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Dienstag, September 21, 2004

Leseprobe: Worauf es bei Logos ankommt.

Ein gutes Logo ist einfach

Ein gutes Logo muss binnen Sekundenbruchteilen vom Betrachter erkannt und wieder erkannt werden. Die verwendeten Schriften sind klar lesbar - auch aus größerer Entfernung. Sofern es sich um eine Bildmarke oder Wort-/Bildmarke handelt, weiß man auf den ersten Blick, was sie bedeutet. Komplizierte Formen, filigrane Bildelemente - das ist beim Logo tabu.
"Ein gutes Logo ist so einfach, dass man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann...!" (Prof. Kurt Weidemann)

Ein gutes Logo funktioniert überall
Farbig und in Schwarz-Weiß
auf Großflächen
in Daumennagelgröße
im Zeitungsdruck
im Internet
per Fax-Übermittlung
als ein- oder mehrfarbiger Stempel
als Folienbeschriftung

Ein gutes Logo ist einfarbig
Verwerfen Sie alle Logos, die aus zwei oder mehr Farben bestehen. Jede Druckfarbe kostet Sie später bares Geld. Ein Logo muss zuallererst in schwarz-weiß funktionieren - wenn Sie wollen auch in einer anderen Farbe. Erst dann können Sie sicher sein, es universell einsetzen zu können.

Finger weg von Sonderfarben
Beim herkömmlichen Druckverfahren werden alle Farben aus den vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz gemischt. Zusätzlich kann man im Offsetdruck Sonderfarben verwenden und so einen Farbton auf jeder Druckmaschine exakt treffen. Der Nachteil: Im für kleine Auflagen günstigen Digitaldruckverfahren gibt es diese Sonderfarben nicht, er baut einzig und allein auf den vier Grundfarben auf. Wenn Sie also ein farbiges Logo verwenden, dann achten Sie darauf, dass es aus der besagten 4-Farb-Skala erzeugt ist. Nur so können Sie über alle Drucksachen ein einheitliches Ergebnis ohne Farbschwankungen sicherstellen. Auch wenn es Ihnen originell und einzigartig erscheint, lassen Sie sich kein Logo in Elfenbein-Metallic oder anderen exotischen Farben entwerfen. Ein solches Logo lässt sich nicht reproduzieren. Oder haben Sie schon mal einen Stempelaufdruck mit Metallicfarbe gesehen?

Einfarbig ist nicht eintönig
Auch wenn Sie nur eine einzige Farbe, z. B. Schwarz verwenden, können Sie einen "mehrfarbigen" Eindruck erzielen. Denn jede im Vollton verwendete Farbe lässt sich aufrastern. Und das geht so:
100 Prozent schwarz = Vollton-Schwarz
80 Prozent schwarz = anthrazitgrau
60 Prozent schwarz = mausgrau
40 Prozent schwarz = hellgrau

Genauso können Sie mit jeder anderen Farbe diese Farbabstufungen erzielen; vom dunklen zum hellen Blau oder vom Rot zum Rosa. Das Schöne ist, wenn Sie später Ihr Logo drucken lassen, verwenden Sie mehrere Farbabstufungen, bezahlen aber nur eine Farbe.

Size does matter
Lassen Sie sich Ihr Logo in einer maximalen Breite von 4 cm präsentieren. Warum? Weil dies die kleinste Darstellungsform ist, in der Sie es verwenden sollten. Vielleicht wollen Sie in Kürze Anzeigen veröffentlichen? In Tageszeitungen beträgt die minimale Breite einer Anzeige 40 mm. Und da sollte Ihr Logo reinpassen. Betrachten Sie es aufmerksam. Ist es noch lesbar? Sofern es Bildelemente enthält: sind diese zur Unkenntlichkeit geschrumpft? Wenn ein Logo in dieser Größe nicht funktioniert, werfen Sie es sofort weg. Sie brauchen ein neues.

Der Fax-Test
Lassen Sie sich den Logo-Entwurf in der angegeben Größe von maximal 4 cm Breite präsentieren. Nehmen Sie den Entwurf und legen ihn ins Faxgerät. Achten Sie darauf, dass Ihr Faxgerät auf niedrigste Auflösung eingestellt ist. Dann drücken Sie die Kopiertaste. Betrachten Sie das Ergebnis Ihres gefaxten Logos. Sind Buchstaben oder Zeichen zu einem schwarzen Klecks verschmolzen? Dann kann dies für Abhilfe sorgen: Setzen Sie die Schrift etwas größer. Vergrößern Sie die Buchstabenabstände. Verwenden Sie eine dünnere Schrifttype. Fehlen Teile des Logos oder sind nur schwach erkennbar? Dann verwenden Sie dunklere Farben oder Volltonfarben. Lassen Sie die Konturen kräftiger zeichnen.