Gastgewerbe Gedankensplitter


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Mittwoch, Mai 21, 2003

Daß gut besuchte Gaststätten in den Augen vieler Gäste attraktiver sind als leere, davon ist schon der spätere Nobelpreisträger Gary S. Becker 1991 in seinem Aufsatz ausgegangen, um sich preistheoretisch dem Phänomen zu nähern, daß gut besuchte Restaurants höhere Preise verlangen können, auch wenn sie ansonsten völlig identische Leistungen bieten (Gary S. Becker: "A Note on Restaurant Pricing and Other Examples of Social Influences on Price", 1991).

Nunmehr haben drei Wissenschafler von der Abteilung für Marketing an der Chinesischen Universität von Hongkong herausgefunden, daß Gäste einem gut besuchten Restaurant eine bessere Qualität der Speisen, eine höhere Reputation und niedrigere Preise beimessen und umgekehrt, daß sie aus einem schlechten Besuch auf schlechte Speisenqualität, eine niedrigere Reputation und hohe Preise schließen. Sie folgern daraus, daß Manager von Restaurants den Besucherandrang manipulativ einsetzen können, um einen günstigen Eindruck von der Speisenqualität, dem Preisniveau und der Reputation schaffen zu können. Alan Ching Biu Tse, Leo Sin and Frederick H. K. Yim: "How a crowded restaurant affects consumers' attribution behavior", in: International Journal of Hospitality Management, Volume 21, Issue 4 , December 2002 , Pages 449-454.