Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, August 16, 2003

Verbraucherschutz: Klosterbrauerei Neuzelle geht im Bierstreit in die Offensive.

10 Jahre Behördenstreit um den Begriff Bier, um realitätsfremde und nicht verbraucherrelevante Vorschriften und das lange Warten auf eine längst überfällige gerichtliche Entscheidung, haben die Klosterbrauerei Neuzelle in zunehmendem Maße in der Produktinnovation und internationalen Wettbewerbsfähigkeit behindert. Aus diesem Grunde kennzeichnet die Klosterbrauerei die aus dem "Bierstreit" mit der Landesregierung bekannten Produkte "Schwarzer Abt" und "Klostermalz" wieder eindeutig als Bier. Seit dem 14.07.2003 werden die Produkt "Schwarzer Abt" mit der zusätzlichen eindeutigen Kennzeichnung Schwarzbier und das "Klostermalz" mit der zusätzlichen Kennzeichnung Malzbier in den Verkehr gebracht.

Die Klosterbrauerei Neuzelle rechtfertigt dies mit den Worten:
"Unternehmer sind verpflichtet, zum Schutz des Verbrauchers zu handeln und alles zu unterlassen, was zu Irreführungen und Täuschungen des Verbrauchers führt. Im Interesse des Schutzes des Verbrauchers und nicht zuletzt auch zur Erhaltung der Arbeitsplätze ist daher unternehmerisches Handeln hinsichtlich einer unmissverständlichen Kennzeichnung unserer Produkte erforderlich. Wahrheit und Klarheit bei der Deklaration eines Produktes sind für die Klosterbrauerei Neuzelle und auch für den Verbraucher oberstes Gebot, das nicht länger in Frage gestellt werden darf.
Die Bierrezepturen der Klosterbrauerei Neuzelle, besonders die tiefdunkle, malzaromatische,vollmundige und feinliebliche Schwarzbier-Rarität unter dem Namen "Schwarzer Abt" sorgte in den letzten Jahren für erhitzte Gemüter. Denn sie wird wie in früheren Zeiten nach dem Brauprozeß mit ein wenig Raffinade veredelt, die dieser Rarität eine ganz eigene, faszinierende Geschmacksnote verleiht. Der noch andauernde Streit mit der Landesregierung Brandenburg über diese Schwarzbier-Rarität ist als "Brandenburger Bierkrieg" in die Geschichte der Brauerei eingegangen. Lesen Sie mehr darüber in der "Kommune - Zeitschrift für Politik, Ökonomie, Kultur", Nr. 7/19983.