Gastgewerbe Gedankensplitter



Mittwoch, März 31, 2004

Ausbildungsplatzumlage.

Den Spruch "Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd's andere an" macht sich der Deutsche Städtetag zu eigen und fordert, die Kommunen sollten von der geplanten Ausbildungsplatzumlage ausgenommen werden: "Articus: Keine Ausbildungsplatzabgabe für Städte", in: Tiscali vom 31. März 2004. Dem kann ich mich nur anschließen. Ich werde kein Wort mehr gegen die Ausbildungsplatzumlage verlieren, sobald das Gastgewerbe von ihr ausgenommen wird.

Sonntag, März 28, 2004

Keyword Pagerank Finder.

Der Keyword Pagerank Finder ist ein Tool, um sich für beliebige Suchwörter Treffer von Google anzeigen zu lassen und deren Pagerank. (via "The Sitepoint Tribune Nr. 286 vom 26. März 2004"). Sie können dabei zwei Kritierien einstellen:
  • "pages depth" bedeutet die Anzahl der Links, die notwendig sind, von der Startseite einer Webspräsenz auf die jeweilige Seite zu gelangen. Die Voreinstellung "0" bewirkt, daß nur Startseiten von Internetpräsenzen in die Auswahl kommen, also solche Seiten, die der Webserver anzeigt, wenn man die URL der Domain selbst aufruft. Bei den am häufigst vorkommenden Apache-Servern ist die Datei index.html voreingestellt. Wählt man "1", werden alle Seiten berücksichitigt, die einen Link von der Startseite entfernt sind.
  • "Pagerank" begrenzt die Seiten, die angezeigt werden auf solche, deren Pagerank den eingestelten mindestens erreicht. Wenn man z.B. "5" eingibt, werden nur solche Seiten mit einem Pagerank 5 bis 10 angezeigt. Der Pagerank kann Werte zwischen 0 und 10 annehmen.
Probieren Sie dieses Werkzeug z.B. einmal aus für Suchwort "Gastgewerbe", einen deep path von "10". Sie sehen, daß nur zwei Webseiten den für dieses Suchwort maximalen Pagerank von "6" erreichen. Zum einen den Blog, den Sie gerade lesen, und zum anderen eine Seite des Open Directory Projects.

Ausbildungsplatzabgabe.

Der Spiegel berichte, so unter anderem die Aachener Zeitung vom 28. März 2004: "Auch Finanzministerium gegen Ausbildungsplatzabgabe", auch das Bundesfinanzministerium sei gegen die von dem SPD-Vorsitzenden Müntefering zur Ruhigstellung der SPD-Linken geplante Ausbildungsplatzabgabe. Die Unternehmen, die zuwenig ausbilden, müßten 2,6 Milliarden Euro zahlen, aber es würden nur 1,4 Milliarden Euro an diejenigen Firmen zurückfließen, die genügend Lehrlinge ausbilden.

Samstag, März 27, 2004

Servicezuschlag.

Wie würden Sie es als Gast empfinden, wenn Sie in einer Gaststätte ein Getränk oder eine Speise bestellen und die Bedienung verlangt zusätzlich zu dem Preis eine Servicegebühr? In Deutschland ist der Gastronomie so etwas gemäß der Preisangabenverordnung seit vielen Jahrzehnten verboten. Dies hindert die Lufthansa nicht daran, einen saftigen "Servicezuschlag" zu verlangen, wenn man bei ihr ein Flugticket kaufen will: "Lufthansa kassiert Zuschlag für Tickets", in: Tagesschau vom 27. März 2004. Da bin ich mal gespannt, wielange es dauert, bis solche "Servicezuschläge" auch bei Fahrkarten der Deutschen Bahn oder im kommunalen öffentllichen Personennahverkehr verlangt werden oder gar die Deutsche Post einen "Servicezuschlag" beim Briefmarkenkauf verlangt. Siehe dazu auch "Flugpreis muss vollständig angegeben sein", in: ARD Ratgeber Recht Nr. 6/2001.

Freitag, März 26, 2004

Thomas Hesele gewinnt einen Gourmand World Cookbook Award.

Manchmal wird dem Anbieter Book on Demand wie auch vergleichbaren Dienstleistern in den USA vorgeworfen, die fehlende Kontrolle durch einen Verlag führe zu einem vermehrten Ausstoß von Schund. In einem Interview des Spiegels vom 18. März 2004 entgegnet Pascal Zimmer von BOD: ""Wir drucken weniger Schund als andere". In der Tat verlegen bei Book on Demand nicht nur Autoren im Selbstverlag sondern auch Verlage nutzen diesen Service für Bücher mit kleinen Auflagen oder um vergriffene Bücher, die es nicht mehr lohnt, sie auf Papier neu aufzulegen, verfügbar zu halten, ohne daß Lagerhaltungskosten entstehen.

Daß man es als selbstverlegender Autor mit Hilfe von Book on Demand auch zu höchsten Ehren bringen kann, hat Thomas Hesele bewiesen. Sein Buch "Die Weinjahrgänge Spanien Portugal. Die Anbaugebiete seit 1970" wurde nominiert für den Gourmand World Cookbook Award. Dieser vom französischen Likörhersteller Eduard Cointreau initiierte Preis ist die international renommierteste Prämierung für Koch- und Weinbücher.

Thomas Hesele ist ein Weinliebhaber, der feststellen mußte, daß die übliche Weinliteratur wenig half, wenn er Weine im Supermärkten und Restaurants einschätzen wollte. Er begann, eigene Listen zu führen, die ansteller spezieller Weine und Winzer jeweils den Jahrgang einer Region (in Spanien gibt es allein 60 davon) nach einem Fünf-Sterne-System zu bewerten. Aus den Listen wurden Bücher und Heseles System überzeugt nun auch die Fachwelt.

Von dem selben Autor gibt es auch "Die Weinjahrgänge Deutschland, Österreich, Schweiz. Die Anbaugebiete seit 1970" und "Die spanischen Weinjahrgänge. Die D.O.-Anbaugebiete seit 1970. Handbuch".

Wer nun meint, die vergleichsweise günstigen Preise der meisten Bücher, die von BOD hergestellt werden, gingen zu Lasten des Gewinns des Autors, täuscht sich. Der Rohgewinn der Autoren beträgt im Durchschnitt 22 Prozent vom Ladenpreis. Daraus muß der Autor sein Honorar und eine eventuelle Vermarktung bezahlen (Quelle: BOD Aktuell, Ausgabe 14 vom März/April 2004 und eigene Recherchen).

Ausbildungsplatzabgabe.

Die Bundesregierung will für die Verwaltung der Ausbildungsplatzabgabe bis zu 900 Bürokraten beschäftigen und dafür bis zu 70 Millionen jährlich ausgeben: "Ausbildungsabgabe reißt Milliardenloch in Bundesetat", in: Tagesschau vom 26. März 2004.

Donnerstag, März 25, 2004

Chocolate Bar.

Im Oktober dieses Jahres soll das Buch "Chocolate Bar: Recipes and Entertaining Ideas For Living the Sweet Life" von den Gründern der New Yorker Chocolate Bar Matt Lewis und Alison Nelson erscheinen.

Matt Lewis begann sich nicht nur wie wohl alle Kinder in jungen Jahren für Schokolade zu interessieren, sondern behielt diese Passion auch als Erwachsener bei. Seine Mutter verwöhnte ihn als Siebenjährigen mit Schokolade zum Abendessen und und als Achtjährigen Schokolade zum Frühstück, ergänzt mit Erdnußbutter. Nach dem Abschluß eines Studiums an der Universität von Alabama zog er nach New York und arbeitete am Theater, als Verkäufer und im Webdesign. Doch dann brach seine Passion durch und er eröffnete mit seiner Partnerin Alison Nelson die "Chocolate Bar", um seine Leidenschaft für Schokolade zum Frühstück und zum Abendessen weiterzugeben.

Alison Nelson ist eine gebürtige New Yorkerin und steht auf Kaffee. Während ihrer Schulzeit bediente sie in New Yorker Coffee Shops wie 52 Irving, Zido's, Once Upon a Tart und Heaven. Im Jahre 2001 gründete sie den Event-Veranstalter Four little Sisters.

Die "Chocolate Bar" ist ein Süßwarenladen für Erwachsene mit weltstädtischem Luxus. Es gibt dort Süßigkeiten und Schokoladeriegel von Jacques Torres, Patrick Coston, Sweet Bliss und Garrison Confections, Eier Cream, Illy-Kaffee, Tees von Serendipitea, verschiedene Sorten von kalten und heißen Schokoladengetränken und Gebäck von den besten Bäckern der Stadt. Sie finden die "Chocolate Bar" seit Mai 2002 in der 48 Eighth Avenue zwischen Jane und Horatio streets in New York's West Village. (Quelle: Pressemitteilung des Verlages Workhouse Publicity).

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Weblogs als Instrument des Virus-Marketings.

Thomas Zorbach, den wir im September 2003 als Experten für Virus-Marketing vorgestellt haben, hat mehrere Weblogs für Karstadt aufgebaut, um eine Trendmarke "inscene" zu bewerben, z.B.Inscene Berlin. In einem Vortrag stellt er die Hintergründe vor. (PDF, in englischer Sprache, 1518 KB) (via Werbung mit kleinem Budget).

Siehe dazu auch unsere Artikel über "Viral-Marketing" und "Weblogs".

Ausbildungsplatzabgabe.

Das Bundesbildungsministerium warnt vor zu hohen Verwaltungskosten: "Ministerium rechnet mit Klagewelle durch Ausbildungsplatzabgabe", in: Netzeitung vom 24. März 2004. Siehe dazu auch unseren Beitrag "Argumente gegen die geplante Ausbildungsabgabe" vom 7. November 2003 (laufend aktualisiert).

Meine Meinung: 5.000 Zöllner sind nicht in der Lage sind, Schwarzarbeit allein in der Baubranche aufzudecken. Ein dichtes Netz an Finanzämtern ist nicht in der Lage, Steuern ordnungsgemäß einzutreiben. Wieviele Sesselfurzer braucht man dann, um Hunderttausende von Unternehmen anzuschreiben, nicht eingehende Formulare nachzufordern, die Angaben formal und inhaltlich zu prüfen, nachzuhaken, wenn Angaben fehlen oder offensichtlich falsch sind, Beschwerden zu beantworten, vor Gericht zu ziehen und Gelder abzukassieren? Und das jedes Jahr aufs Neue.

Das Bundesbildungsministerium spricht von 347.000 Unternehmen mit mehr als zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Meines Erachtens verkennt man dabei die Problematik überhaupt erst einmal gerichtsverwertbar festzustellen, welche Unternehmen ab zehn sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter beschäftigen, also umlagepflichtig sind.

Ich möchte in diesem Zusammenhang nur daran erinnern, daß der Gesetzgeber vor wenigen Jahren beschlossen hatte, die Unternehmen müßten das Kindergeld auszahlen. Auch wir waren verpflichtet gewesen, das Kindergeld auszuzahlen, haben uns aber wie fast alle Unternehmen schlichtweg geweigert und die Mitarbeiter aufgefordert, sich das Geld weiterhin von der Kindergeldstelle des Arbeitsamtes auszahlen zu lassen. Mit dem Steuerentlastungssgesetz vom 19.12.1998 mußte § 73 EStG (Arbeitgeber muß mit dem Lohn das Kindergeld auszahlen und kann es sich erst innerhalb der Lohnsteuer-Anmeldung zurückholen) klang- und sanglos wieder aufgehoben werden. Die meisten Unternehmen hatten diesen Neuregelung einfach ignoriert.

Eine farblose Fluessigkeit, die schwarz wird, wenn man sein Gesicht darin waescht (Mickey Mouse).

Im Cluetrain-Manifest lautet die 12. These: "Die Menschen in vernetzten Märkten haben begriffen, daß sie durchschauen was gespielt wird und, daß sie sich aufeinander besser verlassen können als auf die Anbieter. Das ist das Ende des Firmengeschwätzes über den Mehrwert ihrer Waren."

Coca Cola ist so nett gewesen, ein anschauliches Beispiel zu liefern: "Dosani-Gau: Coca-Cola kippt Verkauf in Europa", in: Spiegel vom 24. März 2004.

Siehe zur Firmengeschichte von Coca-Cola auch "Wie die Weltmarke Coca-Cola entstand" vom 4. November 2003.

Ruf doch mal an.

Akademie.de stellt heute eine komfortable alternative Online-Telefonauskunft und das Software-Paket "Kleingründungen 1.0" des Bundeswirtschaftsministerium vor.

Taucher im Hotel.

Ungewöhnliche Hotels haben auch ungewöhnliche Mitarbeiter, z.B. einen Taucher: "Der Fischmopp" von Katja Schmidt, in: Die Zeit vom 24. März 2004. Über die Eröffnung des Hotels Radisson SAS in Berlin hatten wir schon berichtet: Attraktionen vom 8. März 2004.

Mittwoch, März 24, 2004

Speisekarten on demand.

Schon seit einiger Zeit gehe ich mit der Idee schwanger, Speisekarten als Book on Demand zu drucken. Beim deutschen Anbieter Bod.de stört mich etwas, daß die Mindestseitenzahl recht groß ist, was ziemlich unpraktisch ist, weil Gäste dann zu lange blättern (müssen). Dann gibt es entweder Verzögerungen beim Bestellvorgang oder die Gäste bestellen ohne Nachzuschauen irgendetwas, von dem sie annehmen, vermuten oder wissen, daß es angeboten wird. So schwindet die Chance, neue oder außergewöhnliche Produkte zu verkaufen.

Beim amerikanischen Book-on-Demand-Anbieter Trafford kann man zwar ab 16 Seiten farbig drucken lassen, aber bedingt durch den Vierfarbendruck nicht gerade zu niedrigen Kosten.

Ein anderer amerikanischer Anbieter ist Cafepress, der Book-on-Demand (Cafe Press Publishing) als ein Produkt unter vielen als Teil ihrer Merchandising-Shop-Lösung anbietet. Wir haben darüber bereits berichtet: "Individuelle Eiskarten" vom 29. November 2003.

Warum in Bars viel geraucht wird.

Warum wird in Gaststätten viel geraucht? Bild der Wissenschaft berichtet über Forschungsergebnisse von Jed Rose von der Duke-Universität in Durham und seine Kollegen in der Fachzeitschrift "Nicotine and Tobacco Research": "Warum Bars so oft verräuchert sind" vom 24. März 2004.

Vielleicht erklären diese Erkenntnisse, warum es so wenige Nichtraucher-Gaststätten gibt, obwohl viele Nichtraucher sie verbal bevorzugen, und warum das Rauchverbot z.B. in New Yorker Gaststätten zu starken Umsatzeinbrüchen geführt hat. Siehe dazu einen früheren Beitrag vom Mai 2003.

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Dienstag, März 23, 2004

Ausbildungsplatzabgabe: SPD-Bundestagsabgeordneter dagegen.

Auf einer Podiumsdissionsveranstaltung in Moers sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuß für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Grotthaus, es werde für das Gastgewerbe keine Ausbildungsplatzabgabe geben ("Diskussion mit Politikern: Weit weg von Reformen", in: ehemalige.org vom 11. März 2004). Wobei sich mir die Frage stellt, ob dieser Abgeordnete zu dem steht, was er gesagt hat, oder ein Weichei ist, das umfällt. Die namentliche Abstimmung im Bundestag wird es zeigen. Zumal Grotthaus sich am 4. Dezember 2003 für die Ausbildungsplatzabgabe ausgesprochen hat: "Ausbildungumlage doppelt wirksam". Hat er in den Wochen vom Dezember 2003 bis zum März 2004 dazugelernt oder redet er seinem jeweiligen Publikum nach dem Munde?

Michel, Alster, Oje.

Das Landgericht Hamburg hat Google.de die Verwendung von Thumbnails von Fotos einer Nachrichtenagentur auf Google News untersagt: "LG Hamburg. Urteil vom 05.09.2003. 308 O 449/03. Thumbnails. JurPC Web-Dok. 146/2004 (via Netbib). Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Wenn man bedenkt, wie sehr sich andere darum bemühen, von Google indiziert und als Suchtreffer auf möglichst vorderen Plätzen angezeigt zu werden, ist es schon ungemein clever, Google zu verklagen, aus deren Datenbank geschmissen zu werden.

Nicht betroffen von dem Urteil sind meines Erachtens verkleinerte Darstellungen von Webseiten (insoweit ist der Ausdruck "Thumbnails" im Urteil irreführend). Siehe dazu unseren Beitrag über "Thumbshots" vom 12. Januar 2004.

Weblogs fuer Anbieter touristischer Dienstleistungen.

Wie gestern von mir festgestellt ("Holiday Blogging"), werden Weblogs von Anbietern touristischer Dienstleistungen noch kaum eingesetzt. Vielleicht ist da ein Seminar im Bereich Tourismuswirtschaft der Fachhochschule Heilbronn förderlich, in dem Martin Röll einen Vortrag über Weblogs gehalten hat und in dem ein Weblog zum Tourimus aufgesetzt werden soll. Das wäre doch mal auch eine gute Idee für andere Schulen für das Gastgewerbe bzw. für Tourismus.

Martin Röll hat in seinem Vortrag auch auf zwei "touristische Blogs" hingewiesen, die mir neu sind:
  • Der Reise Weblog von Michaela Glemser. Sie ist als Journalistin und PR-Beraterin tätig und habe sich mit ihrem Redaktionsbüro Wortspiel auf das Ressort "Tourismus" spezialisiert.
  • STIPvisiten von Ulrich van Stipriaan aus Dresden. Siehe über ihn ein früheres Posting" vom 24. Mai 2003.
Beide Blogs sind im Februar dieses Jahres gestartet.

Auslaendische Gaeste bevorzugen groessere Thueringer Staedte.

Bei ihren Aufenthalten in Thüringen besuchen Gäste aus dem Ausland vor allem die großen Städte. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg im Jahr 2003 fast die Hälfte (49,4 Prozent) aller ausländischen Gäste in Beherbergungsbetrieben mit neun und mehr Betten in Erfurt, Gera, Jena und Weimar ab. Auf Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern entfiel hingegen thüringenweit lediglich ein Viertel (25,1 Prozent) der Ankünfte dieser Gästegruppe.

Damit bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Reisegewohnheiten ausländischer und inländischer Gäste. Letztere bevorzugen in weit stärkerem Maße die kleineren Gemeinden Thüringens. Mehr als die Hälfte (50,2 Prozent) aller Ankünfte von inländischen Gästen wurden im Jahr 2003 in Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern registriert. Auf Städte mit mehr als 50 000 Einwohnern entfiel dagegen nur ein knappes Viertel (24,7 Prozent) der Ankünfte inländischer Gäste. (Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik).

Ausbildungsplatzabgabe.

Dr. Johannes Rux von der Fernuniversität Hagen hat ein interessantes Papier zum Thema "Chancen und Möglichkeiten der gesetzlichen Verankerung eines Ausbildungsanspruchs" (PDF) online gestellt. Eine solche Abgabe müsse nach dem tatsächlichen Bedarf der Unternehmen nach qualifizierten Arbeitskräften bemessen werden.

Ich schließe daraus, daß keine Rolle spielen darf, wieviele eine Berufsausbildung nachfragen. Damit ist der Ansatzpunkt der geplanten Ausbildungsabgabe, da die Nachfrage nach Ausbidungsplätzen das Angebot übersteigt, solle diese Lücke geschlossen werden, obsolet.

Auf den neuen Blog staatsrecht.info von Dr. Johannes Rux wurde ich aufmerksam per Law Blog.

Post mortem.

Janko Tietz überblickt die Pleitewelle in der deutschen Spitzengastronomie: "Deutschlands Gastro-Sterne verglühen", in: Spiegel vom 22. März 2004.

Ausbildungsplatzabgabe.

Der Bund will sich selbst weitestgehend vor der Zahlung der geplanten Ausbildungsplatzabgabe drücken. Im Gesetzesentwurf der Bildungsbildungsministerin Bulmahn ist vorgesehen, daß Beamte bei der Berechnung der Arbeitsplätze, für die eine Ausbildungsplatzabgabe gezahlt werden soll, draußen vor bleiben: "SPD will nachbessern", in: Spiegel vom 23. März 2004.

Geschont würden damit auch die bundeseigenen Unternehmen wie die Telekom AG und Deutsche Post aber auch die personalkostenintensiven Länderhaushalte mit zahlreichen Beamten etwa bei der Polizei, in Schulen und Hochschulen und in geringerem Umfange die Kommunen. Bund und Länder gehören jetzt schon zu den Arbeitgebern, die am wenigsten ausbilden.

Montag, März 22, 2004

Holiday Blogging.

Robert Basic, den Leser dieses Blogs vermutlich bereits kennen (er ist Mitglied der Wirtschaftsjunioren Frankfurt am Main und schreibt regelmäßig im MEX Blog) wirft am 8. April 2004 in München zusammen mit Silke Schümann einen Blick in die Welt des touristischen Bloggens. Ihren Vortrag zum Thema "Holiday Blogging (Arbeitstitel)" halten sie im Rahmen einer Veranstaltung von Content Bizz (Förderkreis IT- und Medien Wirtschaft München) mit dem Titel "Weblogs: 'Wie sehen die Geschäftsmodelle aus?'".

Robert Basic schreibt dazu: "Tourismus und Blogging stellt eine ideale Kombination dar: Fun, Freizeit, Erlebnisse, Kennenlernen, Erinnern. Wo erlebt man das im Reellen intensiver als im Urlaub? Und wo erlebt man dies im Virtuellen eindrucksvoller als beim Bloggen? In einem hypothetischen Business Case werden die Vorteile sowohl für die Touristen, potenziellen Kunden als auch für den touristischen Anbieter aufgezeigt. Darüber hinaus werden Konzepte aufgezeigt, wie Telco Anbieter über virale Marketingansätze eigene Services und Produkte in einem Tourismus Blog hervorragend multiplizieren können. Denn: Business und Blogs schliessen Vergnügen und Entspannung nicht aus. Ein ideales Segment für Unternehmen, Blogs für sich zu entdecken und zu nutzen." (via MEX Blog).

Allzu viele Beispiele für touristische Blogs gibt es ja noch nicht oder entziehen sich meiner Kenntnis: Daneben gibt es ein paar Blogs, die sich mit Tourismus beschäftigen, ohne eine Destination oder ein Objekt zu thematisieren:

Elektronische Speisekarten.

Die Vision, Zeitungspapier könne von "elektronischem Papier" in nennenswertem Umfange ersetzt werden, scheitert wohl noch lange am Kostenvorteil von herkömmlichem Papier. Naheliegendere Einsatzgebiete von "elektronischem Papier" sind Displays. Monitore sind zur ständigen Anzeige wechselnder Informationen (etwa von Angeboten in Gaststätten) meist zu voluminös (dies gilt auch für Flachbildschirme), verbrauchen zuviel Energie und müssen wegen der notwendigen Verdrahtung aufwendig und unflexibel installiert werden.

Von der amerikanischen Xerox-Tochter Gyricon ist seit kurzem ein Produkt erhältlich, das schwarz-weiß Texte und Bilder anzeigen kann, kontrastreich und mit ausreichender Auflösung (300 dpi, das ist viermal so gut wie auf einem PC-Monitor). Die angezeigten Informationen können direkt am Gerät oder per Funk eingegeben werden. Siehe dazu einen Artikel im Handelsblatt vom 22. März 2004: "Elektronisches Papier ist marktreif" (via Speisekarten-seite.de). So richtig interessant werden solche Lösungen wohl erst, wenn elektronisches Papier farbliche Darstellungen erlaubt.

Siehe zum Thema "Elektronisches Papier" auch einen Lexikon-Artikel der Gesellschaft für Informatik e.V.

Sonntag, März 21, 2004

Pizza-Quiz.

PapaMurphy's, ein amerikanische Pizza-Franchisegeber, bietet ein lehrreiches Pizza-Quiz. Es ist angeblich für Kids gedacht, vermittelt aber auch gestandenen deutschen Gastronomen zahlreiche statistische Informationen über den amerikanischen Pizza-Markt, z.B. wie oft im Jahr eine amerikanische Familie Pizza ißt.

Samstag, März 20, 2004

Reform des Rechtsberatungsgesetzes.

Allzu häufig kann ich Ratsuchenden in unserer Mailingliste Gastro-Einsteiger keinen Rat geben, weil die Fragen zu konkret sind und rechtliche Fragen betreffen, so daß ich als Nichtjurist (Diplom-Volkswirt) keinen Rat geben darf, weil ich mich sonst strafbar machen würde.

Die ursprüngliche Intention des nationalsozialistischen Rechtsberatungsgesetzes ist es gewesen, jüdischen Anwälten, denen im Rahmen der Nürnberger Gesetze Berufsverbot erteilt worden ist, die Chance zu nehmen, auch ohne Zulassung ihren (jüdischen) Mitbürger beratend zur Seite zu stehen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die unselige Lobby der zahlreichen, meist unterbeschäftigen Anwälte hat es aber über Jahrzehnte verstanden, eine Abschaffung dieses faschistischen Gesetzes zu verhindern, um sich unliebsame Konkurrenz vom Halse zu halten.

Für Mitte 2004 ist ein Gesetzesentwurf angekündigt, mit dem das faschistische Beratungsmonopol - 60 Jahre nach Kriegsende! - endlich abgeschafft werden. Siehe dazu "Regierung lockert Monopol der Anwälte", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. März 2004. (via advobLAWg).

Damit wir uns nicht mißverstehen. Ich würde als Nichtjurist in konkreten und juristischen Angelegenheiten auch nach einem Relaunch des Rechtsberatungsgesetzes keinen Rat erteilen. Nervig ist es jedoch, ständig abwägen zu müssen, wo endet ein betriebswirtschaftlicher und beginnt ein juristischer Rat, und dabei immer befürchten zu müssen, daß irgendein unterbeschäftigter Anwalt Zeit findet, mit einer Abmahnung zu nerven.

Ausbildungsplatzumlage.

Laut einer Meldung der Netzeitung vom 20. März 2004 ("Bis zu 7500 Euro Prämie für eine Lehrstelle") bleiben Unternehmen, die weniger als zehn sozialversicherungspflichtige Beschäftigte haben, von der geplanten Ausbildungsplatzumlage ausgenommen.

Falls in Ihrem Unternehmen knapp über zehn Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, Sie niemand ausbilden oder ausbilden wollen und keine Lust haben, eine Ausbildungsumlage zu zahlen, sollten Sie schauen, daß Sie die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter zehn drücken. Was kann man tun?
  • den Betrieb aufspalten, z.B. vorbereitende Arbeiten auslagern (etwa in eine selbständige Zentralküche).
  • im Rahmen der natürlichen Fluktuation sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse durch geringfügig Beschäftigte ersetzen,
  • mit sozialversicherungspflichtig Teilzeitbeschäftigten über eine Verringerung der Stundenzahl und der Bruttolohnsumme reden, damit aus diesen Beschäftigungsverhältnissen geringfügige werden. Die verringerte Arbeitskapazität kann ja durch Überstunden ausgeglichen werden.
  • den Anteil von Convenience-Produkten erhöhen und damit einen Teil der Arbeiten, die bisher im eigenen Betrieb erledigt worden sind, auslagern.
  • Mitarbeiter motivieren sich selbständig zu machen und als Subunternehmer zu arbeiten.

RSS-Feeds von gastgewerblichen Objekten.

Gastgewerbliche Objekte in Deutschland, die auf ihren Websites ein Weblog anbieten oder die Website als Weblog gestalten und einen RSS-Feed anbieten, gibt es noch wenige. Neben den zwei von mir verantworteten Sites (Café Abseits und Ferienwohnung Nahe Bingen) kenne ich (bislang) nur das Sportcafe Carambolage in Stuttgart am Feuersee.

Wo jetzt sogar schon die gemeinhin lahmarschige Bundesregierung RSS-Feeds anbietet, wäre es an der Zeit, daß die Kollegen aufwachen und diese Möglichkeit nutzen.

Amerikanische Getraenkefachzeitschriften.

Das Cheers Magazine der Adam Beverage Group mit Sitz in Connecticut thematisiert Getränke aus der Sicht der Gastronomie. Die Inhalte der aktuellen Ausgabe und aller früheren Ausgaben seit 1998 sind online frei zugänglich. Cheers ist Teil der Website BeverageNet, die drei Industrieveröffentlichungen vereinigt
  • Cheers,
  • Beverage & Food Dynamics, ein Magazin für die Getränkewirtschaft,
  • Stateways, einen jährlichen Überblicksreport über Verkaufsvolumen, Umsätze und andere Statistiken).

Diskothek ersteigern.

Im Januar habe ich mich darüber ausgelassen, welche Gründe jemanden bewegen könnten, ein ganzes Restaurant in Bamberg per eBay anzubieten ("Bamberger Restaurant wird auf eBay versteigert"). Jetzt kann man eine Diskothek nahe München ersteigern (noch eine gute Stunde lang).

Freitag, März 19, 2004

KPMG-Analyse: Hotelbuchung ueber das Internet oft billiger.

Indirekte Hotelbuchungen über Reiseportale im Internet oder - bei Geschäftsreisen - über das Firmen-Reisebüro sind häufig billiger als die Reservierung direkt beim Hotel oder über dessen Webseite. Das hat eine Untersuchung von KPMG bei rund 400 Hotels in 13 Ländern, darunter 18 in Deutschland, ergeben. Für den "Global Hotel Distribution Survey 2004" wurden die Preise für ein Einzelzimmer erfragt über direkte und indirekte Verkaufskanäle (Anruf beim Hotel, zentrale Hotelreservierung, Hotel-Website, Online-Portale und Firmen-Reisebüros). Verglichen wurden die – je nach Buchungskanal zum Teil stark differierenden – Preisangaben für ein Einzelzimmer. In 98 Prozent aller Fälle wurde – je nach Buchungsmethode – für ein und dasselbe Zimmer ein unterschiedlicher Preis genannt. Mit dem günstigsten Angebot ließ sich durchschnittlich die Hälfte des Übernachtungspreises sparen. Überraschend: Selbst bei Direktbuchungen war die Preisauskunft des Hotels, seiner zentralen Reservierungsabteilung und der Hotel-Webseite nur in 15 Prozent der Fälle einheitlich.

Weitere Ergebnisse der Analyse:
  • Die günstigsten Angebote über das Internet erhalten Reisende besonders oft, die in Großbritannien, Spanien und Frankreich auf Zimmersuche sind: Hier war in 58, 57 bzw. 54 Prozent der Fälle das Onlineangebot das preiswerteste. In Deutschland war das bei 37 Prozent der Fall.
  • Die Differenz zwischen dem jeweils günstigsten Angebot und dem Durchschnittspreis aller Offerten variiert je nach Region: Sie betrug in Westeuropa 75 Prozent und in den USA 36 Prozent. In Deutschland beträgt sie 51 Prozent.
  • Hotel-Webseiten in Kanada und den USA schneiden in puncto Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit am besten ab.
Wolf Alexander von Waldthausen, Manager im Bereich Travel, Leisure, Tourism bei KPMG: "Die Direktbuchung ist aus Sicht des Hotels die einfachste Steuerungsmöglichkeit. Wenn aber Dritte dasselbe Zimmer preiswerter anbieten, werden Reisende künftig verstärkt auf indirekte Buchungskanäle zurückgreifen. Die Hotels sollten über ‚Best Price’-Garantien nachdenken, um diesen Trend umzukehren." (Quelle: Pressemitteilung der KPMG).

Pickende Moewe.

Wissen Sie, wie Ueli Prager 1946 auf den Namen "Mövenpick" gekommen ist, als er sein erstes Restaurant in Zürich eröffnet hat? Das Markenlexikon verrät es Ihnen. (via Werbeblogger).

Mehr über Namen gastronomischer Objekte.

Steueramnesie.

Die Phantasie der Steuernichtzahler und ihrer Berater ist größer als sich das der gemeine Finanzminister ausmalen kann. So werden, um die Vorteile des Steueramnestiegesetzes zu nutzen (weniger Steuern zahlen zu müssen als bei einer korrekten Steuererklärung), absichtlich falsche Steuererklärungen abgegeben und dann behauptet, man habe Steuern hinterziehen wollen, nur um in den Genuß des Steueramnestiegesetzes zu kommen. Siehe dazu: "Steueramnestie bringt Eichel nicht die erhofften Milliarden-Einnahmen", in: Netzeitung vom 19. März 2004.

Solche diffizilen Verfahren können sich nur solche Steuerzahler leisten, bei denen dabei die Kosten für Berater herausspringen. Von den Bürgern, die ihr Geld bereits ins Ausland gebracht haben, lassen sich hingegen kaum welche dazu bewegen, das Steueramnestiegesetz in Anspruch zu nehmen, da keiner weiß, wie die Steuerpolitik in den nächsten Jahren aussehen wird. Finanzminister Hans Eichel wird wohl noch vor dem 13. Juni (Europawahl sowie Landtagswahl in Thüringen und Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Sachsen) abgesetzt. Nachfolger von Hans Eichel wird vermutlich der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin oder Ingrid Matthäus-Maier, die von der SPD seit dem 1.7.1999 als Vorstand der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau versorgt wird, weil sie sauer gewesen ist, nicht Nachfolgerin von Oskar Lafontaine zu werden, sondern trotz ihrer besseren Qualifikation den Posten des Finanzminsters Hans Eichel überlassen mußte, der von den hessischen Wählern aus dem Amt des Ministerpräsidenten gejagt worden war. Für Sarrazin spricht, daß die Berliner SPD dann wieder das machen könnte, was sie am besten kann: Schulden.

Sherry.

In der Fachzeitschrift Journal of the Science of Food and Agriculture berichten Juan Guerrero u.a. von der Universität von Sevilla über die positive Wirkung von Sherry auf die Blutfettwerte von Versuchstieren (via "Ein Gläschen Sherry in Ehren sollte niemand verwehren"), in: Bild der Wissenschaft vom 19. März 2004.

Mehr über Sherry:
  • Der Sherry-Markt ist seit 1994 im Lebensmitteleinzelhandel rückläufig, in der Gatronomie und im Fachhandel auf niedrigem Niveau stabil. Ein Grund liegt darin, daß vor einigen Jahren die Steuern auf Sherry, Portwein und Wermut erhöht worden sind und deshalb vagabundierende Alkoholiker ("Wermutbrüder") auf andere Produkte umgestiegen sind - zuerst auf Dosenbier und seit dem Dosenpfand auf Rotwein.
  • Insbesondere um die Weihnachtszeit erfreuen sich Produkte im oberen Preisbereich einer gewissen Beliebtheit.
  • Die spanischen Erzeuger versuchen vor allem mit Öffentlichkeitsarbeit, jüngeren Verbrauchern Warenkenntnisse zu vermitteln. Seit Mitte September 1999 ist die Sherry-Info.de online.
  • Werblich tritt nennenswert allein Sandeman in Erscheinung. Seit März 2000 ist auch Osborne online, ebenfalls mit vielen Infos über Sherry.
  • Hinsichtlich der Geschmacksrichtungen dominieren halbtrockene, gefolgt von süßen und trockenen Sherrys.
  • Ein wenig wurde Sherry wiederbelebt in Objekten der Szene-Gastronomie, die auf spanisch getrimmt worden sind, sogenannten Tapas-Bars.
Persönlich ziehe ich Pineau des Charentes vor, ein Mischung aus Cognac und weißem oder rotem Traubensaft, oder einen alten, weißen Port, falls weit und breit kein Bockbier aufzutreiben ist.

Strukturdaten von Bundeslaendern, Kreisen und kreisfreien Staedten.

Der Bundeswahlleiter hat Strukturdaten von Bundesländern, Kreisen und kreisfreien Städten online gestellt. Solche Daten werden z.B. benötigt zur Standortwahl gastgewerblicher Betriebe.

Amazon erweitert sein Sortiment um Produkte fuer Haus und Garten.

Unser Partner Amazon.de hat sein Angebot noch mehr erweitert. Jetzt gibt es auch Produkte für Garten und Freizeit, z.B. Grills:


Donnerstag, März 18, 2004

Ausbildungsplatzumlage.

Daß die Bildungsministerin Edelgard Bulmahn ihren Entwurf zur Ausbildungsumlage ausgerechnet morgen vorlegen will, ist kein Zufall. Am Sonntag steht die Wahl Münteferings zum SPD-Vorsitzenden an und da soll die SPD-Linke vorab gnädig gestimmt werden. Zugleich stellt der spätestmögliche Vorlagetermin (ursprünglich sollte der Gesetzesentwurf bereits Anfang März vorgelegt) eine Versicherung dar gegen eine substantielle, detaillierte Kritik des Entwurfs vor dem Parteitag. Die wenigsten Wissenschaftler und Verbandsfunktionäre werden sich das Wochenende mit der Lektüre dieses Gesetzesentwurf versauen wollen.

Doch auch schon die bekannt gewordenen, groben Linien des Entwurfs lassen die Wellen hochschlagen. So dämmert es den Kommunen, daß ein großer Teil der Milliarden, die umverteilt werden sollen, ihnen abgepresst würden. Millionen aus den Stadtsäckeln würden in volkswirtschaftlich aberwitzige Ausbildungen von Friseusen, Arzthelferinnen und Kfz-Ersatzteile-Austauschern in Mecklen-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg wandern, deren Absolventen dort wie auch woanders niemand brauchen kann. Siehe dazu Städtetag lehnt Ausbildungsquote für Kommunen ab", in: Netzeitung vom 18. März 2004.

Kleine Service-Innovationen.

Die Kinokette Cinestar der Kieft & Kieft Filmtheater GmbH bietet ab sofort den neuen Service print@home. Man kann Kinoeintrittskarten online kaufen (die Plätze aussuchen und reservieren) und die Karten selbst ausdrucken. So erspart man sich das Schlangestehen an der Kinokasse. Der Preis wird per Lastschrift abgebucht oder mit der Kreditkarte bezahlt. In einer Einführungsphase gibt es bei Vorlage des Coupons eine mittlere Tüte Popcorn und ein Soft-Getränk (0,5l) zum Sonderpreis von 4,20 Euro. Weniger erfreulich ist, dass beim Online-Kauf der Tickets eine Vorverkaufsgebühr von 10% des Kartenpreises berechnet wird. Auch kann man Preisermäßigungen wie das Sterneticket nicht nutzen. Ich hätte eigentlich bei einem Service, der Kassenpersonal einspart, eine Preisermäßigung erwartet, zumal ja evtl. noch Bankgebühren beim Kunden anfallen.

Joska Crystal Erlebniswelt.

Die Joska Crystal-Erlebniswelt im bayerischen Bodenmais erhielt 2004 den Bayerischen Innovationspreis in der Kategorie "Familienurlaub". Das gastronomische Angebot besteht aus einem Erlebnisrestaurant mit 500 Sitzplätzen und einem Biergarten. In einer großen gläsernen Destille wird Bärwurz gebrannt, eine Spirituosenspezialität im Bayerischen Wald.

Das preisgekrönte Angebotspaket GasterlebnisWochen kombiniert geschickt und kinderfreundlich gastgewerbliche Angebote mit Erlebniselementen
  • Ein Saftempfang in der Joska Kristallwelt und die anschließende Führung vermittelt das Thema Glas familiengerecht. Eine Rätselrallye führt über das gesamte Gelände der Joska Kristallwelt. Nach der Anstrengung gibt’s ein Glaspräsent.
  • Mit dem Bodenmaiser Wanderopa geht’s auf den Silberberg. Der Weg führt vorbei an einem geheimnisvoll-dunklen Steinbruch, wo früher Quarz, das wichtigste Material für die Glasherstellung, gewonnen wurde. Eine Sommerrodelbahn erlaubt eine rasante Talfahrt vom Silberberg.
  • Spannung ist garantiert bei unserer Edelstein-Schatzsuche. Über 1000 Halbedelsteine und Mineralien sind auf unserer Aktionswiese aufzuspüren. Den zweiten Teil des Tages verbringen die Kinder auf einem Abenteuerspielplatz. Die Eltern genießen derweil in Ruhe Kaffee und Kuchen. Von der Terrasse aus haben sie die Kinder immer gut im Blick.
  • Einen Badetag verbringt die Familien gemeinsam im familienfreundlichen Kurparkbad oder im örtlichen Hallenbad.
  • "Familien in den Werkstätten" nennt sich ein Programmpunkt, bei dem Kinder in die geheimnisvolle Kunst des Glasmachens und –veredelns eingewiesen werden. Glasblasen, -gravieren und -malen. Phantasie und handwerkliche Fertigkeit ist gefragt. Die Teilnehmer erhalten eine Urkunde.

Ernaehrungsluegen.

Bereits 1999 erschien das Buch "Die Suppe lügt" von Hans-Ulrich Grimm. Im letzten Jahr erschien "Die Ernährungslüge" von Hans-Ulrich Grimm und Bernhard Ubbenhorst und kürzlich "Tellergericht" von Ullrich Fichtner. Wolfram Siebeck hat es sich gründlich angeschaut: "Die Fresskultur", in: Die Zeit vom 18. März 2004.

Ullrich Fichtner schildert auch einen Tag in der Küche des "Colombi" in Freiburg, wo der Küchenchef Alfred Klink, Spitzenkoch des Jahres 2003 der Busche Redaktion des Schlemmer Atlas, einigen Hobbyköchen die Arbeit in einer Profiküche demonstriert.

Ullrich Fichtner erhielt im Jahre 2000 den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie Allgemeines. Er ist Redakteur im Ressort Dossier bei der Wochenzeitung "Die Zeit", also ein Kollege von Wolfram Siebeck.

Google Local.

Am 12. Januar hatten wir über einen experimentellen Location-Based-Service von Google berichtet. Nunmehr ist dieser Dienst als Google Local für die englischsprachige Version bzw. amerikanische Standorte in einer Beta-Version implementiert. Mehr darüber.

Was hat das mit Gastgewerbe zu tun? Man geht davon aus, daß besonders gastgewerbliche Deinstleistungen von einer solche Lokalisierung von Suchmaschinen-Ergebnissen profitieren, da diese vor Ort konsumiert werden und Gäste deshalb solche Angebote suchen, die sie in einem bestimmten Umkreis ihres aktuellen oder eines geplanten Standortes (etwa bei der Vorbereitung von Reisen) finden nutzen. Deshalb schalten viele Gastronomen (besonders mit Lieferdiensten) Anzeigen in Telefonbüchern. Mit funktionierenden Local-Services können Suchmaschinen deren Funktion ersetzen. Man gibt als Suchender seinen Standort ein (etwa eine Postleitzahl) und die gewünschte Dienstleistung und bekommt als Antwort alle Anbieter in einer bestimmten Postleitzone oder in einem bestimmten Umkreis. Suchmaschinen treten damit in Wettbewerb zu Telefonbüchern und anderen Printadressverzeichnissen aber auch zu Anbietern von kartenbasierten Lösungen (Landkarten und Stadtplänen mit Suchfunktion) wie z.B. Yellowmap.

Mittwoch, März 17, 2004

Schreiben fuer das Internet.

Fur den diesjährigen Preis der James Beard Foundation in der Kategorie "Internet writing on food, nutrition, travel, restaurant and beverage" wurden folgende Beiträge nominiert:.

Restaurant und Hotel Design.

Mucca Design wurde gleich zweimal für den diesjährigen Preis der James Beard Foundation nominiert, beide Male in der Kategorie "Ooutstanding restaurant Graphics for the best restaurant graphics executed in North America since January 1, 2001", zum einen mit der "Schiller’s Liquor Bar" in New York und zum zweiten mit dem hippen Hotel "The Standard Downtown" in Los Angeles.

James Beard gilt als Vater der amerikanischen Gastronomie. Seine Stiftung vergibt u.a. Stipendien, zeichnet die besten Köche des Landes aus, gibt das vierteljährlich erscheinende Magazin "Beard House" heraus, ein Kompendium der besten Beiträge des Lebensmitteljournlismus. Alle Mitglieder erhalten den "James Beard Foundation Restaurant Guide", ein Verzeichnis alle Küchenchefs, die im Beard House eine Mahlzeit haben präsentieren dürfen. Der jährlich vergebene "James Beard Foundation Awards" gilt als Oscar der Lebensmittelindustrie.

Dienstag, März 16, 2004

Getraenkeservice fuer Hotelbar, Buffet und Restaurant.

Das Lehrbuch "Getränkeservice für Hotelbar, Buffet und Restaurant" von Bernd Degen, u. a. ist in 2. Auflage erschienen. Alle Bereiche des Getränkeservice werden in diesem Fachbuch ausführlich erklärt und durch zahlreiche farbige Abbildungen veranschaulicht. Aus dem Inhalt: Getränkelagerung, Lagertemperaturen, Zapfsysteme, Gläserpflege, Warenanforderung, Cocktailherstellung, Spirituosen-Warenkunde, Aperitifs, Digestifs, Weinservice. Dazu gibt es auch einen Zusatzband "Getränkeservice für Hotelbar, Buffet und Restaurant. (Lernmaterialien)". Dieses Lehrbuch wurde die Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschland e.V. verliehen.

Saefte aus Sachsen.

An ungewöhnlicher Stelle, in seinem E-Business-Weblog, promotet Martin Röll Säfte der Kellerei Walther aus Arnsdorf bei Dresden. Mögen ihn die zahlreichen Hersteller in Deutschland mit weiteren Probierkästen eindecken...

Mehr zum Thema Säfte von Abseits.de.

Daß Hersteller Proben schicken, passiert mir auch ab und zu. Ich erinnere mich noch an Apfelwein-Mixdrinks von der Landkelterei Höhl in Hochstadt oder an Cocktail-Mixturen von Thomas Piegelbrock und Adrian Dietrich aus dem Pavillon Café-Bistro in Drensteinfurt. Im Grunde ist dagegen ja auch nichts zu sagen, wenn man seine wahre Meinung darüber äußern darf, ohne daß die Hersteller böse werden. Der Cola-Apfelwein-Mix von Höhl hat mich damals weniger überzeugt und es gibt ihn angeblich auch nicht mehr. Alles andere hat gut gemundet.

Die Möglichkeit, Produktproben an Meinungsmacher zu versenden, wird aber insgesamt recht wenig genutzt. Die Branche konzentriert sich auf die Ansprache potentieller Kunden auf Messen oder durch den Außendienst. Da sind die Buchverlage viel weiter. Dort wird eine gewisser Teil der Auflage für Rezensenten eingeplant. Von einigen Verlagen bekomme ich sogar Bestelllisten, also Formulare auf denen ich nur ankreuzen muß, welche Bücher ich rezensieren möchte, die mir dann sofort nach der Herstellung zusgesandt werden. Noch cleverer sind solche Verlage, die PDF-Vorabversionen von Büchern oder einzelne Kapitel vorab anbieten, um Kommentare oder Rezensionen bitten und diese dann in die endgültige Ausgabe einbinden, etwa als Klappentext. Ich glaube, manche Fehlentwicklungen könnten sich Hersteller ersparen, wenn sie bereits in der Entwicklung Meinungsmacher und Experten einbinden. Zumindest ist es etwas spät, wenn die im Grunde erkennbaren Flops bereits auf Messen präsentiert werden.

Starbucks serviert Musik zum Selberbrennen.

Die Netzzeitung berichtet, Starbucks habe in den USA in bisher 10 aller 5000 amerkanischen Outlets einen Service gestartet, bei dem Besucher sich kostenpflichtig eigene CDs brennen können. An eigens installierten Computern mit CD-Brennern stünden 150.000 Titel zur Auswahl. Die ersten fünf Titel würden 6,99 US-Dollar kosten, jeder weitere einen Dollar. CD-Hüllen und ein eigens bedrucktes Label seien im Preis eingeschlossen (via Werbeblogger).

Wir haben bereits im Juli 2003 über ein ähnliches Angebot eines deutschen Franchisegebers berichtet, den Compílation Club: "Einen Kaffee und die neue Madonna-CD bitte!".

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Aktualisierte Gaststaetten-CD-ROM der BGN erschienen.

Ab sofort gibt es bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten die Hotel- und Gaststätten-CD-ROM, die ganz speziell für Kleinbetriebe des Gastgewerbes, des Schaustellergewerbe und für Eisdielen gedacht ist. Die neue Auflage des in der Praxis bewährten Informationsmediums bietet
  • Hilfen für die Unternehmensführung,
  • nennt Arbeitsschutzinstrumente,
  • gibt Infos für neue Betriebe und
  • bietet Informationen zur sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Betreuung von Kleinbetrieben und größeren Betrieben.
  • Weiter ist der Fernlehrgang für die Unternehmerqualifizierung zum BGN-Branchenmodell auf der CD-ROM zu finden,
  • ebenso Fachinformationen zu einzelnen Arbeits- und Gesundheitsschutzthemen,
  • alle für die Branchen relevanten Arbeitsschutzvorschriften und
  • natürlich auch Infos zur BGN (u. a. Versicherung, Beitrag).
Mehr lesen und bestellen im BGN-Medienshop. (Quelle: Newsletter der BGN).

Umsatz im Gastgewerbe Januar 2004: – 1,7% zum Januar 2003.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland im Januar 2004 nominal (in jeweiligen Preisen) um 1,7% und real (in konstanten Preisen) um 3,5% niedriger als im Januar 2003. Damit hat sich die seit Oktober 2002 beobachtete negative Umsatzentwicklung im Gastgewerbe auch zu Beginn des Jahres 2004 fortgesetzt. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten (Berliner Verfahren 4 - BV 4) wurde im Januar 2004 im Vergleich zum Dezember 2003 nominal 0,2% und real 0,3% weniger abgesetzt.

In allen drei Branchen des Gastgewerbes gingen die Umsätze sowohl nominal als auch real gegenüber Januar 2003 zurück:
  • bei den Kantinen und Caterern, wozu auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören (nominal – 2,2%, real – 2,8%),
  • im Beherbergungsgewerbe (nominal – 1,0%, real – 4,8%) und
  • im Gaststättengewerbe (nominal – 2,1%, real – 2,7%).
(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Montag, März 15, 2004

Weblogs als Marketinginstrument.

Patrick Breitenbach von der Würzburger Werbeagentur Breitenbach & Partner berichtet über gute Erfahrungen seiner Agentur mit ihrem Weblog Werbeblogger, das auch auf unserer Blogroll steht: "TAG & NACHT Informationen aus den Bereichen MARKETING & WERBUNG", in: morebrains vom 15. März 2004. Es sei ein interessantes und kostengünstiges Marketinginstrument. "Die allgemeine Resonanz auf unseren Werbeblogger ist sehr unterschiedlich. Die direkte Anfrage der Presse kommt zögernd, aber sie kommt. Unsere Kollegen aus der kreativen Branche sowie auch Kunden finden den Weblog äußerst gelungen und er wird nun auch von ihnen immer öfter genutzt... Wir haben durch unseren Weblog völlig neue Wege zu Vertriebspartnern erschlossen."

Muenchener Brauereien zeigen bei der HOGA Muenchen Flagge.

Die 6 Münchner Traditionsbrauereien werden auf der HOGA 2004 vom 25. bis 28. April 2004 in München gemeinsam einen Münchner Biergarten präsentieren und jede Brauerei wird zwei ihrer vielfältigen Biersorten ausschenken. Der Biergarten ist dreigeteilt in einen klassischen Biergarten, einen Restaurantgarten und einen Hofgarten. Ergänzt wird dieses Konzept durch ein Kinderkarussel.

An diesem Beispiel kann das Fachpublikum der HOGA 2004 beobachten, so Manfred Newrzella, der Geschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Münchener Brauereien GmbH, wie sich mit verhältnismäßig einfachen Mitteln eine freundliche, entspannte Atmosphäre schaffen lässt und wie sich eine unterschiedliche Möblierung auf optische und gastronomische Bedingungen auswirkt. (Quelle: Pressemitteilung der Wirtschaftsvereinigung Münchener Brauereien GmbH).

Sonntag, März 14, 2004

Die Industrie- und Handelskammer Koblenz verstoesst gegen das Urheberrecht.

In bezug auf Urheberrechtsverletzungen bin ich ja schon allerhand gewohnt. Eine angesehene Schweizer Fachzeitschrift hat sich bei mir entschuldigt, ungefragt Texte von mir unter dem Namen eines anderen abgedruckt und online gestellt zu haben. Und der zuständigen Mitarbeiterin eines Portals eines großen Einzelhandelskonzerns ist es sehr peinlich gewesen, daß sie einen geklauten Artikel von einer Agentur gekauft und ungeprüft online gestellt hatte. Daß aber ausgerechnet die Industrie- und Handelskammer Koblenz rotzfrech einen Artikel von mir klaut, ist dann doch ein starkes Stück:Vielleicht sollte ich denen mal eine Rechnung schicken, um auf diese Art die IHK-Beiträge (an unsere regional zuständige IHK für Oberfranken) wieder reinzuholen, weil ich mich über die Zwangsmitgliedschaft ohnehin gerne aufrege.

Dabei weiß die IHK Koblenz ja so halbwegs, wie es richtig geht, und hat auf einen weiteren Artikel von mir korrekterweise einen Link gesetzt.

Besonders peinlich finde ich den Zusatz: "© IHK Koblenz Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen." Diese Aussage ist in mehrfacher Hinsicht falsch:
  • Die IHK Koblenz ist weder Urheber noch hat sie Nutzungsrechte an diesem Artikel erworben.
  • Ob sie den Artikel inhaltlich sorgfältig überprüft hat, weiß ich nicht. Ob man aber viel Vertrauen in eine inhaltliche Prüfung haben kann, wenn nicht mal solche Metadaten wie die Urheberschaft überprüft worden sind, möchte ich zumindest bezweifeln.
Auch gebe ich regelmaessig das Datum der letzten Aktualisierung an und weiterführende Links. Damit können Nutzern selbst weiter recherchieren und Quellen prüfen. Diese wichtigen Elemente hat die IHK Koblenz einfach weggelassen. Sie unterschreitet damit ein Niveau, das man nicht einmal einem Schüler der Sekundarstufe I durchgehen lassen sollte.

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Natuerlich Naturell.

Gestern habe ich eine Hausmesse eines Getränkefachgroßhändlers besucht und meinen Augen nicht getraut. Dem Erfolg von Gerolsteiner Naturell nacheifernd, stiegen gleich drei Mineralbrunnen in den Ring und verkündeten als Innovation íhr "Naturell". Wobei bereits "Gerolsteiner Naturell" nur ein Me-Too ist, ein Versuch, den erfolgreichen französischen Mineralwassermarken Evian und Volvic Marktanteile abzujagen. Einige können sich dabei nicht entscheiden, ob sie lieber Evian imitieren oder Volvic, die sich nicht nur im Geschmack unterscheiden sondern auch in der Flaschenform (rund bzw. eckig). Ein Mineralbrunnen bietet gleich beide Formen an. Da sage einer, deutschen Mineralbrunnen mangele es an Phantasie.

Happy Hour.

Georg, ein mir nicht persönlich bekannter Student der Wirtschaftsinformatik an der Universität Bamberg, hat sich die Mühe gemacht, alle (oder wenigstens sehr viele) Happy Hours-Angebote in der Bamberger Szene-Gastronomie zusammenzustellen. Diese Übersicht ist vielleicht auch Gastronomen in anderen Städten nützlich als Anregung, was man anbieten kann. Solche Aktionen empfehlen sich natürlich nicht für jeden und nicht immer. Mehr darüber in unserem Beitrag "Zeitliche Preisdifferenzierung im Gastgewerbe".

Unser Café Abseits finden Sie übrigens in dieser Übersicht nicht. Wir bevorzugen Instrumente der Kundenbindung.

Samstag, März 13, 2004

Steuer sparen mit Smirnoff Black Ice.

Kaum hat der Bundestag in erster Lesung einen Gesetzesentwurf zur Einführung einer Sondersteuer auf süße Alcopops beschlossen (siehe dazu: "Steuer auf "Alcopops" soll Jugendliche schützen", in: Tagesschau vom 11. März 2004, und die Bundestags-Drucksache 15/2587 (PDF)), reagiert Diageo. Ab dem 22. März 2004 gibt es "Smirnoff Black Ice", die "neue herb-männliche Geschmacksvariante von Smirnoff Ice". Auch diese Variante hat nur 5% vol. Alkohol und damit nicht mehr als ein x-beliebiges Bier. Smirnoff Black Ice wurde bereits seit 2002 in Großbritannien und den USA eingeführt. Smirnoff empfiehlt dieses Produkt bei 3 Grad Celsius zu trinken. Eine Temperatur, die auch bei einem miesen Bier angemessen ist, da die Kälte die Geschmacksnerven weitestgehend betäubt, so daß man sogar ein Fernsehbier herunter bekäme, ohne kotzen zu müssen.

Die Gesetzesinitiatoren rechnen mit 42 Millionen Euro Einnahmen. Sie haben auch gleich ein paar naheliegende Gesetzeslücken zu schließen bzw. Steuervermeidungstricks auszuschließen versucht:
  • Nicht nur Flüssigkeiten werden besteuert, sondern auch Gefrorenes. In der Tat könnte man sonst einfach gefrorene Drinks ausgeben, die keiner Alcopop-Steuer unterlägen. Das wäre wirklich "cool". Und in der Hand der Konsumenten würde sich das Tiefkühlprodukt in wenigen Minuten in einen Drink verwandeln wie das Wasser in Wein jeden Sonntag. Ich frage mich aber, wie man Getränke in geforener Form von Eis oder Smootthies abgrenzen will. Schließlich handelt es sich nur um einen Aggregatzustand. Man müßte seinen Hegel schon lange studieren, um den Geist zu erkennen, dem das Eis phänomenal ist.
  • Steuerfrei bleiben auch Alcopops mit mehr als 10% vol. Alkoholgehalt. Dies spricht dafür, daß demnächst stärkere Drinks steuerfrei angeboten werden; eine Ausnahmeregelung, die geradezu pervers ist im Hinblick auf den Jugendschutz, um den es den Initiatoren angeblich geht..
  • Alcopops im Sinne dieses Gesetzes sind definitionsgemäß Getränke, "die trinkfertig gemischt in verkaufsfertigen, verschlossenen Behältnissen abgefüllt sind". Nun, in Gaststätten kann man sie ja in unverschlossenen Flaschen ausgeben. Im Gesetzesentwurf fehlen aber Bestimmungen über das Erstattungsverfahren dieser Verbrauchssteuer, wenn Flaschen vor der Abgabe an den Verbraucher geöffnet werden.
  • Von dieser Sondersteuer betroffen sind nur "süße" Alcopops. Leider haben es die Gesetzesinitiatoren versäumt, festzulegen, was süß ist. Wenn man diesen unbestimmten Rechtsbegriff durch vergleichende Auslegung der üblichen Definitionen, was ein "süßer Wein oder Sekt (über 56 Gramm Restzucker) ist, erst experimentell präzisieren müßte, dürfte es demnächst auf den Finanzgerichten ziemlich lustig zugehen. Zumindest werden sich die Marketingstrategen der Spirituosenhersteller eifrig bemühen, ihre Alcopops in Zukunft als "herb", "sauer", "lieblich", "halbtrocken", "trocken" oder so zu bewerben. Und schon schließt sich der Kreis.

Freitag, März 12, 2004

Indische Currys.

Schon einmal haben wir das Buch "Currys. Das Herz der indischen Küche" vorgestellt, kurz nach Erscheinen im Juni 2003. Inzwischen gehört es zu den meistverkauften Kochbüchern bei Amazon.de, ein Grund mehr, es noch einmal zu empfehlen: "Curry ist ein Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegericht mit Sauce, das mit Reis oder Brot gegessen wird." Hinter dieser schlichten Definition verbergen sich die wohl anregendsten, exotischsten und delikatesten Speisen, die die indische Küche für den anspruchvollen Gaumen bereithält. Camellia Panjabi sammelte alle Rezepte und Kochgeheimnisse professioneller Köche und einfacher Hausfrauen und stellt in diesem Buch ihre 50 Lieblingscurrys vor. "Indische Currys" ist mehr als nur ein Kochbuch. Es macht den Leser auch mit der Philosophie der indischen Küche bekannt und entführt ihn zu einer kulinarischen Reise durch das Land, wo der Pfeffer wächst. Currys sind das Herzstück der indischen Küche, und Camellia Panjabis Rezeptesammlung "Currys. Das Herz der indischen Küche" eröffnet uns den Zugang zu diesen exotischen und delikaten Speisen. Dieses Kochbuch hat 192 aufwendig gestalteten Seiten mit 88 großformatigen Fotos.

Ausbildungsplatzumlage.

Wenig Freude dürfte Genosse Müntefering am Kurzbericht Nr. 4/2004 des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit vom 10. März 2004 zum Thema "Lehrstellenkrise: Ausbildung muss sich lohnen - auch für Betriebe" (PDF) haben. Die Autoren Hans Dietrich, Susanne Koch und Michael Stops kommen zu dem Ergebnis: "Insgesamt bedeutet dies, daß eine Ausbildungsplatzabgabe sich mittel- und langfristig wegen vielfältiger konstruktionsbedingter Mängel nicht eignet, die Krise auf dem Ausbildungsmarkt zu bewältigen. Kurzfristig bestehen zumindest Zweifel, ob die beabsichtigten Wirkungen erzielt werden können."

Quickscout.

Abseits.de hat frühzeitig über iMode berichtet und empfohlen, gastronomische Angebote auch in diesem Format zur Verfügung zu stellen. Auch haben wir für unser Café Abseits in Bamberg iMode-Seiten online gestellt, auf die zur Zeit rund 500 Besucher monatlich zugreifen. Dieser angesichts der noch beschränkten Nutzerzahlen von iMode hohe Traffic ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, daß es noch wenige konkurriende Anbieter von Inhalten gibt. So werden unsere iMode-Seiten z.B. auch in Linksammlungen wie StädteInfo von web9.de empfohlen.

Seit gestern, pünktlich zur Eröffnung der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin ist nun ein erfolgversprechender Inhalte-Anbieter online gegangen, der iMode nutzt bzw. per iMode genutzt werden kann.

Der QuickScout ist ein neuer und bisher einzigartiger Dienst, der basierend auf dem Standort des Nutzers und in Abhängigkeit der aktuellen Tageszeit, Touristik-Informationen für die nähere Umgebung auf dem Handy oder PDA aufzeigt. Der Dienst bietet sowohl weit über 5 Mio. Branchenadressen mit Telefonnummern in Deutschland, als auch spezifische multimediale touristische Informationen für über 120 Städte und Regionen innerhalb Deutschlands, mit Bildern und weiterführenden Texten zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Gastronomie, Hotellerie und Shopping. Zudem verfügt der QuickScout über digitale Straßenkarten eines führenden europäischen Kartenproviders. Somit bietet QuickScout dem Nutzer für seine jeweilige Situation ausführliche Informationen und einfache Navigationsmöglichkeiten.

Durch die strategische Partnerschaft zwischen beLocal und der YellowMap AG wurde der Dienst als Gemeinschaftsprojekt realisiert. Die YellowMap AG bringt hierbei über 5 Millionen Adressen, ihr Branchenbuch sowie das LBS-, Karten- und Routen-Know-how ein, während beLocal, der mobile Reisebegleiter, seine Städte- und Freizeitinformationen für aktuell über 120 Städte und Regionen Deutschlands mit Texten und Bildern zur Verfügung stellt. Dadurch verbindet sich ein flächendeckendes Angebot und Contenttiefe im QuickScout ? bisher einzigartig für sogenannte Guiding Services.

Die Markteinführung des QuickScout erfolgt zunächst auf i-mode? von E-Plus. Folgen wird in Kürze der Start auf D2 Vodafone live! und Vodafone WAP.

Wie funktioniert der QuickScout?

Man stelle sich vor, es ist Sonntag am Kölner Dom: Ein wenig Kultur soll während des Aufenthalts in Köln schon sein, doch die Zeit ist knapp. Woher die Informationen nehmen? Man holt das Handy aus der Tasche, ruft den QuickScout im Portal von Vodafone live! oder auf i-mode? von E-Plus auf. Mit wenigen Klicks erfolgt eine Lokalisierung des Standortes. Gemäß den Interessen, der Tageszeit und vor allem der vorhandenen Zeit des Nutzers wird auf Klick beispielsweise eine Auswahl der in der Nähe befindlichen Sehenswürdigkeiten, Gastronomiebetriebe oder Freizeit­einrichtungen - aber auch die nächstgelegene Apotheke oder der nächste Geld­automat - vorgeschlagen und grafisch auf einer vom Standort aus berechneten Karte dargestellt. Die Routenberechnung hilft zudem zielsicher zum gewünschten Ort zu gelangen. Bei i-mode? schlägt der Dienst im Abonnement mit nur einem Euro im Monat zu Buche, also kostengünstig im Vergleich zum Funktionsumfang und dem umfangreichen Contentangebot. (Quelle: Pressemitteilung von Quickscout).

Biertourismus in Tschechien.

Wolfgang Jung schreibt über den Biertourismus in Tschechien: "Das Geheimnis des böhmischen Hopfens", in: Spiegel Online vom 11. März 2004.

Donnerstag, März 11, 2004

Fruehjahrsputz auf Stefan Marquards Homepage.

Stefan Marquard schreibt:
"Diese Seite soll keine leblose Visitenkarte eines Sternekochs sein"
und da hat er Recht. Das ist sie auch nicht: Sie lebt wirklich! Durch und durch kreativ, phantasievoll und mit Tiefgang präsentiert sich Stefan Marquard. Sehr ansprechend und LAUT, wie er sich versteht, kommen seine Seiten daher. Sein Beruf: "Brückenbauer". Eine sympathische, frische und angenehm offene Webpräsenz, die Kunst in der Küche und Kunst in Musik und allerorten vereint. Mitmachen erlaubt…

Mittwoch, März 10, 2004

ServiceZeit Essen und Trinken.

In der nächsten Sendung ServiceZeit Essen und Trinken des Westdeutschen Rundfunks widmen sich die WDR-Fernsehköche Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer diesmal der Pizza. Vorgestellt werden klassische Rezepte wie die Foccaccia (nur mit Olivenöl und Rosmarin), die Pizzaiola mit Tomatenfleisch, mediterranen Gewürzen und Büffelmozarella und die Pizza Calzone, die zusammengeklappt wird. Sendung am Freitag, 12. März 2004 um 18.20 Uhr im WDR Fernsehen, Wiederholung am 15. März 2004 um 13.00 Uhr im WDR Fernsehen.

Im April 2004 erscheint erscheint von beiden Autoren auch das nächste Begleitbuch zur Kochsendung "Lauter Leibgerichte. Das Begleitbuch zur ServiceZeit Essen und Trinken". Das letzte Begleitbuch erschien im September 2003: "Kochvergnügen", darin geht es um Rezepte aus der ganzen Welt, Rezepte unserer europäischen Nachbarn wie aus dem fernen China.

Diaetberaterin Margit Saueregger bietet ein Ernaehrungslexikon im Internet an.

Margit Sauereggers kleines Online-Lexikon in Sachen Ernährung und Diätberatung ist zum Nachschlagen von Begriffen aus der Ernährungslehre hilfreich. Sie schreibt: "Natürlich ist das Nachschlagewerk noch nicht komplett. Ich werde es ständig erweitern und interessante Begriffe darin aufnehmen. Für Anregungen bin ich immer dankbar." Trotzdem lohnt es sich, schon jetzt einmal nachzuschauen, gerade in der besonders diätbewußten Zeit vor Ostern und, wenn es auf die Urlaubszeit zugeht. Diätstammtische in gastronomischen Betrieben und andere Gäste, die auf bewusste Ernährung Wert legen, sind sicher dankbar für schlanke Gerichte auf den Speisenkarten. Das Lexikon ist erst im Aufbau, der Ansatz aber sicher interessant.

Verkaufsautomat fuer Atkins-Diaet-konforme Lebensmittel.

Der Hype um die Atkins-Diät in den USA ist kaum noch zu überbieten. Die Food Business Review Online berichtet am 9., März 2004 über einen Anbieter eines Verkaufsautomaten, in dem exklusiv Nahrungsmittel angeboten werden, die den Regeln der Atkins-Diät und der verwandten South-Beach-Diät von Dr. Arthur Agatston entsprechen: "Pure Foods: low carb, high value".

Die Internorga bietet Anlass zu Optimismus: Der Aufwaertstrend ist da – Aussteller sehr zufrieden.

Hochklassige Kundenkontakte und gute Abschlüsse melden die meisten Aussteller der INTERNORGA 2004, die am Mittwoch nach sechstägiger Dauer auf dem Hamburger Messegelände ihre Pforten schloss. Rund 103.000 Fachbesucher (Vorjahr: 101.615) aus dem In- und Ausland informierten sich auf der 78. internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien bei den rund 850 Ausstellern aus 20 Ländern über Trends und Neuheiten rund um den modernen Außer-Haus-Markt. Darunter war auch eine griechische Delegation mit dem Verantwortlichen für die Gastronomie bei den Olympischen Spielen in Athen, Gerasimos Fokas.

"Bislang hatten wir nur einen kleinen Silberstreif am Konjunkturhimmel gesehen. Aber diese Hoffnung ist durch den Verlauf der INTERNORGA 2004 gefestigt worden", erklärt Werner Mager, Vorsitzender des Ausstellerbeirates. "Die INTERNORGA 2004 war erfolgreicher als die letztjährige Veranstaltung", weiß Mager als Vertreter der ausstellenden Unternehmen zu berichten. "Es gibt deutliche Zeichen, dass sich der Investitionsstau aufzulösen beginnt." Besonders zufrieden mit den Ergebnissen der Fachmesse seien die Hersteller von Großküchenanlagen, von Ausstattungen für die Gastronomie (Besteck, Geschirr) sowie die Nahrungsmittelindustrie. Nach wie vor schwierig ist laut Mager die Situation der im Umbruch befindlichen Brauerei-Landschaft. Mager: "Die Gastronomie weiß, dass sie nach Jahren des Rückgangs wieder investieren muss. Entsprechend wurden auf der INTERNORGA reichlich zukunftsfähige Konzepte geboten."

Rose Pauly, Präsidentin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Hamburg (Dehoga Hamburg) erklärt: "Gemessen am wirtschaftlichen Umfeld kann man mit dem Verlauf der INTERNORGA hoch zufrieden sein. Ich hoffe, dass der Funke des Optimismus, der von Hamburg ausgeht, auf die gesamte Branche überspringt." Das positive Fazit bestätigt eine Umfrage der Hamburg Messe: Rund 87 Prozent der ausstellenden Unternehmen bewerteten die INTERNORGA positiv. Rund 98 Prozent konnten ihre wichtigsten Zielgruppen erreichen. Für rund 90 Prozent ist die INTERNORGA die "wichtigste Gastronomiemesse in Deutschland".

Sehr zufrieden zeigten sich die Aussteller aus dem Bereich der Investitionsgüter, vor allem der Küchentechnik. Andrea Hagspiel (Enodis, Herborn): "Der Aufwärtstrend ist da. Die Investitionsfreudigkeit nimmt zu. Wir hatten mehr Fachbesucher, sehr gute Kontakte und auch mehr Direktverkäufe als im Vorjahr. Bei den ausländischen Interessenten herrschten die Regionen Skandinavien und Benelux vor, wir hatten aber auch Besucher aus Polen, Slowenien und Kroatien. Man merkt deutlich, dass Osteuropa im Kommen ist."

Uwe Leutritz (Produktmanagement Küppersbusch, Gelsenkirchen): "Wir hatten sehr gute Kontakte und kompetente Fachbesucher mit konkreten Vorstellungen. Die Fachbesucher kamen nicht nur aus dem Norden sondern auch aus Ost- und Westdeutschland sowie aus Osteuropa. Auffallend ist das starke Interesse an Finanzierungsmöglichkeiten. Der Trend geht zur Druckgartechnik und zu multifunktionalen Geräten mit immer einfacherer Bedienung." Ein positives Fazit zieht auch Martin Ubl (Ländermarketing) vom Kombidämpfer-Weltmarktführer Rational AG (Landsberg am Lech): "Für uns ist die INTERNORGA nach wie vor die wichtigste Veranstaltung in Deutschland. Am Samstag haben wir den absolut stärksten Messetag überhaupt erlebt. Zu uns ist die ganze Branche gekommen – vom klassischen Einzelgastronom bis zum Einkaufsleiter im GV-Bereich."

Als "super gut" bezeichnet Jürgen Schörch (Marketing) von Electrolux (Herborn) die Qualität der INTERNORGA-Fachbesucher: "Die Fachbesucher kamen aus allen Bereichen, vor allem aus der Gemeinschaftsverpflegung und Systemgastronomie. Auch Österreicher, Schweizer, Holländer und Italiener waren darunter. Von der INTERNORGA 2004 geht für uns ein positives Signal für das laufende Geschäftsjahr aus."

Jochen Rau (WMF-Verkaufsleitung): "Wir sind mit dem Messeverlauf sehr zufrieden, hatten eine hohe Besucherfrequenz und können noch ein interessantes Nachmessegeschäft erwarten. Zu uns kamen nicht nur Fachbesucher aus ganz Deutschland, sondern auch Skandinavier und Osteuropäer, sogar potenzielle Kunden aus den USA und Fernost. Beim Geschirr geht der Trend weg vom runden Teller hin zu außergewöhnlichen Formen. Das Design setzt Akzente auf dem gedeckten Tisch als Plattform für die Kunstwerke des Kochs."

Gute Stimmung auch bei Herstellern und Anbietern von Hotel- und Gastronomie-Einrichtungen. Ralf Körkemeier vom Österreichischen Aussteller Voglauer hotelConcept: "Ich beurteile die INTERNORGA 2004 durchweg positiv. Wir hatten eine sehr gute Kundenfrequenz. Vor allem unsere mittelständische Zielgruppe konnte erreicht werden, und dabei sind schon einige Projekte ziemlich konkret. Das Geld für notwendige Investitionen ist offensichtlich da, aber die Unternehmen brauchen noch mehr Planungssicherheit. Ich bin optimistisch, dass in Deutschland das Geschäft in diesem Jahr anzieht."

Erfolgreich präsentierte sich einer der bekanntesten Anbieter im Finger- und Funfood-Bereich, Salomon Hitburger (Großostheim). "Die INTERNORGA lief ausgesprochen gut. Mit den Schwerpunktprodukten Fancy-, Ethno- und Street-Food haben wir zahlreiche interessierte Gastronomen angesprochen. Die aktuellen Food-Trends lassen sich mit den Schlüsselworten "Wellness", "Lifestile" und "Food to go" – also Essen für unterwegs – charakterisieren. Die Gastronomen scheinen inzwischen sehr aufgeschlossen für Neues zu sein – da erleben wir eine Trendwende", berichtet Franz Johann Hübl (Vertriebsleitung).

Zufrieden mit der Qualität der Fachbesucher zeigten sich auch die meisten Aussteller aus den anderen auf der INTERNORGA vertretenen Bereichen. Frank Epping, Geschäftsführer und Inhaber von Cup&Cino (Kaffeekonzepte): "Es gibt einen Riesentrend zu Kaffee-Kaltgetränken. Die INTERNORGA ist für uns die wichtigste Messe. Nur in Hamburg erreichen wir die europaweiten Schlüsselkontakte. Erstaunlich: Die Führungskräfte kommen her und bleiben sechs Tage. Insgesamt ist die Qualität der Fachbesucher top." Lutz Leiskau, Marketingleiter der Bäko-Gruppe Nord (Rellingen): "Wir waren sehr zufrieden. Unser Konzept, eine Vielzahl von Handelsartikeln für Bäcker und Konditoren zu präsentieren, hat sich bewährt. Das Interesse an Investitionen ist spürbar gewachsen."

Wettbewerbsatmosphäre bestimmte das Gastronomische Forum im Foyer Süd. Bäcker und Konditoren, Barkeeper, Köche, Servierpersonal und Azubis aus der Gastronomie ganz Deutschlands stellten ihre Leistungsfähigkeit in verschiedenen Wettbewerben und Präsentationen unter Beweis. Ctefan Wohlfeil (Kochklub "Gastronom"), der den 10. Großen Preis der Köche leitete: "Wir konnten erfreut feststellen, dass immer bessere Teams für diesen Wettbewerb melden. Er findet inzwischen die Unterstützung und Wertschätzung vieler Aussteller und ist das Highlight unter den deutschen Koch-Wettbewerben." Götz Wiedemann, Pressesprecher der Deutschen Barkeeper-Union Hamburg/Schleswig-Holstein: "Es ist phantastisch gelaufen, vor allem unser spannender Wettbewerb um die Norddeutsche Cocktail-Meisterschaft. Auch unsere Auszubildenden haben ihre Sache sehr gut gemacht. Die Cocktail-Trends des Jahres: Maracuja, Mango und Cranberry. Sehr erfreulich ist, dass sich viele junge Leute für den Beruf des Barkeepers interessieren."

Heinz Hintelmann, Pressesprecher der Bäckerinnung Hamburg: "Das Interesse am Bäckerhandwerk ist ungebrochen. Ein großer Erfolg war unser Lehrlingswettbewerb unter dem Motto "König der Löwen". Unser Nachwuchs hat das schwierige Thema sehr gut umgesetzt." Dierk Eisenschmidt, Obermeister und Vorsitzender des Landesverbandes der Konditoren, Hamburg: "Die INTERNORGA 2004 war besser als die des Vorjahres. Wir hatten mehr Besucher, und ich freue mich, dass sich bei den Kunden ein Trend zur Rückbesinnung auf Qualität abzeichnet. Davon profitiert der Konditor, der frische Ware noch handwerklich herstellt."

Neue Trends, Ideen und Konzepte bekam die Branche auf den hochkarätig besetzten Fachforen serviert, dem 23. Internationalen Foodservice-Forum und den 30. INTERNORGA- Fachgesprächen für Gemeinschaftsverpflegung & Catering. Leiterin Gretel Weiß (Deutscher Fachverlag): "In so schwierigen Zeiten ist die INTERNORGA am wertvollsten. Beim Foodservice-Forum gab es mit rund 1050 Teilnehmern erneut einen phantastischen Teilnahme-Rekord. Sogar die Chefs von McDonald‘s und Burger King Deutschland haben sich in Hamburg über Trends informiert. Die Gastronomen scheinen bereit zu sein für Neues. Die Branche braucht faszinierende Produkte, um die Billig-Mentalität zu überwinden."

Die 79. INTERNORGA wird vom 4. bis 9. März 2005 auf dem Hamburger Messegelände veranstaltet. (Pressemiteilung der Hamburg Messe).

Rote Gourmet Fraktion.

Als die "Rote Gourmet Fraktion" zum ersten Mal mit den 'Ärzten' auf Tournee waren, hatten sie keinen blassen Schimmer, was sie erwarten wird. Heute nach zehn Jahren auf Tour mit Bands wie den Toten Hosen, den Fantastischen Vier oder Tricky kennen sie wie niemand sonst die Gewohnheiten und Vorlieben der Rockstars. Der Patissier Jörg Raufeisen und der Koch Ole Plogstedt, die sich als Mitarbeiter von Steigenberger kennengelernt haben, haben zusammen mit dem Musikjournalisten Hollow Skai ihr ungewöhnliches Leben hinter den Kulissen aufgeschrieben. Nach einiger Zeit in renommierten Restaurants erschienen ihnen schon bald der dortige Alltag und der vermeintliche Traumjob zu öde. Schnell war die Idee geboren, sich als Catering-Firma für Musikbands selbstständig zu machen, gab es doch bis dahin auf Tournee meist nur Pappbrötchen und Pommes vom Imbiss um die Ecke. Seitdem kochen sie unterwegs, aber schon längst erinnert ihre Karte an die eines jungen, wilden Sternelokals. Wie die ihrer Kunden ist auch ihre Geschichte Rock 'n' Roll, irgendwo zwischen Bühne und Backstage.

Ihr Buch "Rote Gourmet Fraktion. Kochen für Rockstars" von Jörg Raufeisen, Ole Plogstedt und Hollow Skai soll eigentlich noch in diesem Monat erscheinen. Es enthält auch einen ausführlichen Rezeptteil. Rezepte finden sich aber auch auf der Website der "Rote Gourmet Fraktion". Lesen Sie vorab schon mal ein Interview mit Jörg Jörg Raufeisen und Ole Plogstedt vom Februar 2003.

Kochende Chemiker.

Bücher, die sich mit den naturwissenschaftlichen Aspekten des Kochens beschäftigen, gibt es bereits einige. Siehe dazu ein früheres Posting über den Physiker Dr. Peter Barham und sein populärwissenschaftliches Buch "Die letzten Geheimnisse der Kochkunst. Hintergründe, Rezepte, Experimente".

Neu herausgekommen ist im renommierten Verlag Wiley-VCH der englischsprachige Sammelband "What's Cooking in Chemistry? How Leading Chemists Succeed in the Kitchen", herausgegeben von Bell, Hubertus P. / Feuerstein, Tim / Güntner, Carlos E. / Hölsken, Sören / Lohmann, Jan Klaas. Vorgestellt werden zahlreiche, bedeutende Chemiker mit einem Blick auf ihr spezielles Arbeitsgebiet und ihr Lieblingsrezept. Das ideale Geschenk für alle Chemiker, die sich auch für das Kochen interessieren, oder Köche, die sich auch für Chemie interessieren. Werfen Sie einen Blick in ein Beispielkapitel (PDF, ca. 194 KB).

Dienstag, März 09, 2004

eBay stoppt Auktionen mit eCoupons.

Die The Atlanta Journal-Constitution berichtet am 6. März, eBay habe in den USA Auktionen, bei denen eCoupons versteigert werden, verbannt: "EBay bars auctions for e-coupons". Die einlösenden Läden hätten kaum mehr zwischen echten und gefälschten Gutscheinen unterscheiden können und sich teilweise geweigert, Gutscheine zu akzeptieren.

Die Gefahr des Mißbrauchs von Coupons durch den (veränderten) Nachdruck seitens Kunden und evtl. hinterhältige Wettbewerber kann man bei Drucksachen durch einen relativ hochwertigen Druck und die damit verbundenen höheren Kosten für die Fälscher einschränken. Online zur Verfügung gestellte Gutscheine sind jedoch, weil sie auf einem Drucker des Kunden ausgedruckt werden, leichter zu fälschen. Deshalb hat man sich verschiedene Methoden ausgedacht, sich davor zu schützen (siehe dazu auch unseren Beitrag über Coupons). Beim Handel von "gebrauchten" Gutscheinen, also wenn Menschen, die Gutscheine erworben oder geschenkt bekommen haben, diese online weiterveräußern, lassen sich Fälschungen kaum mehr unterscheiden. Ärger ist dann vorprogrammiert sowohl bei den gutgläubigen Käufern wie auch bei den Geschäften, in denen versucht wird, sie einzulösen.

In Deutschland werden noch vergleichsweise weniger Gutscheine angeboten als in den USA und der Handel mit "gebrauchten" Gutscheinen ist erst schwach entwickelt. Die Erfahrungen in den USA weisen jedoch darauf hin, welche Schwierigkeiten sich dabei in Zukunft ergeben können.

Panoramafotos von Hotels.

Der "fotografierende Reisejournalist" Jürgen Gutowski bietet auf seiner Website hotel-fotograf.de/ Panorama-Fotos (150° und 360°) von Hotels, Kreuzfahrtschiffen und Landschaften (via Artnetz).

Die Hotel-Fotos wurden im Auftrag und für die Websites von Hapag Lloyd, GW Travel, Villa-Hotels und Grecotel geschossen. Jeden Monat wird ein "Hotel des Monats" vorgestellt, in diesem Monat ist es das Maya Ubud Resort & Spa auf Bali. Man kann sich auch großformatige Hochglanz-Belichtungen online bestellen.

Restaurant-Kritiken auf Amazon.

Darüber, daß Amazon.com Speisekarten aus mehreren amerikanischen Städten kostenlos online präsentiert, haben wir schon berichtet. Jetzt können auch Besucher auch Restaurantkritiken veröffentlichen. Siehe z.B. Restaurantkritiken des Outback Steakhouse in Bethesda.

Ob Amazon.de jemals einen vergleichbaren Service bieten wird, steht (nicht mal) in den Sternen.

Barbara Lorenz.

Aufmerksamen Lesern dieses Weblogs ist wohl aufgefallen, daß mittlerweile einige andere Autoren mitwirken. Heute möchte ich Ihnen Barbara Lorenz vorstellen.

Sie ist eine in Schwabach (südlich von Nürnberg) lebende Künstlerin des Wortes und der Bilder. Zusammen mit ihrem Geschäftspartner Dieter Trutschel, Küchenmeister, Küchenchef und Inhaber des fränkischen Gasthofs Goldener Stern in Schwabach, verkauft sie seit sechs Jahren Blattgold, Blattsilber, gezuckerte Rosenblütenblätter u.a. für die Gastronomie, für Gourmets und für die Körper-Kunst auf der Website diba-gbr.de.

Das Thema "Gold auf Speisen" ist nicht nur deshalb angesagt, weil vor einigen Monaten ein Szene-Gastronom mit einer vergoldeten Curry-Wurst in die Schlagzeilen kam. Nachhaltiger dürfte das anstehende Jubiläum "500 Jahre Goldschläger" in Schwabach wirken und die Verwendung von Blattgold auch in der Gastronomie forcieren. Vieles läßt sich mit Blattgold verzaubern: Speisen aller Art, Pralinen, Nachtische und Getränke (wie im Danziger oder Schwabacher Goldwasser).

Schwabach ist das Mekka der Goldschläger. Bereits 1572 ist die erste Blattgoldfabrikation nachweisbar. In den "Goldenen Zwanzigern" des letzten Jahrhunderts verdienten damit sogar mehr als 500 Menschen ihren Lohn. Acht Goldschläger-Betriebe gibt es heute noch in der Stadt, die mehr als zwei Drittel ihrer Produkte ins Ausland exportieren.

Herausragendes Ereignis der ganzjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten ist die Goldschlägernacht am 14. August 2004. Siehe dazu auch einen Artikel der Süddeutschen Zeitung: "Die Goldschläger" vom 23. Februar 2004.

Bereits am 13. März veranstalten Schwabacher Gastronomen den "Goldenen Samstag". 17 Schwabacher Gastronomen haben sich im Jubiläumsjahr etwas ganz Besonderes für ihre Gäste ausgedacht. Ob ein Drink oder ein Menü, Gold ist immer mit im Spiel. Wenn Sie an diesem Tag nicht nach Schwabach kommen können, wie wäre es mit dem 16. Oktober 2004? Dann heißt es wieder: "Goldener Samstag in der Schwabacher Gastronomie".

Trendiges Eis.

Die Schwäbische Zeitung Online hat einen dpa-Artikel über die in der kommenden Saison angesagten Eis-Sorten veröffentlicht: "Eistrends 2004: Eis mit italienischer Note und mit Fruchtsaft" vom 8. März 2004. Befragt wurden der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. und der E.I.S. Eis Info Service, eine neutrale Informationsstelle der zehn deutschen Markeneishersteller.

Beate Brünig, Geschäftsführerin beim Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie zum Thema "Deutsches Markeneis", antwortet auf die Frage "Was ist in diesem Sommer der Renner?": "Was die Geschmacksrichtungen übergreifend anbetrifft, kann man sicherlich folgendes sagen: Je heißer die Temperaturen umso fruchtigere Eisgeschmacksrichtungen sind gefragt. Während in den kühleren Monaten gerne zu wärmeren Geschmacksrichtungen gegriffen wird, also sahnige oder nussigere Varianten. In diesem Jahr besonders im Kommen und angesagt sind Produkte mit italienischer Note, Panna Cotta- oder Mascarpone-Eis mit fruchtigen Geschmacksrichtungen, Latte Macchiatto, Tiramisu. Vielleicht erinnert man sich da gerne an den letzten Italienurlaub. Außerdem auch im Trend und im Kommen sind Softeis und softeisähnliche Produkte." (Quelle: Website des Eis Info Services).

Montag, März 08, 2004

Snack-Megatrend auf der Internorga: Abwechslung ist Trumpf.

Leicht, raffiniert und exotisch - das sind die wichtigsten Kriterien für die Mahlzeit zwischendurch. Dabei wächst die internationale Küche immer mehr zusammen. Gleiches gilt für die Begriffe "Kleine Mahlzeit", Snack und Beilage. Was früher "nur" Beilage war, kann heute als eigenständige Mahlzeit fungieren. Der Mega-Trend in der Szene-Gastronomie aber heißt Abwechslung. Die neuen Trends und Foodkreationen präsentiert die Internorga, 78. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien vom 5. bis 10. März auf dem Hamburger Messegelände.

Appetizer, Peppers und süße Dips sind die aktuellen Stichworte beim Hamburger Anbieter Mexico Trading. "Die neuen Snacks sind eine Mischung aus verschiedenen Regionen. Die Gäste erwarten Abwechslung auf der Speisekarte", erklärt Geschäftsführerin Britta Hoffmann. Mehr als ein Dutzend neuer Produkte stellt Mexico Trading auf der Internorga vor. Immer aktuell sind Mozzarella-Sticks und die "Quesadillas", mit Käse gefüllte, frittierte Weizentortillas, die sich schnell in der Friteuse oder Pfanne zubereiten lassen. Eine weitere Leckerei sind Peppers, mit Käse gefüllte Chilihälften mit einer knusprigen Panade. Auch Mais-Dipper (panierte, in Teig gebackene Maiskerne) oder Onion Rings (Zwiebelringe im Bierteigmantel) lassen sich schnell zubereiten, so wie die "Teezers" genannten kleinen Kartoffelplätzchen mit Chili oder Käse. Dazu gibt es süße Dips, die auch zu "Klassikern" wie Chicken Nuggets oder Spare Ribs passen.

Auf der Speiseplan-Hitliste der Deutschen steht die Kartoffel ganz weit oben. Nahrungsmittelhersteller schätzen sie wegen ihrer Variationsmöglichkeiten, auch das kanadische Unternehmen McCain, der weltweit größte Kartoffelverarbeiter. Ob die neuen "Rösti Nuggets" mit leichten Dips und Gemüse oder "Sledges" mit pikant gewürzter Ummantelung: "Wichtig ist das einfache Handling. Unsere Kartoffelprodukte lassen sich nicht nur in der Friteuse sondern auch im Kombidämpfer ganz ohne Fett schnell und unkompliziert herstellen", so Marketingmanagerin Ursula Lanzendorf. McCain bietet neben Produkten auch ganze Konzepte an: "Wir machen den Gastronomen und Köchen Serviervorschläge, geben ihnen Rezepte und Kalkulationen für den Wareneinsatz an die Hand."

Das Thema Karibik ist beim Finger- und Trendfood-Spezialisten Salomon-Hitburger aus Großostheim im Mittelpunkt: "Dieser Trend bezieht sich nicht nur auf die Produkte, sondern auch auf die Präsentation", weiß Marketing-Assistentin Tina Schneyer und erklärt: "Der Gast sucht in der Gastronomie ein Erlebnis – sozusagen einen "Kurz-Urlaub" vom Alltag. Wir stellen uns darauf mit entsprechenden Zusatzartikeln, zum Beispiel authentischen Servier-Hilfen und Musik-CDs ein." Die aktuellen Produkte im Caribbean-Style heißen Chik´n-Pineapple-Sticks mit Ananas- oder Mango-Dip, Ribs und Chik'n Wings im "Jerk-Style" mit scharfer Marinade aus Piment, Muskat, Zimt und Chili, oder auch Chik´n Filets mit einer knusprigen Kokos-Panade. Voll im Wellness-Trend liegen die Sushi-ähnlichen "California Rolls". Diese sind als "Seafood Selection" mit gegartem Fisch und als "Vegetarian-Selection" erhältlich. Sie sind fettarm, leicht und durch den hohen Reisanteil sehr sättigend." Abnehmer sind sowohl Szene-Restaurants als auch mobile Gastro-Betriebe.

Leckere Appetizer, Snacks oder Beilagen müssen nicht unbedingt exotischen Ursprungs sein, um Erfolg zu haben. So hat die bayerische Firma Dinghartinger mit seiner Brotterrine einen absoluten Gastro-Hit gelandet. "Es handelt sich um ein Gefäß inklusive Deckel und Knauf aus Brotteig, in dem man jede gebundene Suppe aber auch Chili con Carne oder beispielsweise Frischkäse kredenzen kann", erklärt Vertriebsassistentin Brigitte Flassbeck. Neu ist auch der Kartoffelstrudel mit ganzen Kartoffelscheiben, Sahne und Sauerrahm, der sich als Beilage oder als Hauptgericht eignet. Der Kartoffelstrudel ist auch mit Pilzen oder Skandinavischem Lachsfilets erhältlich", so Flassbeck. Neben Klassikern wie Apfel-, Topfen- und diversen Fruchtstrudeln präsentiert Dinghartinger auf der Internorga mit seinen Mini-Strudeln auch eine Neuheit bei den Süßspeisen – Flassbeck: "Die Mini-Strudel sind rund 600 Gramm leicht, und es gibt sie als süße und auch als herzhafte Variationen."

Trendige Snacks stehen auch beim Geflügel-Spezialisten Wiesenhof hoch im Kurs. Die Nachfrage nach kleinstückigen Produkten hat stark angezogen. Diese lassen sich vielfältig - etwa als Fingerfood, Zutaten für Wraps und Sandwiches oder als Topping für Salate - einsetzen. Wiesenhof baut sein Angebot an internationalen und ethnischen Geflügelkreationen sowie leichten und fettarmen Produkten weiter aus: "Denn der Verbraucher möchte leichten, gesunden Genuss und Wohlbefinden", erklärt Marketingleiter Dr. Ingo Stryck. Aktuelle Geflügel-Hits sind
  • Chicken Strips Hähnchenbrustfiletstreifen mit knusprig-würzigem Panadenmantel),
  • Curry Nuggets (Hähnchenfiletstücke in knuspriger Panade mit Curry-Füllung),
  • Chicken Popcorn (Hähnchenbrustfiletstückchen in Knusperpanade) und
  • Chicken Spare Ribs von der Hähnchen-Oberkeule.
Auf der INTERNORGA präsentieren rund 850 Aussteller aus 20 Nationen Neuheiten und Trends aus den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien. Die Fachmesse ist vom 5. bis 10. März täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Eintritt für Fachbesucher: 21 Euro (Zweitageskarte 30 Euro), Fachschüler: 9 Euro. Der Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher. (Quelle: Pressemitteilung der Internorga).

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