Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, September 06, 2003

Ausbildungsplatzabgabe - dritter Versuch.

In einem Interview der Berliner Zeitung hat Franz Müntefering, der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, vage die Einführung einer Ausbildungsabgabe, einer -umlage "oder sonstwas" angekündigt: "SPD: Ausbilden oder zahlen". Genosse Müntefering gab in diesem Interview auch zum besten, der habe Marx nie gelesen. Muß er auch nicht. Es reicht schon, wenn er dies liest.

Sollte es die Bundesregierung wirklich hinkriegen, ein Gesetz über eine Ausbildungsagabe zu formulieren, das einer Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht standhält? Vorbehaltlich der konkreten Gesetzesformulierung können Unternehmen, die nicht ausbilden wollen, der Abgabe entgehen, in dem sie Ausbildungsverträge z.B. mit Familienangehörigen oder bei Mehrpersonengesellschaften auch mit Gesellschaftern abschließen. Diese Auszubildenden sollten über 18 Jahre alt ein, damit sie nicht die Berufsschule besuchen müssen. Eine Altersgrenze gibt es im Berufsausbildungsgesetz nicht. Die Unternehmen ersparen sich dadurch nicht nur die Abgabe sondern kommen voraussichtlich in den Genuß von Beihilfen, die aus diesen Abgaben gespeist werden. Mehr über die Berufsausbildung im Gastgewerbe.