Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, Oktober 21, 2004

Social Software.

Klaus Eck hat in der Computerwoche vom 12. August 2004 einen Artikel über openBC geschrieben, ein Networking-Tool, also ein Instrument Kontakte, zu pflegen und zu knüpfen: "Social Software verändert das Networking".

Die rund 100.000 Mitglieder von openBC sind zwar noch sehr IT-lastig, aber ich habe auch schon einige Manager von Brauereien, Getränke-Vertriebsfirmen oder Spiriuosenhersteller entdeckt. Unter den sonstigen Gastgewerblern trifft man im openBC noch überwiegend Mitarbeiter der großen Hotelketten und der Veranstaltungs-Gastronomie.

Simon Hengel, einem Redakteur von Akademie.de, verdanke ich den Hinweis auf ein weiteres, besonders Networking-Tool, den LunchClub Deutschland. Die Grundidee stammt aus den USA, wo im Jahre 2001 Jared Nissim den "Lunch Club New York" gegründet hat. Seine Idee als Freiberufler war es, nicht immer allein Essen zu müssen und mal aus dem Büro zu entfliehen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Die so ins Leben gerufene Institution hat einen unheimlichen Erfolg und es kamen neben der ursprünglichen Zielgruppe der Selbständigen und Freiberufler ebenso Angestellte wie Banker, Rechtsanwälte als auch Unternehmer. Neben der Zielsetzung des Aufbaus und der Pflege eines professionellen Netzwerkes, der den meisten Social-Software-Konzepten eigen ist, steht als Besonderheit der Aspekt des gemeinsamen Essens im Vordergrund.

Aus der Sicht eines Gastronomen mag es deshalb nicht nur um die eigene Beziehungspflege gehen, sondern evtl. auch darum, lokale LunchClub-Gruppen als Gäste ins eigene Restaurant zu holen. Diese LunchClub-Meetings finden in Gruppen bis maximal 20 Personen statt.

Neben diesen Essen im überschaubaren Kreise sind größere Veranstaltungen mit Kooperationspartnern wie Weinverkostungen, Zigarrenabende, Vorträge und Specialevents geplant. Zu größeren Runden sollen regelmäßig prominente Vertreter aus der Wirtschaft, der Politik sowie aus der Kultur bzw. des öffentlichen Lebens zu Vortägen gewonnen werden.

Die per Social Software zueinander findenden Netzwerke kommen im Ergebnis einigen Lesern sicherlich bekannt vor. Auch die Rotary-Clubs und Lions-Clubs dienen ja nicht nur gemeinnützigen Zwecken sondern auch der Anbahnung von Geschäftskontakten und ähneln insoweit den Wirtschaftsjunioren.

Kommentare:
Interessanterweise sind vor kurzem 10 Millionen US-Dollar Venture Capital an den Social Software-Anbieter LinkedIn gegangen. Die Investoren glauben an das Business-Modell des international ausgerichteten Social Networks.

LinkedIn zeigt nur die Zahl der Netzkontakte an, nicht aber, wer mit wem direkt in Beziehung steht. Wer eine bestimmte Person ansprechen will, muss dazu zunächst einige Hürden nehmen. Bei einer Anfrage ist eine Begründung für das Kontaktersuchen notwendig. Nur wenn sie die Kontaktmittler überzeugt, wird der Bittsteller an die gewünschte Person weitergereicht.

Gruß,
Klaus Eck
>> http://www.pr-blogger.de
 
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