Gastgewerbe Gedankensplitter



Sonntag, August 31, 2003

Taeglicher Versand von neuen Postings per eMail funktioniert nicht mehr.

Laut Martin Röll ist Bloglet tot. Dieser kostenlose Service erlaubte es, Einträge von Blogs wie dasjenige, das Sie gerade lesen, per eMail an Abonnenten automatisch zu versenden. Fast hundert Nutzer von Abseits.de hatten diese Moeglichkeit genutzt abonniert. Wir sind auf der Suche nach einer Alternative.

Aceto Balsamico.

Laut Deborah Knür ist Aceto Balsamico di Modena die Lieblingszutat vieler Hamburger Küchenchefs und gar eine "Wunderwaffe in der Küche", in: Welt vom 24. August 2003. Lesen Sie mehr über die Wunderwaffe in dem Buch "Aceto Balsamico Tradizionale" von Rolf Merkle.

Unsere Großeltern schwörten noch auf die Suppen- und Speisewürze Maggi. Lesen Sie darüber das neu erschienene Buch "Markenwaren. Maggi, Odol, Persil und Co erobern den ländlichen Haushalt von Brigitta Seidel.

Mehrwertsteuersenkung fuer das Gastgewerbe - leider nur in Frankreich.

Burdadirect Online-Kiosk Die französische Regierung plant eine Förderung der Gastronomie durch eine Absenkung der Mehrwertsteuer: "Frankreich will Steuern senken", in: Welt am Sonntag vom 31. August 2003.

In Deutschland wird seit langem die Einführung des halben Mehrwertsteuersatzes (also von 7% statt 16%) für gastgewerbliche Produkte und Dienstleistungen gefordert, doch von der mittelstandsfeindlichen Bundesregierung sturr verweigert. Die bestehenden ungleichen Wettbewerbsverhältnisse im Ringen um Touristen werden durch die französische Initiative noch verstärkt.

Ene Studie des Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim für das Stuttgarter Wirtschaftsministerium hatte nicht unerhebliche Arbeitsplatzwirkungen einer niedrigeren Mehrwertsteuer für arbeitsintensive Dienstleistungen prognostiziert: "Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für arbeitsintensive und konsumnahe Dienstleistungen" (PDF, ca. 303 KB).

Johanna Maier.

In der Welt am Sonntag vom 31. August 2003 wird die Küchenchefin Johanna Maier vorgestellt: "Johanna Maier". Siehe dazu auch ein früheres Posting von Abseits.de.

Sanierung bei Moevenpick.

In der Neuen Zürcher Zeitung vom 24. August berichtet Peter Keller über Sanierungsbemühungen bei Mövenpick: "Verkauf der Restaurants?"

Samstag, August 30, 2003

Themenroute "Gastronomie & Wein" von Switzerland Tourism.

Entlang der Schweizer Themenroute "Gastronomie & Wein" finden Urlauber Weinkeller der Winzer, kulinarische Lehrpfaden, Spezialitätenrestaurants, Gourmet-Tempeln, Ausflugsziele und Schaukäsereien. Shoppingtipps und Hinweise auf Wein- und Lebensmittelmuseen oder Hotels fehlen ebenso wenig. Die Strecke führt vom Genfer See über das Wallis und das Tessin nach Graubünden sowie am Rhein und Bodensee entlang bis Schaffhausen. Eine Broschüre stellt zudem die besten Lebensmittelgeschäfte an der Strecke vorgestellt. Das Heft soll Anregungen für die persönliche Routenplanung geben - einen festgelegten Verlauf gibt es nicht. "Gastronomie & Wein" ist nach "Luxus & Design" die zweite Themenroute, die Schweiz Tourismus erarbeitet hat. Im Jahr 2004 soll mit "Kunst & Architektur" eine dritte folgen. Die Gratis-Broschüre zu "Gastronomie & Wein" kann bestellt werden bei Schweiz Tourismus. Tel.: 00800/10 02 00 21, oder als PDF (4 MB) heruntergeladen werden.

Ergänzend empfehlen wir das Buch "Culinarium: Essen und Trinken in der Schweiz", siehe eine frühere Besprechung.

Auf gefaelschten Pass hereingefallen.

Das Landesarbeitsamt Nordrhein-Westfalen hat der Presse mitgeteilt, daß in einem Winterberger Hotel ein Hausmeister überprüft worden sei, der sich mit einem niederländischen Pass auswies. "Die gut gemachte Fälschung nutzte allerdings nichts, da in der Unterkunft sein echter ukrainischer Pass entdeckt wurde. Aus gefundenen Unterlagen konnte nachgewiesen werden, dass der Mann seit zwei Monaten täglich bis zu 15 Stunden mit Renovierungsarbeiten beschäftigt war. Er wurde wegen Fluchtgefahr noch im Hotel festgenommen. Er wird abgeschoben. Gegen den Hotelier wurde Strafanzeige gestellt." (Quelle: "Hinterm Ofen hervorgeholt. Arbeitsämter überprüften erneut Hotel- und Gaststättengewerbe. Hälfte des Personals nicht ordnungsgemäß beschäftigt" vom 28. August 2003).

Und woran soll ein Hotelier erkennen, daß ein Paß gefälscht ist?

Umsatzsteuerpflicht bei unentgeltlichem Linktausch?

Die Gesellschaft für Wirtschaftsinformation hat einen Beitrag aus dem Geld- & Steuer BRIEF für Unternehmer vom 25. August 2003 online gestellt ("Werbebanner auf der Homepage"), wonach bei einem Tausch von Links mit anderen Unternehmen-Websites es sich um eine tauschähnliche sonstige Leistung handele, die umsatzsteuerpflichtig sei (via edings.de).

Meines Erachtens gilt der einschlägige Paragraph 3 Ziffer 9 des Umsatzsteuergesetzes nur unter engen Bedingungen, etwa wenn ein Tausch vereinbart worden ist. Nicht jedoch, wenn Links auf Websites aus redaktionellen Erwägungen gesetzt werden und zwei Websites dabei zufällig auf die Idee kommen, sich wechselseitig zu verlinken, etwa wenn zwei Gastronomie-Portale jeweils eine Übersicht über weitere Gastronomie-Portale als Content veröffentlichen. Genausowenig wird etwa eine Tageszeitung, die redaktionell über einen gastronomischen Betrieb berichtet, umsatzsteuerpflichtig in Höhe der Kosten eines gleich großen Inserats.

Nach Ziffer 9a werden sonstigen Leistung gegen Entgelt gleichgestellt die Verwendung eines dem Unternehmen zugeordneten Gegenstandes für Zwecke, die außerhalb des Unternehmens liegen ... Die Veröffentlichung eines Links auf eine andere Website dient jedoch in der Regel nicht dem Zwecke, der anderen Website einen Vorteil zu verschaffen, sondern stellt einen nützlichen Content der eigenen Website dar, dient also der eigenen Website und nicht einem Zwecke außerhalb des eigenen Unternehmens.

In einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes BFH-Urteil vom 10.7.1997 (V R 95/96) BStBl. 1997 II S. 668 führt dieser aus. die Besteuerung einer Lieferung oder sonstigen Leistung nach § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 3 Abs. 9 UStG 1980 setze einen Leistungsaustausch voraus. Der Leistende müsse seine Leistung erkennbar um der Gegenleistung willen erbringen; die Leistung müsse auf die Erlangung der Gegenleistung gerichtet sein. Die Gegenleistung müsse in Geld ausdrückbar sein. Nur unter dieser Voraussetzung könne die Leistung dem Leistungsempfänger entsprechend der Vorschrift des § 14 UStG 1980 in Rechnung gestellt und besteuert werden.

Aber schauen wir mal, was die einschlägigen juristischen Weblogs dazu schreiben ... Ich bin ja nur ein Gastwirt ...

Waypath - Nachtrag.

In untenstehendem Posting werden zur Zeit die eingebundenen Graphiken nicht angezeigt. Dies liegt an einer aktuellen Überlast des Servers.

Freitag, August 29, 2003

Waypath.

Waypath ist ein Versuch, Beziehungen in Weblogs aufzuzeigen, Verknüpfungen mit gemeinsamen Themen und Ideen. Es handelt sich um eine Anwendung der Software Nav24 von Think Tank 23. Eine Navigation durch die Weblogs kann anhand von Schlüsselwörtern (incl. logischen Operatoren wie OR oder AND) oder ausgehend von einer URL erfolgen. Es besteht eine Option, sich die aktuellsten Einträge oder diejenigen anzeigen zu lassen, bei denen die thematische Verknüpfung am engsten ist.

Der Waypath Buzzmaker erlaubt online die Erstellung einer Graphik des zeitlichen Verlaufs der Häufigkeit des Vorkommens von bis zu fünf Begriffen in den von Waypath ausgewerteten mehr als 750.000 Weblogs in den letzten 10 Wochen. Diese Graphiken können auch verlinkt und in die eigene Website eingebunden werden (bitte die aktuellen Nutzungsbedingungen beachten; zur Zeit habe ich keine Restriktionen entdecken können). Hier ein Beispiel, in dem ich die Begriffe "McDonald" und "Burger King" eingesetzt habe.

Wenn Sie selbst damit herumspielen wollen, bedenken Sie bitte, daß bei einer Eingabe von "Burger King" (mit Anführungszeichen) die Häufigkeit des Vorkommens dieser Zeichenkette untersucht wird. Wenn Sie "Burger King" ohne Anführungszeichen eingeben, werden alle Treffer angezeigt, bei denen der Begriff "Burger" oder der Begriff "King" vorkommen, also auch alle Seiten, in denen nur eines der beiden Wörter vorkommt.

Die angezeigte Graphik ist automatisch verknüpft zu den Listen der gefundenen Weblogs, in denen die Begriffe vorkommen.

Die erstellte Graphik stellt keine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Einbindung in eine fremde Webseibe dar, sondern wird dynamisch erstellt, also zum Zeitpunkt des Aufrufens der Graphik bzw. der Webseite aktualisiert.

Ein zweites Beispiel für zwei Produkte von Coca Cola, welches demonstriert, daß man mit diesem Tool auch die Wirkung von Marketingbemühungen analysieren kann. Im konkreten Fall könnte man z.B. herauszufinden versuchen, was der Grund für den Sprung in der Diskussion von Vanilla Coke in vielen Weblogs gewesen ist.
Möglicherweise wird der Sprung der Anzahl der Nennungen um den 28. Juli auch an einer Steigerung der Anzahl der indizierten Weblogs.

Wachsender Markt für Hotels mit Breitband-Internetanschluessen.

Robyn Greenspan faßt Marktforschungsergebnisse über das Potential für Hotels mit Breitband-Internetanschlüssen zusammen: "High-Speed Hotel", in: CyberAtlas vom 28. August 2003.

Brettner Bierseminar.

Am 18. Oktober findet in Schottwien das Brettner Bierseminar statt - mit umfangreichen Verkostungsbeispielen, die Conrad Seidl kommentiert. (Teilnahmebeitrag € 68) (via "Bierpapst" Conrad Seidl).

Abschlussbericht der APA-E-Business-Community.

"'Der vernetzte Urlaub': Tourismus als Informationsgeschäft" von Presseportal.at, ist ein Abschlußbericht über ein Event der APA-E-Business-Community am 28. August in Wien. Die Ergebnisse sind vielleicht nicht allen Gastronomen geläufig:
  • Den Touristen eröffneten sich durch das Internet mehr Optionen. Sie seien auch preissensibler. Siehe dazu auch unsere Seite über "Zeitliche Preisdifferenzierung im Gastgewerbe", welcher darlegt, daß auch dem Gastgewerbe mehr preispolitische Optionen eröffnen.
  • Marketing im Internet wirke besser, wenn man auch in den klassischen Medien werb (Multi-Channel-Marketing). Siehe dazu auch "eCommerce: Von erfolgreichen Websites lernen", von Marco DeMicheli. in: Contentmanager.de vom Dezember 2001.
  • Es komme weniger auf den Traffic an als auf zielführende Messkriterien für den Erfolg von Online-Werbung.
  • Wichtig sei die Pre-Sales- und After-Sales-Phase, also die Zurverfügungstellung von Informationen zur Reisevorbereitung und -nachbereitung. Siehe dazu unsere Seite zum Thema "Lohnt sich eine Webpräsenz für das Gastgewerbe".
  • In Österreich seien knapp die Hälfte aller Hotel- und Beherbergungsbetriebe online und ein Drittel der Gastronomiebetriebe. Man sollte dabei meines Erachtens jedoch die stark unterschiedliche Intensität der Internetpräsenzen unterscheiden. Siehe dazu auch unsere Seite zum Thema "In welchem Umfange ist das Gastgewerbe im Internet bereits präsent?"
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467 Stunden, um einen illegal beschaeftigten Auslaender zu fangen.

Auf den ersten Blick gewinnt man beim Lesen eines Artikels der Neuen Ruhr-Zeitung vom 29. August 2003 "Schuften für zwei Euro" den Eindruck, das Arbeitsamt Düsseldorf stolpere geradezu über illegal Beschäftigte in der Gastronomie. Wenn man sich die mitgeteilten Fakten genauer anschaut, sieht die Chose schon ganz anders aus. 25 Mitarbeiter des Arbeitsamtes, der Polizei und der Ausländerbehörde haben im Juni und Juli 2003 zwei Monate lang lang gastronomische Betriebe kontrolliert und dabei 15 illegal beschäftigte Ausländer ermittelt. Das macht bei - sagen wir mal - 35 Wochenarbeitstunden pro Mitarbeiter rund 7.000 Arbeitsstunden insgesamt und 467 Arbeitsstunden, um einen einzigen illegal beschäftigten Ausländer zu fangen. Kein Wunder, daß man diesen wertvollen Fang dann mit Handschellen abführt.

Kleinunternehmerfoerderungsgesetz.

Akademie.de stellt die Neuerungen im Kleinunternehmerförderungsgesetz vor.

Donnerstag, August 28, 2003

Vanilla Coke jetzt auch in Deutschland.

Das in den USA bereits mit grossem Erfolg eingefuehrte Vanilla Coke gibt es jetzt auch in Deutschland. Siehe dazu einen Bericht im Presseportal: "Vanilla Coke: Coca-Cola Erfolgsgetränk jetzt auch in Deutschland" und einen Bericht in der Welt vom 31. März 2003: "Coca-Cola punktet mit Vanille. Weltgrößter Brauseproduzent gewinnt Marktanteile mit 'Vanilla Coke'" von Henning Kruse. Zunächst gibt es den neuen Softdrink von Coca Cola exklusiv in der Szene-Gastronomie in der klassischen Glas-Mehrweg-Konturflasche (0,2 l und 0,33 l).

Mehr über Erfrischungsgetränke: Limonaden, Brausen, Energiedrinks.

Legal, illegal, scheissegal?

Die Westfalenpost behauptet, nach Erkenntnissen des Landesarbeitsamtes Nordrhein-Westfalen arbeite etwa die Hälfte des Hotel- und Gaststättenpersonals in Nordrhein-Westfalen schwarz: "Viele Wirte setzen auf Schwarzarbeit Illegale Beschäftigung 'fester Bestandteil' der Gastronomie". Von Juni bis Ende August seien in 1000 Hotels und Wirtschaften mehr als 3000 Beschäftigte überprüft wurden. 555 ausländische Arbeitnehmer seien ohne die erforderliche Arbeitsgenehmigung angetroffen worden.

An diesem Bericht möchte ich doch erhebliche Zweifel anmelden. Meines Wissens führen die Arbeitsämter keine repräsentativen Untersuchungen durch, sondern kontrollieren bevorzugt Unternehmen, die angezeigt worden sind oder bei früheren Kontrollen negativ aufgefallen sind. Die Ergebnisse solcher nicht repräsentativen Kontrollen auf die gesamt Branche hochzurechnen, wäre eine Unverschämtheit.

Schweizer Online-Markt fuer gebrauchte Gastronomie-Geraete.

Gastro Pro ist ein für Anbieter gebührenpflichtiges Schweizer Online-Markt von Bruno Jucker für gebrauchte Gastronomie-Geräte. Die Datenbank ist nach Artikelgruppen gegliedert. Man kann sich auch per Newsletter über neue Angebote informieren lassen.

Aus für drei Schweizer Publikationen des Gastgewerbes?

Dem Medienspiegel entnehme ich, Hotellerie Suisse, der Verband der Schweizer Hotelwirtschaft, stelle gemäss Informationen des "Klein Reports" per Ende Jahr drei seiner Branchenpublikationen "Hotel & Gastgewerbe", "gv::swiss" und "Café Bistro Cafétier" ein. Weitergeführt werde einzig die "hotel + tourismus revue". "gv::swiss" ist das offizielle Organ des Verbandes für Gemeinschaftsgastronomie, "Café Bistro Cafetier" das offizielle Organ des Schweizer Cafetier-Verbandes.

Kolloquium Kulturwissenschaft und Gastronomie.

Vom 18. bis 20. September 2003 findet auf Schloss Klingenthal - Chateau de Klingenthal im Elsaß ein nicht öffentliches Kolloquium zum Thema "Kulturwissenschaft und Gastronomie. Zur Grundlegung ihrer Zusammenarbeit" statt. Veranstalter ist Prof. Dr. Alois Wierlacher auf Einladung der Goethe-Stiftung Basel in Verbindung mit Prof. Dr. Dr. h.c. Gonthier - Louis Fink (Strasbourg) und Andreas Pflaum, Vorsitzender der Deutschen Akademie für Kulinaristik (Pegnitz).

Zum ersten Mal in der Geschichte der Gastronomie und der Wissenschaft treffen sich Professoren, Gastronomen, Hoteliers, Restaurantkritiker und Vertreter der Medienarbeit, um über Inhalte und Formen ihrer Zusammenarbeit zu diskutieren. Mit von der Partie sind u.d. der Rektor der Universität Bamberg, Prof. Godehard Ruppert und die DEHOGA, vertreten durch ihren Präsidenten Ernst Fischer (Berlin/Tübingen).

Ziele des Kolloquiums sind, Kulturwissenschaft und Gastronomie zu ihrem wechselseitigen Nutzen zusammenzuführen, gemeinsam genauere Einsichten über die soziale Rolle und Funktion des Kulturphänomens Essens zu gewinnen, Wege zu suchen, um Führungsnachwuchskräfte in der Gastronomie umfassender als bislang auszubilden, zur Hebung des Ansehens und der wirtschaftlichen Chancen der Gastronomie beizutragen und den gastronomischen Diskurs im Sinne einer angewandten Kulturwissenschaft zu gestalten, die sich als wechselseitige Aufklärung von Theorie und Praxis versteht. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist vorgesehen. An dieser Publikation werden auch die Gründungsvorsitzende der Akademie, Frau Mariannae Müller (St. Ingbert), sowie Frau Prof. Dr. Eva Balösius (Berlin) mitwirken. (Quelle: Website der Deutschen Akademie für Kulinaristik).

m-e-x Start Up Duell.

Am 23. September 2003 findet in Frankfurt am Main (MediaHub, Daimlerstr. 32) ein m-e-x Start Up Duell zwischen Frankfurteins.de und Nachtausgabe.de statt. Veranstalter sind die Wirtschaftsjunioren Frankfurt am Main. In den m-e-x Start-up Duellen präsentieren zwei Gründerunternehmen mit innovativen Geschäftsideen aus der Old und New Ecomony ihr Businessmodelle. Wer hat die erfolgversprechendere Marktidee, wer das schlagkräftigere Gründerteam? Eine Jury aus ausgesuchten Experten und das Publikum entscheiden. Eine Chance für alle Start-ups, ihre Geschäftsmodelle und Überzeugungskraft vor ausgewiesenen Know-How-Trägern zu prüfen, sich in den direkten Vergleich zu stellen und eine Öffentlichkeit mit potentiellen Multiplikatoren, Mentoren und Kunden zu erreichen. Das m-e-x Start-up Duell findet viermal im Jahr statt und wird medial begleitet. Zahlreiche Kooperationspartner engagieren sich bereits für das m-e-x Start-up Duell, wie Best Excellence, die TechnologieStiftung Hessen, Forum Kiedrich oder die Business Angels Rhein Main e. V. Jede Veranstaltung besuchen ca. 150 Teilnehmer. Zum Anmeldeformular.

Nachtausgabe.de ist ein im Jahre 2000 in Bruchsal gegründetes Portal rund um das Nachtleben in Deutschland. Mirko Holzer und Sven Schäfer sind für den technischen Teil zuständig und programmieren das System. Marco Herzog und Lutz Leichsenring sind die Geschäftsführer. Unterstützung erhielten die jungen Existenzgründer in der Aufbauphase über die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufene Fördermaßnahme Exist-Seed für innovative Nachwuchsunternehmen. Im Oktober 2001 gewann Nachtausgabe.de in der "Wirtschaftswoche Unternehmershow" präsentiert und gewann dort ein Duell und Prämien im Wert von 50.000 DM. Den Internet-Surfer erwartet vor allem eine umfangreiche Event-Datenbank und ein personalisierter Ausgeh-Assistent. Kostensparend wird der Inhalt nicht von bezahlten Redakteuren erstellt, sondern von ehrenamtlichen "Event-Scouts", deren Vorteil in kostenlosen Zugang zu Veranstaltungen besteht oder auch in der Chance auf Jobs bei Veranstaltungen.

Frankfurteins.de gehört der placetobe-portale GmbH mit einer Gruppe weiterer Stadtportale wie esseeins.de, heidelbergeins.de, koelneins.de, leipzigeins.de, mainzeins.de, wiesbadeneins.de, weimareins.de, muencheneins.de, mannheimeins.de, mallorcaeins.de, ludwighafeneins.de und kaiserslauterneins.de.

Decoys.

Als "Decoys" bezeichnet man in der ökonomischen Theorie irrelevante Alternativen, Produkte und Dienstleistungen, die angeboten werden, nicht damit sie gekauft werden, sondern damit sie den Abverkauf anderer Produkte und Dienstleistungen fördern. Ralf Grötker schreibt in der "Zeit" vom 28. August 2003 über Verhaltensforscher, die "Decoys" in Tierversuchen nachgehen: "Heimliche Verführer".

"Decoys" findet man auch im Gastgewerbe:
  • Seitdem nach einer Reform des Gaststättengesetzes vorgeschrieben ist, mindestens ein alkoholfreies Getränk nicht teurer zu verabreichen als das billigste alkoholische Getränk in gleicher Menge, genügen viele Gastronomen der Vorschrift mit einem "Decoy", z.B. einem Glas Vollmilch zu niedrigem Preis.
  • Viele Getränkekarten enthalten z.B. einen sehr hochpreisigen Sekt bzw. Champagner, wohl wissend, daß manche Kunden dazu neigen, nie das teuerste zu wählen, sondern höchstens das Zweitteuerste.
  • Umgekehrt sind bei vielen Konzertveranstaltungen aber auch beim Sport die Karten der teuren Kategorien am schnellsten vergriffen. Karten für Stehplätze oder billige Sitzplätze verbilligen das Preisniveau der Veranstaltung optisch. Zudem erlauben Sie eine Werbung mit Angaben wie "Eintritt ab X Euro. Den selben Trick verwenden Gastronomen, die z.B. ihre Frühstückskarte mit einem minimalistischen Frühstück nach unten abrunden, z.B. wie wir mit einem Bafög-Frühstück. Man darf dabei aber nicht den Fehler machen, den Preis so sehr zu senken, daß der Deckungsbeitrag zu niedrig wird. Ideal ist es, wenn zumindest der relative Deckungsbeitratrag sogar höher liegt als bei den übrigen Angebote.
Siehe dazu auch "Lecture 13: Decision Heuristic" (Power Point Präsentation) von Dr. Alan D. J. Cooke, Assistant Professor of Marketing, Marketing Department, University of Florida, und "Preisstrukturen im Urteilsprozess der Verbraucher" (PDF) von Dr. Florian Bauer und Mark Lendrich, in: Planung und Analyse, Mai 2001.

Preiserhoehungen auf breiter Front.

Eine Vielzahl von Brauereien und Mineralwasserbrunnen haben die mittlerweile auf November verschobene Maut-Einführung zum Vorwand genommen, ihre Preise zu erhöhen. Heute hat der Marketing-Geschäftsführer Jörg Croseck von Gerolsteiner entgegen diesem Branchentrend angekündigt, die durch die Lkw-Maut entstehenden Kosten nicht auf Händler und Endverbraucher abzuwälzen (Quelle: "Heißer Sommer verhilft Gerolsteiner zu Absatzsteigerung~", in: Börse Online vom 28. August 2003).

Ich kann mir jedoch die Anmerkung nicht verkneifen, daß Gerolsteiner nicht gerade eine Niedrig-Preis-Strategie fährt und deshalb möglicherweise auch nach Preiserhöhungen der Konkurrenz immer noch nicht der preisgünstigste Anbieter ist.

Mittwoch, August 27, 2003

Neue geniale Rezepte vom nackten Chefkoch.

Im September erscheint die deutsche Übersetzung von "Jamie's Kitchen. Neue geniale Rezepte vom Naked Chef". Mehr über Jamie Oliver.

Heurige noch zeitgemaess?

In der Rubrik "Leichtsinn" der Wiener Tageszeitung "Der Standard" geht es heute um Lokale in Wien, in denen vor allem neue Weine ausgeschenkt werden: "Heutig, gestrig, heurig".

Siehe auch eine Einführung in des Thema "Beim Wiener Heurigen" von Elisabeth Hewson. Klaus Egle stellt einige Lokale vor: "Wiener Heurige".

"Der Wiener Heurige. 1200 Jahre Buschenschank. Geschichte und Geschichten" von Bartel F. Sinhuber.

In Deutschland nennt man solche Gaststätten Strauß-, Kranz- oder Besenwirtschaft, je nach Region. Siehe dazu auch ein früheres Posting.

Montag, August 25, 2003

Sushi interaktiv.

CoverMit der CD-ROM "Sushi, 1 CD-ROM Exotischer Genuss aus Fernost. Japanische Kochkunst für Ihr Zuhause" können Sie sich den exotischen Zauber aus Asien in die eigene Küche holen und die Kunst der Sushi-Zubereitung interaktiv in einem Kurs für Anfänger udd Fortgeschrittene erlernen. Neben Rezepten und wertvollen Tipps erfahren Sie zudem viel Interessantes über die japanische Kultur. Die wichtigsten japanischen Begriffe der Sushi-Küche werden erläutert.

Freitag, August 22, 2003

Zwangsweise Kooperation mit dem Arbeitsamt?

Wenn Unternehmen Stellen auf der eigenen Website oder auf Online-Job-Börsen inserieren, entscheiden sie sich damit nicht selten auch bewußt gegen eine Einschaltung des Arbeitsamtes. Gründe hierfür können schlechte Erfahrungen mit Bewerbern sein, die vom Arbeitsamt geschickt worden sind, aber auch ganz rationale Überlegungen wie z.B. daß das Arbeitsamt verpflichtet ist, vorrangig Schwerbehinderte zu vermitteln, die Einsatzmöglichkeiten im Gastgewerbe aber begrenzt sind (siehe dazu "Das Schwerbehindertenarbeitsförderungsgesetz und seine Umsetzung im Gastgewerbe").

Zur Zeit wird in insgesamt 15 Arbeitsämtern eine Software getestet, die Stellenangebote von Unternehmen, Innungen und Verbände im Internet erfaßt und den Sachbearbeitern des Arbeitsamtes zur Verfügung stellt, damit diese Bewerber darauf ansetzen können. Ab Dezember 2003 soll die Datenbank in das Online-Portal der Bundesanstalt für Arbeit integriert werden und bundesweit alle Stellenangebote erfaßt werden. Siehe dazu "Job-Roboter sucht für das Arbeitsamt nach offenen Stellen", in: Golem.de vom 12. August 2003.

Leider sind meines Wissens keine Informationen zugänglich, ob der Robot dieser Software Wünsche der Unternehmen respektiert, daß ihre Stellenangebote nicht erfaßt werden. Üblciherweise akzeptieren Suchmaschinen solche Nutzungsbeschränkungen, wenn sie in der Datei robots.txt der Internetpräsenz eingetragen sind.

Die Betreiber von Online-Stellenmärkte haben das aufdringliche Verhalten der Bundesanstalt für Arbeit aber schon kritisiert. Siehe Online-Stellenmärkte fürchten Job-Roboter der Arbeitsämter", in: golem.de vom 14. August 2003 und "Online-Stellenmärkte üben scharfe Kritik an der BA", in: Golem.de vom 22. August 2003.

Mittwoch, August 20, 2003

Mittagstisch Modul.

Die Erlanger Brauerei Kitzmann bietet ihren Gastronomen einen besonderen Service. Nach der Anmeldung erhält man eine Subdomainadresse z.B. www.kitzmann.de/mittagstisch/IhrName und einen Zugang zum Mittagstisch Modul in dem man selbst online seine Menüdaten pflegen kann. Diesen Service nutzen zur Zeit erst drei Betriebe, wovon leider nur einer bisher Menü-Daten eingepflegt hat. Weitere Services der Brauerei Kitzmann für Gastronomen:
  • kostenloser Eintrag in einen Gastronomie-Führer
  • Gastro-Tipp des Monats mit je einem wechselnden Betrieb
  • Radtouren, in die geschickt Einkehrmöglichkeiten eingearbeitet worden sind.

Inlandstourismus im ersten Halbjahr 2003: – 1% Gaesteuebernachtungen.

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden im ersten Halbjahr 2003 in Deutschland 149,4 Mill. Gästeübernachtungen gezählt, 1% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Angaben umfassen sowohl Übernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten als auch auf Campingplätzen (Touristikcamping). Während die Übernachtungen inländischer Gäste um 1% auf 131,5 Mill. zurückgingen, hat sich die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland mit 17,9 Mill. um 1% erhöht. Im Monat Juni 2003 wurden 34,5 Mill. Gästeübernachtungen in Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen gezählt, 2% mehr als im Juni 2002. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Pfingsten und auch Fronleichnam im Vorjahr im Mai lagen, in diesem Jahr aber in den Monat Ju ni fielen. Von 34,5 Mill. Übernachtungen im Juni 2003 entfielen 30,7 Mill. auf inländische Gäste (+ 2%) und 3,8 Mill. auf Gäste aus dem Ausland (+ 3%). Die Ergebnisse für die einzelnen Bundesländer fallen sehr unterschiedlich aus.

Dienstag, August 19, 2003

Koelner Bierboerse Ende August.

Herzlich Willkommen im größten Biergarten Kölns heißt es vom 29. bis 31. August bereits zum fünften Mal auf der Kölner Bierbörse. Der Umzug vom schmalen Heumarkt auf den großzügigeren Neumarkt bringt nicht nur den Organisatoren und Teilnehmern einen erheblich reibungsloseren Veranstaltungsablauf. Unter den großen, ausgewachsenen Bäumen des Neumarktes können schönere und größere Biergärten aufgebaut werden. Zudem liegt der Neumarkt erheblich zentraler in der Innenstadt als der Heumarkt, auch die Verkehrsanbindung ist wesentlich besser. Insbesondere aber das in diesem Jahr noch interessantere Angebot auf der Bierbörse wird die Besucher erfreuen. Viel Neues, vor allem Biere von verschiedenen Kontinenten werden präsentiert. Rund 49 Brauereien bzw. Bierverleger aus aller Welt werden ca. 650 verschiedene Biersorten aus über 70 Ländern anbieten:
  • Das vor allem beim weiblichen Publikum beliebte belgische Bier wie z.B. Grimbergen oder verschiedene Kirschbiere kann man hier stilecht und frisch vom Fass probieren.
  • Die ältere Generation lässt sich gerne auch mal ein "Andechs" munden, von der gleichnamigen Klosterbrauerei.
  • Auch russische und tschechische Biere wie z.B. Baltika, Staropramen oder Zlatopramen dürfen auf der Bierbörse nicht fehlen.
  • Fans von Bayrischen Bieren kommen ebenfalls auf Ihre Kosten: neben dem traditionellem Münchner Hofbräu findet man auch Löwenbräu oder Augustiner Bräu. Die Bierkultur hat sich vor allem im Osten Deutschlands in vergangenen Jahren vielfältig entwickelt, viele kleinere und aber auch größere Brauereien laden zum probieren ein. Unter anderem findet man Feldschlösschen, Eibauer und Schwerter aus Sachsen, aber auch ein schwarzes Köstritzer aus Thüringen.
  • Selbstverständlich dürfen in Köln auch nicht die zahlreichen Kölsch Sorten, wie Reissdorf, Früh, Mühlen oder Peters nicht fehlen.
Die Veranstalter freut ganz besonders, daß in diesem Jahr auch etliche Kölner Gastronomen an der Bierbörse teilnehmen. Zum zweiten Mal wird das Ausschankschiff der Faxe Brauerei vertreten sein. Vom Stapel gelaufen ist das Faxe - Schiff in Danzig als detailgetreuer und mit Liebe ausgeführter Nachbau des mittelalterlichen Originals "Santa Maria". Das voll aufgetakelte und beleuchtete Schiff lädt mit 14 m Länge über alles, einer Rumpfbreite von 2,50 m und Masten bis zu 9,80 m Höhe zum frischgezapften Biergenuss ein. Die Öffnungszeiten der 5. Kölner Bierbörse lauten: Freitag und Samstag 15 bis 22 Uhr und Sonntag 11 bis 21 Uhr. (Quelle: Pressemitteilung des Veranstalters).

Optimizing user feedback.

Jerry Tarasofsky schreibt im Newsletter Hotelmarketing News Weekly vom 11. August 2003 über "Optimizing user feedback in the hospitality sector" (Nachtrag vom 29. Januar 2009: nur noch im Internetarchiv) und beklagt darin den Fehler vieler gastgewerblicher Websites, nicht in erster Linie Daten darüber zu sammeln, was ihre Nutzer wollen.

Welche Möglichkeiten gibt es, Daten von Gästen und Nutzern auch ohne aufwendige Customer Relationship Management-Software zu sammeln? Ein paar Möglichkeiten möchte ich am Beispiel der Startseite von Abseits.de vorstellen:
  • Man kann eine Volltext-Suchfunktion einbauen. Gute Suchprogramme erlauben statistische Auswertungen, nach welchen Begriffen gesucht worden ist, welche Dateien gefunden worden sind und zu welchen Begriffen keine Seiten gefunden worden sind. Man kann dann die Suchfunktion verbessern, z.B. indem man Synonyme verwendet, neue Inhalte erstellt oder häufig gesuchte Inhalte leichter zugänglich präsentiert.
  • Man kann ein Formular zur Anmeldung bei einem Newsletter oder eine Mailing-Liste einbauen. Hart formuliert ist der einzige nützliche Zweck einer Website, eMail-Adressen zu erhalten, die man anschließend bearbeiten kann. Siehe dazu unseren Beitrag über Permission-Marketing.
  • Man kann Teilnehmern ermöglichen, sich in Foren oder Mailing-Listen anzumelden und dort Fragen zu stellen.
  • Man kann eine Umfrage anbieten.
  • Wenn man eigene eMail-Adressen, Telefonnummern und Postanschriften veröffentlicht, überläßt man es dem Nutzer, wie er Kontakt aufnehmen will. Ergänzend kann man anbieten, ihn zurückzurufen (Call back).
  • Man kann auswerten, welche Teile der Website am häufigsten besucht werden, um herauszufinden, welche Inhalte besonders interessieren.
  • Man kann per Auswertung der Access Log Files oder auch - wie auf der Startseite von Abseits.de - per Tool von Stephen Downes ermitteln und anzeigen, über welche Links Besucher diese Seite gefunden haben.
  • Man kann Testimonials von Gästen oder Nutzern veröffentlichen und damit indirekt weitere Gäste oder Nutzer animieren, ihre Meinung kundzutun.
  • Man kann in einem eigenen Online-Shop oder in Zusammenarbeit mit Partnern in deren Shops Produkte zum Kauf anbieten und die Kaufentscheidungen auswerten. Wir bieten z.B. in Zusammenarbeit mit Amazon.de Fachbücher an. Die Titel und Themen der verkauften Fachbücher sind Indikatoren für die Inhalte, die das Interesse der Nutzer finden.
  • Man kann solche Nutzer zu selektieren versuchen, die das Angebot intensiv nutzen. Wir bieten z.B. die Zusendung von neuen Beiträgen unseres Weblogs "Gastgewerbe Gedankensplitter" per täglichem eMail an.
  • Man kann Nutzer bzw. Gästegruppen nach Interessen selektieren. So kann man sich von uns z.B. Wochenspeisepläne oder unsere monatlich wechselnde Bierkarte zusenden lassen. Man erhält Sammlungen von eMail-Adressen, von denen man weiß, an welchen Produktgruppen die Besitzer besonders interessiert sind.

Montag, August 18, 2003

Heile, heile Gaensje, es is bald wieder gut. Es Kaetzje hat a Schwaenzje, es is bald wieder gut. Heile heile Mausespeck, in hunnert Jahr is alles weg.

Am vergangenen Mittwoch hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes verabschiedet. Kaum hat das Kabinett zugestimmt, ist der Bundesverkehrsminister und Quoten-Ossi Manfred "Sekretär" Stolpe gegen Details der Regelungen, denen er wenige Tage vorher zugestimmt hat. Siehe in der Kölnischen Rundschau vom 18. August 2003: "Nachbesserungen bei Pendlerpauschale sicher".

Gault Millau WeinGuide Deutschland 2004.

Seit seinem ersten Erscheinen vor 10 Jahren hat der Gault Millau WeinGuide viel bewegt. Er hat junge Winzer entdeckt und Traditionalisten ermutigt. Deutscher Wein ist wieder ein wichtiges Thema geworden. Die Diskussion um den heimischen Wein hat Interesse geweckt und viele Weinliebhaber haben mit dem zuverlässigen Guide zu über 4000 Weinen und die besten 600 Weingütern auch die Vielfalt der deutschen Weinregionen neu entdeckt. Der Gault Millau WeinGuide Deutschland 2004 von Henri Gault, Christian Millau, Armin Diel und Joel Payne erscheint im November 2003.

ELLE bistro Guide.

Der beste Italiener der Stadt? Die coolste Bar? Lust auf People-Watching? Oder wollen Sie die Nacht zum Tag machen? Im neuen "ELLE bistro Guide 2004" finden Sie immer, was Sie suchen: mal kühl und schlicht mit moderner Bistro-Küche oder Asian-Cross-Over oder ein kleines, feines Gourmet-Restaurant, wenn es einen besonderen Anlass zum Feiern gibt, oder die angesagtesten Clubs. Auf über 400 Farbfotos und 304 Seiten finden Sie 555 Trend-Restaurants und -Bars für 2004, die Ausgehen zum Vergnügen machen – in Ihrer eigenen Stadt und auf Reisen. Verfügbar ab November 2004. Erhältlich ist zur Zeit noch der Elle Bistro Guide 2003.

Rechnungswesen / Controlling in Hotellerie und Gastronomie.

Neu erschienen ist das Lehr- und Arbeitsbuch "Rechnungswesen / Controlling in Hotellerie und Gastronomie" von Prof. Dr. Harald Dettmer, Thomas Hausmann, Prof. Dr. Torsten Czenskowsky, Matthias Meilwes, R. Heckmann, U. Mika, K. Schäfer, J. Schmidt. 2003. Es wendet sich gleichermaßen an Nachwuchskräfte und Praktiker in Hotellerie und Gastronomie. Die dargestellten Lernbereiche sind handlungsorientiert aufgebaut und entsprechen den Lehrplänen an Hotelfachschulen ergänzt um einige weiterführende Informationen. Inhalt:
  • Leistungen gastgewerblicher Unternehmen sachgerecht erfassen,
  • Kosten und Erlöse ermitteln und beeinflussen,
  • Leistungen von Hotellerie und Gastronomie dokumentieren sowie systematisch auswerten.
Jedem Kapitel ist eine Situation vorangestellt; die jeweilige Problemlösung und Lernerfolgssicherung geschieht mithilfe von Informationen, authentischem Material sowie anschließenden Übungsaufgaben. Quellenangaben weiterführender Literatur unterstützen die selbständige Arbeit mit dem Buch.

Umfeldsuche im Branchenverzeichnis von Meinestadt.de.

Die Website Meinestadt.de hat seit Februar 2003 des Branchenverzeichnis von cojac.net integriert und erlaubt damit eine Suche nach Betrieben der selben Branche im Umfeld einer Straße und die Anzeige markierter Objekte in einem Stadtplan.

Meinestadt.de ist im Kern eine regionalisierte Ausgabe des Katalogs von Allesklar.de. Meinestadt.de bündelt alle wichtigen im Internet verfügbaren lokalen Informationen und ergänzt sie durch eigene redaktionelle Inhalte. Sie gehört zu den Traffic-stärksten Websites, deren Content auch von anderen Websites syndiziert ist. Den zu einer beliebigen Gemeinde gehörenden Teilkatalog von Meinestadt.de läßt sich aufrufen, wenn man den Gemeindenamen als Verzeichnisname hinzufügt, so z.B. meinestadt.de/bamberg.

Eine Anmeldung zum Branchenverzeichnis von cojac.net ist in der Regel nicht erforderlich. Man sollte die Einträge, die einen selbst betreffen, jedoch kontrollieren und gegebenenfalls berichtigen. Falls der eigene Betrieb in der Datenbank von Cojac.net nicht enthalten ist, etwa wegen einer Neugründung, kann man sich eintragen lassen. Der Grundeintrag ist kostenlos. Der Eintrag der Email-Adresse und Homepage ist kostenpflichtig.

Eine Alternative ist z.B. die Umfeldsuche von Yellowmap.de

Umfeldsuchen eignen sich auch zur Suche nach Lieferanten, Kooperationspartnern und Wettbewerbern und als Einstieg zu einer Standortanalyse.

Absenkung des Butalkohol-Grenzwerts auf 0,5 Promille in der Schweiz ab 2004.

Laut einer Meldungs des Tagblatts soll in der Scheiz ab 2004 der Blutalkohol-Grenzwert auf 0,5 Promille gesenkt: Promille-Test an der Bar". Damit drohen der Gastronomie in der Schweiz ähnliche Umsatzverluste wie in Deutschland, wo dieser Wert 1998 eingeführt worden ist. Negativ betroffen sind in Deutschland vor allem Landgaststätten mit vormals hohem Bierumsatz.

Marille gespritzt.

Lebensfreude.cc berichtet über "Marille G'spritzt", eine neue Limonade des für Marillenprodukte wie Likör, Schnaps, "b'soffene Marille" weithin bekannten Kremser Firma Hellerschmid, in der 0,5 l-PET-Flasche.

Michael Kungl.

iconicon Michael Kungl hat als Grafiker unter anderem für die Restaurantkette Carl's Jr. Restaurants gearbeitet (siehe dazu seinen Lebenslauf). Als 22jähriger sah er ein Poster von A.M. Cassandre aus den 30er Jahren und zeichnet seitdem von der Art Deco beeinflußt einen einzigarten Stil. Poster von ihm können Sie sich anschauen (und kaufen) im Online-Shop unseres Partners Art.com icon

Sonntag, August 17, 2003

Strandbar in Magdeburg eroeffnet.

Tobias Thieme hat am Barleber See bei Magdeburg eine Strandbar eröffnet, berichtet die Volksstimme am 3. August 2003: "Barbetrieb am Barleber: Jetzt hat der See zu bieten, was sein Name verspricht ". Mehr über Strandbars.

Samstag, August 16, 2003

Infos fuer Existenzgruender von der Netzeitung.

Ab sofort bietet die Netzeitung eine neue Rubrik "Existenzgründung" mit tagesaktuelle Nachrichten die für Existenzgründer von Relevanz sind. In einem umfangreichen Artikelangebot finden sich außerdem alle wichtigen Informationen, die jemand braucht, um ein Unternehmen zu gründen. Unterstützt wird diese Initiative der Netzeitung von der KfW Mittelstandsbank.

Es bleibt zu hoffen, daß die von der Netzeitung angebotenen Information einer gründlichen redaktionellen Kontrolle unterzogen werden. Es heißt dort z.B.: " Bei der für Sie zuständigen Berufsgenossenschaft müssen Sie spätestens eine Woche nach der Geschäftsaufnahme Ihre Selbständigkeit und die von Ihnen beschäftigten Mitarbeiter schriftlich melden. " Dies ist ein Schmarrn, zumindest in bezug auf die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten. Bei dieser Berufsgenossenschaft werden weder bei der Anmeldung noch bei der jährlichen Meldung, welcher der Beitragsberechnung zu Grunde liegt, einzelne Mitarbeiter gemeldet, sondern nur die Lohnsummen und ergänzend die Arbeitstunden getrennt nach Gefahrbereichen, z.B. nach Küche, Service und Verwaltung eines gastronomischen Betriebes.

Steuern zahlen fuer Sollzinsen?

Gastgewerbliche Kapitalgesellschaften (wie etwa GmbHs) bekommen Bankkredite in der Regel nur, wenn die Gesellschafter dafür bürgen oder Sicherheiten bereitstellen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung weist in einem Kommentar ("Im Gesetzesdschungel" vom 15. August 2003 darauf hin, daß eine unscheinbare Änderung im Entwurf zur Reform des Körperschaftsteuergesetz die steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsen, die Unternehmen für Gesellschafter-Darlehen zahlen, einschränkt und dies nach dem Wortlaut des Gesetzesvorschlags auch für Zinsen auf Bankkredite gelte, wenn ein Anteilseigner dafür Sicherheiten stelle (via Handakte WebLAWg).

Siehe auch ein früheres Posting über die Absicht der SPD-Bundestagsfraktion auf Zinsen für Gesellschafterdarlehen Gewerbesteuer zu erheben.

Ratebeer.

Anfang August haben wir in unserem Café Abseits ein "Ratebier" ausgeschenkt. Wir meinten damit ein Bier, von dem unsere Gäste erraten sollten, welche Sorte und Marke es ist. Daraufhin wurden wir von einem aufmerksamen Gast auf die englischsprachige Website RateBeer aufmerksamt gemacht.

RateBeer bietet Informationen über Bier, Besprechungen und Beurteilungen von Bieren (in englischer Sprache). RateBeer wurde als unahbängige Gemeinschaft von Bierenthusiasten und Forum für Bierliebhaber im Mai 2000 von Bill Buchanan gegründet. Sie können hier ihre Meinungen über Biere und Brauereien teilen. Mittlerweile gibt es unter anderem ein wöchentliches Editorial und einen halbjährlichen, internationalen Wettbewerb "RateBeer Best". Die Community besteht aus Tausenden von Mitgliedern in 60 Ländern. Die Datenbank besteht aus mehr als 24.000 Bieren aus aller Welt.

Verbraucherschutz: Klosterbrauerei Neuzelle geht im Bierstreit in die Offensive.

10 Jahre Behördenstreit um den Begriff Bier, um realitätsfremde und nicht verbraucherrelevante Vorschriften und das lange Warten auf eine längst überfällige gerichtliche Entscheidung, haben die Klosterbrauerei Neuzelle in zunehmendem Maße in der Produktinnovation und internationalen Wettbewerbsfähigkeit behindert. Aus diesem Grunde kennzeichnet die Klosterbrauerei die aus dem "Bierstreit" mit der Landesregierung bekannten Produkte "Schwarzer Abt" und "Klostermalz" wieder eindeutig als Bier. Seit dem 14.07.2003 werden die Produkt "Schwarzer Abt" mit der zusätzlichen eindeutigen Kennzeichnung Schwarzbier und das "Klostermalz" mit der zusätzlichen Kennzeichnung Malzbier in den Verkehr gebracht.

Die Klosterbrauerei Neuzelle rechtfertigt dies mit den Worten:
"Unternehmer sind verpflichtet, zum Schutz des Verbrauchers zu handeln und alles zu unterlassen, was zu Irreführungen und Täuschungen des Verbrauchers führt. Im Interesse des Schutzes des Verbrauchers und nicht zuletzt auch zur Erhaltung der Arbeitsplätze ist daher unternehmerisches Handeln hinsichtlich einer unmissverständlichen Kennzeichnung unserer Produkte erforderlich. Wahrheit und Klarheit bei der Deklaration eines Produktes sind für die Klosterbrauerei Neuzelle und auch für den Verbraucher oberstes Gebot, das nicht länger in Frage gestellt werden darf.
Die Bierrezepturen der Klosterbrauerei Neuzelle, besonders die tiefdunkle, malzaromatische,vollmundige und feinliebliche Schwarzbier-Rarität unter dem Namen "Schwarzer Abt" sorgte in den letzten Jahren für erhitzte Gemüter. Denn sie wird wie in früheren Zeiten nach dem Brauprozeß mit ein wenig Raffinade veredelt, die dieser Rarität eine ganz eigene, faszinierende Geschmacksnote verleiht. Der noch andauernde Streit mit der Landesregierung Brandenburg über diese Schwarzbier-Rarität ist als "Brandenburger Bierkrieg" in die Geschichte der Brauerei eingegangen. Lesen Sie mehr darüber in der "Kommune - Zeitschrift für Politik, Ökonomie, Kultur", Nr. 7/19983.

Freitag, August 15, 2003

Routenplaner der Deutschen Bahn.

Die Deutsche Bahn bieten Unternehmen, Vereinen oder Privatpersonen, die eine eigene Webseite betreiben, gratis einen adressgenauen Routenplaner, der über einen so genannten "Anreisebutton" integriert wird. Geliefert wird eine
  • Anfahrtsbeschreibung
  • Karte
  • ein Vergleich mögliche Verkehrsmittel unter Kosten- und Fahrzeitaspekten (Kilometer, Kosten und Reisezeit)
  • den Energieverbrauch der verschiedenen Verkehrsmittel und deren Einfluss auf Klimaveränderung und Luftbelastung.
Dieser Service ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Best of Lea Linster.

Gunnar Rechenburg berichtet in den Kieler Nachrichten vom 15. August 2003 über ein gemeinsames Kochen von Lea Linster und Dirk Luther, dem Küchenchef des Töpferhauses: "Richtig kochen, richtig würzen. Basta". Erwähnt wird ein neues Buch der Luxemburger Starköchin: "Best of Lea Linster". Ich glaube aber, da hat der Autor etwas falsch verstanden und das Ende 2002 erschienene Buch "Einfach und genial. Die Rezepte der Spitzenköchin Lea Linster" gemeint ist, das bei den "Gourmand World Cookbook Awards" 2002 als bestes deutsches Kochbuch eines Küchenchefs ausgezeichnet worden. Mehr über Lea Linster.

Schnuppern.

In unserer Mailingliste Gastro-Einsteiger interessieren sich gelegentlich kommende Existenzgründer für Praktikumsplätze oder die Gelegenheit, bei Kollegen zu schnuppern. Leider gibt es bislang meines Wissens niemanden, der sich systematisch und branchenbezogen um die Vermittlung und Betreuung solcher Schnupperpraktikas bemüht.

Deshalb freut es mich, daß ich auf der Website Fun-economy.de von Ralf G. Nemeczek genau diese Idee, jedoch nicht branchenbezogen, entdeckt habe. Konkretisiert wird sie in Form einer kostenpflichtigen Vermittlung von Schnupperplätzen. Interessant ist "Schnuppern" aber nicht nur für die potentiellen Existenzgründer. Auch die Unternehmen, in denen geschnuppert wird, profitieren möglicherweise von dem frischen Wind, den Existenzgruender hineinbringen, und der Diskussion von Ideen. Ralf G. Nemeczek ist Autor des Buches "Fun Economy. Made by inspired people". Es erscheint im September 2003.

Ambient Media.

In diesem Blog berichten wir gelegentlich auch über ungewöhnliche Werbeformate wie Plakate in Toiletten (siehe dazu ein Posting vom Januar 2003) oder Werbung auf Pizza-Kartons und Eßstäbchen (dazu ein weiteres früheres Posting).

Fachleute bezeichnen solche Werbung, die dem Ambiente, dem Lebensumfeld der Zielgruppe (häufig in der für Marken interessanten Szene-Gastronomie) angepaßt ist, als Ambient Media Werbung. Kolja Wehleit ist ein Experte für diese Werbung. Lesen Sie ein Interview mit ihm: "Viel Werben mit wenig Geld!".

Von Kolja Wehleit stammt der "Leitfaden Ambient Media".

Im Gastgewerbe eröffnen Ambient Media Werbeformate zusätzliche Erlösquellen. Siehe dazu unseren Beitrag "Erlöse in der Gastronomie: Erlösquellen und preispolitisches Instrumente". Sie sind meines Erachtens weniger geeignet zur Werbung für gastronomische Objekte als zur Werbung in solchen Objekten.

Statistikportal.

Im neuen, gemeinsamen Datenangebot der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder finden sich auch Daten über Handel, Gastgewerbe, Tourismus (via Heise Online News).

Deutsche Sektion der Kampagne fuer Gutes Bier gegruendet.

In der 15. Ausgabe des Newsletters der österreichischen Kampagne für gutes Bier kündigt Conrad Seidl die Gründung eines deutschen Schwestervereins an. Er zitiert den Obmann Lars Seyfrid. Deutschland sei berühmt für sein Bier und besäße zwei der angesehensten Lehr- und Versuchanstalten weltweit, mit die meisten Brauereien, annährend den höchsten Bierkonsum, eine atemberaubende Vielfalt an Biermarken, aber leider keine Vereinigung, die sich für den Erhalt und die Förderung dieser Biervielfalt für ganz Deutschland einsetzte Während sich die Branche maßgeblich mit Dosenpfand, Sudhausausbeute und Werbemillionen beschäftige, wolle sich die Kampagne für gutes Bier e.V. sich damit beschäftigen, wie dem Verbraucher der Kontakt zu wirklich charaktervollen Bieren ermöglicht werde.

Im Sinne der Förderung der Biervielfalt werde am 1. September die erste Verkostungsveranstaltung von KGB-Deutschland in Hamburg stattfinden – es geht um Festbiere und um Pilsener. Das Hamburger Event findet statt am Montag, 01.09.03 von 20 bis 22 Uhr FACTORY Hoheluftchaussee 95 (im Hinterhof!) 20253 Hamburg Tel: +49 40-420 37 11.

Der Mitgliedsbeitrag für den Verein beträgt € 30.-. Damit ist der der Eintritt zur erwähnten Verkostungsveranstaltung gleich eingeschlossen.

Kontaktadresse: Kampagne für Gutes Bier e.V. z.Hd. Lars Seyfrid Buchsbaumweg 11 22299 Hamburg Tel/Fax: +49 40-85 15 93 61.

Donnerstag, August 14, 2003

Blaster - ein Missverstaendnis.

Sie haben kein Problem mit dem Virus (genau genommen: dem Wurm) Blaster? Nun, dann unterliegen Sie einem Mißverständnis.

Sie glauben, Viren, Würmer usw. hätten im Sinne, sie zu belästigen, Daten zu löschen, den Rechner herunterzufahren oder ähnliches? Es gibt zwar solche Viren. Aber Blaster hat eine ganz andere Aufgabe, nämlich ihren Rechner für fremde Aufgaben zu mißbrauchen. Sie bemerken ihn nur, wenn etwas - aus der Sicht des Virus - schief gegangen ist. Wenn Sie ihn nicht bemerken, hat es sie (noch) nicht erwischt oder er macht bei Ihnen genau das, wofür er programmiert worden ist.

Um ein Bild zu verwenden: Wenn Sie einen Mitarbeiter beim Klauen erwischen, ist nicht dies das eigentliche Problem. Vielmehr sollten Sie sich dann folgende Fragen stellen: Warum haben Sie ihn erst jetzt erwischt? Klauen auch noch andere? Und wenn Sie (noch) keinen erwischt haben, ist Ihr Problem noch viel größer, denn dann haben Sie noch nicht einmal den ersten erwischt.

Falls Sie keinen Viren-Scanner installiert haben, bietet Panda Software einen Online-Virenscanner, mit dem Sie prüfen können, ob Ihr Rechner befallen ist.

Oder kaufen Sie sich die CD-ROM Norton AntiVirus 2003.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen will, dem sei das Buch "Das Anti-Hacker-Buch" von George Kurtz, Stuart McClure und Joel Scambray empfohlen. Auf unterhaltsame Weise nähert sich Henning Mankell dem Thema in seinem Kriminalroman "Die Brandmauer". Beim Titel hat ein ignoranter Mensch den Fachausdruck "Firewall" auf Teufel komm raus ins Deutsche übersetzt.

Google Calculator.

Nicht selten sieht man an PCs Anwender mit Taschenrechnern werkeln. Andere laden sich, um kleine Rechnungen zu erledigen, gar ein mächtiges Kalkulationsprogramm wie Excel. Google hat diese (scheinbare) Lücke eines kleinen Online-Taschenrechners erkannt und bietet als verspieltes Feature eine Rechenfunktion, die neben den Grundrechenarten auch mathematische Funktionen und Maßeinheiten kennt, Calculator genannt. Deutsche Maßeinheiten sind leider (noch) nicht integriert. Google gibt z.B. an, wieviel Milliliter half a cup hat aber (noch) nicht das Volumen einer halben Tasse.

Gastgewerbliche Websites selbst aktualisieren.

Auf unserer Webseite "Websites für das Gastgewerbe - ASP-Lösungen" haben wir einige Anbieter von Application-Service-Provider-Lösungen für gastgewerbliche Websites vorgestellt, verglichen und teilweise in Zusammenarbeit mit den Anbietern Probe- bzw. Demo-Accounts vorgestellt.

Ein weiterer Anbieter ist onlineoff, Internetdienstleistungen Andreas Müller & Wolfgang Palesch GbR, in Leipheim. Onlineoff ist spezialisiert auf die Umsetzung von Internetseiten speziell für die Hotellerie und Gastronomie. Mit ihremwebbasierten Content Management System, kann jeder, der eine eigene Internetseite betreibt, diese auch selbst aktualisieren und pflegen. Das heißt: Er kann jederzeit von einem beliebigen Rechner über das Internet Text und Bilder auf der eigenen Seite aktualisieren, ohne Programmierkentnisse zu besitzen. Auch neue Seiten hinzufügen oder zu löschen ist hiermit schnell zu realisieren. Das modular aufgebautes System bietet viele Möglichkeiten, die sich ein Hotelier für die Bearbeitung seines Internet-Auftritts wünscht: von der Zimmeranfrage bis hin zur Anfahrtsbeschreibung.

Sie können die wichtigsten Funktionalitäten im Demo-Bereich testen. Geben Sie als Benutzername "demo" und als Passwort "test" ein (jeweils ohne Anführungszeichen. Zwei Referenz-Sites: Für Erfahrungsberichte, Fragen usw. sind Abseits.de und Wolfgang Palesch von Onlineoff dankbar.

Moblogging im Gastgewerbe.

Typepad nennt sich der Moblogging-Service von Six Apart. Das ganze ist mehr als eine technische Spielerei. Man kann damit als Gastronom etwa Fotos von Events technisch einfach handhabbar und preiswert auf einer Webseite präsentieren. Benötigt wird nur ein Fotohandy und ein Account bei Typepad für 8,95 Dollar monatlich (dieser Account berechtigt zu bis zu drei Weblogs, etwa verschiedener gastronomischer Objekte. Für monatlich 14,95 Dollar sogar zu beliebig vielen Weblogs, an denen auch verschiedene Personen mitarbeiten können). Pro Bild entstehen zusätzliche Kosten zwischen 10 und 90 Cent je nach Bildgröße. Wie das ganze funktioniert, beschreibt Ben Schwan in der Netzeitung vom 13. August 2003: "Mobiles Weblog in zwei Minuten".

Einsatzmöglichkeiten im Gastgewerbe sind z.B.:
  • Fotos von Tagesgerichten und sonstigen Angeboten. Die Qualität von Handyfotos ist jedoch beschränkt. Zudem sind "Amateuraufnahmen" von Speisen enttäuschend, weil sie mit den von Food-Fotografen in Kochbüchern und Gourmetzeitschriften nicht mithalten können.
  • Fotos von Gästen, wenn sie eine Veröffentlichung wünschen oder ihr zustimmen. Besonders bei Hochzeiten ist es (noch) eine Unique Selling Position oder auch eine erlösfähiger, zusätzlicher Service, Fotos sofort online stellen zu können.
  • Fotos von (neuen) Mitarbeitern, wenn sie einer Veröffentlichung zustimmen
  • Fotoreportagen, etwa der Weg einer wichtigen Zutat vom Einkauf bis auf den Tisch des Gastes
  • Rezepturbegleitende Fotos des Kochprozesses. Rezepte sind ein bei den Usern sehr beliebter Content von Gastronomie-Sites.
Wer es mal ausprobieren möchte. Es gibt die Möglichkeit, die Chose bis zu 30 Tagen kostenlos auszuprobieren. Ein Beispiel einer technisch minderen Qualität (120x90-Pixel-Kamera).

Hartz-Reform dritter und vierter Teil.

Der Haufe-Verlag hat die wichigsten Änderungen, die sich für Betriebe aus den von der Bundesregierung in das Gesetzgebungsverfahren eingebrachten Entwürfen HartzIII + Hartz auf seiner Website Personal-office.de zusammengefasst: "Drittes und Viertes 'Hartz-Gesetz' vom Kabinett beschlossen". Die Änderungen betreffen vor allem die Altersteilzeit, die Eingliederungszuschüsse und die Vermittlung in Arbeit und Ausbildung.

Arbeitsschutzprogramm für die Gastronomie in Südhessen.

Die AOK Hessen und die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) haben ein Workshop- und Seminarprogramm entwickelt, das speziell den Gastronomen in Südhessen und ihren Mitarbeitern beim Vorbeugen arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren hilft. In Kooperation mit dem Hotel- und Gaststättenverband Südhessen, der IHK Darmstadt und der Pfungstädter Brauerei bietet das "Regionale Arbeitschutzprogramm" (RAP) Klassisches wie Seminare zu Arbeitssicherheit, Ergonomie oder Umgang mit Belastungen. Die durchweg praxiserfahrenen Dozenten packen aber auch heikle Themen an wie "Suchtprävention am Arbeitsplatz". Sie schlagen die Brücke zwischen dem "Erfolgsfaktor Führung", Konfliktmanagement und dem Tagesgeschäft in der Gastronomie und zeigen, wie "Immer nur lächeln!?" im Service funktionieren kann, ohne dass es krank macht.

Alle Seminare sind für Teilnehmer aus Mitgliedsbetrieben der Kooperationspartner kostenfrei. Und bei ausreichendem Interesse (mindestens zehn Teilnehmer) können sie auch direkt vor Ort organisiert werden. Unternehmer mit bis zu 10 Mitarbeitern können sich zudem im Rahmen des RAP für das Branchenmodell gemäß BGV A6/A7 der BGN qualifizieren.

Nächste Termine sind der 25. September bzw. 28. Oktober 2003 in Darmstadt (AOK, IHK) mit den Seminaren "Erfolgreicher Umgang mit Stress" und "Umgang mit Reklamationen" sowie der 18. November 2003, an dem das Seminar "Immer nur lächeln" zur selbstsicheren und erfolgsorientierten Kommunikation mit Gästen und Kunden informiert.

Informationen zum Programm, zu weiteren Terminen im Frühjahr 2004 sowie das Seminarprogramm gibt es bei der BGN, Kathrin Ewald, Tel. 0621/4456-3180, Fax: 0621/4456-3103 oder E-Mail kathrin.ewald@bgn.de (Quelle: Pressemitteilung der BGN).

Mittwoch, August 13, 2003

Christinen Soja.

Christinen Soja kommt dem wachsenden Bedürfnis nach bewusster und gesunder Lebensführung ohne Kasteiung und Verzicht entgegen. Christinen Soja ist in den beiden Geschmacksrichtungen "Orange/Maracuja/Mango" und "Mehrfrucht Rot" erhältlich. Sojamilch, eine Vitaminkombination und natürliches Mineralwasser machen Christinen Soja zu einem ebenso gesunden wie wohlschmeckenden Durstlöscher. Der Drink schmeckt erfrischend fruchtig und ist eine Bereicherung des Ernährungsplans. Soja ist eine ideale, rein pflanzliche Eiweißquelle und hat in fernöstlichen Kulturen eine lange Tradition. Christinen Soja ist nur in der 0,33 l-Einwegflasche erhältlich. (Quelle: Pressemitteilung von Christinen Brunnen).

Neue Produkte finden.

Die Getränkeindustrie überschwemmt den Markt mit einer Vielzahl neuer Produkte, besonders mit Mixgetränken wie den Segmenten Biermixgetränke, Functional Drinks, Near Water, Tee & Frucht usw. Die Betreuung durch den Außendienst der Hersteller läßt in der Regel zu wünschen übrig. Viele Produkte zielen primär auf den Einzelhandel und werden gastronomiebezogen gar nicht unterstützt. Auch der Getränkefachgroßhandel ist vielfach, so zumindest meine Erfahrungen, nicht mehr in der Lage, sich selbst auf dem Laufenden zu halten, ganz zu schweigen, neue Produkte begründet zu empfehlen. Auf den Fachmessen aber auch Hausmessen großer Getränkefachgroßhändler stellen die Produzenten ihre Produkte einseitig positiv dar und legen sich auch für solche Produkte ins Zeug, von denen sie selbst nicht überzeugt sind. Und die Fachzeitschriften des Getränkefachgroßhandels und der Getränkewirtschaft veröffentlichen in der Regel nur Pressemitteilungen der Hersteller, oft im Tausch mit einer Anzege.

Eine Alternative, neue Produkte zu finden, die sich für die Gastronomie eignen, und dazu Einschätzungen von Konsumenten, bieten Meinungsportale wie yopi.de, Ciao.com oder Dooyoo.de. Zum Beispiel zwei informative Beiträge von zwei Konsumentinnen über "Rhönsprudel Hollerblüte", ein Produkt, das sich auch aus eigenen Erfahrungen empfehlen kann. Wir verkaufen dieses Produkt seit einigen Monaten in unserem Café Abseits und der Absatz steigt stetig an. Zur Zeit sind wir bei 5 Kisten in der Woche oder umgerechnet 20 Hektoliter per anno. Nicht schlecht für ein solches "Nischenprodukt". Wobei ich anmerken muß, daß dieses Produkt Gäste stark differenziert. Ein Teil der Gäste liebt es (empfiehlt es weiter, schwört drauf), andere finden es abstoßend. Ein Anteil von Apfelessig mag daran schuld sein. Wenn die Rhönsprudel Hollerblüte in Ihrer Region nicht distribuiert ist, gibt es vergleichbare Produkte wie z.B. Bad Brambacher Holunderblüte, Bad Nauheimer Hollerblüte, Sinzinger Holunderblüte von Brau & Brunnen Prinzenburger Holunderblüte von Christinen Brunnen.

Gelegenheiten.

Graz ist Europäische Kulturhauptstadt 2003. Die "Kleine Zeitung" gibt Klagen der Arbeiterkammer über angeblich überhöhte Preise der Grazer Gastronomie wieder: "Grazer Wirte kassieren 'Kulturzuschlag'"".

Das erinnert mich an einen jüdischen Witz. Ein armer Jude haut einen reichen Juden um etwas Geld an. Mit Erfolg. Kurze Zeit später sieht der Reiche, daß der Arme im feinsten Café sitzt und es sich gut gehen läßt. Er stellt ihn zur Rede. Der Arme antwortet: "Was willst Du denn? Wenn ich kein Geld habe, kann ich mir den Kaffehausbesuch nicht leisten. Und wenn ich Geld hab, willst Du es mir verbieten?"

Das Grazer Gastgewerbe profitiert neben der Bauwirtschaft stark von der "Kulturhauptstadt". Siehe dazu einen Beitrag "Clevere Investition ..." von Othmar Pruckner, in: Trend Nr. 3/2003.

Im Jahre 2010 wird eine deutsche Stadt Europäische Kulturhauptstadt. Auf der Website Kultur2010.de werden die deutschen Bewerberstädte vorgestellt.

Umsatz im Gastgewerbe: – 6,2% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2002.

Der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland lag im ersten Halbjahr 2003 nominal (in jeweiligen Preisen) 6,2% und real (in konstanten Preisen) 6,5% niedriger als im ersten Halbjahr 2002. Im ersten Quartal 2003 wurde nominal 7,8% und real 9,0% weniger als im ersten Quartal 2002 abgesetzt, im zweiten Quartal 2003 war der Umsatzrückgang mit nominal 4,7% und real 4,5% gegenüber dem zweiten Quartal 2002 nicht mehr ganz so hoch. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, wurde im Juni 2003 nominal 3,6% und real 2,4% weniger als im Juni 2002 umgesetzt. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten (Berliner Verfahren 4 – BV 4) wurde im Vergleich zum Mai 2003 nominal 0,5% und real 1,0% mehr abgesetzt. Im Juni 2003 verbuchte nur das Beherbergungsgewerbe bei einem nominalen Umsatzrückgang einen knappen realen Umsatzanstieg (nominal – 3,6%, real + 0,2%). Im Gaststättengewerbe (nominal – 3,6%, real – 3,9%) und bei den Kantinen und Caterern (nominal – 4,3%, real – 4,7%), wozu auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören, lagen dagegen die Umsätze niedriger als im Juni 2002.

Das Thueringer Gastgewerbe im ersten Halbjahr 2003: Umsatzrueckgang und Personalabbau.

Die Unternehmen des Thüringer Gastgewerbes erzielten nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik in der ersten Hälfte dieses Jahres nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, 7,7 Prozent weniger Umsatz als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Real, also preisbereinigt, betrug der Rückgang 8,0 Prozent. Vom Umsatzrückgang waren alle drei Branchen des Thüringer Gastgewerbes betroffen:
  • Am wenigsten beeinträchtigt von der rückläufigen Entwicklung zeigte sich im 1. Halbjahr 2003 das Beherbergungsgewerbe. Hier wurde nominal 5,3 Prozent und real 5,0 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
  • Im Gaststättengewerbe belief sich das Umsatzminus auf nominal 8,3 Prozent und real 8,9 Prozent.
  • Zweistellige Einbußen gab es bei den Kantinen und Caterern. Mit einem Minus von nominal 13,4 Prozent und real 14,0 Prozent ging jeweils mehr als ein Siebtel des Umsatzes im Vergleich zum 1. Halbjahr 2002 verloren.
Im Thüringer Gastgewerbe hatten in der 1. Hälfte dieses Jahres durchschnittlich 7,6 Prozent weniger Personen einen Arbeitsplatz als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Vom Arbeitsplatzabbau waren hauptsächlich die Vollzeitbeschäftigten betroffen (- 10,4 Prozent). Auf Teilzeitbasis wurden 0,9 Prozent weniger Arbeitskräfte beschäftigt. Die Arbeitsplatzsituation in den einzelnen Branchen des Thüringer Gastgewerbes spiegelt die jeweilige Umsatzentwicklung wider:
  • Den relativ geringsten Arbeitsplatzabbau im Vergleich zum 1. Halbjahr 2002 meldete das Beherbergungsgewerbe (- 6,2 Prozent).
  • Im Gaststättengewerbe wurde durchschnittlich 7,3 Prozent weniger Personal beschäftigt.
  • Bei den Kantinen und Caterern ging mehr als jeder siebte Arbeitsplatz (- 13,9 Prozent) verloren.
(Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik).

Gruene fordern hoehere Oekosteuer.

Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag Katrin Göring-Eckardt reiht sich ein in die lange Liste der Politiker, die wider besseres Wissen höhere Steuern fordern: "Reformen: Grüne wollen nachbessern", in: Die Welt vom 13. August 2003. Nachdem Wolfgang Böher von der CDU in der letzten Woche eine höhere Mehrwertsteuer gefordert hatte, wollen die Grünen heute zur Abwechslung mal eine höhere Ökosteuer. Ich weiß gar nicht mehr, wen ich zuerst abwatschen möchte.

Dienstag, August 12, 2003

SPD-Bundestagsfraktion erschwert Existenzgruendungen und vernichtet Existenzen im Gastgewerbe.

Die SPD-Bundestagsfraktion beharrt darauf, bei der Gewerbesteuerreform auch ertragsunabhängige Teile wie Zinsen, Mieten und Pachten zu besteuern. Siehe dazu "Sondersitzung der SPD-Fachpolitiker zur Gemeindefinanzreform", in: Kölnische Rundschau vom 12. August 2003.

Könnte sich die SPD-Bundestagsfraktion (das "Kartell der Mittelmäßigkeit", wie Gerhard Schröder zurecht sagt) damit durchsetzen, würde dies Existenzgründungen erschweren, weil aufgelaufene Verluste aus einer Investitionsphase nicht mehr vollständig vorgetragen werden können, sondern Gewerbesteuer bereits gezahlt werden muß, bevor der Zeitpunkt eines Returns of Investment erreicht wird. Gefährdet sind auch Branchen mit starker Kapitalbindung bzw. einem hohen Pachtkostenanteil wie das Gastgewerbe.

Vielleicht sprechen Sie Ihren SPD-Bundestagsabgeordneten mal darauf an, z.B. auf der nächsten Wahlkampfveranstaltung in Ihrem Hause?

Konstruktives Trinken.

"Wer oft mit Kollegen in die Kneipe geht, verdient am Ende mehr Geld" von Henrik Spiess, in: Berliner Zeitung vom 12. August 2003 (via Schockwellenreiter).

Das 1887 erstmals veröffentlichte Werk "Constructive Drinking: Perspectives on Drink from Anthropology" von Mary Douglas beschreibt einen anthropologischen Ansatz zum Studium des Trinkens, zeigt wie gesellschaftliche Ereignisse durch alkoholische Getränke markiert und zwischenmenschliche Beziehungen hergestellt und erhalten werden.

Hartz-Reform: eine Wahlkampfluege feiert Geburtstag.

Im August letzten Jahres habe ich über die Vorschläge der Hartz-Kommission u.a. geschrieben: "Die Hartz-Module sind pragmatisch, ohne daß einordnungspolitisches Leitbild erkennbar wird. Sie bestehen aus pfiffig formulierten Schlagworten und weitestgehend mehrdeutigen, oberflächlichen, schwatzhaften Formulierungen" und dann die Module im Einzelnen auf ihre Umsetzbarkeit untersucht (siehe: "Die Vorschläge der Hartz-Kommission und ihre Bedeutung für das Gastgewerbe").

Heute gibt der Spiegel die vernichtende Einschätzung des Nürnberger Arbeitsmarktforschers Hermann Scherl wieder: "Arbeitsmarktforscher nennt Hartz-Reform Scharlatanerie".

Goût Mieux.

Regula Keith-Kohler erläutert die Bedeutung des vom WWF im August 2002 initiierten Labels "Goût Mieux" zur Förderung natur- und tiergerechter Küche für gastronomische Betriebe in Bern: "Gault Millau? - Goût Mieux!", in: eBund vom 12. August 2003.

Nebenbei bemerkt: Mich wundert es, daß ausgerechnet der gemeinhin als seriös angesehene WWF es nötig hat, eine fremde Marke auszubeuten, und Gault Millau dies duldet.

Veraendertes Ausgehverhalten.

Die Neue Ruhr-Zeitung berichtet am 12. August 2003 über ein verändertes Ausgehverhalten der Gäste, bedingt durch die enorme Hitze: "Späte Lust auf Biergärten".

Montag, August 11, 2003

Mehrwertsteuererhoehung gefordert.

Die Politiker-Plage setzt wider besseres Wissen auf Steuererhöhungen statt den aufgeblähten Verwaltungsapparat abzuspecken. So fordert Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) laut einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung eine Anhebung der Mehrwertsteuer: "Regierung meldet Brüssel 2,8 Prozent Defizit".

Das Gastgewerbe hatte hingegen im Bundestagswahlkampf 2002 die Einführung des niedrigen Mehrwertsteuersatzes für gastronomische Dienstleistungen gefordert, um für gleiche Wettbewerbsverhältnisse in Europa zu sorgen.

Sonntag, August 10, 2003

Frust bei Schwarzarbeitsfahndern.

Ein Schwerpunkt der Fahnder der Arbeitsmarktinspektionen der Arbeitsämter und der der Zentralen Leitstelle (ZLS) liegt in der Gastronomie und auf Baustellen. Die Kontrollen konzentrieren sich darauf, Anzeigen nachzugehen und auf solche Betriebe, die bereits früher negativ aufgefallen sind. Siehe dazu einen Bericht über einen Tag im Leben Hamburger Fahnder: "57 Arbeitnehmer wurden in der Gastronomie geprüft: 40 Verstöße!", in: Lokal-Anzeiger Hamburg vom 14. Juni 2003.

Die "Schwarzarbeitsfahnder" der Bundesanstalt für Arbeit sollen nun in den Zoll übergeleitet werden, der sich bisher schwerpunktmäßig auf den gewerblichen Verkehr, also Lastwagen und Speditionen, gestürzt hat. Ob diese Reorganisation dazu führen wird, daß die Gastronomie aus dem Blickwinkel der Fahnder geraten wird, ist ungewiß. Zumindest werden sie in den nächsten Monaten alle Hände voll zu tun haben, sich ihre neuen Arbeitsplätze warmzusitzen. Siehe dazu: "Schwarzarbeiter-Fahnder fühlen sich "überfahren und verkauft", in: Emder Zeitung vom 10. August 2003.

Samstag, August 09, 2003

Fruehzeitige Arbeitssuche.

Die Bundesanstalt für Arbeit hat Informationen zu einer zum 1. Juli 2003 in Kraft getretenen Änderung online gestellt. Zum Inhalt siehe ein früheres Posting.

Nützlich ist eine Formulierungshilfe für den Arbeitgeber, die man der Kündigung beilegen oder in das Kündigungsschreiben mit aufnehmen sollte.

Für den Fall eines befristeten Arbeitsverhältnisses hat der Gesetzgeber den geänderten § 37b SBG III (PDF) schlampig formuliert, nämlich daß die Meldung "frühestens drei Monate vor dessen Beendigung" zu erfolgen habe. Gemeint hat er "spätestens drei Monate vor dessen Beendigung". Leider fehlt der Presseinformation (PDF) der Bundesanstalt für Arbeit und schlimmer noch dem Hinweisblatt aus Anlass Ihrer persönlichen Arbeitsuchendmeldung, das Arbeitssuchenden überreicht wird, ein Hinweis auf diese abweichende Regelung für befristete Arbeitsverhältnisse. Laut einer Meldung des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessens e.V. mit dem Titel "Meldepflichten bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses "wird die Vorschrift in der Bundesanstalt für Arbeit dahingehend ausgelegt, dass bei befristeten Arbeitsverhältnissen die Meldung 'spätestens' drei Monate vor dem vereinbarten Ende der Befristung zu erfolgen hat". Falls die Arbeitsämter in diesen Fällen - wie demnach zu befürchten ist - rechtswidrig das Arbeitslosengeld mindern, sollten betroffene Arbeitnehmer meines Erachtens widersprechen bzw. gerichtlich gegen diese Minderung vorgehen.

Nachtrag vom 14. August 2003: Siehe dazu auch einen Beitrag des Law Blog bzw. des Düsseldorfer Rechtsanwalts Udo Vetter vom 10. August 2003.

Kinderfreundliche Gastronomie.

Viktoria Tereschenko hat sich in Konstanz umgeschaut, wie kinderfreundlich die Gastronomie ist: "Nicht nur Pommes für die Kleinen", in: Südkurier vom 9. August 2003. Siehe dazu auch "Gastgewerbe-Marketing: Zielgruppe Kinder und Jugendliche".

Freitag, August 08, 2003

Vereinsgaststaetten.

Zur Zeit recherchiere ich zu dem Thema "Sportvereinsgastronomie". Leider habe ich bisher online nur eine Zusammenfassung der 2. Veltins-Sportstudie gefunden: "Vereine als Wirtschaftsfaktor" des Giessener Schwimmvereins und die 1. und 2. Sportstudie selbst. Für Hinweise auf weitere Quellen und Erfahrungsberichte wäre ich dankbar.

2,6 Prozent weniger Gaesteübernachtungen im ersten Halbjahr 2003 in Baden-Wuerttemberg.

Trotz des ungewöhnlich guten Wetters im bisherigen Jahresverlauf bekommt das baden-württembergische Übernachtungsgewerbe die Reisezurückhaltung der Deutschen weiterhin deutlich zu spüren. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg frequentierten im ersten Halbjahr 2,5 Prozent weniger Gäste aus der Bundesrepublik eine Beherbergungsstätte mit mehr als acht Betten als im Vorjahr. Da sie zudem durchschnittlich nur noch 2,9 statt 3 Nächte blieben, ging das Übernachtungsaufkommen mit minus 3,2 Prozent sogar noch stärker zurück. Zwar verlief das Geschäft mit ausländischen Gästen bei einem Übernachtungsplus von 1,4 Prozent deutlich günstiger. Da aber lediglich13 von 100 Übernachtungen auf internationale Kunden zurückgehen, konnte das die negative Bilanz bei weitem nicht ausgleichen. Insgesamt ergab sich nämlich bei den Übernachtungen immer noch ein Minus von 2,6 Prozent. Auffällig war allerdings eine sehr uneinheitliche Entwicklung in den einzelnen Monaten.
  • Nachdem die Wintermonate Januar bis März von stärkeren Übernachtungsrückgängen zwischen 3,6 und 4,7 Prozent geprägt waren,
  • weckten der April mit einem nur noch leichten Minus von 0,6 Prozent und vor allem der Mai mit einem Anstieg um 0,7 Prozent gewisse Hoffnungen.
  • Umso jäher war der Absturz um 4,7 Prozent im sonnenreichen Juni.
Dies dürfte nicht zuletzt mit der diesjährigen Schulferienregelung zusammenhängen, die bundesweit einen schmäleren zeitlichen Korridor und eine Ballung vor allem auf den August in den größeren Flächenländern vorsieht. Möglicherweise kann hier zwar in den Folgemonaten noch ein gewisser Ausgleich erfolgen. Da die Tourismusbranche aber eher an einer kontinuierlicheren Auslastung interessiert ist, lässt sich die derzeitige Schulferienregelung aus ihrer Sicht als nicht optimal charakterisieren.

Angesichts dieser ungünstigen Rahmenbedingungen gab es für das heimische Tourismusgewerbe im ersten Halbjahr nur sehr wenige Lichtblicke:
  • Lediglich die Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime konnten ihr Übernachtungsergebnis aus dem Vorjahr um sogar stattliche 3,5 Prozent steigern.
  • Auch die Reisegebiete Neckar-Hohenlohe-Schwäbischer Wald (+ 2,5 Prozent), Taubertal (+ 2,2 Prozent) und Bodensee (+ 2,1 Prozent) schnitten besonders günstig ab.
Ansonsten mussten alle Betriebsarten, Gemeindekategorien und Reisegebiete ein Minus hinnehmen, wenn auch in unterschiedlichem Umfang. Als weiterhin labil lässt sich die Entwicklung auch im Kurbereich charakterisieren. Nachdem sich gegen Ende des letzten Jahres vorübergehend eine günstigere Entwicklung angedeutet hatte, verzeichneten die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, die insbesondere in vielen Kurorten des Landes von tragender Bedeutung sind, im ersten Halbjahr diesen Jahres erneut einen überdurchschnittlichen Übernachtungsrückgang um 3,8 Prozent. Noch massivere Einbußen mussten sogar die Ferienhäuser und –wohnungen (– 7,1 Prozent) und die Gasthöfe (– 5,1 Prozent) verkraften. Unter den Gemeindekategorien kamen die Erholungsorte und die Heilklimatischen Kurorte mit einem leichten Minus um 0,1 bzw. 0,6 Prozent noch vergleichsweise glimpflich davon, während auf der anderen Seite vor allem die Luftkurorte (– 4,4 Prozent) deutlich stärkere Einbußen verzeichneten. In regionaler Hinsicht hatten vor allem der Hegau (– 11 Prozent) sowie die benachbarten Reisegebiete Neckartal-Odenwald-Madonnenländchen (– 8,7 Prozent) und Weinland zwischen Rhein und Neckar (– 7,5 Prozent) unter der Reisemüdigkeit zu leiden. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg).

Donnerstag, August 07, 2003

Im Internet Geld verdienen.

Gottseidank ist Abseits.de seit der Gründung im Jahre 1998 ein Projekt, bei dem mehr Geld reinkommt als rausgeht. Geld kommt rein in Form von Provisionserlösen von Partnerprogrammen, Anzeigenerlöse und durch Ersparnisse bei der Offline-Werbung für unsere gastronomische Objekte.

Ben Hammersley berichtet in britischen Zeitung "The Guardian" vom 7. August 2003 darüber, wie man durch Micropayments und andere Erlösformen Geld im Internet verdienen kann: "Making the web pay". Er berichtet über Erfahrungen mit Anzeigenagenturen wie Google Adsens und Blogads, Newsletter-Agenturen wie Moderntales, eBooks-Vertriebsdienstleistern wie CafePress.

Aus deutscher Sicht wäre z.B. Books on Demand hinzuzufügen, idealerweise in einer Kombination, bei der man ein Books on Demand publiziert, auf einer Website propagiert und als Affiliate von Amazon.de vertreibt.

Google News Alerts.

Erst vor wenigen Tagen konnten wir Ihnen den neuen News-Service von Google vorstellen. Flugs gibt es einen weiteren Service, den Benachrichtungsdienst Google News Alerts. Man kann sich Hinweise auf neue Nachrichten zu beliebigen Stichwörtern per eMail zuschicken lassen.

Ähnliche Clipping-Dienste bieten zwar bereits etliche andere, wie z.B. Paperball oder Paperazzi, aber erfahrungsgemäß macht Google vieles besser. Lassen wir uns überraschen ...

Wozu sind Clipping-Services nützlich? Man kann sich einmal täglich oder sofort nach Erscheinen, über Nachrichten informieren lassen, z.B. wenn der eigene Name, der Name eines Wettbewerbers, einer interessanten Person, eines Vereins usw. in den Nachrichten auftaucht. Wenn man Themen wählt, zu denen viele Nachrichten eingehen, wie z.B. "Gastronomie" wird man in der Regel die tägliche Zusendung bevorzugen, weil man ansonsten sehr viele eMails bekommt.

Zwei Tipps:
  1. Richten Sie in Ihrem eMail-Programm einen eigenen Folder für diese Zusendungen ein. Dann entsteht automatisch ein Pressearchiv, in dem Sie offline im Volltext suchen können.
  2. Nutzen Sie alle Möglichkeiten der erweiterten Suche, um die Treffergenauigkeit zu erhöhen.

Eis aus Marienfelde.

Matthias Berner stellt in der Welt vom 7. August 2003 den Stangen-, Block-, Würfel-, Crash- und Scheibeneishersteller Eisvogel aus Marienfelde vor: "Skulpturen, Würfel, Stangen: Kühle Fracht aus weißem Gold".

Mittwoch, August 06, 2003

Per Linktausch die Linkpopularitaet steigern.

Daß die Linkpopularität wichtig ist für ein gutes Ranking bei Suchmaschinen, also einen vorderen Platz unter den Suchergebnissen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch wie findet man Webseiten, die bereit sind, Links auf die eigene Website zu setzen? Eine Möglichkeit ist,
  1. in der Suchmaschine Google mit den selben Suchwörter, mit denen man auch gefunden werden möchte, zu suchen.
  2. Am Fusse der Ergebnisliste klickt man auf "In den Ergebnissen suchen"
  3. In dem Suchfeld, das sich dann öffnet, fügt man zusätzliche Suchbegriffe ein wie etwa "add url", "Links", "Linktausch"
  4. Google zeigt dann solche Webseiten, bei denen gute Chancen bestehen, verlinkt zu werden, wenn man freundlich anfragt, oder man stößt sogar auf Formulare, mit denen man sich selbst anmelden kann.
Linktausch.de ist ein Service, bei dem man sich selbst als jemand anbieten kann, der Links auf fremde Websites setzt, und bei dem man Linktauschwillige findet. Aber bedenken Sie: Man sollte Links nur mit solchen Websites tauschen, die das Thema der eigenen Website unterstützen.

Weitere Tricks, mit denen sich die Linkpopularität steigern läßt.

Dienstag, August 05, 2003

Google Synonym-Suche.

Google hat im Google-Blog als große Neuigkeit ("Big News! New Google Operator (Google Weblog)") verkündet, daß man ab sofort auch nach Synonymen, also Wörtern gleicher Bedeutung, suchen kann.

Die Ergebnisse sind teilweise irreführend, z.B. wenn man nach "restaurant ~drink" sucht. Das Tilde-Zeichen vor dem Wort "drink" bezeichnet dabei Wörter, bei denen auch nach Synonymen gesucht werden soll. In diesem Fall werden z.B. "recipe", "cocktail" und "bar" als Wort ähnlicher Bedeutung zu "drink" angesehen. Das Ergebnis ist zweispältig, weil "bar" im englischen nicht nur einen Getränkeausschank bezeichnet sondern sondern auch eine Leiste. Es werden bei einer Synonymsuche mehr Ergebnisse angezeigt, die dem Suchinteresse entsprechen, aber auch Ergebnisse, die in die Irre führen. Ein deutsches Synonymwörterbuch scheint noch nicht angelegt worden zu sein. Zumindest habe ich keine Trefferliste erzeugen können, bei denen deutsche Synonyme angezeigt worden wären.

Eine Lektion ueber Vertrauen.

In seinem Posting "Business lessons from the donut and coffee guy" schreibt Jason Kottke über die Bedeutung des Vertrauens, das Unternehmen ihren Kunden entgegen bringen und bei ihnen aufbauen können.

Montag, August 04, 2003

digiPROOF.

Ein Heilbronner Biergarten bietet Stammgästen das bargeldlose Bezahlen per Fingerprint, berichtet "Die Presse" am 4. August 2003: "Bier per Fingerabdruck bezahlen". Mehr über DigiPROOF.

Verbraucherpreisindex.

Verträge, die Dauerschuldverhältnisse begründen, wie z.B. Pachtverträge, enthalten häufig Wertsicherungsklauseln. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Verbraucherpreisindex für Deutschland auf Basis 2000 = 100 hat das Statistische Bundesamt die Berechnung der bisherigen Preisindizes für das frühere Bundesgebiet, für die neuen Länder und Berlin-Ost sowie für spezielle Haushaltstypen eingestellt. Für privatrechtliche Verträge, die Wertsicherungsklauseln auf Basis eines dieser Verbraucherpreisindizes enthalten, ist ein rechnerischer Übergang auf den Verbraucherpreisindex für Deutschland erforderlich. Damit der Umstieg einfach und nutzerfreundlich vollzogen werden kann, bietet das Statistische Bundesamt ein Internetprogramm zur Berechnung von Schwellenwerten an.