Gastgewerbe Gedankensplitter



Samstag, November 30, 2002

Mit ihrem Kochbuch "The Food of France" hat die Kolumbianerin Maria Villegas 2001 einen Gourmand World Cookbook Award in der Kategorie bestes ausländisches Kochbuch gewonnen. Bereits 1998 erschienen ist: "Sweet Temptations". Anfang 2003 soll ein neues Bücher von ihr herauskommen: "a la carte". Maria Villegas neues Kochbuch erfüllt die Ansprüche nach qualitätsvollen, neuen, schnell, leicht zuzubreitenden und exotischen Rezepturen. Die mexikanische Fotografin Claudia Uribe Touri hat beeindruckende Fotos beigesteuert. Das Buch wurde nominiert für den Infernational Cookbook Fair Award in der Kategorie "Best Recipes Cookbook".

Sechs Köche aus vier Ländern haben heute in Auerbach um den ersten Sauerbratenpokal in zwei Kategorien gekämpft: klassischer Sauerbraten nach Vorgabe und "Phantasie"-Sauerbraten, der der Kreativität der Köche keine Grenzen sezten soll. Veranstalter ist der Arbeitskreis Deutscher Sauerbraten. Auslöser dieser PR-Aktion ist ein Rechtsstreit zwischen einem Gastronom und seinem Gast, bei dem es um die Frage ging, wie ein Sauerbraten zu schmecken habe. Im Wettgericht sitzt auch der Direktor des Auerbacher Amtsgerichtes, der das umstrittene Urteil einst gefällt hat. Das Urteil fiel gegen den Gastronomen aus, weil es sich während der Verhandlung herausstellte, daß es für Sauerbraten kein allgemein anerkanntes Rezept gibt. Siehe dazu auch einen Artikel in der "Zeit" Nr. 23/2002: "Braten vor Gericht" mit diversen regionalen Rezepten.

Aus dem Verlag Prospect Books stammt "A History of Cooks and Cooking Food" von Michael Symons, eine Interpretation der Geschichte der Menschheit durch das Prisma der Küche: "People have tried to understand human development by charting the consequences of economics, political conflict and its resolution, intellectual creativity, or sexual and moral changes. Symons views the world via the stove-top and the cooking-pot. It puts a whole new angle on world history and, more important still, puts women at its centre." Bevor er sich akademischen Studien zuwandte, betrieb Michael Symons ein Restaurant in Adelaide, Australien.

Eine Auswahl der besten englischsprachigen Nahrungsmittel-Artikel aus den "Petits Propos Culinaires" der letzten zwanzig Jahren erscheint am 1. Dezember: "The Wilder Shores of Gastronomy: Twenty Years of the Best Food Writing from the Journal Petits Propos Culinaries" von Harold McGee (Vorwort), Alan Davidson (Herausgeber).

"Petits Propos Culinaries" ist ein Journal für Nahrungsmittelstudien und -geschichte, das seit 21 Jahren dreimal pro Woche erscheint. Es wurde gegründet von Alan Davidson, Herausgeber des Werkes "Oxford Companion to Food", wird nunmehr vom Verlag "Prospect Books" herausgegeben, erscheint im A5-Format und enthält normalerweise 64 oder 80 Seiten mit Artikeln oder Anmerkungen von Lesern und Buchbesprechungen.

Voraussichtlich am 1. Februar 2003 erscheint im Pengiun Verlag eine Taschenbuchausgabe eines Buches, das es als Hardcover zu einem Bestseller unter den Geschichtsbüchern gebraucht hat: Salt: A World History" von Mark Kurlansky. Die Website zum Buch. Eine Buchsprechung in "The Harvard Advocate".

Sein 1997 erschienenes Buch "COD: A Biography of the Fish That Changed the World" erhielt den James Beard Award for Excellence in Food Writing, 1999 den Glenfiddich Food and Drink Award for Best Book, wurde von der New York Public Library als eines der besten Bücher bezeichnet und stand auf den Bestseller-Listen der New York Times und von Boston Globe. Mark Kurlansky schreibt seit langem über Nahrungsmittel und ihre Geschichte. Er arbeitete als professioneller Küchenchef und Patisseur in New York und New England und schreibt nunmehr Kolumnen über die Geschichte der Nahrungsmittel für Nahrungsmittel- und Wein-Zeitschriften. Im Jahre 2000 wurde eine seiner Artikel in die Sammlung "Best Food Writing" aufgenommen.

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Die Elsässerin Christine Ferber ist eine Patissier der vierten Generation in Niedermorschwihr, 10 km von Colmar entfernt. Ihre Spezialität sind ungewöhnliche, köstliche Marmeladen und Gelees. In den Restaurants von Alain Ducasse und anderen Gourmettempeln sind sie gelistet. Siehe auch einen Artikel über Christine Ferber in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 12. Mai 2002: "Fruchtbare Arbeit" und einen Beitrag über sie im Michelin: "Queen Christine's jams". Ihr Buch Mes Confitures: The Jams and Jellies of Christine Ferber" von Alain Ducasse (Vorwort), Christine Ferber, Virginia R. Phillips (Übersetzer), ist in Frankreich ein Bestseller. Darin enthalten sind Dutzende von Rezepten, geordnet nach dem zeitlichen Ablauf der Obstsaison.

Von Ludovic Lefebvre, Küchenchef des französischen Restaurants L'Orangerie in Los Angeles, erscheint voraussichtlich im Juni des nächsten Jahres das Buch: "The Feast of the Five Senses" von Ludovic Lefebvre, Martin Booe. Martin Booe ist Redakteur der Gourmet-Zeitschrift "Bon Appetit", schreibt aber gelegentlich auch für die Los Angeles Times.

Cover"Jamie's Kitchen. As seen on channel four" von Jamie Oliver. Das neueste Buch von Jamie Oliver gibt es leider noch nicht auf deutsch. Dieses Kochbuch umfaßt auch Rezepte seines Kochkurses für arbeitslose Jugendliche. Mehr über Jamie Oliver.

Freitag, November 29, 2002

"Restaurant Financial Basics" von Raymond S. Schmidgall, David K. Hayes und Jack D. Ninemeier. Raymond S. Schmidgall, PhD, CPA, ist Professor für Hospitality Financial Management an der Michigan State University, David K. Hayes ist geschäftsführender Gesellschafter des Clarion Hotel and Conference Center in Lansing, Michigan, und Mitautor der Standardwerke "Restaurant Law Basics" und "Food and Beverage Cost Control" (2. Ausgabe). Jack D. Ninemeier, PhD, ist Professor an der Michigan State University. Lesen Sie das 1. Kapitel dieses Buchs (PDF).

In der Reihe "Food Service Professionals Guide" erscheint demnächst der 4. Band "Promoting & Generating Publicity for Your Restaurant for Just a Few Dollars a Day: 365 Secrets Revealed" von Tiffany Lambert.

"The Bartender's Best Friend: A Complete Guide to Cocktails, Martinis, and Mixed Drinks" von Mardee Haidin Regan. Das Inhaltsverzeichnis. Das ultimative Nachschlagewerk für den englischsprachigen Bartender, praktisch und einfach zu benutzen, mit mehr als 850 Rezepten für Cocktails und Mixgetränke, mit Schritt-für-Schritt-Anweisungen. Grundlagen der Arbeiten in der Bar, Arbeitsgeräte, Zutaten, Techniken, Gläser und Garnituren. Dazu gehört eine Website mit den allerneuesten, innovativsten Drinks. Die Autorin hat sich zusammen mit ihrem Mann Gary Regan ("Reganomics Inc.") auf das Schreiben von Bücher über Spirituosen spezialisiert. Zusammen haben sie u.a. das Buch "New Classic Cocktails" veröffentlicht.

Der bayerische Landtag nervt die bayerischen Gastronomen. Es sind nur noch gut vier Wochen bis zum Jahresende und die Personaleinsatzplanung für den Januar steht in vielen Betrieben an. Doch die CSU-Abgeordneten des Landtages kriegen ihre Ärsche nicht hoch, um rechtzeitig zum Jahresbeginn die bereits auf einer Klausurtagung der CSU, die mit absoluter Mehrheit regiert, beschlossene Verkürzung der Sperrzeit um eine Stunde (von 1 auf 2 Uhr nachts sowie von 2 auf 3 Uhr nachts an Sonn- und Feiertagen) zu verabschieden. Es ist paradox, wenn Stoiber als Kanzlerkandidat verspricht, ein Drittel aller bürokratischen Regelungen abzuschaffen, und noch nicht einmal Manns genug ist, im Bayerischen Landtag die Abschaffung der Sperrstunde für das bayerische Gastgewerbe gegen den Widerstand von Kommunalpolitikern zügig durchzusetzen. Mehr zum Thema Sperrstundenregelung.

Die Süddeutsche Zeitung bietet in ihrer Ausgabe vom 29. November gleich vier Artikel zur Krise in der Gastronomie. Claudia Wessel berichtet über "Existenzangst hinter den Theken", Astrid Becker sieht: "Über den Wirten kreist der Pleitegeier". Felix Barth stellt ein kleines chinesisches Restaurant am Weißenburger Platz in München vor, der von der Krise profitiert: "Preise zum Anbeißen". In einem Interview behauptet der Autor des Buches "Der Pleite keine Chance", Andreas Schreiner, vielen Wirten fehle es an Know-how.

Ein freundlicher Aufruf zur Revolte: am 30. November vor dem Kanzleramt auf die Barrikaden.

Donnerstag, November 28, 2002

In der Tarifrunde für das Jahr 2003 will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nach einem Beschluß des Hauptvorstandes von heute für die rund 700.000 Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe Entgeltforderungen zwischen vier und fünf Prozent aufstellen bei Laufzeiten von zwölf Monaten. Zudem solle die die tarifliche Gestaltung der betrieblichen Altersvorsorge verbessert werden.

Die neue Hotel- und Gaststätten CD-ROM der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) erscheint im Dezember 2002. Erstmalig wurde hier bei der BGN branchenspezifische Inhalte auf einer CD-ROM zusammengeführt. Die CD enthält alle für die Branche relevanten Informationen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Außerdem finden Nutzer den Fernlehrgang, mit dem sich Unternehmer von Kleinbetrieben für die Teilnahme am BGN-Branchenmodell gemäß Unfallverhütungsvorschrift BGV A6 »Fachkräfte für Arbeitsicherheit« und BGV A7 »Betriebsärzte« qualifizieren können. Mitgliedsbetriebe der BGN können die Datenträger unter Angabe der Betriebsnummer direkt bei der BGN anfordern. Bestellfax der BGN : 06 21/44 56-34 48.

Frazer Coffee, eine Coffeshop-Kette mit fünf Filialen in Frankfurt am Main, wurde mit Bluetooth Access Points von Sofanet ausgestattet: "Schnurlos surfen in Coffeebars", in: Heise News vom 26. November. Mehrere Baristas von Frazer Coffee haben bei den regionalen Meisterschaften der 2. Deutschen Barista Championship im März 2002 gut abgeschnitten.

Daß es der Stadt München trotz des lautstarken Jammerns, sie sei pleite, noch zu gut geht und sie überflüssige Beamtenstellen vorhält, belegt ein Artikel von Astrid Becker in der Süddeutschen Zeitung vom 28. November, wonach das Statistische Amt der Stadt Muße hat, sich mit der Preisentwicklung in der Gastronomie zu beschäftigen: "Tee mit Kuchen zu 6,90 Euro". Wir empfehlen, während der Arbeitszeit nicht in Kneipen rumzuhängen.

Nach der Veröffentlichung des neuen Michelin Red Guide 2003 Deutschland lecken einige Regionen ihre Wunden, so auch die Chaos-Hochburg: "Berlins Gastronomie hat nur noch sechs Sterne", in: Berlin Online vom 28. November. Besonders gut gefallen unter der Vielzahl von Presseveröffentlichungen anläßlich des Erscheinens des 2003er Michelins hat mir ein Artikel von Patricia Bröhm: Sterne kommen, Sterne vergehen, in: Süddeutsche Zeitung vom 28. November.

Mittwoch, November 27, 2002

Die amerikanische Fachzeitschrift Nightclub & Bar berichtet in ihrer Oktober-Ausgabe über erfolgreiche Verkaufsförderungsaktionen mit Winterbieren, also dunklen Bieren: "Wintertime Winners". So pflegt das "Rhinoceros" in Missoula, Montana, eine gute Zusammenarbeit mit Händlern und Brauereien, um neue Produkte und angesagte Bierspezialitäten anzubieten und fragt oft nach neuen Produkten, bevor diese Produkte allgemein verfügbar sind. Das "Rhinoceros" bittet z.B. Brauereien um Give-Aways (Werbemittel zum Mitnehmen) und stellt diese Brauereien dann heraus. Jeden Donnerstag können die Gäste im "Rhinoceros" ein Glas einer Gasthausbrauerei erwerben, das erste Glas kostet 3 US-Dollar inclusive Füllung und jede weitere Füllung 2 US-Dollar. Das "Rhinoceros" erhält diese Gläser von den Brauereien für 1 US-Dollar.

Nach dem beachtlichen Erfolg bei der letzten HOGA laden die Lebensmittelgroßhändler der Service-Bund GmbH die Profis der Branche am 24. und 25. Februar in Halle 4 der HOGA zu einer hochkarätigen Food-Präsentation ein. Unter dem Titel "Food Spezial 2003" werden über 100 namhafte Unternehmen der Ernährungswirtschaft ihre Produkte und neueste Trends im Foodbereich präsentieren. Ergänzend dazu verraten im Forum prominente Kollegen aus Hotellerie, Gastronomie und Catering bei Kochvorführungen und in Kurzvorträgen ihre Erfolgsrezepte. Praxisnah wird über die Megatrends im Foodbereich informiert und es werden Erfahrungen aus der eigenen Praxis weitergegeben, die man als wertvolle Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen kann.

Auf der 22. Hoga Bayern vom 23. bis 26. Februar 2003 ist die Schauküche an den Nachmittagen fest in Händen der Miniköche aus Hersbruck (Mittelfranken), wo eine Projektgruppe Miniköche ins Leben gerufen wurde, um Kinder frühzeitig für das Thema gesunde Ernährung zu sensibilisieren und Spaß am Kochen und dem eigenständigen zubereiten von Gerichten zu wecken.

Auch die spanischen Kommunen sind klamm und starten den aberwitzigen Versuch, die Betreiber von Internetcafés abzuzocken, indem sie sie steuerlich Spielhallen gleichsetzen (Quelle: Florian Fötzer: "Sind Internetcafés Spielhallen", in: Heise.de). Über diesbezügliche Eskapaden der Stadt Berlin hatten wir bereits berichtet. In Bayern konnte der Versuch der Kommunen, ein Heberecht für kommunale Steuern außer der bereits existierenden Hundesteuer durchzusetzen, nur knapp abgewehrt werden (siehe dazu auch einen Kommentar in Merkur Online vom 21. November: "Streit über Kommunalfinanzen"). Bayerische Gemeinden hatten dabei vor allem eine Zweitwohnungssteuer im Visier, hätten auf Dauer aber sicherlich auch nicht unversucht gelassen, eine Vergnügungssteuer einzuführen und danach auch Internetcafés auszunehmen.

Der Haufe-Verlag hat ein neues Steuerportal Taxman mit teilweise kostenlos zugänglichen Informationen online gestellt.

Ende August kamen 154 Weinexperten, darunter Oenologen, Wissenschaftler, Winemaker, Sommeliers und Fachhändler aus 30 Nationen der Erde in Mainz zusammen, um in der wohl größten Weinprämierung, die je in Deutschland stattgefunden hat, 2797 Weine, Schaumweine, Port und Sherry aus den wichtigsten Anbauländern der Welt - 27 Erzeugerländer nahmen am Wettbewerb teil - nach den Regeln des obersten Weinbauamtes (O.I.V.) zu verkosten und zu beurteilen. Nach der Premiere des Großen Internationalen Weinpreises im vergangenen Jahr haben die drei führenden internationalen Weininstanzen, das O.I.V., der Internationale Oenologenverband (UIOE) sowie die Fédération Mondiale des Grands Concours de Vin et du Spiritueux dem Wettbewerb ihr uneingeschränktes Patronat ausgesprochen. Es folgte die Anerkennung durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz und schließlich die Zustimmung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz (BMVEL) sowie die Aufnahme des Wettbewerbs der Mundus vini Internationale Weinakademie in die EU-Liste der amtlich anerkannten Stellen, die zur Verleihung von Auszeichnungen für Weine berechtigt sind. Erstmals ist damit einem privaten Träger eines bedeutenden internationalen Weinwettbewerbs in Deutschland eine solche Anerkennung ausgesprochen worden. Die "Mundus vini Internationale Weinakademie" ist die einzige privatwirtschaftliche Institution, die einen internationalen Wettbewerb durchführen kann, der auch in der Etikettierung auf der Flasche verwendet werden darf. Während des diesjährigen Großen Internationalen Weinpreises prämierte die internationale Fachjury insgesamt 902 von 2797 Weinen, darunter 599 Silbermedaillen, 285 Goldmedaillen und 18 Große Goldmedaillen. Deutsche Winzer, Genossenschaften und Kellereien stellten mit 1157 (41%) das Gros der teilnehmenden Weine. Prämiert wurden 341 der deutschen Gewächse (222 Silber, 115 Gold, 4 Große Gold). Auf Rang zwei der Länderliste rangiert Italien mit insgesamt 360 Produkten, die internationale Fachjury prämierte 65 unter ihnen mit Silber, 16 mit Gold und ein weiteres Produkt mit Großem Gold. Frankreich beteiligte sich mit 236 Weinen und erreichte 33 mal Silber, 15 mal Gold und 3 mal Großes Gold. Auf die höchste Auszeichnungsquote (68,7%) im Wettbewerb können die chilenischen Weinerzeuger stolz sein. Von 115 Weinen gingen 79 mit einer Medaille aus dem Rennen (43 Silber, 32 Gold, 4 Große Gold). Neben den Medaillen-Rängen vergab die Jury Sonderauszeichnungen für besonders herausragende Leistungen: Der beste trockene Weiß- und Rotwein wurde jeweils für Deutschland, Europa und Übersee mit einer Sonderauszeichnung bedacht. Daneben hielt die Jury es für sinnvoll, die günstigen Weine für den Lebensmittelhandel, die als herausragend aus dem Wettbewerb hervorgingen mit Sonderauszeichnungen zu dekorieren. Genauso wurden die Leistungen je eines Erzeugers aus Deutschland, Europa und Übersee gewürdigt, die mit der höchsten Auszeichnungsquote von mindestens 10 teilnehmenden Weinen aus dem Wettbewerb hervorgingen. Eine für Distributeure und Importeure wichtige Anerkennung ist der Sonderpreis "Sortiment des Jahres". Maßgeblich bei der Vergabe dieser Auszeichnung ist die Anzahl der prämierten Produkte möglichst verschiedenartiger Herkünfte, also das herausragendste internationale Sortiment. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft werden die ersten, mit Medaillen ausgestatteten Weine in den Handel gelangen und so dem Verbraucher am Weinregal eine noch nie da gewesene Orientierungs- und Einkaufshilfe bieten, denn die Qualität der prämierten Produkte wurde durch ein internationales Expertenteam nach einem amtlich anerkannten und bewährten Verfahren festgestellt. Darauf kann sich der Weinkäufer verlassen! (kb). (Quelle: Pressemitteilung von Mundus Vini).

Die beim Internationalen Weinpreis Mundus Vini 2002 ausgezeichneten Weine.

Die Fachzeitschrift Fizzz veröffentlicht in ihrer Dezember-Printausgabe Ergebnisse des Gastropanels über Spirituosen in der Gastronomie, u.a. die Verbreitung von Spirituosenarten in der Gastronomie, den durchschnittlichen Einkauf in Litern pro Betrieb und Tertial und den durchschnittlichen Ausschankpreis pro 2 cl. Eine interessante Lektüre, auch um die eigenen Preise mit den branchenüblichen abzugleichen. Fizzz jetzt abonnieren.

Christian Buchholz geht im Manager-Magazin der Frage nach, ob Steigenberger, Deutschlands fünftgrößte Hotelkette, vor dem Verkauf steht: "Vier Damen auf Verkaufstour".

Beim Wettstreit, wer das stärkste Bier der Welt braue, sind deutsche Brauereien mit "EKU 28" (11% vol. alc.) genauso wie die Schweizer Feldschlösschen Brauerei mit "Samischlaus" (14% vol. alc.) oder der "Belzebuth" (15% vol. alc.) aus der französischen Brasserie Jeanne d' Arc mittlerweile weit abgeschlagen. Dieser Titel steht seit Februar dieses Jahres dem Bier "Sam Adams Utopia MMII" zu mit 24% vol. alc. Siehe auch eine Liste der stärksten Biere der Welt (Stand vor der Einführung des neuen Spitzenreiters).

BieraboSeit Jahren predige ich jedem Brauer, der es hören will oder auch nicht, er soll mal ein Kirschbier zu brauen versuchen. In unseren Gaststätten bieten wir seit vielen Jahren ein Biermix aus Hefeweißbier und einem Schuß Sauerkirschnektar an, das sehr gerne getrunken wird. In Belgien haben Fruchtbiere, so auch Kirschbiere ("Kriek" ist ein Verschnitts verschiedener Lambic-Sorten. Es enthält zwischen 10 und 25 % Kirschen als Frucht, Saft oder Fruchtsaftkonzentrat, z.B. "Cantillon Kriek" oder das "Mort Subite Kriek" der Brasserie de Keersmaeker) eine lange Tradition. Jetzt hat sich die auch ansonsten recht rege Klosterbrauerei Neuzelle der Idee zugewandt (ohne unser Zureden) und bietet ein Kirschbier an, hergestellt aus Bockbier und reinem Kirschsaft (Kirschmuttersaft), veredelt mit Holundersaft und Raffinade (ohne Konservierungsstoffe und chemische Zusätze). Eine andere "verrückte" Idee der Neuzeller ist ihr Badebier, die Verwendung von Bier als Badezusatz. Diese Idee hat jetzt sogar Wellen im Ausland geschlagen, siehe "Beer and Bubbles", in: Real Beer Page vom 24. November 2002.

Dienstag, November 26, 2002

MyShoutbox.com - Free Shoutbox!Robert Chromow hat dankenswerterweise auf der Website der Akademie.de "Shoutbox: ein innovatives Community-Tool" vorgestellt. Natürlich habe ich gleich eine Shoutbox für Abseits.de-Nutzer eingerichtet. Einfach mal ausprobieren.


Die Zeiten, in denen Bio-Produkte verschämt in einer Ecke des Supermarktes standen und auf eine Handvoll eingeweihte Käufer warteten sind endgültig vorbei. Vom traditionellen Bioladen über den Bio-Supermarkt bis hin zur Internet-Bestellung einer Gemüsekiste bleibt fast kein Wunsch mehr offen. Mit dem staatlichen Bio-Siegel gibt es inzwischen auch eine Orientierungshilfe für Verbraucher, die schnell sicher sein wollen: Hier ist Bio drin. Für alle, die bisher kaum oder gar nicht mit Bio-Produkten zu tun hatten und sich fragen, warum andere Menschen freiwillig etwas mehr Geld für ihre Lebensmittel ausgeben und darüber nicht einmal meckern, ist das neue Heft des aid infodienst gedacht. Es erläutert auf einfache und verständliche Weise die Vorzüge und Besonderheiten des Bio-Landbaus und seiner Lebensmittel. Alle wichtigen Verbandssiegel werden vorgestellt und auch solche Kennzeichnungen entlarvt, die Bio nur vortäuschen. Außerdem gibt es eine Menge Tipps zum Einkauf und zum Sparen. Bestell-Nr.: 61-1458, ISBN 3-8308-0269-2, Preis: 2,00 EUR zzgl. Porto und Verpackung gegen Rechnung (Rabatte ab 10 Heften). Bestellung bei: aid infodienst Verbraucherschutz - Ernährung - Landwirtschaft e. V., E-Mail: Bestellung@aid.de (Quelle: www.ECO-News.de ).

Am 30. April und 1. Mai 2003 veranstaltet die Weingärtnergenossenschaft Brackenheim in Württemberg die Brackenheimer Weintage.

Vielfältige Informationen rund um die Winzergenossenschaften bietet die Internet-Plattform www.deutsche-winzergenossenschaften.de des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV). Das Angebot umfasst Wissenswertes zum Weinbau in Deutschland mit ausgewählten Statistiken, Aktuelles zur Entwicklung der Winzergenossenschaften, eine vollständige Adressensammlung mit Links zu den jeweiligen Homepages sowie alle Pressemeldungen des DRV zum Thema Wein. Per Mausklick erreicht der Internet-Surfer die gewünschte Winzergenossenschaft und hat die Möglichkeit, online Wein, Sekt und anderes mehr zu bestellen. Neue Produkte, Auszeichnungen, Tipps, Termine von Winzerfesten und Tagen der offenen Tür vervollständigen das Portal. Ca. 30% des deutschen Weines werden von bzw. in 258 deutschen Winzergenossenschaften erzeugt, davon haben 155 Genossenschaften eine eigene Kellerwirtschaft.

Geektels ist ein neuer, weltweiter Katalog, der ausschließlich Hotels beinhaltet, die einen Breitbandinternetzugang in den Gästezimmern anbieten. Er umfaßt zur Zeit ca- 2.300 Hotels. (Quelle: SearchDay, ein Newsletter von Searchenginewatch, Nr. 406 vom 25. November 2002).

Nebenbei: Das Whois-Tool ist auch nicht schlecht, denn man kann nach den Domain-Inhabern diverser Top Level Domains suchen.

Wenn man sich bei Weinen die Breite an Qualität und Preisen anschaut, kann man als Bierliebhaber Tränen in die Augen bekommen. Kaum eine Brauerei schafft es, Biere anzubieten, die mehr wert sind als ein paar Mark. Statt ihre handwerkliche Kunst auf Bier zu konzentrieren, wetteifern sie um Werbemittel, vor allem Trucks, als wären sie Automobilbauer statt Brauer. Dabei ist es doch relativ einfach, Biere wertvoll zu machen:
  • Verknappen. Stepfan Zehendner z.B. macht den Trend zu immer früheren Bockbieranstichen nicht mit, nur weil der Einzelhandel Artikel vorzeitig anbieten möchte (Weihnachtsgebäck ab September und ab Januar dann Osterhasen). Bockbieranstich ist erst kurz vor Weihnachten, in diesem Jahr am 13. Dezember. Und im Handel gibt es keine einzige Flasche seines "Mönchsambacher Weihnachtsbocks", sondern nur in der Brauereigaststätte selbst und einigen wenigen Gaststätten, die seine Biere das ganze Jahr über vom Faß verkaufen (dürfen). Das Bockbier vom Faß ist meist am ersten Abend weg. Und wenn jemand zwei Kästen kaufen will, bekommt er meist nur einen, weil die anderen auch noch einen haben möchten...
  • Jahrgangsbiere. Da die meisten Brauereien eher Probleme haben, ihre Biere haltbar zu machen, statt gleich Biere zu brauen, die wie gute Weine im Laufe der Zeit besser werden, kommen die wenigsten auf den Gedanken, Jahrgangsbiere zu brauen und es damit den Winzern mit ihren Jahrgangsweinen und Jahrgangschampagnern gleichzutun. Eine Ausnahme ist der Braumeister Andreas Werner von der Brau Union Österreich. Er hat ein Reininghaus Jahrgangspils kreiert, ausschließlich aus Leutschacher Hopfen, der in diesem Jahr witterungsbedingt ein besonders herrliches Hopfenaroma ausbilden konnten. Dieses Pils gibt es nur in der gehobenen Gastronomie und im Gassenschank in der Grazer Vinothek (!) bei der Oper (Karl Lamprecht). (Quelle: "Schlankes Pils mit fruchtiger Hopfennase", in: Kurier online vom 23. November 2002). Ganz so neu ist diese Idee (außerhalb des deutschsprachigen Raumes) natürlich nicht, sondern in Belgien gang und gäbe. So wird das "Kasteelbier Ingelmunster", ein dunkelbraunes, portweinähnliche Jahrgangsbier zur Reifung im flämischen Schloss Ingelmunster gelagert (alc. 11% vol.).
  • Nur saisonale Verfügbarkeit. So gibt es den "Hartmann Felsenkeller", aus der Brauerei Hartmann in Würgau, mit einem Hauch von Whiskymalz nur in den Sommermonaten, genauso wie das "Alte Klosterbrauerei Vierzehnheiligen Erntebier", ein Drei-Korn-Bier.
  • Große Flaschen, limitierte Mengen. 1999 hat Boston Beer, eine Gasthausbrauerei, ein "Samual Adams Millennium Ale" gebraut mit 20% vol. alc. Es wurden nur 3.000 Flaschen zu je 0,75 Liter abgefüllt und laufend numeriert. Die Nummer 1 erzielte bei einer Internetauktion knapp 5.000 US-Dollar. Weitere Nummern gingen für um die 1.000 US-Dollar je Flasche weg. Keith Galbraith und Ben Middlemiss von Galbraith's Alehouse haben in Neuseeland die größe und teuerste Flasche Bier hergestellt: "Millennium Balthazar" mit 12 Litern Romanov-Bier für 890 neuseeländische Dollar. Ausserdem gab es noch Jerobeams (3 Liter) für 80 neuseeländische Dollar und Magnum-Flaschen (1,5 Liter) für 33,75 neuseeländische Dollar (Quelle: Camerun Williamson, "Big can be better", in: Real Beer Page)
  • BieraboBegrenzte Haltbarkeit, Frischeprodukt. Die Klosterbrauerei Neuzelle gibt auf ihr Produkt "Schwarzer Abt" eine Frischegarantie von 14 Tagen, d.h. das Bier gelangt spätestens 14 Tage nach Abfüllung zum Besteller. Das Bier selbst hat eine Mindesthaltbarkeit von sechs Monaten. Stefan Zehendner von der Mönchsambacher Brauerei weigert sich, seine Biere im Getränkefachgroßhandel zu vertreiben, weil er vermeiden will, daß Biere überaltert erhältlich sind. Solche Strategien, Bier als frisches Produkt zu positionieren, unterläuft die Strategien der großen Braukonzerne, ihre Biere national oder international zu distribuieren und dafür stärker zu filtrieren und damit Geschmacksträger zu entfernen. Wie wäre es damit, Bier anzubieten, daß auf dem Weg bis zum Kunden gekühlt werden muß und damit den Weg zu öffnen in die Kühltheken des Lebensmitteleinzelhandels, von Bäckern und Metzgern, so wie das Müller Milch mit seinen Säften durch den Zusatz von 10% Süßmolke geschafft hat (z.B. "Müller Drink Blutorange")?

Die Offenbach-Post berichtet am 26. November über Rückgänge im Geschäft mit 'Weihnachtsfeiern von Firmen: "Die Firmen reservieren mit angezogener Handbremse".

Die Diskussion um Steuer- und Abgabenerhöhungen nach der Bundestagswahl vor gut einem Monat belasten die Stimmung der Verbraucher in Deutschland. Dies ist eines der Ergebnisse der im Auftrag der EU-Kommission durchgeführten Studie der GfK Marktforschung zum Konsumklima im Oktober. Der Indikator zur Konjunkturerwartung hat im Oktober knapp zehn Punkte eingebüßt. Mit ihm misst die GfK die Einschätzung der Verbraucher in Bezug auf die zukünftige konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Mit einem Wert von plus 1,5 liegt die Konjunkturstimmung nur noch knapp über ihrem langjährigen Durchschnitt von Null Punkten. Der deutliche Rückgang des Indikatorwerts im Oktober hat auch die längerfristige Trendentwicklung der Konjunkturstimmung gekippt. Diese verläuft erstmals wieder negativ.

Die Verbraucher glauben momentan offensichtlich nicht an eine kurzfristige konjunkturelle Besserung und damit auch nicht an eine Erholung der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Vermutlich haben die in der Öffentlichkeit diskutierten Vorschläge der neu konstituierten Regierung zur Steuer- und Abgabenpolitik zum wachsenden Pessimismus beigetragen. Die Ergebnisse korrespondieren mit dem Tenor des aktuellen Herbstgutachtens der sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, demzufolge es wenig Hoffnung für eine nachhaltige und kräftige Belebung der Konjunktur im kommenden Jahr gibt.

Der stärkste Stimmungsabfall im Oktober betraf die Einkommenserwartung der Konsumenten. Mit einem Rückgang von gut 15 Punkten hat der Indikator seinen niedrigsten Wert seit fünf Jahren erreicht und ist erstmals wieder negativ. Nachdem die Steuerreform um ein Jahr verschoben wurde, gehen die Verbraucher offensichtlich derzeit davon aus, dass die neu vereinbarten Steuer- und Abgabenpläne der neu gewählten Regierung zu weiteren Belastungen ihres Haushaltsbudgets führen werden. Der Abbau von Steuervergünstigungen, die Erhöhung von Steuern sowie drohende Beitragsanhebungen in der Renten- und Krankenversicherung haben der Einkommensstimmung einen deutlichen Dämpfer verpasst.

Sinkende Konjunkturerwartung sowie rückläufige Einkommensaussichten haben dafür gesorgt, dass die Anschaffungsneigung im Oktober gut zwei Punkte einbüßte. Sie stagniert damit im Trend auf einem historisch gesehen niedrigem Niveau. Als Folge dieser skeptischen Stimmung des Verbrauchers ist zu erwarten, dass sich das Konsumklima im November insgesamt leicht verschlechtern wird. Voraussichtlich wird der Indikator gegenüber dem Vormonat von 7,3 auf 7,2 Punkte sinken. Für die Konsumkonjunktur stehen die Sterne zumindest in den nächsten Monaten nicht besonders günstig. Zwar haben die Folgen der Flutkatastrophe die Stimmung nur wenig beeinträchtigt. Jedoch sorgen die derzeit diskutierten Steuer- und Abgabenerhöhungen dafür, dass die Verbraucherstimmung sich eintrübt. Zudem ist nach dem aktuellen Herbstgutachten der Forschungsinstitute davon auszugehen, dass auch im kommenden Jahr die Arbeitslosigkeit nicht sinken wird. Unter solchen Bedingungen werden die Verbraucher ihr vorsichtiges Konsumverhalten beibehalten.

Die Ergebnisse stammen aus der Studie „GfK-Wirtschaftsdienst Konsum- und Sparklima“, die von der GfK Marktforschung herausgegeben wird. Sie basieren auf monatlichen Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In der ersten Oktoberhälfte 2002 wurden turnusmäßig rund 2.000 repräsentativ ausgewählte Personen unter anderem gefragt, wie sie die gesamtwirtschaftliche Lage, ihre Anschaffungsneigung und ihre Einkommenserwartung einschätzen.

"Versinthe" ist ein hochwertiger Absinth aus der Liquoristerie in der Aix-en-Provence. Im Angebot ist auch ein nach der Schweizer Methode gebrannter weißer Absinth "La Blanche de Versinthe". Vertrieb in Deutschland durch Schlumberger.

Auf der Website von Versinthe findet sich eine lesenswerte Stellungnahme zur Frage, was denn eigentlich Absinth sei: "Absinth? or Absinth!" Wegen der wachsenden Popularität von Absinth, würden sich viele Produkte Absinth nennen, vor allem außerhalb Frankreichs, die gar kein Absinth seien. Im Anschluß daran wird beschrieben, was einen echten Absinth auszeichnet ...

Sie heißen Debüt und Grünspecht, Frischling, Jungfuchs oder Primus und sie haben eines gemeinsam, es sind Weine des neuen Jahrgangs aus deutschen Anbaugebieten. Vor 20 Jahren gehörte Dr. Reinhardt Muth aus dem rheinhessischen Alsheim zu den Pionieren, die versuchten den Weinfreunden Geschmack an frischen, jungen deutschen Weinen zu machen. In den letzten Jahren sind Winzer in allen Anbaugebieten dazu übergegangen. Eine EU-Verordnung ermöglicht es den deutschen Winzern ab 1. November Wein unter dem Namen „Der Neue“ in Verkehr zu bringen. Stefan Erbeldinger aus Bechtheim produziert seit 1987 jedes Jahr einen Neuen, den er nach seinem Jüngsten, Christoph, benannt hat. Dieses Jahr ist es ein Portugieser und 8000 Flaschen werden von den Erbeldingerkunden schon sehnlichst erwartet. Burkhard Spieß, ebenfalls aus Bechtheim nennt seinen Neuen „Frischling“ und er ist mit der Qualität des roten „Saint Laurent“ sehr zufrieden. Er bedauert, dass sich bei vielen Kunden die Überzeugung nicht ausmerzen lässt, dass sein junger Wein bis Weihnachten getrunken sein müsste: „So ein Quatsch, wo der doch immer besser wird“, lautet sein Kommentar. In Baden haben sich zwei Winzergenossenschaften zusammengetan und starten ihr Weinjahr immer mit einem „Debüt“: Die Auggener produzieren den weißen Debüt 2002, ihre Kollegen von der Winzergenossenschaft Wolfenweiler füllen das rote Gegenstück dazu ab. Viele deutsche Winzer haben übrigens bereits ganz unspektakulär einen Teil des neuen Jahrgangs in der Flasche - ohne besonderen Namen und extra Etikett - ganz einfach weil die Lager leer sind und die Weinfreunde auf Nachschub warten. Zur Liste der Erzeuger. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Weininstituts).

Ökotest hat 19 italienische Rotweine, die im Supermarkt und im Weinhandel für unter 10 Euro angeboten werden, untersucht: "Vino rosso hat eine weiße Weste", in: Öktotest, Dezember 2002. Ökotest abonnieren.

Montag, November 25, 2002

"Hemmungslos kochen. 24 Wahrheiten über die gute Küche" von den Brüdern Karl und Rudi Obauer vom "Hotel und Restaurant Oberauer" in Werfen im Salzburger Land. Die wunderschönen Fotografien stammen von Stefan Liewehr aus Wien. Das Restaurant Obauer hat 4 Hauben bei Gault Millau, 5 Kronen im Gourmetführer A la Carte und zwei Sterne im Guide Michelin. Ihre Küche ist geprägt von regionalen Produkten, spielt aber mit exotischen Zutaten und Aromen.

Der "Varta- Führer Deutschland 2003" - Hotels und Restaurants von Experten getestet - ist erschienen. Neben der Buchausgabe ist auch eine CD-ROM erschienen: "Varta-Führer electronic Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol. 2003". Die Varta-Datenbank momentan ca. 27.000 Betriebe (bestehend aus rund 20.000 Hotels und 7.000 Restaurants). Von diesen Betrieben sind ca. 14.500 mit Varta-Sternen bzw. Varta-Bestecksymbolen besonders gekennzeichnet, das bedeutet, sie sind durch Experten besucht und geprüft worden. Zur Hotel- und Restaurantsuche online. Lesen Sie ergänzend eine Vorstellung des Michelin Red Guide 2003 Deutschland.

Von Joanne Harris, die vor allem bekannt geworden ist durch die Verfilmung ihres Romans "Chocolat" (ursprünglich: "Himmlische Verführung"), ist jetzt eine deutsche Taschenbuchausgabe ihrer Erzählung "Fünf Viertel einer Orange" erschienen. Framboise, die in ihrem französischen Heimatdorf mit den Rezepten ihrer Mutter eine Crêperie betreibt, war von jeher eine Außenseiterin. Als ihr Neffe sie um ihre geheimen Rezepte bringen will, beschließt sie, die wahre Geschichte ihrer Kindheit in der Zeit der deutschen Besatzung zu erzählen - in denen Orangen und die französische Kochkunst eine bedeutende Rolle spielen. Und taucht wieder ein in eine Welt, in der sich die ländliche Idylle an der Loire rasch als trügerisch erweist ...

Bandidos ist ein trendiges koffeinhaltiges Biermischgetränk mit Limette-Tequila-Geschmack und einer kultigen Verpackung von der Schlossbrauerei Au / Hallertau.

Rapp's Red River aus der hessischen Rapp's Kelterei ist ein 100prozentiger Saft auf der Basis von Apfel, Blutorange, Cranberry, Kaktusfeigen und Lapacho-Extrakt in der 1-Liter-Mehrwegflasche. Blutorange liegt seit kurzer Zeit voll im Verbrauchertrend nach neuen Geschmackserlebnissen, wie z.B. im Brunnen- und Konfitürenbereich. Cranberries enthalten viel Vitamin C und leisten einen Beitrag zum Zellschutz. Kaktusfeigen verfügen über wertvolle Mineralstoffe, außerdem wird ihnen eine cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Lapacho-Tee wird aus der Rinde des Lapacho-Baumes gewonnen. Schon die Indianer schätzten Lapacho als Heilmittel, bedingt durch hohen Gehalt an Mineralstoffen und immunstärkende und tumorhemmende Wirkung durch die Entgiftung von Leber und Darm (Quelle: Pressemitteilung von Rapp's Kelterei).

effect ist ein neuer Energiedrink der Miller Brands Germany in der 0,25 l-Flasche. Der Einkaufspreis für die Gastronomie soll zwischen 0,39 € und 0,49 € liegen (unverbindliche Preisempfehlung).

Julian Stech beschreibt im Bonner General-Anzeiger vom 24. November, wie Rungis Express auf die schwache Konjunktur und sinkende Umsätze reagieren will: "Rungis muß sich neu aufstellen".

Ich gebe mich geschlagen. Mein Versuch einer vorgezogenen 1. April-Meldung - die Bundesregierung plane die Einführung einer Weinwertzuwachssteuer - wird von dieser Regierung eiskalt gekontert. Sie plant: "Mehr Steuern auf Überraschungseier". Da drauf muß man erst mal kommen.

Salzburg - Mit dem ersten Adventwochenende erreicht die Bockbiersaison in Salzburg ihren Höhepunkt: Der Salzburger Bierreiseprofi Michael Stockinger organisiert am 30. November ab 19 Uhr 30 gemeinsam mit der Kampagne für Gutes Bier (KGB) die schon zur Tradition gewordene Salzburger Bockbierverkostung im Kuglhof in Salzburg. Mehr als ein Dutzend Weihnachtsböcke werden verkostet und von Bierpapst Conrad Seidl kommentiert - die Verkoster werden ersucht, mindestens 15 Euro zu spenden. Die Einnahmen sollen diesmal einem Hochwasseropfer zufließen. Organisator Michael Stockinger: "Wir versuchen, jedes Jahr ein paar andere Biere dabei zu haben, um die Vielfalt des Stils zu zeigen - und wir können jedes Jahr ein paar Euro für einen guten Zweck aufbringen, weil uns die Brauereien und die Veranstaltungslokale entgegenkommen."

Die Kampagne für Gutes Bier ist eine Konsumenten-Initiative, die im Jänner 2002 ins Leben gerufen wurde, um dem Kulturgut Bier größere Beachtung zu verschaffen und Bierliebhabern mehr Auswahl zu einem fairen Preis zu sichern. KGB-Obfrau Britta Dolenc: "Wir bewundern und fördern die Kreativität der Braumeister und wir fördern die Kenntnis der Konsumenten über gutes Bier. Wir schätzen die Leistung der Wirte - aber wir geben unserem Ärger auch Ausdruck, wenn etwas einmal nicht passt. Unsere Kampagne will Gastronomen und Brauer darin bestärken, eine Vielfalt an Bieren anzubieten; denn nur in der Vielfalt kann sich Bierkultur entwickeln; nur in der gesunden Konkurrenz können Spezialitäten gedeihen, die für die Bierwelt jene Bedeutung etablieren, die Spitzenweine für die Weinwelt geschaffen haben." (Quelle: Pressemitteilung der KGB vom 25.11.02).

Chronologie einer Wähler-Verarschung:
  • "Nach dem rund zweistündigen Gespräch sagte Schröder, man sei gemeinsam der Auffassung, dass die Richtung der Hartz-Vorschläge stimme. In Details habe man sich nicht verbissen." Aus einer Pressemitteilung über ein Gespräch zwischen dem Sozialdemokraten Gerhard Schröder und den sozialdemokratischen Vorsitzenden diverser DGB-Gewerkschaften am 5. Juli 2002.
  • "Lasst Euch nicht dazu verleiten, Einzelheiten zu diskutieren, lasst Euch nicht aufs Glatteis führen." Gerhard Schröder in einer Rede vor SPD-Mitgliedern im Kölner Theater am Tanzbrunnen, laut Welt am Sonntag vom 7. Juli 2002.
  • "Hartz hat in jedem Punkt meine Unterstützung." Gerhard Schröder im Duell mit Stoiber in der Bild am Sonntag vom 7. Juli 2002.
  • "Wir werden das, was die Kommission vorschlägt, nicht Eins zu Eins übernehmen." SPD-Generalsekretär Gerhard Müntefering laut Onvista/Reuters vom 22. Juli 2002.
  • "Schröder kündigte am Dienstag in Berlin nach einer Sitzung mit dem VW-Manager Peter Hartz an, persönlich die Leitung eines neuen Steuerungskreises zu übernehmen, der die Umsetzung des Hartz-Konzepts kontrollieren soll. Der Bundeskanzler sagte, er selbst werde sich darum kümmern, dass die Vorschläge „eins zu eins“ realisiert würden." aus einer Pressemitteilung der SPD vom 10.09.02.
  • "Der Namenspate und Kommissionsvorsitzende Peter Hartz zeigte sich mit der bisherigen Umsetzung der Kommissionsvorschläge zufrieden. 'Ich war sehr beeindruckt vom Fortgang der Arbeiten.'" aus einer Pressemitteilung der SPD vom 10.09.02
  • "Im Gesetzentwurf fehlen wichtige Teile unseres Konzeptes, es wurde nicht eins zu eins umgesetzt“. Hartz laut Spiegel vom 25.11.02.

Sonntag, November 24, 2002

Ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk für Kinder ist "Kochen mit der Maus rund um die Welt. Rezepte, Tipps und Tricks für kleine und große Maus-Fans" von Linda Walz (Mitarbeiter) und Julei M. Habisreutinger (Herausgeber), erschienen im Verlag Zabert Sandmann. Die Maus hat eine Weltreise gemacht und von allem probiert, was Kindern in nahen und fernen Ländern am besten schmeckt. Und damit ihre kleinen und großen Fans diese Gerichte zu Hause nachkochen können, hat die Maus einen Koffer voller Rezepte mitgebracht. Ob amerikanische Backkartoffeln, vietnamesische Nudelsuppe oder belgische Sahnewaffeln: Alle Rezepte sind leicht nachzuvollziehen und wenn es kniffliger wird, erklären Bildfolgen Schritt für Schritt, wie's gemacht wird. Außerdem kann man in den Sachgeschichten viel Wissenswertes und Kurioses rund ums Essen erfahren. Denn wer wollte nicht schon immer mal wissen, wie man mit Stäbchen isst, wo man das erste Eis geschleckt hat oder wann der Kochtopf erfunden wurde? Dem Buch liegt eine gezeichnete Maus-Weltkarte als Poster bei. Man sollte sich in den Weihnachtsferien Zeit nehmen, mit den Kindern zu kochen...

Für den Award 2002 der International Cookbook Review wurden in der Kategorie "Best Book for Food Professionals" als deutschsprachige Bücher nominiert (in alphabetischer Reihenfolge):

Als sechstes Werk in der Reihe "Culinary Chronicle" ist im renommierten Fachbuchverlag Pfanneberg der Band "Deutschland/Schweiz" von Chris Meier (Mitarbeiter) und Christine Messer-Hausch (Herausgeber) erschienen. Die Reihe "The Culinary Chronicle" dokumentiert das globale Gut der Esskultur. Wegen seiner aufwändig recherchierten und modern gestalteten Beiträgen über entdeckungswürdige und bemerkenswerte Regionen und Städte und großzügigen Fotos in hochwertiger Verarbeitung erhielt der erste Band den Award der "International Cookbook Review" für das weltweit beste Kochbuch-Design. Der sechste Band präsentiert die Sterneköche Deutschlands und der Schweiz mit ausgewählten raffinierten Rezepten. Er wurde in der Kategorien "Best Cookbook Photography" und "Best Cookbook Design" für den Award der International Cookbook Review 2002 nominiert.

Einen 950-Liter-Schockfroster und allerlei anderes Gastronomiegerät verkauft Soupkultur in Berlin unter www.soupkultur.de/container/geraete.htm.

Der Gault Millau Guide Schweiz 2003 ist erschienen. 45 Testerinnen und Tester haben 800 Restaurants mindestens einmal besucht. 770 davon sind im GaultMillau 2003 aufgeführt. Das kulinarische Epizentrum der Schweiz liegt nach wie vor am Lac Léman. Nur zwei der sieben 19-Punkte-Köche verwöhnen ihre Gäste in der Deutschschweiz. Die Schweizer Illustrierte veröffentlicht Neuaufnahmen wöchentlich vorab und viermal jährlich in der Beilage "Aldente", wie die Schweizer Hotel + tourismus revue in ihrer Ausgabe Nr. 40 vom 3. Oktober 2002 darlegt, die sich kritisch mit der zweifelhaften Anonymität von Testern der Gastroführer beschäftigt: "Was heisst schon anonym ... ".

A propos hotel + tourismus revue. Sie hat in ihrer Ausgabe Nr. 46 vom 14. November 2002 folgende Richtigstellung veröffentlicht: "Personalauswahl. Im Artikel "Personalauswahl - Gäste wollen redefreudiges Personal (htr Nr. 40 vom 3. Oktober 2002) wurde folgendes Zitat ohne Quellenangabe publiziert: "Dem Münchener Gastronom Oberndorfer ist es nicht so wichtig, ob die Leute wissen 'ob sie von links oder rechts eindecken müssen. Das könnnen wir ihnen beibringen'. Wichtiger sei es, dass sie eine natürliche Freundlichkeit ausstrahlen. 'Die kann man nicht lernen.' Die korrekte Quellenangabe lautet: ROK, Wirtshaus in der Au, Café Forum, München, Gastronomie Report. Ferner fehlt in weiteren Passagen des erwahnten Artikels die Quellenangabe 'Gerhard Schoolmann, Personalauswahl in der Gastronomie, www.abseits.de'. Wir bedauern diese Unterlassung."

Der Hotel- und Gaststättenverband Baden-Württemberg schlägt Alarm: "Branche in der Krise: Hotelbetten und Lokale leer", in: Esslinger Zeitung vom 21. November 2002.

Wieviel Prozent aller Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand? 20% oder 60%? Hans-Jürgen Amtage berichtet im Mindener Tageblatt über eine Aktion des Hotel- und Gaststättenverbandes, der angeschlagenen Betrieben eine Finanzberatung anbietet: "Nur klagen, hilft nicht weiter".

Olaf Offers, Vorsitzender der Fachgruppe Hotels und Tourismus im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) NRW, stellte am Montag einen Konjunkturbericht vor. Frank Rintelmann berichtet darüber im Bonner General-Anzeiger: "Viele Hotels in NRW wollen die Preise senken".

Die Saarbrücker Zeitung berichtet aus der Gastronomie St. Ingberts: "Weihnachtsfeiern auf Sparflamme".

Laut einer Meldung der Lebensmittel-Zeitung erwartet der Vorstandssprecher der Getränkefachgroßhändler-Kooperation Getränke-Ring Gerald Lange-Hemstadt, daß wegen der Konkurrenz der Brauer-eigenen Plattform GetPort die Etablierung der eigenen B2B-Lösung "länger dauern und zäher sein" werde: "GFGH.net baut EDI und Marketing aus", in: Lebensmittel-Zeitung vom 24. November 2002. Siehe dazu auch ein früheres Posting über den Kampf der Getränke-Distributions-Portale.

Gabriel Kreuther wurde in Niederschäffolsheim geboren, einem kleinen Dorf nördlich von Strasburg. Er interessierte sich bereits als kleiner Junge so sehr fürs Kochen, daß ihm seine Mutter alles, was sie darüber wußte, beibrachte. Während seiner Schulferien besuchte er seinen Onkel, dem ein Hotel-Restaurant in den Vogesen gehörte, half dort bereits als Zwölfjähriger aus und lernte, dass zum erfolgreichen Führen eines Restaurants harte Arbeit gehört. Bereits 1987 gewann er den "Concours National du Meilleur Apprenti Cuisinier de France - Fernand Point", einen nationalen Wettbewerb um die beste Küchenpraxis. Nach seiner Ausbildung arbeitete er im Rahmen eines Austauschprogramms in Washington als Chef de Partie bei "Le Caprice", wo er von Edmond Folzenlogel betreut wurde, dem späteren Lehrer an der Ecole Hôtelière de Paris Jean Drouant. 1990 kehrte er nach Frankreich zurück, um seinen Wehrdienst zu absolvieren, und wurde danach Sous-Chef von "Franz Keller" in Deutschland, anschließend Chef de Partie im Ein-Sterne-Restaurant "Le Fer Rouge" in Colmar und dann dreiundeinhalbes Jahr Sous-Chef im "L'Ermitage" von Bernard Ravet in der Schweiz (zwei Michelin-Sterne und eines der drei besten Schweizer Restaurants). 1997 ging er nach New York, arbeitete dort sieben Monate lang als Sous-Chef im "La Caravelle", danach als Chef de Cuisine im Restaurant "Jean-Georges". Während dieser Zeit erhielt das "Jean-Georges" als eines von wenigen Restaurants in New York vier Sterne der New York Times, den Five-Star Award von Exxon-Mobil und wurde in der Ausgabe Oktober 2001 des Gourmet Magazine als das zweitbeste Restaurant der Vereinigten Staaten ausgezeichnet. Seit November 1999 ist er Chefkoch des Restaurants "Atelier" im Ritz Carlton in New York. Starchefs.com bezeichnet ihn als aufstrebenden Star der New Yorker Kochszene.

Gastwirten wird empfohlen, Gäste nicht mehr zu fragen: "Was haben Sie gewählt?", denn jeder zweite bricht daraufhin in Tränen aus.

Samstag, November 23, 2002

Was unterscheidet Gerhard Schröder von seinem Volk? - Er hat keine grauen Haare.

Ob die 37 Schröder-Witze, die Focus gesammelt hat, besser sind als meine Eigenschöpfung? Zum Focus-Witzewettbewerb.

Die Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "Literaten" hat den doppeldeutigen Schwerpunkt "Erlesene Völlereien". Unter anderem schreibt Trautner über Jamie Oliver ("Der schnickschnacklose Meisterkoch"), Gero von Randow streift durch die aktuelle Weinliteratur und der Historiker Jakob Tanner wirft einen kulturgeschichtlichen Blick auf die Art und Weise unserer Nahrungszubereitung und -aufnahme (via Karina Matejcek).

In der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember gegen 0.20 Uhr zeigt das ZDF eine einstündige Diskussion zum Thema "Man ist was man isst". Unter der Leitung von Volker Panzer diskutieren die Chefredakteurin und Herausgeberin Angelika Jahr (u.a. "Essen und Trinken"), der Kulturwissenschaftler Jakob Tanner (siehe eine Rezension seines Werkes "Fabrikmahlzeit. Ernährungswissenschaft, Industriearbeit und Volksernährung in der Schweiz 1890-1950"), der Entenbräter Hans-Peter Wodarz (Pomp, Duck and Circumstance) und der Kulturwissenschaftler Gert von Paczensky (via Karina Matejcek).

Welche Gemüse sind angesagt? Auf Starchefs.com, einer amerikanische Website nicht nur von und für Star-Küchenchefs, geben Laurie Blass und Pam Elder Antworten: "Ask the Trendspotters: New Ways with Vegetables". Die beiden Webdesignerinnen haben sich auf eLearning-Programme für die Lebensmittelindustrie spezialisiert. Während sie in den letzten drei Jahren Online-Kurse für das Culinary Institute of America entwickelt haben, sammelten sie aktuelle Informationen über die neuesten Trends und Strategien, die kulinarische Profis wissen sollten. Besonders empfehlenswert: die Trendspotters' News.

Zum Thema "Gemüse" siehe auch zwei Beiträge in der Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift "Restaurants USA":

Freitag, November 22, 2002

Carsten Volkery berichtet im "Spiegel" am 21. November über den Wettbewerb von Sandwich-Ketten wie "Cosi Sandwich Bar" und "Pret a Manger", sich im Sandwich-Segment durchzusetzen: "Amerikas rauflustige Butterbrot- Revolutionäre". Ein ergänzender Artikel über die Cosi Sandwich Bar: "Two Sandwich Guys". Mehr zum Thema "Subs - Sandwiches - belegte Brötchen - Baguettes".

Das Ergebnis einer Konjunkturumfrage der IHK Siegen stellt die Westfalenpost vom 21. November vor: "Gastronomie ist 'im Keller'".

Eine der größten Restaurantketten Hamburgs schließt drei von sieben Filialen, berichtet das Hamburger Abendblatt vom 22. November: "Mr. Green muß abspecken". Mr. Green ist ein auf Geflügel, Salate und Überbackenes spezialisiertes Restaurantkonzept.

Über das Ergebnis der diesjährigen Konjunkturumfrage des Hotel- und Gaststättenverbandes Baden-Württemberg berichtet die Esslinger Zeitung am 22. November: "Branche in der Krise: Hotelbetten und Lokale leer".

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im September 2002 nominal (in jeweiligen Preisen) 3,1 % und real (in konstanten Preisen) 6,4 % weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat um. Damit erzielte das Gastgewerbe in den ersten neun Monaten des Jahres nominal 2,9 % und real 6,3 % geringere Umsätze als vor Jahresfrist. In allen drei Branchen des Gastgewerbes gingen die Umsätze sowohl nominal als auch real gegenüber dem September 2001 zurück: Im Beherbergungsgewerbe (nominal – 1,3 %, real – 4,8 % ), im Gaststättengewerbe ( nominal – 3,5 %, real – 6,8 %) und bei den Kantinen und Caterern, wozu auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören (nominal – 9,2 %, real – 11,6 %).

Die schleppende Konjunktur hat auch das österreichische Gastronomie- und Catering-Unternehmen DO & CO deutlich zu spüren bekommen, berichten die Salzburger Nachrichten vom 22. November: "Caterer DO & CO ohne Kater".

Deutschlands einzige Whisky-Brennerei wird von Sonja Schön in der "Welt" vom 22. November vorgestellt: "Single Malt, weiß-blau". Das Braugerstenmalz für diesen Whisky kommt natürlich aus Bamberg.

Donnerstag, November 21, 2002

Klaus Wiesehügel, der Vorsitzende der IG Bau, den die Wähler bei der letzten Bundestagswahl zu Recht aus dem Bundestag geschmissen haben, taucht wieder auf aus der Versenkung: als Mitglied der Rürup-Kommission. Was den Betonbauer dafür qualifiziert? Als Unternehmervertreter wurden vor allem Vorstände großer Konzerne eingeladen, der Mittelstand bleibt weitgehend draußen vor. Einziger Lichtblick ist Dominque Döttling von den Wirtschaftsjunioren; siehe über sie: "Strippenzieherin für Jungunternehmer". Unter den Wissenschaftlern erwarte ich mir besonders von Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen eine regierungskritische Position, siehe ein Interview von Klaus Remme: "Beitragserhöhung und Verminderung der Schwankungsreserve in der Rentenpolitik finanzpolitisch nicht sinnvoll" im Deutschlandradio vom 18.11.02.

Das Wirtschschaftsblatt berichtet über ein neues Internet-Bestellsystem der Einkaufsgenossenschaft hogast. Ab Mai 2003 sollen alle 1500 hogast-Mitglieder aus der Hotel- und gehobenen Gastronomiebranche ihre Waren per Internet ordern können. Die 300 hogast-Lieferanten müssen dafür auf das "internetbasierende Beschaffungssystem" der hogast umstellen, über das der komplette Datenaustausch (Artikelstammdaten, Rechnung, Bestellung und Lieferaviso) elektronisch durchgeführt wird (via Karina Matejcek).

Was steckt hinter dieser Initiative der hogast? Das Internet löst traditionelle Wertschöpfungsketten auf und eröffnet damit einer Vielzahl von Marktteilnehmern Chancen, ihrem angestammtem Platz neue, benachbarte oder auch abgelegene Glieder hinzuzufügen, vertikal und/oder horizonal zu integrieren oder auch von anderen aus dem angestammtem Geschäft verdrängt zu werden (siehe dazu Rayport, Jeffrey F.; Sviokla, John J., Die virtuelle Wertschöpfungskette - kein fauler Zauber, in: HARVARD BUSINESS manager Nr. 2, 1996, S. 104 - 113). So ist es kein Wunder, daß sich etliche Marktteilnehmer als zentrale Anlauf- und Kontaktstelle des Gastgewerbes und des Getränkefachhandels im Internet zu etablieren versuchen:
  • Die Metro ist dabei mit ihrem Projekt dayconomy.de erst einmal gescheitert,
  • genauso wie die Brauerei Becks & Co. in Kooperation mit Ernest & Julio Gallo Winery und ihrem Versuch, mit Gastro-X.de eine "neutrale" Plattform, ein Online-Bestellsystem für die Gastronomie und den Getränkefachgroßhandel zu etablieren.
  • Auch der Getränkefachgroßhandel versucht mit einer Business-to-Business Plattform, neue Geschäftsfelder zu erschließen und Kosten zu senken.
  • In Zusammenarbeit mit sechs Partnern hat Veltins die Internetplattform GetPort entwickelt. Mit ihr soll die Abwicklung von Standardprozessen für Hersteller und Händler erleichtert werden. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben der Warsteiner Brauerei die Krombacher, die Bitburger Brauerei, die Holsten-Brauerei AG und die Interbrew-Gruppe Deutschland (Beck & Co., Brauerei Diebels, demnächst wohl auch Gilde und Hasseröder) gehören. Das Portal soll Schnittstelle zwischen allen teilnehmenden Herstellern und dem Einzel - und Großhandel dienen und elektronische Bestellungen sowie die Ausstellung von Lieferscheinen und Rechnungen ermöglichen.
Schauen wir mal, wem es gelingt, bei der Getränkedistribution zu dominieren und die anderen von sich abhängig zu machen ...

Fachzeitschriften für das Gastgewerbe können Sie jetzt auch in unserer Online-Fachbuchhandlung (in Partnerschaft mit Amazon.de) abonnieren. Die ersten Möglichkeiten, weitere werden folgen:

Das "Bundeskabinett verabschiedet Eichels Streichliste" (in: Die Welt vom 21.11.02). Es lohnt sich vorerst nicht, sich damit en détail auseinanderzusetzen, da diese Gedankenspiele den parlamentarischen Gang so nicht überleben werden.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen der Beherbergungsstatistik im September 2002 in Deutschland 32,9 Mill. Gästeübernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten gezählt, 2 % weniger als im September 2001. 29,1 Mill. Übernachtungen entfielen auf inländische Gäste (– 3 %) und 3,8 Mill. auf Gäste aus dem Ausland (+ 3 %). Im Zeitraum Januar bis September 2002 wurden 249,2 Mill. Gästeübernachtungen gezählt, 3 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 219,8 Mill. Übernachtungen auf inländische Gäste (– 3 %) und 29,5 Mill. auf Gäste aus dem Ausland (– 2 %). Zu den höchst unterschiedlichen Ergebnissen für die einzelnen Bundesländer.

Mittwoch, November 20, 2002

Parker: BordeauxDie Bundesregierung plant zum 1.4.03 die Einführung einer Weinwertzuwachssteuer. Hintergrund ist die Tatsache, daß private und gewerbliche Sammlungen und Lager von wertvollen Weinen ein erhebliches Wertsteigerungspotential besitzen und nach der heute vom Bundeskabinett beschlossenen Einführung von Steuern auf den Wertzuwachs von Immobilien, Aktien und Anleihen zu befürchten ist, daß sich Bürger einer Wertzuwachssteuer auf diese Vemögensgegenstände zu entziehen versuchen, indem sie nicht unerhebliche Vermögen in wertvolle Weine investieren. Ein erster Referentenentwurf sieht folgende Details vor:
  • Es wird zum 1. Januar beim Bundesamt für Finanzen eine Abteilung eingerichtet, welche Daten über Weinbestände sowohl in Deutschland wie auch über Weine, die von Inländern in den Erzeugerländern inskripiert worden sind, sammelt.
  • Erstmals im Rahmen der Steuererklärung für das Jahr 2002 hat jeder Steuerzahler ein Verzeichnis der Weine in seinem Besitz als Anlage WE zur Einkommensteuererklärung abzugeben (Stichtag der Erhebung ist der 1. April 2003). Einzutragen sind die genaue Bezeichnung, das Weinanbaugebiet, der Erzeuger, die Qualitätsbezeichnung, der Jahrgang, das Gebinde, die Stückzahl, der Anschaffungspreis je Flasche (frei Haus, ohne Mehrwertsteuer).
  • Der Verkauf von Wein ist nur noch gestattet, wenn in einem speziellen Weinverkaufsformular (WVF), das ab Anfang März bei den Finanzämtern erhältlich sein wird, die o.a. Angaben sowie der Käufer und der Verkäufer und der Verkaufspreis angegeben wird. Käufer und Verkäufer erhalten je zwei Durchschläge, je einer ist bei der Einkommensteuer mit abzugeben.
  • Beabsichtigt der Weininvestor eine oder mehrere Flaschen selbst zu trinken, hat er dies dem oertlich zustaendigen Finanzamt 10 Tage vorab anzuzeigen, einen Zeugen zu benennen, der der Wertvernichtung beiwohnen wird, ein Weinkonsumformular (WKF) auszufüllen und vom Zeugen unterschreiben zu lassen und die leere Flasche anschließend mindestens zehn Jahre aufzubewahren. § 146 der Abgabenordnung (AO) soll um diese Aufbewahrungsfrist ergänzt werden.
  • Im Falle eines Weinflaschenbruchs ist das örtlich zuständige Finanzamt unverzüglich zu informieren. Bruchstücke des Glases, Weinreste und -flecken dürfen erst beseitigt werden, wenn ein Mitarbeiter des oertlich zustaendigen Zollamtes Beweise hat sichern können.
  • Der beim Verkauf erzielte Wertzuwachs ist mit 15% zu versteuern, insoweit er einen Freibetrag von 500 Euro pro Kalenderjahr übersteigt.
  • Übersteigt beim Eigenverbrauch der ortsübliche Preis eines selbst getrunkenen Weine den Einkaufspreis, ist die Differenz ebenfalls mit 15% zu versteuern.
  • Abschreibungen auf Investitionen in Weinklimaschränke (etwa von Chambrair), anteilige Raum- und Energiekosten eines Weinlagers usw. können als Betriebskosten vom steuerpflichtigen Weinwertzuwachs in Abzug gebracht werden.
  • Sind Weinwertzuwachssteuerpflichtige nicht in der Lage, die anfallenden Steuern in bar zu entrichten, kann die Steuer auch natural entrichtet werden. Entscheidungen darüber, welche Weine an Zahlung statt angenommen werden, sind dem zuständigen Sommelier des Bundesamts für Finanzen vorbehalten.
  • Die in Zahlung genommenen Weine werden auf einer zu errichtenden Weinhandels-Auktions-Site des Bundesamts für Finanzen monatlich versteigert. Mindererlöse werden dem Weinwertzuwachssteuerpflichtigen berechnet. Mehrerlöse fallen der Staatskasse anheim.
  • Als Wein im Sinne des Weinwertzuwachssteuergesetzes sind auch Sekt, Champagner, Portwein, Sherry und Weinessige zu verstehen.
Siehe zum Thema Wein als Kapitalanlage auch einen Beitrag von Ivonne von Opel: "Das Gold aus der Flasche", in Die Welt vom 26. Mai 2002 und einen Beitrag von n-tv: "Liegt im Wein die Wahrheit?" vom 24. Oktober 2001.

Die heute vom Bundeskabinett beschlossenen Steuererhöhungen sind mit der schnellen Nadel gestrickt (oder: von der "nassen Nudel", so Hans Eichels Spitzname, bevor er zu "Eichel der Lügner" geadelt wurde). Sie eröffnen deshalb gute Steuerverringerungsmöglichkeiten:
  • Werden börsennotierte Anleihen mit Kursgewinn verkauft (z. B. Bundespapiere, nicht Bundesschatzbriefe), dann die gilt die 15 %ige Steuer, nicht 7,5 % nach dem Halbeinkünfteverfahren wie bei Aktien. Gottseidank gibt es aber Aktien, die ihrerseits in Anleihen investieren und die Zinsgewinne akkumulieren, so daß man indirekt in Anleihen investieren und trotzdem nur 7,5% Steuern zahlen muß.
  • Eigentümer einer fremd genutzten Immobilie müssen zukünftig ihre Veräußerungsgewinne pauschal mit 15 % versteuern unabhängig davon, wie viel Zeit seit dem ursprünglichen Kauf vergangen ist. Gottseidank gibt es auch Aktiengesellschaften, die in Immoblien investieren, z.B. die IVG, so daß man indirekt in Immobilien investieren kann und trotzdem nur 7,5% Steuern zahlen muß.

Kalender sofort bestellenWalter Vogel, geboren 1932 in Düsseldorf, lernte zunächst Maschinenschlosser und wurde Ingenieur, bevor er das Fotografieren zu seinem Beruf machte. Unter der Leitung des legendären Prof. Dr. Otto Steinert besuchte er die Fotoklasse der Folkwangschule in Essen-Werder, danach arbeitete er als Werbe-, Reportage- und Magazinfotograf. Im letzten Jahr sorgten zwei zwei Bildbände von ihm für Furore, auch weil zeitgleich das Thema Kaffee mit dem Boom von Kaffeebars und Coffeshops, hochkam: Espresso. Caffe-Bars in Italien und Das Cafe. Vom Reichtum europäischer Kaffeehauskultur, ein passionierter Streifzug durch die Kaffeehäuser Europas mit ihren Interieurs, ihrer Gastronomie, ihrem Personal und ihren Gästen. Jetzt ist ein Kalender von ihm erschienen: Italienische Caffe-Bars 2003. Kalender.

K. Jahr-Weidauer beschreibt in der Berliner Morgenpost die wirtschaftlichen Effeke eines Marathon-Laufes: "Läufer lassen die Kassen von Gastronomie und Handel klingeln". Siehe auch unseren Beitrag über "Marathon-Läufe: Chancen für das Gastgewerbe".

Montag, November 18, 2002

Vom 28. bis 30. November 2002 findet in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen die "Catering 2002" statt. Ausgestellt werden Großküchentechnik, Einrichtungen und Ausstattungen, Nahrungsmittel, Frisch-, Tieflkühl- und Convenienceprodukte, Getränke, Verbrauchsgüter und Dienstleistungen.

In Gesprächen mit Betreibern von Brauereigaststätten im Landkreis Bamberg habe ich den Eindruck gewonnen, daß Bierwanderungen, egal ob per Rad, zu Fuß oder mit dem Auto, immer beliebter werden. Gottseidank haben nicht wenige Gaststätten auch Fremdenzimmer, so daß man nach dem Bierverkosten und eventuell einigen Schnaepsen aus der Hausbrennerei nicht mehr weiterfahren muß. Tipps, wo man einkehren kann, bieten folgende Bücher:Online bietet sich die Aischgründer Bierstraße an sowie diverse Radtouren und Bierwanderungen im Bierland Oberfranken.

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"Mountain Twister Apple Beer" ist ein in der Schweiz von der Rugenbräu hergestelltes Biermix im Programm des Staatlichen Hofbräuhauses in München. Es wird mit Mais gebraut und enthält neben Bier (40%) eine Limonade mit Apfel-Birnensaft (60%).

Wer trinkt die Flaschen, zählt die Sorten? Auch von der Brauerei Felsenkeller Herford gibt es (seit dem 15. Juli) ein Bier-Cola-Mischgetränk: "Herforder 50/50 Bier + Cola". Mehr Biermixgetränke.

Vom 14. bis 17. Januar 2003 findet in Nürnberg die ima statt, die Internationale Fachmesse Unterhaltungs- und Warenautomaten. Alle großen Herstellerunternehmen der deutschen Automatenwirtschaft sind vertreten, so die Firmen Gauselmann, Mega und Löwen, Bally Wulff, Bergmann und Kiesewetter ihre Flächen gesichert. Neu werden auf der kommenden IMA Ausstellungsbereiche sein, die sich ausschließlich mit speziellen Themen beschäftigen. Auf die Besucher warten die "World of Coffee", "World of Deko and Design", "World of Security" und die "World of Vending".

Crea, eine Marketingagentur für Diskotheken, hat Mitte September ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Crea ist eine auf die Erlebnisgastronomie und auf Freizeitdienstleister spezialisierte Full-Service-Agentur, die sogar über ein eigenes digitales Tonstudio für die Herstellung von Radio- und Kinospots verfügt. Kunden der jüngsten Zeit sind z.B. die Betty-Ford-Klinik, ein House-Club in Hamburg, und natrix, ein Black-Music-Club in Darmstadt.

Vom 4. bis 6. Mai 2003 findet im Messe Centrum Bremen das "freshtival 2003" statt. Präsentiert werden auf besondere Weise sowohl regionale und deutsche als auch ausländische Spezialitäten; auf eine messeübliche Trennung der einzelnen Produktbereiche wird verzichtet. Eine erste Veranstaltung im Februar 2001 wurde von Veranstaltern und Besuchern positiv beurteilt.

"Restaurant Site Location: Finding, Negotiating & Securing the Best Food Service Site for Maximum Profit" von Lora Arduser. Mehr zum Thema "Standortkriterien in der Gastronomie"

In der Reihe "Hip Hotels" hat der Fotograf und Autor Herbert Ypma den fünften Band fertiggestellt: "Hip Hotels Ski". Von urigem Hüttenzauber in der Schweiz, mondänen k. u. k-Luxusherbergen in Österreich und Alpenglühen in Deutschland, über futuristische Schneetempel in Frankreich bis zu Wild-West-Winter-Ressorts in den USA und in Kanada ist alles vertreten, was in der Winterwelt Rang und Namen hat. Herbert Ypma ist Gründer des mehrfach ausgezeichneten Magazins "Interior Architecture" und Autor vieler Design- und Architekturbildbände.

Ab 24. November gibt es im preisgünstigen Doppelpack als Amazon.de-Sonderausgabe: Gault Millau Deutschland 2003 und Gault Millau WeinGuide Deutschland 2003 von Henri Gault, Christian Millau, Armin Diel, Joel B. Payne.

Sonntag, November 17, 2002

Am 7. August dieses Jahres hat Charles Campion in der Zeitung "Daily Mail" einen Artikel mit dem Titel "Chop Phooey" mit der "unaussprechlichen Wahrheit über chinesische Gerichte, mit denen sich Briten am liebsten ernähren". Dieser Artikel errregte großes Aufsehen besonders bei den Betreibern chinesischer Restaurants aber auch einer Vielzahl von Organisationen und veranlaßte diese zu Protestaktionen einschließlich einer Website "Why Charles Campion is wrong", in der die Diskussion über diesen Artikel geführt und dokumentiert wird: "We do not wish to make a personal attack on Charles Campion; however, we do challenge both him and the Daily Mail for the article, which is both factually incorrect, and racially biased". Man kann sich vorstellen, daß ein Artikel, der als rassistisch bezeichnet wird, in einer Großstadt mit hohem Ausländeranteil heftige Diskussionen heraufbeschwört. Demnächst erscheint von Charles Campion in fünfter Auflage "The Rough Guide to London Restaurants 2003".

"Die Geschäftsidee" behauptet, essen und trinken ("couching") im Liegen sei der aktuellste Trend in der Gastronomie. Vorreiter sei das B.E.D. in Miami und nennt weitere Beispiele in den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland. Seit 1976 recherchiert die Geschäftsidee Ideen für den Start in die Selbständigkeit in aller Welt.

Mary Hahn ist eine der ältesten Kochbuchverlage im deutschsprachigen Raum. Er ist spezialisiert auf Künstler- und Autorenkochbücher, Geschenkkochbücher mit CDs und Bücher zu Lifestyle und Schönheit. Höhepunkte des Programms sind z.B. James Rizzis "New York Kochbuch" als Beispiel für eine ganze Reihe von Künstlerkochbüchern und Wolfram Siebecks "Kochschule für Anspruchsvolle" als Beispiel für eine Reihe von Küchbüchern von Spitzenköchen. Anregungen für Weihnachten bietet "Christmas Cooking in New York" mit einer CD und über 80 originale Weihnachtsrezepte vom Big Apple. Demnächst erscheint im Mary Hahn Verlag "MÁRA!s Glücksküche" von Mara und Susanne Bunzel-Harris. Für den Gourmand World Cookbook Award 2002 wurde dieses Buch der Künstlerin Mara! in der Rubrik Innovative, deutschsprachige Bücher nominiert. Mehr über den Verlag Mary Hahn (via Karina Matejcek).

Der Star-Patisseur und Schokoladen-Kenner Jacques Torres hat den Herausgebern der Fachzeitschrift Wine Spectator Magazine ein halbes Dutzend Desserts zur Abstimmung mit Dessertweinen vorgeschlagen. Drei davon wurden ausgewählt und in diesem Beitrag des Wine Spectators Online vom 13. November vorgestellt: "Decadent Desserts". Man könnte sie als Abschluß eines Weihnachtsessens zusammen mit einem großen Dessertwein anbieten (via Karina Matejcek). Jacques Torre hat neben seiner Website "Mr. Chocolate" eine eigene Fernsehshow "Chocalate with Jacques Torres".

Bei nicht wenigen der regelmäßigen Teilnehmern und Besuchern der Nürnberger Brau Beviale scheint es sich herumgesprochen zu haben, daß von Nürnberg nach Bamberg nur ein Katzensprung ist und man hier nicht nur angenehmer übernachten kann, sondern auch zum Tagesausklang noch ein paar gute Biere in gemütlichen Gaststätten trinken kann. So ist in den Bamberger Brauereigaststätten Fässla und Spezial an erheblich mehr Tischen als an anderen Tagen englisch gesprochen worden und es wurden rege Visitenkarten mit Adressen aus aller Welt ausgetauscht. Mit zur "Abwerbung" von Übernachtungsgästen von Nürnberg nach Bamberg trägt wohl auch eine Bavarian Party der Bamberger Mälzerei Weyermann bei, welche diese für ihre Kunden aus aller Welt aber auch für geladene Kenner der internationalen Bier-Szene wie Fachjournalisten veranstaltet. Neben einem bunten Unterhaltsprogramm mit fränkischer Volksmusik kann man an Führungen teilnehmen, in denen der Prozeß der Herstellung von Malzen erläutert wird. Im Mittelpunkt steht aber das gegenseitige Kennenlernen (neudeutsch: Networking, also Beziehungen knüpfen und pflegen) im "Weyermann Bräustüberl", wunderschönen, gaststättenähnlichen aber nichtöffentlichen Räumen auf dem Firmengelände.

Auf der diesjährigen Bavarian Party der Bamberger Malzfabrik Weyermann hatte ich die Gelegenheit, Horst Dornbusch vorgestellt zu werden. Horst Dornbusch ging er im Alter von 22 Jahren nach Nordamerika. 1974 zog er von Kanada nach Massachusetts. Lesen Sie über sein Leben bis 1996 ein Interview von Kerry J. Byrne mit Horst Dornbusch, veröffentlicht in den Yankee Brew News von 1996. Heute ist Horst Dornbusch unter anderem regelmäßiger Kolumnist in den Zeitschriften Brew Your Own und Artikeln in den Zeitschriften Zymurgy, Brew Your Own, Yankee Brew News und AmericanBrewer und Autor kompetenter englischsprachiger Bücher über deutsches Bier:

Donnerstag, November 14, 2002

Die Website Gastromarketing.de verkündet seit einiger Zeit: "Diese Website wird zur Zeit überarbeitet". Sie gehört Apollinaris & Schweppes. Heute verkündet die Lebensmittelzeitung die Inthronisation eines neuen Marketing-Direktors bei Apollinaris & Schweppes. Ein Schelm, wer einen Zusammenhang konstruiert.

Apollinaris & Schweppes hatte mit der Website Gastromarketing.de sich unter den Gastronomie-Portalen zu positionieren versucht, sich aber beim Spagat zwischen der Promotion der eigenen Produkte und Marken und einem vor allem den Interessen der Branche verpflichteten Portal - ein Fokus, den der Domain-Name Gastromarketing.de nahe legt - die Hoden gequetscht. Eine Kooperation mit gourmetguide.de wurde beendet und Bitburger trat dort an die Stelle von Appolinar & Schweppes. Die lehrreichen und sehenswerten Fotos und Inhalte des Marketing-Beraters Heiko Vanselow, um den ich Gastromarketing.de immer beneidet habe, gibt es jetzt nur noch auf dessen eigener Website zu sehen. Wenn der neue Marketing-Direktor wirklich gut ist, spart er sich die Kohle für eine Wiederbelebung dieser Website, schenkt mir die Domain und sponsert Abseits.de. Wir versprechen auch hoch und heilig, von einer Promotion seiner Produkte abzusehen und den Interessen des Gastgewerbes verpflichtet zu bleiben.

Marcelo Ziperovich bietet in seinem Artikel "Effective use of Internet likely will weave Web of opportunities to grow business", in: Nation's Restaurant News vom 8. Juli 2002, einen Überblick, wie verschiedene Restaurants ihre Websites gestaltet haben. Die wichtigsten Elemente einer Restaurant-Website sind demnach:
  • die Möglichkeit, den Standort zu lokalisieren. Dieses Feature ist besonders wichtig bei Mehrfilialunternehmen. Taco Bell Restaurants haben eine sehr einfache Möglichkeit. Der User gibt seinen ZIP-Code (entspricht den deutschen Postleitzahlen) ein und die Website erzeugt eine Landkarte mit allen Filialen innerhalb einer bestimmten Umgebung. California Pizza Kitchen verwendet eine Lösung, bei der die User mit der Maus über eine Landkarte der USA fahren können. Die einzelnen Filialen werden ihnen dann mit den Adressdaten angezeigt.
  • eine Website sollte das ansprechende Ambiente eines Restaurants widerspiegeln. Eine konfuse oder ärmlich gestaltete Website wird ihr Image auf das Restaurant übertragen. Als positives Beispiel erwähnt er die Kette The Olive Garden.
  • die angebotenen Speisen und Getränke sollten attraktiv im Bild präsentiert werden. Man sollte in gute Fotos von Speisen und Getränken und der Räumlichkeiten investieren und keine Fotos aus irgendwelchen Foto-Sammlungen verwenden.
  • Biete frische Inhalte. Man sollte den Auftritt aktualisieren: Neue Filialen, Verkaufsförderungsaktionen, neue Produkte usw. Die Möglichkeit für das Management, die Seiten selbständig zu aktualisieren, seien wichtig (siehe dazu auch unseren Artikel über "ASP-Lösungen für Gastr-Sites")
  • Erleichtere die Bestellung für den Außer-Haus-Verkauf, im einfachsten Fall in Form einer ausdruckbaren Speisekarte. Eine funktionellere Lösung ist die der Pizzakette Papa John's.
  • Informiere über offene Stellen.
  • Gib den Nutzern die Chance, Kontakt aufzunehmen.
  • Informiere über die Zusammensetzung der Produkte. Weise auf Diätkost hin und auf fettarme oder cholesterin-arme Speisen.
  • Verwende einen naheliegenden Domain-Namen, aber vergiß nicht zusätzliche Domain-Namen zu erwerben (Vertipper, Abkürzungen, Spitznamen).
  • Kümmere Dich um das Suchmaschinen-Marketing.

Einmal in der Woche äußern sich junge Leser der Frankfurter Rundschau. Heraus kommt die "Zeitung in der Schule", das bundesweite Projekt der Frankfurter Rundschau, worin regelmäßig Berichte, Interviews und Reportagen der Nachwuchsjournalisten veröffentlicht werden. Das jüngste Thema ist die Bierstadt Bamberg mit interessanten Beiträgen über die Braumaschinenfabrik Caspar Schulz, den Weltmarktführer für die brautechnische Ausstattung von für micro breweries / Gasthausbrauereien, die Firma Michael Weyermann als eine der größten Malzfabriken weltweit mit 1500 Kunden in 67 Ländern, das Fränkische Brauereimuseum in Bamberg, die Brauerei Spezial mit ihrem Rauchbier, das außerhalb Bambergs weniger bekannt ist als das Rauchbier der Brauerei Schlenkerla, aber manchem Bamberger sogar noch besser mundet, und die Bierstadt Bamberg.

Mittwoch, November 13, 2002

Die Zeitschriften der BGN, AKZENTE und report, stehen im Internet zur Verfügung. Unter der Rubrik "Media-Center" kommt man schnell zu den vollständigen Fassungen der einzelnen Hefte. Außerdem wurde ein pdf-Download eingerichtet. Wer einen Artikel einer früheren Ausgabe nachschlagen oder sich über ein bestimmtes Thema informieren möchte, findet im Archiv alle Ausgaben seit September 1999. Hilfreich ist auch die Volltextrecherche, die alle Seiten des BGN-Internetangebots und wahlweise sogar alle Homepages der Berufsgenossenschaften mit einschließt.

Als Service stehen bisher die Formulare für die "Unfallanzeige" sowie die "Anzeige über Berufskrankheiten" zur Verfügung.

Zum Gassenschank einer Bamberger Brauerei kam fast täglich ein Mann mit einem Krug und ließ ihn sich bis zum Zwei-Liter-Eichstrich füllen. Erst nach mehr als zwei Jahrzehnten hat man dort mal nachgemessen. Der Krug faßte gut zwei und einen halben Liter, wenn er bis zum Eichstrich gefüllt worden ist. An diese Geschichte fühlte ich mich erinnert, als ich im Bonner General-Anzeiger vom 12. November diesen Artikel gelesen habe: "Zuviel Bier im Glas: Brauereien verkürzen Kölschstangen".

Die Europäische Kommission plant in einer "Europäischen Meßgeräte-Richtlinie" (PDF) die Abschaffung der in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vorschriften über verbindliche Ausschankmaße. Die Gastronomie in Deutschland und Österreich wäre nicht mehr an die 16 Maße für den Ausschank gebunden: Es handelt sich hierbei um Schankgefäße mit einem Nennvolumen von 1, 2, 4, 5 oder 10 Zentiliter beziehungsweise 0,1, 0,2, 0,25, 0,3, 0,4, 0,5, 1, 1,5, 2, 3, 4 oder 5 Litern. Mehr dazu: "Zur geplanten Abschaffung der Ausschankmaße in der Gastronomie".

Dienstag, November 12, 2002

So richtig überzeugt bin ich immer noch nicht, daß auf der Website eines gastronomisches Betriebes Angaben zur Aufsichtsbehörde enthalten sein müssen (zu den Details siehe ein früheres Posting). Aber wenn man schon einen Jura-Professor, der zu diesem Thema einschlägig veröffentlicht hat, um seine Meinung fragt und der so nett ist, (unverbindlich) zu antworten, wäre man bescheuert, man hielte sich nicht daran. Deshalb ist unser Impressum nunmehr noch ein wenig umfangreicher. Und wie sieht Ihr Impressum aus?

In einem Kommentar der Grünen zum Koalitionsvertrag heißt es: "Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. Bei haushaltsnahen Dienstleistungen (Haushaltshilfen, Kinderbetreuung, Altenbetreuung etc.) wird eine Verdienstobergrenze für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse von 500 Euro eingeführt, der pauschale Beitrag für die Sozialversicherungen wird auf 10% gesenkt. Es soll geprüft werden, ob die Anhebung der Geringfügigkeitsgrenze generell ein geeigneter Weg ist, um Schwarzarbeit zu bekämpfen. Gleichzeitig wird das Beitrags- und Meldeverfahren für alle geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse vereinfacht."

Ich habe mal angefragt: "Fallen unter haushaltsnahe Dienstleistungen auch
  • Hausbesuche von Frisören, Maniküren, Pediküren, Masseuren und ähnliche persönlichen Dienstleistungen?
  • Fahrdienste, z.B. von Chauffeuren, die haushaltseigene Fahrzeuge steuern, bzw. Taxis?
  • Arbeiten von Kraftfahrzeugmechaniker, die in einer haushaltseigenen Garage an Pkws Reparaturen vornehmen den Ölwechsel und andere Services vornehmen?
  • Reparaturen von Haushaltsgeräten vor Ort?
  • Malerarbeiten, Verlegung von Teppichböden, Aufbau von Möbeln?
  • Umzugsarbeiten?
  • Dienstleistungen von Party-Services, etwa Kochen und Servieren in privaten Haushalten?
  • Dienstleistungen wie die Organisation von Familienfeiern, etwa Hochzeiten?
  • Arbeiten rund um haushaltseigene Personal Computer vor Ort (Installation, Schulung)?"