Gastgewerbe Gedankensplitter


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Dienstag, April 29, 2003

Das amerikanische Wirtschaftsmagazin Fortune veröffentlicht alljährlich eine Liste der umsatzstärksten 500 Unternehmen. Top 1 wurde, wie auch schon im Vorjahr, der Einzelhandelskonzern Wal-Mart, benannt nach dem Gründer Samuel Moore Walton. Er und sein Co-Autor John Huey beschrieben 1992 in dem Buch "Made In America" alle Details seines Erfolgskonzeptes und Unternehmenskultur. Die deutsche Ausgabe erschien erst im Jahre 2000 unter dem Titel "Wal-Mart."

Walton adoptierte z.B. den "Greeter" aus den Konzepten von Gand Hotels, Spitzenrestaurants und Diskotheken in den Einzelhandel. Ein uniformierter Mitarbeiter begrüßt die eintreffenden Kunden, um auszudrücken, dass Kunden von Wal-Mart geschätzt werden. Er bedankt sich bei den Kunden, dass sie sich für Wal-Mart entscheiden haben, hilft ihnen und verabschiedet sich von ihnen, wenn sie den Laden wieder verlassen. Gute "Greeter" schauen den Kunden in die Augen, lächeln sie an und kennen Stammkunden beim Namen. "Greeter" sind häufig ältere Mitarbeiter ab 55 Jahren. Haben Sie in deutschen Supermärkten schon einmal jemand über 50 gesehen?

Anfang Juni erscheint das Buch "The Wal-Mart Decade: How a Generation of Leaders Turned Sam Walton's Legacy Into the World's Number One Company" von Robert Slater. Robert Slater ist 18 Jahre lang Reporter bei der "Time" gewesen und ist auch Autor der Bestseller-Biographien über Jack Welch, den langjährigen Vorstandsvorsitzenden von General Electric. Er hatte für seine Recherchen unbegrenzten Zugang zum Unternehmen. Er nimmt die Leser bei der Hand und führt sie in den inneren Zirkel, wo die strategischen Entscheidungen getroffen werden.