Gastgewerbe Gedankensplitter


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Mittwoch, Dezember 08, 2004

Preisautonomie der Hoteliers.

Die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung berichtet über die Hoteliersversammlung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes: "Internet lässt Hotelpreise sinken". Vorstand Conrad Mayer habe beklagt, daß die durchschnittlichen Hotelpreise auch durch den wachsenden Einfluss des Internets auf das Hotelgeschäft beschleunigt sinken würden. Es werde befürchtet, "das Internet mit seiner 'totalen Information' sei "die größte Bedrohung für die Preisautonomie der Hoteliers". Ähnlich hatte schon die Wirtschaftswoche in ihrer Ausgabe vom 27. Februar 2002 bahauptet, das Internet habe in zweifacher Hinsicht Einfluss auf die Preisgestaltung: Es mache Preisunterschiede "gnadenlos" und weltweit transparent und zwinge damit zu dauerhaft niedrigen Preisen ("Das Internet im Marketingmix").

Nach meiner Meinung sind diese pauschalen Aussage falsch. Vielmehr ermöglicht das Internet interaktive Methoden der Preisfindung und -setzung, die eine viel intensivere Preisdifferenzierung erlauben bis hin zu quasi-individuellen Preisverhandlungen und Preisfestsetzungsmechnismen.

Der Preistransparenz kann begegnet werden durch:
  • eine bewußtere Kalkulation strategischer Produkte und Dienstleistungen, die zu einem Preisvergleich herangezogen werden
  • einem getrennten Ausweis von Zusatzleistungen
  • einer schnellen Reaktion auf Preisanpassungen der Wettbewerber.
  • einer Preisbündelung, um den Preisvergleich zu erschweren.
Mehr darüber in unserem Beitrag "Preisfindung im Internet".