Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, April 17, 2004

Toilettenwerbung.

In meinem Beitrag "Erlösquellen in der Gastronomie: Erlösquellen und preispolitische Instrumente" predige ich, Kontakte in der Gastronomie wie Werbeflächen, Empfehlungen, Kontaktmöglichkeiten als Erlösquellen zu nutzen, denn angesichts der Tatsache, daß gastronomische Betriebe vielfältige Kontakte zu Gästen eröffnen, die aufgrund ihrer Alterstruktur und Konsumverhaltens im Kern des Interesses zahlreicher Unternehmen stehen, werden die Möglichkeiten, sich Leistungen und Nebenleistungen durch Dritte bezahlen zu lassen, meist unzureichend genutzt.

Mit "below the line" bezeichnet man in der Fachsprache des Marketings alle Werbeformen "unterhalb" von Zeitungsanzeigen (mit ihren Werbezeilen / lines). Zur Platzierung von Fremd- und Eigenwerbung in der Gastronomie eigenen sich auch Getränkeuntersätze, Pizzakartons, Dönertaschen, Sushi-Eßstäbchen, Zuckerbeutel, Tischsets und vieles mehr. Siehe dazu die Schweizer Firma Fairline mit ihren sogenannen "below the line"-Sonderwerbeformen.

Unter die (Gürtel)linie zielt ein "Below the line"- Angebot der winwin marketing gmbH für Toilettenwerbung:
  • winsit: Toilettendeckel und Toilettenbrillen mit Werbung versehen.
  • winstic: Thermoaktive Kleber in Pissoir, bei denen die Werbung in Kontakt mit Urin (Wärme) ersichtlich wird und beim Spülvorgang wieder verschwindet.
  • winpic: Werbung auf A4 Klebefolien, die entweder oberhalb des Pissoirs, an der Türinnenseite bei Sitztoiletten oder neben den Spiegeln im Waschbereich auf Augenhöhe angebracht ist.
Aus der Sicht der Inserenten bietet Toilettenwerbung - die in Form von Plakatwerbung auch von anderen angeboten wird, so von Toil-Ad und Sit & Watch - u.a. den Vorteil, daß sich Zielgruppen geographisch und geschlechtsspezifisch selektieren lassen. Mit welcher anderen Werbeform lassen sich etwa Frauen in bestimmten Regionen gezielt ansprechen?

Wie uns Mathias Hasler von der winwin marketing gmbH auf Anfrage mitgeteilt hat, ist sein Unternehmen bis jetzt in der Schweiz im Rheintal von Chur bis St. Gallen tätig, wird aber ihr Netz weiter ausbauen. Es sei höchst selten, dass ein Gastrobetrieb von sich aus komme und Werbung möchte. Normalerweise gehen sie auf die Lokaliäten zu und besprechen die Angelegenheit vor Ort. Im erwähnten Gebiet werde vor allem mit den Klebefolien gearbeitet. Die WC-Deckel und die Pissoirkleber mit Werbung versehen würden eher für spezielle Fälle verwendet, dass zum Beispiel ein Vertrag mit einer Gastrokette in der ganzen Schweiz gemacht wird. Die Gastrobetriebe erhielten vertraglich geregelt 25 % der Einnahmen, welche die winwin marketing gmbH von der Werbefirma erhalten. Falls sich ein Gastronom bewerbe, würde sich die winwin marketing gmbH das Zielpublikum, die Anzahl Besucher usw. anschauen und dann entscheiden.