Gastgewerbe Gedankensplitter


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Sonntag, Juli 27, 2003

Klau schau wem

Bereits am 16. Mai 2003 hatte der Spiegel ("Thierses Mahnschreiben gegen den Löffelklau") den Gastronomen Feit Reisberger zitiert, der gesagt haben soll, in seinen beiden Restaurants im Deutschen Bundestag seien die Schwund-Zahlen bei Besteck und Geschirr zehn Prozent höher als in jedem anderen Betrieb. Es sei bereits die Hälfte des Inventar in Höhe von ursprünglich 350.000 Euro abhanden gekommen.

Der japanische Autohersteller Nissan warb bezugnehmend auf diese Geschichte in einer Anzeige mit der Meldung "Manche nehmen. Andere geben." Statt das Diebesgut wieder rauszurücken, empört sich nun die Politiker-Plage über die öffentliche Bekanntmachung ihrer Schandtaten und thematisiert statt einer Selbstanzeige wegen Diebstahl lieber Anzeigen gegen andere. Siehe dazu auch "Empörung über die außerparlamentarische Joghurt-Opposition", in: Spiegel vom 27. Juli 2003.