Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, September 13, 2003

Ein Angebot, dass man nicht ablehnen kann.

Man kennt es aus Mafia-Filmen. Ein Mafiosi macht einem "Geschäftspartner" ein Angebot, das er nicht ablehnen kann. Zum Beispiel seine Bar gegen einen niedrigen Kaufpreis zu übernehmen und dafür seine Familie am Leben zu lassen.

Nun hat der SPD-Vorstand verzweifelt darüber, daß die SPD keine Mehrheit in der Bundesversammlung zustande bringt, welche den nächsten Bundespräsidenten wählen wird, den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel als Nachfolger des amtierenden Bundespräsidenten vorgeschlagen ("Spiegel als Rau-Nachfolger im Gespräch", in: Tagesschau.de vom 12. September 2003). Unausgesprochen wird damit die Drohung in den Raum gestellt, wer sich für einen anderen Kandidaten ausspräche, sei Antisemit. Zugleich ist ein solcher Vorschlag, wenn man ihn mit dem vorgeschlagenen Kandidaten nicht vorab besprochen haben sollte und keine Sondierungsgespräche führt, ob er von allen Parteien getragen wird, nicht im Interesse der Juden in Deutschland. Im Gegenteil, sie werden damit in eine Sonderrolle gedrängt, von der es nicht weit ist hin zu einer Außenseiterrolle.