Gastgewerbe Gedankensplitter


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Dienstag, September 21, 2004

Alternativen zu Anzeigen.

Adelheid Andruschkewitsch schreibt per E-Mail:

"wir betreiben ein kleines Vollwert-Gourmet-Restaurant, liegen von der Verteilung der Tageszeitungen in einem Dreiländereck und haben bisher festgestellt, daß wir per Zeitungsanzeige kaum neue Gäste und auch unsere Stammgäste kaum erreichen. Mit Mailings per Mail und Post funktioniert es besser, aber damit erreiche ich nur die Stammgäste. Was kann ich ansonsten tun?"

Bernd Röthlingshöfer:

Setzen Sie auf Pressearbeit

Stoppen Sie Ihre Anzeigenwerbung. Versuchen Sie stattdessen über Presseberichte in der regionalen Presse auf sich aufmerksam zu machen.

Setzen Sie auf zielgruppengerechte Events>

Ein einfacher Weg in die Presse zu kommen geht über besondere Veranstaltungen in Ihrem Hause, neudeutsch "Events" genannt. Machen Sie solche Events zielgruppenspezifisch. Wie wäre es beispielsweise mit Literatur - kulinarischen Lesungen zu denen regionale Autoren präsentiert werden oder bei denen "kulinarische" Stellen der Weltliteratur gelesen werden? Vielleicht auch in Kooperation mit einem Buchhändler, der ihnen bei der Bewerbung solcher Veranstaltungen zusätzlich hilft. Sandra Lüpkes, eine Krimiautorin auf Juist macht solche Lesungen mit Erfolg im Juister Hof.

Suchen Sie Kooperationspartner
Anzeigen schaltet man ja, weil man hofft, die Tageszeitung würde die Werbung an den Kunden transportieren. Wer kann stattdessen Ihre Werbung zu "neuen" Kunden transportieren? Gibt es Kooperationspartner, die Ihre Werbung streuen können? Andere Unternehmen, Einrichtungen, vielleicht auch Lieferanten? Entwickeln Sie dafür einen kleinen Flyer oder einfach nur eine Kennenlernkarte.

Geben Sie den Kunden etwas mit

Was können Stammkunden bei Ihnen mitnehmen? Entwickeln Sie ein originelles Werbemittel, das man mitnimmt oder am liebsten sammelt. "Rezepte zum Mitgeben ? auf Bierdeckeln?"

Machen Sie etwas Bemerkenswertes

Gibt es etwas Einzigartiges in Ihrem Hause, über das jeder spricht. Ein lebender Haifisch im 10 Meter Aquarium, ein echter Picasso - das wäre passend, aber leider zu teuer. Hier in Konstanz eröffnete unlängst ein Restaurant, das sich einer "gesunden Küche" verschrieben hat. Es hat einen Wasserbrunnen installiert, an dem man sich Wasser kostenlos zapfen kann. So etwas merkt man sich und erzählt es weiter. Gemerkt habe ich mir auch die Spirituosenkarte in Schumanns Bar. Es gab keine! Stattdessen zog der Kellner ein kleines dickes Büchlein aus der Hosentasche, das ein paar hundert Drinks aufzählte. Und Herr Schoolmann erzählte mir gestern vom weltberühmten Riesenschnitzel der Figlmüllers in Wien - das Restaurant fehlt wohl in keinem Touristenführer.