Gastgewerbe Gedankensplitter


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Donnerstag, September 30, 2004

Oesterreich: Kein Rauchverbot in Gaststaetten.

Der Kurier meldet, daß die österreichischen Kollegen von einem Rauchverbot in der Gastronomie verschont worden sind. Um die Form zu wahren, wurden sie von der Politik zu einer "freiwilligen Selbstverpflichtung" zur Schaffung von raucherfreien Zone verdonnert. Damit kann man leben oder auch sich den Hintern abwischen, je nach Gusto. Details siehe: "Rauchern geht es an den Kragen".

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... und wieder die Chance verpasst, dem Bedürfniss des Kunden gerecht zu werden, und die Zielgruppe von derzeitigen 20% ? den Rauchern ?, auf alle Bevölkerungsteile auszuweiten. So geht es natürlich weiter mit dem Kämpfen um die Existenz in der Gastronomie, und der Verwunderung warum nur so wenige die Gastschaften besuchen.

Andere Branchen lägen schon längst flach, würden Sie ihre Kunden so verschrecken wie die Gastronomie, die außer einer potentiellen Krebsgefahr und Rauchschwaden 50 Millionen deutschen Nichtrauchern nichts anbietet.

Während die Iren, die Norwegen, die Niederländer, die Amerikaner und viele mehr längst die Umsatzzuwächse durch kundenfreundliche, rauchfreie Örtlichkeiten, verbuchen konnten und Raucher und Nichtraucher zu Königen erklären, verzichten hiesige lieber auf Mehrkunden und Umsätze.

Aber Phillip Morris und die Gastronomen haben Recht: 50 Millionen Nichtraucher lieben es, und geben außergewöhnlich gerne Geld dafür aus, in einer Rauchathmosphäre zu speisen, zu trinken und sich wohlzufühlen, und mitzurauchen obwohl sie garnicht rauchen wollen. Logisch! Und durch die skandalösen Rauchverbote in U-Bahnen, in Opern, Kino's, Krankenhäusern und Flugzeugen gibt es natürlich keine Raucher die U-Bahn fahren, Opern besuchen, Kinofilme anschauen, ins Krankenhaus gehen und fliegen ? nein, klar, die bleiben alle weg, weil sie dort nicht rauchen dürfen!

Armes Deutschland, das so fahrlässig mit einer Wirtschaftsbranche umgeht, anstatt einfach Rauchzonen in entsprechenden Räumen für Raucher zu schaffen, und rauchfreie Räume für Nichtraucher, um wieder alle Kunden anzusprechen und die Umsätze wachsen zu lassen, anstatt ausschließlich Raucherzonen anzubieten.

Komisch, bei der Bahn gibts kleine, volle Raucherbereiche und große, volle Nichtraucherbereiche, und jeder kann frei wählen wohin er sich setzt ? aber in der Gastronomie sollen die Kunden ja nicht selber entscheiden dürfen in welchem Bereich sie sich wohler fühlen; dort lieben sie krebserregenden Rauch im Raucherabteil ihres Lieblingscafès ohne Nichtraucherabteil...
 
Zahl der Raucher in Italien sinkend
Drei Jahre nach In-Kraft-Treten eines Rauchverbots in Italien hat die italienische Regierung eine positive Bilanz des Gesetzes gezogen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind im Jahr 2007 sechs Prozent weniger Zigaretten als vor dem Inkrafttreten des Gesetzes verkauft worden. Die Zahl der Raucher ging von 23,9 Prozent auf 22,7 Prozent zurück.



Seit Anfang 2005 darf in Büro, Restaurants, Cafes und an anderen öffentlichen Orten nicht mehr geraucht werden. Verstöße gegen das Rauchverbot werden mit bis zu 275 Euro geahndet. Sind Schwangere oder Kinder unter zwölf Jahren in der Nähe, kann sich die Strafe für Raucher sogar verdoppeln.
Besitzer von Bars oder Restaurants müssen mit Bußgeldern bis zu 2.200 Euro rechnen, wenn sie bei Rauchern ein Auge zudrücken. Italien war mit diesem Gesetz Spitzenreiter im Kampf gegen das Rauchen in öffentlichen Orten.
 
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