Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Dinner for Her Majesty. » | Siebecks Prognosen. » | Best of Food Websites. » | Guten Rutsch ins Neue Jahr. » | Air Berlin beteiligt sich mehrheitlich an Stockhei... » | Werbepostkarten. » | Blogs als Zusatz von Unternehmens-Websites. » | Ziele einer Restaurant-Website. » | Schrippenzieher. » | Neues Forum fuer das Gastgewerbe. »


Mittwoch, Dezember 31, 2003

Trennung von Werbung und redaktioneller Berichterstattung.

Eine interessante Diskussion über die Frage, ob (amerikanische) Anwälte auf ihren Websites auf den Inhalt ihrer Seiten bezogene Anzeigen (wie von Google Adsense) schalten sollten, findet sich unter: "Should Web Lawyers Use Content-Targeted Ads?", in: ethicalEsq & haikuEsq... vom 30. Dezember 2004.

Diese Debatte hat einen rechtlichen Aspekt, der in Deutschland wohl anders zu diskutieren wäre, da das deutsche Berufs- und Standesrecht möglicherweise andere Normen setzt als das amerikanische. Sie hat aber auch einen ethischen Aspekt. Nicht nur (amerikanische) Anwälte sondern alle Anbieter redaktioneller Seiten sollten sich fragen, ob die Schaltung solcher Anzeigen, auf deren konkreten Inhalt man keinen Einfluß hat, abgesehen davon, daß man einzelne Inserenten explizit ausschalten kann, moralisch zu verantworten ist. Der Berufsethos (um nicht zu sagen: Pathos) von journalistischen Angeboten gebietet eigentlich die Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung. Eingehalten wird diese Trennung meines Erachtens aber meist nicht, wie ein Blick in Zeitungen und Zeitschriften zeigt, aber auch der Versuch, etwa als Gastronom eine Pressemitteilung zu lancieren, die nicht selten von Lokalredakteuren mit dem Hinweis beschieden wird, man möge dies vorab mit der Anzeigenabteilung "abklären".