Gastgewerbe Gedankensplitter


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Mittwoch, April 28, 2004

Hoga Muenchen: Schlussbericht.

München - Die vom 25. bis 28. April 2004 erstmals durchgeführte HOGA München, Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, war vier Tage lang Treffpunkt der Branche und wichtiger Impulsgeber für das bayerische Gastgewerbe. Entscheidungsträger aus Hotellerie und Gastronomie sowie deren Mitarbeiter aus Küche, Service, Verwaltung und Etage nutzten die HOGA zum Einkauf, zur Information und zum kollegialen Erfahrungsaustausch.

Die HOGA München präsentierte sich zur Premiere frisch und innovativ und bot mit außergewöhnlichen Sonderschauen und Aktionsbereichen sowie spannenden Wettbewerben ein lebendiges Branchenbild. In seiner Bilanz stellt Heiko Könicke, Geschäftsführer der veranstaltenden AFAG Messen und Ausstellungen, fest: "Mit der ersten HOGA München wurde das Fundament für eine Messe gelegt, in der noch viel Zukunftspotential steckt. Mit rund 25.500 Besuchern haben sich unsere Erwartungen an die Premierenveranstaltung erfüllt, denn die Messe wurde unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt und auf den Markt gebracht. Wir haben mit einem attraktiven Konzept unsere Visitenkarte in München abgegeben und die Aussteller und Besucher waren positiv überrascht und attestierten der HOGA im Vergleich zu den letzten Gastromessen in der Landeshauptstadt eine wesentlich höhere Attraktivität. Dies macht uns Mut für die nächste HOGA München. Unser vorrangiges Ziel ist es nun, das Ausstellerangebot auszubauen und die Besucherzahlen zu steigern und wir werden die vielen Anregungen aufgreifen, die wir bei dieser Messe sammeln konnten. Nichts ist so gut, als dass man es nicht noch besser machen könnte. Bereits bei der nächsten Münchener HOGA im Jahr 2006 rechnen wir mit einem deutlichen Schub nach vorn, nachdem bereits einige Unternehmen ihr Fernbleiben nach dem Besuch der Messe bedauerten", so Könicke.

BHG-Präsident Ludwig Hagn bewertet in seiner Bilanz die HOGA München als gelungenen Neuanfang: "Was die AFAG unter schwierigsten Bedingungen auf die Beine gestellt hat, verdient Respekt. Für unsere Mitglieder war die HOGA eine überaus wichtige Plattform der kollegialen Kommunikation und sie zeigte echte Innovationen und lieferte den Gastronomen wertvolle Anregungen für die berufliche Praxis. Ich bedauere allerdings, dass die Attraktivität der HOGA noch nicht von allen unserer Mitglieder erkannt wurde. Hier müssen wir vor allem unsere oberbayerischen Wirte und Hoteliers noch stärker motivieren", so Hagn. Einzigartig sei laut Hagn die Präsenz von vier bayerischen Ministern auf der Messe gewesen, die auf der HOGA rund 250 Hoteliers und Gastronomen als Sieger verschiedenster bayerischer Wettbewerbe auszeichneten. Weitere Highlights der Messe waren für den BHG-Präsidenten die Bayerischen Jugendmannschaftsmeisterschaften in den gastronomischen Ausbildungsberufen und das in dieser Art einmalige Engagement der Münchener Berufsschule. "Deutschlands größte kommunale Berufsschule für die Berufe des Brau- und Gastgewerbes verlagerte ihren gesamten Unterricht auf die Messe und gewährte Einblick in das breite Ausbildungsspektrum. Die Schüler trafen auf der Messe auf ein großes Publikum und waren mit Begeisterung bei der Sache", so Hagn. Benedikt Pentenrieder, BHG-Bezirksvorsitzender Oberbayern, stellte fest, dass es richtig war, eine eigene Messe in München zu installieren, denn die HOGA war ein ideales Forum, um sich zu informieren, denn die wichtigsten Bereiche waren vertreten. "Wesentlich attraktiver als andere Messen dieser Art“, so urteilten die jüngeren Mitarbeiter aus dem Gastgewerbe über die HOGA München aufgrund der vielen Events, Aktionsbereiche und Wettbewerbe, die zum Unterhaltungswert der Messe einen wichtigen Teil beitrugen" so Pentenrieder.

Geschäftliche Ergebnisse differieren je nach Branche

Der geschäftliche Verlauf der Messe wird von den Ausstellern der HOGA München sehr unterschiedliche bewertet. Während bei einigen Unternehmen die Auftragsbücher gut gefüllt waren und bei anderen die Erwartungen sogar deutlich übertroffen wurden, gibt es auch Aussteller, die nach wie vor eine deutliche Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen spürten. Dies betraf vor allem den Einrichtungs- und Ausstattungsbereich.

Nachstehend einige Stimmen von Ausstellern aus unterschiedlichen Angebotsbereichen:
  • Dietmar Groth (Fa. Rational, weltweiter Marktführer bei Kombi-Dämpfern): Wir sind sehr zufrieden und unser Stand war stets bestens frequentiert, weil wir auf Live-Vorführungen setzen und damit die Aufmerksamkeit der Besucher erreichen. Für uns sind Messen die einzige Möglichkeit zur direkten Kommunikation mit unseren Kunden und wir erhalten auf Messen das notwendige Feedback vom Markt. Wir hatten anfangs Zweifel, was unser Engagement bei der HOGA München betrifft, sind aber positiv von der Resonanz überrascht und werden auch 2006 in München dabei sein".
  • Katja Müller (Standleiterin) u. Otto Bock (Vertriebsleiter Südbayern), Fa. Schöller: "Eine Präsenz auf dieser Messe ist für uns unverzichtbar, auch wenn wir mit etwas mehr Besuchern gerechnet haben. Wir hatten auch viele Besucher aus Franken und dem Bayerischen Wald auf unserem Stand, haben aber etwas das Fachpublikum aus den südlichen Regionen Bayerns vermisst. Dennoch halten wir es für wichtig, dass die HOGA weiterhin stattfindet, denn die Messe hat Entwicklungspotential. Mit unseren Produkten ist allerdings ein früher Termin vor Beginn der Eissaison besonders wichtig".
  • Michael Ebner, Fa. Ebner (ein führendes Unternehmen im Bereich stationärer und mobiler Kassensysteme): "Die HOGA hat uns positiv überrascht und wird auch Zukunft haben. Unsere Kassensystem stießen auf sehr großes Interesse und für uns war die Beteiligung ein voller Erfolg. Das Messegelände mit seinen großzügigen Hallen halten wir für ideal".
  • Jürgen E. Wurst (Fa. Burkhof): Das Konzept der Messe stimmt, darauf lässt sich aufbauen. Für uns war die Messe ein Erfolg und wir trafen hier wichtige Kunden. Dies ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass München und die Region Oberbayern für unsere Produkte ein bedeutender Absatzmarkt sind".

    Die am letzten Tag vom Veranstalter durchgeführte Ausstellerbefragung zeigt, dass sich für 2/3 der Aussteller die Erwartungen erfüllt bzw. teilweise erfüllt haben und für 1/3 konnten sie nicht erfüllt werden. Für eine Wiederbeteiligung an der nächsten HOGA München sprachen sich schon jetzt über die Hälfte der Aussteller aus. Die besten Ergebnisse meldeten die Aussteller der Bereiche Food und Getränke, Dienstleistungen u. Organisation, gefolgt von Küchentechnik, Einrichtungen und Ausstattungen.
Die nächste HOGA findet in Nürnberg vom 23. bis 26. Januar 2005 statt. Die nächste Münchener HOGA ist für den 23. bis 26. April 2006 terminiert. (Quelle: Pressemitteilung der AFAG).