Gastgewerbe Gedankensplitter


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Dienstag, August 19, 2003

Optimizing user feedback.

Jerry Tarasofsky schreibt im Newsletter Hotelmarketing News Weekly vom 11. August 2003 über "Optimizing user feedback in the hospitality sector" (Nachtrag vom 29. Januar 2009: nur noch im Internetarchiv) und beklagt darin den Fehler vieler gastgewerblicher Websites, nicht in erster Linie Daten darüber zu sammeln, was ihre Nutzer wollen.

Welche Möglichkeiten gibt es, Daten von Gästen und Nutzern auch ohne aufwendige Customer Relationship Management-Software zu sammeln? Ein paar Möglichkeiten möchte ich am Beispiel der Startseite von Abseits.de vorstellen:
  • Man kann eine Volltext-Suchfunktion einbauen. Gute Suchprogramme erlauben statistische Auswertungen, nach welchen Begriffen gesucht worden ist, welche Dateien gefunden worden sind und zu welchen Begriffen keine Seiten gefunden worden sind. Man kann dann die Suchfunktion verbessern, z.B. indem man Synonyme verwendet, neue Inhalte erstellt oder häufig gesuchte Inhalte leichter zugänglich präsentiert.
  • Man kann ein Formular zur Anmeldung bei einem Newsletter oder eine Mailing-Liste einbauen. Hart formuliert ist der einzige nützliche Zweck einer Website, eMail-Adressen zu erhalten, die man anschließend bearbeiten kann. Siehe dazu unseren Beitrag über Permission-Marketing.
  • Man kann Teilnehmern ermöglichen, sich in Foren oder Mailing-Listen anzumelden und dort Fragen zu stellen.
  • Man kann eine Umfrage anbieten.
  • Wenn man eigene eMail-Adressen, Telefonnummern und Postanschriften veröffentlicht, überläßt man es dem Nutzer, wie er Kontakt aufnehmen will. Ergänzend kann man anbieten, ihn zurückzurufen (Call back).
  • Man kann auswerten, welche Teile der Website am häufigsten besucht werden, um herauszufinden, welche Inhalte besonders interessieren.
  • Man kann per Auswertung der Access Log Files oder auch - wie auf der Startseite von Abseits.de - per Tool von Stephen Downes ermitteln und anzeigen, über welche Links Besucher diese Seite gefunden haben.
  • Man kann Testimonials von Gästen oder Nutzern veröffentlichen und damit indirekt weitere Gäste oder Nutzer animieren, ihre Meinung kundzutun.
  • Man kann in einem eigenen Online-Shop oder in Zusammenarbeit mit Partnern in deren Shops Produkte zum Kauf anbieten und die Kaufentscheidungen auswerten. Wir bieten z.B. in Zusammenarbeit mit Amazon.de Fachbücher an. Die Titel und Themen der verkauften Fachbücher sind Indikatoren für die Inhalte, die das Interesse der Nutzer finden.
  • Man kann solche Nutzer zu selektieren versuchen, die das Angebot intensiv nutzen. Wir bieten z.B. die Zusendung von neuen Beiträgen unseres Weblogs "Gastgewerbe Gedankensplitter" per täglichem eMail an.
  • Man kann Nutzer bzw. Gästegruppen nach Interessen selektieren. So kann man sich von uns z.B. Wochenspeisepläne oder unsere monatlich wechselnde Bierkarte zusenden lassen. Man erhält Sammlungen von eMail-Adressen, von denen man weiß, an welchen Produktgruppen die Besitzer besonders interessiert sind.