Gastgewerbe Gedankensplitter



Mittwoch, April 30, 2003

Artikel und Rezepte von Jamie Oliver in der englischen "Times". Mehr über Jamie Oliver.

Wenn ein Gast Kaugummi kaut und dann plötzlich nicht mehr, sollten Sie aufpassen. Entweder hat er den Gummi dann unter die Tischplatte geklebt oder er verklagt Sie demnächst auf Schmerzensgeld: "Michigan man sues McDonald's for $25,000 after finding chewing gum in salad", in: New Jersey Online vom 30. April 2003.

Die Website "The Cook's Thesaurus" beinhaltet unter anderem mehr als 2.500 Fotos von Lebensmitteln und Küchengeräten, die gegen Gebühren verwendet werden dürfen, vor allem aber eine Koch-Enzyklopädie mit Fotos, Beschreibungen, Synonymen und möglichen Ersatzprodukten.

Die "Tokyo Food Page" stellt die Grand Passage in Tokyo vor mit zahlreichen interessanten gastronomischen Objekten, z.B. "Yuan", ein Tofu-Restaurant mit einem modernen, japanischem Interieur und einem ergänzenden Angebot von Sushi.

Der "Blind-Virus" grassiert jetzt auch in der Provinz, sprich Bamberg. Der Jugendkulturtreffpunkt "Immerhin" veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenverband am Freitag, 9. Mai 2003, ab 10 Uhr das "Dunkel-Café". Blindes Bedienungspersonal bedient die orientierungslose Gäste in künstlicher Dunkelheit. Ergänzt wird das Erleben mit einem Informationsangebot über das Leben der Blinen und Sehbehinderten. Gruppen ab acht Personen sollten sich allerdings vorher telefonisch unter 0951/29 606 40 anmelden.Siehe dazu auch ein früheres Posting über ähnliche dauerhafte Angebote in Köln, Berlin und Zürich sowie temporär in München.

Michael Bahnerth hat sich in illegalen Restaurants in Berlin umgeschaut: "Verbotene Pizza", in: Die Zeit vom 30. April 2003. Siehe dazu auch ein früheres Posting über Untergrund-Restaurants in den USA.

CoverJohn Conen, engagierter Bierliebhaber, Aktivist der britischen Campaign for Real Ale und Sprecher des London Beer Festivals hat im letzten Jahr wieder einmal Franken besucht, um seinen 1996 erstmals erschienenen Führer "Bamberg and Franconia: Germany's Brewing Heartland. A guide to beers, breweries and pubs" zu aktulisieren. Ich bin selbst einen Tag lang mit John Conen auf Tour gewesen und muß zu meiner Schande (und zu seiner Ehre) gestehen, daß er als Londoner mehr von fränkischen Bieren versteht, mehr über fränkische Brauereien weiß als ich, der seit vierzwanzig Jahren hier lebe und mit Bier beruflich zu tun habe. Der Inhalt geht über einen reinen Brauereiführer hinaus. John Conen behandelt:
  • Die fränkische Brautradition
  • Bambergs Brauereien und das fränkische Brauereimuseum
  • Bamberg's Pubs (Bierkneipen)
  • Bierkeller und Biergärten als einzigartige "outside drinking culture"
  • einen Streifzug durch Franken (außerhalb des Bamberger Raums)
  • regionale Speisen (hier werden die teilweise auch für auswärtige Deutsche unverständlichen Gerichte erklärt wie Zwetschgäbaames oder Ziebeleskäs).
  • Im letzten Kapitel wird erklärt, wie man am besten anreist.
  • Der umfangreiche Anhang besteht aus einer Liste fränkischer Brauereien, Fachausdrücken aus der Welt des Bierbrauens
  • einer detaillierten Übersicht über alle in Bamberg gebrauten Biersorten (50 Biere aus 9 Brauereien) und einer Beschreibung des Brauprozesses.
Die primäre Zielgruppe dieses Buches sind sicherlich die vielen englischsprachigen Bierliebhaber, die immer häufiger Bamberg und Franken entdecken und von Brauerei zu Brauerei, von Biergaststätte zu Biergaststätte pilgern. Aber auch deutsche Bierfans, die des Englischen mächtig sind, werden gut bedient, denn die Informationen sind aktueller und belastbarer als in deutschsprachigen Werken. Nicht zuletzt ist dieses Buch ein erstklassiges Geschenk an englischsprachige Geschäftspartner oder Freunde deutscher Unternehmen und Familien, wenn es um Inhalte geht und weniger um Hochglanzplattitüden.

Auszüge aus diesem Führer findet man online unter "Good Beer in Bamberg and Franconia". Bestellen kann man es bei der Campaign for Real Ale. Es kostet £9.99:
  • schriftlich Bestellungen an: CAMRA, 230 Hatfield Road, St.Albans, Herts AL1 4LW, mit einem beigefügten Scheck über den Kaufpreis des buches (7,99 englische Pfund) zuzüglich den Versandkosten in Höhe von £ 1 für eine Lieferung nach Großbritannien, £2 für eine Lieferung in das sonstige Europa und £4 für eine Lieferung in den Rest der Welt.
  • telefonisch: CAMRA tel. 01727 867201 mit der internationalen Vorwahl für England während der Bürostunden (Kreditkarten VISA oder Access erforderlich)
  • im Internet: auf der CAMRA Website unter "Shop - books: non-CAMRA publications".
Nunmehr gibt es dieses Buch auch bei Amazon.de: "Bamberg and Franconia: Germany's Brewing Heartland. A guide to beers, breweries and pubs" und im Büro des Bamberger Tourismus & Kongreß Service in der Bamberger Altstadt (bei der Tiefgarage Geyerswörth).

Verpoorten 2003: Tradition und Innovation in Familienhand.

"Wir leisten uns den Luxus, die frischen Eier selbst im eigenen Haus aufzuschlagen. Das sichert die Qualität und den feinen Unterschied zu allen anderen Eierlikör-Herstellern", betont William Verpoorten. Wenn der geschäftsführende Gesellschafter bei Verpoorten an Eier denkt, hat er nicht die im Sixpack im Sinn, sondern ein Vielfaches mehr an Eiern, die täglich von den vollautomatischen Eieraufschlagmaschinen auf hygienische Weise in dem Bonner Unternehmen fein säuberlich in Eigelb, Eiweiß und Schale getrennt werden. Denn nur das Gelbe vom Ei der Güteklasse A kommt in die Flasche. Und das bereits seit 127 Jahren nach bewährtem Familienrezept.

Zuvor jedoch wird im hauseigenen Labor Qualitätssicherung auf höchstem Niveau betrieben. Das Rohmaterial wird gewogen, vermessen und durchleuchtet, der Inhalt von Lebensmittelchemikern geprüft. Für den Likör wird nur der Dotter gebraucht. Das Eiweiß als wertvolles Nebenprodukt wird zu Kristallen veredelt und an die Back- und Süßwarenindustrie verkauft, die es zum Beispiel als hochwertigen Grundstoff für Schokoküsse mitverarbeitet.

In jede Flasche - täglich werden bis zu 130 000 abgefüllt und etikettiert - fließen dann jeweils elf Dotter, plus Kristallraffinade, 20prozentigem extra fein filtriertem Alkohol und weiteren sorgsam ausgewählten Zutaten, die Familiengeheimnis bleiben. Die Herren William (47) und sein Vater Viktor Verpoorten (80), denken nicht daran, dies zu ändern. Denn der gelbe Klassiker ist bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt, wie aktuelle Studien belegen.

Der Eierlikörmarkt allgemein hat sich im vergangenen Jahr ausgesprochen positiv entwickelt und gegenüber 2001 sogar um 4,6 Prozent zugelegt. Für William Verpoorten ein sicheres Zeichen, dass dieses Segment aktueller denn je ist und das nicht nur zu Ostern, am Muttertag oder den Weihnachtstagen, an denen traditionell der Absatz in ungeahnte Höhen schnellt.

Den Spagat zwischen seit Jahrzehnten treuen Kunden und der Szene probt William Verpoorten seit 1987 mit Erfolg. Damals wurde der gelernte Bankkaufmann der fünften Familien-Generation Mitglied der Geschäftsleitung und ist seit 2001 geschäftsführender Gesellschafter. An Zuspruch fehlt es dem Likörhersteller nicht, und auch die Flaute auf dem Spirituosenmarkt kann "den gelben Klassiker" nicht gefährden. Im Gegenteil, so der Chef, der Umsatz des größten Eierlikör-Herstellers der Welt mit seinen 100 Mitarbeitern liege stabil bei 50 Millionen Euro. Exportiert wird weltweit in 30 Länder.

Verpoorten, seit Generationen fest in Familienhand, verschwiegen geführt und erfolgreich in der Nische, behauptet sich auf einem schwierigen Markt. Während andere Spirituosenunternehmen längst bei Konzernen untergeschlüpft sind, setzen die Bonner weiter auf Eigenständigkeit.

Der gelbe Klassiker ist aber nicht nur zum Trinken da. William Verpoorten hat das Ursprungsgetränk mit einer ganzen "Produkt-Familie" umgeben: köstliche Pralinen, Eiscreme-Spezialitäten, Tiefkühltorten und kleine Schokobecher, die das Glas ersetzen und samt Likör verzehrt werden, sowie neuerdings Törtchen mit Cremefüllung und demnächst Mini-Bonbons.

Vor allem die jüngere Generation ist auf den Geschmack gekommen, hat den deutschen Feierabend-Cocktail der Wirtschaftswunderjahre in den Kultstatus gehoben und mixt ihn
  • mit Vorliebe zum Longdrink wie den "Blonden Engel".
  • William Verpoorten, der viel joggt und gern an der Küste von Sylt segelt, verrät das neueste Rezept für "Sparkling Verpoorten": den gelben Klassiker mit ein wenig Gin, etwas Zitrone und prickelndem Sekt auffüllen.
  • Für Kaffeefreunde gibt es den "Coffee Shooter", bestehend aus Espresso, Verpoorten und mit einem Sahnehäubchen dekoriert. Optisch kommt dieser heiße Cocktail am besten im Original Verpoorten-Glas zur Geltung.
Vielfältige Rezept-Ideen findet man auf der Homepage eieiei.verpoorten.de.Wie seine Vorfahren, die im Jahre 1876 (als Fertigsuppen, Milchschokolade, Waschpulver und das Telefon erfunden wurden) die Firma in Heinsberg gegründet hatten, setzt auch William Verpoorten auf Qualität und Werbung - für ihn eine der besten Verkaufshilfen. Die Filme aus den 60er Jahren, mit Georg Thomalla als Verpoorten-Butler in gestreifter Weste oder mit Peter Krauss, der das Gelbe vom Ei wärmstens für drüber, pur oder gar mit einem Löffelchen Kaffee- oder Kakaopulver empfahl, das legendäre Fernsehballett mit Heinz Erhardt - all die Stars der Nierentisch-Ära warben für den Seelentrank.

Heute locken trendige Cocktails, schnittige Autos, flotte Sprüche ("Wir wollen Sie verkuppeln"), und ein quietschegelber MG TF-Roadster winkt dem Verlosungs-Gewinner. Dazu tönt launig der Slogan "Ei, Ei, Ei Verpoorten, ob hier ob allerorten" - ein Ohrwurm, der 1961 aus dem Schlager "Ay, ay, ay Maria, Maria aus Bahia" zusammengemixt wurde. (Quelle: Pressemitteilung von Verpoorten).

In der gar köstlichen Kolumne "Leichtsinn" der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" dreht es sich heute um das "Zahlen! Zahlen! Zahlen!!!!".

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels fordert eine Mehrwertsteuererhöhung um 5 Prozentpunkte: "Steuern statt Beiträge. Vorschläge zur Strukturreform unserer sozialen Sicherungssysteme". Bartels ist Mitglied der SPD-Grundwertekommission, in der die langfristigen Zielsetzungen der SPD geplant werden. Endlich läßt jemand mal - schriftlich und damit belegbar - einen Blick auf das zu, was die SPD beabsichtigt.

Zwei Anmerkungen in der Sache:
  • Bartels ist Mitglied im Verteidigungsausschuß des Deutschen Bundestages. Wenn er sich mit steuerlichen Fragen beschäftigen würde, wüßte er, daß ein Vergleich des vollen Mehrwertsteuersatzes in den Ländern der Europäischen Union, aus dem er folgert, Deutschland habe einen Erhöhungsspielraum, wenig aussagekräftig ist, da die reduzierten Mehrwertsteuersätze und vor allem die Frage, welche Leistungen und Lieferungen welchem Satz unterliegen, höchst unterschiedlich geregelt ist. Zudem wird vor allem in den mediterranen Ländern ein weit geringerer Anteil tatsächlich der Mehrwertsteuer unterworfen und ein größerer Anteil der Mehrwertsteuer entzogen.
  • Eine Verschiebung von den Sozialversicherungsbeiträgen zur Mehrwersteuer ist im Kern eine Aktion zu Lasten der Bezieher von Transfereinkommen, Zinseinkommen und Mieterträgen. Bartels weiß dies natürlich. Er schreibt: "Für die Bezieher von Transfereinkommen (Rente, Sozialhilfe, Bafög) sollte die Mehrbelastung bei künftigen Anpassungen der Leistungen entsprechend berücksichtigt werden; bei der Rente vielleicht auch durch Verrechnung mit dem "demographischen Faktor" über einige Jahre." Man kann eine solche Verschiebung zugunsten derjenigen Menschen, die Werte schöpfen, durchaus gut finden. Aber muß man, wenn man den Rentnern an die Rente geht, unbedingt alltäglich das Gesülze von "sozialer Gerechtigkeit" raushängen lassen? Ehrlicher wäre es, die Renten, das Wohngeld, Bafög und die Sozialhilfe unmittelbar zu kürzen, wenn man mangels Zugriff auf die Notenpresse nicht mehr zum Mittel der Inflation greifen kann, wie weiland Helmut Schmidt ("Besser 5% Inflation, als 5% Arbeitslosigkeit).

"Trends und Megatrends des 21. Jahrhunderts" (PDF), ein Vortrag von Mathias Horx, Trendforscher, anlässlich des Wirtschaftsforums Südostschweiz vom 6. September 2002, online gestellt von der Hoteliervereinigung Graubünden. Matthias Horx ist Chefredakteur des "Zukunftsletter" des Verlages für die Deutsche Wirtschaft AG.

Auf dem Hamburger Existenzgründungskongreß 2002 hat Torsten Stier von der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg GmbH einen Vortrag gehalten zum Thema "Business-Plan - Die Grundlage des unternehmerischen Erfolges!" (PDF), der den Zweck, den Aufbau und mögliche Fehler von Geschäftsplänen für Existenzgründungen auf den Punkt bringt.

Dienstag, April 29, 2003

Das amerikanische Wirtschaftsmagazin Fortune veröffentlicht alljährlich eine Liste der umsatzstärksten 500 Unternehmen. Top 1 wurde, wie auch schon im Vorjahr, der Einzelhandelskonzern Wal-Mart, benannt nach dem Gründer Samuel Moore Walton. Er und sein Co-Autor John Huey beschrieben 1992 in dem Buch "Made In America" alle Details seines Erfolgskonzeptes und Unternehmenskultur. Die deutsche Ausgabe erschien erst im Jahre 2000 unter dem Titel "Wal-Mart."

Walton adoptierte z.B. den "Greeter" aus den Konzepten von Gand Hotels, Spitzenrestaurants und Diskotheken in den Einzelhandel. Ein uniformierter Mitarbeiter begrüßt die eintreffenden Kunden, um auszudrücken, dass Kunden von Wal-Mart geschätzt werden. Er bedankt sich bei den Kunden, dass sie sich für Wal-Mart entscheiden haben, hilft ihnen und verabschiedet sich von ihnen, wenn sie den Laden wieder verlassen. Gute "Greeter" schauen den Kunden in die Augen, lächeln sie an und kennen Stammkunden beim Namen. "Greeter" sind häufig ältere Mitarbeiter ab 55 Jahren. Haben Sie in deutschen Supermärkten schon einmal jemand über 50 gesehen?

Anfang Juni erscheint das Buch "The Wal-Mart Decade: How a Generation of Leaders Turned Sam Walton's Legacy Into the World's Number One Company" von Robert Slater. Robert Slater ist 18 Jahre lang Reporter bei der "Time" gewesen und ist auch Autor der Bestseller-Biographien über Jack Welch, den langjährigen Vorstandsvorsitzenden von General Electric. Er hatte für seine Recherchen unbegrenzten Zugang zum Unternehmen. Er nimmt die Leser bei der Hand und führt sie in den inneren Zirkel, wo die strategischen Entscheidungen getroffen werden.

m-blog.de erlaubt es, einen Blog per Inline-Framing in eine Webseite einzubinden. Man kann Nachrichten, Bilder, Termine und Links in einen M-Blog einstellen. M-blog.de ist eigentlich dazu gedacht, Einträge per SMS abrufen zu können (jede SMS, die an das System geschickt wird, kostet 0,79 Euro). Die Blogs selbst, also das Hosting und die Administration, sind kostenlos. Es sei denn, man nutzt die Möglichkeit, per SMS Einträge zu editieren. Das Angebot von M-Blog.de wirkt, vermutlich weil man eher die jüngere Handy-besessene Zielgruppe ansprechen will, vordergründig wenig geeignet für professionelle Anwendungen, bietet jedoch viele Features, wie standardmäßig ein RSS-Feed, eine Kommentarfunktion und die Möglichkeit, strukturiert Termine zu pflegen. Das kostenlose Angebot beinhaltet eine Bannerwerbung. Die werbefreie Version kostet 35 Euro pro Jahr. Dafür wird auch der Speicherplatz von 100 KB auf 5 MB vergrößert.

Ich habe testweise ein M-Blog erstellt und zwei Messetermine eingegeben (Zeitbedarf für Registrierung bis zur Einbindung: 3 Minuten! Ich habe vorerst darauf verzichtet, das Standarddesign zu ändern. Das Scrolling (die Schiebebalken unten und rechts) können abgestellt werden. Auch die Größe des Bereiches, in den eingebunden wird, kann modifiziert werden). Eingebunden sieht es so aus (falls nachfolgend nichts zu sehen ist, unterstützt Ihr Browser Iframing nicht):


Diese Möglichkeit zur Einbindung eröffnet auch die Chance, einunddenselben Blog in weitere Websites einzubinden, z.B. als Content-Angebot für andere (gastronomische) Websites. Die Möglichkeit, daß Gäste Termine per SMS abrufen können, macht das Tool besonders für die Veranstaltungsgastronomie bedenkenswert.

Der Bergsteiger Lorenzo Gariano berichtet seit dem 26. März 2003 während einer Ersteigung des Mount Everest, mit welcher eine Gruppe von Bergsteigern des 50. Jahrestags der Erstbesteigung gedenken will, in Audio-Dateien, die per Satellitentelefon in einen Blog gestellt werden, über seine Erlebnisse: "Blog from the top of the world", in: BBC News vom 29. April 2003. Lorenzo Gariano ist eher zufällig dazu gekommen, der erste Mensch zu sein, der vom Mount Everest bloggt. Er arbeitet als Gärtner im Knowledge Media Institute des britischen Open University in Milton Keynes. Die Wissenschaftler dort statten ihn mit einem Nokia Handy aus, das erlaubt Sprach- und Bildaufnahmen zu versenden, um den Blog-Service, der an diesem Institut entwickelt worden ist, zu testen: Everest-Blog.

Die Möglichkeit, Audio-Files in Blogs einzustellen, wird z.B. von Audioblogger.com seit Ende Februar angeboten. Auch für die Websites gastronomischer Betriebe stellt dies eine interessante Möglichkeit dar. Einige Beispiele:
  • Testimonials von Gästen, Kommentare von Gästen oder kleine Interviews, die man per Audiorecorder oder Handy aufzeichnet,
  • eigene Rundfunkspots,
  • redaktionelle Beiträge im Rundfunk über den eigenen Betrieb,
  • Aufzeichnungen von Live-Konzerten, Lesungen und anderen Kulturveranstaltungen im Betrieb bzw. kurze Auszüge daraus,
  • Ankündigungen von Musikveranstaltungen, z.B. eine Hörprobe, damit sich potentielle Besucher besser vorstellen können, was sie erwartet.
Da das Herunterladen der relativ großen Audio-Dateien die Nutzer eher nervt, sollte man diese Möglichkeit aber nur nutzen, wenn eine Text- oder Bildinformation weniger aussagekräftig ist.

Montag, April 28, 2003

Restaurantslave.com ist die Website einer jungen Frau Ende 20, die ohne eine gastronomische Ausbildung, lediglich nach kaufmänischen Tätigkeiten bei Banken und Versicherungen, einfach so in der Küche eines guten Restaurants zu arbeiten angefangen hat, bewaffnet mit nichts anderem als zu wissen, wie man mit einem Messer umzugehen hat, und viel Enthusiasmus. Sie nennt sich "SlaveGirl" und möchte anonym bleiben. Nicht, weil sie etwas zu verheimlichen hätte, sondern weil ihr der Rummel dann möglicherweise die Zeit rauben würde, ihre Erfahrungen aufzuschreiben. Konsequenterweise heißt das Restaurant auf ihrer Website einfach nur "The Restaurant". Es hat seinen Standort in der San Francsico Bay Area und offeriert italienische Küche, Tischdecken, gut angezogene Service-Mitarbeiter und ist berechtigt, auch Spirituosen auszuschenken (in den USA benötigt man dafür eine spezielle Lizenz).

Gelernt (wenn man in den USA das so sagen kann, mangels eines dualen Systems) hat SlaveGirl, wie man Websites entwickelt und gestaltet. Aber dies hat sie auf Dauer nicht befriedigt. Ohne groß darüber nachzudenken, hat sie angefangen, zu Hause viel zu kochen und Leute zum Essen eingeladen. Sie bemerkte, daß sie Kochmagazine las und Kochbücher und Bücher über das Leben mit und das Leben durch Lebensmitteln. In Restaurants setzte sie sie sich am liebsten in die Nähe der Küche und versuchte zu erhaschen, was dort abging. Sie freundete sich mit einem Küchenchef an, der ihr ein Praktikum bei sich anbot. Sie begleitete ihn bei Besuchen in andere Restaurants und begleitete ihn in die Küchen verschiedener Restaurants, fasziniert von der Welt hinter den Küchentüren, dem hektischen, aber disziplinierten Chaos von Dampf und Töpfen und Messern und Schweiß.

Ihr Tagebuch weist am 9. Juli 2001 den ersten Eintrag auf. Doch lesen Sie selbst.

chauffeurservice.net ist ein Portal für die Vermittlung von Transportdienstleistungen. Werner Leonhard, der Betreiber dieser Website, bietet Gastonomie-Websites kostenlos einen Link auf eine Subdomain, auf der alle Taxis einer Stadt verzeichnet sind. Für Bamberg lautet dieser Link z.B. http://bamberg.cfy.de. Auf Wunsch wird für jede Stadt in Deutschland ein entsprecher Link zur Verfügung gestellt. Bitte bei wl@chauffeurservice.de nachfragen. Der Link erleichtert es ortsfremden Gästen, die im Netz ein Restaurant gefunden haben, gleich ein Taxi zu bestellen. Wenn ein Gastronom einen speziellen Taxiunternehmer anzeigen lassen will, kann man einen Link bis zu ihm herunterbrechen, z.B. auf Taxi Förster in Bamberg. Für WAP-Seiten gibt es sogar einen entsprechenden WAP-Link (damit kann man mit WAP-fähigen Handys surfen).

Für die Transportunternehmen ist der Grundeintrag in die Datenbank von cfy.de kostenlos. Soll auch eine dazugehörende Homepage, E-Mail oder Handynummer veröffentlicht werden, kostet dies 30 Euro pro Jahr. Die kostenpflichtigen Einträge werden vor den kostenlosen angezeigt. Werner Leonhard will mit dieser Datenbank, kleinen Einzelunternehmen, die sich über das Warten am Halteplatz hinaus engagieren wollen, dabei helfen, neue Kundschaft zu erschließen. Mittlerweile sind über 9.000 Taxiunternehmen in Deutschland eingetragen.

Cocktail Dictionary. Ein englischsprachiges Online-Wörterbuch der Bartender-Fachsprache von Cocktail Times, einem lesenswerten amerikanischen Cocktail-Portal. Das Lexikon selbst wurde von der ABC Bartending School, einer amerikanischen Schule für Bartending mit Filialen in vielen Bundesstaaten, zur Verfügung gestellt.

Allet-wurscht.de nennt sich die Website einer Würstchenbude von Ludwig Heußen in Viersen (via Schockwellenreiter).

Wer sich jetzt wundert: "Würstchenbude - Website, spinnt der?", dem darf ich ein Zitat aus unseren Gastronomie Newsletter Nr. 10/2001 entgegenhalten: "Dass man auch mit "Imbissbuden" Furore machen kann, zeigen "Curry" in Düsseldorf (vorgestellt in Verona Feldbuchs neuer Sendung "Einfach Verona", wolfis-brutzelbude.de (vorgestellt in der "Welt") und rudis-duenenimbiss.de (nicht mehr online) am Timmendorfer Strand. Über einen speziellen Button auf der Homepage stellt "Rudi" Anfragen an potentielle Lieferanten bereit. Gleichzeitig hat der Lieferant die Möglichkeit auf dieser Site sein Angebot Rudi´s Dünen Imbiss zukommen zu lassen. Auch Saisonjob-Suchende können sich auf der Homepage bewerben. Als nächstes ist eine Favoriten-Site geplant, auf der Kunden eintragen können welche Speisen sie am liebsten mögen und eine Seite, auf der mit potentielle Neuangebote zur Abstimmung gestellt werden. Neben Gutschein-Aktionen u.a. gibt es auch die Möglichkeit, Freunden den Imbiss zu empfehlen, um sich dadurch z.B. eine von Rudi´s legendären "Manta-Platten" CCurry-Wurst, Pommes, Mayo) zu verdienen."

Zusätzliche Einnahmen in der Gastronomie ohne zusätzliche Arbeit lässt sich ganz ohne Aufwand generieren. Der Merkur Trendy Touch Table, ein Bistrotisch, der zugleich als Info & Entertainment Terminal als auch als "gewöhnlicher" Tisch fungiert, bietet diese Möglichkeit. Besonders Optimal ist die Variantenvielfalt des Bistrotisches, in dem das Terminal integriert ist. Der Tisch ist in jeder erdenklichen Variante - hoch, niedrig, rund, eckig, und in allen Farben lieferbar. Eigene Werbung kann man über das integrierte CD-Rom Laufwerk aufspielen und als Slideshow präsentieren. Zusätzlich können Gäste mal ein Spielchen über Touchscreen wagen: Solitaire, Mühle, Backgammon, Skat.... Die Trend GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der Gauselmann Gruppe, stellt speziell diese Tische bundesweit als Operator zur Verfügung. Der Gastronom/Unternehmer hat keine Investitionskosten und die Umsatzprovision bringt zusätzliche Einnahmen. Weitere Informationen: Trend GmbH & Co. KG, Merkur Allee 1-15, 32339 Espelkamp, Telefon 05772-49489, Telefax 05772-49475, e-mail: rhorend@gauselmann.de.

Am 2. Dezember 2002 hat in München-Haidhausen der Coffee&Bagel-Shop "RedCoffee" eröffnet. Besonders gut hat mir auf der Website gefallen, daß sie weniger auf platte Werbung angelegt ist (wie manche Sites der Wettbewerber), vielmehr transparent kommuniziert. Es werden viele Bilder gezeigt (von den Teammitgliedern und dem Shop) und auch die Preise angegeben. Es gibt sogar ein Gästebuch, obwohl viele Unternehmen Angst vor offener Kritik darin haben und manche Berater abraten, ein Gästebuch anzubieten und vor allem die Eintragungen zu zeigen. Und in diesem Gästebuch wird - was man wirklich selten sieht - ohne großes Geschwafel auf die Anregungen und kritischen Bemerkungen der Gäste eingegangen und Tacheles geredet.

Wer, anders als Redcoffee, die offene Kommunikation mit seinen Gästen scheut, kann erleben, daß diese sich woanders äußern. Sogenannte Meinungsportale bünden die Empfehlungen von anderen Verbrauchern.Testimonials, also Empfehlungen von Kunden eigener Produkte, wie auch Beurteilungen und Rezensionen über gehandelte Produkte und Dienstleistungen spielen auch bei E-Commerce-Websites zur Stärkung des Vertrauens in diese Produkte und als Zusatznutzen eine bedeutende Rolle. Diese werden durch Meinungsportale anbieterübergreifend und mehr oder wenig anbieterunabhängig gebündelt. In einer Untersuchung von ComCult Research gaben über 70 Prozent der Befragten an, Rezensionen anderer Nutzer vor einer Kaufentscheidung zu konsultieren und 55% tun dies bei Meinungsportalen im Internet. Im Vergleich mit Produktpräsentationen bei Onlineshops genießen die Käuferrezensionen vor allem eine höhere Glaubwürdigkeit (57,6%) und werden von 53,7% der Befragten als unabhängiger eingestuft als die Produktbeschreibungen der Online-Shops. Beispiele für Meinungsportale, bei denen die Meinungsäußerer mit Geld oder Webmiles belohnt werden:Neben diesen branchenübergreifenden Meinungsportalen gibt es auch noch Restaurantführer, der Meinungen veröffentlicht, z.B. Kneipenfuehrer.de und Ildigo. Zum Schluß noch einen Tipp für die Verantwortlichen von Restaurant-Websites: Veröffentlichen Sie auf die geäußerten Meinungen über das eigene Restaurant in den veschiedenen Meinungsportalen direkte Links. Das sieht z.B. für unser Café Abseits so aus:

Sonntag, April 27, 2003

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, setzten die Thüringer Unternehmen des Gastgewerbes nach vorläufigen Ergebnissen im Februar 2003 nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, 5,4 Prozent weniger um als im Februar 2002. Real, also preisbereinigt, betrug der Rückgang 6,2 Prozent. In allen drei Branchen des Thüringer Gastgewerbes wurden Umsatzverluste verbucht:
  • Am geringsten waren die Einbußen mit nominal 1,1 Prozent und real 2,0 Prozent im Beherbergungsgewerbe.
  • Das Gaststättengewerbe musste ein Minus von nominal 6,1 Prozent und real 7,0 Prozent hinnehmen.
  • Kantinen und Caterer meldeten weiterhin zweistellige Umsatzrückgänge. Hier wurde im Februar 2003 nominal 14,1 Prozent und real 14,9 Prozent weniger umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahresmonat.
Im Thüringer Gastgewerbe waren im Februar dieses Jahres 5,6 Prozent Personen weniger beschäftigt als im entsprechenden Vorjahresmonat. Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten verminderte sich um 8,2 Prozent. Im Gegenzug waren auf Teilzeitbasis 0,5 Prozent mehr Personen tätig.

8cl Cocktailcatering nennen sich Frank Berton, Marc Großkopf und Cord Siegmund aus Berlin, die sich gemeinsam zum Ziel gemacht haben, Cocktails aus den Bars herauszuholen und dort zu präsentieren, wo gefeiert wird, privat oder geschäftlich, bei kleinen oder großen Veranstaltungen. Sie haben ein Konzept entwickelt, das eine gleichbleibend hohe Qualität der Getränke garantiert, und sie zu drei Themenpaketen geschnürt: karibisch, klasisch amerikanisch und asiatisch. Im Themenpaket "Muang Sing - Geheimnisvolles aus Asien" beschänkt sich die Auswahl der Mixgetränke nicht nur auf Europa, Nord- und Südamerika, sondern umfaßt innovative Drinks, die mit asiatischer Ruhe freundlich serviert werden: Green Dragon, Frozen Lychee Daiquiri, Thai Colada, Lychee Elephant etc.

Mehr über Cocktail-Bars.

Birgitt Eltzel hat für die Berliner Zeitung vom 26. April 2003 den "Insektenkoch" Frank Ochmann vom Restaurant Soda in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg interviewt: "Süße Hüpfer".

Am 14. November 1993 luden Willy Faber, Herausgeber des Gastronomie Report, Bruno Comby, Insekten-Gourmet und Buchautor ("Köstliche Insekten. Die Proteine der Zukunft. Die unerschöpfliche Quelle für die gesunde Ernährung", vergriffen) zum 1. Europäischen Insektenessen ein. Lesen Sie mehr über die damaligen Reaktionen der Presse.

Die Gastrojournalistin Gaby Labhart hat sich für die Neue Zürcher Zeitung mit David Gordon, dem Autor des "Eat-a-Bug Cookbook", unterhalten: "Das andere Kochbuch".

Warum empfinden wir einen zubereiteten Tierkopf als ekelhaft, während wir Nieren & Leber in verschiedenen Variationen zu uns nehmen? Warum gelten Austern & Weinbergschnecken als Delikatesse, während uns der Gedanke an ein Mahl aus Spinnen, Heuschrecken oder Skorpion-Kanapees kalte Schauer über den Rücken jagt? Jerry Hopkins ist diesen Fragen in seinem Buch "Skurille Spezialitäten - Strange Food: Insekten, Quallen & andere Köstlichkeiten. Streifzug rund um den Globus" nachgegangen.

Rezepte für kross geröstete Mehlwürmer auf Spaghetti, saftige Raupen oder gegrillte Termiten bietet das Insekten-Kochbuch "Man Eating Bugs: The Art and Science of Eating Insects" von Peter Menzel und Faith D'Aluisio. Peter Menzel ist als Fotograf bekannt für seine internationalen Features über wissenschaftliche und Umweltthemen. Seine Fotos sind in den angesehenen Zeitschriften Life, National Geographic, Smithsonian, The New York Time Magazine und Le Figaro veröffentlicht worden. Faith D'Aluisio ist ein ehemaliger Produzent von TV-Nachrichtensendungen. Seine Dokumentationen haben regionale und nationale Preise von der Headliners Foundation, United Press International, Associated Press und der Radio Television Directors Association gewonnen. In ihrem farbenfrohen Buch berichten sie u.a. über das alljährliche Jumile Festival in Mexiko und über Skorpionen-Farmen in China. Jedes Kapitel besteht aus Fotos und Interviews und Höhepunkten der Recherchen vor Ort und aus sorgfältig fotografierten Speisen.

Wer sich auf dem Krabbelnden halten will, kann sich den Food Insects Newsletter abonnieren.

Samstag, April 26, 2003

Ich plane, mir Mitte Mai das Weinbaugebiet Saale-Unstrut im südlichen Sachsen-Anhalt anzuschauen mit den Städten Freyburg, Naumburg und Bad Kösen. Wer Tipps hat, was sich anzuschauen lohnt, einfach her damit. Ich werde danach - und falls es dort auch Internetcafés gibt, auch zwischendurch - gastronomisch und kulinarisch interessantes in diesem Blog vorstellen.

Bei der Online-Recherche zur Reisevorbereitung ist mir z.B. das "Strohhotel" im Landhotel-Museumsgasthof Sonnekalb in Kleinheringen aufgefallen. Das ist zwar nichts für meine verwöhnten Knochen, aber ein netter Gag.

Einen Überblick über Berufe in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft (PDF) auf hundert Seiten bieten die österreichischen Berufsinfozentren. Beschrieben werden neben den Ausbildungsberufen im Gastgewerbe auch die Berufsbilder des Sommeliers, Barkeepers, Food- und Beverage-Managers, diätisch geschulten Kochs und Restaurantmanagers, Patisseurs, Discjockeys, Einkäufers, Hausdame, Hotelsekretärin, Pagen und viele mehr.

Auf Thorsten Sommers Speisenkarten-Seite.de bin ich über die "Reisekneipe" in Dresden gestolpert. Nicht nur wegen ihrer schönen Speisekarte, die dort angeschaut werden kann, sondern auch wegen des interessanten Konzepts. Jede Woche ist ein anderes Reiseland Thema mit landestypischen Gerichten und Getränken, aber auch Dia-Vorträgen, Live-Musik, Hintergrundmusik, Fotos, Videos, Reiseinformationen in Kooperation mit einem Reisebüro. Auch bei den Speisen und Getränken des Dauersortiments (die Website ist hier teilweise noch im Entstehen) wird jeweils angegeben, aus welchem Land sie stammen und es wird auf eine große Bandbreite der Herkunftsländern Wert gelegt. So gibt es in der Rubrik "Warme Gerichte zum Sattwerden": Chicken Chili Massala (Nepal), Schorba (Marokko), Käsetomaten (Griechenland) und Ägyptisches Huhn (Ägypten). Im Vortragsraum der "Reise-Kneipe“ im Hinterhaus kommen vor allem Jene zu Wort, die von ihren Reisen mit vorrangig "hausgemachten“ Dia-Berichten mit vielen Informationen berichten. Platz ist für 20 bis 50 Besucher. "Die Reise-Kneipe“ im Vorderhaus Görlitzer Str. 15, ist seit dem 5. Februar 2003 geöffnet.

Als jemand, der früher selbst Wochen wie "Russische Wochen", "Mexikanische Woche" usw. organisiert hat, weiß ich wieviel Aufwand dahinter stecken kann. Meine Hochachtung!

Freitag, April 25, 2003

"Die Großmutter kocht" ist ein ungewöhnlicher Name für ein afrikanisches Restaurant in Wien. Alle derzeit 42 afrikanischen Spezialitäten werden ausschließlich mit cholesterinfreiem Pflanzenfett gekocht (kulturell bedingte Ausnahme: die Butter bei Nr. 30­32 sowie einige der Desserts) und ohne Glutamate und künstliche Geschmacksverstärker. Wichtig ist den Betreibern auch die Achtung vor Essgewohnheiten verschiedener Kulturen. Aus diesem Grund werden einige der Gerichte ohne Besteck serviert und die Gäste beraten, wie sie am besten mit Injera/Taita oder Fufu als “Esswerkzeug" genießen können. "Die Großmutter kocht" ist ein Nichtraucherrestaurant und wurde vor kurzem als bestes afrikanisches Restaurant Wiens gewählt (Florian Holzer: Wiener Szenelokale, siehe eine Vorstellung dieses Restaurantführers auf Abseits.de).

Das Restaurant "Die Großmutter kocht" ist noch auf der Suche nach afrikanischen Spirituosen. Informationen darüber bitte an afrikahaus-grossmutter@aon.at.

Mit dem Programm "Wirtschaftlichkeits-Planungsrechnung für die Gastronomie" können Gastronomen, Brauereien, Getränkefachgroßhändler und andere Investoren
  • eine Wirtschaftlichkeits-Planungsrechnung für einen neuen Betrieb erstellen,
  • Orientierungs- und Kontrollwerte errechnen,
  • Schwachstellen erkennen und
  • ermitteln, wie sich Änderungen im Preisniveau bzw. Kostenbereich auf die erforderliche Tageseinnahme (Break-Even-Point) auswirken.
Man kann sich auf der Website des Anbieters Harmen Heymann:
  • eine Beispielrechnung anschauen
  • gegen vorherige Zahlung von 19,50 € zuzügl. MwSt. eigene Berechnungen anstellen (bis zu drei Stunden lang).
  • Das Rechenergebnis kann ein Jahr lang online angeschaut werden.
Praxisnah sind auch Einnahmen für Gästezimmer, Mieteinnahmen und Provisionen kalkulierbar. Die Analyseergebnisse können auch als Argumentationshilfe für Kreditgespräche (Basel II) mit Banken und der Getränkeindustrie herangezogen werden. Die Ergebnisse sind - wenn man die zur Berechnung gehörende Transaktionsnummer kennt - von allen Internetanschüssen aus einsehbar, also z.B. bei Bankgesprächen, beim Gastronom oder bei Investoren oder Lieferanten.

Die janka Lager- und Weißbierbrauerei in Zwiesel hat ein Biermischgetränk Jac-Mix eingeführt. Es handelt sich um einen Mix aus einem untergärigen Bier mit Curacao-Likör. Es hat einen niedrigen Alkoholgehalt von 3,2% vol. und eine Stammwürze von 6° und wird in einer 0,33 l-Bügelverschlußflasche abgefüllt. Durch den Zusatz von Blue Curacao erhält die Mischung eine grün-blaue Farbe. (Quelle: Website der janka Brauerei). Anmerkung: Eine ähnliche Biermischung ist vor ein paar Jahren schon mal populär gewesen und zwar als Blue-Curacao-Weizen. Der Geschmack erinnert an Bananenweizen, die Farbe ist giftig-grün und sehr aufmerksamkeitserheischend.

Susanne Koch und Frank Wießner: "Die Ich-AG - ein neuer Weg aus der Arbeitslosigkeit" (PDF), in: Bundesarbeitsblatts, März 2003. Ein interressanter Vergleich zwischen den Existenzgründungsförderunginstrumenten Übergangsgeld versus Existenzgründungszuschuß (via Akademie.de).

Nach vorläufigen Ergebnissen der Beherbergungsstatistik wurden im Februar 2003 in Deutschland 18,1 Mill. Gästeübernachtungen gezählt, 5% weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Damit verringerte sich die Zahl der Gästeübernachtungen nunmehr ununterbrochen seit Juni 2002 im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war in diesem Zeitraum der Rückgang der Übernachtungen im Februar 2003 der bisher höchste. Die Angaben umfassen sowohl Übernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten als auch auf Campingplätzen (Touristikcamping). Die Übernachtungen inländischer Gäste gingen im Februar 2003 um 5% auf 15,6 Mill. zurück, die der Gäste aus dem Ausland um 6% auf 2,5 Mill.

Marketing solle sich darauf konzentrieren, eine enge Beziehung zu Kunden aufzubauen und Produkte und Dienstleistungen für deren spezifischen Bedarf zu entwickeln. Die Entwicklung leistungsfähiger und bezahlbarer Computer ermögliche den dazu notwendigen Aufbau von Kundendatenbanken, behauptete Regis McKenna ("Relationship Marketing") in den 80er Jahren. Die Gastronomie hat mit ihrem hohen Anteil an Barzahlern jedoch das Problem, nicht von allen Gästen automatisch - im Rahmen des normalen Ablaufs eines Restaurantbesuches - Kundendaten zu erhalten. In unserem Beitrag "Instrumente der Kundenbindung in der Gastronomie" haben wir eine Reihe von Ansatzpunkten vorgestellt, Kundendaten zu erhalten.

Eine weitere Möglichkeit bietet der neue Dienstleister Stammgast.com. Er nimmt der Gastronomie das Sammeln und Speichern der Gastdaten und das gezielte Einladen der Gäste ab. Durch die Zusammenarbeit mit Stammgast.com können interessierte Wirte diese Dienstleistung günstig einkaufen (bereits ab € 150 pro Monat). Sie erhalten individuell gestaltete Gasterfassungskarten, die vom Servicepersonal mit der Rechnung ausgegeben werden. Diese Karten holen den Gast aus der Anonymität und er ist gerne bereit seinen Namen, Geburtsdatum, Email und Mobiltelefonnummer zu hinterlassen, damit er zukünftig in den Genuss kommt von seinem "Stammlokal“ eingeladen zu werden. Stammgast.com erfasst die Daten und versendet im Auftrag des Gastronomiebetriebes der Zielgruppe angepasste Einladungen und Angebote.
  • Z.B. erhalten Gäste kurz vor ihrem Geburtstag eine Einladung, diesen im Restaurant zu feiern und bekommen dafür einen Bonus oder ein kleines Geschenk als Anreiz. Bereits bei einer so erzielten zusätzlichen Belegung von acht bis zehn Plätzen pro Monat macht sich der Service von Stammgast.com für das Restaurant bezahlt.
  • Zusätzlich können teilnehmende Betriebe ihre Auslastung steigern, indem sie zu den schwachen Zeiten gezielte Aktionen ausloben und interessierte Gäste kostengünstig per E-Mail oder SMS darauf aufmerksam machen.
  • Als zusätzlichen Service bietet das Unternehmen an, die Verzehrgewohnheiten der Gäste zu erfassen, um so deren besonderen Vorlieben zu erkennen. Wirte können dadurch noch gezielter Aktionswochen gestalten und einzelne Gäste mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit einladen.
  • Weitere Leistungen, wie z.B. das Versenden der Mittagskarte an Unternehmen in der Umgebung, können zusätzlich beauftragt werden.
(Quelle: Pressemiteilung von Stammgast.com).

Der Deutsche Wellness Verband e.V. (DWV), seit 1990 die führende Wellness-Institution in Deutschland, hat zum 1.März 2003 Hildegard Dorn-Petersen zur neuen Fachbereichsleiterin „Hotellerie und Tourismus“ berufen. Frau Dorn-Petersen, Unternehmensberaterin für mittelständische Hotellerie und langjähriges Miglied im DWV, wird sich besonders für die bundesweite Wellness-Qualitätsintiative des Verbandes einsetzen. Der DWV hat 2002 ein unabhängiges Qualitäts-Siegel für anonym geprüfte Wellness-Hotels auf den Markt gebracht, das von Branchen-Insidern, Hoteliers, Wellness-Experten und Verbraucherschützern gemeinschaftlich entwickelt wurde. Werthaltige Angebote sollen künftig durch dieses Qualtitäts-Zertifikat von Mogelpackungen unterschieden werden. Hildegard Dorn-Petersen glaubt jedenfalls nicht an die „Wellness-Wüste Deutschland“, wie sie die Stiftung Warentest in ihrem Februarheft glauben machen wollte. Siehe dazu auch den Beitrag: "Wellness-Wüste Deutschland? Vernichtendes Urteil der Stiftung Test zu deutschen Wellnesshotels" (PDF), von Lutz Hertel, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wellness Verbandes, Fachbereich Hotel & Tourismus.

Kontakt und weitere Informationen: Deutscher Wellness Verband e.V. Fachbereich Hotellerie & Tourismus Hildegard Dorn-Petersen Tel. 0221- 258 05 84 Mobil: 0172-2403589 Wetterstr. 7, D-40233 Düsseldorf , Telefon 0211-67969-11 Fax 0221-67969-12 www.wellnessverband.de info@wellnessverband.de

Ein faszinierendes Tool ist die Flash-Visualisierung der Blogosphere von Brainoff.com (via Randgänge). Real-time werden Blogs und ihr neuester Inhalt auf einer Weltkarte angezeigt, wenn sie Die gepingten Weblogs werden dann mit einer kurzen Verzögerung auf der Weltkarte angezeigt, sowohl der Standort als Punkt wie auch das neueste Posting. Der Blog den Sie gerade lesen, wird dann so dargestellt:

Donnerstag, April 24, 2003

Das Verhältnis zwischen Verpächtern und Pächtern gastronomischer Objekte ist nie ganz unproblematisch. Besonders konfliktträchtig wird es in der Event-Gastronomie, weil die erfolgreiche Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Event und Gastronomie ein stimmiges, miteinander geplantes Gesamtkonzept voraussetzt. Das gastronomische Angebot sollte sich zwar dem Event unterordnen und ihm dienen; der Veranstalter aber die Interessen der eigenständigen Gastronomie achten oder selbst bewirten. Jörg Tharan berichtet in der Thüringer Allgemeinen vom 23. April 2003 über einen gerichtsanhängigen Streit zwischen der Erfurter Garten- und Ausstellungs GmbH, dem Betreiber der ega cyriaksburg erfurt, einer der schönsten und größten Freizeit- und Erholungsparks in Deutschland (mit Blumen, Parkanlagen, Themengärten, Schauhäuser, Spielplätze und einem Kinderbauernhof, Ausstellungen und Veranstaltungen) und dem Pächter des Restaurant "Emanze", der diese Konfliktsituation anschaulich illustriert: "ega-Gastronom: Keine Romanze vor Gericht".

Siehe dazu auch unsere Beiträge über "Event-Gastronomie" und "Museumsgastronomie".

Die vom Bundeswirtschaftsministerium bereits seit Jahren angebotenen Software-Module für Gründer und Jungunternehmer sind inzwischen zum prall gefüllten "Softwarepaket 6.0" zusammengefasst worden. Robert Chromow von der Akademie.de hat sich die kostenlose Businessplan-, Controlling- und Lern-Software angeschaut: "Kostenlose Gründer-Software".

Hotelmarketing.com versendet seit 1997 einen wöchentlichen, englischsprachigen, kostenlosen Newsletter mit Nachrichten und Know-How zum Thema Hotel-Online-Marketing an mehr als 17.000 Abonnenten.

Karina Matejcek, Abseits.de-Usern durch viele interessante Beiträge über Gastronomie und Lifestyle in Österreich bekannt, veranstaltet am 21./22. Mai und 24. Juni ein dreitägiges Weblogseminar in Wien exklusiv für Frauen. Das wäre doch nicht schlecht. Lernen wie man bloggen kann und damit die Internetpräsenz des eigenen gastronomischen Betriebes einfach und kostengünstig aktualisieren kann. Und am Abend oder vor oder nach dem Seminar einige Blicke in die Wiener Gastronomie werfen. Und der Göttergatte bleibt zuhause und macht die Arbeit ... Mehr über das Seminar.

Die "Mini-Köche" sind die Stars der diesjährigen Gastronomie-Messe Hoga in Nürnberg gewesen (siehe unsere Live-Berichterstattung von der Messe). Jetzt haben sich in Hersbruck 100 Kinder als Mini-Köche beworben und es wird noch ein "Gastronom für Miniköche-Aktion in Pegnitz gesucht", in: Nordbayerische Nachrichten vom 24. April 2003.

Immer grössere Vielfalt für den Gast, noch schärfere Konkurrenz für den einzelnen Unternehmer. Wie anlässlich der Jahresmedienkonferenz von GastroSuisse in Zürich bekannt gegeben wurde, hat die Anzahl Restaurants in der Schweiz im vergangenen Jahr insgesamt um 928 zugenommen. Das Nettowachstum in der Restauration war 2002 mit 928 Betrieben rund 45 Prozent grösser als im Vorjahr. Die Liberalisierung führte auch im Jahr 2002 dazu, dass mehr Betriebe neu eröffnet als geschlossen wurden. Gemäss Creditreform weist das Handelsregister-Amt für die Restauration im vergangenen Jahr 2779 Neueintragungen aus. Dem gegenüber stehen 1434 Betriebsschliessungen. Zusätzlich mussten 417 Restaurants infolge Konkurs ihren Betrieb schliessen. Der im Gastgewerbe ausgegebene Franken ist im vergangenen Jahr nicht nur kleiner geworden; er verteilt sich auch auf immer mehr Betriebe. Die Anzahl Hotelbetriebe hat sich netto um 82 erhöht.

"Eine Bilanz zu ziehen, ohne vor allem negative Entwicklungen aufzuzeigen, fällt schwer", eröffnete Klaus Künzli, Zentralpräsident von GastroSuisse, am 23. April 2003 in Zürich seine Standortbestimmung der Branche. "Seit September 2001 liegt die Reise- und Tourismusbranche am Boden, und die Spuren sehen wir überall." Zur gedämpften Stimmung würden auch Entwicklungen im Inland beitragen. "Das Pensionskassendebakel, die ständig steigenden Krankenkassenprämien und die höheren Arbeitslosenzahlen verunsichern grosse Teile der Bevölkerung - das frei verfügbare Einkommen der Haushalte ist kleiner geworden."

So musste das Gastgewerbe im Jahr 2002 insgesamt empfindliche Umsatzrückgänge hinnehmen. Die Umsätze fielen unter das Niveau des Jahres 2000 zurück. Diese kleineren Umsätze werden zudem von einer steigenden Anzahl Betriebsstätten erbracht. "Die Wirtschaftlichkeit im Gastgewerbe nimmt ab; das macht mir Sorgen!" stellte Künzli in Zürich fest.

Im herrschenden wirtschaftlichen Umfeld verstärkt sich der Trend, sich günstiger zu verpflegen. Die Durchschnittskonsumation ist kleiner geworden. Aufgrund der zurückhaltenden Konsumenten ist die Stimmung in der Branche gedämpft. Für 2003 erwartet die Branche im besten Fall stagnierende Umsätze, wobei eine grosse Mehrheit davon ausgeht, dass die Talsohle noch nicht erreicht ist.

Daniel Ingold, Co-Direktor der Marketingold AG, präsentierte in Zürich die neuesten Ergebnisse der Gaststudie "Essen & Trinken Ausserhaus 2002", die er in Zusammenarbeit mit GastroSuisse realisierte. Die Untersuchungsergebnisse offenbaren deutlich, in welchem Ausmass die Wirtschaftslage, die politische Situation und die Konsumstimmung das Gästeverhalten beeinflussen. Die Konsumenten sind noch preissensibler geworden und wählen vermehrt günstige Verpflegungslösungen. So erklärt sich beispielsweise, dass verschiedene Leute wieder öfters die durch die Unternehmungen verbilligten Angebote der Personalrestaurants nutzen, den Lunch von Zuhause mitnehmen, sich über Mittag im Detailhandel oder an einem Take away-Stand verpflegen und auf der Strasse essen.

Im Jahr 2002 hat die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz für Essen und Trinken ausser Haus rund eine Milliarde Schweizer Franken oder sechs Prozent weniger ausgegeben als noch ein Jahr zuvor. Es wurde konkret für insgesamt rund 15,3 Milliarden Franken ausser Haus konsumiert. Zwei Prozent davon oder rund 300 Millionen Franken wurden im Detailhandel ausgegeben, der an Bedeutung gewonnen hat. Damit beläuft sich der Ausserhauskonsum in der Gastronomie auf knapp 15 Milliarden Franken.

Die einzelnen Restauranttypen sind vom Rückgang der Ausgaben sehr unterschiedlich betroffen. Starke Einbussen verzeichnen die Schnellverpflegungsgastronomie (Selbstwahlrestaurants und Fast Food), die Verkehrsgastronomie (Autobahn, Bahnhof, Zug, Flugplatz) und die Vergnügungsgastronomie (einerseits Bar/Disco, anderseits die Ausflugsrestauration). Ausserordentlich stabil sind hingegen die Werte der bedienenden Fullservice-Gastronomie, einerseits der herkömmlichen Betriebe und anderseits der Restaurants mit Länderkonzepten (asiatisch, italienisch, usw.). Teilt man die Ausgaben nach Essen und Trinken auf, ist festzustellen, dass der Teil Trinken stärker zurückfällt. Dies erklärt sich durch die Tatsache, dass der Gast weniger häufig etwas trinken geht und dabei, insbesondere zum Essen, günstigere Getränke wählt.

Die erhöhte Preissensibilität des Gastes zeigt sich auch darin, dass die meisten Durchschnittsausgaben ("Durchschnittsbon") gegenüber dem Vorjahr rückläufig sind. Der stärkste Rückgang der Bons findet am Abend zwischen 18 und 23 Uhr statt. Am meisten leiden die Schnellverpflegungs-, Vergnügungs- und Ausflugsgastronomie: Sie haben weniger Gäste und diese konsumieren erst noch preisgünstiger. In der heutigen Zeit, bei zunehmendem Preisbewusstsein breiter Bevölkerungsschichten, ist es wichtig, die zahlreich vorhandenen preiswerten Angebote bekannt zu machen. Dies gilt auch für den Beherbergungsbereich. Die Auswertung von GastroSuisse zeigt, dass es möglich ist, zu einem günstigen Preis in den Schweizer Hotels zu übernachten. In 30 Prozent aller 1406 Hotelbetriebe, die bei der Umfrage berücksichtigt wurden, werden Hotelzimmer zu einem Preis von weniger als 100 Franken angeboten. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Gruppe ,,Schweiz Direkt" mit rund 300 Hotels und preislich interessanten Angeboten. Das neue Magazin ,,Schweiz Direkt", das Mitte Mai 2003 von GastroSuisse herausgegeben wird, erscheint in einem handlicheren Format. Neu werden die Hoteleintragungen des Magazins in englischer Version auf dem Internet publiziert.

Das gastgewerbliche Angebot ist im vergangenen Jahr - auch aufgrund der harten Konkurrenz - noch vielfältiger und gästefreundlicher geworden. Deutlich erhöht hat sich beispielsweise der Anteil der Betriebe, die familiengeeignet bzw. familienfreundlich eingerichtet sind. Auch den Bedürfnissen der Kinder wird vermehrt Rechnung getragen, bieten doch im Vorjahresvergleich noch mehr Betriebe Spielzimmer an.

Auch der Anteil der Betriebe, die behindertengerecht eingerichtet sind, hat weiter zugenommen. ,,Die Bedürfnisse der Behinderten werden in mehr als einem Drittel der an der Umfrage teilnehmenden Betriebe berücksichtigt", teilte Hans Peyer, stellvertretender Direktor von GastroSuisse und Leiter des wirtschaftspolitischen Dienstes, mit. Zugenommen habe schliesslich auch der Anteil der Betriebe mit Nichtraucher-Abteilen resp. -Tischen sowie mit Nichtraucher-Zimmern. Viele Betriebe tendieren heutzutage dazu, ihre Öffnungszeiten zu verlängern, um mit einer ausgedehnten Marktpräsenz ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern. Absoluter Spitzenreiter bei den Öffnungszeiten ist der Freitag, an dem alle Restaurationsbetriebe, die an der Umfrage teilgenommen haben, geöffnet sind. Am anderen Ende der Rangliste finden sich der Sonntag mit 76 und der Montag mit 78 Prozent geöffneten Betrieben.

Spezialisierung ist wichtiger denn je; Gäste wollen Angebote mit Profil. Trotz aller Spezialisierung, das bestätigen die Angaben von GastroSuisse, können es sich aber nur wenige Betriebe erlauben, auf ein Angebot aus der gutbürgerlichen Gastronomie und auf Schweizer Spezialitäten zu verzichten, denn diese sind die absoluten Spitzenreiter. Die meistkonsumierten Speisen sind Fleischgerichte und Beilagen. Das Frühstück, Zwischenverpflegungen und Süssspeisen haben insgesamt markant eingebüsst. Anteilmässig zugelegt haben Salate, Fischgerichte sowie Vegi und Vollwert. Ebenfalls deutlich zugelegt haben Pastagerichte. Zu den meistbestellten Getränken zählen Kaffee, Tee und Milchgetränke sowie, mit einem Anteil von 22 Prozent am Getränketotal, die Mineralwasser. Die Studie zeigt zudem, dass acht von zehn Bieren in Gastronomiebetrieben von Männern konsumiert werden. Dagegen konsumieren Frauen rund 30 Prozent häufiger Eistee, rund 20 Prozent häufiger Mineralwasser und rund 10 Prozent häufiger Kaffee, Tee und Milchgetränke als männliche Gäste. (Quelle: Pressemitteilung von GastroSuisse).

Mittwoch, April 23, 2003

Karina Matejcek und Markus Stolpmann fassen die Ergebnisse der 5. Studie "Internet und e-business im Mittelstand" von IBM und impulse auf edings.de zusammen. Die ausführliche Fassung der Studie gibt es als PDF (ca. 1.6 MB) bei IBM.

Manchmal rufen mich Leute an, um mich nach irgendwas in bezug auf Abseits.de zu fragen, und ich wundere mich, warum sie mir stattdessen keine eMail geschickt haben, was erheblich effizienter gewesen wäre. Besonders Journalisten scheinen bevorzugt per Telefon zu recherchieren.

MetaGroup, ein Anbieter von IT-Forschung und strategischer Beratung, hat am 22. April die einer Umfrage "E-Mail vs. Phone" veröffentlicht, wonach 80% aller befragten 398 Entscheidungsträger von Unternehmen E-Mail den Vorzug geben vor dem Telefon und welches die Gründe sind, E-Mail oder das Telefon zu bevorzugen. Herausragende Motive, E-mail zu bevorzugen, sind:
  • die Flexibilität der Antwort,
  • die Möglichkeit, gleichzeitig mit mehreren Empfängern zu kommunizieren,
  • daß die Kommunikation dokumentiert wird.
Für das Telefon sprechen folgende Gründe
  • leichtere Möglichkeit, eine persönliche Beziehung aufzubauen,
  • einfacher zu antworten, wenn man unterwegs ist.
Dreiviertel könnten, wenn man sie vor die Alternative stellt, eher auf das Telefon als auf E-Mail verzichten.

Karlsberg Tequila flavoured Bier Desperados gibt es ab sofort auch in der 0,65 l Weißglasflasche als "Desperados D-XL" (Einweg wie auch Mehrweg). (Quelle: Pressemitteilung von Karlsberg). Für die Gastronomie eröffnet sich damit eine interessante Chance für eine Preisstellung, die sich von den herkömmlichen Flaschengrößen für Bier (0,5 l und 0,33 l) löst.

Ein offener Auschank in dieser Größe ist - anders als eine Ausgabe von Flaschen - in der Gastronomie noch illegal, denn es dürfen nach der überkommenen Meß- und Eichordnung nur Schankgefäße mit einem Nennvolumen von 1, 2, 4, 5 oder 10 Zentiliter beziehungsweise 0,1, 0,2, 0,25, 0,3, 0,4, 0,5, 1, 1,5, 2, 3, 4 oder 5 Litern verwendet werden. Diese Regelung soll aber demnächst aufgehoben werden, wie auch die entsprechende Schankgefäßeverordnung in Österreich. Siehe dazu: "Ausschankmaße in der Gastronomie: Zur geplanten Abschaffung".

Dienstag, April 22, 2003

Rechtzeitig zum Beginn der Spargelsaison erschienen ist das Buch "Spargel. Die besten Rezepte von Helmut Zipner" von Jens Mecklenburg und Ingo Wandmacher. Der Spargelschälweltmeister Helmut Zipner verrät darin 80 Rezepte rund um den Spargel. Helmut Zipner ist Chef des Restaurants im Kieler Landtag. Die Zuschauer des Schleswig-Holstein Magazins kennen ihn und sein "Kochmobil" seit langem. Jens Mecklenburg ist Journalist und Buchautor, Feinschmecker und Gastrokritiker. Ingo Wandmacher ist freier Fotograf und hat sich als Reise- und Foodfotograf bereits einen Namen gemacht.

Unser Partner Amazon.de bietet zur Einführung des neuen Segments "Küche und Haushalt" allen Kunden, die bis zum 18.05.2003 für mehr als 50 Euro Produkte dieses Segments bestellen, einen Gutschein im Wert von 15 Euro (zu den Details). Nutzen Sie die Gelegenheit und bestellen Sie z.B.Mehr zum Thema Spargel.

Die 150jährige Geschichte der Rüdesheimer Drosselgasse als Touristenattraktion beschreibt Rolf Göttert im Wiesbadener Kurier vom 22. April 2003: "Groschebuwe" lockten Gäste in Scharen an". Mehr über Kneipenstraßen.

Montag, April 21, 2003

Dinner for Fun veranstaltet jeweils Freitags und Samstags und jeden ersten Donnerstag im Monat geführte Touren durch Frankfurts - angeblich - angesagteste Bars:
  • Tour 1: Best of Sachsenhausen: Strandperle, Oppenheimer, Harry`s New York Bar*
  • Tour 2: Hotel Classics: Life Style Bar, Jimmy´s, Casablanca Bar, Rhapsodye Bar *
  • Tour 3: Szene Bars: Studio Bar, Luna Bar, Mood, Bar Frankfurt, Astor*.
  • Tour 4: Exclusiv 30 plus: Central Park, Tiger Palast Bar, Buddah Bar, Lounge*
  • Tour 5: Offenbachs Seecrets: Wie der Name schon sagt, die Locations bleiben geheim.
Man trifft Du sich mit mindestens fünf weiteren Leuten und einem persönlichen "Barguide" zu einer geführten Tour in mindestens drei verschiedene Locations in Frankfurt am Main. Im Angebot sind auch Bar-Touren in Stuttgart, Hamburg, München, Berlin und Düsseldorf.

Heute abend um 23.30 Uhr zeigt das Zweite Deutsche Fernsehen den Film, der nicht wenige animierte, für Cocktail-Bars zu schwärmen. Tom Cruise spielt in der 1987 gemachten Komödie "Cocktail" Brian Flanagan, der, als er mangels Collegeexamen keinen Job an der Wall Street findet, als Barkeeper in einer angesagten Bar auf der New Yorker East-Side anheuert. Von seinem Kollegen und Freund Doug Coughlin lernt der die Hohe Schule des Geschäfts und wird zum heißesten Barkeeper der Szene. Er findet Gefallen am Nachtleben und schönen Frauen und träumt von einer eigenen Bar. Nach allerlei Liebesverwicklungen heiratet er endlich in seiner eigenen Bar "Cocktails and Dreams". Wenn Sie den Film im Fernsehen verpassen: Es gibt ihn auch als DVD und Video.

Roger Baker hat als Manager bei der Eissalon-Kette Farrell's gearbeitet (genauer gesagt: ein Diner mit Burgers, Sandwiches und einem Schwerpunkt auf kreative Eisbecher) und sechs Läden in drei Staaten der USA geleitet. Seine private Site über dieses Unternehmen beschreibt die Geschichte vom Aufstieg dieses Unternehmens, vom ersten Laden 1963 bis zum Verkauf des auf 59 Läden gewachsenen Unternehmens an Marriott und den Niedergang bis heute. Die Informationen basieren auf eigenen Daten, Erfahrungen und Interviews mit Mitarbeitern von Farrell's: The History of Farrell's. 1996 erwarb die japanische Brauereigruppe Kirin die Markenrechte von Marriott und hat Farrell's mit zwei Objekten rekonstruiert. Ein drittes Outlet soll im Sommer 2003 in Orange County eröffnet werden. Werfen Sie einen Blick auf die nostalgische Speisekarte (PDF).

Fast Food and Restaurant Knowledge bietet Nährstoffinformationen, Zutatenlisten, Speisekarten und Website-Links zu populären Fast-Food-Restaurants wie Wendys, Taco Bell, Subway, Souper Salad, McDonald's, Kentucky Fried Chicken, chilis, jack in the box, Burger King und Applebee's.

Die "Residenz" des vielfach ausgezeichneten Drei-Sterne-Kochs Heinz Winkler ist Anziehungspunkt für Feinschmecker aus aller Welt. Als Kontrapunkt zur ländlichen Idylle präsentiert er in seinem neuen Kochbuch "Genuss für alle Sinne. Ein kulinarischer Spaziergang durch die Jahreszeiten" von Heinz Winkler und Thomas Ruhl (Herausgeber) richtungsweisende Kochkunst: leicht, raffiniert, innovativ. Die Rezepte, die Heinz Winkler für dieses Buch zusammengestellt hat, sind Resümee aus zwei Jahrzehnten internationaler Spitzenküche und inspirierter Blick nach vorne. Ein formidables Geschenk für jeden Gourmet. Mit über 150 farbigen Abbildungen.

"Kaffee Espresso und Barista. Perfekt zubereitet" von Thomas Leeb und Ingo Rogalla. Auf über 120 Seiten erläutern die Autoren nach einer kurzen Einführung über das Naturprodukt Kaffee den perfekten Ablauf von der grünene Kaffeebohne bis hin zum perfekten Espresso. Aus dem riesigen Wissen der zwei Autoren entstand ein reichbebildertes Destillate an Kaffeewissen, welches sowohl den Laien wie auf den Kaffee –freak“ anspricht. Beschrieben werden unter anderem die physiologische und medizinischen Wirkungen von Kaffee, der Kaffeeanbau, Mahltechniken, die Bedeutung von Wasser und Filter, Zubereitungstechniken, Milchschaumtechniken, Dekorationen, Fehler-Checkliste und vieles mehr. Nicht behandelt werden Kriterien zur Auswahl von Kaffeemaschinen.

Ingo Rogalla ist Kaffeeexperte des Berner Kaffeemaschinenherstellers Schaerer. Im firmeneigenen Coffee Competence Center hält Ingo Rogalla Fachseminare für Kaffeeröster, Grossgastronomen, Verkäufer und Partner, Kaffeeprofis und solche, die es werden wollen. Er ist Mitglied der Jury der Deutschen Barista Championship 2002 gewesen.

Inge Heinz schreibt über die Probleme der Rheingauer Wirte: "Betriebe gehen den Bach runter", in: "Wiesbadener Kurier" vom 19. April 2003.

Sonntag, April 20, 2003

"Erfolgreich verkaufen bei Amazon.de" von Marcus Simon und Bernd Wetzenbacher. Amazon hat sich neben ebay zu einem der größten und interessantesten Marktplätze im Internet entwickelt. Gleichberechtigt neben dem eigenen Angebot bieten Partner eine breite Palette von Produkten an - neu oder gebraucht. Der besondere Vorteil fuer Käufer und Verkäufer: Amazon übernimmt die komplette Zahlungsabwicklung. Das Buch zeigt allen, die professionell oder nebenbei Gebrauchsgueter vertreiben wollen, wie, wo (Marketplace, Z-Shops, Auktionen) und mit welchen Produkten man Partner bei Amazon werdenkann, wie man Schritt fuer Schritt Waren einstellt, welche Instrumente einem zur Verfügung stehen und wie man schließlich den Verkauf abwickelt. Interessantes und Wissenswertes über die Erfolgsgeschichte von Amazon rundet die Darstellung ab. Leseprobe, Inhaltsverzeichnis.

Der Preis hat für den Handel eine noch nie dagewesene Bedeutung. Die Konsumenten werden immer anspruchsvoller und wollen zugleich das Gefühl haben, beste Qualität zum niedrigsten Preis zu kaufen. Dieses Phänomen wird zum regelrechten Volkssport und hat mit dem Fortfall von Rabattgesetz und Zugabeverordnung noch viel mehr um sich gegriffen. Was aus Kundensicht verständlich ist, ist für den Unternehmer eine neue Herausforderung. Sie müssen mit Preisstrategien antworten, bei denen sie und die Kunden gewinnen. Sie müssen ihre Preispolitik auf völlig neue Füße stellen, erkennen, dass der Preis ein wesentlichen Faktor des Kauferlebnisses ist und dies praktisch umsetzen. Wie den Kunden das Gefühl vermittelt wird, günstig einzukaufen, ohne dass die Handelsmarge belastet wird, zeigt der Leitfaden "Erlebnisfaktor Preis – Mit der richtigen Preisstrategie zu mehr Umsatz und Gewinn" von Sabine Hölper.

Der Fachhandel muss sich aktiv gegen die zunehmenden Angriffe der branchenübergreifend und nur über den Preis operierenden SB-Discounter und Filialisten wehren. Als Reaktion ist dringend eine neue Serviceoffensive notwendig. Jedes Unternehmen muss für sich sein unschlagbares Serviceprofil definieren, mit dem es die Billiganbieter und anderen Mitbewerber in den Schatten stellt und die Kundenströme auf sich lenkt. Die Servicepolitik muss gezielt zur tragenden Säule der Marktpositionierung gemacht und aktiv betrieben werden. Der völlig neuer BBE-Praxis-Leitfaden "Durch aktive Servicepolitik den Umsatz steigern" von der BBE Unternehmensberatung versetzt Einzelhandelsunternehmer in die Lage, systematisch eine neue Servicestrategie mit großer Schlagkraft zu entwickeln. Er befasst sich mit den Kosten- und Umsatzeffekten des Services und bringt vor allem praktizierte Servicekonzepte für alle Einzelhandelsbranchen.

Insbesondere durch den Boom der Gasthausbrauereien in den letzten Jahren, aber auch infolge eines Trend zu Bierspezialitäten, Heimbrauen und der Hervorhebung von Brauereien bei der Vermarktung von Tourismusgebieten, ist das Interesse an Speisen, die mit Bier oder bestimmten Biersorten harmonieren oder Bier als Zutat verwenden, stark gestiegen. So ist es kein Wunder, wenn laufend neue Bier-Kochbücher erscheinen. Folgende Kochbücher sind im Gärbottich oder schon abgefüllt:

Im Juni 2003 erscheint das "Kochbuch des Mittelalters" von Trude Ehlert. Neben einer Einführung in Eß- und Tischgewohnheiten bietet das Buch schmackhafte Rezepte, die zum Nachkochen einladen. Alle Gerichte können in der modernen Küche nachgekocht werden.

Eine kurze Darstellung der historischen Entwicklung des Gastgewerbes in der Schweiz bietet das Historische Lexikon der Schweiz.

Das zum 1. Januar 2003 eingeführte Pflichtpfand für Einwegverpackungen hat bei einzelnen Brauereien zu teilweise dramatischen Einbußen geführt, ohne dass die Rückgänge durch Mehrweg ausgeglichen werden können." Dies erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Peter Hahn, in Bonn. Absatzrückgänge insgesamt von bis zu 10 Millionen Hektolitern im Jahre 2003 seien zu befürchten – mit den entsprechenden Auswirkungen auf Arbeitsplätze in der Brauwirtschaft. Um so wichtiger sei es, bei der Novellierung der Verpackungsverordnung, die Widersprüche in der zur Zeit gültigen Verordnung endlich aufzulösen. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum zum Beispiel der Kohlensäuregehalt darüber entscheidet, ob eine Einwegverpackung bepfandet wird oder nicht.

Aus diesem Grunde hat der Vorstand des Deutschen Brauer-Bundes auf seiner letzten Sitzung in Brüssel mehrheitlich beschlossen, bei der anstehenden Novellierung ausschließlich die Verpackung, nicht aber der Inhalt als Kriterium für die Bepfandung aufzunehmen. "Dies muss dann auch für Wein, Spirituosen, Mischgetränke gelten, wenn sie in Einwegverpackungen angeboten werden, denn hier liegt eine eindeutige Wettbewerbsverzerrung vor."

Die in der Verordnung vorgesehene Befreiung für ökologisch vorteilhafte Verpackungen soll nach dem Willen des Vorstandes des Deutschen Brauer-Bundes aufgehoben werden, da es sich um einen rechtlich unbestimmten Begriff handele, der keine langfristigen unternehmerischen Planungen ermögliche. Mehrheitlich fordert der Vorstand des Deutschen Brauer-Bundes gleiche Pfandhöhen für Einweg- und Mehrwegverpackungen. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Brauer-Bundes).

Anmerkung: Im Unterschied zum Deutschen Brauer-Bund, der einseitig die Interessen der großen Brauereien vertritt, wird die zum 1.1.2003 eingeführte Pfandpflicht für Einwegverpackungen bei Bier von den (meist kleineren) Privatbrauereien und vom Getränkefachhandel begrüßt.

Thomas Wels macht sich anläßlich der Eröffnung von Starbucks-Filialen in Köln und Düsseldorf Gedanken über den Kaffee-Bar-Boom: "Starbucks erobert das Rheinland", im Bocholter Borkener Volksblatt vom 17. April 2003.

Eine Linksammlung von Herstellern von Schokolade: "The chocolate page for chocolate lovers" von chocolate.com.

Den italienischen Chocolatier Gianluca Franzoni und das von ihm gegründete Untenehmen Domori in Genua porträtiert Tobias Piller in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 20. April 2003: "Edel, bitter und teuer" (nur für Abonnenten zugänglich).

"Domari Pur" ist mit 100% Kakaoanteil die Schokolade mit dem weltweit höchsten Kakaoanteil. Die 50-Gramm-Tafel kostet im Internet so zwischen 4 und 6 Euro. Von Michel Cluizel gibt es eine französische Edelbitterschokolade mit 99% Kakaoanteil (30 g, ca. 2 Euro). Die Schokolade mit dem dritthöchsten Kakaoanteil - meines Wissens - von 88% kommt von Dolfin in Belgien. 70 Gramm kosten so um die 2,50 Euro.

Samstag, April 19, 2003

Seit gestern verwende ich - zu meiner großen Zufriedenheit - einen RSS-News-Aggregator namens "snarf!" von Tatochip.com, der sich selbst in die Search-Bar eines Internet Explorers einfügt. "snarf!" ist blitzschnell installiert. Einfach auf der Website von Tatochip.com auf "snarf!" klicken, einen Account eröffnen und anschließend die ersten URLs von Feeds editieren.

Für Webseiten, die kein RSS-Feed zur Verfügung stellen, benutze ich das Feauture von myrss.com, einen RSS-Feed von beliebigen News-Seiten zu erstellen, und integriere den Link anschließend in "snarf!

Die American Bagel Company, Hamburg, "liefert ihre Produkte vornehmlich an Wiederverkäufer, wie z.B. Cafés, Coffee-Shops, Restaurants, Hotels, Bäckereien, Supermärkte und Caterer. Darüber hinaus bietet sie für Firmen oder auch private Anlässe ein eigenes, typisch amerikanisches Catering an. Die Produkte der Firma "American Bagel Company" werden nach original amerikanischen Rezepten täglich frisch hergestellt. Da die Betreiber größten Wert auf Qualitätsware legen, sind auch alle Zutaten ausgesucht und frisch. Die für die Produktion verwendeten Maschinen wurden direkt aus den USA (New York) importiert. Darüber hinaus bietet die Firma auch ein typisch amerikanisches Catering an. Die Kapazität der Firma liegt derzeit (2002) noch bei ca. 10000 Bagels plus ca. 5000 Stück anderen amerikanischem Gebäck pro Tag." (Quelle: Website der American Bagel Company). Mehr über Bagels.

Am 30. und 31. Mai 2003 finden in Bayonne die Journée du Chocolat (Tage der Schokolade) statt. Bayonne liegt in Aquitanien, dem Land der Basken, und ist Sitz zahlreicher Hersteller feiner Schokolade, die an diesen beiden Tagen zeigen, wie und was aus Schokolade gemacht werden kann. Portugal ist in diesem Jahr Gast des Festivals. Die Beziehungen zu Portugal sind historischer Natur. Die portugiesischen Juden wurden zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch die Katholische Kirche aus ihrem Land gejagt. Sie haben im ersten Hafen, der nach Norden gelegen war, Zuflucht gesucht und sich in Bayonne niedergelassen. Mitgebracht haben sie die Technik der Schokoladenfabrikation, die sie von den Spaniern gelernt hatten.

Bayonne spielt auch in der modernen Geschichte der Schokoladenherstellung eine besondere Rolle. Im Jahre 1780 wurde hier erstmals Schokolade fabrikmäßig hergestellt. Siehe dazu auch einen Artikel von Marc Zitzmann in der Neuen Zürcher Zeitung vom 16. Dezember 2002: "Merci pour le chocolat"

Bayonne ist auch ein Zentrum einer sich seit den 80er des letzten Jahrhunderts entwickelnden Kultur handwerklicher Schokoladenherstellung. Heute gibt es ein Vielzahl von Chocolatiers, siehe eine Linksammlung französischer Chocolatiers mit eigener Website.

Wie die Schokolade nach Deutschland gekommen ist, zeigt die bis zum 20. April verlängerte Schokoladen-Ausstellung im Übersee-Museum Bremen. In Bremen schenkte der Holländer Jan Jantz von Huesden 1673 erstmals öffentlich Schokolade aus.

Lawrence.com, ein regionales Portal für die 80.000 Einwohner große Stadt Lawrence im Landkreis Douglas im amerikanischen Bundesstaat Kansas, setzt voll auf Blogs. Mehr über lokale Communities.

Im Blog Foodways von Lawrence.com ist der "Dining Out 101" auch für Auswärtige lesenswert.

Wer sich über die Renten- und Arbeitsmarktpolitik der SPD wundert, weiß vermutlich nicht,

"ClickZ Weblog Business Strategies 2003 Conference & Expo is the first business-oriented forum to address the recent emergence of Weblogs into the business world and their rising importance as a medium of communication. This conference will bring together Webloggers who are pioneers, experts, and technologists. Together, they will present the latest developments, strategies, and success stories behind what is now becoming known as the Business Blog, or B-Blog for short.", in: Weblog dieser Konferenz (via "Das E-Business Weblog" von Martin Roell).

Freitag, April 18, 2003

Im Mai 2003 erscheint endlich eine preiswerte Taschenbuchausgabe von "So viel ihr wollt. Gefillte Fisch, Pastrami und eine ungewöhnliche Familie" von Patricia Volk. Erzählt wird die Geschichte einer jüdischen New Yorker Restaurant-Familie von 1888 bis 1988. Patricia Volk erzählt sie in der Form einer wunderbar witzigen Komödie voller schrulliger Charaktere, herrlicher Anekdoten und leckerer Gerichte. Ihre köstlichen Erinnerungen drehen sich weniger ums Essen als um ihre Familie, einen Mikrokosmos der Menschlichkeit, vor allem aber um ihren Großvater Jacob Volk. Die Volks bewirtschaften eine ganze Reihe von Restaurants, vor allem aber "Morgen's restaurant". Das Buch ist auch etwas für Liebhaber des alten New Yorks. Mehr über koschere Restaurants, Speisen und Getränke.

"Fruchtige Alkopops aus Willisau" stellt 20min.ch vor. Gemeint sind "Trojka Nero" und "Original Willisauer Red D", die ersten Alkopops, die in der Schweiz entwickelt, gemixt und abgefüllt werden von der Diwisa SA. "Trojka Nero" ist ein Mix aus Black Trojka (einem Wodka) mit dem Geschmack von Waldbeeren, Cassis und Zitronen. "Trojka CoolKicks Red" ist ein neues kohlensäure- und alkoholhaltige Mixgetränk auf der Basis von Red Trojka Vodka mit Citrusaromen.

20min.ch stellt Stefan Petertil vor und seinen Catering-Service "Lifestyle for You!": "Stefan Petertil weiss, was Promis mögen"

Wo schmeckt Deutschland am besten? Wo kann man heute Deutschlands lebendige und vielfältige kulinarische Tradition erleben? Wo findet man heute die vielen, zu Unrecht vergessenen Produkte und Spezialitäten? Deutschland ist ein Land von außerordentlichem kulinarischem Reichtum. Eine gastronomische Reise durch Deutschland steckt voller Verlockungen, voller faszinierender Entdeckungen. Vom Lübecker Marzipan, von den Äpfeln aus dem Alten Land, vom Holsteinischen Katenschinken, von den Frankfurter Würstchen zu den unzähligen Brotsorten, zu den exzellenten Weinen und Bieren: Sie alle sind lukullische Raffinessen mit Tradition. Das Buch "Wo Deutschland am besten schmeckt" von Peter Peter und Rainer Herrmann ist eine Hommage an ein Deutschland, das schmeckt – und eine Einladung, Deutschland neu kennen zu lernen. Es ist im März 2003 erschienen und mit 350 Fotos reich bebildert.

In den USA hat sich eine neue Klasse von Hotels etabliert, die jedem designbewussten Reisenden Freudentränen in die Augen treiben. Auf gewohnt eindrucksvolle Weise zeigt Herbert Ypma, dass man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch in Sachen Übernachtungen mit Stil endlich aus dem Vollen schöpfen kann. New York, Los Angeles, San Francisco, Boston und andere Städte dürfen natürlich nicht fehlen, im Mittelpunkt stehen aber Reiseziele in 24 Bundesstaaten, die man in keinem Pauschal-Reiseplan findet. Der Band "Hip Hotels USA" des Fotografen und Autors Herbert Ypma erscheint im September 2003. Er enthält 520 Farbfotos und Illustrationen und ist ein Muß für Desig- und USA-Fans und ein ideales Geschenkbuch. Herbert Ypma ist Gründer des mehrfach ausgezeichneten Magazins "Interior Architecture" und Autor vieler Design- und Architekturbildbände.

Die Fachzeitschrift "Weinwirtschaft" bietet eine Datenbank mit nationalen und internationalen, weinspezifischen Kongressen, Messen, Hausmessen, Präsentationen, Versteigerungen und Seminaren.

Die Branchenzeitschrift "Gastgewerbe Magazin" hat in Zusammenarbeit mit der DAB bank und der Huber, Reuss & Kollegen Vermögensverwaltung GmbH in München einen Gastgewerbe-Magazin-Index entwickelt. Er liefert Daten über die wichtigsten börsennotierten Firmen der Branche und soll sich als Stimmungsmesser für die Hotellerie und Gastronomie sowie die Zulieferindustrie eignen. Er bietet für Internetnutzer börsentäglich einen Überblick über die wichtigsten börsennotierten Unternehmen in der Branche.

Die Fachzeitschrift "Deutsche Getränke Wirtschaft" bringt in ihrer Ausgabe April 2003 den zweiten Teil einer Bier-Aktien-Studie "Hamburgs größte Brauerei wird zum Ass im Poker um den deutschen Biermarkt". Teil 1 erschien in der März-Ausgabe.

Wolfram Siebeck hat die Weinmessen in Straßburg (Endverbraucher-Weinmesse der confederation national des cavistes independant) und Düsseldorf (Fachbesuchermesse Pro Wein) besucht und darüber in der "Zeit" vom 16. April 2003 berichtet: "Winzer im Jugendwahn".

Niels Boeing hat einige Hersteller von Tiefkühl-Pizzas besucht und deren Produkte getestet: "Der Teigfladenreport", in: "Die Zeit" vom 16. April 2003. Leider hat er sich nicht die "B2B-Tiefkühlpizzas" wie die "Gastrofrische" von Dr. Oetker, das Pizza-System von Resch & Frisch und "Bistro express" von Langnese-Iglo angeschaut, sondern nur die Tiefkühlpizzas für den Einzelhandel bzw. Endverbraucher.

Jakob Nielsen, Web-Usability-Guru, mokiert sich in einem Interview von "Publish" ("Champions" vom April 2003) über den Einsatz von Dateien im Portable Document Format (PDF) als Online-Content. Nutzer hätten große Schwierigkeiten, Informationen in großen PDFs zu finden. Dies spricht meines Erarchtens jedoch nicht gegen PDFs von geringem Umfang, etwa zur Veröffentlichung von Speisekarten oder Flyers.

Donnerstag, April 17, 2003

Dirk Link und Martin Zünkeler aus Bochum versuchen, die Biermarke "Schlegel" wiederzubeleben: "Schlegel: Ein Kult-Bier kehrt zurück". Gebraut und abgefüllt wird das Bier in der Privatbrauerei Schwelm. Die Markenrechte haben sie Ende August 2002 Brau und Brunnen abgekauft. Das neue Schlegel-Bier soll es exklusiv in der Gastronomie geben.

Die 1850 von dem Franken J. J. Schlegel an der Essener Chaussee gegründete, 1889 in eine AG umgewandelte Schlegel Brauerei AG in Bochum-Recklinghausen war 1956 mit 429.000 hl Ausstoß die achtgrößte bundesdeutsche Brauerei. 1971 übernahm die später in die Brau und Brunnen Gruppe eingegliederte Dortmunder Union (Schultheiß) den Stammbetrieb. Er wurde 1980 stillgelegt. (Quelle: Pressemitteilung vom 2.9.2002 von Martin Zünkeler). Zu einer Sammlung historischer Bierdeckel der Schlegel Brauerei. Zur Geschichte der Brauerei Schlegel von Bochumer Zeitpunkte online.

dine-time.de bietet seit dem 1. März 2003 blind-dinner & special events für Leute ab 28 Jahren. 3 Männer und 3 Frauen treffen sich zum exquisiten Dinner, auf spannenden Events oder bei interessanten Seminaren. Es gibt Büros in Mannheim und Heidelberg. Teilnehmende Restaurants gibt es bereits im Rhein-Neckar Kreis, Frankfurt am Main und Berlin. Ein spezielles Angebot ist der gemeinsame Besuch der Unsicht-Bar. Mehr über Blind-Date-Agenturen.

Herausgegeben von Prof. Dr. Harald Dettmer und Thomas Hausmann erscheint im Juni 2003: "Organisations-/Personalmanagement in Hotellerie und Gastronomie".

Bereits erschienen ist eine aktualisierte Auflage von "Wirtschaftslehre für Hotellerie und Gastronomie. (Lernmaterialien)", herausgegeben von Prof. Dr. Harald Dettmer. In der achten Auflage sind die Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Gastgewerbe bis Ende 2002 eingearbeitet, z.B. Neuerungen im Schuld-, Handels- und Gesellschaftsrecht sowie im Jugendschutz und im Betriebsverfassungsgesetz. Neu aufgenommen bzw. ausgewählt wurden z.B. Medien im Marketing, Erlebnisgastronomie, Catering usw. Die durchgängig eingebauten Handlungsvorschläge nehmen Bezug auf die das Buch abrundenden Methodenseiten, welche den Anforderungen des aktuellen Rahmenlehrplanes entsprechen. Autoren sind neben dem Herausgeber S. Dettmer und Dr. A. Gruner, von dem auch - zusammen mit Prof. Dr. Chekitan Dev der Beitrag "Globale Marketing Trends und ihre Auswirkungen auf die Hotellerie" auf Abseits.de veröffentlicht worden ist.

Demnächst erscheint das Lehr- und Arbeitsbuch "Rechnungswesen / Controlling in Hotellerie und Gastronomie", herausgegeben von Prod. Dr. H. Dettmer und T. Hausmann. Es wendet sich an Nachwuchskräfte und Praktiker in Hotellerie und Gastronomie gleichermaßen. Die dargestellten Lernbereiche sind handlungsorientiert aufgebaut und entsprechen den Lehrplänen an Hotelfachschulen ergänzt um einige weiterführende Informationen. Der Inhalt:
  • Leistungen gastgewerblicher Unternehmen sachgerecht erfassen.
  • Kosten und Erlöse ermitteln und beeinflussen.
  • Leistungen von Hotellerie und Gastronomie dokumentieren sowie systematisch auswerten.
Jedem Kapitel ist eine Situation vorangestellt; die jeweilige Problemlösung und Lernerfolgssicherung geschieht mithilfe von Informationen, authentischem Material sowie anschließenden Übungsaufgaben.

Der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland lag im Februar 2003 nominal (in jeweiligen Preisen) 7,5% und real (in konstanten Preisen) 8,4% niedriger als im Februar 2002. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die närrischen Tage – anders als im Vorjahr – zum Teil auch in den März hineinfielen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, zeigen die Ergebnisse auch für den Februar 2003 – und damit im fünften Monat in Folge – abnehmende Umsätze im Gastgewerbe. Die Umsätze gingen seit Oktober 2002 im Vorjahresvergleich nominal jeweils um über 7% und real noch stärker zurück. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten (Berliner Verfahren 4 –BV 4) wurde im Vergleich zum Januar 2003 nominal genau soviel (0,0%) und real 0,2% mehr abgesetzt.

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2003 setzten die Unternehmen des Gastgewerbes nominal 7,9% und real 9,0% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum um.

In allen drei Branchen des Gastgewerbes gingen die Umsätze sowohl nominal als auch real gegenüber Februar 2002 zurück: Bei den Kantinen und Caterern (nominal – 2,7%, real – 3,5%), wozu auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören, und im Beherbergungsgewerbe sowie im Gaststättengewerbe jeweils im gleichen Umfang (nominal – 8,0%, real – 8,9%).

Trendsetters.com analysiert und prognostiziert zukünftige Entwicklungen, unter anderem auch bei Lebensmitteln, z.B. einen Trend zu ethnischem Fast Food, zu Fast Casual, also Restaurants mit schlichtem Design, Bedienung oder Teilselbstbedienung und einem etwa doppelt so hohen Preisen wie in Fast-Food-Restaurants, oder zu Schinken und Eiern. Trendsetters.com wurde 1987 von Michael Tchong in San Francisco gegründet.

Mittwoch, April 16, 2003

Charles Ayers hat früher für Grateful Dead gekocht. Jetzt ist er Küchenchef bei Google. Um allen, die nicht bei Google arbeiten, zu zeigen, was ihnen abgeht, wird sein Speiseplan für Google seit dem 6. April 2003 online gestellt. Natürlich in Form eines Blogs. Schließlich hat Google vor kurzem Pyra Labs gekauft, die Entwickler und Betreiber von Blogger.com (via Seitenblicke der Akademie.de vom 16. April 2003).

Einer der schlechtesten Artikel zum Thema Weblogs der letzten Monate wurde in der Wirtschaftswoche von heute veröffentlicht: "Aus dem Bauch heraus". Für ein Wirtschaftsmagazin ist es - gelinde gesagt - ein Witz, kein Wort über die kommerziellen Einsatzmöglichkeiten und Vorteile von Blogs zu verlieren.

Die Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG aus Kreuztal-Krombach beteiligt sich mit Wirkung vom 1. Mai 2003 an der Miller Brands Germany GmbH aus Paderborn. Die Beteiligung der Krombacher Brauerei belä uft sich auf 49,8 %. Die geschäftsführenden Gesellschafter Peter Jürgens und Andreas W. Herb halten gleichberechtigt die restlichen Anteile der Miller Brands Germany GmbH. Für die Krombacher Brauerei bedeutet diese Beteiligung einen weiteren Schritt beim Ausbau der eigenen Beteiligungs- und Sortimentsstrategie. Im einzelnen sieht man in Krombach die folgenden Vorteile:
  • Die Miller Brands Germany GmbH ist spezialisiert auf die Vermarktung und den Vertrieb internationaler Premium Marken und deckt mit seinem Produktportfolio das Segment „Internationale Biere“ sowie den Bereich Szenegetränke ab.
  • Die Beteiligung ermöglicht einen Zugang zur Discotheken- und Szenegastronomie von derzeit 6.000 Objekten, den die Krombacher Brauerei bislang nur marktdurchschnittlich hatte.
  • Positive Impulse, was Distributionsaufbau und den Abverkauf angeht, werden für Cab, das Bier-Cola-Misch-Getränk der Krombacher Brauerei erwartet. Aber auch das klassische Krombacher Pils sowie die Sinalco-Produktpalette des neuen Gastronomie-Vertriebspartners aus Duisburg (Deutsche Sinalco Markengetränke GmbH) werden profitieren.

Heise meldet, daß die Wochenzeitung Zeit ihr gesamtes Internet-Archiv mit allen Artikeln seit 1996 frei zugänglich geschaltet habe. Das freut auch den Gastronom, denn in der "Zeit" hat unter anderem Wolfram Siebeck regelmäßige Kolumnen veröffentlicht, die wirklich lesenwert sind. Eine Suche nach "Siebeck" bringt 1.472 Einträge.

Aus ganz Deutschland reisten 60 Azubis der Systemgastronomie am 20. März 2003 zu einem Branchen-Event der besonderen Art nach Hamburg. Auf einer Initiative von FoodService, der Hamburg-Messe, der DEHOGA und des Leaders Club Deutschland nahmen sie am FoodService-Forum im Rahmen der Internorga und an der Jugendparty im „Herzblut“ auf der Reeperbahn teil.

Die Idee stammt von der Redaktion FoodService und der Hamburg-Messe, umgesetzt wurde die Aktion gemeinsam vom Leaders Club und der DEHOGA. „Im Leaders Club suchen wir immer nach neuen Wegen, Nachwuchs für die Systemgastronomie zu finden und zu motivieren. Der Event war daher aus unserer Sicht eine optimale Form der Nachwuchsförderung, von der die Auszubildenden und die Betriebe, aber auch der Ausbildungsberuf und letztlich die ganze Branche profitiert haben,“ freute sich Thomas Hirschberger, Präsident der 62 Mitglieder starken Vereinigung aus innovativen, meist systematisierten Gastronomieunternehmen und deren Industriepartnern.

Als echten Mehrwert für die Ausbildung bewertete Ingrid Hartges, stv. Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA, die Aktion. Nach ihrer Auffassung lohnt sich die Investition in diese Erlebnisse:„Sie zeigen dem Branchennachwuchs, welche spannenden Aspekte die Systemgastronomie über den Alltag hinaus zu bieten hat und motivieren so für eine berufliche Perspektive in unserer Branche. Gerade in diesen Zeiten kommt es darauf an, jungen Menschen auch Lust auf Selbstständigkeit und unternehmerischen Erfolg zu machen. Wichtig dafür – jede Menge Knowhow und Kontakte.“

Davon bekamen die Azubis im Ausbildungsberuf Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie eine große Portion bei diesem Branchentreff. Fachinformation und Brainfood pur gab es beim internationalen FoodService-Forum. Persönliches Kennen lernen und Austausch standen im Mittelpunkt der Jugendpary auf Einladung des Leaders Club im „Herzblut“ auf der Reeperbahn, bevor es kurz nach Mitternacht zu der vom Leaders Club reservierten Jugendherberge ging. „Eine tolle Sache. Wir haben viel gelernt und viel erlebt,“ lautete der einhellige Tenor der Auszubildenden.

Große Chancen für qualifizierten und engagierten Nachwuchs sehen Leaders Club und DEHOGA in der Systemgastronomie. Dazu Ingrid Hartges: „Dieser Ausbildungsberuf verzeichnet erfreulicher Weise gegen den allgemeinen Trend zweistellige Zuwachsraten. Der DEHOGA powert weiter dafür, die Bekanntheit und Attraktivität dieses Berufes zu steigern. Dafür werden wir in diesem Jahr zum zweiten Mal den Nationalen AZUBI-AWARD Systemgastronomie durchführen, von dem sicherlich wieder ein positives Signal ausgehen wird.“ Gemeinsam denken die Partner des Azubi-Events darüber nach, auch zum FoodService-Forum 2004 erneut einigen Auszubildenden den Besuch dieses informativen und kommunikativen Branchentreffs ermöglichen zu können.