Gastgewerbe Gedankensplitter


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Dienstag, Dezember 14, 2004

Produktionssteuerung in Fast-Food-Restaurants per Analyse des Stroms ankommender Gaeste.

Mario Scheuermann berichtet in seinem Blog Drink Tank über Schnellrestaurants in den USA, bei denen auf dem Dach des Restaurants eine Kamera montiert ist, mit der ankommende Fahrzeuge und Gäste vor dem Durchfahren des Drive-Through-Schalters bzw. dem Betreten des Lokals erfaßt werden, um einige Minuten Zeit zu gewinnen für die Burger-Zubereitung. Die Bestellprognose wird aus Datenbanken mit Informatioen über das Bestellverhalten abgeleitet: "Burger Watching". Er verweist auf den englischsprachigen Artikel "HyperActive Bob. New Technology Estimates Fast-Food Demand" von Charles Sheehan vom 8. September 2004, in: Mindfully.org.

Das System stammt von der HyperActive Technologies Inc. in Pittsbourgh, die sich mit der Entwicklung von Software zur Automatisierung von Schnellbedienungsrestaurants beschäftigt. Das System scannt ankommende Autos nach Typ und Nummernschild (wenn ich die knappen Ausagen richtig verstanden habe). Bei Fußgängern kann zwischen Erwachsenen und Kindern anhand der Größe unterschieden werden.

Herkömmlicherweise basiert die kurzfristige Produktionsplanung in Restaurants auf historischen Zahlen, gewonnen etwa aus Kassensystemen und daraus abgeleiteten Umsatzprognosen. In kleineren Restaurants vertraut man häufig auf die erfahrungsgestützte Intuition der Mitarbeiter bzw. Restaurantleiter, was wann gehen könnte.

Oder man setzt Produktionssysteme ein, bei denen die Zubereitung der Speisen von der Ausgabe entkoppelt wird. Solche Systeme verlangen aber platz- und energieaufwendige Lagerkapazitäten für zubereitete Speisen und widersprechen im Grunde der zunehmenden Erwartung vieler Gäste nach "frischen" oder "frisch zubereiteten" Speisen.