port von Heinz Hebeisen.

Trinkfertigen Kaffee in Dosen kennen wir in Deutschland erst seit der Einführung von Nescafé Xpress vor wenigen Jahren. Eine Ausstellung japanischer Dosen. Da die wenigsten unserer Leser den japanischen Zeichensatz installiert haben und japanisch können: einfach auf die einzelnen Wörter in der linken Navigationsspalte klicken!

Werbemittel für Kinder amerikanischer Fast-Food-Ketten in den 70ern und vieles mehr hat die Site theimaginaryworld.com zusammengestellt.

Eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung zu Kosten und Nutzen betrieblicher Ausbildung kommt zu unterschiedlichen Ergebnissen, je nachdem ob man Vollkosten berechnet oder Teilkosten (also die Kosten derjenigen Mitarbeiter, die nebenbei ausbilden, nicht berücksichtigt). Branchen- und ausbildungsübergreifend ergeben sich Vollkosten von € 16.435 pro Auszubildenden und Jahr und nach Abzug der Asubildungserträge in Höhe von durchschnittlich € 7.730,- ergeben sich Nettokosten von € 8.705,-. Bei einer Teilkostenbetrachtung belaufen sich die die Bruttokosten auf € 10.178 und die Nettokosten auf € 2.448. In der Studie werden weitere Nutzen und Kosten zu quantifizieren versucht, wie die Kosten der Personalrekrutierung und der Einarbeitung und Kostenersparnisse bei der Weiterbildung, mit dem Ergebnis, daß "die Rekrutierung der Fachkräfte über den Arbeitsmarkt in der Regel teurer ist als die eigene Ausbildung des betrieblichen Fachkräftenachwuchses". Leider enthält die Studie keine Betrachtung einzelner Branchen und Ausbildungsberufe. Meines Erachtens sind gastgewerbliche Berufsausbildungen teilweise sogar kontraproduktiv. Siehe dazu unseren Beitrag über "Personalauswahl in der Gastronomie".

Mittwoch, Oktober 23, 2002

In den USA sind Online-Reservierungsysteme schon seit längerer Zeit erfolgreich, so San Francisco's Opentable.com und New York's foodline.com. Überbuchungen werden durch eine Real-Time-Einbuchung verhindert. Online-Reservierungen machen sich bezahlt, weil kein potentieller Gast an einem besetzten Telefon scheitert und weil er rund um die Uhr reservieren kann, unabhängig von den Öffnungszeiten des Restaurants. Zugleich gewinnt man Daten für einen besseren Kundenservice: man kann Gästen den Tisch vorschlagen, den sie das letzte Mal gehabt haben (wenn er frei ist), sein Lieblingsessen oder spezielle Vorlieben. Nicht zuletzt wird das Personal von der Annahme eines Teils der Reservierungen entlastet. Es gibt aber auch Nachteile solcher Systeme, weswegen besonders Luxusrestaurants eine verbindliche Online-Reservierung in der Regel nicht ermöglichen, sondern bestenfalls Online-Reservierungsanfragen, die manuell beantwortet werden: Der Gastronom verliert die Kontrolle darüber, wem er welche Plätze zuweist. Eine Bevorzugung von VIPs und umsatzstarken Gästen sowohl bei der Terminvergabe als auch bei der Entscheidung, wer die besten Plätze bekommt, wird unmöglich. Nicht zuletzt werden Wettbewerbern, Gästen und Dritten Infomationen über den Auslastungsgrad zugänglich.

Book&Table hat den Versuch gestartet, auch in Deutschland ein Online-Reservierungssystem für das Gastgewerbe anzubieten, dessen Kern eine zentrale Datenbank ist. Tischreservierungen können per Telefon, Telefax oder Internet koordiniert werden. Darüber hinaus ist BOOK@TABLE ein virtuelles Reservierungsbuch für jeden Gastronomen & Hotelier, daß - positiv formuliert - das herkömmliche handschriftliche Führen von Reservierungsbüchern überflüssig macht und - negativ formuliert - erfordert, daß der Gastronom auch Reservierungen, die auf anderen Wegen eintrudeln, online (nach)erfassen muß. Für den Gast ist die Benutzung des Systems (abgesehen von seinen Zugangskosten zum Internet selbst) kostenlos. Die Kosten trägt der Gastronom.

Des einen Leid ist des anderen Freud. Die extreme Lage der Feiertage an Weihnachten und zum Jahreswechsel kostet den Einzelhandel heuer mehrere Einkaufstage im Vergleich zu anderen Jahren. Die Gastronomie kann sich vielleicht über Gäste freuen, denen zu Hause die frischen Lebensmittel ausgehen. Ein "ewiger" Online-Kalender und ein Javaskript-Programm zur Berechung der Feiertage von M. Burmeister.

Der "All hallows evening" ("Abend aller Heiligen") in der Nacht vom 31. Oktober auf 1. November symbolisierte im keltischen Kalender den Wechsel von der warmen in die kalte Jahreszeit. Heute hat die Halloween-Nacht zwar an religiöser Bedeutung verloren - gefeiert wird trotzdem. In den USA haben Marketing-Experten das Fest mittlerweile zu einer Großveranstaltung gemacht, die umsatzmäßig nicht weit hinter Weihnachten und klar vor Ostern und Muttertag liegt. Auch in Deutschland und Österreich versuchen Unternehmen mehr oder weniger erfolgreich, den Halloween auzuschlachten. Gefragt sind neben gruselig-lustigen Dekorationen und Rezepten vor allem Halloween-Veranstaltungen. Resch & Frisch offeriert Laugen- und Krapfen-Kürbisköpfe und bietet Halloween-Rezeptideen. Ideen für Rezepte mit Kürbissen (Suppen,, Gratins, Kuchen oder Pickles) finden sich im Buch "Kürbisköpfe. Vom lustigen Gesicht zum leckeren Gericht" von Joost Elffers und Halloween-Rezepte für Kinder online bei der Kindersuchmaschine Blindekuh. Ideen für Halloween-Parties bietet das Buch "Halloween Parties" von Andreas Furtmayr, Babette Mack.

Ich habe gerade das einführende erste Kapitel des Buches "Creating Customer Evangelists: How Loyal Customers Become a Volunteer Sales Force" von Ben McConnell, Jackie Huba, Guy Kawasaki, das im Dezember 2002 erscheinen soll, vorab gelesen. Es ist eine scharf formulierte Abrechnung mit dem vorherrschenden Marketing der 60er Jahre.

Es ist wohl kein Zufall, daß mir dabei eine Verkaufsförderungsaktion der Kulmbacher Brauerei für ihre Weizenbiermarke "Kapuziner" in den Sinn kommt, die mir gestern vorgestellt worden ist. Eine Rubbelkarte soll an Gäste verteilt werden, die ein Weißbier trinken. 15% der Karten gewinnen. Die Gewinner erhalten ein Freibier und, wenn sie ihre Adressdaten und ein paar Fragen rund um ihre Weißbier-Präferenzen auf der Rückseite der Rubbelkarte offenbaren, und die Karte abgeben, die Chance auf ein Überraschungspaket. Was ist an solchen Aktionen schlecht?
  • Die Absatzmittler wurden zu spät eingebunden. Ich als Gastronom werde damit konfrontiert, wenn die Aktion fix und fertig ist. Die Chance, Mängel zu korrigieren, ist vertan.
  • Die Interessen und die spezifischen Verhältnisse der Absatzmittler werden nicht wahrgenommen und eingebunden. Gastwirte haben ein zwiespältiges Verhältnis zu Freibieraktionen ihrer Lieferanten. Einerseits freuen sich die Gäste darüber und es mag sich herumsprechen, daß man öfters mal in bestimmten Ootlets was umsonst bekommt. Andererseits mögen Gastronomen lieber zahlende Gäste als Freibiergesichter. In der Regel müssen Lieferanten deshalb Gastronomen bestechen bzw. entschädigen. Das kann teurer werden als sich das Marketing-Agenturen vorstellen.
  • Die Aktion stellt ein spezielles, von der Kulmbacher AG geschütztes Bierflaschenetikett in den Mittelpunkt, mit dem der Gast erkennen kann, ob sein Weißbier die richtige Temperatur hat (8 Grad Celsius). An sich eine schöne Sache, denn Bier wird in der Gastronomie nicht selten falsch temperiert ausgeschenkt, was auch daran liegt, daß unterschiedliche Temperaturen für unterschiedliche Biersorten zuviel Aufwand machen. Aber: Gaststätten, die Kulmbacher Biere führen, schenken häufig Weißbier vom Faß aus; es wird ein Gebinde beworben, das in bestimmten Points of Sale gar nicht angeboten wird.

Wird Dein gastronomischer Betrieb von den Gästen verehrt? In ihrem Beitrag "The Customer Evangelism Manifesto" beschreiben Ben McConnell und Jackie Huba, daß es Kunden gibt, die nicht nur treu sind, sondern wie Apostel zu Dir stehen: Sie kaufen Deine Produkte und Dienstleistungen. Sie sind treue und passionierte Gäste. Sie kaufen Geschenkgutscheine. Sie vermeiden nicht begründetes Lob. Sie vergeben gelegentliche Mängel. Sie informieren Dich, wenn die Qualität in Deinem Betrieb nachläßt. Sie sind nicht käuflich, sondern hängen aufgrund ihrer Überzeugung an Deinem Laden. Sie fühlen sich als Teil des Betriebs. Mehr darüber in einem Buch, das im Dezember 2002 erscheinen soll: "Creating Customer Evangelists: How Loyal Customers Become a Volunteer Sales Force" von Ben McConnell, Jackie Huba, Guy Kawasaki.

Geschenkgutscheine sind ein guter Test, ob Du Gäste hast, die Deinen Betrieb und seine Leistungen so gut finden, daß sie es "riskieren", ihn ihren Freunden und Bekannten zu empfehlen (von den Fällen abgesehen, wo man seiner böse Schwiegermutter eins auswischen möchte). Wir machen mittlerweile fast 10% des Umsatzes in unserem Café Abseits mit Geschenkgutscheinen. Besonders beliebt sind Gutscheine für das Frühstück "Danach" für zwei Menschen: Piccolo Sekt, 2 Kännchen Burkhof-Kaffee oder Tee, 0,2 l Orangensaft mit zwei Strohhalmen, Brötchen, Vollkornbrot, 2 weiche Landeier, Butter, Marmelade, Käse, Kräuter-Frischkäse, Wurst, roher und gekochter Schinken, alles zusammen für 14,50 Euro für beide Gäste zusammen. Wieviel Umsatz machst Du mit Geschenkgutscheinen?

In Deutschland wissen die wenigsten, was Drive-Thrus von Drive-Ins unterzeichnet. 1953 wurde der erste Drive-In von Troy Smith unter der Bezeichnung "Top Hat Drive-In" in Shawnee, Oklahoma, eröffnet. 1959 wurde die Marke "Sonic Drive-In" kreiert. Die Gäste können, ohne ihre Fahrzeuge zu verlassen, ihre Bestellungen an "curbside speakers" ("Hol-Sprechern") aufgeben. Das Essen wird von Service-Kräften ans Auto gebracht. Im Angebot sind heutzutage Sandwiches und Hamburger auf dickem Toastbrot, extralange Hotdogs mit Chili und Käse, Zwiebelringe, Shakes, Limonaden usw. Die Sonic-Filialen in 30 Staaten der USA gehören zu den am meisten frequentiertesten gastronomischen Betrieben, das Unternehmen macht mehr als 2 Milliarden Doller Umsatz weltweit und Aktien der Sonic Corporation werden an der NASDAQ gehandelt.

Sonic wurde im März 2002 zum vierten Mal mit dem "Restaurants & Institutions Annual Choice in Chains Award" mit 41 Punkten in der Gesamtwertung ausgezeichnet. Sieger in der Gesamtwertung wurde Romano's Macaroni Grill mit 65 Punkten. Dieser Bewertung liegen Ergebnisse einer Umfrage von 4.000 repräsentativen amerikanischen Haushalten zugrunde. Restaurant & Institutions ist eine Fachzeitschrift mit gut geschriebenen, tief schürfenden Beiträgen. Das Magazin BusinessWeek nahm Sonic im Juni 2002 auf in seine Liste "Hot Growth Companies 2002", ein nicht auf das Gastgewerbe beschränktes Verzeichnis der am schnellsten wachsenden Unternehmen.

Der Gewandhauskeller in Braunschweig feiert: Gewandhaus: 650 Jahre Schankrecht. Seit 1329 ist dort ein Weinausschank eingerichtetet. Er ist damit der älteste historische Gastronomie-Gewölbekeller Niedersachsens.

"Der Paramount Park schließt seine Tore" ist die Überschrift einer Meldung von Echo Onlin vom 23. Oktober über das Ende einer Großraumdiskothek in Rödermark. Teil 2 unserer wohl nicht so kleinen Serie von Schließungen bekannter gastronomischer Betriebe.

Dienstag, Oktober 22, 2002

Neu erschienen in deutscher Erstveröffentlichung ist "Der Suppengourmet" von Arlette Sirot. In Frankreich ist die 2000 erschienene Originalausgabe "Recevoir autour d'une soupe" ein Bestseller geworden, erhielt den "Prix du Meilleur livre de recettes 2000", verliehen vom Salon gourmand international de Périgueux, und kam ins Finale der Wolrd Cookbook Fair Awards. Mehr zum Thema Suppen.

Die Alte Feuerwache in Kulmbach bietet verschiedene Getränkepässe (11 Getränke zum Preis von 10) an. Haben Sie auch eine erfolgreiche Verkaufsförderungsidee, die wir auf dieser Seite vorstellen dürfen?

"Warum sollte z. B. eine computerfremde Firma wie McDonalds im Internet vertreten sein?" fragt Powerflasher Carlo Platz in seinem Beitrag über Usability und Flash und behauptet: "Es wird kein E-Commerce genutzt, es gibt keinen Bedarf an sonderlich aktuellen Informationen ("Wir haben kein BSE"). Natürlich kann man sich über die Firma informieren; der Hauptcontent ist doch aber Entertainment." (via Schockwellenreiter.de)

Carlo Platz hat teilweise Recht, denn die großen Systemgastronomie-Ketten nutzen das Internet tatsächlich nur marginal. Papa John's Pizza, Pizza Hut und Kentucky Fried Chicken erlauben in begrenztem Umfang Online-Bestellung. Ein paar Ketten stellen Merchandising-Artikel vor, aber nur zwei, Domino's und Burger King, verkaufen sie auch online und bieten ausserdem Geschenkguscheine online an.

Kunden sind aber nicht die einzige Zielgruppe von Internetpräsenzen. Man bemüht sich online auch um Mitarbeiter, sowohl auf spezialisierten Sites wie Monster.com als auch auf den eigenen Sites. Tricon Global setzt seit Dezember 1998 auf die Anwerbung per Internet, einschließlich Stellenanzeigen und Bannerwerbung in den Online-Ausgabe von Adweek und dem Wall Street Journal. Ein Jahr später berichtet Tricon, daß 10% aller Neueinstellungen von elektronischen Bewerbungen kommen. Der Hauptvorteil elektronischer Bewerbung sei, daß ein Bewerber sich über alle Jobangebote umfassend informieren könne, anders als bei einer isolierten Zeitungsanzeige.

Prof. Kathleen Pearl Brewer von der Universität von Nevada, Vorsitzender der Hospitality Industry Technology Association, sagt voraus, daß innerhalb weniger Jahre alle Einkäufe von Restaurants online erfolgen würden. Produzenten und Vertreiber würden auf Online-Märkten anbieten und Restaurants ausschreiben und beide davon profitieren, daß der "Schmutz" aus den Vertriebskanälen beseitigt werde. Eine "Efficient Foodservice Response"-Bericht aus dem Jahre 1999 schätzte die Einspamöglichkeiten auf 6,6 Milliarden US-Dollar und damit auf etwa 2-3%. Max Klimavicius, geschäftsführender Gesellschafter von Sardi's in New York, geht sogar von mindestens 15% Ersparnis durch Online-Einkäufe aus. Für das Einzelrestaurant geht die Entwicklung in Richtung erweiterter und preiswerter Möglichkeiten wie automatische Bestellungen aus der Lagerwirtschaft heraus oder preissensitive Reservierungsysteme, welche es erlauben, Gebühren für Reservierungen an Tagen hoher Auslastungen zu verlangen. Abseits dieser technisch aufwendigen Lösungen werde E-Commerce zu einem Standardelement des Services am Kunden, welches vor allem helfe, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Der Themenpark-Boom ist eines der Themen der neuesten Ausgabe des Newsletters von 2000 X. Rund um diese Themenparks entstehen neue Investitionschancen auch für das Gastgewerbe.

Auf der Homepage von Abseits.de haben wir eine Umfrage gestartet zum Thema "Wie werden sich die Gastronomie-Umsätze im Jahre 2003 entwickeln?" Nachdem unsere letztjährige Umfrage zum Thema "Werden Sie die Euro-Einführung zur Preiserhöhung nutzen?" recht realistische Ergebnisse gezeigt hat (im Nachhinein betrachtet), bin ich mal gespannt, wie die Entwicklung der Umsätze in der Gastronomie eingeschätzt wird. Wird es noch schlechter als jetzt? Bleibt es so schlecht? Oder kommt eine Erholung?
Gastro-Umsätze 2003
Wie werden die Gastronomie-Umsätze sich im Jahre 2003 entwickeln?
Ergebnisse

Die hochgerechneten Erhebungsresultate einer direkten Umsatzerhebung bei Betrieben der gehobenen Hotellerie (3-, 4- und 5-Stern-Betriebe) in Österreich ergaben für den August und September trotz Hochwasserkatastrophe eine leichte Umsatzsteigerung von insgesamt 1% bis 2%. Dabei schnitten die 4- und 5-Stern-Betriebe (+2%) etwas besser ab als die 3-Stern-Betriebe (+1,2%). Dies erklärte heute Tourismus-Staatssekretärin Marès Rossmann. Basierend auf Unternehmerangaben erreichten die Umsätze der gehobenen Hotellerie in den beiden Monaten ein Volumen von knapp einer Milliarde Euro. Die Umsatzniveaus der Erhebung sind mit den touristischen Gesamtumsätzen nicht vergleichbar, wogegen die erhobene Entwicklung ein wichtiger Indikator für den Trend der Gesamtumsätze ist. Nach groben Schätzungen dürften die Umsätze in der gehobenen Hotellerie etwa 30% bis 40% der Gesamtumsätze abdecken. Die touristischen Gesamtumsätze beinhalten nämlich nicht nur die Ausgaben von Touristen in allen Unterkünften und Gaststätten, sondern auch die Ausgaben für Shopping, Transport, Kultur, Sport, Unterhaltung und diverse Dienstleistungen (Quelle: Pressemitteilung des Österreichischen Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit).

Montag, Oktober 21, 2002

Jim Carroll führt in seinem Beitrag "Jumping on the corporate blog wagon", in: Marketing Magazine vom 30. September 2002, die Debatte über Unternehmensblogs als Marketing-Tool weiter. Er führt einen hypothetischen Harley-Davidson-Blog ein, der dazu verwandt wurde, neue Produkte und Dienstleistungen an den Mann zu bringen. "What should marketers do? First and foremost, watch for signals in the corporate sector as to the emergence of Weblogging as a potent business tool. I think that within a year, this buzzword will have moved into the mainstream. Get it onto your own strategic radar. Second, begin to play around with Weblogs now. Get familiar with the tools and the software. Immerse yourself in the Weblog community in order to understand what is happening, and to get the technology and the culture."

"Die EU-Osterweiterung und der Tourismus - ein Geschäft auf Gegenseitigkeit?" ist das Thema des 14. Oberfränkischen Tourismustages am 14. November 2002 im Kloster Banz in Bad Staffelstein. Über die österreichischen Erfahrungen mit den neuen Touristen aus dem Osten berichtet Dr. jur. Michael Raffling, Geschäftsführer der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft bei der Wirtschaftskammer Österreich. Prof. Dr. Jörg Meyer, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeographie und Regionalplanung an der Universität Bayreuth, geht der Frage nach "Wie gewinnt Oberfranken neue Gästegruppen aus Mittel- und Osteuropa?". Die jährliche Veranstaltungsreihe "Oberfränkischen Tourismustage" findet statt im Rahmen der Zielgruppenbetreuung der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken. Damit versucht die IHK der vielstimmigen Kritik von Kollegen zu begegnen, sie vereinnahme Zwangsbeiträge gastgewerblicher Unternehmen, ohne sich um diese zu kümmern. Schärfere Kritiker wie ich neigen zur Auffassung, insbesondere der Deutsche Industrie- und Handelskammertag verrate die Interessen kleiner Unternehmen, und sehen sich durch die Eskapaden des DIHK-Präsidenten Ludwig Georg Braun wie den Vorschlag einer "freiwilligen Steuererhöhung" bestätigt. Mehr zu den "Auswirkungen der EU-Öffnung auf das Gastgewerbe in Deutschland".

Auf Konsumenten arabischer Abstammung aber auch auf pro-arabisch und anti-amerikanisch eingestellte Käufer zielt Mecca-Cola, das in Frankreich und Belgien im November eingeführt werden wird. Auf der Website werden, betitelt: "sans commentaire", also: "ohne Kommentar", Straßenkampfszenen palästinensischer Jugendliche als animiertes Gif abgespielt. 10% der Umsatzerlöse gehen nach Palästina. Weitere Cola-Marken:

Dr. Christian Mikunda war Film- und Fernsehdramaturg und arbeitet als Unternehmensberater, der sich auf "Erlebniswelten" spezialisiert hat. Karina Matejzek bespricht auf edings.de sein Buch "Der verbotene Ort oder Die inszenierte Verführung": "Christian Mikunda: Marketing spüren". Dazu einen Link zu einem Beitrag von Abseits.de zum Thema "Event-Gastronomie" und eine Buchempfehlung: "Das Lokal als Bühne. Die Dramaturgie des Genusses" von Denise Schulz.

Die Süddeutsche Zeitung meldet heute in ihrer Printausgabe, das legendäre Münchener Nachtcafé habe seinen Betrieb eingestellt. Begründet wurde dies vom Geschäftsführer Wolf Dieter Kornemann mit einem 20prozentigen Umsatzrückgang seit Anfang des Jahres, Zahlungsrückständen aus einer Unterverpachtung und einer gesteigerten Pachtpreisforderung der Verpächterin auf 31.000 Euro monatlich.

Der Badische Weinbauverband und der Weinbauverband Württemberg haben mit der DEHOGA Hotel- und Gaststättenverband Baden-Württemberg e.V. vereinbart, daß Betriebe des Gastgewerbes zertifiziert werden können, wenn sie in besonderer Weise süddeutsche Weinkultur pflegen und regionale Weine mindestens gleichgewichtig zu den internationalen Gewächsen präsentieren. Details kann man einem Artikel der Heilbronner Stimme vom 21. Oktober entnehmen: "Mehr regionale Weinkultur im Lokal".

Sonntag, Oktober 20, 2002

Im Umschau-Verlag ist eine ganze Reihe "Kulinarische Entdeckungsreisen" erschienen. Diese Bildbände stellen gastronomische Objekte eines vielfältigen Spektrums vor: von Biergärten über Schloßrestaurants bis hin zu Szenekneipen und Gartenlokalen. Bereits im Jahre 2002 ist in dieser Reihe erschienen: "Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Hohenlohe-Franken" von Gertrud Löbell, Eberhard Löbell, Katharina Többen (Herausgeber), Roland. Bauer (Illustrator). Wer mit dem Begriff "Hohenlohe-Franken" nichts anzufangen weiß. Es handelt sich um ein Gebiet, das im Osten von Rothenburg o.d.Tauber, im Süden von Schwäbisch-Hall, im Norden von Königshofen und im Westen von Jagsthausen begrenzt wird.

Neu erschienen ist der Aral Schlemmer Atlas 2003. Ein Wegweiser zu rund 3000 Restaurants in Deutschland und dem benachbarten Elsass. Der Aral Schlemmeratlas online. Aufsteiger des Jahres unter den Köchen ist Christian Jürgens, Chefkoch des Restaurants "Kastell" auf der Burg Wernberg, nördlich von Regensburg.

Demnächst erscheint das Buch "Wiener Szenelokale" von Florian Holzer im Verlag der Wiener Stadtzeitung Falter. Der Gourmetkritiker Florian Holzer, der auch für die angesehene Wiender Tageszeitung Der Standard schreibt, verrät auf 12 Routen quer durch Wien, in welchen Lokalen man in Wien essen und trinken, welche man sehen und in welchen man sich sehen lassen sollte. Was in Spanien „tapeo“ und in Italien „andar per godi“ heißt, nennt sich in Wien profan, aber sehr treffend „Beisltour“: das Ziehen von einem Lokal zum anderen zum Zwecke der Nahrungs- und Getränkeaufnahme. Und dafür gibt es in Wien eine immer bessere Grundlage: die entsprechende Lokalszene. Die ist mittlerweile so groß und vielfältig, dass es einfach viel zu schade wäre – Gemütlichkeit hin oder her –, den ganzen Abend nur in einem Lokal zu verbringen. Florian Holzers Lokalführer „Wiener Szenelokale“ ist die ultimative Anleitung für eine gelungene Lokalauswahl. Er beschreibt die Atmosphäre und die Eigenart einzelner Lokale und den unverwechselbaren Charakter ganzer Lokalkonglomerate. Schritt für Schritt, von Lokal zu Lokal führt Florian Holzer durch Wien: zu den schicken Restaurants am Graben, dem Beislurgestein in der Bäckerstraße, dem legendären Bermudadreieck, den neuen Lokalen im MuseumsQuartier, den verrückten und schrägen Beisln im Karmeliter- und Freihausviertel, zu den Bars, Restaurants und Studentenlokalen am Naschmarkt, in Gumpendorf, am Spittelberg, in der Florianigasse, bei der Universität und zu den Musiklokalen am Gürtel. Die jeder Route beigestellten Stadtpläne und die mit Telefonnummern und Öffnungszeiten versehenen Lokaladressen erleichtern die Orientierung und die individuelle Navigationen. Querverweise auf Einkaufsmöglichkeiten (Boutiquen, Feinkostläden, Vinotheken, etc.) und kulturelle Angebote (Architektur, Kinos, Galerien, etc.) bieten zudem die perfekte Grundlage für Sightseeing, Shoppingtour und Schaufensterbummel.

In einem Beitrag zum Thema "Unfehlbare Schmackometer" beschreibt Florian Holzer die Schwierigkeiten einer fundierten Restaurantkritik.

Das Selbstbedienungsrestaurant FBI in Rottenburg hat seinen 5. Geburtstag gefeiert. Dazu gehört das Bukowski, eine Bar, Kneipe und Live-Bühne. Einige Besonderheiten, die mir aufgefallen sind:
  • Es wird ein GastroService angeboten, egal ob man kurzfristige Kapazitätsengpässe mit Fachpersonal überbrücken oder Geräte ausleihen möchten, oder ob man Neu- oder Gebrauchtgeräte kaufen möchte.
  • Es gibt jede Menge Verkaufsförderungsaktionen, wie z.B. ein Texas Grill- und Salatbuffet: Steaks in allen Variationen, dazu Pommes, Potatoes, Nachos, Salate und alles was dazu gehört. Dienstags von 19 bis 22 Uhr. Freie Auswahl für nur 9,99 Euro.
  • Das Speisenangebot ist ein trendiger Mix aus amerikanischen, mexikanischen und italienischen Produkten (meines Erachtens könnte man sich eine Sortmentserweiterung um asiatische Produkte überlegen, soweit man dies ohne Kenntnis des Wettbewerbs vor Ort sagen kann).
  • Soweit die Fotos ein Urteil erlauben, gibt es ein paar nette Büffetdekorationen zu bewundern, z.B. eine US-Fahne als Tischtuch.
  • Wer sich über das Programm des Bukowskis per eMail informieren läßt, bekommt ab und zu Coupons für Freigetränke und freien Eintritt zugesandt.

In der Thüringer Allgemeinen vom 18. Oktober bespricht Mathias Kaiser "Alboth´s Restaurant" in Erfurt, das als einziges Restaurant der thüringischen Hauptstadt mit zwei Kochlöffeln vom Schlemmeratlas und vom Roten Michelin-Führer Jahrgang 2002 ausgezeichnet worden ist: "Lokaltest: Junger Wilder mit zwei Kochlöffeln". "Alboth´s Restaurant ist ausweislich der "Restaurant-Hitliste Thüringen 2002" von Gustav Volkenborn das zweitbeste Restaurant in Thüringen nach dem "Merlan Landhotel Gerdes" in Wintzingerode, für dessen Trennkost-Gourmet-Angebot Chefkoch Dieter Gerdes von der Trennkost-Spezialistin Ursula Summ ausgezeichnet worden ist.

Samstag, Oktober 19, 2002

"The Internet: Hotelier's Best Ally or Worst Enemy? - What Went Wrong with Direct Web Distribution in Hospitality?" von Max Starkov, in: Wiredhotelier.com vom 07. October 2002. Hotels sind bei ihren Bemühungen, unmittelbar an Gäste Zimmer zu vermieten, online weniger effektiv als offline. In diesem Jahr werden weniger als 54% alls Online-Buchungen Direktverkäufe sein. Hotels leiden am Fehlen umfassender Strategien, einer ineffektiven Distribution und unter dem starken Wachstum von Online-Discountern wie Hotels.com. Diese Discounter hätten die Verzweiflung im Gastgewerbe nach dem 9. September extrem gut ausgebeutet. Hoteliers hätten die "kostenlosen" Services dieser Discounter genutzt, um der Erosion der Erträge zu begegnen. Dabei würden sie jedoch übersehen oder ignorieren, daß sie auf Dauer ihre Marken beschädigen und sich einem Druck zu immer niedrigeren Preisen unterwerfen. Der Hauptfokus der Online-Strategie eines Hotels solle stattdessen auf Direktverkäufe gelegt werden.

Der Autor Max Starkov ist Chief eBusiness Strategist von Hospitality eBusiness Strategies, Inc., einem führenden Internet-Strategie-Beratungsunternehmen für Gastgewerbe und Touristik, und unterrichtet Graduierte in "Hospitality/Tourism eDistribution Systems", "eCRM", "eKnowledge Systems" and "e-Travel" am Preston Robert Tisch Center for Hospitality, Tourism and Travel Administration an der New York University.

Weitere interessante Artikel von Max Starkov, z.B.:

Yahoo hat bereits am Montag gemeldet, daß nur bestimmte Regionen Griechenlands den Namen "Feta" für den weichen, salzigen Käse aus Schafs- und Ziegenmilch benutzen dürfen, der in der Gastronomie häufig - aus Kuhmilch hergestellt - als preiswertes Surrogat für echten Schafs- oder Ziegenkäse verwendet wird. Hersteller aus anderen Gebieten haben fünf Jahre Zeit, ihrem Produkt einen anderen Namen zu geben (via Markus Stolpmann). Siehe dazu auch eine Sendung zum Thema "Etikettenschwindel bei Käsespezialitäten" in der Reihe KostProbe des Westdeutschen Rundfunks vom 23. März 1998.

Markus Stolpmann schreibt uns aus Köln, daß in der Kölnischen Rundschau vom 19. Oktober Susanne Happe von der Vorstellung des im Bouvier-Verlag erschienen Restaurantführer "Römers Restaurantreport, Köln und Umgebung 2003" berichtet habe. In der der Gastronomie seien deutliche Preisaufschläge unverkennbar. Viele Betriebe hätten den Preis pro Gericht um zwei Euro erhöht, habe der Kölner Restaurant-Kritiker Joachim Römer festgestellt. Laufen würden einerseits vor allem solche Betriebe, die ganz billig seien, und andererseits die Gourmet-Restaurants der Spitzenklasse. Gelobt werden u.a. die Neueröffnungen "L'Escalier" in Köln an der Brüsseler Straße 11, wo Ralf Bey, früher "Orangerie" in Brühl, kocht, und das "L'Orquivit" im Dorint Hotel auf dem Bonner Venusberg.

Die Debatte um ethische und journalistische Standards des Bloggens setzt Ben Schwan mit einem Interview mit dem Blogger und High-Tech-Berater Mitch Ratcliffe in der Netzeitung vom 18. Oktober fort: "Weblogs kritisch lesen".

Neue Links bei Abseits.de:

Starbucks setzt seine Expansion in Deutschland fort. Am 24. Oktober eröffnet die erste Filiale in einem Warenhaus und zwar im Karstadt Warenhaus in Mülheim an der Ruhr. Im November sind dann die Karstadt Warenhaus "Wertheim" am Berliner Kurfürstendamm und in den Berliner Potsdamer Platz Arkaden dran. Am 15. Oktober hat bereits die fünfte alleinstehende Filiale von Starbucks in Berlin eröffnet. Starbucks wird in Deutschland durch die KarstadtCoffee GmbH, einem Joint Venture zwischen Starbucks Coffee International, Seattle, und der KarstadtQuelle AG eingeführt und betrieben. Ob sich damit wirklich die für großen Einzelhändler im Vergleich zur "grünen Wiese" problematischen Innenstadtstandorte revitalisieren lassen? Zumindest kommt Starbucks damit leichter an die raren, für Kaffeebars und -shops geeigneten Innenstadtstandorte.

Auch im Kreis Saarlouis leiden Gastronomen unter Umsatzverlusten: "Flaute schlägt Wirten auf den Magen" von Johannes Bodwing in der Saarbrücker Zeitung.

Der Kölner Hotel- und Gaststättenverband spricht im Kölner Express von einer dramatischen Krise und davon, daß jeder dritte Gaststätte vor dem Bankrott stünde: "Der Kneipen-Bankrott".

Die Rasta Verlags GmbH in Seevetal ist Anbieter von Gutscheinbüchern "Schlemmen & Sparen", an denen bereits Restaurants in den Städten und Landkreisen Celle, Harburg, Neumünster, Kiel, Pinneberg, Soltau, Stade, Stormarn, Mainz und Lübecker Bucht teilnehmen. Main-Rheiner, der Online-Dienst mehrerer Tageszeitungen, berichtet am 19. Oktober über Erfahrungen Mainzer Restaurants mit diesem Gutscheinsystem: "Ganz amerikanisch mit Gutscheinen ins Restaurant". Mehr über Vor- und Nachteile von Scheckheften. Siehe dazu auch einen kritischen Beitrag von Thomas Altvater.

Freitag, Oktober 18, 2002

Serpis Absinth ist jetzt auch als anisfreie Variante "Serpis Anis Dry" erhältlich. Generalimporteur ist Absintheon.de. Dieses Berliner Unternehmen wurde im Sommer 2000 gegründet und gehört damit zu den ältesten Anbietern auf dem deutschen Absinthmarkt. Absintheon war das erste Unternehmen, das eine breite Palette internationaler Absinthe im Sortiment führte. Mittlerweile konzentriert sich Absintheon als Generalimporteur für "Serpis Absinth" auf die bundesweite Belieferung des Fachhandels mit dieser Premium-Marke. Weitere Sorten, die von Absintheon.de vertreiben werden, sind: Mari Mayans, Lasala, Montana, Hill's und Mata Hari. Mehr zum Thema Absinth.

Der Haufe Verlag hat eine ausführliche Uebersicht über alle geplanten Steueränderungen im Koalitions-Vertrag mit Erläuterungen unter http://www.haufe.de/ads/eletter/1810_koalition.asp zum Download bereit gestellt.

Gut, daß ich noch nicht dazu gekommen bin, den Koalitionsvertrag aus der Sicht des Gastgewerbes zu kommentieren. Die Tinte ist noch nicht trocken, da meldet das Handelsblatt schon, die Steuerpläne sollten zugunsten des Mittelstandes entschärft werden. Unter anderem solle die Einschränkung des Verlustvortrages nur gelten für Unternehmen ab 500.000 Euro Gewinn und die Anhebung der Pauschalbesteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen von 1 auf 1,5 Prozent des Listenpreises pro Monat solle "überdacht" werden. Die im Koalitionsvertrag vage versprochenen steuerlichen Entlastungen für den Mittelstand sollen angeblich darin bestehen, für Unternehmen mit einem Umsatz unter 500.000 Euro bei der Umsatzsteuer die Ist-Besteuerung einzuführen (d.h. die Umsatzsteuer wird erst gebucht, wenn das Geld eingeht, nicht schon, sobald man die Rechnung schreibt). Es sollen Sonderabschreibungen für zukünftige Investitionen gebildet werden können, ohne daß wie bei der Investitionsrücklage die Investition spezifiziert werden muß. Warum hat man eigentlich nicht vor der Unterschrift unter den Koalitionsvertrag nachgedacht?

Kaum hat sich kleine eDings skeptisch geäußert über die von mir zusammengestellten Finanzierungsmöglichkeiten von Weblogs, da meldet die Netzeitung, daß Microsoft Bloggern einen Ferienaufenthalt finanziert habe. An eine solche Möglichkeit habe ich noch gar nicht gedacht. Hi Bill, wie wäre es mit einem Ticket nach Seattle?

Wissen Sie, was eine "Zoiglstube" ist? Auf den Websites Zoiglbier.de und Zoigl.de wird dieses Oberpfälzer Phänomen beschrieben. Der Zoigl ist ein untergäriges Bier, das in den Kommunbrauereien Neuhaus und Windischeschenbach nach althergebrachter Weise in offenem Sud gebraut wird. Das Zoiglbraurecht in Windischeschenbach geht bis auf das Jahr 1455 zurück, das Neuhauser Brauerecht sogar bis in Jahr 1415. Damals erhielten alle Hausbesitzer dieser Gemeinden das Recht, selbst zu brauen und auszuschenken. Das Braurecht bleibt stets fest mit Haus und Grundstück verbunden, und um brauen und schenken zu dürfen, muß es auch heute noch im Grundbuch eingetragen sein. In anderen Landesteilen - wie etwa auch in der Stadt Bamberg - war das Braurecht hingegen fürstliches Privileg. Es gibt zwar auch Kommunbrauereien in Oberfranken, aber der Begriff "Zoigl" ist dort nicht gebräuchlich (siehe "Gibt es Zoigl aus Franken?")

Zu den Entstehungszeiten des Kommunbrauens wurde das Zoiglbier einfach in der Stube (der Wohnküche) des jeweiligen Brauers ausgeschenkt; das Bürgerhaus wurde zum Wirtshaus. Heute ähnelt die Zoiglstube schon eher einer kleinen Gaststube, zumal die Zoiglstuben auch heute nicht besonders groß sind und auch in keinster Weise auf Massentourismus oder Profit ausgerichtet sind.

Eine abwechslungsreiche Salatkarte offeriert das Restaurant des Hotels Löwen in Zell. Das Hotel hat sich historisch wie etwa auch das Hotel Krone in Assmansshausen oder der Naussauer Hof in Wiesbaden aus einer Herberge für Reisende und einer Post- und Pferdewechselstation entwickelt.

Donnerstag, Oktober 17, 2002

Der "rote Michelin Führer 2002" ist in das i-Mode-Angebot "ViaMichelin" integriert. Mehr zum Thema i-Mode".

Wiesheu, ein Spezialist für Ladenbacköfen, hat seit 1 1/2 Jahren einen Holzbackofen im Vertriebsprogramm, z.B. geeignet für Holzofenbrot, Flammkuchen, Pizza. Laut Wiesheu haben sich die Hoffnungen der Anwender, die in einen Holzbackofen investiert haben, in der Praxis bestätigt. Ein gutes Beispiel dafür sei das Bäcker-Bistro Utz »Zur Backstubb« in 68723 Schwetzingen, Rheintalstraße 44, wo seit Mai 2002 dreimal täglich darin gebacken wird. Der Holzbackoften sei geeignet für das Schau- und Erlebnisbacken für Bäckereien, Metzgereien, Gastronomie, Catering und Partyservice, Feste, Feten, Feiern, Straßenfeste, Wochen- und Weihnachtsmärkte, Direktvermarktung usw.

Das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz hat eine Statistik "Gäste und Übernachtungen nach Fremdenverkehrsgebieten, Betriebsarten und Gemeindegruppen im Juli 2002 (ohne Campingplätze)" online gestellt.

Eine aufmerksame Abseits-Leserin hat mir mitgeteilt, daß auf unserer Seite über Software für das Gastgewerbe ein Hinweis auf die seit März 2002 freigegebene Software Vomatec CaterIT fehlt, eine Lösung für den Bereich Party- und Catering-Servicest. Sie sei in der Allgemeinen Fleischer-Zeitung positiv besprochen worden. Ich habe auf deren Website zwar keine Besprechung dieser Software gefunden, aber vielleicht liegt das an der zurückhaltenden Art des Deutschen Fachverlages bei der Online-Veröffentlichung der Inhalte ihrer Printerzeugnisse.

Der Koalitionsvertrag steht ab sofort auf der Website der Grünen zum Download bereit (ZIP-File). Für Kommentare, wie sich einzelne Vorhaben auf das Gastgewerbe auswirken könnten, wie man nachteilige Auswirkungen auf gastronomische Unternehmen vermeiden und neue Chancen nutzen kann, wäre ich dankbar.

In wenigen Tagen geht HOGACAREERS online. HOGACAREERS ist ein Absolventenkatalog der deutschen Hotel- und Tourismusfachschulen. Darin finden sich Lebensläufe qualifizierter Bewerber mit Abschlüssen in Hotelbetriebswirtschaft, Touristikassistenz und Diplom - Betriebswirte und -Kaufleute. Die Bewerber, die durch die Unternehmensberatung HOGANETWORKS präsentiert werden, stehen kurz vor Beendigung einer Aus- oder Weiterbildung.

Mittwoch, Oktober 16, 2002

Die Bayreuther Brauerei Gebr. Maisel hat sich an ihre jahrelang eingemottete obergärige Bierspezialist "Dampfbier" erinnert und relauncht. Seinen eigenständigen Geschmack erhält Maisel's Dampfbier durch eine spezielle Hefe und eine Gärung bei höherer Temperatur. Der dadurch entstehende Druckanstieg im Lagerfass erzeugt beim Ablassen ein lautes, dampfartiges Zischen. Das bernsteinfarbene Dampfbier ist in den 80ern in einigen Gaststätten sehr beliebt gewesen. Es ist jetzt nur noch im Fass erhältlich. Als Werbemittel gibt es ovale Bierdeckel und besonders hohe 0,3 l-Gläser.

Die Brauerei Diebels hat die Verkaufsförderungsaktion "Diebels Party-Bewegung" in Nordrhein-Westfalen gestartet. Eine "Band" geht für Diebels mit Coverversionen auf Tour. In den Veranstaltungsräumen werden Werbemittel von Diebels verlost. Die Konzerte werden im Radio und in Tageszeitungen beworben. Das Konzept erinnert mich an das Jägermeister Band Program und die Jägermeister Music Tour in den USA, wo Jägermeister mehr als 115 Band sponsert, die in Bars und Clubs auftreten.

AirlineMeals dokumentiert fotografisch und kommentiert das Bord-Speiseangebot von weit über 100 Fluglinien (via Seitenblicke vom 15.10.02 der Akademie.de).

Der Weser-Kurier meldet, daß der Bremer Ratskeller neu verpachtet worden ist und zwar an ein ortsansässiges, mittelständisches Unternehmen und nicht mehr an die Maritim Hotelgesellschaft. Der "Bremer Ratskeller" befindet sich seit über einem halben Jahrtausend an heutiger Stelle. Er ist das "köstliche und angenehme Fundament" des im Jahre 1405 errichteten Bremer Rathauses, bietet eine sehr gute Auswahl deutscher Weine (mehr als 650 Sorten) und wurde von Wilhelm Hauff 1827 literarisch verewigt in seinen "Phantasien im Bremer Ratskeller". Er ist nicht der älteste noch betriebene Weinschenke, die Weinstube "Alte Torschenke" in Cochem an der Mosel existiert bereits seit 1332, das Weinhaus "Stachel" in Würzburg seit 1413. Im Bauernkrieg schlug der sogenannte "Schwarze Haufen" der aufständischen Bauern in diesem Hause sein Hauptquartier auf und steckte als sein Erkennungszeichen eine Stange mit einem Morgenstern (eine Stachelkugel an einer Kette) zum Erkerfenster hinaus, weshalb dann im Laufe der Zeit das Haus "Zum Stachel" oder kurz "Stachel" genannt wurde. Diesen Namen behielt das Haus bis auf den heutigen Tag. Den "Ratskeller" in Erfurt gibt es seit 1477.

An den Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich sind die Mitgliedsbetriebe mit der Bitte herangetreten, die Branche vor Firmen zu warnen, die offensichtlich mit zweifelhaften Methoden arbeiten. So ersucht z. B. ein Unternehmen mit angeblichem Firmensitz in Thailand österreichische Hotelbetriebe um Auskünfte über Preise und freie Kapazitäten und bittet ausdrücklich um Beantwortung via Fax. Dazu gibt das Unternehmen eine Faxnummer beginnend mit 00882 ... an. Ein Hotelbetrieb, der darauf geantwortet hat, machte die teure Erfahrung, dass das Fax EUR 296,38 gekostet hat. Es handelt sich hier um eine Mehrwertnummer, die - wie es den Anschein hat - dem Empfänger eine gute Einnahmequelle bietet. Mittlerweile sind schon mehrere Fälle in ganz Österreich bekannt. Nach Rücksprache der Fachverbandsgeschäftsführerin Gabriele Leitner mit der Rechtsabteilung der Telekom Austria wird von der Telekom nur der Zonentarif verrechnet. Es kann also sein, dass die Hoteliers darüber hinaus eine Rechnung dieser thailändischen Firma erhalten. In diesem Fall empfiehlt der Fachverband Hotellerie Kontaktaufnahme mit der Fachgruppe seines Bundeslandes. Beim Fachverband sind aus den Bundesländern bereits mehrere derartige Hinweise eingelangt. Den Hoteliers wird daher bei Anfragen aus fernen Ländern zu erhöhter Vorsicht und Überprüfung der Faxnummer geraten.

Dienstag, Oktober 15, 2002

In der Wirtschaftskrise sparen amerikanische Unternehmen bei den Reisekosten. Wie sich die Hotelketten darauf einstellen, beschreibt Jane L. Levere: Lower-Cost Hotels Gain, in: The New York Times vom 8. Oktober 2002.

Alle bislang bekannten Aussagen über die Pläne der Regierungskoalition sind relativ schwammig, so daß ich daraufhin keine Auswertung zu erstellen wage, wie diese Pläne sich auf das Gastgewerbe auswirken. Der Koalitionsvertrag soll mir in den nächsten Tagen zugehen.

Zum Beispiel ist fraglich, ob die Gassteuer, die eingeführt wird, auf den Gaspreis durchschlagen wird, denn die Gaspreise werden eigentlich in Abhängigkeit nicht von den Kosten des Gases sondern von den Ölpreisen festgesetzt. Die neue Gassteuer ist damit begründet worden, man wolle die Gewinne der Gaslieferanten abschöpfen, die sich aus der Ökosteuer auf Öl ergeben.

Die Einführung einer Mehrwertsteuer auf Flüge ins europäische Ausland wird in einem gewissen Umfang zu einer Verlagerung des Flugverkehrs ins benachbarte Ausland führen und damit auch das Gastgewerbe rund um die deutschen Flughäfen negativ belasten. Andererseits werden sich die Reiseanbieter Steuervermeidungsstrategien einfallen lassen, z.B. die anteiligen Kosten des Fluges bei Pauschalreisen herunterrechnen, besonders wenn nicht nur der Flug sondern auch weitere Leistungen (Übernachtung, Leihwagen, Ausflüge vor Ort usw.) im selben Unternehmen erbracht werden. Negativ betroffen dürften vor allem Urlaubsflugreiseziele im europäischen Ausland sein (Balearen, Kanaren, Spanien, Griechenland), wohingegen die Urlaubsreiseziele am Rande der EU einen relativen Wettbewerbsvorteil erfahren, so Rumänien, Bulgarien, Istrien, Kroatien, die Türkei, Nordafrika, noch Zypern und Ungarn.