Gastgewerbe Gedankensplitter


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Mittwoch, Juli 16, 2003

Getraenkepreiserhebung sorgt für Wirbel bei Konsumenten und Gastwirten

Für einigen Wirbel hat die jüngste Getränkepreiserhebung der Niederösterreichischen Arbeiterkammer (AKNÖ) gesorgt. Nachdem bekannt geworden war, dass einzelne Gastwirte für Leitungswasser und antialkoholische Mischgetränke horrende Preise verlangen, regte sich heftige Kritik – sowohl von Seiten der Konsumenten als auch von Seiten der Gastronomie.

Noch immer rühren sich Konsumenten – vor allem nach dem Wochenende - in der AKNÖ, um über ihre Erfahrungen zu berichten. "Es ist uns klar, dass man diese Erfahrungen nicht verallgemeinern kann. Es rufen naturgemäß jene an, die sich über zu hohe Preise ärgern", meint AKNÖ-Konsumentenschützer Günther La Garde. Jüngste Beschwerde einer unzufriedenen Gasthausbesucherin: Ein Viertel Leitungswasser kostete in St. Pölten 1,50 Euro (20,64 ATS), für einen Viertel Liter Obi, mit Leitungswasser auf einen halben Liter gespritzt, wurden von einer durstigen Radlerin in Langenzersdorf 3 Euro verlangt. "Das ist unverschämt. Mit meinen Kindern kann ich da nicht mehr einfach etwas trinken gehen, wenn sie durstig sind", meinte sie. Nachsatz: "Da braucht sich niemand wundern, wenn sich die Leute im Supermarkt mit Getränken eindecken."

Aber nicht nur verärgerte Konsumenten rufen in der AKNÖ an. "Auch Gastwirte haben uns kontaktiert", berichtet Konsumentenschützer Günther La Garde. Die einen ärgern sich über die Kollegen, die für schlechtes Image sorgen, die anderen nutzen die Geschichte für sich, indem sie günstige Preise anbieten. Ein Wirt habe sogar berichtet, dass in seiner Speisekarte nun extra groß darauf hingewiesen werde, dass es in seinem Lokal Leitungswasser zum Nulltarif gibt. "Die Gäste reagieren darauf äußerst positiv."

AKNÖ-Präsident Josef Staudinger: "Ich lade alle Wirte ein, es diesem Kollegen gleichzutun. Ich bin überzeugt davon, dass dies dem Geschäft insgesamt gut tun wird. Denn wo man freundlich aufgenommen wird und sich nicht geneppt fühlt, da geht man gerne wieder hin." (Quelle: Pressemitteilung der Niederösterreichischen Arbeiterkammer).