Gastgewerbe Gedankensplitter



Samstag, Mai 31, 2003

Rollerfeed Restaurant Review ist ein Weblog, das sich seit Februar 2003 der Kritik von Restaurants in und um Austin in Texas widmet.

Vor wenigen Monaten ist er noch als Hoffnungsträger und Schröder-Nachfolger durch die Talkshows getingelt, jetzt muß er zur Strafe mit Daniel schmusen, mit Herbert nuscheln, mit Dieter talken, mit Udo saufen, mit Otto blödeln, mit Konstantin koksen und mit Nina onanieren: "Sigmar Gabriel wird Popkultur-Beauftragter", in: Netzeitung vom 31. Mai 2003.

Die Leipziger kochmesser.de Import GmbH &Co KG i.Gr. hat auf ihrer Website eine Linksammlung von Kochkursen für Hobbyköche veröffentlicht.

Am Katalog-Kiosk kann man aus mehr als 1.500 Katalogen wählen. Darunter sind z.B. Kataloge von 67 Weinhändlern wie Hawesko und Winzern wie das Weingut Freiherr von Landenberg. Die Kataloge können - nach Anbietern unterschiedlich - direkt online bestellt oder heruntergeladen werden. Der Katalog-Kiosk ist nach Warengruppen geordnet, kann aber auch im Volltext durchsucht werden. In der Kategorie "Reisen in Deutschland" empfiehlt er sich z.B. allen Hotelliers, die sich schnell über Reiseangebote anderer Zielorte informieren wollen, um daraus Ideen für das eigene Marketing zu gewinnen.

Im Winklers Verlag erscheinen demnächst "Arbeitsbuch Fachleute Systemgastronomie. Fachstufe 1. (Lernmaterialien) und "Arbeitsbuch Fachleute Systemgastronomie. Fachstufe 2. Lernfelder des 3. Ausbildungsjahres. (Lernmaterialien)".

Alois Gmeiner ist ein in Wien lebender Werbefachmann, der bereits vor Jahres das Potential von Books on Demand erkannt hat und diverse Bücher damit im Selbstverlag publiziert hat. Sein neuestes Buch "Hotel kreativ" versammelt Ideen für die Hotellerie und die Gastronomie abseits ausgefahrener Wege und ungewöhnliche Hotel-Konzepte. "Hotel Kreativ" präsentiert 333 kreative und ungewöhnliche Ideen aus der ganzen Welt. Einzelne Hotel- und Restaurantkonzepte (auch noch nicht umgesetzte Ideen) werden kurz (auf 1 - 3 Seiten) vorgestellt und deren Erfolgschancen bewertet. Einfache Piktogramme zeigen, wie teuer die Projektumsetzung bewertet wird, bzw. wie hoch das emotionale Engagement des Unternehmers sein sollte, um das Projekt zu Erfolg zu bringen.

Steffan Heuer berichtet über Untersuchungen des eMail-Verkehrs in Unternehmen. Der eMail-Verkehr verrate mehr über eine Firma als Organigramme: "Von Dienstwegen und Abwegen", in: Brandeins Ausgabe April 2003. Ähnlich wie bei der Untersuchung der Blogosphere, bei der Links zwischen Blogs untersucht werden, oder der Untersuchung des "Gian Strongly Connected Component" des World Wide Web, bei der Links zwischen Webseiten analysiert werden, um Hubs und Authorities zu identifizerien, werden Absender- und Empfänger-Verknüpfungen im eMail-Verkehr untersucht, um Communities bzw. Sub-Communities und führende Köpfe herauszufinden.

Der in dem Artikel von Steffan Heuer erwähnte, in den USA am Department of Physics der Universität von Notre Dame forschende, gebürtige Wiener Stefan Wuchty, der sich angeblich noch in diesem Sommer als Unternehmensberater selbständig machen will, hat einen interessanten Artikel veröffentlicht: "Think Networks! A Mindset for Management" (PDF, 2.085 KB).

Was hat dies theoretische Zeug mit Gastronomie zu tun? Ein Beispiel: Absolut Vodka sponsert seit 1989 den jährlichen Media Award der "Gay & Lesbian Alliance Against Defamation". Bei der Verleihung der Preise in New York, Los Angeles und San Francisco nehmen mehr als 6.000 Homosexuelle teil. Die Gay & Lesbian Alliace Against Defamation ist eine, genauer: die nationale Organisation mit 32 hauptberuflichen Mitarbeitern (Quelle: "GayToday"). Infolge einer seit 20 Jahren starken Präsenz im "gay market", u.a. durch Anzeigen auf der Rückseite von Zeitschriften für Homosexuelle (ein Beispiel) und "Absolut Tom" eine Ausstellung von Kleidern eines finnischen, homosexuellen Künstlers. Die Bedeutung des homosexuellen Marktes für Alkoholika hat Absolut Vodka an den Verkaufszahlen in Gaststätten für Homosexuelle ablesen können. Homosexuelle Männer und Frauen sind zudem der jüngere, hippere Teil des allgemeinen Publikums, sind Meinungsführer und Erstverwender, entscheiden darüber was "angesagt" ist. Siehe dazu auch einen Artikel "Absolut customizes a campaign to salute the Gay And Lesbian Alliance Against Defamation" von Stuart Elliot, in: New York Times vom 22. Februar 2001.

Axel Nidorf erzählt die Geschichte von bauernschlauen Leuten im Umfeld des Flughafen Hahn im Hunsrück: "Aufschwung Hahn", in: Brandeins, Ausgabe Mai 2003.

Seit dem 1. Mai 2003 gilt in allen New Yorker Restaurants und Bars ein striktes Rauchverbot. Der Standard berichtet am 29. Mai 2003 über Umsatzrückgänge von einem Drittel: "Im Dunstkreis der Antirauchergesetze".

Bereits am 16. Juni 2002 hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gemeldet, die New York State Restaurant Association leiste keinen Widerstand, da Studien gezeigt hätten, daß rauchfreie Restaurants keine Umsatzeinbußen erlitten hätten. Dies wird auch durch Erfahrungen in Kanada bestätigt (siehe "Facts about Smoking-bansin Restaurants" (PDF), in: Action on Smoking & Health, Kanada). Ausserdem profitieren Gastronomen von geringeren Kosten der Luftreinigung und längeren Zyklen der Renovierung der Wände und Decken. Ein Rauchverbot für Mitarbeiter kann sich dahingehend auswirken, daß die Arbeitspausen zum Rauchen wegfallen oder aber ausgedehnt werden, weil sich die Mitarbeiter in Zonen zurückziehen, in denen geraucht werden darf (siehe dazu unsere Seite "Nichtraucherfreundliche Gaststättenen und Hotels").

Laut einer Meldung der taz vom 1. Februar 2003 hat die irische Regierung ein Rauchverbot in Gaststätten und allen Betrieben ab dem 1. Januar 2004 angekündigt: "Galgenfrist für irische Raucher". In Deutschland sind bisher fraktionsübergreifende Initiativen von Abgeordneten des Deuschen Bundestages für ein Rauchverbot gescheitert (siehe: "Bundestag lehnt gesetzliches Rauchverbot ab", in: German News vom 5.2.1998). In Frankreich gibt es zwar seit 1993 ein Rauchverbot, aber kein Schwein hält sich dran (siehe dazu "Frankreich: Trotz Rauchverbot nur wenig frische Luft", in: Rhein-Zeitung vom 3. Februar 1998).

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Freitag, Mai 30, 2003

Steirerman ist ein Wellness-Bier mit Kürbiskern-Extrakt. Es verspricht "Kraft für den Mann - Genuß für die Frau" (via Karina Matejcek). Eine Flasche Steirerman enthält die Inhaltsstoffe von 8 g (= 40 Stk.) Kürbiskernen, angeblich gut gegen Prostata-Beschwerden. Die unter den Abbildungen von Steirerman erwähnten Merkur und Zielpunkt sind in Österreich sehr bekannte Einzelhändler. Merkur ist Branchenführer unter den Verbrauchermärkten. Zielpunkt ist ein Discounter. Beertest.de hat schon mal den Geschmack getestet.

Helmut Rudolph stellt im Kurzbericht Nr. 6/2003 (PDF, 295 KB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit die neuen Mini-Job-Regelungen vor und schätzt die Auswirkungen ab. Danach könnten fast eine 3/4 Mio. neue Mini-Jobs und 1,12 Mio. Midi-Jobs entstehen - allerdings vorwiegend durch Umwandlung von bestehenden Beschaeftigungsverhaeltnissen. Gleichzeitig wuerden Sozialversicherungsbeitraege in Höhe von 612 Mio. Euro ausfallen.

Jetzt hat sogar "schon" Cap Gemini Ernst & Young Weblogs entdeckt. Siehe "Blogging auf der Schwelle zur Business-Anwendung" von Christian Schmidkonz, in: Contentmanager.de vom Mai 2003. Wieso sich, wie der Autor meint, Probleme aus der "schwierigen Überprüfbarkeit ihres Wahrheitsgehaltes ergeben" können, verstehe ich nicht. Was unterscheidet Blogs in dieser Hinsicht von anderen Webseiten? Im Gegenteil,
  • Feautures wie Kommentar-Funktion (bei vielen Blogs vorhanden),
  • die Tatsachen, daß Blogs zeitnah in Suchmaschinen aktualisiert werden und
  • damit leicht und schnell in Suchmaschinen findbar sind,
  • Postings in vielen Fällen per RSS-Feed oder per automatisch versandten eMails zeitnah interessierte Leser finden und
  • sich bei den meisten Blogs die Herausgeber persönlich zu erkennen geben und nicht hinter Organisationen verstecken,
sprechen eher dafuer, daß Fehlinformationen in Blogs eher ent- und aufgedeckt werden als auf irgendwelchen Webseiten, die sich kein Schwein anschaut. Oder meint Christian Schmidkonz, daß sich auf manchen Blogs auch satirische Beiträge finden und Leser diese eventuell für bare Münze nehmen?

Im April 2002 habe ich in einem Überblicksartikel über Weblogs geschrieben: "Webdesigner, aber auch auf die Implementierung von Content Management Systemen spezialisierte Unternehmens- oder IT-Berater, die ihren Kunden Lösungen vorschlagen, die statt komplexer CMS auf Blogger-Software setzen, können ihre Konkurrenten radikal unterbieten sowohl bei den Kosten für die Software als auch den Kosten für die Implementierung, der Schulung und Wartung von Software und Inhalten. In Deutschland ist meines Wissens noch kein "Designer" drauf gekommen, diese Nische zu besetzen.

Mit BlueDesign Webdesign (via Martin Röll) bietet Beatrice Amberg aus Schongau nun - soweit mir bekant - den ersten deutschen Service dieser Art an.

Es kam die Frage auf, ob der Name des KARMA. Public Livingroom auf den Medienillustrator Marco Ratschiller oder auf das buddhistische Zentrum Karma Kagyü Linie anspielt und ob ein Freiburger bei der Klärung weiter helfen kann?! Klar können wir ... der Name "KARMA" spielt weder auf Herrn Ratschiller und schon gar nichts haben wir etwas mit dem Buddhismus zu tun. Er kam einfach in einer ausgelassenen Runde an einem der vielen PreOpening-Tage auf den Tisch und wurde einstimmig angenommen ... einfach so. ;-) Profe your karma ...

Donnerstag, Mai 29, 2003

In den nächsten Wochen wird die Diskussion um die Reform der Handwerksordnung hochkochen. Von den Verfechtern dieser Regulierung wird dabei so getan als handele es sich bei der Handwerksordnung um eine jahrhundertealte Tradition, die man genauso bewundern und erhalten müsse wie den Bamberger Dom. Was früher die Zünfte gewesen wären, seien heute Kammern und Innungen.

Die preussische Handwerksordnung hatte jedoch nicht den Schutz des Handwerks im Sinn, sondern - merkantilistisch motiviert - die Einschränkung der Freiheit der Zünfte durch Staatsaufsicht, Kontrolle der Wanderung der Gesellen und ihrer Abwanderung ins Ausland (siehe "Preussen 1701 bis 1947"). 1869 wurde in dem damals von Preußen besetzten Norddeutschen Bund die völlige Gewerbefreiheit eingeführt, welche nach der Reichsgründung 1871 auf ganz Deutschland ausgedehnt wurde. Erst 1897 gelang es den Anhängern regulierter Wirtschaft ein neues Handwerksgesetz durchzusetzen, das aber den "Großen Befähigungsnachweis" nicht vorsah, sondern ab 1908 nur einen sogenannten "kleinen Befähigungsnachweis". Der von den Nationalsozialisten zur Auschaltung von Juden ersonnene "Große Befähigungsnachweis" wurde erst 1935 eingeführt. Er legte fest, daß jeder selbständig im Handwerk Tätige die Meisterprüfung in seinem Beruf abzulegen hatte. (siehe dazu: "Handwerksordnung und Großer Befähigungsnachweis – die historische Wahrheit" (DOC), von Thomas und Stefan Felleckner). Diese Handwerksordnung von 1935 wurde nach der Befreiung von der amerikanischen Besatzungsmacht kurzerhand dorthin befördert, wo sie gehört: in den Papierkorb. Erst 1953 gelang wettbewerbsfeindlichen Abgeordneten um den CSU-Abgeordneten Richard Stücklen die Restauration. Siehe dazu "Der Weg zu einer einheitlichen Handwerksordnung".

Ganz anders die Entwicklung in der Schweiz. Bis ins 19. Jahrhundert hatten sich auch dort die Überbleibsel mittelalterlichen Vorschriften gehalten. Während es in Deutschland dem Handwerk gelang, sich wieder verstärkt durch bürokratische Regelungen vor leistungsfähiger Konkurrenz zu schützen, blieb das Handwerk in der Schweiz dereguliert. Siehe "Gewerbefreiheit contra Gewerbeordnung im 19. und 20. Jahrhundert", in: Historisches Lexikon der Schweiz.

Argumente gegen den Meisterzwang finden sich auf der Website des Berufsverbandes unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker e.V..

Vor diesem Hintergrund wirkt es peinlich, wenn ausgerechnet der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in seiner Wahlkampf-Checkliste 2002 (PDF) einen "Unterrichtungsnachweis" fordert, um in die Branche eintreten zu dürfen.

Hot Dougs ist die Website eines seit zwei Jahren existierenden Gourmet-Hot Dog-Standes in Chicago. Christine Badger hat den Inhaber Doug Sohn für New City Chicago porträtiert (via The Making of a Restaurant).

Der "Dachshund" wurde Ende des 17. Jahrhunderts von dem Coburger Metzger Johann Georghehner erfunden (das Erstgeburtsrecht wird aber von den "Frankfurtern" und "Wienern" bestritten). Ein deutscher Metzer, Charles Feltman, eröffnete 1871 einen ersten Hot Dog-Stand auf Coney Island. 1893 begann Chris Von de Ahe, deutschstämmiger der Besitzer der St. Louis Browns, Hot Dogs im Baseball-Stadion zu verkaufen. Der Begriff "Hot Dogs" selbst entstand aber erst um 1900. Siehe dazu auch "History of the Hot Dog" des National Hot Dog & Sausage Council.

Umsatzstärkstes Hot Dog-Unternehmen im Jahre 2001 ist Ball Park Franks mit 251 Millionen US-Dollar. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts startete Samuel Slotkin in Brooklyn ein Hot-Dog-Unternehmen, genannt "Hygrade Meats".1947 expandierte er nach Detroit und wurde 1957 Lieferant für das Basketball-Stadion der Detroit Tigers. Heute ist "Ball Park Franks" landesweit in Stadien und Supermärkten vertreten. Wichtigster Konkurrent ist Oscar Mayer Foods, das seit 1989 Kraft Foods gehört. Zur Geschichte von Oscar Mayer, einem Nürnberger, der mit 14 Jahren in die USA auswanderte.

Wer sich mit der dunklen Seite der industriellen Fleisch- und Wurstproduktion in Chicago beschäftigen will, dem sei das Buch "Dschungel" von Upton Sinclair empfohlen. Nach seinem erfolgreichen Roman "Sklaverei" entschloß sich der sozialkritische Autor dem Thema Einwanderer zu widmen und arbeitete anonym sieben Wochen lang als Arbeiter in den Schlachthöfen von Chicago (eine Methode, die später Günter Wallraff, etwa in "Ganz unten" imitierte). Upton Sinclairs detailreichen und anschaulichen Schilderungen der ekelerrgenden hygienischen Verhältnisse, unzumutbarer Arbeitsbedingungen und Schlachtmethoden des 1905 veröffentlichten Romanes führten letztlich zu Reformen und prägten die Entwicklung von Hygienevorschriften.

Das Bundeskabinett hat am 28. Mai den Gesetzentwurf zur Änderung der Handwerksordnung beschlossen. Kern des neuen Handwerksrechts ist die Befreiung von 65 Handwerken vom Meisterzwang. Darunter sind eine ganze Reihe von Handwerken, die im direkten Wettbewerb mit der Gastronomie stehen:
  • Bäcker
  • Konditoren
  • Fleischer
  • Brauer und Mälzer
Träte diese Neuregelung in Kraft, was angesichts der Bundesratsmehrheit von CDU/CSU/FDP leider nicht zu erwarten ist, würden sich die Wettbewerbsverhältnisse für die Gastronomie nicht unerheblich verbessern
  • einerseits könnten Gastronomen ihr Angebot um den Außerhausverkauf von Produkten der Bäcker, Konditoren und Fleischer erweitern. Bislang dürfen sie diese Produkte nur zum Verzehr an Ort und Stelle (§ 1 Gaststättengesetz) oder zubereitete Speisen, die er in seinem Betrieb verabreicht, an Gäste (§ 7 Absatz 2 Gaststättengesetz) verkaufen oder Nichtgästen zubereitete Speisen über die Straße verkaufen, ohne daß die Möglichkeit besteht, die Speisen und Getränke in räumlicher Verbindung mit der Verkaufsstätte zu verzehren. Damit bieten sich sowohl auf dem Lande, wo eventuell ein Handwerksbetrieb vor Ort fehlt, als auch in sehr guten Lagen in den Stadtzentren neue Verkaufschancen, z.B. durch den Verkauf von frischen Backwaren (innerhalb der Ladenöffnungszeiten). Günstig wirkt sich dabei auch aus, daß die Stoßzeiten beim Verkauf dieser Produkte andere sind als beim Verzehr von Speisen und Getränken in der Gastronomie. Gastronomische Betriebe können so ihre Mitarbeiter besser auslasten.
  • Die konkurrierenden Handwerksbetriebe verlieren einen Teil ihrer Monopolprofite, die es ihnen bislang erlauben, in die Gastronomie zu expandieren und dort mit Dumpingpreisen zu konkurrieren.

Die geplante Abschaffung des Meisterzwanges in weiteren Berufen, wie etwa Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Maler und Lackierer, Klempner, Parkettleger, Raumausstatter, Textilreiniger und Gebäudereiniger wird sich für das Gastgewerbe in Form von niedrigeren Preisen für die Dienstleistungen dieser Berufe auswirken.

Industrial Technology & Witchcraft, das Weblog von Textlab, fragt:
  1. Warum schreibst Du ein Weblog?

    Ich gebe seit November 2001 einen "Gastronomie Newsletter" heraus. Beiträge dafür habe ich anfangs clientenseitig gesammelt und alle ein, zwei Wochen als Newsletter versandt. Seit Februar 2002 sammle ich potentielle Beiträge in Form eines Blogs und entnehme daraus einmal pro Woche Beiträge für den Newsletter. Diese Vorgehensweise macht kaum mehr Arbeit als vorher, bietet aber eine Reihe von Vorteilen: Meine Site wird häufiger aktualisiert und damit interessanter für die Leser, besser bewertet von Google und kann schneller auf Wünsche von solchen Leuten reagieren, die um die Veröffentlichung von Pressemitteilungen, Nachrichten oder auch nur Hinweise auf Ihre Produkte, Dienstleistungen und Websites bitten. Viele unserer Leser sind angesichts des an dem Erscheinungszyklus von Printmedien orientierten Aktualisierungrythmus anderer Gastgewerbe-Portale oft überrascht, wie schnell sich ihre Hinweise im Blog niederschlagen.

  2. Welcher Anteil der Texte, die Du veröffentlichst, ist selbst geschrieben, wieviele sind im weitesten Sinne Zitate und Links auf andere Texte?

    Ungefähr ein Viertel schreibe ich selbst, ein Viertel sind Pressemitteilungen, die ich erhalte, ein weiteres Viertel Hinweise von Lesern, die ich meistens redigieren und nachrecherchieren muß. Das letzte Viertel sind knapp kommentierte Links. Was ich aus Zeitgründen noch zu wenig mache, ist außerhalb des Internets zu recherchieren (etwa Interviews führen, telefonieren, Kongresse und Messen besuchen).

  3. Kann man Weblogs - jetzt oder später - irgendwie kommerziell nutzen und damit Geld - direkt oder indirekt - verdienen?

    Bei uns steht der, wie es so schön heißt, "Aufbau einer Community" im Vordergrund, also den qualifizierten Traffic zu steigern, weniger die Pageviews als die Anzahl der Abonnenten unseres Newsletters, die Mitglieder in unserer Mailing-Liste Gastro-Einsteiger und besonders die Qualität der Teilnehmer und Abonnenten (Branchenbezug, Anteil der Entscheider). Wir finanzieren uns vor allem aus Provisionen von Partnerprogrammen, besonders Amazon.de. Im Blog stellen wir Neuerscheinungen vor, z.B. Kochbücher, Lehrbücher für gastgewerbliche Berufe, warenkundliche Bücher, betriebswirtschaftliche Literatur für Existenzgründer usw.
Antworten weiterer Blogger.

Mittwoch, Mai 28, 2003

In seinem 1997 veröffentlichten Werk "The Innovator's Dilemma: When New Technologies Cause Great Firms to Fail" führte Clayton Christensen den Begriff der "disruptiven Technologie" ein. Eine Technologie sei disruptiv (also: durchschlagend, spaltend, Unruhe stiftend, zerreißend, zerstörend), wenn sie die Wettbewerbsverhältnisse neu definiert.

Die disruptiven Techniken des Jahres 2003 seien Blogs, Web Services und digitale Identitäten, behauptet Jon Udell in seinem Artikel "The disruptive Web. Blogs, Web services, and digital identity combine for new possibilities", in: InfoWorld vom 3. Januar 2003.

Todde Brehe erläutert in seinem Artikel "Adapting Blog Technologies to Corporate e-Newsletters", in: Marketingprofs.com vom 20. Mai 2003, warum Weblogs eine disruptive Technik darstellen.

Auf die am 7. Mai erschienene Dissertation von Dr. Axel Gruner ("Markenloyalität in der Hotellerie", ISBN 3-8300-0990-9) haben wir bereits kurz hingewiesen. Leider ist dieses Buch noch nicht bei unserem Partner Amazon.de erhältlich. Es kann jedoch in jeder Offline-Buchhandlung oder online bei Lehmanns Online-Buchhandlung bestellt werden. Dr. Axel Gruner hat vorab einige Informationen über sein Werk (PDF) online gestellt.

Netbib.de verweist auf blogmatcher, ein Tool, das "durch die Auswertung der Links in den Weblogs .... ziemlich treffsicher 'verwandte' Weblogs" erkenne. Als "verwandt" werden aber auch alle Weblogs identifiziert, die gemeinsam auf nicht-themenspezifische Weblogs verweisen, wie z.B. Suchmaschinen (etwa daypop) oder solche Sites, die z.B. eine Umwandlung in RSS-Feeds durchführen. Zur Identifikation thematisch verwandter Webseiten sind andere Konzepte, die nicht nur auf einen gemeinsamen Link abstellen, besser geeignet, z.B. die Reputation. Aber zugestanden: wenn man von den Ergebnissen von Blogmatcher diejenigen ausschließt, die nur Links auf solche nicht-themenspezifischen Weblogs gemeinsam haben, findet man möglicherweise den einen oder anderen Hinweis auf einen thematisch verwandten Blog, den man noch nicht gekannt hat.

Laut CyberAtlas, einem Online-Portal, das Internet-Marktforschungsergebnisse sammelt und darstellt, landete HotelQuest im April 2003 auf Platz 5 der Top Affiliate Programs. Amazon.com kam auf Platz 10. Auf Platz 1 ein Verkäufer von Viagra. Das Ergebnis stammt von Refer-it.com, einem Dienstleister zur Abwicklung von Partnerprogrammen, das zwischen die Partnerprogrammanbieter und die Partner tritt, für Partnerprogramm-Anbieter Partner anwirbt und administriert. Setzen Sie auf Ihrer Website schon Partnerprogramme ein? Mehr zum Thema "Partnerprogramme".

Dienstag, Mai 27, 2003

Die Kanzlei Treutler Mayer & Kollegen in Freiburg berät seit mehr als 30 Jahren die Mitglieder des Hotel und Gaststättenverbandes Baden-Württemberg. Die Mandanten erhalten eine fundierte Beratung in allen Rechtsfragen, die das Hotel- und Gaststättengewerbe betreffen. Insbesondere in den Bereichen Arbeits- und Pachtrecht sowie Betriebsübergaben berät und vertritt diese Kanzlei ständig. Mitglieder des Hotel- und Gaststättenverbandes erhalten die Beratungen zu ermäßigten Pauschalen.

Es gibt viele Einsatzbereiche von Blogs. Pejman Yousefizadeh hofft, Blogger und iranische Blogger im besondern, hätten die Macht, einen effektiven Wechsel in der iranischen Kultur und Gesellschaft zu bewirken: Blogging for Revolution, in: Tech Central Station vom 6. Mai 2003 (nur noch im Internetarchiv zugänglich). "They could very well serve as the cyber-shock troops of a new Iranian revolution." Zumindest könnten sie den amerikanischen und verbündeten Truppen den Weg bereiten zur Zerschlagung des islamischen Regimes im Iran. Der reaktionäre Religionsführer Ayatollah Khamenei sieht dies laut Special Dispatch vom 22. Mai 2003 auch so: "Amerika will in der iranischen Bevölkerung ein Klima des Zweifels über die Grundlagen unserer Werte, unserer Moral und der Revolution erzeugen, um die enge Verwurzelung der Bevölkerung mit der Ordnung zu schwächen und dann - nachdem die Weltöffentlichkeit entsprechend vorbereitet wurde - militärische oder ähnliche Schritte zu beginnen."

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Geschichte des Weines jetzt online verfügbar

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, wie es beispielsweise die Grafen von Katzenelnbogen mit ihrem Weinverzehr im 14. Jahrhundert hielten oder wie die Lage „Zeller Schwarze Katz“ zu ihrem Namen kam, sind sie der Beantwortung Ihrer Fragen ein ganzes Stück näher gekommen. Die Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. hat sich jetzt die Mittel der modernen Kommunikation zu nutze gemacht und eröffnet unter www.geschichte-des-weines.de allen Interessierten die umfassende Möglichkeit, jede Form von Literatur aufzufinden, die sich mit dem Thema Wein in seiner historischen Vielfalt befasst. Als besondere Fundgrube erweist sich die Homepage auch bei der Suche nach „Historischen Persönlichkeiten der Weinkultur“.

Die Website beinhaltet ein Verzeichnis sämtlicher 142 Schriften, die von den Mitgliedern der Gesellschaft erstellt wurden und eine Weinbibliographie, die im Laufe von 33 Jahren durch Bibliotheksamtsrätin Renate Schoene erarbeitet wurde. Die Bibliographie dokumentiert, in welchen Bibliotheken Artikel und Bücher bestellt werden können. Von über 22.000 sich mit Weingeschichte befassenden Themen sind bereits mehr als 1000 Veröffentlichungen aus den Erscheinungsjahren 2000 bis 2003 erfasst, die sukzessive bis zurück ins Jahr 1976 ergänzt werden. Die Bibliographie soll letztlich alle in deutscher Sprache erschienen Arbeiten zur Weingeschichte umfassen bis hin zu Übersetzungen der römischen Schriftsteller Columella (53 n. Chr.) oder Ausonius (353 n. Chr.).

In der Regel sind die Titel mit Besitznachweisen versehen und können über den Fernleihverkehr der deutschen und internationalen Bibliotheken bestellt werden. Die Weindatenbank wird von der Zentralstelle für Agrardokumentation und –information (ZADI, Bonn) für die Internet-Version aufbereitet und seit 2003 vom Deutschen Wein-Institut gefördert.

Die Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V. wurde 1959 gegründet. Ihre 950 Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gesetzt, durch Forschung das allgemeine historische Bewusstsein zu vertiefen und all jene zu vereinen, die sich dem Wein verbunden fühlen und sich in besonderem Maße für seine Geschichte interessieren. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Wein-Instituts).

Matthias Streitz beschreibt den Besuch von Florian Gerster in der Hamburger Existenzgründer-Werkstatt Enigma: "Wie Florian Gerster den Planeten wechselte", in: Spiegel Online vom 26. Mai 2003. Florian Gerster soll vorwurfsvoll gefragt haben, ob es für Selbständige nicht besser sei, die "strukturellen Lücken" auf dem Arbeitsmarkt zu füllen, statt private Leidenschaften zum Beruf zu erklären?

Nun, ich habe zeitlebens viel mit Existenzgründern zu tun gehabt, als Berater, in der Erwachsenenbildung und natürlich auch als Moderator der Mailing-Liste Gastro-Einsteiger. Man sollte sich nicht unbedingt den Spaß an einer geliebten Freizeitbeschäftigung verderben, indem man ohne Aussicht auf kommerziellen Erfolg versucht, damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Aber genauso führt es in die Irre, wenn man versucht, eine Existenz zu gründen ohne Rücksicht auf die eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Leidenschaften, nur weil vermeintlich eine Nachfrage nach bestimmten Produkten und Dienstleistungen besteht. In vielen Fällen bringt eine Suche nach einer Gründungsidee in dem Bereich, den man freiwillig und mit Leidenschaft tätig ist, mehr als in dem Umfeld des Gebiets zu suchen, in das man sich durch eine Berufsausbildung oder den Lebensweg verfahren hat.

Der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Martin Bahr hat den für Deutschland relevanten Teil seiner Dissertation (im Sommersemester 2002 an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen) zum Thema "Missbrauch der wettbewerbsrechtlichen Abmahnung im Bereich des Internet" kostenlos zum Download gestellt. Mit dieser Möglichkeit will er sich auch bei den zahlreichen Netz-Usern bedanken, die seine Ausarbeitungen kritisch begleitet haben.

Montag, Mai 26, 2003

Von der Peterstaler Mineralquellen GmbH gibt es einen Vitamindrink in der Geschmacksrichtung Apfel-Plaume-Zitrone mit Ginseng, ein kalorienreduziertes Erfrischungsgetränk mit 27% Fruchsaftgehalt und den Vitaminen C, E, B1, B6 und B12.

"Christinen Wellness life” nennt Christinen ein Erfrischungsgetränk mit Kräuterextrakten und Vitaminen. Vitalisierendes Ginkgo, harmonisierndes Ginseng, beruhigende Melisse und erfrischendes Lemongras sollen Wellness, das Wohlbefinden, fördern. Sechs zugesetzte Vitamine aus der Vitamin B-Gruppe setzen einen weiteren gesundheitlichen Akzent. Erhältlich ist das Getränk seit November 2002 in den Christinen-Premium-Tropfenformflaschen 0,75 Liter Glas Mehrweg und 0,5 Liter PET Einweg. (Quelle: Pressemitteilung von Christinen Brunnen).

Burger King und Müller Milch haben eine aufmerksamkeitserheischende Zusammenarbeit beim Marketing gestartet. Siehe dazu eine Nachricht von Cafe-future.net vom 26. Mai 2003: "Müllermilch macht Burger King billiger". Ein Blick auf die Pressemitteilungen von Burger King in den letzten Monaten enthüllt, daß man den für das Marketing von Burger King Verantwortlichen eine gewisse kreative Phantasie, um nicht zu sagen Schaumschlägerei, nicht absprechen kann. Die Gutschein-Aktion mit Müller-Milch ist aber nicht besonders originell, auch wenn Gutschein-Aktionen abseits bestehender Distributionskanäle nicht gerade häufig sind. Der hohe Aufmerksamkeitswert resultiert vermutlich aus der überdurchschnittlichen Medienpräsenz der kooperierenden Partner.

Solche Kooperationen bieten sich aber auch kleinen und mittleren Gastronomen vor Ort an. Wir kooperieren z.B. mit einer Videothek, die speziell für diesen Zweck hergestellte Gutscheine für eine kostenlose Tasse Kaffee in einem unserer, nahegelegenen Objekt an seine Kunden als Give-Away verteilt. Die Videothek verfügt damit über ein im Vergleich zu den geringen Leihmieten hochwertiges Give-Away, das mit den darauf angegebenen Adressen beider Partner auch als eine Art Visitenkarte fungiert und vom Kunden auch weitergegeben werden kann. Wir bekommen für unser Gastronomie-Objekt eine preiswerte Werbung, die glaubwürdig ist, weil die Gutscheine von den Videotheken-Mitarbeitern persönlich übergeben werden und nicht einfach irgendwo herumliegen oder ausgeschnitten werden können.

Deborah Knür: "Gastro-Krise bedroht die Lieferanten", in: Die Welt vom 26. Mai 2003. Ergänzend möchte ich anmerken, daß es vielen Lieferanten auch an einem effizienten Debitoren-Management (Debitorenbuchhaltung, regelmäßige Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Inkasso) mangelt. Daß man Lieferscheine, Rechnungen und Lastschriften zeitgleich anstoßen kann und Debitoren, die bereit sind, Lastschriften einziehen zu lassen, Skonto gewähren kann, scheint für nicht wenige Lieferanten ein Fremdwort zu sein. Debitorenbezogene Umsatzstatistiken werden von den wenigsten erstellt und systematisch ausgewertet. Damit ließen sich Umsatzrückgänge dieser Kunden beim Lieferanten zeitnah erkennen und Anhaltspunkte für eventuelle Umsatzrückgänge dieser Gastronomen gewinnen, denen möglicherweise Zahlungsschwierigkeiten folgen könnten.

"Bierpapst" Conrad Seidl hat eine kommentierte Linksammlung veröffentlicht. Sie enthält Links zu Unternehmen, bei denen Conrad Seidl aufgetreten ist, in denen er publiziert, zu Organisationen, bei denen er Mitglied ist, zu Bierlokalen, in denen er mehr oder weniger regelmäßig verkehrt, und zu weiteren Websites. Dort gefunden habe ich die mir neue Website des British Guild of Beer Writers, der Berufsorganisation der zur Zeit 121 (!) Bierjournalisten in Großbritannien (und anderswo), das laut Conrad Seidl beste Netzwerk von Bierkennern weltweit.

Vincenzo Tumminelli hat als Hausarbeit an der Hochschule die Aufgabe gestellt bekommen, die Preiskalkulation in der Gastronomie zu untersuchen. Wer bereit ist, ihm zu helfen und einen Fragebogen zu beantworten, kann diesen per eMail an vtumminelli@web.de anfordern. Die Ergebnisse werden lediglich für diese Fallstudie verwendet und nicht an Dritte weitergegeben werden. Um die Anonymität zu wahren, kann die Zusendung auch auf dem Postweg geschehen. Das Porto übernimmt Vincenzo Tumminelli, schreibt er mir. Wobei ein gestandener Gastronomen wohl noch eine Briefmarke übrig haben sollte, füge ich hinzu.

Ergänzend habe ich jetzt mit Vincenzo Tumminelli vereinbart, daß sein Anschreiben zum Fragebogen und der Fragebogen direkt von Abseits.de heruntergeladen werden können:Wir möchten die Gastronomen unter unseren Lesern herzlichst bitten, sich an der Umfrage zu beteiligen.

Wenn ich weniger selbstbewußt wäre, würde mich die Tatsache, daß Abseits.de die einzige deutschsprachige Gastgewerbe-Site ist, die den Einsatz von Weblogs predigt, zweifeln lasse, ob ich damit richtig liege.

Nun hat wenigstens schon mal die englischsprachige Website Hotelmarketing.com auf Weblogs hingewiesen: "Weblogs and e-mail". Sie empfiehlt am 23. Mai 2003 einen Artikel von b2b ("BtoB's E-mail Marketer Insight" von Richard Karpinski) mit einigen Lektionen, die man für das Marketing von Blogging-Pionieren lernen kann. Hotelmarketing.com verweist darauf, daß Weblogs zwar meistens von Individuen benutzt werden. Sie werden aber zunehmend beim Marketing eingesetzt, um Unternehmensmeldungen direkt und persönlich an den Mann zu bringen. Interessant und nützlich sei die Verknüpfung zwischen Weblogs und E-Mail-Newslettern. Beide Vehikel hätten viele Dinge gemeinsam. Beide erlaubten direkte Kommunikation mit den Kunden, beide böten Inhalte, welche die Menschen aktuell lesen werden und beide verwenden das Opt-In-Verfahren. Es sei nicht überraschend, daß viele Weblog-Tools Möglichkeiten zum Versand der aktuellen Inhalte per eMail einschließen würden. Hotelmarketing.com existiert seit 1997 und erreicht mit ihrem Newsletter 17.000 Abonnenten.

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Sonntag, Mai 25, 2003

In meinem Beitrag "Erlösquellen in der Gastronomie: Erlösquellen und preispolitische Instrumente" predige ich, Kontakte in der Gastronomie wie Werbeflächen, Empfehlungen, Kontaktmöglichkeiten als Erlösquellen zu nutzen, denn angesichts der Tatsache, daß gastronomische Betriebe vielfältige Kontakte zu Gästen eröffnen, die aufgrund ihrer Alterstruktur und Konsumverhaltens im Kern des Interesses zahlreicher Unternehmen stehen, werden die Möglichkeiten, sich Leistungen und Nebenleistungen durch Dritte bezahlen zu lassen, meist unzureichend genutzt. Zur Platzierung von Fremdwerbung eigenen sich auch Getränkeuntersätze, Pizzakartons, Dönertaschen, Sushi-Eßstäbchen, Zuckerbeutel, Tischsets und vieles mehr. Siehe dazu die Schweizer Firma Fairline mit ihren sogenannen "below the line"-Sonderwerbeformen. "Below the line" meint damit alle Werbeformen "unterhalb" von Zeitungsanzeigen (mit ihren Werbetext-Zeilen / lines).

Man darf dabei aber nicht überziehen: Steve Hayden prognostiziert in seinem Beitrag zum Wired-Heft "Koolworld" vom Juni 2003: "Tastes Great, Less Filling. AD SPACE: Will Advertisers Learn the Hard Lesson of Over-Development?" einen Zusammenbruch des "300-year-old advertising ecosystem". Die Lösung sei: "Do better ads - the kind people talk about around the water cooler, or point out in magazines. Occasionally, ads can be so good that they become part of culture, works of art or protest or comedy that resonate far beyond their initial intent."

Die Restaurantkritiken von Matthias Kaiser in der Thüringer Allgemeinen haben wir in diesem Blog schon mehrfach gepriesen. Heute widmet er sich dem Café Rommel in Erfurt: "TA-lokaltest: Aber bitte mit . . .". Es geht dabei nicht nur um Sahne sondern auch um die Schwierigkeiten, die zwei Wessis gemacht worden sind, die es gewagt haben, ein traditionsreiches Kaffeehaus zu pachten.

Samstag, Mai 24, 2003

Die Juni-Ausgabe von Wired trägt den Titel "Koolworld". Gastautor Rem Koolhaas präsentiert Visionen für das 21. Jahrhundert, u.a. schreibt Steven Johnson darin über "Mind Share".

"Branded. The Buying and Selling of Teenagers" von Alissa Quart. In ihrem neuen Buch "Branded" nimmt uns Alissa Quart mit auf die dunkle Seite des Marketings für Teens, zeigt wie sich Erwachsene bemühen, jungen Leuten das Geld aus den Taschen zu ziehen, ihnen einzureden, was sie tragen und essen sollen, welche Musik sie hören und was sie kaufen sollen, bis hin zu Product Placement in Schulen.

Wie Teenager das Internet nutzen und wie sie im Internet einkaufen, bescheibt Martin Lindstrom, "Today's Teens, Tomorrow's Net Consumers", in: ClickZ, 9/2/99.

Teens sind Mädchen und Jungen im Alter von 13 bis 19 Jahren. Die Altersgruppe von 20 bis 29 Jahren nennt man Twens. Siehe dazu den W3B-Profilband "Teens & Twens im Internet".

Siehe auch einen Artikel von Abseits.de über das "Gastgewerbe-Marketing: Zielgruppe Kinder und Jugendliche".

In diesen Tagen erscheint eine erweiterte und korrigierte Ausgabe des 1993 erschienenen Bestsellers von Regis McKenna: "Relationship Marketing: The Book That Defined the Age of the Customer" mit einer neuen Einführung und einem neuen Nachwort des Autors. Die Verwendung von "psychographischen" Daten, also Daten zu den Lebensgewohnheiten von Kundengruppen, ist der vorherrschende Ansatz gewesen, bevor Regis McKenna den Begriff des "Relationship-Marketing" vorschlug. Marketing solle sich darauf konzentrieren, eine enge Beziehung zu Kunden aufzubauen und Produkte und Dienstleistungen für deren spezifischen Bedarf zu entwickeln. Die Entwicklung leistungsfähiger und bezahlbarer Computer ermögliche den dazu notwendigen Aufbau von Kundendatenbanken. Siehe dazu unsere Beiträge "Instrumente der Kundenbindung in der Gastronomie" und "Ist Kundenbindung einfach zu organisieren?".

Wenn meine Eindrücke - vor Ort aus Bamberg aber auch aus Berichten aus anderen Städten - nicht täuschen, floriert der Städtetourismus in Deutschland, auch wenn die Übernachtungen laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes bis 2002 eher nach Stagnation aussehen. Aber vielleicht geht der Trend zu Kurzreisen ohne Übernachtung (Tagestourismus)? Oder zu Übernachtungen außerhalb der Städte?

Cornelia Schaible beschreibt im Schwäbischen Tagblatt vom 16. Mai 2003, "wohin sich der Tages- und Wochenendtourismus in Rottenburg bewegt": "Dom plus Kaffeetrinken oder Kanufahren".

Fred Fettner berichtet in den "Salzburger Nachrichten" vom 24. Mai 2003 über einen Workshop der Hogast Einkaufsgenossenschaft, wo es darum ging, wie durch professionelle Verhandeln kostendeckende Preise erzielbar sind: "Ohne Dumping durch die Konjunkturkrise"

Ergänzend einige Tipps von Abseits.de. Was kann man tun?
  • Gratisleistungen deutlich machen, evtl. dafür dafür auch einen Preis verlangen. Siehe dazu unseren Artikel "Erlöse in der Gastronomie: Erlösquellen und preispolitisches Instrumente".
  • Preislisten wie Speisekarten so gestalten, daß die Deckungsbeiträge maximiert werden. Siehe dazu unseren Beitrag über Speisekarten.
  • Moderne Kalkulationsverfahren wie das Zielkostenkalkulationsverfahren verwenden und damit z.B. Produkte und Dienstleistungen durch Zusatznutzen aufwerten oder durch den Verzicht auf nichtwertbildende Eigenschaften Kosten senken. Siehe dazu unseren Artikel über Target Costing.
  • Produktkombinationen/Preisbündel anbieten. Siehe dazu unseren Beitrag "Preisfindung im Internet".

Wenn ich gewußt hätte, wie Lilia Efimova aussieht, wäre ich vielleicht doch nach Wien zur BlogTalk gefahren. In ihrem Vortrag "Blogs: the stickiness factor - story" geht es darum, unter welchen Bedingungen Menschen bereit sind zu bloggen, ihr Wissen mit anderen zu teilen, eine wichtige Frage, wenn man K-Logs oder weniger technisch ausgedrückt: Knowledge-Management-Projekte, Wissens-Management-Projekte in Organisationen installieren will. Welches Vorwissen benötigen die Teilnehmer, welche Fähigkeiten, was motiviert sie? Sie dokumentiert die Entstehung ihres Papiers in Form eines Blogs: "Blogs: the stickiness factor - story".

Siehe dazu auch "Aktivierung der Mitarbeiter", eine Zusammenstellung verschiedener Beiträge von Knowledgemarkt.de und ein Editorial von Willy Faber im Bayerischen Gastronomie-Report: "Begeisterung wecken - mit Herausforderungen", woran man erkennt, daß diesen theoretisch-abstrakten Fragestellungen auf der BlogTalk-Konferenz auch in der täglichen, praktischen Arbeit eines Gastronomen eine große Rolle spielen.

Auf der BlogTalk hat Ulrich von Stipriaan über seine Erfahrungen mit der Verwendung eines Blogs als Tool für die Öffentlichkeitsarbeit der Abteilung für Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Dresden berichtet: "In and Out - Communication the needs of Civil Engineers" (PDF, 1 MB). Sein BauBlog startete am 5. September 2002.

Seine Erfahrungen kann ich teilweise bestätigen, z.B. daß es eine Zeit braucht, bis andere zur Mitarbeit (Artikel, Informationen, Anregungen) bereit sind. Unser Blog, den Sie gerade lesen, hatte bei seinem Start im Februar 2002 den Vorteil, daß die Website Abseits.de bereits seit April 1998 existiert und als der/das Blog online ging bereits ein paar Besucher (Februar 2002: 57.741, Mai 2003: ca. 74.000 per Monat) und Abonnenten des Gastronomie Newsletters (Februar 2002: 695, Mai 2003: 1.737) gehabt hat, so daß von vornherein ein gewisser Traffic gegeben war. Andererseits hat sicherlich eine Universität bessere Möglichkeiten des Offline-Marketings für seinen Blog als ein Gastwirt in Bamberg.

Vincenzo Tumminelli hat als Hausarbeit an der Hochschule die Aufgabe gestellt bekommen, die Preiskalkulation in der Gastronomie zu untersuchen. Wer bereit ist, ihm zu helfen und einen Fragebogen zu beantworten, kann diesen per eMail an vtumminelli@web.de anfordern. Die Ergebnisse werden lediglich für diese Fallstudie verwendet und nicht an Dritte weitergegeben werden. Um die Anonymität zu wahren, kann die Zusendung auch auf dem Postweg geschehen. Das Porto übernimmt Vincenzo Tumminelli, schreibt er mir. Wobei ein gestandener Gastronomen wohl noch eine Briefmarke übrig haben sollte, füge ich hinzu.

Auf der BlogTalk in Wien hat Henry Copeland von Pressflex, die sich darum bemühen, einen Dienst aufzubauen, der Anzeigenplätze von Blogs aggregiert und verkauft (Blogads) einen Vortrag gehalten über "Blogging's unique advertising metrics: passion and hubness". Er führt Argumente ins Feld, weshalb Blogs Zeitungen überlegen sind: "I believe that blogs, connecting broad audiences of individuals who are themselves pivotal communicators in their respective online and offline communities, are the hubs of the new information age.".... "Excelling at hubness in an information market which is increasingly bloated and chaotic, relevant blogs should be ideal advertising venues for buzz-seeking, network-dependent companies -- software vendors, media producers, fashion peddlers, auctioneers, artists, and other providers of “social” goods. Advertising on the right blog or set of blogs will be like buying an ad during a Super Bowl game played and watched predominantly by the players in your target niche – a unbeatable tool signaling to an influential sphere of trend-setting customers, business partners and competitors that 'our company/service/product set the standard in this niche.'"

Zu den "Hubs" gibt es einen interessanten, wenn auch etwas älteren Artikel (2001 leicht verändert in der Computerwoche erschienen) von Wilhelm Weller: "Die Bow-Tie-Theorie und die Struktur des World Wide Web", der sie zusammengenommen als "Giant Strongly Connected Component, SCC" bezeichnet. Siehe dazu auch meine einführenden Artikel über Linkpopularität und Reputation. Siehe auch "Hubs und Authorities" (PDF), Skript zur Vorlesung "Multimedia Retrieval" an der ETH Zürich im Sommersemester 2001. Nebenbei: auch die gleichnamige Vorlesung im laufenden Sommersemester sollte man nicht verpassen.

Die Bezeichnung Biedermeier stammt ursprünglich von einer Parodie auf das Spießbürgertum von Ludwig Eichrodt mit der Figur des schwäbischen Schullehrers Gottlieb Biedermaier. In der Literaturgeschichte bezeichnet man als Biedermeier die Zeitspanne von 1815 bis 1848, also von der Gründung des Deutschen Reiches bzw. des Wiener Kongresses bis zur Revolution von 1848, die geprägt ist von Restauration, Zensur und einem schwermütigem Rückzug aus der Politik ins Private, einer Hinwendung zur Natur und Religion. Statt um die Emanzipation vom feudalen Joch kümmerte man sich lieber um gefüllte Speisekammern. Siehe dazu auch "Hausgeschneidert, Hausgebacken, Selbstgemacht" aus: "Biedermeier" vom CollegeRadio des Bayerischen Rundfunks. Im Biedermeier erschien eine Flut von Kochbüchern wie etwa das "Allgemeine deutsche Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder gründliche Anweisung" (siehe auch German cookery sources: a chronological list).

Im September 2003 erscheint von Dagmar Lutz das Kochbuch "Das Spitzweg-Kochbuch. Köstlichkeiten aus dem Biedermeier".

Ich habe mit mit gerungen, ob ich zur BlogTalk nach Wien fahren soll. Nun muß ich mich mit den Impressionen von Markus Stolpmann begnügen und mit der Lektüre von lesenswerten Beiträgen wie dem von Martin Röll: "Business Weblogs - Ein pragmatischer Ansatz zur Einführung von Weblogs in mittleren und großen Unternehmenm", Konferenzbeitrag zur BlogTalk, (PDF), Wien, Mai 2003. Aber irgendwie ist man ja mehr oder weniger live dabei, wenn man den Konferenzverlauf etwa beim Schockwellenreiter folgt.

Auf der Startseite unserer Website Abseits.de finden Sie einen Link zu einer Shoutbox. Es handelt sich um eine Art Gästebuch, dessen Gestaltung und Bedienung aber etwas weniger tröge ist als das andere Gästebücher.

Der Magdeburger Unternehmensberater für Gastronomie und Hotellerie Sven O. Hitschke nutzt diesen kostenlosen Service des Betreibers als Forum zur Diskussion aktueller Fachthemen mit Kollegen aus der Branche und anderen Interessierten, jeweils sonntags um 19.00 Uhr! Ich bin zwar etwas skeptisch, weil aufgrund meiner Erfahrungen als Tutor von eLearning-Veranstaltungen (Online-Workshops) gerade diejenigen, die online arbeiten, den Vorteil schätzen, nicht an bestimmte Zeiten gebunden zu sein. Aber wenn die Gruppe der zu einer Online-Diskussion Eingeladenen groß genug ist, finden sich vielleicht doch ein paar, die dieses Angebot nutzen.

So fanden bei Imafdi ("Internet Marketingtips für Diplomanden") im Jahre 2001 einige Chats mit eingeladenen Fachleuten zu ausgewählten Themen statt. Imafdi hat aber auch einen Teilnehmerkreis von ca. 1.000 Menschen, wenn man jeden Empfänger des Newsletters als "Teilnehmer" ansieht. Die von Imafdi eingesetzte Chat-Software von SymlynX ist erheblich professioneller als die Shoutbox, ist aber für "Normalsterbliche" wohl nicht bezahlbar. Moderierte Experten-Chats zu Wirtschaftsthemen werden zur Zeit noch von der Zeitschrift "Wirtschaftswoche" veranstaltet und archiviert. Mehr über das Thema Chat verrät die FAQ über Chatsysteme von Hanno 'Rince' Wagner.

Freitag, Mai 23, 2003

Von der crossmind communications gbr in Düsseldorf gibt es ein nettes Online-Spiel Alt Satt, in dem man sich in der Rolle einer Biergarten-Bedienung darum bemühen muß, möglichst alle Gäste, die durch Handheben zu erkennen geben, daß sie ein Bier möchten, eins zu bringen. Man kann sich in eine High Score-Liste eintragen. Schaffst Du mehr als meine 226 Punkte?

Der heutige Beitrag von Hossein Derakhshan auf der Wiener BlogTalk-Konferenz: "Weblogs, an Iranian perspective" über die Bedeutung des Bloggens im Iran läßt mich an meinen Zweifeln an der von vielen Blogger-Enthusiasten geäußerten Hoffnung, Blogs führten zu einer Demokratisierung der Medien, zweifeln.

Die nächste deutsche Barista-Championship soll in Berlin stattfinden und zwar am 12. und 13. März 2004. Näheres dazu gibt es noch nicht. Wer sich über Modalitäten usw. informieren will, kann sich die entsprechenden Informationen zur Meisterschaft 2003 in Wiesbaden am 1. und 2. Februar 2003 anschauen.

Sind Menschen, die wirkliches Geld für virtuelle Vermögen zahlen, verrückt? In der Welt von Blogshares, einer virtuellen Börse, an der Blogs gehandelt werden, hat Jon Gales für 200 US-Dollar zwei Mitspielern deren virtuelles Spielvermögen abgekauft. Er erklärt warum.

Der Blog, den Sie gerade lesen, wird an dieser Börse auch gehandelt. Hier können Sie sich anschauen, was "Gastgewerbe Gedankensplitter" gerade wert ist. Natürlich bin ich selbst auch als Spieler dabei und habe 133,98% Gewinn in diesem Monat gemacht. Mit wirklichem Geld wäre mir das natürlich lieber.

Ist das alles nur Spinnerei? Nein.
  • Die Entwickler der Site (vor allem der Iraner Seyed Razavi) nutzen die Spielleidenschaft der Mitspieler aus, um Tools und Features zu entwickeln, die auch beim Handel mit wirklichen Werten nützlich sein können.
  • Und es wird sich auch zeigen, ob dieser virtuelle Markt in der Lage ist, Anhaltspunkte für eine angemessene Bewertung von Blogs zu entwickeln.
Wenn man sich die am besten bewerteten Blogs (Top 100) anschaut, erkennen diejenigen, die sich mit Blogs auskennen, daß diese virtuell teuer gehandelten Blogs auch in der Wirklichkeit Websites darstellen, die sich durchaus verkaufen oder anders ökonomisch verwerten lassen. "Blogger" steht auf Platz 3 mit einer virtuellen Marktkapitalisierung von 750.000 Aktien zu je $ 411.93. Ob Google vor ein paar Wochen wirklich soviel oder gar mehr gezahlt hat, wissen aber nur Insider.

In ähnlicher Weise werden seit vielen Jahren Simulationsspiele zur Prognose der Ergebnisse von politischen Wahlen genutzt. Siehe dazu "Ein Spiel macht Ernst" von Andreas Kaiser im Tagesspiegel vom 1. September 2002.

Die Unternehmen des Thüringer Gastgewerbes setzten nach vorläufigen Ergebnissen im 1. Quartal 2003 nominal (in jeweiligen Preisen) 7,1 Prozent und real (preisbereinigt) 8,0 Prozent weniger um als in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Damit entsprach das Thüringer Ergebnis dem gesamtdeutschen Trend. Bundesweit gingen die Umsätze gegenüber dem 1. Quartal 2002 um nominal 7,1 Prozent und real 8,2 Prozent zurück. Vom Umsatzrückgang waren nach Mitteilung des Thüinger Landesamtes für Statistik alle drei Branchen des Thüringer Gastgewerbes betroffen:
  • Im Beherbergungsgewerbe wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres nominal 0,8 Prozent und real 2,1 Prozent weniger umgesetzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
  • Im Gaststättengewerbe betrug das Minus nominal 9,2 Prozent und real 10,1 Prozent.
  • Zweistellig auch die Umsatzverluste bei den Kantinen und Caterern. Hier wurden nominal 14,7 Prozent und real 15,4 Prozent weniger umgesetzt als im 1. Quartal 2002.
Mit der rückläufigen Umsatzentwicklung war auch ein weiterer Personalabbau in allen drei Branchen verbunden. Im Durchschnitt der ersten drei Monate dieses Jahres sank die Anzahl der Beschäftigten im Thüringer Gastgewerbe um insgesamt 7,3 Prozent. Während 2,8 Prozent weniger Personen auf Teilzeitbasis beschäftigt wurden, gingen 9,2 Prozent der Vollzeitarbeitsplätze verloren.

Donnerstag, Mai 22, 2003

Sean Mehegan beschreibt in der New York Times vom 9. April 2003 wie Buca, eine Kette von 96 Restaurants italienischen Typs in allen Teilen der USA mit einer Marketingkampagne sich nicht als Kette darstellt, sondern vielmehr als Nachbarschaftstrattoria, in der Gäste mit ihren Namen begrüßt und große Portionen Nudeln serviert werden. Man verzichtet dabei auf Fernsehspots und setzt stattdessen auf Plakate und ungewöhnliche Medien wie Müllsäcke. Lesen Sie mehr unter "New Marketing for Restaurant Chain".

Justin Perez, der Chef von Buca, vorgestellt von der James Beard Foundation.

Ronald Peterson hat am 21. Mai 2003 in seinem Blog auf die Social Marketing-Aktivitäten der Steakhouse-Kette Outback hingewiesen. Wenn diese Kette ein neues Steakhaus eröffnet, suchen sie sich eine karitative Organisation als Partner für die Eröffnung und spenden diesem zwischen fünf und fünfzehn Tausend Dollar. Welche Vorteile dies bringt, lesen Sie unter "Cause-related marketing".

Leaders Club Awards 2003: Neue und innovative Gastro-Konzepte gesucht

Erneut vergibt der Leaders Club Deutschland zur Förderung von neuen und innovativen Konzepten die "Leaders Club Awards“. Ausgezeichnet werden zwei Gastronomie-Konzepte, die trendig, praktikabel und bei der Bewerbung noch keine zwei Jahre am Markt sind. Bewerben können sich interessierte Gastronomen mit ihrem Konzept bis zum 31. Juli 2003.

Insgesamt sieben Konzepte werden für die Preisverleihung im November in Frankfurt von einer Jury nominiert. Nach der Vorstellung aller sieben Konzepte mit je einem dreiminütigen Video und einer Präsentation der Verantwortlichen (Macher) entscheidet das Fachpublikum über die beiden Sieger. Die Awards in Form eines goldenen Palmenblattes nahmen im letzten Jahr die Restaurants "Efendy“ im CentrO Oberhausen und "Monsieur Vuong“ in Berlin entgegen.

"Aus Leaders Club Perspektive wirkt der Award in zwei Richtungen: Er ist Impulsgeber für die Branche und fördert zugleich das qualitative Unternehmertum auf Gastronomenseite. Für alle sieben Gastronomen, die sich bei der Preisverleihung präsentieren, stellt bereits die Nominierung einen großen Erfolg für ihr noch junges Unternehmen dar,“ erklärt Leaders Club-Präsident Thomas Hirschberger. Möglicher interessanter Nebeneffekt der Nominierung: die Kontaktanbahnung zu potentiellen Partnern für die Vermarktung und Multiplikation des Konzeptes. Neben der Auszeichnung erhalten die Preisträger die Möglichkeit der Mitgliedschaft im Leaders Club Deutschland.

Der Award wurde nach dem Vorbild des französischen Pendants kreiert, dessen Preis „Les Palmes du Leaders Club“ in der Branche des Nachbarlandes hohes Ansehen genießt. Seit seiner Gründung im Jahre 1993 hat der Leaders Club Frankreich eine Reihe von Konzepten ausgezeichnet, die zu den Meilensteinen in der Entwicklung der französischen Gastronomie zählen. Erstmals hier zu Lande wurde der Award 2002, ein Jahr nach der Gründung im März 2001, ausgeschrieben. Der Leaders Club Deutschland zählt derzeit 68 Mitglieder: Gastronomen, Unternehmen aus der Zulieferindustrie sowie Medienpartner. Die Ziele sind die Förderung von Innovation und Professionalität in der Branche sowie das Networking auf europäischer Ebene.

Gastronomen, die sich für den „Leaders Club Awards 2003“ bewerben wollen, wenden sich mit ihrem Ideenkonzept, gerne auch mit Bildmaterial, an den Leaders Club Deutschland, Burgstraße 5, 60316 Frankfurt, Tel. 069/13 37 98 55, Fax 069/13 37 99 57, Email: info@leadersclub.de. Zugelassen sind Konzepte, die ab Jan 2002 an den Markt gegangen sind. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2002.

Anläßlich des 60. Geburtstages von Albert Cramer, dem Inhaber der Warsteiner Brauerei, klingt eine Beschreibung des Zustandes des Warsteiner Unternehmens in der Westfälischen Rundschau vom 21. Mai 2003 wie ein relativ verzweifelter Versuch der Rechtfertigung: "Der einzig Wahre: Albert Cramer".

Möglicherweise hat dem Seniorchef eine Branchen-Analyse von Ernst & Young ("Brauereien 2015: Wege aus der Krise") auf den Magen geschlagen. Wichtige Ergebnisse wurden in der Wirtschaftswoche vom 21. Mai 2003 dargestellt ("Nette Zwerge"). Darin heißt es unter anderem: "Im Kampf um die Spitze spielt Warsteiner nach Ansicht der Experten keine Rolle mehr." Eine kostenlose Zusammenfassung der Studie kann man per Online-Formular anfordern. Der vollständige Text kostet 150 Euro.

Mittwoch, Mai 21, 2003

Daß gut besuchte Gaststätten in den Augen vieler Gäste attraktiver sind als leere, davon ist schon der spätere Nobelpreisträger Gary S. Becker 1991 in seinem Aufsatz ausgegangen, um sich preistheoretisch dem Phänomen zu nähern, daß gut besuchte Restaurants höhere Preise verlangen können, auch wenn sie ansonsten völlig identische Leistungen bieten (Gary S. Becker: "A Note on Restaurant Pricing and Other Examples of Social Influences on Price", 1991).

Nunmehr haben drei Wissenschafler von der Abteilung für Marketing an der Chinesischen Universität von Hongkong herausgefunden, daß Gäste einem gut besuchten Restaurant eine bessere Qualität der Speisen, eine höhere Reputation und niedrigere Preise beimessen und umgekehrt, daß sie aus einem schlechten Besuch auf schlechte Speisenqualität, eine niedrigere Reputation und hohe Preise schließen. Sie folgern daraus, daß Manager von Restaurants den Besucherandrang manipulativ einsetzen können, um einen günstigen Eindruck von der Speisenqualität, dem Preisniveau und der Reputation schaffen zu können. Alan Ching Biu Tse, Leo Sin and Frederick H. K. Yim: "How a crowded restaurant affects consumers' attribution behavior", in: International Journal of Hospitality Management, Volume 21, Issue 4 , December 2002 , Pages 449-454.

Daisann McLane schreibt die Kolumne "Frugal Traveler" für die Sonntagsausgabe der New York Times und ebenso für das National Geographic Traveler Magazine. Ihre Artikel über Kultur, Lebensmittel und Musik sind in den Zeitschriften Village Voice, Vogue, und Rolling Stone erschienen. Ihre Fotos wurden in der New York Times, Travel and Leisure und Der Feinschmecker abgedruckt. Sie lebt in Brooklyn und übernachtet, wenn sie herumreist, am liebsten in "Cheap Hotels" (preisgünstigen Hotels). Mehr als 200 preiswerte Hotels von Berlin bis Bali hat sie in vier Jahren aufgesucht, jedes ihrer Zimmer hielt sie im Foto fest. Lesen Sie dazu ein reich bebildertes Interview mit Daisann McLane (in englisch).

Philippe Starck, der Star-Innenarchitekt und Designer, ist auch im Gastgewerbe kein Unbekannter. Von ihm stammen z.B. etliche Produkte bei Alessi und die Inneneinrichtungen des Night Club Les Bains-Douches 1978 Paris, des Starck Club in Dallas, der "Udson Hotel Bar", New York, und der Ian Schrager Hotels. Ian Schrager ist ein Architekt, mit dem zusammen Philipp Starck einige Hotel-Projekte gestaltet hat, so das "Sanderson" in London. .

Jetzt ist das Buch "Starck by Starck" von Pierre Doze erschienen. Das San Francisco Examiner Magazine schreibt über die englische Ausgabe des auch auf deutsch erschienenen Werks: "More than a specific design treatise, this book is a portfolio of Starck's prolific, ungodly output that ranges from extraordinary architecture and hotel interiors to whimsical, mass-produced household products such as Excalibur, a toilet bowl brush." Lesen Sie auch eine reich bebilderte Zusammenfassung aus einem Gespräch des Autors Pierre Doze mit Philippe Starck: (in englischer Sprache).

Eine Restaurant-Empfehlung eines Lesers unseres Gastronomie Newsletters, der heute morgen an 1727 Abonnenten verschickt worden ist: "Es gibt im Norden Schleswig-Holsteins ein Restaurant mit der kreolischen Küche von Mauritius. Die Inhaberin ist aus Mauritius und kocht zusammen mit ihrer Schwester und ihrem Schwager selbst. Es heisst LA CASE KREOL - MAURITIUS und ist in Kappeln an der Schlei."

Als kreolische Küche bezeichnet man eine Küche eher afrikanischen Ursprungs, die sich etwa auf Mauritius und in Inseln Westindiens aber auch auf den "Sklaveninseln" Mittelamerikas und in "Sklavenstaaten" der USA wie Louisiana entwickelt hat. Sie verwendet auch auch exotische Zutaten wie Kalebassen und Brotfrucht und viel Fisch. In einem früheren Beitrag haben wir auf eine von Küchenchef John Folse bei der Fernsehanstalt Louisiana Public Broadcasting gestaltetes Bündel von Sendereihen unter dem Oberbegriff "A Taste of Louisiana", u.a. über die Entwicklung der kreolischen und Cajun-Küche hingewiesen. Weitere Restaurants mit kreolischer Küche (was aber mangels eigener Eßerfahrung keine Empfehlung darstellen soll) sind Castros und Kid Creole, beide in Berlin.

Als kreolisch bezeichnet man die Sprachen bzw. Kulturen, die sich nach der Kolonialexpansion europäischer Länder in Übersee entwickelt haben. Der Begriff kreolisch kommt von dem portugiesischen Wort crioulo und bezeichnete ursprünglich eine Person europäischer Abstammung, die in einer Kolonie geboren und aufgewachsen war. Kreolische Sprachen (und Kulturen) "sind meist das Ergebnis des Kontakts zwischen Sprechern einer oder mehrerer europäischer Basissprachen (Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Niederländisch) mit indigenen Sprachen in Afrika, Asien und Amerika. Heute gibt es in der ganzen Welt ca. 13 bis 14 Millionen muttersprachlicher Sprecher von Kreolsprachen. Die wichtigsten kreolophonen Länder sind Haiti, Mauritius, die Seychellen, Réunion, die Kapverden, Guinea-Bissau, São Tomé und Príncipe, die Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao der Niederländischen Antillen, Suriname und Sierra Leone." (Quelle: Kreolistik.de).

Eine Buchempfehlung dazu: "Kreolische Küche. 100 exotische Rezepte von den Karibischen Inseln" von Sue Mullin. Siehe auch Essen und Trinken, Rezepte von travel2dominica.de.

Das Kompetenz-Zentrum für das Gastgewerbe und die Hotellerie AG hat die konkreten Zahlen der Top Gastro Brands und Caterer in der Schweiz für das Jahr 2002 soeben zusammen gestellt. Entgegen dem generellen Trend im Gastgewerbe verzeichnen die 15 Gastro-Brands und Caterer ein Umsatzwachstum von 1 % gegenüber dem Vorjahr. Die Absatzstellen im Schweizer Gastgewerbe stiegen gegenüber dem Vorjahr um fast 2'000 Einheiten. Dies sind vor allem Klein- und Kleinstbetriebe, die dem traditionellen Gastgewerbe zusätzlich Konkurrenz machen.

Facts 2002
  • Umsatzsteigerung bei den 11 Gastro Brands gegenüber 2001 um 1.7 %.
  • Fast Food-lastige Brands steigerten ihren Umsatz bis zu über 5 % in der Schweiz.
  • Die 15 grössten Gastro Brands und Caterer setzten fast 3 Mia. Franken um. Ihr Marktanteil am Umsatz in der Schweizer Gastronomie (Restauration- und Hotelumsatz) beträgt fast 13 %.
  • Mit elvetino erscheint ein neuer Name in den Top Gastro Brands. Verwaltungsratspräsident von elvetino ist der Ex SSG-Chef Suad Sadok.
Trends 2003
  • Die Top Gastro Brands werden auch im Jahr 2003 weitere Marktanteile gewinnen.
  • Die 4 Top Caterer erweitern ihre Aktivitäten im Jahre 2003.
  • Bei neuen Restaurantobjekten ist ein klarer Trend zu Kleinbetrieben festzustellen. Es gibt praktisch keine neuen Gross- und Mittelbetriebe mehr.
  • Der weitsichtige Gastronom spart nicht nur Kosten, sondern investiert in die Modernisierung seines Betriebes, um dem Gast mehr bieten zu können.
  • Das Mittagszeitbudget des Gastes wird immer schmäler. Es beträgt nur noch 45 – 60 Minuten.
  • In der Restauration wird es eine klare Strukturierung geben, hier nur Convenience-Produkte, da ausschliesslich Frischprodukte.
  • Stammtische werden immer mehr durch die Treffpunkt-Kommunikation in Form von einer Bar abgelöst.
  • Kinder als zukünftige Gäste werden fast nur von McDonald’s, Migros und Coop wahrgenommen. Die traditionelle Gastronomie steht generell abseits.
  • Die Animation im Restaurant wird neuzeitlich: Jassen ist out, DJ’s sind in!
Abschließend im PDF-Format zwei Tabellen: (Quelle: Kompetenz-Zentrum für das Gastgewerbe und die Hotellerie).

Dienstag, Mai 20, 2003

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gab es im ersten Quartal 2003 erstmals seit der Wiedervereinigung Deutschlands auch in den Dienstleistungsbereichen Beschäftigungsverluste gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Im ersten Quartal 2003 verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen in den Dienstleistungsbereichen (Handel, Gastgewerbe, Verkehr und sonstige Dienstleistungen) im Vergleich zum Vorjahr um 62 000 Personen oder 0,2%, nach + 24 000 Personen oder + 0,1% im vierten Quartal 2002.

Eine Umfrage von AvantGo zeichnet ein Bild vom heutzutage hochmobilen Reisenden. Teilgenommen hatten PDA-Nutzer des Services My Avantgo. Sie sind vor allem interessiert an einem mobilen Zugriff auf Abflugzeiten, Luftfahrtverbindungen, Wettermeldungen und Karten von Flughäfen. Diese Informationen werden zeitkritisch nachgefragt, meist auf dem Weg zum Flughafen sagte Neil Versen, Senior-Direktor von My AvantGo. Reiseentscheidungen würden meist vom Preis abhängig gemacht, gefolgt von Flugplan, Verfügbarkeit und Flughäufigkeit. Online-Reisebuchungen seien so populär, daß ein Drittel aller Entscheider im letzten Jahr alle Reisen online gebucht hätten. Mehr als 65 Prozent aller Teilnehmer an der Umfrage seien an Rabatten interessiert, zwei Drittel würden Benachrichtungen über Abflüge via mobilem Internetzugang begrüßen. Die populärsten Hotel-Destinationen seien Marriott Hotels & Resorts, Holiday Inn Hotels & Resorts und Hilton. Bei den Mietwagen sei Hertz am populärsten, dicht dahinter lägen Avis und Budget.

Wir haben am 29. April auf die Möglichkeiten hingewiesen, die Audioblogging gastronomischen Websites bietet. Jetzt hat sogar das eher träge Medium Spiegel Online das Thema Audio-Blogging entdeckt. Mario Gongolsky: "Stimmen aus dem Web".

Das Karma, ein "öffentliches Wohnzimmer" in Freiburg, hat eine sehr interaktive Website (dem Webmaster Frank Kaiser sei Dank). Das obligatorische Gästebuch wird gar zum "Meeting Point" hochstilisiert ("Ihr habt jemand gesehen und wollt Ihn wiedersehen? Habt Euch nicht getraut ihn anzusprechen? Wollt einfach mal was erzählen? Dann nichts wie los ... der KARMA. MeetingPoint ist eröffnet!"). Mir ist es leider nicht gelungen, herauszufinden, ob der Name "Karma" auf den Freiburger Medienillustrator und Journalisten Marco Ratschiller anspielt oder auf das in Freiburg beheimatete buddhistische Zentrum der Karma Kagyü Linie. Aber vielleicht hilft mir ein Freiburger weiter?

Mit der Ich-AG setzt sich kritisch Wolf Lotter in Brandeins Nr. 4/2003 auseinander: "Feuern und vergessen" und spricht von "handwerklichem Pfusch erster Güte". Siehe auch eine Einschätzung von mir vom August 2002, als die Vorschläge noch nicht hinreichend konkretisiert gewesen sind: "Die Vorschläge der Hartz-Kommission und ihre Bedeutung für das Gastgewerbe".

Mit unseren amerikanischen Befreiern und Freunden rumzicken, dann Wladimir Wladimirowitsch Putin in den Arsch kriechen, dem ehemaligen Geheimdienstchef, der in der Zeit von 1975 bis 1990, meist von Dresden aus, Agenten angeheuert hat, die westdeutsche Hochtechnologiefirmen ausspioniert haben, und als Höhepunkt den eigenen programmatischen Vorstellungen den Namen "Iwan" verpassen, so dämlich können nur Sozialdemokraten sein. Jetzt hat Gerhard Schröder mal wieder ein Machtwort gesprochen und aus "Iwan" wurde ""Wege zu einem neuen Fortschritt". Inhaltlich wurde nichts geändert.

Der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland lag im März 2003 nominal (in jeweiligen Preisen) 7,2% und real (in konstanten Preisen) 8,1% niedriger als im März 2002. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Ostern im Vorjahr in den März fiel, in diesem Jahr aber in den April. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, gingen damit im sechsten Monat in Folge die Umsätze im Gastgewerbe stark zurück. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten (Berliner Verfahren 4 – BV 4) wurde im Vergleich zum Februar 2003 nominal 0,8% und real 0,9% weniger abgesetzt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2003 setzten die Unternehmen des Gastgewerbes nominal 7,1% und real 8,2% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum um. In allen drei Branchen des Gastgewerbes gingen die Umsätze sowohl nominal als auch real gegenüber März 2002 zurück: Bei den Kantinen und Caterern, wozu auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören, um nominal 2,3% und real 2,8%; im Berherbergungsgewerbe um nominal 5,4% und real 7,0% sowie im Gaststättengewerbe um nominal 9,0% bzw. real 9,6%.

Es scheint alles darauf hinauszulaufen, daß sich bei der Reform der Gewerbesteuer das Modell der Spitzenverbände von Städten und Gemeinden durchsetzt und nicht das Modell des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Für das Gastgewerbe hätte dies fatale Folgen. Nicht mehr der im Gastgewerbe magere Gewerbeertrag würde besteuert, sondern die - regional unterschiedliche - Gewerbesteuer von rund 20% würde auch auf alle gezahlten Zinsen, Mieten, Pachten und Leasingraten fällig. Für die Gastronomie würde sich grob gerechnet eine zusätzliche Steuerbelastung von 2 bis 3 Prozent vom Umsatz ergeben, in der kapitalintensiven Hotellerie sogar von bis zu 10 Prozent vom Umsatz.

Diese sogenannte "Reform" kann man nur als meschugge bezeichnen. Erst 1997 ist aus guten Gründen die Gewerbekapitalsteuer abgeschafft worden, um zu vermeiden, daß Unternehmen, die keine Erträge erwirtschaften, mit Gewerbesteuer belastet werden. Jetzt soll sie in Form einer Zurechnung der Kapitalkosten wieder eingeführt werden. Substanzsteuern aber treiben ertragsschwache Unternehmen in den Konkurs. Sie erinnern an die Methode in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR, wo Privatunternehmer gezwungen worden sind, sich zu verschulden, um Steuern zahlen zu können. Den Untenehmern wurden damals - wie heute - zur Finanzierung ihrer Steuerzahlungen Darlehen angeboten, um sie dann überschuldet zu verstaatlichen. Nach Berechnungen des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages würde sich durch eine Hinzurechnung aller Zinsen sowie alle Mieten, Pachten und Leasingraten die Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer um rund 120.000 Mio. Euro steigern und damit nahezu verdoppeln.

Siehe dazu auch "Reform der Gewerbesteuer. Anforderungen und Auswirkungen. Ein Modell des bayerischen Städtetages" (PDF) vom 7. März 2003 und "Städte können sich nicht vertrösten lassen: Entlastung bei der Sozialhilfe und Gewerbesteuer-Reform jetzt! Resolution und Leitbild zum Abschluss der Hauptversammlung" vom 15. Mai 2003.

Die "Intersoup" im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg ist eine Kombination aus Suppenbar und Lounge. Dekoration und Speisen spielen mit der "Ostalgie", der Erinnerung an die "guten, alten Zeiten". Die Suppenbar entstand aus zwei leerstehenden Altbauwohnungen, besteht aus drei Räumen (dem europäischen, dem karibischen und dem orientalischen Raum), die mit unterschiedlichen Omasofas, roten Laternen aus dem alten "Café Kranzler" oder auch einem orientalischen Podest mit Wasserpfeifen ausgestattet sind. Das Logo erinnert an die DDR-Fluglinie "Interflug". Ab 20 Uhr gibt es Cocktails, ab 21 Uhr jemanden, der sich speziell um die Musik kümmert. Das Ganze nennt sich Suppen- und Cocktailbar. Eröffnet wurde "Intersoup" Ende Januar dieses Jahres und steht im Zeichen der Depression. Im Unterschied zu vielen schicken Läden mit hohen Preisen für die "Toskana-Fraktion" würde sich im "Intersoup" auch Hans Eichel wohlfühlen: Die Suppen kosten zwischen 3,50 und 4,00 Euro. Neben den Suppen, die täglich von 11 bis 22 Uhr angeboten werden, gibt es auch ein "Internationales Frühstücksbüffet" für schlappe sechs Euro. "Geiz ist geil!".

Montag, Mai 19, 2003

Im Februar 2003 konnten in den Thüringer Beherbergungsbetrieben mit neun und mehr Betten 176,6 Tausend Gäste begrüßt werden, die 560,8 Tausend Übernachtungen buchten. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 1,1 Prozent mehr Gäste, aber 1,3 Prozent weniger Übernachtungen als im Februar 2002. Damit gab es im Februar 2003 erstmals seit Dezember 2001 mehr Gäste als im jeweiligen Vorjahresmonat. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste betrug 3,2 Tage. Sie ging gegenüber Februar 2002 (3,3 Tage) leicht zurück.

Während die Zahl der Inlandstouristen, die rund 96 Prozent an der Gesamtzahl der Gäste betrug, um 1,3 Prozent anstieg, ging die Zahl der Gäste aus dem Ausland um 4,2 Prozent zurück. Bei den Übernachtungen machte sich das Fernbleiben von Gästen mit Wohnsitz im Ausland noch deutlicher bemerkbar. Während die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus den anderen Bundesländern und aus Thüringen selbst um 0,8 Prozent auf 544,9 Tausend Übernachtungen sank, entsprachen die 15,9 Tausend von Ausländern gebuchten Übernachtungen einem Minus von 15,2 Prozent.

Winterferien in Thüringen und in anderen Bundesländern ließen einzig im Thüringer Wald sowohl die Gäste- als auch die Übernachtungszahlen (7,3 bzw. 1,5 Prozent) steigen. Im Thüringer Kernland wurden 5,1 Prozent mehr Gäste, aber 5,9 Prozent weniger Übernachtungen ermittelt. In den drei anderen Thüringer Reisegebieten - Saaleland, Ost- und Nordthüringen - gab es rückläufige Gäste- und Übernachtungszahlen.

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2003 kamen 326,6 Tausend Gäste nach Thüringen, die 1 028,8 Tausend Übernachtungen buchten. Das waren 2,6 Prozent weniger Gäste und 3,1 Prozent weniger Übernachtungen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die durchschnittliche Verweildauer der Gäste blieb mit 3,2 Tagen unverändert. (Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik, Nr. 130/2003 vom 8. Mai 2003).

digital gesteuere Friteuse von HAKAHAKA beteiligte sich auf der Internorga 2003 in Hamburg mit einem neuen Messekonzept - zurückhaltend, zeitgemäss und dennoch attraktiv. Die neue Innovation - die digital gesteuerte Friteuse - fand sehr viel Anklang bei den Fachbesuchern.

Die Vorteile dieser Friteuse:
  • Optimale Temperaturkontrolle
  • Gesundheitsaspekte und konstante Qualität
  • Umweltfreundlich
  • Energie- und kostensparend
  • Lebensdauer der Friteuse wird verlängert
  • Schnelle Amortisationszeit.
(Quelle: Pressemitteilung der HAKA-Metallwarenfabrik Hans Kappes GmbH).

Ein Interview mit Amanda Hesser, Autorin des Buches "Cooking for Mr. Latte. A Food Lover's Courtship, with Recipes" (via The Making of a Restaurant). "Cooking for Mr. Latte" ist das zweite Kochbuch von Amanda Hessler, einer Lebensmittel-Reporterin der New York Times. In ihrem ersten Buch "The Cook and the Gardener" beschreibt sie den Ablauf eines Jahres in der Küche des Restaurants "Chateau du Fey" in Burgund, wo sie als Köchin gearbeitet hat. In ihrem zweiten Buch versucht Amanda Hesser mit der gleichen Vorgehensweise, Erlebnisse an der Seite ihres Ehemanns, des New Yorker Schriftstellers Tad Friend ("Lost in Mongolia: Travels in Hollywood and Other Foreign Lands"), nachzuerzählen. Zahlreiche Rezepte sind eingebettet in eine romantische Erzählung. Das Buch basiert auf ihrer Kolumne "Food Diary" in der New York Times.

Der Österreichische Rundfunk berichtet über ein "Wiener Kaffeehaus jetzt auch in Kiew". Das Lokal dient als Ausbildungsstätte für Studenten am Institut für Tourismus, Wirtschaft und Recht der Stadt Kiew. Unterstützt wird es vom Ausbildungszentrum Modul in Wien-Döbling, das von der Wiener Wirtschaftskammer betrieben wird. (via Karina Matejcek).

Ein Abseits.de-Leser hat uns auf die Sportbar-Kette "Damon's Grill" aufmerksam gemacht, die ihn während eines Aufenthalts in Florida beeindruckt hat. In einem kinoartigen Raum sind Tische verteilt, die mit einer kleinen Lampe, einem Lautsprecher und einem Wahlschalter versehen sind, während an der Stirnseite auf 4 - 5 großen Bildschirmen verschiedene Sportprogramme und CNN laufen. Am Tisch kann man sich den gewünschten Ton zuschalten. Mittlerweile existieren mehr als 140 Locations (incl. Franchise-Nehmer) in den USA, Panama, Puerto Rico und Großbritannien (3x) mit einem Schwerpunkt im Westen der USA.

Das Gespenst einer Ausbildungsplatzabgabe erscheint zyklisch - korrespondierend mit dem Nachfrageüberhang nach Ausbildungsplätzen, welcher der demographischen Entwicklung geschuldet ist - in der politischen Debatte. Bereits 1976 hatten die damals noch regierenden Sozialdemokraten das Ausbildungsplatzförderungsgesetz (APIfG) vom 7. September 1976 durch den Bundestag gepeitscht und da - damals wie heute - die Regierungskoalition keine Mehrheit im Bundesrat hatte, den Weg einer nicht zustimmungspflichtigen Sonderabgabe gewählt. Das APlfG wurde auf Antrag der bayerischen Staatsregierung vom Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 55, 274) als verfassungswidrig beurteilt. Es verstoße gegen § 84 Grundgesetz, weil die Ausbildungsplatzabgabe den erforderlichen spezifischen Bezug zwischen dem Kreis der Abgabenpflichtigen und dem mit der Abgabenerhöung verfolgten Zwecken vermissen ließ.

Vertrauend auf das schlechte Gedächtnis der Wähler und in der Erwartung einer millionenenschweren Wahlkampfunterstützung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, forderte die SPD 1996 im Bundestag erneut die Einführung einer Ausbildungsabgabe. Nach der Bundestagswahl 1998 reinigte dann eine Stellungnahme des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Entwurf des Berufsbildungsberichtes 1999 der Bundesministerin für Bildung und Forschung vorübergehend die sozialdemokratischen Hirne. Ungeachtet der Frage einer verfassungskonformen Ausgestaltung sprechen demnach eine Reihe von Argumenten gegen eine Ausbildungsplatzabgabe:
  1. "Mit einer Ausbildungsabgabe ist ein Rückzug der Betriebe aus der Ausbildung, zumindest aber die Reduzierung des Lehrstellenangebots auf den jeweiligen betrieblichen Bedarf, vorprogrammiert. Dieser Prozeß führt zu einer schleichenden Verlagerung weg von echter betrieblicher Ausbildung hin zu fondsfinanzierter Ausbildung vorwiegend in außerbetrieblichen Einrichtungen, die vergleichsweise teuer, qualitativ schlechter sowie mit einer überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit beim Übergang der Absolventen in die Berufstätigkeit verbunden sein wird.
  2. Eine Ausbildungsabgabe verursacht einen extrem hohen zusätzlichen Verwaltungsaufwand sowie finanzielle Lasten und verschlechtert die Wettbewerbssituation der Unternehmen im internationalen Vergleich.
  3. Die Ausbildungsabgabe ist ein Rückfall in planwirtschaftliches Denken. Der Regelungs- und Ausgleichsmechanismus von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt wird weitgehend außer Kraft gesetzt.
  4. Keine Ausbildungsabgabe führt zu mehr Gerechtigkeit. Es wären auch Betriebe von dieser Abgabe betroffen, die keine geeigneten Bewerber für ihre Ausbildungsplätze finden sowie Betriebe, die aufgrund ihrer Spezialisierung oder aufgrund fehlender Anerkennung ihrer Ausbildungsbefähigung gar nicht ausbilden können.
  5. Eine Abgabe zur Ausbildungsfinanzierung führt zu neuen Wettbewerbsverzerrungen, weil z.B. im Fall der Lohn- und Gehaltssumme als Bemessungsgrundlage lohnintensive Betriebe und im Fall des Umsatzes als Bemessungsgrundlage kapitalintensive Betriebe Wettbewerbsnachteile erleiden."

Sonntag, Mai 18, 2003

Überprüfen Sie Ihr Fachwissen. Für Fachkräfte und zur Prüfungsvorbereitung der kommenden Abschlußprüfungen bietet hoteljob-international.de einen neuen Service. Ob Sie in den Bereichen Küche, Service, Empfang, Wiso oder Wein fit sind, erfahren Sie direkt unter www.hoteljob-international.de/gastronomie-test.htm.

Rüdiger Zwarg ist neben seiner Tätigkeit als Unternehmensberater besonders für Hotelbetriebe auch im Förderverein Bürgernetz München Land e.V. engagiert. Er hält am 3. Juni, 20.00 Uhr in Putzbrunn bei München einen einführenden Vortrag mit praktischen Beispielen zu dem Thema "Weblogs" bzw. "Blogging" (ca. 90-120 Minuten). So schnell und kostengünstig (Gäste EUR 5,- ; Bürgernetzmitglieder kostenlos) bekommen im Raum München ansässige Hoteliers und Restaurantbetreiber sonst keinen Einblick in das Thema.

In aller Kürze gesagt, wird in dem Vortrag ein Verfahren vorgestellt, mit dem man schnell und unkompliziert Webseiten mit aktuellen Infos updaten/füllen kann. Rüdiger Zwarg schreibt uns dazu: "Von Interesse ist das Thema einerseits für Restaurants, die beispielsweise Ihre Menükarte im Web tagesaktuell halten wollen oder über prominenten Besuch berichten wollen. Andererseits können Hotels aktuelle Infos ins Netz stellen, um auf diese Weise die Kundenbindung zu steigern. Ein Kinderhotel berichtet beispielsweise über den Besuch des Zauberers, über die Vorführung des Kasperle-Theaters oder über Neuigkeiten aus dem Streichelzoo. Wer von den Kunden zwar Interesse aber nicht die Zeit hat, regelmäßig die Webseite aufzurufen, trägt sich in eine Mailingliste ein und bekommt regelmäßig die Neuigkeiten als Auszug zugeschickt. Ein fantastisches Marketing-Werkzeug für die Gastronomie. Und wie immer schaue ich auch auf den Geldbeutel: keine Software-Investition nötig!"

Anfahrt etc. unter http://www.muela.de/stammtische/putzbrunn/index.html. Um keine Überraschung bezüglich der Raumgröße zu erleben, wird eindringlich um Anmeldung gebeten:(rzwarg@hi-response.com).

Martin Röll hat sein Papier "Business Weblogs - Ein pragmatischer Ansatz zur Einführung von Weblogs in mittleren und großen Unternehmen", das er kommende Woche in Wien auf der BlogTalk vorstellen wird, zum Download bereitgestellt.

Gertje Sckopp-Witte ist Journalistin, war Redakteurin bei verschiedenen Illustrierten und Tageszeitungen in Hamburg, arbeitete als freie Journalistin und Autorin. Zehn Jahre lang betreute sie die Redaktion eines auflagenstarken Food-Magazins. Neben Regionalführern schrieb sie 1994, zusammen mit Karin Iden, das Buch "Mecklenburg. Kulinarische Streifzüge. Geschichten über Land und Leute sowie 77 Rezepte". 1995 gründete sie ihren Hannah-Verlag, produzierte dort 1999 die beiden Kochbücher "Alles mit Apfel" und "Alles für Weihnachten". Jetzt hat sich entschlossen, alle Bücher ihres Verlags online kostenlos zum Download anzubieten (via netbib.de).

Ist sie verrückt geworden? Macht es einen Sinn, Bücher, die man verkaufen will, kostenlos zum Herunterladen anzubieten? Siehe zu diesen Fragen unseren Artikel Buchverlage im Zeitalter des Internets.

Mittwoch, Mai 14, 2003

Robert L. Wolke, geboren 1928 in New York City, studierte an der Cornell University in Ithaca. Er ist emeritierter Professor für Chemie an der University of Pittsburgh und hat einen ausgezeichneten Ruf als akademischer Lehrer. Für die Washington Post schreibt er eine wöchentliche Kolumne Food 101 zum Thema Kochen, Ernährung und Essen, in der er alle Fragen über Lebensmittel und Kochen beantwortet, wohlgemerkt aber keine Rezepte oder ernährungswissenschaftliche Tipps. Er hat zahlreiche, auch populärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht. Für sein Buch "Was Einstein seinem Koch erzählte. Naturwissenschaften in der Küche" hat er, zusammen mit Marlene Parrish, Redakteurin der Pittsburgh Post Gazette, Fragen ausgewählt, die ihm von Köchen und von Lesern seiner Food-Kolumne gestellt worden sind. In seinen Antworten erklärt er die wissenschaftlichen Grundlagen des Kochens. Das Buch enthält viele ungewöhnliche Rezepte, quasi ein Laborpraktikum, dessen Ergebnisse man essen kann. Und Wolke beantwortet Fragen wie: Kocht Alkohol wirklich, wenn wir mit Wein kochen? Sind geräucherte Lebensmittel roh oder gegart? Sind grüne Kartoffeln giftig? Warum muß Salz ins Nudelwasser? Wie macht man weiße Schokolade? Das ganze Küchenspektrum wird ebenso unterhaltsam wie informativ erklärt. Ein Interview mit Prof. Robert L. Wolke (in englisch) in der Post Gazette vom 9. Juni 2002: "The sci-fry answer guy: Author Bob Wolke uses scientific method to debunk myths".

Dienstag, Mai 13, 2003

Bier- und weitere Getränkebestellungen per Internet werden immer beliebter: Zwei Jahre nach Lancierung ihrer E-Commerce-Lösung verzeichnete die Feldschlösschen Getränke AG im März 2003 erstmals einen Monatsumsatz von über 1 Mio. Franken. "Während andere Anbieter im E-Commerce-Geschäft grosse Probleme haben, entwickeln sich die Geschäftszahlen bei unserer Lösung weiterhin stetig erfreulich weiter", zieht Marco Giuoco, Leiter Verkauf, und Mitglied der Geschäftsleitung der Feldschlösschen Getränke AG, Bilanz. "Jede dritte Bestellung erfolgt ausserhalb der Bürozeiten. Dies zeigt uns, dass unsere Online-Lösung, mit der Bestellungen rund um die Uhr möglich sind, einem klaren Kundenbedürfnis entspricht." Die Reaktionen seitens der Kunden, die mit dem Getränkeportal arbeiten, bezeichnet Marco Giuoco als sehr positiv. Kunden aus Gastronomie, Getränke- und Detailhandel, die über einen Internet-Anschluss verfügen, können über die E-Commerce-Lösung nicht nur Getränke bestellen, sondern auch eigene Statistiken und weitere spezifische Daten online abrufen. Die Plattform umfasst rund 1500 Artikel in den Kategorien Bier, alkoholfreie Getränke, Spirituosen sowie Gläser und Werbematerial – vom Bierteller bis zum Sonnenschirm. Zu Musterseiten des Getränkeportals. (Quelle: Pressemitteilung der Feldschlößchen Getränke AG).