Gastgewerbe Gedankensplitter



Donnerstag, Juli 31, 2003

Keine kleinen Broetchen.

Über ein zweistelliges Wachstum im letzten und in diesem Jahr des Tiefkühbackwarenproduzenten Resch & Frisch berichtet das österreichische "Wirtschaftsblatt" am 31. Juli 2003: "Resch & Frisch: Knackiges Plus treibt Expansion voran".

Cola.

Breizh Cola nennt sich ein Cola aus der Bretagne, genauer der Brauerei Lancelot. Im ersten Jahr konnten 500.000 Flaschen verkauft. werden.

Das Aufkommen neuer Cola-Marken läßt sich seit einigen Jahren beobachten. Es basiert meines Erachtens auf zwei Faktoren:
  • Antiamerikanismus, Antiglobalismus, wenigstens in der Betonung regionaler Werte,
  • einer Hochpreispolitik von Coca Cola, nachdem in einer jahrelangen Marketingschlacht Pepsi Cola niedergerungen worden ist und die Marktführerschaft von Coca Cola stabilisiert worden ist. Siehe dazu: "Coke, Pepsi take cola wars to space".
In den alten Bundesländern Deutschlands wurde die Marke Afri Cola relauncht; in den neuen Bundesländern konnte sich Vita Cola behaupten (Marktführer in Thüringen, zweiter Platz in den neuen Bundesländern). Auf Konsumenten arabischer Abstammung aber auch auf pro-arabisch und anti-amerikanisch eingestellte Käufer zielt Mecca-Cola, das in Frankreich und Belgien im November 2002 eingeführt werden wird. Auf der Website werden, betitelt: "sans commentaire", also: "ohne Kommentar", Straßenkampfszenen palästinensischer Jugendliche als animiertes Gif abgespielt. 10% der Umsatzerlöse gehen nach Palästina.

Mai 2003: Weiterhin weniger Gaeste und Uebernachtungen in Thueringen.

Im Mai 2003 meldeten die Thüringer Beherbergungsstätten mit 9 und mehr Betten 317,7 Tausend Gäste. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 0,2 Prozent weniger Gäste als im Mai 2002. Die Zahl der Übernachtungen ging um 1,9 Prozent auf 859,8 Tausend zurück. Die Gäste verweilten mit 2,7 Tagen im Durchschnitt etwas kürzer als im entsprechenden Vorjahresmonat (2,8 Tage). Die Entwicklung der Gäste- und Übernachtungszahlen verlief in den fünf Thüringer Reisegebieten sehr unterschiedlich:
  • Im Thüringer Kernland gab es im Mai 2003 im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresmonat 8,4 Prozent mehr Gäste und 2,4 Prozent mehr Übernachtungen.
  • Ebenfalls ansteigende Gäste- und Übernachtungszahlen meldeten Ostthüringen (1,8 bzw. 3,5 Prozent) und das Saaleland (1,2 bzw. 2,4 Prozent).
  • Dagegen gingen in Nordthüringen die Gäste- und Übernachtungszahlen um 3,1 bzw. 2,6 Prozent zurück.
  • Die deutlichsten Einbußen verbuchte im Mai 2003 der Thüringer Wald. Hier wurden 3,9 Prozent weniger Gäste begrüßt, die 5,5 Prozent weniger Übernachtungen buchten.
Von Januar bis Mai 2003 kamen 1,0 Millionen Gäste nach Thüringen die 3,1 Millionen Übernachtungen buchten. Das waren 3,5 Prozent weniger Gäste und 3,4 Prozent weniger Übernachtungen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die durchschnittliche Verweildauer der Gäste blieb mit 2,9 Tagen unverändert.

17. Opladener Bierboerse vom 8. bis 11. August 2003.

Das größte Bierfestival der Welt, die Opladener Bierbörse, öffnet am Freitag, den 8. August wieder für vier Tage seine Tore. Rund 1.050 verschiedene Biersorten aus 88 Ländern sollen in Leverkusen – Opladen auf rund 38.000 qm Fläche präsentiert werden. Bei guter Witterung werden wieder bis zu 400.000 Besucher erwartet. Viel Neues, vor allem Bier von verschiedenen Kontinenten, wird präsentiert. Das Haus der 131 Biere, treuer Stammgast der Bierbörse, wird wie immer mehrere hundert exotische Flaschenbiere im Angebot haben, unter anderem kann man hier folgende Neuheiten probieren: Vodoo dark, Old English "800", Samba do Brasil, Nofretetes Tradition, Rice Beer South China, The Raven und viele andere.

Ein ganz besonderes Highlight ist in diesem Jahr die sogenannte "rollende Brauerei". Das was sonst hinter den Wänden der großen Brauereien versteckt ist, kann sich hier ein jeder anschauen: hier stehen Braukessel und Apparaturen im Mittelpunkt, ein echter Blickfang!

Erstmals wird sich auch die Brauerei Kraus aus Hirschaid bei Bamberg auf der Bierbörse präsentieren. Diese Gasthausbrauerei besteht seit 1845. Der Ausschank erfolgt, und das ist für Preussen eher ungewöhnlich, in Tonkrügen.

Nach dem großen Erfolg aus dem letzten Jahr wird auch in diesem Jahr wieder die original Lutherschänke den Besuchern den Brauvorgang in historischen Gewändern vorstellen. Ludwiga Zerbs, eine direkte Nachfahrin der Eheleute Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora in 14. Generation, wurde das alleinige Privileg verliehen das Katharinenbier der Katharina von Bora zu brauen.

Nachdem im vergangenen Jahr über 10.000 Besucher Gebrauch davon machten, wird es auch in diesem Jahr das Bierbörsenticket der KWS wieder geben. Für € 3,- erhält man eine Hin- und Rückfahrkarte mit dem Bus inkl. einem Glas Ganser Kölsch.

Der Eintritt ist wie immer zu allen Veranstaltungen frei. Jugendliche unter 16 Jahren haben nur Zutritt in Begleitung der Eltern. Die Karnevalsgesellschaft der Altstadtfunken in Opladen präsentiert das Opladener Bier "Upladhiner Up". Mit einer Flaschenabfüllanlage wird der TUS 82 Opladen e.V. zum ersten mal an der Bierbörse teilnehmen, das Bier "Ostfriesenbräu" wird vor Ort direkt in Flaschen gefüllt und verkauft.

Die Bierbörse findet vom 8. bis 11. August 2003 statt in Leverkusen-Opladen, An der Schusterinsel. (Quelle: Pressemitteilung der Opladener Bierbörse).

Pizza aus der Tiefkuehltruhe.

Niels Boeing blickt in die Backstuben der Produzenten von Tiefkühlpizza und geht der Frage nach, ob der schlechte Ruf von Fertigpizza gerechtfertigt ist: "Der Teigfladenreport", in: Die Zeit vom 16. April 2003.

Functional Food.

Über Functional Food schreibt Anne-Katrin Schneider in der Zeit vom 31. Juli 2003: "Fette Gefühle und Schokoladenglück". Siehe dazu unsere Seite über "Functional Drinks".

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Mittwoch, Juli 30, 2003

Biervielfalt durch Verzicht auf Reinheitsgebot

Das Vorurteil ist unter Nichtbierkennern noch weit verbreitet. In den USA gäbe es nur Bier, das man eisgekühlt aus Dosen trinken müsse, um den Ekel zu überwinden. Der Focus korrigiert dies Vorurteil am 30. Juli 2003: "Weizenbier mit Melonengeschmack".

Wer sich selbst vom Gegenteil überzeugen will, dem empfehle ich einen Besuch des Great American Beer Festival vom 25. bis 27. September 2003 in Colorado. Michael, Rainer Straße 4, 5020 Salzburg, Tel.+43 662/886611, e-mail: Stockinger@nextra.at, organisiert eine Reise zu diesem Festival. Es bietet Kostproben von mehr als 1000 verschiedenen Bieren - von ganz kleinen Brewpubs bis hin zu den Giganten der Branche. Abgerundet wird das Reiseprogramm mit Besuchen lokaler Brauereien, darunter der größten Braustätte der Welt, Coors in Golden, Colorado (via "Bierpapst" Conrad Seidl).

Kuechen-Revolution.

Christ Löwer schreibt über Fortschritte beim Kochprojekt "Inicon" des Technologie-Transfer-Zentrums Bremerhaven (ttz) im Handelsblatt vom 30. Juli 2003: "Sterneköche und Biochemiker revolutionieren das Kochen". Siehe zu dem selben Projekt ein früherers Posting vom 12. Juli 2003.

Unique Selling Proposition.

Heike Schmidt schreibt in Spiegel Online über den "Sourtoe Cocktail Club" in Dawson City und sein Alleinstellungsmerkmal: "Cocktail mit gepökelter Zehe".

Doch keine Substanzbesteuerung bei der Gewerbesteuer?

Im Mai hatten wir eindringlich davor gewarnt, bei der Reform der Gewerbesteuer nicht mehr nur den im Gastgewerbe mageren Gewerbeertrag zu besteuern, sondern die - regional unterschiedliche - Gewerbesteuer von rund 20% auch auf alle gezahlten Zinsen, Mieten, Pachten und Leasingraten anzuwenden. Für die Gastronomie würde sich grob gerechnet eine zusätzliche Steuerbelastung von 2 bis 3 Prozent vom Umsatz ergeben, in der kapitalintensiven Hotellerie sogar von bis zu 10 Prozent vom Umsatz.

Gegen massive Widerstände in der uneinsichtigen SPD-Bundestagsfraktion scheint die Bundesregierung nunmehr entschlossen, von dieser fatalen Substanzbesteuerung abzugehen. Siehe "Eichel will SPD auf Regierungslinie bringen", in: Handelsblatt vom 30. Juli 2003.

Dienstag, Juli 29, 2003

Coffee-Shops.

Axel Nixdorf: "Kalter Kaffee. In Amerika sind Coffeeshops ein Riesengeschäft. In Deutschland sieht es nur so aus", in: Brandeins Nr. 6/2003. Siehe dazu auch einen Artikel über die Probleme von Coffeeshop-Konzepten in Deutschland in der Printausgabe des Spiegels vom 28. Juli 2003 und unseren Beitrag über Kaffeebars und Coffee Shops.

Existenzgruendung im Gastgewerbe.

Bernd Reutemann vom Bildungs- und Beratungszentrum Gastgewerbe hat auf einer Veranstaltung für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft "Hin und Weg" am 30.09.2002 einen Vortrag gehalten über die "Existenzgründung im Gastgewerbe: Chancen - Gefahren - Entwicklungen - Trends. Was ich als Existenzgründer wissen sollte" (PDF).

Hausmeister der Waschmaschine

Der Sozialdemokrat Manfred Güllner wertet Bezeichnungen wie "Bankrott-Kanzler", "Kanzler-Lehrling" oder "Hausmeister der Waschmaschine in Berlin" für den Bundeskanzler Gerhard Schröder als richtig: "Man weiß doch, was Schröder tut", in: Stuttgarter Zeitung vom 29. Juli 2003. Güllners Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen GmbH ist immer für einen Joke gut.

eTourism Europe 2003

Am 16. und 17. Oktober 2003 findet auf Mallorca im Hotel Cala Vinas zum dritten Mal die Konferenz eTourism Europe 2003 statt (via etourisma.at). Das Konferenzprogramm beinhaltet unter anderem solch spannende Fragen wie:
  • Online Agencies. How effective are these intermediaries in promoting a particular destination?
  • Web Services and Interoperability for the Tourism Industry
  • What Content Sells Tourism?
  • How destination portals can work together for mutual success
  • How critical is online distribution for a resort hotel group?
  • How well are the opportunities and the challenges of multi-channel distribution being managed by Destination Management Offices?

Gruendungspotentiale in der Gastronomie

Dem Thama "Gründungspotenziale in der Gastronomie" (PDF) widmet sich ein Vortrag ohne Datum von Uli Riedel, RC & P Riedel Hotel Consulting & Projekte in Reutlingen.

Abort

Das New Otani Hotel in Tokyo hat knapp 3.000 Dollar teure Toiletten von Toto, deren Steuerung so kompliziert wie die eines Düsenjets: "Japan pushes for toilet exports", in: BBC vom 28. Juli 2003. (via Playing with my food).

Essbare Verpackung

In der April/Mai-Ausgabe der Zeitschrift ChemMatters wurde eine Unterrichtsvorlage über eine eßbare Folie veröffentlicht: "Edible Wraps, Safe, Strong, and Delicious" (PDF), basierend auf einem Interview mit der Lebensmittelchemikerin Tara McHugh in der Zeitschrift Food Tech Source. Diese eßbaren Folien sind umweltfreundlicher als Papier oder Aluminium-Folien und eignen sich sowohl für den Einsatz als "Butterbrotpapier" als für den Einsatz als Tiefkühlverpackung. Der Clou ist, daß sie aus konzentriertem Pürree von Früchten oder Gemüse hergestellt werden, so schmecken wie das Ausgangsmaterial und mitgekocht werden können. So kann man z.B. einen Hamburger mit einer Tomaten-Folie ("Wrap") umwickeln, einfrieren und später mit der Verpackung zubereiten. Zudem sind sie biologisch abbaubar. Siehe dazu "Edible Food Wraps Can Keep Kids' Sandwiches Fresh And The Environment Cleaner", in: Science Daily vom 25. Juli 2003.

NGG fordert Mindestlohn

Laut einer Meldung der Berliner Zeitung vom 27. Juli 2003 fordert der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten, Franz-Josef Möllenberg, einen gesetzlichen Mindestlohn von 1.500 Euro: "Gewerkschaft will Mindestlohn".

In Österreich gibt es seit dem 1. Mai 2003 1.000 Euro Mindestlohn im Hotel- und Gastgewerbe. Ein gesetzlicher Mindestlohn führt, dies zeigen die Erfahrungen in anderen Ländern zu einem populistischen Wettlaufen der Parteien um möglichst hohe Mindestlöhne, auch wenn diese zu fatalen Folgen führen wie etwa einer hohen Jugendarbeitslosisigkeit in Frankreich, der man dann wiederum nur mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen Herr wird. In Österreich startete die populistische FPÖ mit der Forderung eines Mindstlohns von 1.000 Euro, der sich die ÖVP anschloß. Die Grünen legten frohen Mutes 100 Euro drauf. Nach dem Motto: Der Strom kommt aus der Steckdose und Löhne werden per Dekret festgelegt. Und wenn Unternehmen pleite gehen, sollen sie halt Darlehen bei den Staatsbanken beantragen.

Siehe dazu auch

Bierabsatz im ersten Halbjahr 2003 um 4,1 % gesunken

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes wurden im ersten Halbjahr 2003 in Deutschland 51,4 Mill. Hektoliter (hl) Bier abgesetzt, das waren 2,2 Mill. hl oder 4,1% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier. Biermischungen (z.B. Radler) waren im Berichtszeitraum mit 1,3 Mill. hl oder 2,5% am gesamten Bierabsatz beteiligt, das ist ein Minus von 10,0% gegenüber dem ersten Halbjahr 2002. 89% des gesamten Bierabsatzes im ersten Halbjahr 2003 waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert (45,6 Mill. hl, – 4,8%). Der steuerfreie Absatz betrug 5,8 Mill. hl Bier (+ 2,0%): 4,2 Mill. hl (+ 1,4%) gingen in die EU-Länder, 1,5 Mill. hl (+ 4,1%) in Drittländer und als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien wurden 108 949 hl (– 2,9%) unentgeltlich abgegeben. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen konnte im Juni erstmals im ersten Halbjahr 2003 ein deutliches Plus von 9,3% beim Bierabsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt werden.

Warsteiner und die Biermoesl Blosn

In der 14. Ausgabe des Newsletters der Kampagne für gutes Bier wird ein Streit zwischen der Warsteiner Brauerei und den Biermösl Blosn nachvollzogen, bei der es darum geht, daß die Warsteiner Brauerei im Text des Liedes "Das Wasser ghört zum Waschen" literarisch verewigt wird, ohne dafür Sponsoring-Millionen abzudrücken. Dass man bei juristischen Auseinandersetzungen mit Satirikern zumindest imagemäßig nur verlieren kann, hat in Bayern sogar schon die CSU gelernt. Doch bei den Preußen scheinen die Nerven angesichts der Rückgänge beim Bierabsatz blank zu liegen. Sonst würde man sich nicht mit den Well-Buam derblecken. Übrigens: Das Lied ist Teil der CD "Welcome to Bavaria". Bestellen oder Warsteiner trinken!

McMoms

McDonald's hat ein Marketing-Konzept, das bereits 1994 schon einmal umgesetzt worden ist, revitalisiert. "McMoms" besteht im Wesentlichen aus einem monatlichen Newsletter, mit dem versucht wird, mehr Mütter in die Filialen zu ziehen. Er enthält Coupons, Ratschläge für Eltern und Gesundheits- und Ernährungstipps. Siehe dazu "McDonald's Appeals to Mothers With Web Promotion", in: Yahoo News vom 25. Juli 2003.

Pranger

Zu harten Bandagen greift die Stadtverwaltung von Boston. Auf ihrer Website www.mayorsfoodcourt.com veröffentlicht sie, wieviele bedeutsame Verletzungen lebensmittelrechtlicher Bestimmungen bei Betriebsinspektionen gefunden worden sind. Bruce Mohl vom Boston Globe schreibt dazu, in nahezu allen Fällen, einschließlich vorübergehender Schließungen, hätten die Restaurants die Probleme unverzüglich beseitigt, seien noch einmal inspiziert und wieder eröffnet worden. Siehe z.B. die Berichte über das Cafe Marliave. Am 19. Juni 2003 wurde u.a. festgestellt, nachdem dieses Restaurant im Januar bereits schon einmal geschlossen worden war:
  • Food prepared at home being served in a food service establishment.
  • Turkey stored in refrigerator overnight at 65F (should be at 45F or below). Cooked sausage held on grill at 100F (should be 140F or above).
  • High temperature dishwasher final rinse is below 180F.
  • Tableware encrusted with dried food.
  • Evidence of rodents or insects throughout the establishment.
Guten Appetit!

Engel und Daemonen

Ein Credo der stammgästeorientierten Gastronomie ist es, für die Zufriedenheit von Gästen zu sorgen, Stammgäste zu binden und den Customer Life Time Value zu erhöhen. Aber es gibt Ausnahmen, Gäste, die man am besten so schnell wie möglich los wird. Bruce Mohl beschreibt in der Boston Globe vom 27. Juli 2003 (Facing Their Demons), wie einige Unternehmen (nicht aus dem Gastgewerbe) solche Kunden identifizieren, die am wenigsten profitabel sind und sie "rausschmeißen", indem sie ihnen schlechten Service bieten oder unverschämte Preise verlangen. Denn diese "Dämonen-Kunden" verursachen einen Aderlaß an Ressourcen und Profit. Larry Selden, Larry Seloen und Geoffrey Colvin haben darüber ein Buch geschrieben: "'Angel Customers & Demon Customers". (via up2speed).

Mailing-Liste ueber Business Blogs

Seit dem 7. Juli 2003 moderiert Rick E. Bruner eine Mailing-Liste I-Blog zum Thema: "How to Use a Weblog to Connect With Customers".

Montag, Juli 28, 2003

Tagungen, Events und Kongresse in Hessen

Im Magazin "Tagungen, Events und Kongresse in Hessen" sowie auf der entsprechenden Website www.tagungshotels-hessen.de werden eine Vielzahl von Tagungshotels und Eventlocations vorgestellt. Dazu gehören romantische Schlosshotels ebenso wie Tagungsmöglichkeiten inmitten der Natur, echte Wellnessoasen oder ausgewählte Veranstaltungsstätten für große Kongresse. Abgerundet wird das Angebot durch besonders außergewöhnliche (Tagungs-)Kulissen. Eine ehemalige Kirche und ein Kloster gehören ebenso dazu wie ein Wasserturm, eine winzige Apfelweinkelterei oder die Heimat von Frankensteins Monster - die Burg Frankenstein. Das Magazin ist kostenlos über folgende Adresse zu beziehen: Hessen Touristik Service e. V., Abraham-Lincoln-Straße 38-42, 65189 Wiesbaden, Telefon: 0611-77880-0, Telefax: 0611-7788040, info@hessen-tourismus.de. (Quelle: Pressemitteilung der Hessen Touristik Service e.V.).

Bett & Bike

In der 3. Auflage ist das Übernachtungsverzeichnis "Bett & Bike Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland" erschienen. Das vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) erstellte 230-Seiten-Buch listet über 660 Beherbergungsbetriebe mit rund 10.000 Zimmern auf, die sich auf die besonderen Bedürfnisse von Radlern eingestellt haben. Jedes dieser Häuser in allen Kategorien muss die vom ADFC aufgestellten Qualitätskriterien erfüllen. Hierzu zählen Unterstell- und Reparaturgelegenheiten für die Räder, das Vorhalten örtlichen Karten- und Infomaterials sowie die Möglichkeit, lediglich für eine Nacht abzusteigen. Wer diesen Standards entspricht, erhält die vom ADFC verliehene Plakette „Bett & Bike“. Jeder Gastbetrieb wird im Unterkunftsverzeichnis in Wort und Bild vorgestellt. Ergänzende Tipps zum Radeln, Übersichtskarten mit Radfernwegen und dem Standort der Hotels - die meisten liegen übrigens an ausgeschilderten Radstrecken - runden den handlichen Führer ab. Weitere Informationen gibt es unter www.bettundbike.de. (Quelle: Pressemitteilung des Hessen Touristik Service e.V.).

Frankfurter Buchmesse

Vom 8. bis 13. Oktober 2003 findet die Internationale Buchmesse in Frankfurt am Main statt. Verlage oder Autoren, die mir Ihre neuen Bücher, Kalender usw. vorstellen wollen, die für das Gastgewerbe von Interesse sind, bitte ich um einen Terminvorschlag möglichst am Samstag, 11. Oktober 2003, unter messe@abseits.de.

Zwiebelkuchen

Resch & Frisch, ein österreichischer Anbieter von Tiefkühlbackwaren, zeigt Serviertipps für Zwiebelkuchen. Zwiebelkuchen, der würzige Snack aus Hefeteig mit Zwiebeln und anderem belegt, schmeckt besonders gut zu Federweißem.

Restaurant-Werbung auf Mineralwasserflaschen

Die Bad Vilbeler Elisabethen Quelle wirbt auf 12 Millionenen Brunnenglasflaschen für Restaurants der Kooperation Hessen à la carte mit Angaben über Spezialitäten,Öffnungszeiten und Internet-Adressen. "Hessen à la carte" ist eine gastronomisch-touristische Initiative in der Rechtsform einer Kooperation. Vertragspartner sind der Hotel- und Gaststättenverband Hessen e.V. und des Hessen Touristik Service e.V. Die Gründung erfolgte 1990. Mehr über diese und weitere Gastronomie-Aktionen in der Quellenpost Nr. 2/2002.

Tipps fuer AdSense

Websites für gastronomische Betriebe verursachen Kosten. Was liegt da näher, als zu versuchen, einen Teil dieser Kosten durch den Verkauf von Anzeigenplätzen wieder hereinzuholen?

In seinem Associate Programs Newsletter #228 vom 28. Juli 2003 beschreibt Allan Gardyne: "How AdSense is changing the Internet". Wie kann man mithilfe von AdSense mit der eigenen Website bzw. einem eigenen Newsletter Geld für Anzeigenplätze verdienen.. Wie vermeidet man, von AdSense abgewiesen zu werden. Sind Affiliate-Programme besser als AdSensce? Wie kann man den Traffic steigern?

Sie wissen nicht, was AdSense ist? Unser Beitrag "Welche Anzeigen Google schalten würde" vom 24. Juni 2003 verrät es Ihnen.

Der Fuchs und die Trauben

Ingo Reich schreibt in der Wirtschaftswoche vom 28. Juli 2003 über die Warsteiner Brauerei: "Warsteiner will nicht mehr in Hektolitern denken".

Sonntag, Juli 27, 2003

Wunschlisten

Neu auf meiner persönlichen Amazon-Wunschliste sind zwei Science-Fiction-Romane von Don Brown mit Abenteuern des Romanhelden Harvardprofessor Robert Langdon:Wie kann man Amazon-Wunschzettel einsetzen?
  • als Wunschzettel für persönliche Feste, ähnlich wie Hochzeitstische, oder auch allgemeine Geschenktage wie Muttertag, Weihnachten,
  • als Sachspenden-Wunschliste von gemeinnützigen Organisationen oder z.B. Stadtbibliotheken. So machte das z.B. eine öffentliche Bibliothek in Oakland (siehe Netbib.de) und drei bis fünf deutsche sowie dreihundert Bibliotheken in den USA (siehe netbib.de: Wunschzettel).
  • um Usern von redaktionellen Websites oder auch Online-Beratungsangeboten die Möglichkeit zu eröffnen, Dank zu sagen (siehe ein Beispiel von kondolenz.info).
  • als Wunschliste von Mitarbeitern, damit ihnen Arbeitskollegen oder der Arbeitgeber bei Jubiläen Dinge schenken, die nicht daneben sind.
  • als Ergänzung der persönlichen Vorstellung bei Bewerbungen oder auch auf Websites. So macht das z.B. Martin Röll.
Für alle, die einen Link zu ihrer Wunschliste auf Ihrer Webseite einbauen wollen: Die sicherste Methode, einen Link auf sein Gästebuch zu erhalten, ist über den “Wunschzettel an Freunde verschicken”-Button sich selbst den Wunschzettel zuzuschicken. In der E-Mail findet man dann den korrekten Link darauf (Quelle: "Wie man keinen Link auf seinen Amazon Wunschzettel erhält").

Saure Gurken mit Schokolade

Die Saure-Gurken-Zeit verleitet Hinterbänkler unserer Politiker-Plage mit abstrusen Forderungen Schlagzeilen zu erheischen. Matthias Berninger, der es trotz großen Ehrgeizes nur zum Parlamentarischen Staatsekretär unter Renate Künast gebracht hat, fordert ein Verbot von Schokoladen-Zigaretten: "Grüne wittern süße Verführung"in: Focus vom 27. Juli 2003. Ob er einen Workshop über Personal Promotion bei Dieter Bohlen besucht hat?

Klau schau wem

Bereits am 16. Mai 2003 hatte der Spiegel ("Thierses Mahnschreiben gegen den Löffelklau") den Gastronomen Feit Reisberger zitiert, der gesagt haben soll, in seinen beiden Restaurants im Deutschen Bundestag seien die Schwund-Zahlen bei Besteck und Geschirr zehn Prozent höher als in jedem anderen Betrieb. Es sei bereits die Hälfte des Inventar in Höhe von ursprünglich 350.000 Euro abhanden gekommen.

Der japanische Autohersteller Nissan warb bezugnehmend auf diese Geschichte in einer Anzeige mit der Meldung "Manche nehmen. Andere geben." Statt das Diebesgut wieder rauszurücken, empört sich nun die Politiker-Plage über die öffentliche Bekanntmachung ihrer Schandtaten und thematisiert statt einer Selbstanzeige wegen Diebstahl lieber Anzeigen gegen andere. Siehe dazu auch "Empörung über die außerparlamentarische Joghurt-Opposition", in: Spiegel vom 27. Juli 2003.

Erfolgreich wirtschaften in der Gemeinschaftsverpflegung

Im Juni ist von Egon W. Kreutzer im Deutschen Fachverlag das Buch "Erfolgreich wirtschaften in der Gemeinschaftsverpflegung. Ein Leitfaden fuer die Praxis. Erfolg in der Gastronomie" erschienen. Darin werden die alltäglichen Probleme in der Gemeinschaftsverpflegung analysiert. Anhand von vielen anschaulichen Beispielen werden Lösungen aufgezeigt, die leicht auf den eigenen Betrieb übertragen werden können. Es werden wertvolle Tipps gegeben, Hinternisse und Widerstände erfolgreich zu überwinden und die Wirtschaftlichkeit des Betriebs voll auszuschöpfen und damit spürbar zu verbessern. Im Anhang werden die Betriebskosten von Küchen- und Ausgabetechnik verglichen.

Samstag, Juli 26, 2003

Trinkgeld-Usancen.

Das Hamburger Abendblatt informiert über Trinkgeldgewohnheiten in anderen Ländern: "Wie viel Trinkgeld im Urlaub nötig ist". Über die unterschiedlichen Trinkgeld-Usancen in verschiedenen Ländern der Welt informiert auch "The Original Tipping Page" nach einer Tabelle aus dem World Trade magazine.

Die Trinkgeldverhalten der Gäste ist sogar schon Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen:
  • 1999 testeten Connie Mok und Sebastian Hansen in einem Aufsatz "A Study of Factors Affecting Tip Size in Restaurants", in: Journal for Restaurant and Food Service Marketing, 1999, pp 49-64, zwei Hypothesen:
    1. Je größer das Trinkgeld, um so zufriedener sind die Gäste mit der Qualität der Spesen und dem Service.
    2. Je größer das Trinkgeld, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Gäste wieder einkehren.
    Die Daten wurden in einem Restaurant in Houston, Texas, gesammelt. Als Ergebnis zeigte sich ein strenger Zusammenhang zwischen der Größe des Trinkgelds mit der wahrgenommenen Qualität des Services und der Wahrscheinlichkeit eines erneuten Besuch, aber kein signifikanter Zusammenhang mit der Speisenqualität.
  • In einem Artikel über "Restaurant Tipping and Service Quality: A Tenuous Relationship" (PDF), in: Cornell Hotel and Restaurant Administration Quarterly, February 2001 (Vol. 42, No. 1), faßt Michael Lynn die Ergebnisse einer Reihe von Untersuchungen zusammen und schließt daraus abweichend, der Zusammenhang zwischen der Größe des Trinkgeldes und der wahrgenommen Qualität des Services sei schwach bis bedeutungslos.
Tipps für Service-Mitarbeiter, wie sie ihr Trinkgeld steigern können, gibt Bill "Restaurant Doctor" Marvin: "Tips and tipping in the real world". Der Tipp, kleine Bildchen, Herzchen oder so auf die Rechnung zu malen, und Gäste zu berühren, könnte aber Mißverständnisse provozieren oder manche Gäste so verwirren, daß sie den Wein verschlappern.

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Dienstkleidung

Der neue Service von Google, die Google News, führt dazu, daß ich Schlagzeilen von Zeitungen zu Gesicht bekomme, die ich normalerweise nicht einmal mit spitzen Fingern anfassen würde: Die österreichische Boulevard-Zeitung "Die Krone" titelt am 26. Juli 2003: "Einstellungskriterium Körbchengröße". Angeblich enthält der Bewerbungsbogen einer Linzer Diskothek die Frage nach der Körbchengröße, was eine Bewerberin, deren Körbchengröße nicht angegeben wird, dazu veranlaßt, eine Anwälting für Gleichbehandlungsfragen einzuschalten. Dabei wollte der Gastronom angeblich nur sicherstellen, ob er auch die passende Dienstkleidung zur Verfügung stellen kann. Hauptsache, die Boulevardzeitung kann - mit erhobenem Zeigefinger - mit einem weiblichen Torso Käufer anlocken.

Mehr über die österreichischen Gleichbehandlungsgesetze findet man im Beitrag "Gleichbehandlung im Arbeitsrecht" (PDF) von Neda Bei.

Blogs im US-Vorwahl-Kampf

Joanna Weiss schreibt in der angesehenen Boston Globe vom 23. Juli 2003 darüber, wie das Bloggen den amerikanischen Vorwahl-Kampf verändert: "Blogs' shake the political discourse":
  • Blogs sind besser lesbar als die unsäglichen offiziellen Websites der Kandidaten, an denen Teams von Textern sich abmühen.
  • Blogs verschaffen eine Aura von Authenzität. Die geäußerten Meinungen sind nicht demoskopie-getestet.
  • Eine Blogger-gestützte Kampagne benötigt keine teure professionelle, hierarchische Organisation, ist mit dieser sogar kaum vereinbar.
  • Blogger gewinnen das Gefühl, Einfluß ausüben zu können, und werden motiviert mitzumachen.

GeoPing

GeoPing ist ein neuer Service zur Geo-Lokalisierung von Blogs. Ich habe testweise die Website unseres Café Abseits in Bamberg, die technisch gesehen ein Blog ist, um den dazu erforderlichen Metatag {meta name="icbm" content="49.8998, 10.9079"} ergänzt, also mit den Längen- und Breitengraden in dezimaler Schreibweise. Die entsprechenden Daten Ihrer Gaststätte oder Ihres Hotels können Sie z.B. auf der Website Heavens-above.com in Erfahrung bringen. Sobald der um diese Daten ergänzten Blog aktualisiert worden ist und von einem Crawler des Services weblogs.com erfaßt worden ist, erscheint der Standort des Blogs in der Weltkarte von GeoPing als roter Punkt. Fährt man mit dem Cursor über diesen Punkt, wird der Titel des Blogs angezeigt. Zur Zeit scannte GeoPing alle an Weblogs.com gepingten Blogs nur einmal pro Woche. Wer häufiger aktualisiert, kann auch direkt an GeoPing pingen.



Ist das Ganze nur eine technische Spielerei? Kurzfristig vermutlich ja, weil erst wenige User nach Standorten von Websites suchen und erst wenige Dienste aufgebaut sind, welche diese Standorte auswerten. Aber bereits jetzt schon orientieren sich viele, vor allem amerikanische Touristen, die mit GPS-fähigen Handys durch Deutschland reisen, an diesen Daten. Sie leisten bei mangelnder Ortskenntnis, mehr noch bei unzureichenden Sprachkenntnisse, um etwa Hinweisschilder zu verstehen oder Einwohner fragen zu können, gute Dienste, z.B. um gastronomische Betriebe zu orten. Mittelfristig werden sich neue Anwendungsgebiete entwickeln und auch die Anzahl der Menschen mit GPS-fähigen Handys und anderen Endgeräten stark zunehmen. Siehe zu diesem Thema frühere Postings über GeoCaching und GeoUrl.

Freitag, Juli 25, 2003

Halber Mehrwertsteuersatz fuer das Gastgewerbe?

Die Stuttgarter Zeitung berichtet über eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim für das Stuttgarter Wirtschaftsministerium über die Arbeitsplatzwirkungen einer niedrigeren Mehrwertsteuer für arbeitsintensive Dienstleistungen: "Mehrwertsteuer belastet Arbeitsplätze".

Die Ergebnisse der Studie "Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für arbeitsintensive und konsumnahe Dienstleistungen" (PDF, ca. 303 KB) sind zwar hinsichtlich der qualitativen Wirkungen verrringerter Mehrwertsteuersätze nicht sonderlich überraschend, aber eine Studie des renommierten Instituts, zumal im Auftrag des FDP-geführten Wirtschaftsministeriums einer rot-gelben Landesregierung, ist auch ein starkes politisches Signal, eine fundierte Unterstützung für die Forderung nach der Ausweitung des niedrigeren Mehrwertsteuersatzes auch auf die Dienstleistungen im Gastgewerbe. Siehe dazu auch unseren Beitrag: "Bundestagswahl 2002: Was erwartet die Gastronomie von einem Kanzler Stoiber?".

Der von der Stuttgarter Zeitung angegebene Link zum Institut für Mittelstandsforschung ist übrigens falsch. Die richtige URL lautet: ifm.uni-mannheim.de.

Jetzt gibt's saures

Florian Holzer radelt in der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" vom 25. Juli 2003 eine Tour de force quer durch: "Z wie Zitrone" (via Karina Matejcek).

Sperrstundenregelung für Biergaerten

Auch nach der Zwangsunterwerfung des früheren Arbeitsministeriums unter das Wirtschaftsministerium weigert sich das fusionierte Wirtschafts- und Arbitsministerium weiterhin beharrlich, überkommene Vorschriften zugunsten einer liberalen Wirtschaftsordnung aufzugeben. Der Stern berichtet über die hartnäckige Verweigerung einer Reform der Technischen Anleitung Lärm, mit der endlich der Lärm von Biergärten, Sport- und Kulturveranstaltungen anders beurteilt werden könnte als Industrielärm: "Zoff um die Sperrstunde für Biergärten".

Bratwurst kulinarisch

Wer wie Gisela Hellinger in Oberfranken geboren ist und in Nürnberg gelebt hat, bevor sie an die Münchener Kunstakademie ging, muß ein beinahe erotisches Verhältnis zur Bratwurst haben. In ihrem, im September 2003 erscheinenden Buch "Die Bratwurts. Ein kulinarischer Leckerbissen" geht es um die Bratwurst. Wo kommt sie her, was ist in ihr drin, wie kann man sie zubereiten und was kann man eigentlich noch alles mit ihr machen, außer sie zu essen. Welche Beziehung hat sie zur Erotik und war wäre Henri Matisse zu ihr eingefallen? Die Cartoos, Zeichnungen, Karikaturen und Objekte von Gisela Hellinger finden überraschende Antworten. Eine Liebeserklärung mit Biss - und mit allerlei Rezepten, Gedichten, Geschichten und Fakten.

Bis Juni 2003 wurden Gisela Hellinger im Stadtmuseum Fembohaus in Nürnberg gezeigt. Die viel beachtete Ausstellung wandert danach in weitere Städte.

Blog-Statistiken

"Blogging By The Numbers" von Robyn Greenspan, in: Cyberatlas vom 23. Juli 2003, mit einigen interessanten Zahlen rund ums Bloggen aus einer Umfrage von Jupiter Research.

Neue gastronomische Ausbildungsberufe?

Der Tagesspiegel berichtet über eine Initiative, Dönermacher, Döner-Fachverkäufer und Pizzabäcker als neue Ausbildungsberufe zu etablieren: "Dönermacher als neuer Ausbildungsberuf ".

Ich-AGs duerfen Arbeitnehmer einstellen

Nachgebessert: "Ich-AG kann Arbeitnehmer einstellen", in: Berliner Zeitung vom 25. Juli 2003.

Sven Przepiorka: Weblogs und deren technische Umsetzung

Sven Przepiorka hat seine Diplom-Arbeit im Fach Wirtschaftsmathematik an der Universität Ulm online gestellt: "Weblogs und deren technische Umsetzung" (PDF, 1,1 MB), vorgelegt im März 2003. Diese Diplom-Arbeit ist aber auch für Nicht-Wirtschaftsmathematiker lesenswert. Sie bietet z.B. eine gute Einführung in das Thema Weblog und interessante Ausführungen zum Thema ""Weblogs im Business?". Sven Przepiorka ist langjähriger Blogger (Tzwaen.de) und bietet u.a. auch eine eigene Weblog-Software gupsi:weblog zum kostenlosen Download an.

Tierrechte in der Bratpfanne

Jüngste Vorfälle wie "Rinderwahnsinn", "Dioxinskandal", "Maul- und Klauenseuche", wie auch die Problematik gentechnisch veränderter landwirtschaftlicher Produkte oder Gerichtsverfahren gegen gewisse "Fastfoodketten" und Prozesse bezüglich der Herkunftsbezeichnung von Produkten zeigen mit Gewissheit, dass der Inhalt einer gerade erschienen Festschrift zu Ehren von Pierre Widmer, Direktor des Schweizerischen Instituts für Rechtsvergleichung, anlässlich des Antritts seines wohlverdienten Ruhestandes von größer Aktualität ist: "Gastronomie, alimentation et droit / Kochkunst, Ernährung und Recht". Mélanges en l'honneur de Pierre Widmer / Festschrift zu Ehren von Pierre Widmer. (Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Rechtsvergleichung / Publications de l'institut de droit comparé 46). Herausgegeben von Aronovitz Alberto. Zürich 2003. 512 S. brosch. CHF 78.00.

Die Nahrungsmittelindustrie muss sich heutzutage wichtigen Herausforderungen stellen, wie beispielsweise eine qualitativ hochwertige Versorgung aller, und diese Herausforderungen haben auch enorme soziale, kulturelle und wirtschaftliche Auswirkungen. Die Idee, Juristinnen und Juristen der Welt des Nahrungssektors näherzubringen, ergab den brisant kombinierten "Titel Kochkunst, Ernährung und Recht". Das Inhaltsverzeichnis:
  • Der Willkommenstrunk von Heinrich Koller
  • Alberto Aronovitz: Inter gastros silent jus? ou: Existe-il un droit de la gastronomie et de l’alimentation?
  • Margrith Bigler-Eggenberger: "Alles besetzt": Über die Schwierigkeiten behinderter Menschen, gleichberechtigten Zugang zu Gaststätten zu erhalten.
  • Jarmila Looks: Ladies first? De l’égalité des sexes face à la nourriture.
  • Alexandra Gerber: Des einen Freud – des andern Lärm: öffentlichrechtlicher Schutz gegen Gaststättenlärm in der Schweiz.
  • Elena Dan Grisel: Soft law des manières de table.
  • Andrea F.G. Raschèr: Constitutio Criminalis Culinaria.
  • Andrea Bonomi / Eva Schriever: Europarecht à la carte.
  • Bénédict Foëx: L’huître, la perle et les droits réels.
  • Kurt Siehr: Die Schnecke im Recht.
  • Ruth Reusser: Tier-Rechte in der Bratpfanne.
  • Ugo Patroni Griffi: Il caso Parmesan.
  • Rita Lenz: Alles Käse, oder was?
  • Jörg Schmid /Franziska M. Betschart: Das Nachtessen aus vertragsrechtlicher Sicht.
  • Inger Eriksson Haider: Préservation du patrimoine gastronomique gustatif dans l’UE.
  • Petar Šarčević: Comparative Law and Comparative Gastronomy.
  • Bernard Dutoit: Appellation d’origine contrôlée (AOC) et indication géographique protégée (IGP).
  • Quentin Azau: La protection des recettes de cuisine et la propriété intellectuelle.
  • Valfrid Piredda: Droit, Gastronomie et Internet.
  • Pierre Wessner: Au menu: bœuf, salades et fromages contaminés ou la notion d’illicéité dans tous ses états.
  • Emese Kaufmann-Mohi: "Le lait rend les os forts": un cas d’ostéoporose juridique?
  • Claire Spirou: La sécurité alimentaire dans l’UE.
  • Claudia Lima Marques: Le droit de la consommation au Brésil à l’épreuve des OGM.
  • Béatrice Métraux: Agriculture suisse, questions choisies d’une catastrophe annoncée.
  • Attila Harmathy: Is it dangerous to eat?
  • Harro von Senger: Wie man Lukullus zu bändigen versucht und andere Fragen des Lebensmittelsrechts in China.
  • Malak Bennani: L’art culinaire et le droit musulman: entre opulence et austérité.
  • Sami A. Aldeeb Abu-Sahlieh: Interdits alimentaires et abattage rituel chez les musulmans.
  • Annette Donnier-Troehler: Ogres, loup-garous et autres hors-la-loi alimentaires.
  • Sharon Rodríguez de Castro Rincón: La grève de la faim dans les prisons espagnoles.
  • Jean-François Flauss: Le droit à l’alimentation en droit international: de la juridicisation à la justiciabilisation?
  • María Asunción Asín Cabrera: L’Espagne et la Convention de New York du 20 juin 1956 sur les recouvrements des aliments à l’étranger.
  • Miroslaw Wyrzykowski: Hungry for the Constitution.
  • Bertil Cottier: Heurs et malheurs de la publicité pour les boissons alcoolisées à la radio et à la télévision.
  • Josef Skála: Trademark or Appellation of Origin (case Budweiser).
  • Dmitriy Kurdyukov: Legal Regime governing the Import of Alcoholic Products in Russia.
  • Alfred Koller / Roger Brändli: "Trunken gestohlen, nüchtern gehängt" Essen und Trinken in deutschen Rechtssprichwörtern.
  • Hans Hoyer: Zum österreichischen Buschenschankwesen.
  • Kathrin Klett: Waadtländer Champagner?
  • Martin Sychold: Cannabis Cultivation, Consumption and the Conventions.
Dieses Buch kann bei der Schulthess Juristische Medien AG, Zwingilpatz 2, CH-8022 Zürich, Tel: +411 2519336, Fax: +411 2616394, E-mail: buchhandlung@schulthess.com, bestellt werden.

Donnerstag, Juli 24, 2003

W-LAN in Kneipen und Cafés fuer AOL-Kunden

Markus Becker berichtet im Spiegel vom 23. Juli 2003, daß AOL-Kunden bundesweit in 150 Szene-Kneipen und -Cafés in Städten ab 100.000 Einwohnern ab sofort drahlos surfen können: "Mit der Funke in die Pinte".

Mehr Über Internetcafés.

Kindergarten-Marketing

Gestern haben uns die Kinder eines Bamberger Kindergartens besucht, natürlich zusammen mit ihren Kindergärtnerinnen. Sie haben sich zeigen lassen, wie man Getränke zapft und wie das Bier aus dem Keller in die Gaststätte fließt. Sie durfen mal in unsere ganz großen Kühlschränke, in die man sogar reinlaufen kann (Kühlzellen), jeder konnte sich ein Eis dekorieren und vieles mehr. Diese Form des Nachbarschaftsmarketings ist im Grunde ganz einfach. Man muß nur Kontakte mit den Kindergärten in der Umgebung schließen. Die meisten sind regelrecht scharf auf solche Betriebsbesichtigungen.

Die Il Piccolino Kindergartenmarketing GmbH wurde 2001 gegründet und nennt sich selbst einen "professionell tätigen Jugend- und Kindervermarkter". Mit Kindergarten-Marketing kann man nach den Schulen auch die Kindergärten "erschließen und umfangreiche Zielgruppenkontakte bei den 3 bis 6jährigen realisieren". Siehe auch einen Artikel in der "Absatzwirtschaft" vom 14. Juli 2003: "Werber entdecken Markt für die Kleinsten" und "Targeting the Toddler Market" von Constance L. Hayes, in: The New York Times vom 10. Juli 2003.

Mehr über "Marketing in der Gastronomie: Zielgruppe Kinder und Jugendliche".

Tango-Fieber

Die von Campari bzw. dem österreichischen Importeur Stock Austria präsentierte Website redpassion.at informiert über alle Termine der "Campari Red Passion"-Tour von Juli bis Oktober 2003 in Österreich, die unter der künstlerischen Leitung des Choreographen Rafael Ramirez und seiner österreichischen Assistentin Lisa Hey stehen.

Korn statt Grappa?

Wolfgang Sauer spottet am 24. Juli 2003 in der "Welt" über Bemühungen, der Deutschen Bundestags möge die Gastronomie Deutschlands repräsentieren: "Trinkt deutsch!".

Angesagte Prager Bars und Kneipen

Die angesagtesten Prager Bars und Kneipen stellt die Prager Zeitung am 24. Juli 2003 vor: "Bars: Wenn der große Durst kommt".

Aelteste Bierstube Pilsens wird wiedereroeffnet

Die wöchentlich erscheinende, deutschsprachige Prager Zeitung berichtet am 18. Juni 2003, die 1511 erstmals erwähnte Kneipe "Parkán" in Pilsen solle Ende April 2004 als Teil des Firmenmuseums der Brauerei Pilsner Urquell wieder eröffnet werden: "Pilsens älteste Bierstube". Mehr über Historische Gaststätten und Gasthäuser.

Mittwoch, Juli 23, 2003

Statistiken über land-, forst- und ernaehnungswirtschaftliche Erzeugnisse

Wer fundierte Preis- aber auch Mengeninformationen für land-, forst- und ernähnungswirtschaftliche Erzeugnisse sucht, findet Zahlenreihen und Graphiken bei der ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH, so z.B. über den Wachsenden Spargelmarkt (PDF) oder "Weniger rotes Fleisch, mehr Geflügel" (PDF).

Etikettenschwindel

Der Berliner Kurier ließ sich am 18. Juli 2003 zur Schlagzeile hinreißen: "Vanille-Eis: Nur jede 3. Kugel ist echt". Der Etikettenschwindel wurde von der Verbraucherschutzsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) enthüllt. Damit kennt sich die SED ja aus. Mehr über Vanillin und mehr über die PDS.

Im Wortlaut: die Pressemitteilung "Nicht jedes 'Vanille'-Eis enthält tatsächlich Vanille Kennzeichnung oft nicht korrekt" des Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vom 17. Juli 2003. Daraus geht hervor, daß bei der Verwendung von Vanillin statt natürlicher Vanille die korrekte Bezeichnung "mit Vanillegeschmack" zu verwenden ist und nicht "Vanilleeis". Aber übersetzen Sie das mal ins Italienische!

Ganz schoen uncool!

Bei österreichischen Jugendlichen sei der Eiskonsum stark zurückgegangen, behauptet "Die Presse" am 23. Juli 2003: "Eis ist out". Wie wäre es stattdessen mit Smoothies?

Eine recht gute Einführung in die Geschichte der Speiseeisherstellung und die Grundsorten nach der Speiseeisverordnung bietet die "Warenkunde Speiseeis" der Website familie-im-web.de.

Absoluter Tiefpunkt?

Die Freie Presse Online meldet unter dem Titel "Stimmung im sächsischer Tourismusbranche im Keller", die IHK Dresden bewerte das Ergebnis einer Umfrage so, das Winterhalbjahr 2002/2003 habe einen "absoluten Tiefpunkt" für Gastronomie und Hotellerie in Sachsen dargestellt. Ganz schön optimistisch!

Bierwerkstatt

Nach jahrelanger Kooperation hat die Privatbrauerei Zwettl die kleine Brauerei Weitra mit Wirkung zum 1. Januar 2003 übernommen. Sie fungiert jetzt als "Bierwerkstatt" zur Entwicklung von Nischenbieren. So wurde ein Biobier, genannt "Hadamar", eingeführt, daß so gut eingeschlagen hat, daß vorübergehend Lieferengpässe eingetreten sind.

Das neueste Produkt aus der "Bierwerkstatt" ist "Vision" in einer limitierten Jahresedition 2003. Sie wurde in diesen Tagen eingebraut (von Braumeisterin und Klosterschwester Doris Engelhard) und wird ab Anfang September verfügbar sein. Die Menge wurde bewußt begrenzt auf 100 Hektoliter. Es handelt sich um ein Märzen nach bayerischer Rezeptur.

Die limitierten Jahreseditionen werden von wechselnden Braumeistern gebraut. Im letzten Jahr brauten "Bierpapst" Conrad Seidl, Weitras Braumeister Hermann Pöpperl und Braumeister Karl Schwarz aus Zwettl Mitte Juli ebenfalls 100 Hektoliter Bier ein und präsentierten Anfang September 2002 ihre Version von exklusivem Biergenuss.

Zu weiteren Taktiken, Biere wertvoll zu machen, siehe ein früheres Posting vom 26. November 2002. Neben der Spezialisierung sind die nationale Verdrängung und die regionale Konsolidierung erfolgversprechende Strategien das Brauereisterben zu übeleben.

Fifty-Fifty

Peter Wagner berichtet in der Saarbücker Zeitung über das Gutscheinheft "Fifty-Fifty" im St. Wedeler Land: "Mit Halbe-Halbe richtig sparen". Diese spezielle Variante berechtigt maximal zwei Erwachsene und zwei Kinder bis 16 Jahren pro Lokal zum einmaligen Genuss von je einem Hauptgericht zum halben Preis, ist also auch attraktiv für Einzelgäste, anders als bei anderen Varianten, bei denen das Gericht für den zweiten Gast gratis ist (maximal im Wert des Essens des ersten). Mehr über Coupons.

Dienstag, Juli 22, 2003

Pfandflucht bei alkoholfreien Getraenken – weniger Umsatz, neue Trinkgewohnheiten

Die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) zieht eine ernüchternde Bilanz für das erste Halbjahr 2003: Trotz des außergewöhnlich warmen Frühsommers stagniert der Absatz der alkoholfreien Getränke (AFG) auf Vorjahresniveau. Dank des hohen Getränkekonsums im Juni blieb in den ersten sechs Monaten dieses Jahres der Absatz der alkoholfreien Getränke im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar stabil, konnte mit 0,9 Prozent jedoch nur leicht gesteigert werden. Der Umsatz ging sogar um 2,7 Prozent zurück.

Bruch mit Trinkgewohnheiten

Die Pfandeinführung zum Jahreswechsel stellte pflichtbepfandete Getränke in Einwegverpackungen ins Abseits.
  • Die klassischen Erfrischungsgetränke wie Cola-Getränke (-7,1 Prozent Absatzänderung im Vergleich zum Vorjahr), Limonaden (-14 Prozent) und Bittergetränke (-25,7 Prozent) mussten neben gravierenden Absatzrückgängen auch Umsatzeinbußen im zweistelligen Bereich hinnehmen.
  • Die Absatz- und Umsatzzahlen bei den Energy Drinks liegen gar um über 80 Prozent unter den Vorjahreswerten.
"Der Einbruch bisher sehr gefragter Getränkesegmente ist ganz offensichtlich die Folge einer Pfandvermeidungsstrategie der Verbraucher", resümiert Dr. Andreas Stücke, Hauptgeschäftsführer der wafg. Getränke, die in Mehrwegflaschen und unbepfandeten Einwegverpackungen angeboten wurden, standen dagegen bei den Verbrauchern hoch im Kurs. Die Gewinner im Bereich alkoholfreier Getränke sind daher die
  • Fruchtsaftgetränke,
  • Eistees
  • sowie die überwiegend kohlensäurefreien Sportgetränke.
  • Beim Wasser haben vor allem die Varianten mit wenig Kohlensäure (+12,2 Prozent) und stille Wässer (+6,2 Prozent) kräftig zugelegt. Damit setzt sich der bereits im Vorjahr erkennbare Trend auch in diesem Jahr fort.
Bei den Verpackungen sind für die Konsumenten weiterhin Komfort und geringes Gewicht wichtige Kriterien. Dabei zeigt sich allerdings nach Einführung des Pflichtpfandes ein sehr differenziertes Bild:
  • Es gab eine überproportional große Nachfrage nach PET-Mehrwegflaschen. Insbesondere der Verkauf von Getränken in 1-l-PET-Mehrwegflaschen erhöhte sich um 51,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, so dass Hersteller zum Teil Engpässe beim Leergut beklagten.
  • Bei den Einweg-Verpackungen erfreuen sich nun die unbepfandeten und bequem zu entsorgenden Kartonverpackungen zunehmender Beliebtheit.
  • Dagegen ging die Nachfrage nach den in den letzten Jahren stark gefragten PETEinweg-Flaschen um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2002 zurück.
  • Die Dose hat mit 0,2 Prozent Marktanteil mittlerweile einen kaum noch messbaren Anteil an den AFG-Verpackungen.
Insgesamt beträgt der Anteil der Mehrwegverpackungen bei alkoholfreien Getränken nun 57,5 Prozent.

373 Euro je Einwohner für Essen und Trinken ausser Haus in 2002

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes erzielten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Jahr 2002 aus dem Verzehr von Speisen und Getränken rund 31 Mrd. Euro Umsatz; dies entspricht einem durchschnittlichen Betrag von 373 Euro je Einwohner in Deutschland. Damit wurden im Jahr 2002 im Schnitt 14 Euro weniger für Essen und Trinken außer Haus ausgegeben als im Jahr 2001. In den letzten fünf Jahren, das heißt im Zeitraum von 1997 bis 2002, nahm der Umsatz der Gastronomie mit Speisen und Getränken um 1,9 Mrd. Euro oder 5,8% ab. Dies entspricht einem Rückgang des Umsatzes je Einwohner um 25 Euro.

New York City Restaurant Week 2003

NYC & Company ist die offizielle, gemeinnützige Tourismus-Marketing-Organisation von New York City mit mehr als 1.500 Mitgliedern (Unternehmen, Museen, Hotels, Restaurants, Läden, Theater, Tour-Organsationen und Attraktionen und einem Jahresetat von rund 14,5 Millionen Dollar, zu dem die Stadt die Hälfte beisteuert.

Unter der Bezeichnung Restaurant Week führt NYC & Company eine Werbewoche für die mehr als 160 teilnehmenden Restaurants durch. Angeboten werden Drei-Gänge-Menüs mittags für 20,03 Dollars und am Abend für 30,03 Dollars (Getränke, Trinkgelder und Steuern kommen dazu) noch bis Ende August. Darunter ist z.B. auch Michael Jordan's The Steak House, in dem ein ordinärer "Eisbergsalat mit Tomaten und Zwiebeln" normalerweise schon 9,95 Dollar kostet und ein halbes Hähnchen 24,95 Dollar oder Pommes frites als Beilage 7,50 Dollar.

„Einen Kaffee und die neue Madonna-CD bitte!“

Innovatives Gastro-Medien-Konzept eröffnet Pilotbetrieb.

Im Lübecker Eiscafé Romios eröffnete Anfang Juli der erste Compilation Club. Hier können die Gäste Speisen und Getränke genießen und am Tisch Musik hören. Möglich macht dies ein Katalog mit Strichcodes. Die Besucher können mit Hilfe eines Handscanners CDs auswählen, den Klängen lauschen und dann die gewünschte CD gleich beim Kellner kaufen. Im Katalog befinden sich – monatlich aktualisiert – die neuesten und erfolgreichsten Produkte verschiedener Musikstile: von Pop/Rock über Klassik und Jazz bis hin zu Volks- und Kindermusik sowie verschiedene DVDs. Die Kunden haben sekundenschnellen Zugriff auf rund 5.000 Songs von über 4.000 unterschiedlichen Interpreten.

York P. Herpers, Entwickler des Compilation Club, freut sich: „Endlich können wir jedem Interessierten das Konzept zeigen und beweisen, dass die Idee bei den Gästen ankommt und dass dieses Geschäft einfach Spaß macht.“

Spaß machen soll die Idee nicht nur den Besuchern, sondern auch den Gastronomen: „Die Technik kann in jedes Design und in jeden Betrieb problemlos integriert werden. Besonders interessant ist die Idee für Cafés mit starkem Konkurrenzdruck im Innenstadtbereich“, so Herpers. Damit liegen die Vorteile für Gastronomiebetriebe wie Eiscafés, Cafés, Bistros oder Hotels auf der Hand: Sie setzen sich mit dem Compilation Club klar von der Konkurrenz ab. Der innovative Service steigert das Image und macht aus einem unscheinbaren Café einen In-Treff.

Dabei brauchen die Gastronomen keine Handelserfahrung oder Kenntnisse über CDs und DVDs: Ein automatisches Bestellsystem versorgt den Wirt stets mit der benötigten Ware, und innovative Technik übernimmt die Beratung der Gäste. Der Gastronom verdient nicht nur am höheren Umsatz in der Gastronomie durch mehr Gäste und deren längere Verweildauer, sondern auch am CD-Umsatz.

Die Medienresonanz auf die Eröffnung des Lübecker Compilation Club war sehr groß: Ausführliche Berichterstattungen gab es unter anderem bei NDR, NDR2, Delta Radio, SAT1 und T-Online. Ein Video vom Pilotbetrieb in Lübeck steht unter www.compilationclub.com zur Verfügung.

Für seine Geschäftsidee gewann Herpers den Gründerpreis der BDO-Wirtschaftprüfungsgesellschaft und der IHK zu Lübeck am 1. März 2003. Am 23. Juli wird sein Konzept erneut zu den besten Businessplänen des StartUp-Wettbewerbs der Sparkassen in Schleswig-Holstein gehören. Dipl.-Kfm. York P. Herpers ist seit 1995 etablierter Entwickler neuer Geschäftsfelder in der Musikbranche. In seinem Buch „Der Musikhandel im Wandel“ (ISBN 3-8311-2150-8) kündigte er das Konzept des Compilation Club bereits 2001 an. Zu seinen Referenzkunden gehören die Warner Music Group, die Bertelsmann AG und die PhonoNet GmbH.

Weitere Informationen für Franchise-Interessenten: YPH Services, Compilation Club, Sachsenwaldstraße 9, 22958 Kuddewörde (bei Hamburg), Tel.: 04154 999 722, Fax: 04154 999 723, Email: info@compilationclub.com, www.compilationclub.com. (Quelle: Pressemitteilung des Compilation Club).

Koschere Lebensmittel online kaufen

Seit kurzem gibt es einen - meines Wissens - zweiten Online-Shop für koschere Lebensmittel in Deutschland. Betreiber von Koschermarkt.de ist die Eschel Handels GmbH in Frankfurt am Main. Bereits länger im Geschäft ist Daniel Feinkost in München. Mehr über Koschere Restaurants.

Umsatz im Berliner Gastgewerbe auch im Mai 2003 weiter rücklaeufig

Die Betriebe des Berliner Gastgewerbes mussten nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes Berlin im Mai 2003 Umsatzeinbußen von nominal 12,7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat hinnehmen. Unter Ausschaltung der Preisentwicklung, d.h. real, wurde 12,3 Prozent weniger umgesetzt als vor einem Jahr. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2003 ging der Umsatz im Berliner Gastgewerbe um nominal 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Davon waren alle drei Bereiche betroffen. Die stärksten Umsatzeinbrüche hatte das Beherbergungsgewerbe mit nominal 14,9 Prozent und das Gaststättengewerbe (-14,8 Prozent) zu verkraften. Die Kantinen und Caterer schnitten mit einem Umsatzverlust von 10,1 Prozent etwas besser ab. Der Abbau der Zahl der Beschäftigten im Berliner Gastgewerbe setzte sich auch im Mai 2003 gegenüber dem Vorjahresmonat weiter fort (-10,3 Prozent). Dabei verringerte sich die Zahl der Vollbeschäftigten um 12,3 Prozent und die der Teilzeitbeschäftigten um 6,6 Prozent.

Coca Cola kauft Roemerquelle

Der Österreichische Rundfunk meldet am 21. Juli 2003: "Coca Cola kauft Römerquelle" (via Karina Matejcek). Die erst seit 1965 kommerziell genutzte Römerquelle ist nach starkem Wachstum hinter Vöslauer die Nummer zwei auf dem österreichischen Markt. Die Markusquelle ist eine Tochter der Römerquelle. Sie wird von Coca Cola mit übernommen.

Meines Wissens ist es lange Zeit ungewöhnlich gewesen, daß Coca Cola als Spezialist für Softdrinks Mineralbrunnen aufkauft, im Gegensatz zu den Konzernen Nestlé und Danone, die weltweit bereits erhebliche Marktanteile erworben haben, auch durch Zukäufe. Siehe dazu auch eine Übersicht von Wer-zu-wem.de für alkoholfreie Getränke, die in Deutschland erhältlich sind. Andererseits hat Coca Cola in Österreich bereits die Valser Mineralquellen im Bündnerland übernommen und in Deutschland die Urbacher Mineralquellen GmbH in Baden-Württemberg (laut Gastronomie-Report: Mineralwasser). Und laut einer Meldung von Financial Times Deutschland vom 18. Juni 2002 ("Nestlé drängt an die Weltspitze im Eismarkt"), kooperiere Coca-Cola in den USA mit Danone beim Vertrieb von Wasserprodukten wie Evian in den USA und Kanada. Zudem verschwimmen die Grenzen zwischen Softdrinks und Mineralwasser immer mehr durch den Trend zu Near-Water-Produkten (siehe dazu: "Trendgetränke aus dem Chemiebaukasten" von Ingo Reich, in: Handelsblatt vom 27. Januar 2003) und Functional Drinks".

Falstaff Festival der Bierkultur 2003

Falstaff, das österreichische Magazin für Essen, Trinken, Reisen, lädt alle Freunde der gehobenen Bierkultur ins neue "Bierhaus Mauer" (Gesslgasse 4, 1230 Wien). Patron Thomas Brandauer sorgt für ein erstklassiges Buffet mit Salzburger Tauernlamm, ofenfrische Spare Ribs, steirisches Kürbisrisotto, Mehlspeisen und vielem mehr. Dazu gibt´s 20 österreichische Spitzenbiere wie die Schwechater Hopfenperle, Schwechater Zwickl, Reininghaus Jahrgangspils, Schremser Premium und Zwickl, Stiegl Goldbräu und Weizengold, Villacher Märzen, Stauder Pils und weitere Biere. Bierpapst Conrad Seidl wird die Biere kommentieren. Reservierung unter Tel. 02243/34 798, bzw. Abendkasse. Buffet und Bierverkostung sind im Eintrittspreis von 20,- Euro inkludiert. (via Conrad Seidl).

Montag, Juli 21, 2003

Kneipe als Community

Im "Global Learning Newsletter" vom 21. Juli 2003 findet sich ein Hinweis auf ein Statement von Pia Bohlen, Betreiberin der Business-Community für Frauen, femity.net, in dem sie virtuelle Communities mit der Gastronomie vergleicht. Wirt und Gäste, also Betreiber und Lerngemeinschaft trügen, sagt sie, maßgeblich zum Erfolg einer virtuellen Community bei. Aus eigener Erfahrung schildert sie, in welchen Punkten die Teilnehmer Gemeinsamkeiten aufweisen müssen und wie das Konzept einer Community umgesetzt werden sollte. (via Robert Chromow).

Daß die Zufriedenheit eines Gastes auch davon abhängt, dass das Restaurant von anderen Gästen besucht wird, wurde erstmals vom späteren Nobelpreisträger Gary S. Becker mikoökonomisch untersucht (Gary S. Becker: A Note on Restaurant Pricing and Other Examples of Social Influences on Price, 1991).

Der Konzeption von Abseits.de liegt die Vergleichbarkeit von Kneipen und virtuellen Communities von Anfang an (seit April 1998) zugrunde.

Daypop historisch

Wenig bekannt ist die Möglichkeit, historische Nachrichten-Überblicke von Daypop aufrufen. Z.B. werden bei einem Aufruf von www.daypop.com/news/archive/2002/05/ alle Seiten von Daypop Top News angezeigt, die im Mai 2002 archiviert worden sind. Daypop archivert alle 6 Stunden. Die Ergebnisse werden als Webseiten und als XML-Datei gespeichert. Das Archiv reicht zurück bis März 2002.

Daypop ist eine Suchmaschine für aktuelle Ereignisse. Daypop durchsucht das "living web" wenigstens einmal am Tag. Das "living web" besteht aus Websites, die täglich aktualisiert werden, also Online-Zeitungen, E-Zines und Weblogs. Daypop durchsucht zur Zeit mehr als 35.000 Websites und Weblogs täglich. Daypop Top News sind diejeingen Webseiten von Zeitungen, die am häufigsten verlinkt worden sind. Der oben beschriebene Zugriff auf das Archiv erlaubt deshalb einen vorzüglichen Einblick in die chronologische Entwicklung der im Zeitablauf als wichtig erachteten Nachrichten und Meldungen weltwelt.

Analog existiert auch ein Archiv der Top Links der Blogger (seit März 2002) und der Archiv der Top Weblogs (seit März 2003). Beim letztgenannten erfolgt die Archivierung unregelmäßig.

Salmonellen in Klagenfurt

Der Standard meldet heute, daß sich rund 50 Personen mit Salmonellen infiziert hätten, darunter acht Mitarbeiter des Restaurants am See in Klagenfurt: "Salmonellen-Skandal in Klagenfurt: Fünfzig Fälle bekannt". Die Arbeiterkammer Kärnten nimmt dies zum Anlaß zu fordern, die 2001 im Zuge einer Verwaltungsreform abgeschaffte regelmäßige Untersuchung nach dem Bazillenausscheidergesetz für alle Mitarbeiter in Gastronomie- und Tourismusbetrieben, wieder einzuführen. Damit sie die Verpflichtung für Gastgewerbebetriebe weggefallen, sich von ihren Mitarbeiter bei der erstmaligen Anstellung und in der Folge alle zwei Jahre ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis vorlegen zu lassen. Siehe zu diesem Thema auch:.

Bier angesagt

"Wie Bier wieder trendy wird" glaubt der Stern zu wissen. Zur Frage, ob Beck's Gold nun ein großer Erfolg ist oder nicht, würde ich gern mal Mäuschen spielen im Bremer Becks-Computer. In einer Pressemitteilung von Beck's vom 22. Mai 2003 heißt es in bezug auf Becks's Gold: "Die Resonanz ist riesig und schon nach kurzer Zeit ist die Mehrweg-Flasche im 24er-Kasten der Renner im Einzelhandel geworden.“ Wenn es so ist, meinen Glückwunsch nach Bremen!

Vorhersage

Wetten daß in Deutschland in den nächsten Jahren auch eine Vielzahl von regionalen Weblog-Portalen entstehen werden? In Nordamerika gibt es bereits Portale für Austin, Beltway, Boston, Dallas / Fort Worth, Kansas City, Los Angeles, Madison, Montréal, New York, Phoenix, St. Louis, San Diego, Seattle, Washington und in Europa ein erstes für London.

Die spezielle Lösung der New Yorker, nämlich die Blogs anhand eines Plans der öffentlichen Nahverkehrsmittel (bzw. des U-Bahn-Netzes) darzustellen, hat die orangemedia GmbH als Spielwiese ihres Auszubildenden Sven aufgegriffen und bereits für eine ganze Reihe von deutschen Großstädten umgesetzt, z.B. Berlin.

Sammelwut

Sammeln kann man alles Mögliche wie Etiketten Thüringer Brauereien, Bierdeckel und Gläser belgischer Trappistenbiere oder Weizenbiergläser.

Ich sammle Blogs mit gastronomischen Inhalten. Neu hinzugekommen sind: (via "Business Weblogs - The Big-Ass List").

Mineralwasser Lexikon Online

Calcium, Bioverfügbarkeit, Broteinheiten, Artesische Quellen: Begriffe, die man zwar immer mal hört, aber die man nicht unbedingt exakt zuweisen kann. Das Lichtenauer Online-Mineralwasser-Lexikon gibt Auskunft.

Saure-Gurken-Zeit

Die Verbraucherschutzministerin Renate Künast hat bereits öfters großmäulig Initiativen angekündigt, die zwar populär sind aber objektiv nichts bringen:Heute meldet die Tagesschau: "Künast kündigt verschärftes Anti-Spam-Gesetz an". Jetzt warte ich eigentlich nur noch auf einen Gesetzentwurf, der den Bauern Regen, den Schülern und Lehrern Hitzefrei und den Bayerischen Sozialdemokraten 25% Wählerstimmen verspricht.

Reha-Café

Das Gelnhäuser Tagblatt berichtet über das seit vier Jahren bestehende Café und Bistro "Lili Marleen", in dem Menschen mit psychischen Erkrankungen rehabilitiert werden bis hin zu einer Ausbildung zum Küchenhelfer: "'Lili Marleen' steht für Kunst, Integration und gute Gespräche". Das Objekt gehört zum Reha-Verbund des Behinderten-Werkes Main-Kinzig.

Mehr über die Umsetzung des Schwerbehindertenarbeitsförderungsgesetzes im Gastgewerbe" mit weiteren Beispielen.

Streit um Provisionen

Über den Streit im Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband berichtet Chiemgau Online am 21. Juli 2003: "Traunstein: Erbitterter Gastronomen-Streit geht weiter".

Im Kern geht es um wirtschaftliche Interessen, darum, an welche Versicherung die Mitglieder des Verbandes verschachert werden sollen. Abseits.de hat die merkwürdige Präferenz des Verbandes bei der Hogarente bereits im Juni und Oktober letzten Jahres kritisiert.

Sonntag, Juli 20, 2003

Jeremiah Tower

In den frühen 70er Jahren erschütterte Jeremiah Tower mit seiner Forderung, frische Produkte zu verwenden und sie einfach zuzubereiten und zu präsentieren, die kulinarische Szene der USA. Er feierte Erfolge mit seinen Restaurants "Santa Fe Bar and Grill" in Berkeley bis hin zum "Stars restaurant" in San Francisco. Jetzt hat Jeremiah Tower im Rahmen einer 26teiligen Fernsehserie ("America's Best Chefs" des Public Broadcasting Service) die besten Küchenchefs der USA (Preisträger der James Beard Foundation) besucht und mit ihnen ihren privaten Küchen gekocht. Er selbst hat 1996 den Outstanding Chef Award der James Beard Foundation gewonnen. Seine Begegnungen mit den besten Küchenchefs der USA hat er aufgeschrieben in dem im November 2003 erscheinenden Buch: "America's Best Chefs Cook with Jeremiah Tower". Werfen Sie einen Blick ins Inhaltsverzeichnis.

Seine besten eigenen Rezepte findet man im Oktober 2002 erschienen Buch "Jeremiah Tower Cooks: 250 Recipes from an American Master ". Leider gibt es noch keine deutschen Ausgabe dieser Bücher. Aber vielleicht bringe ich einen Verlag auf eine Idee?

Gastronomie für "Dummkoepfe"

Michael Garvey ist Geschäftsführer der Oyster Bar in New York. Er arbeitet an einem Buch, das unter dem Titel "Running a Restaurant For Dummies(r)" im Juni nächsten Jahres im renommierten Wiley Verlag erscheinen soll.

Bereits erschienen ist "Bartending For Dummies" von Ray Foley, dem Herausgeber des "Bartender magazine". Er ist professioneller Bartender seit mehr als 20 Jahren und hat u.a. bereits das Buch "The Ultimate Little Shooter Book" geschrieben. Werfen Sie einen Blick in das Inhaltsverzeichnis von "Bartending for Dummies".

Hotel Four Seasons in New York

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 17. Juli 2003 schreibt Brigitte Scherer über die Geschichte und Erweiterungsplanungen des Hotels "Four Seasons" in New York: "Eine Krone für New York".

Mineralwasser-Laden

Dominik Flammer stellt in der Neuen Zürcher Zeitung vom 20. Juli 2003 den ersten Getränkeladen vor, in dem es ausschließlich Mineralwasser gibt und dies in 200 Sorten: "Eine Flasche Wasser für zwölf Franken". Der Besitzer José Barroca entwickelt auch Wasserkarten für Restaurants und Hotels.

Samstag, Juli 19, 2003

Networking

Heute habe ich auf der Feier des einhundertsten Geburtstags von Sinamar in der Bamberger Mälzerei Weyermann Conrad Seidl getroffen. Er hat mir versprochen, diesem Blog und damit auch unserem Gastronomie Newsletter gelegentlich Neuigkeiten beizusteuern, die für die Gastronomie von Interesse sind. Haben Sie schon ein kostenloses Abonnement?.

Gutscheinbuch Tübingen

Das Schwäbische Tagblatt sammelt Argumente pro und contro Gutscheinbuch: "Gutschein-Speisen zu Sparerpreisen" vom 19. Juli 2003.

Über das erwähnte Gutscheinbuch haben wir schon im letzten Jahr berichtet. Das "Gutscheinbuch" ist ein "Scheckheft" in Form eines gebundenen Buches, das über den Buchhandel vertrieben wird. Die Aufmachung ist sehr ansprechend, jedes der ca. 26 beteiligten Objekte - die Beteiligung ist kostenlos - wird mit Text, Daten und im Farbbild im Buch und online vorgestellt. Rechteinhaber ist die Kuffer Marketing GmbH in Regensburg, die mit lokalen Partnern zusammenarbeitet. Mehr über Coupons im Gastgewerbe.

Zielgruppe Vegetarier.

"Der vegetarische Lebensstil ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen", so Thomas Schönberger, Vorsitzender des Vegetarier-Bundes anläßlich des 110-Jahresfeier seines Verbandes am 9. Juni 2002 im ältesten vegetarischen Restaurant Deutschlands "Hiller" in Hannover. Indizien dafür seien neben dem positiven Imagewandel des vegetarischen Essens das deutlich verbesserte vegetarische Angebot in Supermärkten und in der Gastronomie sowie die Tatsache, dass mittlerweile auch bisher reine Fleischfirmen zunehmend vegetarische Produkte anbieten. Aber auch die harten Zahlen zeigten den Trend zum Vegetarischen auf. Schönberger: "Die Zahl der vegetarisch lebenden Menschen ist von 0,6% im Jahr 1983 auf heute etwa 8% angestiegen. Trendsetter dieser Entwicklung sind vor allem junge Frauen mit einem höheren Bildungsstand."

Wer sich als Gastronom dieser Zielgruppe zuwenden will, sollte jedoch die unterschiedlichen Gruppen der Vegetarier auseinanderhalten. Ovo-Lacto-Vegetarier essen kein Fleisch, aber weiterhin Eier und Milchprodukte, Lacto-Vegetarier essen kein Fleisch, keinen Fisch und keine Eier und Veganer ernähren sich ausschließlich von pflanzlichen Produkten. Mehr über vegetarische Restaurants.

Demnächst erscheinen eine ganze Reihe neuer Kochbücher, die viele Anregungen für aufregende vegetarische Gerichte bieten:
  • "Vegetarisch für Gäste. 76 Rezepte vom Dinner bis zum Partybufett" von Celia Brooks Brown, Jan Baldwin (Fotografin). Celia Brooks Brown ist bekannt geworden als Autorin des vegetarischen Kochbuchs "New Vegetarian", mit welchem das vegetarische Kochen neu definiert worden ist, und als Moderatorin von "Vegging Out", einer 25teiligen Fernsehserie des BBC. Sie schreibt auch für das "BBC Vegetarian Good Food Magazine" und das Magazine des Evening Stars. "Vegetarisch für Gäste" hat im Original den Titel "Entertaining Vegetarians" und soll im September 2003 herauskommen.
  • "Indien vegetarisch. Essen im Trend" von Elisabeth Meru, Pirthi Singh.
  • "Grüne Küche. 250 vegetarische Rezepte" von Delia Smith. Dass vegetarisches Essen auch sehr abwechslungsreich ist, zeigt die erfolgreichste britische Kochbuchautorin aller Zeiten auf unkomplizierte und nachvollziehbare Art. Mit unzähligen Anregungen für Suppen, Vorspeisen und Salate, Eier- und Käsegerichte in jeder Form, Pasta, Gnocchi und Pizza, Gemüsevariationen, sowie für Backrezepte und Desserts, ist Delia Smiths vegetarisches Kochbuch der Schlüssel zur Grünen Küche - für erfahrene und für neugierige Genießer. Erscheint im August 2003.

Freitag, Juli 18, 2003

Ernaehrung für Leistungssportler

Am kommenden Montag, 21. Juli 2003, findet um 19:00 Uhr ein Vortrag und Workshop des Ernährungs- und Sportwissenschaftlers Dr. Gerhard Schmitt zum Thema "Ernährung im Leistungssport" statt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist kostenlos. Sie findet im Rahmen der Summer League ist es GHP Basketball Bamberg im Bamberger Forum statt. Dr. Schmitt ist Leiter des wissenschaftlichen Beirates und geistiger Vater der Fitline Produkte. Unter der Leitung von Dr. Schmitt wurden unter anderem Ernährungsprogramme für die Nationalmannschaften im Fußball, Radrennen und Eishockey entwickelt. (Quelle: Pressemitteilung des GHP Bamberg).

Café del Sol in Erfurt

Über die Grundsteinlegung für eine vierte Filiale von Café del Sol in Erfurt berichtet die Thüringer Allgemeine vom 18. Juli 2003: "Erfurt: Bald kubanisches Flair an der Weimarischen Straße". Die weiteren Standorte der Gastro & Soul GmbH sind Hildesheim, Herne, Hannover, Bremen und Braunschweig.

Erste Ergebnisse der Mini-Job-Regelung ab dem 1. April 2003

Das Bundesminsterium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat einen "Die Neuregelungen für geringfügige Beschäftigungen und ihre Auswirkungen am Arbeitsmarkt" (PDF) veröffentlicht.

Inlandstourismus im Mai 2003: 1% weniger Uebernachtungen

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden im Mai 2003 in Deutschland 32,7 Mill. Gästeübernachtungen gezählt, 1% weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Die Angaben umfassen sowohl Übernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten als auch auf Campingplätzen (Touristikcamping).

Während die Übernachtungen inländischer Gäste um 2% auf 29,2 Mill. zurückgingen, hat sich die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland mit 3,5 Mill. um 7% erhöht. Die Werte für die einzelnen Bundesländer

Sascha Langner: Virales Marketing

Wenn man einen Gastronomen fragt, ob er "virales Marketing" betreibt, wird er den Fragenden vermutlich für verrückt halten. Vermutlich hat er unsere Seite über Virales Marketing im Gastgewerbe noch nicht gelesen.

Sascha Langner von Marke-x.de hat ein Buch geschrieben über "Virales Marketing. Was Google, GMX und Napster erfolgreich macht". Er zeigt darin auf, wie die Techniken des Viralen Marketings gerade für Unternehmen mit kleinen Budgets genutzt werden können. Ein Interview mit Sascha Langner von morebrains.de.

Deep Linking ist legal

Der Verlagsgruppe Handelsblatt möchte ich an dieser Stelle einmal ein großes Lob aussprechen. Sie hat keine Mühen und Kosten gescheut, ein höchstinstanzliches Urteil zu erstreiten, in dem festgestellt wird, daß Deep Links zulässig sind. Siehe "Bundesgerichtshof: Deep-Links sind zulässig", in: Golem.de vom 18. Juli 2003.

Fruechte bei McDonald's?

USA Today meldet am 15. Juli 2003, McDonald's experimentiere damit, im "Happy Meal", einem Angebot für Kinder, durch Apfel-Stücke zu ersetzen: "McDonald's to test fruit in Happy Meal". In Großbritannien würden schon frische Früchte im Happy Meal angeboten, in Schweden wahlweise Karotten und Saft. (via E-Business Weblog.

Donnerstag, Juli 17, 2003

Gasthaeuser in Tirol zu teuer?

Frank Staud kommentiert in der Tiroler Tageszeitung vom 17. Juli 2003: "Gasthäuser zu teuer". ist. Die Pleiten seien in Tirol um 30% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Er nennt mehrere Gründe. Siehe dazu auch unsere Seite über Erfolg in der Gastronomie.

Zuviele Gaststaetten in der Schweiz?

Claudia Baer hat sich mit Klaus Künzli, Zentralpräsident von GastroSuisse, dem Schweizer Verband für Hotellerie und Restauration, unterhalten: "Wir haben zu viele Beizen in der Schweiz", in: Neue Zürcher Zeitung vom 17. Juli 2003.

EU-Verordnung über naehrwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel

Wenn Gastronomen eine Speise- und Getränkekarte machen, müssen sie jetzt schon eine Vielzahl von gesetzlichen Vorschriften beachten, unter anderen:Nunmehr hat sich der EU-Verbraucherkommissar Bryne eine EU-"Verordnung über naehrwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel" einfallen lassen, die dem Faß den Boden ausschlägt. Alle Beschreibungen von Lebensmitteln, also auch auf Speisekarten, müssen nach den Vorstellungen der EU-Kommisson künftig wissenschaftlich nachprüfbar sein und von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit bewertet und zugelassen werden. Beschreibungen wie "fettarm" und "energiearm" sollen europaweit vereinheitlicht werden. Siehe dazu; Sylvia Schreiber: "EU-Attacke auf Haribo", in: Spiegel Online vom 18. Juli 2003.

Betroffen sind vor allem solche Gastronomen, die in ihren Angeboten auf "Wellness" setzen. Aber auch "normale" Gastronomen, die z.B. Function Drinks in ihre Karte aufnehmen, werden dann genötigt, die gesamte Liste der Inhaltsstoffe abzudrucken. Wer sich die Etiketten einiger Energiedrinks mal angeschaut hat, wird bei diesem Gedanken erschaudern.

Apfelweinwirtschaften mit eigener Kelterei

Christian Siedenbiedel hat mit dem Gastwirt Robert Theobald vom "Buchscheer" in Frankfurt-Sachsenhausen gesprochen, dem Vorsitzenden der "Vereinigung der Äpfelweinwirte Frankfurt am Main und Umgebung": "Immer weniger Apfelweinwirte keltern noch selbst", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16. Juli 2003.

"Wirte, Gäste und ihr Verhalten" von Stoeffche.de. Mehr zum Thema Apfelwein, Cider, Cidre, Most.

Mittwoch, Juli 16, 2003

Westallgaeuer Kaesestrasse

Entlang der Westallgäuer Käsestraße kann man die Ursprünge des Käsehandwerks auch heute noch unverfälscht in kleinen Dorfsennereien erleben. Traditionellen Dorfsennereien, Landwirte mit Direktvermarktung und Allgäuer Gastwirte, die Produkte der Dorfsennereien verwenden, arbeiten entlang der Westallgäuer Käsestraße zusammen. Der interessierte Besucher kann auf der Westallgäuer Käsestraße die Vielfalt heimischer Käsegerichte erleben, erfahren „wie die Löcher in den Käse kommen“ und zusehen, wie die Milch für Allgäuer Emmentaler, Bergkäse und Co. gewonnen wird. Die Westallgäuer Käsestraße ist ideal zum Radeln und führt vorbei an urgemütlichen Gaststätten, an Sennereien und Bauernhöfen, Brauereien und Brennereien und überall laden wunderschöne Wanderwege in der Allgäuer Natur zu einem Spaziergang ein. Die Arbeitsgemeinschaft Westallgäuer Käsestraße ist angesiedelt beim Touristikverband Lindau-Westallgäu. Sie erhielt den Bayerischer Innovationspreis in der Kategorie: "Köstlich Bayrisch". Mehr darüber.

In dem Reiseführer "Von der Käsestraße zu den Amazon Headwaters - über 60 Ziele für respektvolles Reisen" präsentieren Veronika Schulz, Hildegard Hefel und Christian Baumgartner Projekte in Australien, Europa und Nordamerika, die es Reisenden ermöglichen, einen sozial- und umweltverträglichen Aufenthalt zu genießen und vor Ort von der lokalen Bevölkerung entwickelt und getragen werden.

ZEW-Konjunkturerwartungen Juli: Signal für Aufschwung

Das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaft hat im Juli 2003 steigende ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland festgestellt. Der Indikator signalisiere einen Konjunkturaufschwung zu Beginn des Jahres 2004. Lesen Sie den vollständigen Bericht.

Getraenkepreiserhebung sorgt für Wirbel bei Konsumenten und Gastwirten

Für einigen Wirbel hat die jüngste Getränkepreiserhebung der Niederösterreichischen Arbeiterkammer (AKNÖ) gesorgt. Nachdem bekannt geworden war, dass einzelne Gastwirte für Leitungswasser und antialkoholische Mischgetränke horrende Preise verlangen, regte sich heftige Kritik – sowohl von Seiten der Konsumenten als auch von Seiten der Gastronomie.

Noch immer rühren sich Konsumenten – vor allem nach dem Wochenende - in der AKNÖ, um über ihre Erfahrungen zu berichten. "Es ist uns klar, dass man diese Erfahrungen nicht verallgemeinern kann. Es rufen naturgemäß jene an, die sich über zu hohe Preise ärgern", meint AKNÖ-Konsumentenschützer Günther La Garde. Jüngste Beschwerde einer unzufriedenen Gasthausbesucherin: Ein Viertel Leitungswasser kostete in St. Pölten 1,50 Euro (20,64 ATS), für einen Viertel Liter Obi, mit Leitungswasser auf einen halben Liter gespritzt, wurden von einer durstigen Radlerin in Langenzersdorf 3 Euro verlangt. "Das ist unverschämt. Mit meinen Kindern kann ich da nicht mehr einfach etwas trinken gehen, wenn sie durstig sind", meinte sie. Nachsatz: "Da braucht sich niemand wundern, wenn sich die Leute im Supermarkt mit Getränken eindecken."

Aber nicht nur verärgerte Konsumenten rufen in der AKNÖ an. "Auch Gastwirte haben uns kontaktiert", berichtet Konsumentenschützer Günther La Garde. Die einen ärgern sich über die Kollegen, die für schlechtes Image sorgen, die anderen nutzen die Geschichte für sich, indem sie günstige Preise anbieten. Ein Wirt habe sogar berichtet, dass in seiner Speisekarte nun extra groß darauf hingewiesen werde, dass es in seinem Lokal Leitungswasser zum Nulltarif gibt. "Die Gäste reagieren darauf äußerst positiv."

AKNÖ-Präsident Josef Staudinger: "Ich lade alle Wirte ein, es diesem Kollegen gleichzutun. Ich bin überzeugt davon, dass dies dem Geschäft insgesamt gut tun wird. Denn wo man freundlich aufgenommen wird und sich nicht geneppt fühlt, da geht man gerne wieder hin." (Quelle: Pressemitteilung der Niederösterreichischen Arbeiterkammer).

Kostenloses Leitungswasser?

Dem "heißen" Thema, soll man als Gastronom Leitungswasser kostenlos ausschenken, widmet sich Florian Holzer in der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" am 16. Juli 2003: "Das kostenlose Getränk". Das selbe Thema ist auch Gegenstand des "Bayerischen Gastronomie-Panels" vom Juni 2003 gewesen, einer Umfrage, die der Hamburger Mediendienstleister mediaone im Auftrag des Münchner Fachmagazins Gastronomie-Report regelmäßig durchführt. Danach bringen 84% der teilnehmenden Gastronomen ein Glas Leitungswasser, 14% nur in Kombination mit einer Bestellung und 2% lehnen den Wunsch des Gastes nach einem Glas Leitungswasser ab.

In Österreich wird das Thema besonders rege diskutiert, weil es dort üblich (gewesen) ist, zu jedem Kaffee ein Glas Leitungswasser zu servieren. Es ist sinnvoll, zum Kaffee Wasser zu trinken, denn Koffein schwemmt Wasser aus. Pro Tasse Kaffee wird etwa doppelt so viel an Flüssigkeit ausgeschieden. (Quelle: "Das Glas Wasser zum Kaffee ...", in: Vorarlberger Nachrichten vom 28. Mai 2002, veröffentlicht auf der Website der Stiftung Maria Ebene).

Fuehrte auslaenderfeindliches Verhalten zu Stornierungen?

Vier türkischen Thyssen-Beschäftigten wurde von Türstehern der Zugang zur "After-Work-Party" verweigert und daraufhin mehrere hundert Hotelbuchungen für Mitarbeiterseminare storniert, berichtet Thomas Wittenschläger in NRZ-Online vom 16. Juli 2003: "Thyssen boykottiert nach Party-Eklat".

Unterstellt, der Fall habe sich so ereignet, was kann man als Gastronom daraus lernen? Man sollte einen Augenmerk auch darauf haben, wie Untermieter bzw. Sub-Unternehmer sich gegenüber Gästen verhalten. Man wird, zwar nicht juristisch aber in den Augen der Öffentlichkeit, dafür gerade stehen müssen.

Dienstag, Juli 15, 2003

Umsatz im Gastgewerbe im Mai 2003: – 3,2% zum Mai 2002

Der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland lag im Mai 2003 nominal (in jeweiligen Preisen) 3,2% und real (in konstanten Preisen) 2,9% niedriger als im Mai 2002. Wie das Statische Bundesamt weiter mitteilt, fiel damit im Mai 2003 der Umsatzrückgang im Gastgewerbe erstmals nicht mehr so hoch aus wie noch in den vorangegangenen sieben Monaten. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten (Berliner Verfahren 4 – BV 4) wurde im Vergleich zum April 2003 nominal 0,2% und real 0,6% mehr abgesetzt.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2003 setzten die Unternehmen des Gastgewerbes nominal 6,7% und real 7,4% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum um.

Einen höheren Umsatz verbuchten die Kantinen und Caterer (nominal + 0,5%, real ± 0,0%), wozu auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören, und das Beherbergungsgewerbe (nominal + 0,1%, real + 1,9%). Im Gaststättengewerbe sind dagegen die Umsätze gesunken (nominal – 6,0%, real – 6,4%).