Gastgewerbe Gedankensplitter


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Donnerstag, Mai 29, 2003

Hot Dougs ist die Website eines seit zwei Jahren existierenden Gourmet-Hot Dog-Standes in Chicago. Christine Badger hat den Inhaber Doug Sohn für New City Chicago porträtiert (via The Making of a Restaurant).

Der "Dachshund" wurde Ende des 17. Jahrhunderts von dem Coburger Metzger Johann Georghehner erfunden (das Erstgeburtsrecht wird aber von den "Frankfurtern" und "Wienern" bestritten). Ein deutscher Metzer, Charles Feltman, eröffnete 1871 einen ersten Hot Dog-Stand auf Coney Island. 1893 begann Chris Von de Ahe, deutschstämmiger der Besitzer der St. Louis Browns, Hot Dogs im Baseball-Stadion zu verkaufen. Der Begriff "Hot Dogs" selbst entstand aber erst um 1900. Siehe dazu auch "History of the Hot Dog" des National Hot Dog & Sausage Council.

Umsatzstärkstes Hot Dog-Unternehmen im Jahre 2001 ist Ball Park Franks mit 251 Millionen US-Dollar. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts startete Samuel Slotkin in Brooklyn ein Hot-Dog-Unternehmen, genannt "Hygrade Meats".1947 expandierte er nach Detroit und wurde 1957 Lieferant für das Basketball-Stadion der Detroit Tigers. Heute ist "Ball Park Franks" landesweit in Stadien und Supermärkten vertreten. Wichtigster Konkurrent ist Oscar Mayer Foods, das seit 1989 Kraft Foods gehört. Zur Geschichte von Oscar Mayer, einem Nürnberger, der mit 14 Jahren in die USA auswanderte.

Wer sich mit der dunklen Seite der industriellen Fleisch- und Wurstproduktion in Chicago beschäftigen will, dem sei das Buch "Dschungel" von Upton Sinclair empfohlen. Nach seinem erfolgreichen Roman "Sklaverei" entschloß sich der sozialkritische Autor dem Thema Einwanderer zu widmen und arbeitete anonym sieben Wochen lang als Arbeiter in den Schlachthöfen von Chicago (eine Methode, die später Günter Wallraff, etwa in "Ganz unten" imitierte). Upton Sinclairs detailreichen und anschaulichen Schilderungen der ekelerrgenden hygienischen Verhältnisse, unzumutbarer Arbeitsbedingungen und Schlachtmethoden des 1905 veröffentlichten Romanes führten letztlich zu Reformen und prägten die Entwicklung von Hygienevorschriften.