Gastgewerbe Gedankensplitter


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Dienstag, September 07, 2004

Laffer-Effekt.

Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Arthur B. Laffer hat als erster einen im Grunde trivialen Zusammenhang zwischen der Höhe eines (Einkommen)-Steuersatzes und dem sich daraus ergebenden Steueraufkommen beschrieben. Sowohl wenn gar keine Steuer erhoben wird als auch wenn sich der Staat alles unter die Nägel zu reißen versucht, sinkt das Steueraufkommen auf null. Bei einem Steuersatz von null, weil der Staat auf das Aufkommen verzichtet. Bei einem Steuersatz von hundert Prozent, weil die Steuerpflichtigen auf die Erzielung von Einkommen verzichten, wenn der Staat ihnen sowieso alles wegnimmt. Dazwischen gibt es einen oder mehrere aufkommensmaximale Steuersätze.

Daraus ergibt sich der sogenannte "Laffer-Effekt". Befindet sich der Steuersatz auf einem aufkommensmaximalen Punkt oder ist bereits darüber hinweg, führen weitere Steuersatzerhöhungen zu sinkendem Steueraufkommen.

Daß dieser Effekt nicht nur ein Hirngespinst ist, sondern allzu gefräßigen Politikern teuer zu stehen kommen kann, hat dankenswerterweise die rot-grüne Bundesregierung experimentell bestätigt. Sie hat in den letzten Jahren die Tabaksteuer mehrfach, in Vorfreude auf die erfolgreiche Bestätigung des Laffer-Effekts letztens sogar mehrmals pro Jahr erhöht und bravourös den Laffer-Effekt nachgewiesen. Dummerweise fehlen nunmehr ein paar Milliarden im Bundeshaushalt. Jetzt bricht Rot-Grün das Experiment ab: "Rot-Grün will Tabaksteuer-Pläne kippen", in: Spiegel vom 7. September 2004.