Gastgewerbe Gedankensplitter


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Sonntag, Juni 22, 2003

CDU: Arbeitgeber sollen Krankengeld zahlen

Laut einer Meldung der Netzeitung fordert die CDU, daß die Arbeitgeber die Kosten einer Versicherung des Krankengeldes (also einer Lohnfortzahlung in Höhe von 80% des Nettolohnes ab der 7. Krankheitswoche) alleine übernehmen sollen.

Die Begründung des CDU-Generalsekretärs Meyer, die Arbeitgeber hätten selbst den größten Einfluss auf die Gesundheitsrisiken in ihren Betrieben und könnten mit entsprechenden Maßnahmen Langfristerkrankungen entgegenwirken, steht im Widerspruch zur Absicht, eine Pflichtversicherung mit einem unternehmens- und branchenübergreifenden Einheitstarif einzuführen. Bei einer solchen Konstruktion hat das einzelne Unternehmer gerade keinen Einfluß auf den Umfang der bundesweit insgesamt in Anpruch genommenen Krankengeldleistungen. Zudem tragen die Arbeitgeber die Kosten von Arbeitsunfällen und betriebsbedingten Erkrankungen ohnehin jetzt schon alleine (in der gesetzlichen Unfallversicherung).

Stattdessen sollten die Arbeitgelder die Lohnfortzahlung in den ersten sechs Wochen wie auch danach arbeitsvertraglich ausschließen oder sich alternativ wahlweise privat gegen die Kosten versichern können.