Gastgewerbe Gedankensplitter



Mittwoch, Dezember 31, 2003

Trennung von Werbung und redaktioneller Berichterstattung.

Eine interessante Diskussion über die Frage, ob (amerikanische) Anwälte auf ihren Websites auf den Inhalt ihrer Seiten bezogene Anzeigen (wie von Google Adsense) schalten sollten, findet sich unter: "Should Web Lawyers Use Content-Targeted Ads?", in: ethicalEsq & haikuEsq... vom 30. Dezember 2004.

Diese Debatte hat einen rechtlichen Aspekt, der in Deutschland wohl anders zu diskutieren wäre, da das deutsche Berufs- und Standesrecht möglicherweise andere Normen setzt als das amerikanische. Sie hat aber auch einen ethischen Aspekt. Nicht nur (amerikanische) Anwälte sondern alle Anbieter redaktioneller Seiten sollten sich fragen, ob die Schaltung solcher Anzeigen, auf deren konkreten Inhalt man keinen Einfluß hat, abgesehen davon, daß man einzelne Inserenten explizit ausschalten kann, moralisch zu verantworten ist. Der Berufsethos (um nicht zu sagen: Pathos) von journalistischen Angeboten gebietet eigentlich die Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung. Eingehalten wird diese Trennung meines Erachtens aber meist nicht, wie ein Blick in Zeitungen und Zeitschriften zeigt, aber auch der Versuch, etwa als Gastronom eine Pressemitteilung zu lancieren, die nicht selten von Lokalredakteuren mit dem Hinweis beschieden wird, man möge dies vorab mit der Anzeigenabteilung "abklären".

Dinner for Her Majesty.

Köstlich: "Warum die BBC 'Dinner for One' verschmäht" von Sebastian Knauer, in: Spiegel vom 31. Dezember 2003.

Siebecks Prognosen.

Wolfram Siebeck erinnert sich in der "Zeit" Nr. 02/2004 an seine früheren Prognosen, wie er oft mit ihnen danebenlag und wagt dennoch neue, wenn auch nicht so ernst gemeinte Prognosen für das kommende Jahr: "Grünkohl bleibt Grünkohl".

Best of Food Websites.

Bruce Cole, der Herausgeber des Blogs Saute Wednesday stellt die nach seiner Meinung besten englischsprachigen Websites über Lebensmittel vor: die besten Food Websites überhaupt, die besten von Fachjournalisten bzw. -autoren, die besten persönlichen Websites zum Thema Kochen bzw. Lebensmittel, die besten Lebensmittel-Rubriken von Zeitungen und Zeitschriften. Einen Teil der vorgestellten Websites habe ich hier noch nicht vorgestellt und werde sie nächstes Jahr in diesem Blog wohl etwas detaillierter präsentieren als es Bruce Cole getan hat.

Bruce Coles Linksammlung von Food Blogs hat, seitdem ich sie mir zum letzten Mal angeschaut habe, auch zugenommen. Für die Freunde amerikanischer Küche bietet der Blog Texas Cooking jede Menge Rezepte aus dem Südwesten der USA.

Dienstag, Dezember 30, 2003

Guten Rutsch ins Neue Jahr.

Wir wünschen all unseren Lesern einen guten Rutsch und viel Erfolg im Jahr 2004!

Air Berlin beteiligt sich mehrheitlich an Stockheim Air Catering.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung meldet soeben, daß sich Air Berlin mit 51% an der Stockheim-Tocher Stockheim Air Catering eingekauft habe: "Air Berlin kauft sich bei Stockheim ein".

Stockheim Air Catering ist ein kleiner Rivale der LSG Lufthansa Service Holding KG. Beide liefern Bordverpflegung im Flugverkehr.

Die Stockheim-Gruppe ist darüberhinaus auch in den Geschäftsfeldern Gastronomie, Messebewirtschaftung und Event-Gastronomie tätig und richtet Lokale und Säle für andere Unternehmen ein. Farmhaus, ein Unternehmen der Stockheim-Gruppe, ist eine Produktions- und Handelsgesellschaft für Gastronomie, Hotel und Catering. Das Leistungsspektrum umfasst Beratung, Entwicklung, Standardisierung, Produktion, Logistik und Prozessoptimierung. U.a. gibt es seit Juni 1999 im Großmarkt Düsseldorf ein 1.200 Quadratmeter großes Logistikzentrum, in dem sich Lebensmittelproduktion, Lebensmittellagerung und Verwaltung unter einem Dach befinden. Farmhaus Suptermärkte mit dem Flair von Kolonialwarengeschäften gibt es seit November 1999 am Hauptbahnhof Köln und in den Flughäfen Köln/Bonn und Münster/Osnabrück.

Werbepostkarten.

Werbepostkarten sind wie Kofferaufkleber und Plakate für Hotels und touristische Destinationen, gelegentlich auch für Restaurants ja nichts Neues. Siehe etwa eine historische Werbepostkarte des Hotels Riederfurka.


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Als Teil des Ambient Marketing feiern sie, weniger altbacken gestaltet, eine Renaissance, ergänzt durch Indoor-Plakate (auch nichts Neues) und Online-Cards. Der "Spiegel" berichtet heute über die Entstehungsgeschichte und die rasante Verbreitung dieses Werbemittels: "Eine große Klauerei" (via Werbeblogger).

Einige Anbieter in Deutschland: Besonders schön finde ich die Comixart Cards aus Bamberg. Sie sind auch Mitglied von CityCards, einer Dachmarke des Verbands der Gratispostkartenverlage e.V. – mit 25 regionalen Anbietern mit insgesamt fast 7.000 verschiedenen CityCards.

Blogs als Zusatz von Unternehmens-Websites.

In ihrem Artikel "5 Key Questions (You’ve Been Dying) To Ask About Business Blogs", in: MarketingProfs vom 8. Juli 2003, geht Debbie Weil der Frage nach, ob jedes Unternehmen der Unternehmens-Website einen Blog beifügen sollte. Sie macht es davon abhängig, ob es im Unternehmen jemanden gibt, der als Blogger geeignet ist, und empfiehlt eine Arbeitsteilung zwischen einem Mitarbeiter, der die Inhalte dafür bereitstellt, und einem Redakteur. Ihrer Meinung nach werden neben Blogs und RSS-Feeds auch statische Webseiten und Newsletter bestehen bleiben. Der Artikel enthält für Insider wenig Neues, markiert aber als Veröffentlichung auf MarketingProfs.com die zunehmende Akzeptanz von Blogs auch bei etablierten Marketing-Verantwortlichen.

Debbie Weil ist Herausgeberin des ausgezeichneten World Biz Reports.

Ziele einer Restaurant-Website.

Michael Kasavana, Ph.D., CHTP, Professor für Hospitality Business an der School of Hospitality Business (PDF) der Michigan State University, hat einen Artikel zum Thema "The Goal of Restaurant Websites" (PDF) veröffentlicht.

Siehe dazu auch einen schon etwas älteren Artikel von mir über die Frage "Lohnt sich eine Internetpräsenz für ein gastronomisches Unternehmen?".

Schrippenzieher.

"Aus der Traum vom Brötchenservice im Zug", in: Westdeutscher Rundfunk vom 8. Dezember 2003. Eine lehrreiche Geschichte von einem Ich-AGler, der mit der Deutschen Bahn AG Geschäfte machen wollte.

Montag, Dezember 29, 2003

Neues Forum fuer das Gastgewerbe.

Weil sich einige Nutzer unseres bisherigen Diskussionsforums für das Gastgewerbe zu Recht über dessen Unübersichtlichkeit und unzureichende Funktionalität beschwert haben, gibt es ab sofort ein neues Forum.

Das leicht zu installierende Skript stammt von Alex. Wer sich über alternative Foren-Skripte informieren will, findet bei Forenscout.de u.a. einen Vergleich und Beschreibungen renommierter Foren. (via MEX Blog).

Ein für Foren noch ungewöhnliches Feature des von mir eingesetzten Skripts, das sich tiefstapelnd "mein kleines Forum" nennt, ist der automatisch generierte RSS-Feed, so daß man sich z.B. per RSS-Feed-Reader über alle neuen Diskussionsbeiträge auf dem Laufenden halten kann.

Ich persönlich nutze seit ein paar Tagen den Online-Feed-Aggregator Bloglines.com, den ich auf diesem Wege empfehlen möchte. Man kann damit auch eine BlogRoll, also eine Linksammlung aller oder ausgewählter Websites, deren Feeds man abonniert hat, sehr einfach auch auf Webseiten einbauen, wie ich dies auf dieser Seite gemacht habe (am unteren Ende der linken Navigationsspalte).

Beratungsletter.

Advanced Innovation ist ein Beratungs- und Forschungs-Unternehmen mit Sitz in Wien mit dem Schwerpunkt der Entwicklung und Implementierung neuer Marketing- und Geschäftskonzepte. Der Inhaber Dr. Peter Krenz stellt, im Unterschied zu vielen anderen Beratern, die eher zurückhaltend einen Teil ihres Wissens der Öffentlichkeit preisgeben, einen lesenswerten, kostenlosen Newsletter zur Verfügung, der auch online archiviert ist. (via Nico Zorn)

Die Website von Dr. Krenz dient auch der Promotion seines neuen Buches "Marketing Trends", zusammen mit Anja Förster verfaßt. Lesen Sie z.B. den Anfang des 3. Kapitels über "Ambient Media". Zum Thema "Ambient Media" - also Werbung, die dem Lebensumfeld der Zielgruppen angepaßt ist, mehr in einem früheren Posting vom 15. August 2003.

Vorteile von gezielten Anzeigen.

Auf der Konferenz Search Engine Strategies 2003 vom 18. bis 21. August 2003 in San Jose, Kalifornien, sprach auch Susan Wojcicki, eine der Schöpferinnen des Google Adsense-Programms, über die Vorteile von "targeted ads". Shari Thurow hat ihren Beitrag in Searchenginewatch.com zusammengefaßt: "Search Engine Contextual Ads Gain Momentum" vom 23. Dezember 2003 (via MarketingWonk).

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Lachs, Lakritz und lahme Enten.

Im kostenpflichtigen Teil ihres Online-Angebots hat der "Spiegel" einen Artikel der aktuellen Printausgabe über das Technologie-Transfer-Zentrums Bremerhaven (ttz) versteckt: "Lachs in Lakritz". Nur gut, daß andere Presseorgane darüber früher und öffentlich zugänglich berichtet haben. Wir haben bereits kurz nach dem Erscheinen der Beiträge darauf hingewiesen. Mittlerweile sind die meisten dieser Beiträge nicht mehr online erreichbar (eine Krankheit vieler Websites von Printmedien, um so "professioneller" um so doller) oder in kostenpflichtigen Archiven verschwunden. Eine rühmliche Ausnahme ist der Beitrag "Sterneköche und Biochemiker revolutionieren das Kochen" von Christ Löwer im Handelsblatt vom 30. Juli 2003.

Bezahlte Eintraege in Suchmaschinen.

Die New York Times schreibt am 29. Dezember 2003, bezahlte Sucheinträge in Suchmaschinen seien die heißeste Form der Online-Werbung: "More Businesses Are Turning to Paid Listings on Search Engines" (registrierungspflichtig).

Sie können natürlich den Umweg über Google Adwords gehen, um auf unseren Seiten in Form einer Anzeige von Google Adwords zu erscheinen. Oder Sie schalten Ihre Anzeigen bei uns.

Sonntag, Dezember 28, 2003

Angst vor den Waehlern.

Die Häufung der Wahlen im kommenden Jahr sei, so der Noch-Bundespräsident Johannes Rau, SPD, laut der "Welt" vom 29. Dezember 2003 "ein Unglück für die Demokratie": "Rau warnt die Politik vor zu viel Show und Klamauk". Das sehen die nordrhein-westfälischen Bürger, die im kommenden Jahr die Chance haben, Raus Genossen aus den Rathäusern und im Jahr drauf aus den Landesministerien zu jagen, wohl etwas anders. Sie halten es eher mit Karl Popper: "Die Frage, wer herrschen soll, ist falsch gestellt. Es genügt, wenn eine schlechte Regierung abgewählt werden kann. Das ist Demokratie."

Herr Robert geht in Pension.

Eine nette Meldung aus der Wiener Kaffeehauswelt: Der berühmteste Wiener Kellner, Robert Böck vom Cafe-Landtmann, einem Wiener Politiker-Treff, ging in Pension: "Berühmtester Kellner geht in Pension", in: Österreichischer Rundfunk vom 23. Dezember 2003 (via Karina Matejcek).

Globalisierung: Kaese.

Ein Artikel der BBC widerspricht der These, das Globalisierung zur Geschmacks- und Angebotsnivellierung auf niedrigem Niveau führt. Als Gegenbeweis wird auf kleine regionale Käsereien verwiesen, die das Internet erfolgreich als Absatz-Medium nutzen, wodurch lokale Spezialitäten im Gegenteil gefördert werden: "Myths of our time: globalisation". (via Simon Hengel von der Akademie.de).

Siehe in diesem Zusammenhang auch ein früheres Posting über die Arbeitsgemeinschäft Westallgäuer Käsestraße.

Kultur-Tourismus.

Bereits erschienen (wenn auch noch nicht von unserem Partner Amazon.de gelistet) ist eine Neuauflage des Lehrbuchs für Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe in Österreich "Kultur-Tourismus" von Christian Matzka, Michael Eigner und Alfred Heinrich. In diesem Buch werden die psychologischen, soziologischen und kulturhistorischen Hintergründe sowie die Bedeutung kultureller Ereignisse in der Freizeit auf Anbieter- und Nachfragerseite dargestellt. Das Wissen über die Formen des Kulturangebotes, Betriebe und Organisationen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft auf Orts-, Landes- und Bundesebene dient als Grundlage für die Schüler, damit sie Projekte EDV-unterstützt planen, abwickeln und kontrollieren können. Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit der Geschichte des Tourismus, mit dem Begriff Kulturtourismus und den grundlegenden Bereichen des Kulturtourismus. Kulturmanagement im Tourismus behandelt Management und Marketing von Events. Im Kapitel "Österreichisches Kulturangebot" werden die wichtigsten Angebote anhand von Beispielen erklärt. Alte, neu entdeckte, geförderte und abseits gelegene Tourismusregionen werden exemplarisch beschrieben. Die Kapitel "Angewandtes touristisches Marketing", "Marketing für Teilmärkte", "Tourismuspolitik" und "Neue Trends" vertiefen den Lehrstoff in Hinblick auf die Matura.

Betriebsorganisation und Touristik.

Voraussichtlich im September 2004 wird eine von Grund auf überarbeitete Neuauflage des Lehrbuches "Betriebsorganisation und Touristik" von Peter Kosma, Friedrich Glaser, Peter P Moser, Clemens M Newzella, Reinhard Wittmann und Peter Wölfl im österreichischen Trauner Verlag erscheinen. Dieses Buch ist als Schulbuch für gastgewerblich Berufsschulen und mittleren Berufsbildenden Schulen im Tourismusbereich in Österreich gedacht. Jedes Kapitel beginnt mit einer genauen Zieldefinition und schließt mit den entsprechenden Arbeitsaufgaben. Am Beginn stehen Geschichte, Entwicklung, Arten des Tourismus sowie die geografischen und verkehrstechnischen Voraussetzungen. Es folgen die Betriebsformen, Betriebsorganisation und der Umgang mit betrieblichen Kommunikationsinstrumenten. Weitere Schwerpunkte sind Abrechnung und Kontrolle in Gastgewerbebetrieben. Inside- und Outsidecatering werden anhand von Beispielen dargestellt. Die derzeit geltenden rechtlichen Grundlagen für die Gewerbeanmeldung und die Betriebsführung sollen die Möglichkeiten für den weiteren beruflichen Werdegang aufzeigen. Beim Verlag ist ein Lehrerbegleitheft erhältlich. Neu in der geplanten Ausgabe ist u.a. ein Abschnitt über die Bewertung von Lieferanten.

Samstag, Dezember 27, 2003

Mobile Marketing in der Funkzelle.

Spiegel Online berichtet heute über einen neuen Location based Service von TagandScan, der es erlaubt, per Handy Texte oder Fotos in einer Funkzelle zu hinterlassen, die andere Passanten abrufen können, wenn sie in derselben Zelle unterwegs sind. Möglich sind für alle lesbare, öffentliche, aber auch nur für bestimmte Nutzerkreise einsehbare Botschaften: "Virtuelle Kritzeleien mit dem Handy".

Mehr über Mobile Marketing im Gastgewerbe.

Freitag, Dezember 26, 2003

Teuro.

Ich zögere, ob ich eine im Auftrag des WDR, also auf Kosten der Gebührenzahler des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, durchgeführte Untersuchung des Instituts für angewandte Verbraucherforschung e.V. zum Thema "Von der DM zum Euro - Preisbeobachtungen in NRW 2001 - 2003" überhaupt erwähnen sollte. Wer als Beleg für eine Preiserhöhung in der Gastronomie ausgerechnet den Preis eines Martinis heranzieht, also eines Produktes, das nicht gerade ein Renner ist, disqualifziert sich eigentlich selbst.

Warum müssen Gastronomen eigentlich für solche Statistiken doppelt zahlen? Als Steuerzahler finanzieren wir das Statistische Bundesamt mit und als Gebührenzahler solche peinlichen Eskapaden des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

Nano-Lacke in der Lebensmittelverarbeitung.

Im letzten Jahr hat Dr. C. Becker-Willingen vom Institut für Neue Materialien gem. GmbH auf einer Konferenz über "Hygienic coatings" am 8. und 9. Juli 2002 einen Aufsatz über "Easy to clean nanocomposite metal coatings for food processing" gehalten (veröffentlicht gemeinsam mit Gisela Heppe, Pamela Krämer und Helmut Schmidt in: "Hygienic coatings": Brussels, Belgium, 8-9 July 2002 ; Conference Papers. - Teddington, Middlesex: Paint Research Association, 1 (2002), Paper 21. - (Global Conference Dedicated to Hygienic Coatings; 1)).

Heute berichtet der Spiegel über die Vorstellung von mit Nano-Lack beschichteten Fahrzeugen von Daimler: "Nano-Klarlack: Autowäsche? Kratzt uns nicht", in: Spiegel vom 26. Dezember 2003.

Nano-Lack kann auf Metall, Kunststoff oder Glas aufgebracht werden. Er ist schmutzabweisend ist und tötet zugleich Bakterien und Pilze ab. Siehe "Neuer Lack killt Krankheitskeime vorab", in: 3sat.online vom 7. April 2003.

Donnerstag, Dezember 25, 2003

Antiblaeschen in Bier.

"Physiker erzeugen Antibläschen in Bier", in: Scienceticker, einem Blog mit tagesaktuellen Wissenschaftsnachrichten.

Brunchen mit Landliebe.

Im Auftrage der Marke Landliebe, einer Marke der Campina GmbH & Co. KG (vormals: Südmilch AG, bei der 1993 die niederländische Campina bv eingestiegen ist), hat Companions, eine Agentur für Corporate Publishing, im Jahre 2002 eine Buchreihe "Köstlich brunchen in ..." entwickelt. Diese Bücher werden über den Buchhandel für 9,20 Euro vertrieben, z.B. "Köstlich brunchen in Stuttgart". Das Buch selbst ist mit einem Logo von Landliebe auf dem Cover gebrandet. Zudem finden sich Produktabbildungen in den Illustrationen. Wirf einen Blick ins Buch (PDF).

Ähnliche Projekte von Companions:
  • Das Buch "the taste of london" für Davidoff (mit Audio-CD), ein Führer mit Londons besten Märkten, Geschäften und Restaurants.
  • das Buch "Opera in Cucina" für Perrier. Dafür wurden handschriftliche Rezepte der Opernstars Cecilia Bartoli, Daniel Baremboim und René Kollo exklusiv für dieses Buch fotografiert.

Jahresrueckblicke.

Was hat das Jahr 2003 gebracht? Einige Blicke zurück:

Ist denn heut' schon Weihnachen.

Man glaubt es kaum: eine kleine Gemeinde, Straubenhardt an der Schwarzwald-Bäderstraße, macht es vor: eine kommunale Website mit RSS-Feed: "Was sind RSS-Feeds?". Straubenhardt hat sich auch am Regiotalk beteiligt, einem Gemeinschaftsprojekt mit den umliegenden Kommunen zwischen Pforzheim und Karlsruhe, zusammengeschlossen im Netz der Region, relauncht am 15. Dezember 2003. Im Netz der Region gibt es auch ein RegioRSS. Das wird Martin Röll freuen.

Nachtrag: Ein stolzer Regensburger hat mir beigebracht, daß auch die Stadt Regensburg einen RSS-Feed anbietet.

Martin Hitz beklagt sich in der Neuen Zürcher Zeitung vom 13. Juni 2003: "Weniger Surfer. RSS-Reader als Ergänzung zum Browser": "Keiner der grossen Schweizer Verlage wartet zurzeit mit Schlagzeilen im RSS- Format auf". Die traditionellen Medienunternehmen schienen im Kampf um die Aufmerksamkeit auf ihre etablierten Marken zu vertrauen und versuchten nach wie vor, die User über die für Werbekunden besonders attraktiven Einstiegsseiten in die Tiefen ihrer Angebote zu locken. Noch suche man denn die auf RSS-Feeds hinweisenden, orangefarbenen Buttons mit den drei Lettern XML auf Mainstream-Angeboten meist vergebens. Gehöre die Fähigkeit, Daten im RSS-Format darzustellen, aber zur Grundausstattung der gängigen Browser könnten RSS-Feeds dereinst allgegenwärtig sein.

Mittwoch, Dezember 24, 2003

eBuisness-Jahresrueckblick.

ECIN hat am 18. Dezember einen Jahresrückblick auf die Entwicklung des eBusiness online gestellt: "eBusiness 2003: Neues aus der alten Welt". Interessant z.B., daß die Zahl der Online-Hotelreservierungen um 58% im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat.

BioFach 2004 in Nürnberg.

WeindegustationZahlreiche Sonderschauen wie das Weindorf mit seiner Präsentation internationaler Spitzenweine aus ökologischem Anbau oder die Olivenöl-Bar laden zur Degustation auf der BioFach 2004 vom 19. bis 22. Februar 2004 im Messezentrum Nürnber. Erwartet werden auf dieser Weltleitmesse für Bio-Produkte rund 2.000 Aussteller - zwei Drittel reisen extra aus dem Ausland an – und 30.000 Fachbesucher erwartet die BioFach 2004 vom 19. bis 22. Februar im Messezentrum Nürnberg. Im Fokus stehen diesmal die Aussteller aus den Niederlanden, dem "Land des Jahres der BioFach 2004", das auch als erfolgreiche Bio-Handelsnation einen hervorragenden Ruf genießt.

Der weltweite Bio-Markt wächst moderat weiter. Das Umsatzvolumen 2003 schätzt das britische Marketing- und Beratungsunternehmen Organic Monitor auf rund 23 Mrd. EUR (+ 8 %). Mit 10,6 Mrd. EUR ist der europäische Markt nach den USA (12 Mrd. US $) der größte Einzelmarkt. Das International Trade Center (ITC) sieht in seinen Schätzungen für 2003 den deutschen Bio-Markt mit rund 3 Mrd. EUR in Europa an der Spitze, gefolgt von Großbritannien (1,7 Mrd. EUR), Italien (1,4 Mrd. EUR) und Frankreich (1,3 Mrd. EUR). Wachstum gibt es auch in Fernost: Japan wird 2003 auf rund 400 Mio. EUR Bio-Umsatz kommen, vergleichbar etwa dem von Schweden, Dänemark oder Österreich. (Quelle: Pressemiteilung der NürnbergMesse, Bildquelle: NürnbergMesse).

Allen Lesern wünschen wir einen besinnlichen Heiligen Abend im Kreise der Menschen, die sie lieben.

Dienstag, Dezember 23, 2003

Gemuese-Saisonkalender.

Die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH hat einen Saisonkalender für Gemüse online gestellt, dem man entnehmen kann, welche Sorten in jedem Monat des Jahres Hoch- oder Nebensaison haben. Gemüse ist in der Hauptsaison preisgünstiger und frischer erhältlich. Im Januar neigt sich die Hochsaision von Chicoree und Chinakohl dem Ende zu und beginnt die Hochsaison von Feldsalat. Für alle Gemüsesorten werden Rezepte vorgeschlagen, auch für Feldsalat.

River Cafe Kochbuch Easy.

Im Februar 2004 erscheint im unverwechselbaren Verlag Dorling Kindersley das Buch "River Cafe Kochbuch Easy" von Rose Ray und Ruth Roger.

Das River Café gehört seit Jahren zu den trendigsten Londoner Restaurants. Seine italienisch geprägte Küche steht für Frische, Feinheit, Qualität und das gewisse Etwas. In diesem Buch bringen die Inhaberinnen Rose Gray und Ruth Rogers ihre Erfahrungen auf den Punkt. Dabei bedeutet "Easy" alles andere als langweilig. Nicht umsonst können sich die Autorinnen rühmen, einem späteren Star das Kochen gelehrt zu haben: Jamie Oliver. Die abgedruckten über 160 Rezepte sind bestechend klar, auf das Wesentliche reduziert und mit besten Zutaten. Alle Basics der italienischen Küche werden in zahlreichen Variationen neu erfunden. Dazu werden in diesem hochwertigen Kochbuch in ungewöhnlichem Design die Grundtechniken der italienischen Küche und häufig verwendete Saucen erläutert nebst warenkundlichen Informationen.

Mehr Kochbücher berühmter Gastststätten.

Resuemee zum Jahresende.

Das Weblog MEX Blog ist im Juni dieses Jahres online gegangen und zieht zum Jahresende ein "Resumee: was brachte das Blog der MEX Plattform?".

Ich schließe mich diesem Resümee mal an: "Gastgewerbe Gedankensplitter" wurde bereits im Februar 2002 gestartet. Seitdem hat sich
  • die Zahl der Besucher von Abseits.de von 57.741 auf 63.381 im Monat gesteigert. Dieser geringe Anstieg der Besucherzahlen ist vermutlich verfälscht durch einen Wechsel beim Einsatz der auswertenden Statistiksoftware. Gemeinhin wird bei der Interpretation solcher Zahlen zu wenig bedacht, daß es dabei stark darauf ankommt, wie diese Zahlen ermittelt werden. Sie eignen sich eher für einen intertemporären Vergleich der Entwicklung einer Website als zum Vergleich zwischen Websites, wenn unterschiedliche Definitionen benutzt werden. So weist eine Statistik unseres Providers weit über 114.149 Besucher im November 2003 aus.
  • die Zahl der Pageviews vom 149.787 auf 209.739 im Monat,
  • die Zahl der Abonnenten unseres Gastronomie Newsletters von 628 auf 2.165.
Aus einem Vergleich der Effekte des Einsatzes eines Blogs beim MEX Blog und bei Abseits.de ziehe ich folgende Schüsse, zugegeben etwas gewagt bei nur zwei Beispielen:
  • Blogs sind zumindest nicht unvorteilhaft. Die redaktionelle Arbeit wird damit erheblich erleichtert. Eine ständige Aktualisierung der Website wäre anders nur mit einem professionellen Content Management System zu schaffen.
  • Beim vormals trafficarmen MEX hat der fleißige Einsatz des Blogs zu einer massiven Steigerung des Traffics geführt. Ein Teil dieser Zunahme des Traffics ist aber möglicherweise auch ein davon unabhängiges Wachstum, denn der Besucherverkehr einer Website ist auch eine Funktion des Alters der Site.
  • Beim damals schon knapp vier Jahre alten Abseits.de ist der Traffic seit dem Einsatz eines Blogs relativ weniger stark gewachsen, nicht auf das Sechsfache, sondern je nachdem, welche Kennziffer man heranzieht zwischen 10% (User), 100% (User), 25% (Pageviews) und 300% (Abonnenten).
Meines Erachtens hat Abseits.de als Fachportal das vergleichsweise erheblich begrenzte Potential erst teilweise ausgeschöpft. Dies wird deutlich, wenn man sich die Druckauflagen von einigen Fachzeitschriften anschaut, auch wenn man bedenkt, daß nur ein gewisser Teil der Druckauflage verkauft wird und ein Teil der Zielgruppe keinen Internetzugang nutzt. Hingegen ist das Besucherpotential einer branchenübergreifenden Website für Existenzgründer erheblich größer, was nur zum kleinen Teil dadurch ausgeglichen wird, daß sich Abseits.de auch an deutschsprachige Gastronomen im Ausland wendet, insbesondere in Österreich und in der Schweiz.

Montag, Dezember 22, 2003

The Restaurant II.

Der amerikanische Fernsehsender NBC plant eine weitere Sequenz des im letzten Sommer erfolgreichen Formats "The Restaurant". In nur sechs Wochen Vorbereitungszeit versucht darin Rocco DiSpirito ein Restaurant in New York zu eröffnen. Beim Casting für die Nebenrollen der Köche, Bedienungen und Bartender gab es 1.100 Bewerbungen. (via Restaurant & Institutions: The Year in Review").

Kaffeehaueser.

Ein kurzer historischer Abriß über die Geschichte der Kaffeehäuser, genauer gesagt ihre Bedeutung als Ort des Informationsaustausches im 17. und 18. Jahrhundert: "Coffee-houses. The internet in a cup", in: The Economist vom 18. Dezember 2003. (via Schockwellenreiter).

Siehe dazu auch unsere Beiträge über historische Gaststätten und Gasthäuser, die Geschichte des Restaurants und Kaffeebars und das jüngst erschienene Buch "London's Coffee Houses: A Stimulating Story" von Antony Clayton über die Sozialgeschichte der Kaffehäuser in London in den letzen einhundert Jahren.

Den Pass abgeben - zwangsweise.

Die Ausbürgerung, also die Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft, ist ein Kampfmittel deutscher Diktaturen. So wurde z.B. Bertolt Brecht, aber auch Abertausende anderer kritischer Geister und viele jüdischen Mitbürger von den Nazis ausgebürgert und später z.B. Wolf Biermann von den Sozialisten in der DDR. Jetzt fordern führende Grüne zur Ausbürgerung von Menschen auf, die es vorziehen, im Ausland zu leben und dort ordungsgemäß Steuern zu zahlen: "Grüne wollen Steuerflüchtlinge bestrafen", in: Spiegel vom 22. Dezember 2003.

Kooperationspartnerschule fuer EU-Projekt Sokrates gesucht.

Eine tschechische Fachschule für Hotelwesen und Tourismus in Ostrava (an der Nähe zur polnischen Grenze) sucht eine Partnerschaftschule für das EU-Projekt Sokrates. Sie möchten sich zusammen mit einer Schule aus Frankreich und aus Deutschland an diesem Projekt beteiligen. Die Schule aus Frankreich wurde schon gefunden, eine deutsche Schule fehlt noch. Erfahrungen mit ähnlichen Projekten, z.B. Leonardo da Vinci, sind vorhanden.

Es handelt sich um eine vierjährige Schule, die mit Abitur abschließt. Die Schûler machen alle 6 Wochen ein vierzehntägiges Praktikum in Tschechien oder im Ausland (Kroatien, Frankreich, Griechenland oder in Deutschland - 6 Wochen). Die Schûler arbeiten entweder in der Kûche oder als Kellner, aber sie sind auch im Stande z.B. an der Rezeption zu arbeiten. An der Schule lernen sie Fremdsprachen (Deutsch - Französisch oder Englisch - Französisch) und alles, was mit dem Service zusammenhängt und die Fächer Ökonomie, Hotelsbetriebsablauf, Buchhaltung, EDV. Mehr über diese Schule auf der Website www.dakol-karvina.cz oder per eMail von Frau Michaela Uhlirova, Vyšší odborná škola a strední školy Dakol.o.p.s., Petrovice u Karviné c.570, 732 72 Tschechien.

Sonntag, Dezember 21, 2003

Pierre Gagnaire.

In der französischen Tageszeitung Le Monde bespricht Jean-Claude Ribaut am 20. Dezember ("Aux sources de la modernité") das neue Buch von Pierre Gagnaire: "Sucré salé, La Martinière" vom Séminaire de gastronomie moléculaire vom Collège de France. Pierre Gagnaire gehört zu den besten Köchen Europas. Sein derzeitiges Restaurant ist das "Relais Gourmand" in Paris. Sein erstes Restaurant eröffnete er 1980 und wurde berühmt für seine "architektonischen", rhythmisch-strukturierten Speisen-Bauwerke. Mehr über den Drei-Sterne-Koch Pierre Gagnaire und seine phantasievollen Gerichte von der Zeitschrift "A la carte".

coverÜber Pierre Gagniere ist am 1. Dezember 2003 auch ein erstes englischsprachiges Buch "Gagnaire: Sweet and Savory" von Francois Simon erschienen. Deutsche Verleger haben diesen Koch noch nicht entdeckt.

Regelkonform.

Bürokratische Systeme haben ein Problem: Die durch Vorschriften Gegängelten suchen Lücken im Regelwerk und finden immer wieder welche. So nahm während meiner Dienstzeit in der Bundeswehr ein Wehrpflichtiger den so - in Befehlsform - dahin geschwätzten Spruch seines Vorgesetzten "Hauen Sie ab, ich kann Sie nicht mehr sehen!" wörtlich und wurde erst nach drei Tagen von den Feldjägern bei seiner Freundin festgenommen. Das eingeleitete Disziplinarverfahren scheiterte. Stattdessen bekam der Vorgesetzte eine Rüge. Befehl ist Befehl, er hätte es wissen müssen.

An diese Geschichte fühle ich mich beim Lesen des Artikels "Alte Pillen, neue Pillen", in: Spiegel vom 21. Dezember 2003, erinnert. Weil im Rahmen der "Gesundheitsreform" die Kosten rezeptfreier Mittelchen nicht mehr von den Krankenkassen erstattet werden, machen die Hersteller daraus verschreibungspflichtige Medikamente.

Beim Oberbürokraten Gerhard Schröder liegen indes die Nerven blank. Laut dem Spiegel-Artikel "Schröder attackiert Steuerflüchtlinge" hat er durch die Blume dazu aufgefordert, die Produkte von Müller-Milch zu boykottieren. Steuerflüchtige Unternehmer solle man gesellschaftlich ächten. Bezogen auf Theo Müller, den Chef des gleichnamigen bayerischen Milchkonzerns, soll er gesagt haben, solche Fälle könnten ihm den Joghurt verleiden. Daß Genosse Schröder zuviel Rotwein zu sich nimmt, davon hört man ja gelegentlich, aber zuviel Joghurt?

Samstag, Dezember 20, 2003

Domains mit Umlauten.

Bei den Webhosting-Dienstleistern können jetzt schon Domains mit Sonderzeichen vorbestellt werden.

Wenn Sie z.B. eine Website wie reichelbraeu-bamberg.de besitzen und vermeiden wollen, daß sich jemand anderes die Domain reichelbräu-bamberg.de wegschnappt, sollten Sie aktiv werden.

Leider wurde von der Vergabestelle für deutsche Domains kein Vorgriffsrecht für die Inhaber der Domains mit ausgeschriebenen Umlauten eingeräumt. So sind Streitigkeiten vorprogrammiert, denn das Recht der Domain-Namen ist äußert kompliziert, weil hier verschiedene Rechtsgebiete wie das Namensrecht, das Markenrecht, das Patentrecht und das Wettbewerbsrecht zusammenprallen, aus denen Ansprüche auf Domainnamen hergeleitet werden können, so daß nicht immer der bestraft wird, der zu spät kommt.

Florian Huber, Wirtschaftsjurist, Gründer und Vorstand des Domain-Registrars united-domains AG, und Daniel Dingeldey, Rechtsanwalt und Content-Manager beim Online-Ratgeber domain-recht.de haben zu diesem Thema ein Buch geschrieben: "Handbuch Domain-Namen. Alles über Internet-Domains.".

Das Resch & Frisch-Koerberl.

Ausgehend von den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts SPECTRA über die Ansprüche der Gäste an die österreichische Hotellerie und Gastronomie in Österreich im Sommer 2002, hat der österreichische, auch in Teilen Deutschlands vertreten Tiefkühlbackwaren-System-Anbieter Resch & Frisch eine Offerte "Resch & Frisch-Körberl" entwickelt. Die Beschreibung dieses Angebots enthält auch ausgewählte Ergebnisse dieser Studie und ist deshalb auch für Gastronomen interessant, die ihre Backwaren aus anderen Quellen beziehen oder selbst backen.

Empfohlen wird die Service-Mitarbeiter mit einer (zusätzlichen) Umsatzbeteiligung anzustacheln, den Verzehr von Brötchen zu forcieren. Wobei sich mir die Frage stellt, ob die geringe Marge dies auch zuläßt. Als Preis pro Stück werde laut Studie maximal 0,80 Euro akzeptiert bei einem Einkaufspreis von 0,31 Euro netto. Das von Resch & Frisch dargebotene Kalkulationsbeispiel weist als "Deckungsbeitrag" einen viel zu hohen Beitrag aus, vielleicht um die schlechte Marge zu kaschieren. Wichtige Kosten wie die Energiekosten der Lagerung der Tiefkühlbackwaren und des Aufbackens, die Lohnkosten des Aufbackens und Servierens wie auch der Schwund durch Brötchen, die nicht mehr rösch sind, werden vernachlässigt.

Freitag, Dezember 19, 2003

Taetige Einarbeitung fuer Existenzgruender.

Erich David offeriert eine tätige Einarbeitung in die Gastronomie für Existenzgründer. Es gibt Kurse für 7, 14 oder 20 Tage, alle im Raum Villingen-Schenningen (Schwarzwald). Aus unserer Mailing-Liste Gastro-Einsteiger weiß ich, daß eine Möglichkeit, eine Art Praktikum zu machen, in dem im Schnelldurchgang das Wissen erfahrender Gastronomen vermittelt wird, gesucht ist. Ob die Kurse von Herrn Erich David etwas taugen, kann ich natürlich nicht beurteilen. Was er über sich schreibt, macht aber einen seriösen Eindruck. Für Erfahrungsberichte wäre ich dankbar. Vielleicht bringt dieses Beispiel auch andere Gastronomen auf die Idee, ähnliche Angebote zu unterbreiten, z.B. für andere gastronomische Betriebsarten.

Die besten Weine Spaniens 2004.

Das Vorkoster-Team von Wein-Plus rund um Marcus Hofschuster hat die wichtigsten Weine Spaniens verkostet. Dieser Führer wird ein kompetenter und umfassender Ratgeber über das Weinland Spanien. Auf über 600 durchgehend vierfarbigen Seiten in robust-abwischbarem Hardcover-Einband mit praktischen Lesezeichen finden Weinliebhaber alles, was sie über Spaniens Weine wissen müssen. Dazu als Supplement der neue, umfangreichere und verbesserte Weinkaufsführer Deutschland, Schweiz, Österreich, mit den besten Adressen für Profis und Weinfreunde, beschrieben und bewertet. Der neue Weinführer wird für Wein-Plus Abonnenten auch Online verfügbar sein.

Erhalt der Frankfurter Oderland Brauerei gelungen.

Dortmund/Berlin, 19. Dezember 2004. Die engagierte Suche nach einer Alternativlösung zur Schließung der Oderland-Brauerei ist mit einem positiven Ergebnis zu Ende gegangen: Die Frankfurter Brauhaus GmbH übernimmt zum 31.12.2003 den Betrieb der Brauerei in Frankfurt/Oder von der Brau und Brunnen AG. Ein Großteil der Mitarbeiter behält damit seinen Arbeitsplatz.

Mit dem Verkauf trennt sich die Brau und Brunnen AG von ihrem letzten defizitären Standort. Alle anderen Brauereien und Brunnen arbeiten profitabel. Die Oderland-Brauerei verzeichnete wegen des Zwangspfands auf Einwegverpackungen einen drastischen Absatz-Einbruch von mehr als 80 Prozent. Im Juli 2003 hatte der Aufsichtsrat der Brau und Brunnen AG grundsätzlich die Schließung beschossen, zugleich hat das Unternehmen aber in den vergangenen Monaten intensive Verhandlungen um den Erhalt der Brauerei und der Arbeitsplätze.

Im ersten Schritt bleiben in der Oderland-Brauerei 80 Arbeitsplätze erhalten. Nach dem Erwerb einer Pet- Anlage sollen nach derzeitiger Planung weitere 30 Arbeitsplätze hinzukommen. Die Brauerei wird weiterhin auch für die Brau und Brunnen Gruppe produzieren und abfüllen. Der bisherige Geschäftsführer Götz Ziaja bleibt in dieser Funktion weiter im Amt. Weitere Einzelheiten werden am Montag, 21. Dezember 2003, um 11 Uhr in der Oderland-Brauerei, Frankfurt Oder, bekannt gegeben. (Quelle: Pressemitteilung der Brau und Brunnen AG).

Tarifloehne sind fuer Langzeitarbeitslose obsolet.

Meines Erachtens macht die heute vom Bundestag beschlossene Regelung des Hartz IV-Gesetzes (der Bundesrat entscheidet in wenigen Minuten darüber), wonach Langzeitarbeitslosen jede Arbeit auch unter Tarif zumutbar ist, Nachverhandlungen der Tarifvertragsparteien im Gastgewerbe erforderlich. Den gastgewerblichen Unternehmen, die Mitglied im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband sind, erlauben es die geltenden Lohntarifverträge nicht, Arbeitsverträge mit Mitgliedern der Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuß und Gaststätten unter Tarif abzuschließen. Dieser offene Dissenz zwischen dem Willen des Gesetzgebers und den Vereinbarungen der Tarifvertragsparteien sollte schleunigst beseitigt werden. Ansonsten erwächst den Unternehmen, die nicht Mitglied der DEHOGA sind, ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Siehe dazu auch ein früheres Posting "Mindestlöhne für Arbeitslöhne" vom 15. Dezember 2003.

Freihaendige Vergabe.

Im Zusammenhang mit der Affäre um die Nähe von Ronald Berger zur SPD und der Vergabe von Aufträgen der Bundeswehr, liest man von "freihändiger Vergabe". Was bedeutet das? Siehe dazu das Rechtswörterbuch von ARD Ratgeber Recht und das Stichwort Auftragsvergabe im Verwaltungshandbuch der Universität Göttingen oder Vergaberecht von kommunaler-wettbewerb.de.

Kleiner Beamtenscherz am Rande: Warum spricht man von "freihändiger Vergabe"? Weil dabei eine Hand frei bleibt, um den Dank entgegenzunehmen. Weniger amüsant: Fast die Hälfte aller kommunalen Aufträge wird freihändig vergeben.

Für Gastronomen ist das öffentlich-rechtliche Beschaffungswesen und Vergaberecht in zweierlei Hinsicht interessant:
  • soweit man sich um öffentliche Aufträge bewirbt, etwa in Stadthallen oder beim Catering von Ganztagsschulen. Man sollte wissen, wie Kommunen, Schulen und staatliche Stellen beschaffen.
  • Man kann aber auch bei der eigenen Beschaffung das öffentlich-rechtliche Regelwerk modifiziert anwenden. Etwa bei Aufträgen bis zu 500 sich schlichtweg formlos bei mindestens drei Anbietern Preise ermitteln. Hingegen bei Aufträgen über 500 Euro eine vollständiges Vergabeverfahren durchführen: Verdingungsunterlagen (Leistungsbeschreibung und Vertragsbedingungen) fertigstellen, Marktanalyse, Auswahl der Bewerber, Aufforderung zur Angebotsabgabe, Angebotsevaluierung und Auftragserteilung. Bei Einmalbeschaffungen bezieht sich die Wertgrenze auf den einzelnen Auftrag. Bei Dauerlieferbeziehungen auf den Jahresbeschaffungswert. Man kann zur Abgrenzung beider Vorgehensweisen natürlich auch einen höheren Beschaffungswert ansetzen. In vielen gastronomischen Betrieben wird leider versäumt, Dauerlieferanten regelmäßig in Frage zu stellen und zu fordern. In der Industrie führt man zu diesem Zwecke Jahresgespräche, in denen Beschaffungskonditionen alljährlich neu verhandelt werden.

Donnerstag, Dezember 18, 2003

Geschaefte vor Ort.

"Is 2004 the Year of Local Search?" von Greg Sterling, The Kelsey Group, in: Imedia Connection vom 15. Dezember 2003. (via Hotelmarketing Newsweekly).

Vielleicht 200.000 bis 250.000 Unternehmen nutzen bezahlte Suchmaschineneinträge. Marktführer ist Google AdWords mit 150.000 Kunden weltweit, gefolgt von 0verture mit 100.000 Kunden, Find/What/Espotting mit zusammen 40.000 Kunden, Looksmart mit 30.000 Kunden und Ah-ha mit 20.000 (man kann die Zahlen nicht additieren, denn manche Unternehmen nutzen mehrere Anbieter. Die meisten Unternehmen operieren jedoch auf lokalen Märkten). In den USA kommen z.B. 75% Prozent aller Kunden aus einem 50-Meilen-Umkreis. Deshalb sind diese Unternehmen und mit ihnen Suchmaschinen brennend an der Entwicklung lokaler Suchfunktionen interessiert. Sie kommen dabei Telefonbuchanbietern u.a. anderen regionalisierten Verzechnissen in die Quere. Siehe zu diesem Thema auch zwei frührere Postings vom 4. September 2003 ("Werden gedruckte Branchenfuehrer ueberleben?") und vom 11. September 2003 ("Geographische Suchmaschinen").

Praxisgebuehr nach Arbeitsunfall entfaellt.

Unfallverletzte, deren Heilbehandlung und Rehabilitation nach Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten über die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt ist, müssen keine Praxisgebühr ("zehn Euro") zahlen. Auch brauchen sie keine Zuzahlungen für Arzneimittel und Heilmittel zu leisten, sofern die Verordnung zur Behandlung nach einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit ausgestellt wurde. (Quelle: Pressemitteilung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten).

Coffee-World rund um die neuesten Kaffeetrends.

In Zusammenarbeit mit Burkhof widmet sich die Messe HOGA München vom 25. bis 28. April 2004 im HOGA-Forum dem Trendthema Kaffee. Dazu werden in einem originalgetreu eingerichteten Nostalgie-Café die klassischen Kaffees zubereitet und in einem jungen und trendig ausgestatteten Café im Stil der modernen Coffeeshops dreht sich alles um die neuesten Kaffee- und Espressotrends und ihre fachgerechte Zubereitung. Ein Barrista wird die Messebesucher in die Kaffeegeheimnisse einweihen und viele praktische Tipps weitergeben.

Studenten der Akademie der Bildenden Künste München praesentieren das "Restaurant der Zukunft".

In Kooperation mit der Uni München, Lehrstuhl für Raumgestaltung an der Akademie der Bildenden Künste, wurde im Vorfeld der HOGA München vom 25. bis 28. April 2004. auf Initiative einer bayerischen Gastronomie-Fachzeitschrift der Wettbewerb "Restaurant der Zukunft" ausgeschrieben. Die Studenten der Abteilung Innenarchitektur werden dazu ihre Vorstellungen für das "Restaurant der Zukunft" in Entwürfe umsetzen. Die besten Arbeiten und die interessantesten Ideen werden auf der HOGA München in Form von Modellen und CADs präsentiert. Man darf gespannt sein, wie die Studenten das Thema interpretieren werden.

Schueler der Deutschen Meisterschule für Mode Muenchen praesentieren kreative und innovative Berufskleidung.

Dass Berufskleidung keineswegs hausbacken sein muss, werden die Schüler der Deutschen Meisterschule für Mode in München mit ihren kreativen Entwürfen auf der HOGA München vom 25. bis 28. April 2004 dokumentieren. Dazu wird an der Modeschule im Vorfeld der HOGA München ein Wettbewerb ausgeschrieben. Aufgabe der Schüler ist es, für die verschiedensten Bereiche in Hotel und Gastronomie eine trendige Berufsbekleidung zu kreieren, z.B. für die Eventgastronomie, den Hotel-Empfang, den Zimmerservice, die Hoteldirektion, den Service im Restaurant, für die Arbeit in der Küche oder in der Systemgastronomie. Insgesamt werden etwa 50 Entwürfe präsentiert, wobei die Schüler freie Hand haben und ihre ganz persönliche Vorstellung einer Berufskleidung umsetzen können. Aus den eingereichten Arbeiten wird eine Fachjury die besten und innovativsten Entwürfe auswählen, die dann auf der Messe von professionellen Models bei flott choreografierten Gastro-Modenschauen vorgestellt werden. Die anderen Wettbewerbsarbeiten werden im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.

Live-Berichterstattung von der HOGA in München.

LogoVon der HOGA München vom 25. bis 28. April 2004 werde ich wie schon von der letzten HOGA Nürnberg ausführlich und weitestgehend live berichten. Hinweise auf neue Produkte und Dienstleistungen, Einladungen zu Vorführungen usw. bitte an news@abseits.de.

Vorbereitungen für HOGA München 2004 laufen auf Hochtouren.

München - Gemeinsam mit den fachlichen Partnern wird derzeit intensiv an der Umsetzung des Konzeptes für die HOGA München 2004 gearbeitet. Die neue Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung erlebt vom 25. bis 28. April 2004 in der neuen Messe München ihre Premiere und wird von den AFAG Messen und Ausstellungen in enger Zusammenarbeit mit der Messe München, dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband sowie den einschlägigen Berufsverbänden durchgeführt. Alle Beteiligten sind sich einig, dass Oberbayern als Deutschlands führende Touristikregion und die Landeshauptstadt München als Nr. 1 beim Städtetourismus, mit ihrem dichten Netz an gastgewerblichen Betrieben ein eigenes Branchenereignis dieser Art brauchen. Die HOGA München wird die Hallen A1 bis A4 in der Neuen Messe München belegen.

Angebotsschwerpunkte der Messe sind
  • Großküchentechnik,
  • Einrichtungen und Ausstattungen,
  • Nahrungs- und Genussmittel,
  • Organisation und Dienstleistung.
  • Auch das Thema Gemeinschaftsverpflegung wird bei der HOGA breiten Raum einnehmen.
Als Zielgruppe hat die Messe nicht nur die Fachleute aus Bayern im Visier. Auch für die Berufskollegen und –kolleginnen aus den benachbarten Bundesländern und den angrenzenden Alpenregionen wird die HOGA München ein Forum der kollegialen Kommunikation, der Information und des Einkaufs sein. Die neue Gastro-Fachmesse liefert mit ihrem breiten Themen- und Angebotsspektrum wertvolle Anregungen für die Berufe des Gastgewerbes, sie informiert umfassend über die neuesten Trends und stellt innovative Ideen bei der Gästebewirtung vor und wird den Messebesuchern konkrete Wege aufzeigen, wie sich die konjunkturbedingten Probleme des Gastgewerbes meistern lassen.

Ziel der Veranstalter ist es, die HOGA München als moderne, trendorientierte und zukunftsweisende Fachmesse für das Gastgewerbe in den Markt einzuführen. Dazu werden die Organisatoren für das Fachpublikum ein Branchenfeuerwerk auf hohem fachlichen Niveau abbrennen. AFAG-Geschäftsführer Heiko Könicke betont im Vorfeld der neuen Messe, dass das Gastgewerbe eine sehr emotionale und kommunikative Branche sei: "Darauf haben wir das Konzept der HOGA München ausgerichtet. Die Messe erhält ihr eigenständiges Profil, bei dem Emotionen eine wichtige Rolle spielen! Das wirtschaftliche Angebot und die interessanten Innovationen stehen zwar ebenso wie die Aussteller im Mittelpunkt der HOGA, doch nicht weniger wichtig ist für uns der ideelle Teil der Messe. So wird es im HOGA-Forum in Halle 4 eine Vielzahl von Aktionen, Wettbewerben, Schaubereichen, Forumsveranstaltungen und Events geben, die inzwischen gemeinsam mit unseren Partnern fixiert wurden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wir werden den Besuchern ein lebendiges Branchenbild mit viel Flair bieten, mit dem sich die Fachleute aus Hotellerie und Gastronomie identifizieren können", so Könicke. (Quelle: Pressemitteilung der AFAG.

Neuer Trendreport von argonauten360°: Erfolgsfaktor CRM für Franchise-Systeme.

coverCustomer Relationship Management (CRM) steckt bei Franchise-Unternehmen noch in den Kinderschuhen. Dies ergibt eine im Dezember von der Relevanz-Marketing® Agentur argonauten3600 veröffentlichte aktuelle Studie. Der "Marktspiegel CRM - Franchise-Systeme" zeigt auf, welches bisher ungenutzte Potenzial die Optimierung der Kundenbeziehungen birgt. Marketing- und Vertriebsverantwortliche finden darin die wesentlichen Erfolgsfaktoren im Customer Relationship Management von Franchise-Systemen.

"Das klassische Marketing wird den veränderten Kundenbedürfnissen nicht mehr gerecht - nicht nur die Markenführung sollte einheitlich betrieben werden, sondern auch die Gestaltung und Umsetzung eines Kundenbeziehungsmanagement bedarf einer professionellen Systematisierung. Hier liegt das bisher wenig genutzte Kräftepotenzial von Franchise-Systemen," so Christian Gründig, Leiter strategische Marketing Beratung bei den argonauten360°. Customer Relationship Management zeigt besonders Franchise-Systemen mit ihrer zentral gesteuerten Marketingorganisation neue strategische Handlungsoptionen auf.

Der Trendreport "Marktspiegel CRM - Franchise-Systeme" gibt Antworten auf die Fragestellung, wie sich Franchise-Systeme mit Fokus auf Franchise-Geber in Deutschland diesen Herausforderungen stellen. Basierend auf Managementbefragungen wurden zum einen die Relevanz von CRM Aktivitäten für Franchise-Systeme erhoben und zum anderen die bestehende Dialog- und Interaktionsbereitschaft der Franchise-Geber anhand bestehender Web-Auftritte untersucht. Im ersten Schritt wurde eine schriftliche Befragung von Franchise-Systemen durchgeführt, um die Bedeutung von CRM sowie die kundenorientierte Umsetzung in Franchise-Systemen zu untersuchen. Im zweiten Schritt wurde eine umfassende Usability- und Content-Überprüfung der Webseiten von über 85 Franchise-Systemen vorgenommen. Sie wurden einem nutzergerechten Check unterzogen und nach CRM-Kriterien aus Sicht eines Kunden und/oder Interessenten, nach denen eine optimale Kundenkommunikation und Kundenbindung gegeben ist, bewertet.

Das Resümee von Claudia Schoess, Franchise-Expertin und Consultant für CRM Lösungen bei den argonauten360°: "Die Notwendigkeit von CRM Aktivitäten gilt über die Franchise-Systeme der Branchen Gastronomie/Hotel, Dienstleistung und Handel hinweg als erkannt, aber Initiativen zur Umsetzung stecken in den Kinderschuhen oder wurden noch gar nicht in die Marketingplanung aufgenommen. Hier wird weiterhin nur auf die Fähigkeit des Franchise-Nehmers im persönlichen Kundenumgang abgestellt. Zentrale Dialoginitiativen sind eher die Ausnahme."

In den meisten Franchise-Systemen
  • bewegt sich CRM nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau, verlässliche Kundendatenbanken sind häufig nicht vorhanden oder werden kaum genutzt.
  • Es zeigen sich bereits erste Ansätze beim Einsatz von Bindungsinstrumente, wie Kundenclub oder Dialogmails, jedoch organisiert in Insellösungen am Point of Sale.
  • Synergien durch die Zusammenführung auf Franchise-Geberebene nutzen hier nur jeder fünfte.
  • Kundenanalysen oder die gezielte Bearbeitung von registrierten Kundenpotenzialen finden kaum statt.
  • Das Internet fungiert überwiegend als stille Informations-Einbahnstraße. Moderne Interaktionstools oder gar Kommunikationsangebote an den Kunden bestehen nur selten.
Hier besteht Nachholbedarf für Franchise-Geber, denn die Chancen, den Kunden zu identifizieren oder gezielt mit Angeboten zu umwerben, bleiben ungenutzt.

Auf der Grundlage des "Marktspiegel CRM - Franchise-Systeme" zeigen die argonauten360° interessierten Franchise-System-Betreibern strategische Handlungsoptionen und daraus resultierende Lösungen, die zur Optimierung von Kundenbeziehungen in Franchise-Systemen führen.

Der CRM Trendreport kann kostenlos bestellt werden über Dirk Reuscher, argonauten360° New Business, T: 040 88 302013, Mailto: dirk.reuscher@argonauten360.de oder im Internet über www.argonauten360.de/franchise.

Über die argonauten360°: Die Agentur- und Beratungsgruppe unterstützt Unternehmen beim Aufbau und der Intensivierung erfolgreicher Kundenbeziehungen mittels Relevanz-Marketing®. Anders als im herkömmlichen Dialog-Marketing berücksichtigt dieser richtungweisende Ansatz sowohl die Endkunden- als auch die Unternehmenssicht. Dafür nutzen die argonauten360° das gesamte Spektrum aller Instrumente von Dialog- und Interactive-Marketing. (Quelle: Pressemitteilung der argonauten360°).

Blinder Eifer schadet nur.

Besonderen Eifer kann man den Mitarbeitern der Bundesanstalt für Arbeit ja gemeinhin nicht vorwerfen. Wenn es aber darum geht, ungerechtfertigterweise Leistungsbescheide aufzuheben, sind einige dann doch mal wieder ganz fix: "Ich-AGs: Zahlungsstopp wegen geringer Gewinne?" von der Akademie.de.

Gluehwein vom Winzer.

Glühwein ist das traditionelle Weihnachtsmarkt-Getränk. Wenn die Finger und die Füße kalt sind, wärmt ein heißer Glühwein den ganzen Körper binnen weniger Minuten durch und durch. Die Tradition des heißen Weines geht weit in die Vergangenheit zurück. Nachdem die Römer den Wein bei uns eingeführt hatten, lernten ihn auch die Germanen kennen und bereiteten daraus im Winter einen heißen mit Gewürzen und Honig gesüßten Würzwein. Glühwein war das Allheilmittel in mittelalterlichen Zeiten. Ob man augenzwinkernd das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden wollte, ob es an der Mode lag, reichlich exotische Gewürze zu konsumieren, der Würzwein entwickelte sich zu einer aromatischen, Lebensgeister weckenden Köstlichkeit, die jede Erkältung schon im Keim erstickte, das Zipperlein verjagte und den Geist erhellte. Lesen Sie mehr ­ - unter anderem ein Rezept - auf der Website von Rheinhessenwein.de. (Quelle: Pressemitteilung von Rheinhessenwein.de).

Kulinarische Entdeckungen aus und in Rheinhessen.

Wer besondere Anregungen sucht, was es zum Weihnachtsmenü geben soll, findet unter www.rheinhessenwein.de/kulinaria viele pfiffige Rezeptideen des Mainzer Kulinariums, einer Vereinigung von Mainzer Spitzenköchen. Derzeit empfiehlt z. B. Jochen Dietz vom Bassenheimer Hof ein Dornfelder-Risotto mit Gänsebrust und Steinpilzen. In einem angegliederten Archiv findet man auch die Rezeptideen der vergangen Jahre, die stets einen jahreszeitlichen und regionalen Bezug haben. Der Delikatessenserie "Ideen aus Wein" mit Riesling-Senf, Silvaner-Kräuter-Nudeln, Wein- und Sektgelees, Riesling-Weinessig und Traubenkernöl ist ein eigener Menüpunkt gewidmet, unter dem nicht nur die Delikatessen vorgestellt, werden sondern auch konkret Anregungen zur Verwendung in der Küche gegeben werden. (Quelle: Pressemitteilung von Rheinhessenwein.de).

Mittwoch, Dezember 17, 2003

Komische Weihnachtsglueckwuensche.

Miller Brands wünscht mir und meiner Familie ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie Gesundheit, Glück und Erfolg für das Jahr 2004 und schreibt dazu "Fahren Sie mit der Mouse über die Winterlandschaft und klicken Sie auf die Flaschen". Was ich natürlich gleich gemacht habe. Und jetzt frage ich Sie: "Wo steckt die Pointe?".

Buchexzerpt-Volltext-Suche bei Google.

Gestern habe ich mich zu dem Satz hinreißen lassen, McDonald's tue mehr für die Integration von Ausländern in Deutschland als eine ganze Armee von Ausländerbeauftragten und anderen Gutmenschen. Und ich habe die Geschichte von einem sehr liebenswürdigen Asylanten erzählt, der nirgendwo einen Job gefunden hat, obwohl er fleißig und Handwerker ist, weil er wirklich kaum Deutsch kann. Neulich habe ich ihn auf der Straße getroffen und er hat vor Glück gestrahlt, endlich arbeiten zu können in einem Team, das ihn akzeptiert, weil seine Kolleginen und Kollegen ähnliche Probleme haben wie er.

coverIn diesem Zusammenhang möchte ich auf das Buch "Fast Food, Fast Track? Immigrants, Big Business, and the American Dream" von Jennifer Parker Talwar hinweisen. Die Autorin ist Soziologieprofessorin und hat studienhalber einen Job bei Burger King in Brooklyn angenommen, um das Phänomen der Beschäftigung von Einwanderen in Fast-Fast-Restaurants zu untersuchen. Sie hat mehr als einhundert Beschäftigte, meist Asiaten und Latinos, interviewt. Ein Exzerpt findet sich bei Google.

Dieser Exzerpt-Dienst ist ein neues, kaum dokumentiertes Feature von Google (via Martin Röll). Wenn man in der Suchmachine Google einen Suchbegriff eingibt, etwa eine ISBN, einen Autor oder einen oder mehrere beliebige andere Suchbegriffe und den Ausdruck "site:print.google.com" hinzufügt, sucht Google in einem Verzeichnis von Auszügen aus englischsprachigen Büchern. Zur Zeit sind nur englischsprachige Bücher erfaßt. Wenn man z.B. den Suchbegriff "restaurant business" voranstellt, findet man alle im Datenbestand enthaltenen Bücher, in deren Exzerpt oder auch Titel oder Autor dieser Suchbegriff vorkommt.

Happy Hour.

Schaufelt die ARD Platz frei für die Harald Schmidt-Show? Nach "Bunte-TV" am Freitagabend wird jetzt der Mittwochabend freigebaggert: "Gabi Bauer beendet ARD-Talkshow", in: Financial Times Deutschland vom 17. Dezember 2003.

Schade. Und ich wollte schon eine Harald-Schmidt-Gedächtsnis-Happy-Hour ab 23.15 Uhr einführen.

Kuendigungsschutz.

Im Kurzbericht Nr. 21/2003 des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gehen der Frage nach "Kuendigungsschutz: Reform in Trippelschritten oder besser mit grossem Sprung?" (PDF). Die Autoren gehen auf die volkswirtschaftlichen Wirkungen von Kündigungsschutzregeln ein, berichten über deren empirischen Kosten, um abschließend Lösungsverschläge zu diskutieren und selbst einen Vorschlag zu unterbreiten.

Die westdeutschen Betriebe haben im Jahre 2000 rund 1,5 Milliarden Euro für Abfindungen ausgegeben oder 274 Euro pro Beschäftigtem oder 0,6 Prozent der Personalkosten. In Betrieben von mehr als 500 Beschäftigten wurde 1,4 mal soviel bezahlt wie in den kleineren Betrieben. Die mediale Abfindung betrug 5.000 Euro. Die Wahrscheinlichkeit, daß eine Kündigung rechtliche Folgen hat, lag bei 27%. Ein rigider Kündigungsschutz erhöht den Anteil der Langzeitarbeitslosen und verlängert die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit. Zu den Verlierern gehören Berufseinsteiger, jüngere Frauen, Jugendliche, Behinderte sowie ältere Arbeitnehmer.

Bitburger Ryanair-Flug-Aktion recycelt.

Ein pfiffiger Gastronom hat die Verkaufsförderungsaktion der Bitburger Brauerei, bei der jeder Käufer eines speziellen Aktionskastens gegen 1 Cent und weitere Gebühren, die pro Flug anfallen, einen Flug erhält, "recycelt". Das Bier schenkt er in seiner brauereifreien Gaststätte aus und setzt die enthaltenen Gutscheine als Geschenke für Mitarbeiter und Stammgäste ein.

Diese Verkaufsförderungsaktion von Bitburger erhielt mittlerweile eine Abmahnung (siehe "Rüge von Wettbewerbshütern", in: Rrierischer Volksfreund vom 17. Dezember 2003). Diese Abmahnung wurde von Teilen der Presse falsch verstanden. Es wurden der Bitburger Brauerei lediglich bestimmte Formulierungen untersagt. Die Aktion selbst läuft weiter.

Meines Erachtens - und dies wurde mir von einem Mitarbeiter eines Getränkefachgroßhändlers bestätigt, schlägt diese Aktion ein wie eine Bombe unter den qualitativ weitestgehenden austauschbaren Fernsehbieren der Wettbewerber. Ziemlich erstaunlich, da der ökonomische Vorteil für den Käufer zweifelhaft ist. Ich bin schon mal darauf gespannt, ob es Bitburger wirklich schafft, mit dieser Aktion zur Nummer 1 auf dem deutschen Biermarkt zu werden.

Dienstag, Dezember 16, 2003

Essen und Genuss.

Die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH und das Literatur-Cafe suchen schöne Geschichten und Gedichte zum Thema "Essen und Genuss". Und das Beste: Alle Beiträge erscheinen als Buch!

Bis zum 22. Januar 2004 können Sie Gedichte, Geschichten und kleine Beiträge (keine Rezepte!) rund um Essen und Genuss verfassen und beim Literaturcafé einsenden. Alle Beiträge werden dann mit Namen der Verfasser auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin am 24. Januar 2004 in Form eines Buches veröffentlicht. Das Buch wird dort durch einen prominenten Autor vorgestellt. Eine Lesung aus dem Buch inklusive. Jeder Autor oder Autorin erhält kostenlos ein Exemplar des Buches zugeschickt und die ersten Beiträge werden zudem ab dem 22. Dezember auf den Websites von www.cma.de und www.literaturcafe.de zu lesen sein. Beworben wird das Projekt u.a. auch auf SAT1 und Viva. Zu den Autoren und Autorinnen des Projekts werden auch viele Prominente gehören. Mehr darüber unter www.literaturcafe.de/geschmack. (via Karina Matejcek). Für den einen oder anderen schriftstellerisch begabten Gastronomen ist dies sicherlich eine gute Chance, etwas bekannter zu werden.

Ueber das Branding hinaus.

Branding ('to brand' = einem Rindvieh den Stempel des Eigentümers einbrennen) ist der Prozeß, bei dem eine für beide Seiten förderliche und nützliche bzw. gewinnbringende Beziehung zwischen der gastronomischen Marke und dem Gast hergestellt, verstärkt und aufrecht erhalten wird. Eine erfolgreiche Marke bietet ein so hohes Maß an Qualität, ist so anziehend und vertrauenswürdig, daß sie Gefühle der Zuneigung und Loyalität hervorruft und Gäste bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen als dem Produkt an sich angemessen wäre. Mehr darüber auf unserer Seite zum Thema "Branding in der Gastronomie".

CoverIm Oktober 2003 ist das Buch "Beyond Branding: How New Values of Transparency and Integrity Are Changing the World of Brands", herausgegeben von Nicholas Ind, erschienen, von dem es erstaunlicherweise noch keine deutsche Übersetzung gibt (Schlafen die deutschen Verlage?). "Beyond Branding" ist das Ergebnis von Teffen der Medinge Gruppe, einer internationalen Denkfabrik, welche die Idee nachhaltiger Werte und sozialer Verantwortung unterstützt, und enthält Beiträge von 14 Mitgliedern dieser Gruppe. DAs erste Kapitel dieses Buches kann kostenlos heruntergeladen werden (PDF). Der Blog zum Buch.

Im "The brand Manifesto" werden die acht zentralen Thesen des Konzepts von Jack Yam auf den Punkt gebracht. Punkt acht lautet: "Brands are not created by a handful of big bosses, but by everyone in a system. A good branding exercise involves and builds a community. They, therefore, have a duty to educate and reinforce positive behaviours, and can even alleviate some of the world's worst problems." Daß man den Fokus auf die Schulung der Mitarbeiter setzen müsse und dere postiives Verhalten stärken müsse, hat sich ja mittlerweile auch im Gastgewerbe herumgesprochen.

Erweiterte Suchfunktionen von Google.

Die Suchmaschine Google bemüht sich, eine universale Suchmaschine zu werden, in der man alles Mögliche suchen und finden kann. Jetzt hat man testweise in der amerikanischen Version die Suchmöglichkeiten wiederum erweitert. Man kann suchen nach Die Details findet man in der Google-Hilfe. Quelle: "Google Adds Package Tracking" von Ryan Naraine, in: Internetnews.com vom 12. Dezember 2003. Es gibt keine Information darüber, ob und wann diese erweiterten Suchmöglichkeiten auch für Deutschland zur Verfügung stehen werden.

Montag, Dezember 15, 2003

Was haben Weblogs mit dem Gastgewerbe zu tun?

Gestern hat mich jemand gefragt, was Bloggen denn mit Gastgewerbe zu tun habe? Er zeigte sich verwundert, warum es im "Gastgewerbe Gedankensplitter" so viele Hinweise auf das Thema Weblog gibt.

Als knappe Antwort möchte ich nur darauf verweisen, daß Jamie Oliver seit dem 8. Dezember einen Blog hat: Jamie's Diary (via Martin Röll). Falls jemand nicht weiß, wer das ist: mehr über Jamie Oliver.

Werbe-Weblogs.

"Die Welt der Werbe-Web-Logs. Wie Werbe- und PR-Profis mit einem neuen Medienformat umgehen" (PDF) von Bernd Röthlingshöfer, in: more brains. (via toolkit). Dieser interessante Artikel informiert über Blogs von Menschen aus der deutschen Werbe- und PR-Szene. Der Autor hat viele davon befragt, warum sie Blogs betreiben und mit welcher Resonanz.

Dazu paßt gut der Hinweis von Martin Röll, daß Sony Pictures den Film Spiderman 2 mit Weblogs bewerbe.

Daß Templates (Design-Vorlagen) für Blogger zur Verfügung gestellt werden, wie Martin Röll schreibt, ist besonders interessant. Bei der Fernsehsendung "Big Brother" ist das Unternehmen, das die Rechte daran hat, noch rigoros gegen alle Fan-Websites vorgegangen, die gewagt hatten, urheberrrechlich geschütztes Material zu verwenden. Dabei ist es viel geschickter, Fans zu unterstützen und durch ein Angebot von Design-Elementen und -vorlagen das Design von Fan-Sites in die gewünschte Richtung zu lenken.

Rein in die Pizza, raus aus der Pizza.

Was wie ein alternatives Trampolinspringen ausschaut, nennt man strategisches Marketing. Genauso wie Daimler jahrelang alles mögliche Zeug aufgekauft hat, um den Schrott später wieder mit Gewinn oder Verlust loszuschlagen ("Diversifizierung", "breiter aufstellen" oder so nennt man das Rein, "Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder" das Raus), treibt es jetzt McDonald's. Die deutsche Presse-Agentur meldet gerade eben (z. B. via Onvista), McDonalds werde im Zuge der Konzentration auf die Kernmarke unter anderem Donatos Pizzeria an den Gründer verkaufen. Nun können ja strategische Fehlentscheidungen jedem mal passieren. Aber warum wollen die Manager bei jedem Rein und bei jedem Raus gelobt werden?

Siehe auch ein früheres Posting über die Eröffnung der ersten Donatos-Filiale in München vom 7. November 2002.

Umsatz im Gastgewerbe Oktober 2003: – 3,1% zum Oktober 2002.

Der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland lag im Oktober 2003 nominal (in jeweiligen Preisen) 3,1% und real (in konstanten Preisen) 4,0% niedriger als im Oktober 2002. Dieser nominale Umsatzrückgang ist der geringste seit September 2002 (ebenfalls – 3,1%). Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten (Berliner Verfahren 4 – BV 4) wurde im Vergleich zum September 2003 nominal 0,2% und real 0,6% weniger abgesetzt. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2003 setzten die Unternehmen des Gastgewerbes nominal 5,3% und real 6,2% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum um. In allen drei Branchen des Gastgewerbes gingen die Umsätze sowohl nominal als auch real gegenüber Oktober 2002 zurück:
  • im Beherbergungsgewerbe um nominal 0,3% und real 2,0%;
  • bei den Kantinen und Caterern, wozu auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören, um nominal 0,5% und real 1,3%
  • sowie im Gaststättengewerbe um nominal 5,5% und real 5,9%.
(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Fauler Kompromiss.

Heute nacht hat sich der Vermittlungsaussschuß auf einen faulen Kompromiß geeinigt. "Der Reform-Kompromiss: Die Änderungen im Überblick" von der Tagesschau.

Auswirkungen auf das Gastgewerbe:
  • Im Ergebnis ist nur ein Hauch von konjunkturellem Impuls zu erwarten, auf den Umsatz einer Gaststätte umgerechnet ein kleines Bier pro Tag mehr Umsatz.
  • Profitable gastronomische Betriebe sind von Verschlechterungen bei den Abschreibungsregeln betroffen. Details sind aber noch nicht veröffentlicht worden. Vermutlich ist bei der periodischen Abschreibung nur noch eine monatliche Abschreibung zulässig, so daß z.B. Wirtschaftsgüter, die im Dezember gekauft werden, nicht mehr mit dem Abschreibungsbetrags eines halben Jahres sondern nur noch eines Zwölftel eines Jahres abgeschrieben werden dürfen.
  • Positiv zu werten ist die Wiedereinführung einer Grenze von zehn Beschäftigten beim Kündigungsschutz, auch wenn eine Grenze von 20, wie von der Opposition gefordert, besser gewesen wäre. Davon sind viele gastronomische Betriebe betroffen. Denn bei der kritischen Arbeitnehmerzahl ("unter zehn Arbeitnehmer") werden Teilzeitbeschäftigte mit einer Wochenarbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden nur mit 0,5 und nicht mehr als 30 Stunden nur mit 0,75 berücksichtigt. Auszubildende und alle Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten ihrer Beschäftigung werden nicht berücksichtigt. Der aus Sicht der betroffenen Arbeitnehmer verschlechterte Kündigungsschutz bezieht sich zwar nur auf nach der Gesetzesänderung eingestellte Arbeitnehmer. Aber die hohe Fluktuation im Gastgewerbe sorgt dafür, daß der Anteil der betroffenen Arbeitnehmer schnell wächst. Zudem kommt es bei der Prüfung, ob die Grenze erreicht ist, auf die "regelmäßige Beschäftigung" an. Bei Betrieben mit schwankenden Mitarbeiterzahlen (etwa beim Catering, Saisonbetrieben, bei vielen Aushilfen) ist von Betriebsfremden nur schwer festzustellen, wer an einem Stichtag in welchem zeitlichen Umfang laut den Arbeitsverträgen beschäftigt gewesen ist und wer nicht. Insbesondere kann man stichtagsorientiert die Zahl der Arbeitnehmer herunterfahren, etwa indem man Arbeitsverträge vorher auslaufen läßt und neue erst danach abschließt.
  • "Langzeitarbeitslose müssen jede legale Arbeit annehmen". Hinter dieser Formulierung verbirgt sich, daß Arbeitslose keine sittenwidrigen Arbeitsverträge akzeptieren müssen. In bezug auf die Lohnhöhe bedeutet dies, daß die Löhne die Tariflöhne oder die ortsüblichen Löhne um bis zu einem Drittel oder gar 40% unterschreiten können. Weigert sich ein Arbeitsloser einen angebotenen Lohn in dieser Höhe zu akzeptieren, riskiert er eine Sperrzeit. Siehe dazu auch ein früheres Posting "Mindestlöhne für Arbeitslöhne".