Gastgewerbe Gedankensplitter


Kostenlose Gastro News - wöchentlich, über 19.500 Abonnenten

Powered by KBX7

« Home | "Suppe macht gluecklich". » | Marktforschung per Klickpreis. » | mens sana in corpore sano. » | Inhoga Berlin. » | Fortbildungsprogramm fuer Schul-Catering. » | Google Websearch/Sitesearch. » | Vorurteile. » | Gluecksmomente. » | Gefluegel rege gefragt. » | Kosten sparen bei der Lehrlingsausbildung. »


Montag, Juni 21, 2004

GoYellow.

Am 15. Oktober 2004 geht der Katalog GoYellow an den Start und wird der Telekom-Tochter DeTeMedien (DasTelefonbuch, GelbeSeiten, DasÖrtliche) online Konkurrenz machen.

GoYellow ist ein Produkt der varetis AG in München, das sich auf automatisierte Auskunftsservices (Telefon, SMS usw.) spezialisiert hat. Der neue Katalog beinhaltet ausschließlich bezahlte Einträge von Gewerbebetrieben. Der Eintrag kostet 1 Euro pro Tag. Das besondere ist daran (im Vergleich zu einer Reihe anderer Diensten), daß der Werbende seinen Eintrag selbständig und jederzeit aktualisieren kann. Dies kann man als Gastronomiebetrieb z.B. in der Weise nutzen, daß man seinen Wochenspeiseplan veröffentlicht (siehe dazu einige Beispiele).

Unschön an den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist, daß ein Vertrag für die Dauer eines ganzen Jahres abgeschlossen wird und sich um jeweils ein weiteres Jahr verlängert, wenn er nicht mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende gekündigt wird. Man kann damit diesen Service, und ob er ökonomisch etwas bringt, nicht mal eben ausprobieren. Zumal soll es ja vorkommen, daß gastronmische Betriebe unterjährig, bisweilen sogar überraschend, schließen müssen.

365 Euro pro Jahr sind dafür, daß lediglich vom Gastronomen selbst eingestellte Daten im Internet veröffentlicht werden, nicht gerade wenig. Ob der Preis angemessen ist, hängt aber davon ab, wieviele diesen Katalog zur Suche nutzen werden und letztlich sich als zusätzliche Gäste und Umsatz in Ihrem Betrieb niederschlagen werden. Von Vorteil ist es für den Nutzer, daß er im Gegensatz zu den gängigen Branchenbüchern und Suchmaschinen gezielt nach Marken und Produkten suchen kann. Es spricht einiges dafür, daß relativ viele diesen neuen Service nutzen werden, denn die Varetis AG hat schon ein gewisse ökonomische Potenz, ihre Lösungen am Markt durchzusetzen. "Produkte und Services von varetis wurden bislang bei mehr als 240 Call Centern und nahezu 18.000 Auskunfts-Positionen weltweit installiert. Kunden sind u.a. AT&T, Deutsche Telekom, Telkom South Africa, TOT Thailand oder Telecom New Zealand." Und für GoYellow soll sogar im Fernsehen geworben werden.

Dennoch: ich werde für unseren Betrieb erst mal abwarten, wie sich die Nutzerzahlen ab 15. Oktober entwickeln. Zumal sich solche Dienste, ähnlich wie bei den berühmten "Gelben Seiten" weniger für Kneipen lohnen, die viele Stammgäste haben, als etwa für Bringdienste z.B. Pizza-Lieferdienste. Bei Ihrer Entscheidung könnten Sie auch die Kriterien berücksichtigen, die ich zur Beantwortung der Frage "lohnt sich eine Webpräsenz für ein gastronomisches Unternehmen?" vorgestellt habe.

GoYellow - Das sind die neuen gelben Seiten

Kommentare:
Das goyellow grundsätzlich einen richtigen Weg beschreiten will ist völlig klar. Kaum ein Unternehmen wird im Internet rein über klassische Suchmaschinen gefunden. Was allerdings die dahintersteckende Leistung bzw.das Preis-Leistungsverhältnis anbelangt bin ich doch skeptisch. Wenn ich mir z.B. das österreichische System www.dowee.at ansehe, dass gerade im Aufbau begriffen ist, erkennt man den Unterschied zwischen einer Internetpräsenz zu goyellow. Hier bekommen Unterneher nicht nur eine selbstwartbare "Visitenkarte" im Internet sondern ein integriertes CMS ohne jegliche Datenbegrenzung - und das ganze zum Preis von ? 150,-- inkl. MWSt/pro Jahr. Also wesentlich höhere Leistung um wesentlich weniger Geld.
 
Auch ich sehe das System von www.dowee.at absolut als der richtige Weg an. JEdoch haben die das Problem das diese nicht mit den Grunddaten gefüllt sind. Also ein Mix zwischen goyellow und www.dowee.at wäre das beste. Zusätzlich noch alles rund um meine Stadt wäre das Optimium. Ein solche Konzept versucht city.de umzusetzen. Ich bin mal gespannt ob die es schaffen. Zu hoffen wäre es.
 
Kommentar veröffentlichen