Gastgewerbe Gedankensplitter


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Mittwoch, Februar 26, 2003

Die Pressestelle der AFAG Messen und Ausstellungen hat uns folgenden Schlußbericht der HOGA 2003 zugesandt:

Trotz Sorgen im Gastgewerbe ein deutliches Besucherplus: 22. HOGA Nürnberg erreichte mit 36.500 Besuchern ein Spitzenergebnis / Die Branche blickt nach vorn: von der HOGA gingen viele positive Signale aus / Hohe Zufriedenheit bei Ausstellern / Messe überzeugte mit lebendigem Branchenbild und hoher Entscheidungskompetenz der Fachbesucher / Veranstalter AFAG hat mit Erfolg der Nürnberger HOGA solide Basis für die neue HOGA München im Jahr 2004 geschaffen.

Nürnberg – Das hervorragende Besucherergebnis der 22. HOGA Nürnberg, Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, wird von allen Beteiligten als positives Signal für die weitere Zukunft des Gastgewerbes gewertet. In einer überaus schwierigen Zeit für das Gastgewerbe konnte die vom 23. bis 26. Februar 2003 in der Messe Nürnberg durchgeführte Fachmesse mit 36.500 Besuchern ein Spitzenergebnis erzielen und ihre Bedeutung als eine der erfolgreichsten regionalen Gastronomiemessen der Bundesrepublik weiter ausbauen.

Heiko Könicke, Geschäftsführer der veranstaltenden AFAG Messen und Ausstellungen, wertet das gute Ergebnis als Beweis dafür, dass Messen gerade in schwierigen Zeiten Impulsgeber sein können und als Medium der Kommunikation und Information unverzichtbar sind: „Trotz ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnten wir ein Besucherplus von 15 Prozent im Vergleich zur letzten HOGA vor zwei Jahren realisieren. Der überraschend deutliche Zuwachs und die vielen positiven Stimmen zur diesjährigen HOGA stimmen uns zuversichtlich für die vom 25. bis 28. April 2004 in der Neuen Messe München stattfindenden HOGA München, die von der AFAG durchgeführt wird und für die wir mit der guten Bilanz der HOGA Nürnberg unsere Visitenkarte abgegeben haben. Die HOGA München wird zukünftig im jährlichen Wechsel mit der HOGA Nürnberg in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (BHG) München und der Messe München durchgeführt. Gastronomen und Hoteliers suchen derzeit intensiv nach Wegen aus der Misere und man zeigt wieder Bereitschaft für notwendige Investitionen. Diese Entwicklung wird auch die neue Gastronomiemesse in München beflügeln“, so Könicke.

Auch für BHG-Präsident Ludwig Hagn ist der gute Verlauf der HOGA ein Beweis für die Aufbruchstimmung im bayerischen Gastgewerbe: „Die HOGA Nürnberg erlebte in diesen für unsere Branche turbulenten Zeiten einen kaum für möglich gehaltenen Besucherzuspruch. Der feste Wille unserer Gastronomen und Hoteliers, aus dem Tal herauszukommen und die Gäste mit neuen Ideen und viel Engagement zurückzugewinnen, war auf der HOGA deutlich spürbar. Inzwischen dürfte allen klar sein, dass man nur mit Taten die Probleme unserer Branche lösen kann und dazu gehört es, bestens informiert zu sein. Darauf führe ich einen wesentlichen Teil des Erfolges dieser HOGA zurück, die durch ihre hohe fachliche Kompetenz überzeugte, den Fachleuten vielfältige Anregungen lieferte und eine stimmungsvolle familiäre Atmosphäre bot, die im Reigen ähnlicher Veranstaltungen ihresgleichen sucht. Die Messe war eine hervorragende Werbung für Bayerns Hotellerie und Gastronomie und spiegelte durch die Einbindung aller Berufssparten, einschließlich des Berufsnachwuchses, die Leistungen unserer Branche überzeugend wider. Ich freue mich schon jetzt auf die HOGA München im kommenden Jahr, für die in der Region München und im südbayerischen Raum ein dringender Bedarf besteht, so der BHG-Präsident.

Hohe Zufriedenheit unter Ausstellern. In Gesprächen mit Ausstellern zu Beginn der Messe wurde deutlich, dass die meisten Unternehmen aufgrund der schwierigen Branchensituation und der schlechten Konjunktur ihre Erwartungen zur HOGA niedrig angesetzt hatten. Der gute Messeverlauf sorgte dann in den Hallen für einen Stimmungswechsel und bescherte den Ausstellern gut gefüllte Auftragsbücher. Die Ausstellerbefragung am letzten Tag ergab eine wesentlich höhere Zufriedenheit als vor zwei Jahren und auch die Chancen für das Nachgeschäft wurden wesentlich besser beurteilt. Zu diesem Ergebnis dürfte auch der hohe Fachbesucheranteil von fast 90% beigetragen haben, der im Rahmen einer Besucherbefragung ermittelt wurde. Außerdem trafen die Aussteller auf Besucher mit hoher Entscheidungskompetenz. So ergab die Besucherbefragung, dass 46 Prozent der Befragten Unternehmenschefs waren und 88% der Besucher in Kaufentscheidungen einbezogen sind. Jeder dritte Besucher hat auf der HOGA Einkäufe getätigt (ohne persönlichen Verzehr) und 47 % der Besucher informieren sich ausschließlich auf der HOGA und besuchen keine andere Messe zum Thema. Im einzelnen brachte die Ausstellerbefragung folgende Ergebnisse: 54% bewerteten den geschäftlichen Verlauf mit „sehr gut und gut“, 35% waren zufrieden und 7% waren weniger zufrieden. Für 83,5% haben sich die Erwartungen erfüllt oder zumindest teilweise erfüllt, bei 8% wurden sie sogar übertroffen.

Besucher beurteilen weitere konjunkturelle Entwicklung positiv. Bei der im Rahmen der Messe durchgeführten Besucherbefragung äußerten sich vier von zehn der befragten Besucher optimistisch zu den Konjunkturerwartungen. 40% planen Investitionen, insbesondere in den Bereichen Küche und Hotelzimmerausstattung. Das Interesse der Besucher auf der HOGA war für Nahrungs- und Genussmittel am größten, gefolgt von den Bereichen Küchenmaschinen und –geräten sowie Getränken. Die wachsende Bedeutung der HOGA als Fachmesse für den süddeutschen Raum spiegelt sich am Anteil von Fachbesuchern wider, die aus weiter entfernten Regionen anreisten. 38,5% der Besucher reisten aus über 100 km Entfernung an, davon kamen 4% aus Baden-Württemberg und weitere 4% aus Sachsen und Thüringen. Am deutlichsten gestiegen ist der Anteil von Besuchern aus Hessen, der jetzt bei 3% liegt und bei der letzten Befragung 1999 noch bei lediglich 1% lag.

Viel Lob für gelungenen Mix aus fachlichem Angebot und hochkarätigen Schaubereichen und Wettbewerben. Was die HOGA einmal mehr auszeichnete war der gelungene Mix aus einem breiten fachlichen Angebot der rund 500 Aussteller und hochkarätigen Sonderschauen, Wettbewerben und Aktivitäten auf der HOGA-Showbühne. Die Internationale Kochkunstschau glänzte mit Teilnehmern aus dem In- und Ausland, die das HOGA-Publikum mit perfekter Kochkunst und kreativen Arrangements und Dekorationen begeisterten. Vielbeachteter Programmpunkt war das tägliche Kochduell bayerischer Spitzenköche um die HOGA-Trophy und auch beim Wettbewerb „Der gedeckte Tisch – Trend und Tradition“ bewiesen Betriebe aus Bayern und aus Karlsbad mit ihren phantasievoll gestalteten Tischen und Themendekorationen ein Höchstmaß an Kreativität. Großen Anklang fanden die neuen Aktivitäten auf der Showbühne, wobei vor allem die Gastromodenschauen mit maßgeschneiderten Innovationen für die Berufe des Gastgewerbes modische Akzente setzten. Auf überaus reges Interesse stießen die Special Interest Points mit fachkundiger Beratung, z.B. zu Trendthemen wie Whisky und Zigarren.

Großes Interesse für die neuesten Trends im Foodbereich: „Food Special“ erlebte Besucheransturm. Einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der HOGA steuerte die vom Service-Bund an zwei Tagen präsentierte „Food-Special“ bei. Diese „Messe in der Messe“, an der sich rund 100 namhafte Food-Anbieter beteiligten, bot den Profis aus der Küche eine hochkonzentierte Foodpräsentation. Mitorganisator Johannes Fuchs von der Firma Trias aus Nürnberg, zeigte sich rundum zufrieden mit dem Besucherinteresse: „Sowohl die veranstaltenden Servicebundpartner als auch die Aussteller können eine durchwegs positive Bilanz ziehen. Unser Fazit lautet „Masse und Klasse“, d.h. wir erlebten einen wahren Besucheransturm und trafen auf hohe fachliche Kompetenz der Besucher. Während am ersten Tag vorwiegend Besucher aus Hotels und Restaurants kamen, waren es am zweiten Tag Fachleute aus Kantinen, Großküchen und aus dem Bereich der Gemeinschaftsverpflegung, die nach neuen Ideen für ihre Speiskarten suchten. Besonders großes Interesse fanden die neuesten kulinarischen Trendprodukte, z.B. im Bereich Well-Fit mit gesunden, innovativen und leichten Spezialitäten, Finger-Food für die Bistroküche oder Produkte für die im Trend liegende asiatische Küche. Die Möglichkeit, die Sortimente der Aussteller zu probieren wurde ausgiebig bei Kostproben genutzt, d.h. die Firmen leisteten an den beiden Tagen einen beachtlichen Wareneinsatz. Dass sich die „Food Special“ auch mehr und mehr zu einer „Fun-Special“ entwickelt, ist auch ein Verdienst namhafter Profiköche wie Stefan Marquart vom Restaurant Lenbach in München oder Sternekoch Otto Koch, bei deren Frontcooking-Shows das Forum aus allen Nähten platzte.

Neuer Rekord bei Ausbildungsplatzbörse des BHG. Eine wichtige Anlaufstelle während der HOGA war das Infozentrum des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes in Halle 4. Wie Dr. Gerhard Engelmann, Geschäftsführer des BHG Mittelfranken, bestätigte, fanden die Veranstaltungen des BHG auf der Aktionsbühne an allen Tagen große Beachtung und auch für die Ausbildungsplatzböre war das Interesse größer denn je. Mit 1200 qualifizierten Ausbildungsplätzen in ganz Bayern wurden diesmal so viel freie Stellen wie noch nie angeboten und 950 konkrete Anfragen von Schülern und Eltern während der HOGA zeigen, dass sich diese Einrichtung bestens auf der HOGA etabliert hat, wie Susanne Droux, BHG-Geschäftsführerin des Bereichs Berufsbildung, Jugend- und Frauenfragen, betonte.

Nächste HOGA im Jahr 2004 in München. Die nächste HOGA findet zum idealen Termin und rechtzeitig vor Beginn der Sommersaison vom 24. bis 28. April in der Messe München statt. Für die HOGA München wird die AFAG ein neues Konzept entwickeln, das ähnlich der HOGA Nürnberg interessante Schaubereiche, Wettbewerbe, eine Showbühne und weitere Special-Interest-Themen einbindet, wobei allerdings das Konzept von Nürnberg nicht 1:1 adaptiert werden soll. Vielmehr wird die neue HOGA München ihr eigenständiges Profil erhalten.