Gastgewerbe Gedankensplitter


Kostenlose Gastro News - wöchentlich, über 19.500 Abonnenten

Powered by KBX7

« Home | Rauchverbot in irischen Pubs: keine Umsatzverluste... » | Marktpotential von Hotels, Motels, Lodging Houses,... » | Nicht lernfaehig. » | Das Wunder von Spiez. » | Henkersmahlzeiten. » | soupsoup. » | eBay-Ratgeber. » | Entwurf der Lohnsteuer-Aenderungsrichtlinien 2005.... » | Emil Gerbaud. » | Wie wir heutzutage essen. »


Mittwoch, Juni 02, 2004

Rauchverbot in irischen Pubs II.

Das liest sich doch schon ganz anders als die vorherige Meldung, das Rauchverbot in irischen Gaststätten habe keine Umsatzverluste zur Folge: "Ireland's pubs report losing business over smoking ban", in: CBS vom 1. Juni 2004. Danach spricht die Vereinigung der Barbesitzer von Verlusten an Gästen. Donall O'Keeffe, der Geschäftsführer der Licensed Vintners Association (Berufsverband der Weinverkäufer in der Region Dublin), die mehr als 700 Pubs in Dublin präsentiert, spricht von einem Rückgang von 12 bis 15 Prozent seit der Einführung des Rauchverbots am 29. März 2004. Hingegen spricht Aiden McManus, Sprecher der Restaurant Association of Ireland davon, das Rauchverbot habe keine Auswirkungen auf Restaurants.

Ein Zitat aus der Zuschrift eines Lesers, der ein solches Rauchverbot vehement verficht, mag ich nicht vorenthalten:
"Abgesehen davon sind einzelne Geschäftsfelder die vielleicht Verluste vermelden zu vernachlässigen, da es ja auch nicht um die Stärkung einzelner Geschäftsfelder, sondern um den Arbeitnehmer- und Nichtraucherschutz geht."
Dies wird ein Unternehmer, der wegen eines solchen Rauchverbots pleite geht, wohl als zynisch empfinden.

Hingewiesen wurde ich darauf, man könne einzelne Betriebe vom Rauchverbot ausnehmen. Nun ja, das Problem ist dabei, daß in New York für diese Lizenzen erhebliche Gebühren verlangt werden. Man könnte fast den Eindruck gewinnnen, der fiskalische Sinn des Rauchverbots bestehe darin, in einem zweiten Schritt gegen hohe Gebühren wieder davon befreien zu können.

Darf ich polemisch werden? Wenn es zwar eine gesetzliche Norm eines Rauchverbots geben würde, es jedem Gastronomen aber freigestellt wäre, sich kostenlos davon befreien zu lassen, hätte ich wahrlich nichts gegen eine solche Norm. Es kann dann ja jeder entscheiden, wie er seine Gaststätte fuehrt, ob er als Arbeitnehmer dort arbeiten will oder als Gast ein solches Lokal aufsucht.

Zudem steht es jedem Verfechter eines Rauchverbots ja frei, eine Gaststättenkonzession zu beantragen und in seinem Lokal das Rauchen zu verbieten. Jedoch sind die wenigsten der vehementen Verfechter eines Rauchverbots bereit, dieses unternehmerische Risiko einzugehen. Vielleicht ist es einfacher, Verluste anderer zu vernachlässigen als eigene Risiken einzugehen und dabei Verluste zu akzeptieren.

Labels: , ,


Kommentare:
Hallo Gerhard,

ich habe einen Mann vor Ort. Mein Freund Sascha. Vorsichtshalber habe ich Ihm auch ein Weblog verpaßt. Zum Thema "Smoking ban" hat er vor einiger Zeit einen ganz brauchbaren Vorort-Bericht gepostet. http://www.masterplan24.de/fernie/archives/000139.html

Gruß
Marius (masterplan24.de/weblog)
 
Ein Gastronom sollte sich überlegen ob ein Raucher, der bei ihm rauchen darf, die ausbleibenden Kunden und unzufriedenen Gäste (90% der Nichtraucher wollen rauchfrei essen) ausgleichen kann. Ich denke nicht; zumal ein Gastronom 10, 40 oder 80% Raucher haben kann, was jedoch nicht impliziert dass diese drinnen (!) rauchen müssen, wo sie logischerweise andere Kunden abschrecken.

Und wenn selbst die großen britischen Ketten ein Rauchverbot fordern, die Rauchecken auf nur 20% der Flächen reduzieren wollten, und sagen, das ein Rauchverbot ansonsten kaum negative Auswirkungen auf die Umsätze hat, ist wohl alles klar.

Klar gibt es immer wieder ? insbesondere von Bierfirmen ? Leute die weismachen wollen, dass Rauchfreiheit Umsatzverluste bedeuten.

Bei einem Rauchverbot kommen absolut gesehen zumindest gleichviel Leute, wenn nichtmehr, die Umsätze pro Person steigen zudem, da nichtmehr nur Alkoholika, sondern zusätzlich Essen verkauft wird.

Eine reine Bierkneipe die nur Arbeiter, Alkoholiker und Raucher anzieht, dabei aber 70% der Bevölkerung, einkommensstarke, junge Familien und alle nicht rauchenden abschreckt und sie von der Einnahme von Mahlzeiten abhält, ist einfach nicht überlebensfähig.
 
Kommentar veröffentlichen