Gastgewerbe Gedankensplitter


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Freitag, Februar 13, 2004

Max Stephan.

Im August 1942 wurde der deutschstämmige Detroiter Restaurantbesitzer Max Stephan zum Tode verurteilt. Sein Verbrechen ist gewesen, einem deutschen Kriegsgefangenen, Leutnant Hans Peter Krug, der aus einem Kriegsgefangenenlager in der Nähe von Toronto geflohen war, zwei Tage lang Unterschlupf gewährt zu haben, ihn mit Speisen und Getränken und Prostituierten versorgt und ihm dann Geld für einen Bus gegeben zu haben. Der entflohene Kriegsgefangene wurde später in Texas festgenommen, seinem Helfer der Prozeß gemacht. Das Urteil, die erste Todesstrafe seit 1794, wurde heftig diskutiert. Die politisch aufgeheizte Atmosphäre, die zu diesem abschreckenden Urteil geführt hat, verhinderte lange Zeit eine Begnadigung. Erst im August 1943, acht Stunden vor der angesetzten Hinrichtung, begnadigte der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt und setzte die Todesstrafe zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe herab. Max Stephan starb 1952 im Alter von 69 Jahren im Gefängnis. Hans Peter Krug wurde 1946 nach Deutschland entlassen. Eine Anmerkung zum Verständnis: Es ist Kriegsgefangenen nach der Genfer Konvention erlaubt zu fliehen. Quelle: "State's history with federal death penalty" und "Court Legacy 4/99" PDF).

Auf den Fall bin ich aufmerksam geworden durch einige Fotos von Max Stephan in der Fotosammlung "The Wayne State University Virtual Motor City". Sie umfaßt 15.000 Fotos aus der Detroit News Collection der Walter P. Reuther Library of Labor and Urban Affairs an der Wayne State University (via ResearchBuzz Newsletter vom 13. Februar 2004).