Gastgewerbe Gedankensplitter


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Donnerstag, November 18, 2004

Auswirkungen von Rauchverboten auf die Gastronomie.

Es gibt mitterlweile eine Vielzahl von Studien über die Auswirkungen eines Rauchverbots in der Gastronomie auf die Umsätze. Eine kleine Auswahl:Siehe dazu auch frühere Beiträge: Mehr zum Thema Nichtrauchter-Gaststätten.

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Kommentare:
Auswirkungen? In einem Wort: Natürliche keine negativen.

Schon der logische Menschenverstand sagt, das Rauchfreiheit kein Umsatz kosten kann. Wie die Beispiele in New York, Südafrika und Australien gezeigt haben, gab es keinerlei negative Auswirkung, vielmehr Neukunden. Sogar der Chef der größten Pubkette Schottlands "Punch Taverns" sagt (The Scotsman, 12.11.04), dass das Rauchen in Pubs immer weniger Akzeptanz finde, und sie deshalb in den nächsten fünf Jahren auf nur noch 20% Rauchzonen herunterfahren wollten. Das Rauchverbot in Schottland forciere dies nun, die Pub-Betreiber sagen, die Auswirkungen seien nur unwesentlich. Ohnehin gäbe es bei 50% der Einrichtungen Gärten, in denen, die, die rauchen wollen, gehen könnten. Der Trend geht ohnehin weg vom "Bier-Pub", hin zum "Family-Pub", der für alle Schichten offen ist, und den Fokus vermehrt auf Essensangebote legt. Und da passenen verrauchte, krebserregende Räume und ein Salat oder ein Steak natürlich nicht zusammen.

Und natürlich verdient auch ein Pub z.B. an einer Familie, die isst, trinkt und länger bleibt, mehr, und ohne Rauchverbot nie gekommen wäre, deutlich mehr, als an einem, der den ganzen Abend an einer Schachtel Zigaretten zieht, und an einem Bier nippt.

Im übrigen geht es auch nicht darum ob rauchen, oder nicht rauchen. Jeder Raucher kann auch in Schottland demnächst soviel rauchen wie er möchte, natürlich nicht in geschlossenen Einrichtungen, wo Tabakrauch zunächst einmal die Gesundheit der Angestellten und Gäste massiv gefährdet und kaufkraftstarke Gruppen, Familien, alle Nichtraucher, abschreckt.

JEDER SOLLTE DIE WAHL HABEN wie er sich wohlfühlen möchte, und ob er rauchen möchte oder nicht. 60-70% wollen nicht mitrauchen, und wollen deswegen eine rauchfreie Gastronomie. Dass dies dennoch Rauchern ermöglichen kann zu rauchen, zeigen z.B. Maßnahmen abgetrennte Rauchzimmer einzurichten.

Man bedenke doch z.B. einmal den Effekt, einer Aufhebung des Rauchverbots in Kinos (Kinosaal). Massive Zuschauerrückgänge (Nichtraucher kämen nichtmehr) wären der Fall. Und mir ist kein Raucher bekannt, der jetzt NICHT ins Kino geht, weil er dort 90 Minuten lang nicht rauchen kann, und dort Rauchverbot herrscht. Er raucht einfach vorher und nachher. Folge ist, das Raucher wie Nichtraucher sich gleichermaßen wohlfühlen und einkehren; in der Gastronomie hingegen sorgt so das fehlende Rauchverbot (bzw. die fehlende Rauchfreiheit) dafür, dass sich nur Raucher angesprochen fühlen und sich wirklich wohlfühlen, und nicht rauchende Menschen entweder lieber ganz zuHause bleiben, kürzer bleiben, oder auf vermehrtes Geldausgaben für Essen lieber verzichten.

Natürlich wird seitens der Tabakkonzerne gerne über die Medien verbreitet, das Rauchverbote etwas mit Umsatzrückgängen zu tun hätten ? und natürlich nimmt dies die Dehoga auch gerne in den Mund, da ihr nicht an den Umsätzen der Gastronomen liegt, sondern an den Verkaufszahlen der Zigaretten.

Der Niedergang der dt. Gastronomie geht indes weiter, viele Gaststätten müssen schließen, die Umsätze sinken weiterhin ? auf der anderen Seite gibt es 60% der Bundesbürger die rauchfrei Essen oder Cafè trinken wollen, ihnen aber keine Angebote gemacht werden ? die Umsatzrückgänge also klar begründbar.

Würde jede andere Branche so füßetretend mit den eindeutigen Kundenwünschen (nach Rauchfreiheit) umgehen wie die dt. Gastronomie, wäre Deutschland schon 3. Welt-Land. Hinsichtlich der Gastronomie ist sie es auch. Und was selbst an der Einrichtung von kleinen Rauchecken (20% der Einrichtung) bei sonstiger, allgemeiner Rauchfreiheit so schwer ist, und nur 2 Schilder kostet, und Neukunden, und Umsatzuwächse bringt weil rauchende Menschen dort weiterhin rauchen können und Nichtraucher die nicht mitrauchen wollen, nicht rauchen müssen, und nun einkehren, und rauchfrei essen & trinken können, weiß ich auch nicht. Entwicklungsland Deutschland.

http://www.smokefreeliving.net/artikel_723.htm
 
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