Gastgewerbe Gedankensplitter


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Freitag, Januar 17, 2003

Das Wort "Nachhaltigkeit" führen insbesondere Politiker der Grünen gerne im Munde. Beliebig statt nachhaltig ist die Position der Verbraucherschutzministerin Renate Künast. Noch im letzten Frühjahr hat sie Unternehmer als Preistreiber diffamiert und mit Steuergeldern das Projekt Preis-Wert-Forum der nordrheinwestfälischen Verbraucherschützer subventioniert (siehe dazu ein früheres Posting), sind ihr jetzt die Preise zu niedrig: "Billig ist zu billig", in: Die Welt vom 17. Januar 2003. Warum errichtet frau nicht einfach eine staatliche Preisadministration nach dem Vorbild der guten alten DDR? 100.000 Sesselfurzer-Jobs wären doch sicherlich drin.

Die von Ludwig Erhard durchgesetzte Preisreform vom 24. Juni 1948 ist politisch umstritten gewesen, da der Verlauf der Preisentwicklung nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden konnte. Das "Gesetz über Leitsätze für die Bewirtschaftungs- und Preispolitik nach der Währungsreform" beinhaltete die Freigabe der Preise für Konsumgüter und die Mehrzahl der Fertigprodukte und vorerst eine Beibehaltung der Preisbindung für Grundnahrungsmittel, wichtige Rohstoffe (Eisen, Stahl, Kohle), Strom u. Wasser sowie Mieten. Ebenso bleibt zunächst der Lohnstop bestehen; dessen Aufhebung am 30. September 1948 erfolgte. Eine Nachhilfelektüre für Renate Künast: "Über Wachsen und Werden der Sozialen Marktwirtschaft" von Ludwig Erhard.