Gastgewerbe Gedankensplitter



Freitag, April 30, 2004

Kochjackenknoepfe.

Vor ein paar Jahren habe ich mir mal Gedanken gemacht über die "Vorgehensweise für eine erfolgreiche Website" und behaupet: "Du brauchst eine Nische". Man solle nicht unbedingt Sportartikel verkaufen sondern vielleicht nur Sportbälle, nicht Music-CDs sondern vielleicht nur CDs der Bamberger Symphoniker, nicht alle Bücher sondern z.B. nur Fachbücher für die Gastronomie. Daran wurde ich erinnert als mich heute folgende eMail erreicht hat:

Kochjackenknöpfe"Köche und Schmuckdesigner verbindet die Freude am guten Geschmack und die Kreativität. Diese Gemeinsamkeit haben wir umgesetzt und eine Kollektion Kochjackenknöpfe aus Edelstahl entworfen, die wir als Alternative zu den üblicherweise verwendeten Kunststoffknöpfen anbieten möchten. Das Besondere: Sie erhalten die Knöpfe auch in Gold, Silber oder Platin und natürlich gerne in Abwandlungen Ihren Wünschen entsprechend. Lassen Sie sich inspirieren von unserem bisherigen Design (Typ 1-3, in Edelstahl mit oder ohne Stein). Unsere Knöpfe an Ihren Kochjacken, als Zeichen Ihrer Kreativität, Ihres Standes und des Niveaus Ihrer Kochkunst, das haben wir uns vorgestellt. Oder in Vereinen, Verbänden, Clubs - die Vergabe unserer Kochjackenknöpfe als Auszeichnung für besondere Leistungen, als Ehrung, als Preis, wie auch immer. Bitte werfen Sie einen Blick auf unsere Kollektion unter www.kochjackenknopf.de.

Das nenne ich eine Nische!

Folgen unzureichender Marktforschung.

Angeregt durch den Artikel "Die Bedeutung von Tourismus-Marktforschung als Grundlage einer erfolgreichen Positionierung im Wettbewerb" (PDF) von Karl Bodo Bock und Nils Wend (B&W Projekt in Wilhelmshaven) habe ich mich an einige Beispiele erinnert, in denen eine fehlende oder unzureichende Marktforschung dazu geführt hat, daß Projekte und Objekte in Schwierigkeiten geraten sind oder Chancen nicht genutzt wurden.

Ich selbst habe, nachdem ich für unsere Gaststätten in Bamberg nicht selten Inserate in der Tageszeitung oder in Veranstaltungsmagazinen geschaltet hatte, einmal ausprobiert, wo unsere (potentiellen) Gäste eigentlich wohnen. Dazu habe ich Flyer mit Gutscheinen in verschiedenen Postzustellbezirken (also einem Gebiet, das von einem Briefträger bearbeitet wird) verteilen lassen und diese Gutscheine so gestaltet, daß ich nach dem Rücklauf erkennen konnte, wo sie verteilt worden sind. Das Ergebnis hat mich sehr überrascht. In dem Postzustellbezirk, in dem das Restaurant seinen Standort hatte, betrug die Rücklaufquote fast 25%, in den unmittelbar angrenzenden Postzustellbezirken sank sie auf knapp 3% und noch weiter weg auf unter 1%. Ich hatte jahrelang viel zu breit (weit) streuende Medien für Inserate genutzt. Es wäre viel effizienter gewesen, auf Medien zu setzen, die weniger streuen, etwa Stadtteilzeitungen oder Hauswurfsendungen im Umfeld.

In meiner Stadt Bamberg wurden vom lokalen Tourismus-Service lange Zeit Tagestouristen vernachlässigt. Dies mag auch die Folge einer gewissen Dominanz der Anbieter von Übernachtungen gewesen sein, die traditionell etwa in den Kreisverbänden des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes den Ton bestimmen. Tatsächlich kommt die große Masse der Touristen von solchen Städten wie Bamberg aus einem Umfeld von 1 oder 2 Autostunden und übernachtet meistens zu Hause (sowohl aus Bequemlichkeit als auch aus Kostengründen). Und aus der Sicht von Busreisegruppen bzw. den Veranstaltern solcher Reisen gehören solche Städte zu einer Gruppe, die man meist nur einen Tag lang besucht. Nicht selten werden dann mehrere solcher Städte zu einem Paket geschnürt und die Übernachtung zwischen zwei Städten oder im Umfeld einer Stadt in preisgünstigen Hotels eingeplant. Gottseidank hat man sich aber in Bamberg eines besseren besonnen und bietet seit mehreren Jahren auch spezielle Pakete für Tagestouristen (Individual- und Gruppenreisende) an.

Ein drittes Beispiel ist die EXPO 2000 in Hannover. Erst nachdem die Hoffnung auf Massen von Besuchern etwa aus dem Süden Deutschlands begraben worden war, hat man durch spezielle, preisgünstige Angebote für Besucher aus der Region, die z.B. Konzerte am Abend besuchen wollten, die bis dahin enttäuschenden Besucherzahlen steigern können, um einigermaßen das Gesicht zu wahren. Das finanzielle Defizit ließ sich damit nur mildern, weil die durchschnittlichen Eintrittserlöse sanken.

Zuletzt möchte ich auf Disney Land Paris verweisen. Dort gab man sich anfangs der Illusion hin, die Besucher würden wie in den USA und Japan von weit her anreisen und viele Tage im Freizeitpark verbringen. Tagesbesucher aus Paris (Einheimische, Studenten, Urlauber) hatte man gar nicht im Visier. Erst später verknüpfte man die Werbung für Disney Land Paris mit dem Motiv, auch Paris besuchen zu können, und man machte Angebote, den Park nur nachmittags und am Abend zu besuchen, die auch für Jüngere attraktiv gewesen sind. Das Problem sinkender Durchschnittslerlöse pro Besucher ergab sich auch hier, weil etwa Studenten gar nicht oder preisgünstiger essen und weniger Merchandising-Artikel kaufen und in Paris schliefen statt in den Hotels von Disney Land Paris zu übernachten.

Tourismus-Marketing.

Karl Bodo Bock und Nils Wend (B&W Projekt in Wilhelmshaven) haben einen Artikel "Die Bedeutung von Tourismus-Marktforschung als Grundlage einer erfolgreichen Positionierung im Wettbewerb" (PDF) online gestellt, der in der Zeitschrift "Heilbad & Kurort" (Verbandszeitschrift des Deutschen Heilbäderverbands) Heft 3/4 2004 veröffentlicht worden ist.

Cocktails mit Bierbrand.

Die Gasthausbrauerei Brauhaus zur Post in Frankentahl bietet ihren Gästen, konzeptionell stimmig, selbstkomponierte Cocktails auf der Basis von Bierbrand.

SPD und Gruene gegen laengere Oeffnungszeiten von Straßencafes und Biergaerten.

Anlässlich der Debatte im Bundestag zu Sperrzeiten für die Außengastronomie erklären der tourismuspolitische Sprecher, Klaus Brähmig MdB, und der zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Klimke MdB in einer Pressemitteilung::

"SPD und Grüne wollen dafür sorgen, dass auch in diesem Sommer ab 22.00 Uhr die Biergartenkultur in Deutschland per Anordnung ihr abruptes Ende findet. Gerade wenn es draußen gemütlich wird und alles ins Freie drängt, müssen unsere Bürger und ausländische Gäste in geschlossene Räume ausweichen. Eine von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützte Initiative der FDP zur Verlängerung der Öffnungszeiten bis Mitternacht stößt erneut auf strikte Ablehnung der Koalitionsfraktionen. Dabei wäre dies - ohne Kosten für den Staat - nicht nur eine aktive Wirtschaftsförderung für die vom Konsumverzicht betroffene Gastronomie, sondern auch ein Stück mehr Lebensqualität und ein Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des Tourismusstandortes Deutschland.

Im Ausland können lange Sommerabende unter freiem Himmel dagegen nicht nur bei unseren südlichen Nachbarn, sondern auch in den EU-Beitrittsländern in Osteuropa vielfach noch nach 22.00 Uhr genossen werden. Bei uns aber sollen auch noch die letzten konsumbereiten Kunden nach Hause geschickt werden, obwohl sich Biergärten und Straßencafes erfreuen einer enormen Beliebtheit erfreuen. Und laut einer Emnid-Umfrage wünschen sich 73,7 Prozent der Bundesbürger dort längere Öffnungszeiten.

Dies wirft auch Schatten auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Viele ausländische Gäste werden an der vielbeschworenen Gastfreundschaft unseres Landes zu zweifeln beginnen, wenn sie nach dem Abpfiff der Länderspiele draußen noch die lauen Sommernächte genießen wollen. Zu Recht, denn nach Ansicht der tourismuspolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion könne man ja auch gerne auf "alkoholisiertes Gegröle" von Fußballfans verzichten."

Der Antrag "Sperrzeiten für Außengastronomie verbraucherfreundlich gestalten" (PDF).

Persönliche Anmerkung: Wenn diese Pressemitteilung nicht täuscht, sollte ja Hoffnung bestehen, daß in den Ländern und Kommunen, in denen CDU/CSU/FDP das Sagen haben, längeren Öffnungszeiten noch zum Sommer 2004 beschlossen werden. Vielleicht versuchen deren Bundestagsabgeordneten ihre teilweise widerspenstigen Landes- und Kommunalpolitiker von längeren Öffnungszeiten für die Außengastronomie zu überzeugen - auch zur Wahrung der eigenen Glaubwürdigkeit.

In meiner Stadt Bamberg wurden die Öffnungszeiten bereits im letzten Jahr bis Mitternacht verlängert. Während des Volksfestes, der Bamberger Sandkerwa von 19. bis 23. August 2004, dürfen die Besucher mitten in der Altstadt sogar an allen fünf Tagen bis 1 Uhr feiern, weil sich eine solche Regelung an drei Tagen im letzten Jahr bewährt hat.

Historische Fotos und Zeichnungen.

Mehr als eine Million Fotos und Zeichnungen enthält die amerikanische Kongressbibliothek. Zwei von hunderten Beispielen allein zum Thema Restaurant:

Neueroeffnung: Bolero City Beach Club Schwerin.

Das Bolero - Cocktailbar & mexikanisches Restaurant in der Mecklenburgstraße – eröffnet am Montag, 24. Mai 2004 seinen Bolero City Beach Club - den ersten in Schwerin! "In nur drei Wochen Bauzeit werden wir das 900 m² große Gelände im Hinterhof für den Rest des Sommers mit 200 m³ Sand in das Ibiza des Ostens verwandeln!" so Donald Wieck. Strandhungrige Innenstädter tummeln sich täglich von 9.30 bis 23.00 Uhr unter Palmen und Sonnenschirmen auf 50 gemütlichen Liegestühle. Wem der Summer in the City zu heiß ist, erfrischt sich zwischendurch unter einer der Freiluft-Duschen. Handtücher können ausgeliehen werden. Richtig gemütlich wird es bei Schummerlicht, im Schein der unzähligen zu chilliger Hintergrundmusik, die Erinnerungen an den letzten Urlaub weckt. Das gastronomische Angebot ist dem der Bolerobar angepasst und reicht von Caipirinha über eisgekühltes Bier bis zu Eis und kleinen Snacks. Zusätzlich gibt es ein leckeres Frühstück - herzhaft oder süß für 5,90 inkl. Kaffee. Besonderer Renner sind die neue "Aquarinha" - eine alkoholfreie Caipi mit Mineralwasser - und der Frozen Daiquiri. (Quelle: Pressemitteilung der Gastro Consulting GmbH).
BCBC

Foto: Bolero City Beach Club, Abdruckgenehmigung der Gastro Consulting.


Mehr über das Konzept Strandbars.

Wie die Gastronomie-Kette Bolero entstanden ist, beschreibt der Inhaber, die Gastro Consulting GmbH, so: "Das erste Bolero eröffnete im Oktober 1990 im Hamburger Stadtteil Ottensen in der Bahrenfelder Straße. In den kleinen verwinkelten Straßen gab es selten einen Parkplatz, aber das schreckte die Pistengänger nicht ab. Ein nettes Plätzchen findet man im Bolero immer: im urwüchsigen Hinterhof unter der großen Kastanie, an der kommunikativen Bar oder im Restaurant auf den bequemen Bänken. 1994 kam das Bolero in Bremen dazu. Der Trend zu mexikanischen Speisen hatte inzwischen in ganz Deutschland Einzug gehalten. Als weitere Ableger des erfolgreichen Konzepts kamen 1999 Boleros in Hamburg Rothenbaum, Hamburg Wandsbek und im Zentrum von Hannover hinzu. Im Jahr 2000 eröffneten das Bolero Braunschweig und das Bolero Lübeck, das Bolero in Schwerin folgte im August 2001, das Bolero Kiel im November 2001 und das Bolero am Duisburger Innenhafen im Oktober 2002. Der erste Bolero City Beach Club eröffnete 2003 seinen Strand direkt an der Weser in Bremen. Der Bolero City Beach Club in Schwerin eröffnet am 24. Mai 2004. Zur Zeit suchen wir Standorte in ganz Deutschland." Mehr Details der Entstehungsgeschichte.

7 days a week.

Wenn man sich auf der Website der Bierliebhaber Ratebeer.com nach den Bieren der Brauerei Bischoff in Winnweiler umschaut, fällt auf, daß einige Biertester in den USA ganz entzückt davon sind, daß es das Pils nicht im 6-Pack gibt sondern in einem 7-Pack: "The stuff came in a seven pack, i cant even explain how cool that is. Its like you finish 6 and you think its time to get a new beer, but then you remember that there's one more."

Weaver.

Neu im Sortiment der Brauerei Bischoff in Winnweiler in der nördlichen Pfalz ist "wheaver", ein Cola-Bier-Mischgetränk aus 75% Bischoff Ur-Weisse und 25% kalorienarmer, coffeinhaltiger Limonade mit Guanabana-Aroma. Erhältlich in der 0,5 l- und 0,33 l-Flasche.

ProBier-Meile.

Die Brauerei Bischoff in Winnweiler spielt geschickt mit dem Trend zu Bierfestivals und Bierverkostungen. Am 20. Mai 2004, Christ Himmelfahrt, dem traditionellen "Vatertag", kann man in einer "ProBIER-Meile" im Japanischen Garten in Kaiserslautern die Biere dieser Brauerei an zahlreichen Ständen probieren. Und so funktioniert die ProBIER-Meile:
  • Teilnahmegebühr: 2 €.
  • Dafür gibt es ein 0,5 l-ProBier-Glas und einen Bierpass.
  • Dieses Glas kann sich mit den verschiedenen Bischoff-Sorten füllen lassen.
  • Wer alle 10 Sorten probiert hat, bekommt eine Gratisfüllung.
Eigentlich finde ich ja Bierverkostungen mit kleineren Biergläsern besser, weil man dann wirklich alle Sorten bei wachen Sinnen probieren kann. Aber am Vatertag kann man vielleicht mal eine Ausnahme machen.

Die Brauerei Bischoff ist vielleicht außerhalb der Pfalz nicht jedermann bekannt. Sie exportiert ihre Biere aber sogar bis nach England, Italien, die Azoren und sogar Südkorea. Zu verdanken hat sie diese Exportchancen der Tatsache, daß zuerst Militäreinrichtungen der NATO- und amerikanischen Streitkräfte in Kaiserslautern, Ramstein, Baumholder und Heidelberg Bischoff-Bier bezogen haben und sich dann amerikanische Luftwaffenstützpunkte in anderen Teilen der Welt für dieses Bier zu interessieren begannen.

Donnerstag, April 29, 2004

Kooperation mit der Kampagne fuer Gutes Bier in Hamburg.

Mit der Kampagne für Gutes Bier e.V. in Hamburg habe ich vereinbart, daß Beiträge dieses Gastgewerbe Gedankensplitters zum Thema Bier auf deren Website zweitverwertet werden können.

Das Team um Lars Seyfrid veranstaltet unregelmäßig vergleichende Bierverkostungen. Beim nächsten Mal geht es um "Weizenbier oder Weißbier?" am Sonntag, 13.06.2004, 18 bis 21 Uhr, Im "HINTERHOF", Steinhöft 9 (Hinterhof), 20459 Hamburg, U-Bahn Baumwall (U3). Anmeldung unter info@kgbier.de. Es wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 8 Euro verlangt. Für Mitglieder ist der Eintritt frei.

Auswahlverfahren zum World Beer Cup 2004.

Vor kurzem hatten wir die Ergebnisse des World Beer Cup 2004 vorgestellt. Unklar ist mir dabei geblieben, welche Biere und in welchem Verfahren in die Vorauswahl gekommen sind. Ich habe mich deshalb bei der Weltenburger Klosterbrauerei, die einen goldenen Preis gewonnen hat (mit Weltenburger Kloster Barock-Dunkel in der Kategorie "European-Style Dark/Münchner Dunkel"), erkundigt, wie sie es geschafft haben, in die Vorauswahl zu kommen. Aber sie sind selbst von dieser Auszeichnung überrascht worden und wußten bis zur Preisverleihung gar nicht, daß sie nominiert worden sind. Aber man will sich erkundigen und mir berichten.

Bierliste des 24-Stunden-Bierfestivals online.

"BierIG Österreich" ist eine Interessen-Gemeinschaft der Bier-Konsumenten. Vom 05. bis 07. September 2003 veranstaltete man das erste "24-Stunden-Bierfestival" Österreichs mit über 1600 Besucher. An 26 verschiedenen Ständen gab es 140 verschiedene nationale und internationale Biere zum Verkosten. Eine Liste der Festival-Biere (Excel-Format). Es gab sowohl traditionelle Biersorten, wie das österreichische Märzen, als auch "echte Exoten", wie etwa die belgischen Lambic-Biere, ein schottisches Bier mit Piniennadeln oder ein "Chocolate-Stout", das die Gäste besonders faszinierte. Die Besucher bekamen mit ihrem Eintrittspreis ein spezielles "Festival-Glas" mit dem sie dann auf "Verkostungstour" gehen konnten. An den einzelnen Ständen konnten sie sich durch die Biersorten probieren. Das Festival soll wiederholt werden.

Dieser Hinweis auf dieses Festivals kommt "etwas" spät. Der Grund liegt aber darin, daß ich auf der HOGA München am Stand der Doemens-Akademie erstmals davon gehört habe.

Schnaps, Schnaps und nochmal Schnaps.

Die Wirtschaftswoche porträtiert den Spirituosenhersteller Diageo (Marken unter anderen: Smirnoff, Cuervo, Captain Morgan, Baileys, Johnnie Walker, Guinness, J&B, Gordon, VAT 79, Meyers Rum, Cardhu, Crown Royal, Dimple, Seagram's, Hennessy): "Diageo protzt mit Prozenten". (via Speisekarten-Seite.de).

Siehe dazu auch unsere Übersicht "Warenkundliche Informationen und Links zu den Herstellern von Spirituosen".

Wuchtige Eierspeisen.

Wolfram Siebeck zerreißt die deutsche Ausgabe eines Kochbuchs des französischen Starkochs Marc Veyrat:"Zuviel des Deftigen", in: Die Zeit Nr. 19/04 vom 29. April 2004. Gemeint ist das Buch "Die französische Landküche von Marc Veyrat. 107 raffiniert bodenständige Rezepte" von Marc Veyrat und Gérard Gilbert, der sich als Journalist auf kulinarische Themen spezialisiert.

Beck’s Career Award.

72 Prozent der Gastronomen in Deutschland sind der Meinung, dass bessere Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Marketing die Gefahr verringern, in der Selbstständigkeit zu scheitern. Entsprechend fordern mehr als drei Viertel der Befragten von der Industrie, den gastronomischen Nachwuchs stärker zu unterstützen. Dies belegt eine aktuelle TNS Emnid-Umfrage im Auftrag von Interbrew Deutschland/Beck’s unter 400 selbstständigen und angestellten Gastronomen in Deutschland. "In Deutschland gibt es ein großes Potenzial an Gastronomen mit Erfolg versprechenden Geschäftsideen. Viele scheuen aber aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage im Gastgewerbe den Weg in die Selbstständigkeit. Dabei würde eine noch gezieltere Förderung engagierter Nachwuchsgastronomen mit dazu beitragen, aus den guten und kreativen Ideen tragfähige Konzepte zu machen", so Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband).

Streben nach Selbstständigkeit

Die Mehrheit der Befragten (70%) hat schon einmal daran gedacht, die Geschäftsführung eines gastronomischen Betriebs zu übernehmen oder sich selbstständig zu machen. Zu den wichtigsten Faktoren unternehmerischen Erfolgs zählen die Befragten eine gut ausgebildete Belegschaft (86%) und eine gute Geschäftsidee (86%).

Bewertung der wirtschaftlichen Lage

Ein Viertel (26%) aller Befragten schätzt die aktuelle wirtschaftliche Lage ihres Betriebes als gut, 74 Prozent als mittelmäßig bis schlecht ein. Neben der mangelnden Konsumbereitschaft, die derzeit 58% aller Befragten als problematisch einstuft, gelten die Euroumstellung (35%) sowie die schlechte allgemeine Wirtschaftslage (25%) unter den Gastronomen als Gründe für die eher schlechte Situation der eigenen Betriebe. Bei zwei Dritteln der befragten Gastronomen hat sich die wirtschaftliche Lage ihres Betriebs in den vergangenen drei Jahren verschlechtert.

Wege aus der Krise

"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass viele Gastronomen durchaus bereit sind, sich mit einer guten Geschäftsidee selbstständig zu machen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, unser fachliches Know-how weiterzugeben und motivierte Nachwuchs-kräfte in der Branche zu fördern", so Uwe Albershardt, Vertriebsdirektor Gastronomie/GFGH Interbrew Deutschland. Mit dem neu ins Leben gerufenen "Beck’s Career Award" will Interbrew Deutschland Nachwuchsgastronomen mit unternehmerischem Gespür fit machen für die Selbstständigkeit. Besonders Erfolg versprechende Konzepte sollen realisiert werden. Der deutschlandweite Wettbewerb, zu dem ab Anfang Mai 2004 aufgerufen wird, wird vom DEHOGA Bundesverband unterstützt. Der Gewinner in der Kategorie "bester Nachwuchsgastronom" übernimmt einen Betrieb auf Basis eines von Experten entwickelten Konzepts. In der Kategorie "bestes Konzept" wird Interbrew Deutschland Gastro-Ideen prämieren und realisieren. Coaching und Beratung wird darüber hinaus die ebenfalls neu gegründete "Beck’s Career Academy" leisten: Teilnehmer mit einer überzeugenden Bewerbung werden von Experten geschult und können sich auf diese Weise zusätzliches fachliches Know-how aneignen.

Teilnahmebedingungen und Anmeldung

Die Bewerber in der Kategorie "Bester Nachwuchsgastronom" sollten zwischen 20 und 35 Jahre alt sein und mindestens zwei Jahre Vollzeiterfahrung in der Gastronomie haben. In der Kategorie "Bestes Konzept" sind die Bewerber gefordert, eine überzeugende, Erfolg versprechende gastronomische Konzeptidee einzureichen. Bei einer Road-Show in deutschen Großstädten haben die Teilnehmer Gelegenheit, ihre Persönlichkeit und ihr Konzept unter Beweis zu stellen. Eine unabhängige Fachjury ermittelt die Gewinner in beiden Kategorien. Die Sieger werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung prämiert. Die Bewerbungsunterlagen sind ab April/Mai 2004 im Internet unter www.becks.de erhältlich oder über die E-Mail-Adresse career-award@becks.de und sind schriftlich einzureichen.

Mehr fachliche Unterstützung hätten sich rückblickend 65 Prozent der in der Emnid-Studie befragten Gastronomen gewünscht, die den Sprung in die Selbstständigkeit bereits gewagt haben. (Quelle: Pressemitteilung von Interbrew Deutschland/Beck's).

Mittwoch, April 28, 2004

Komplettloesungen fuer italienische Eiscafes.

Die Bruno Gelato GmbH bietet Kompletlösungen, um ein Eiscafe mit italienischem Flair zu eröffnen: Planung, Zeichnungen, diverse Einrichtungsvorschläge von italienischen Innenarchitekten, Hilfestellung durch Bruno persönlich, Schulung beim Verkauf, Schulung bei der Erstellung der verschiedenen Eiskreationen, wöchentliche Lieferung des Speiseeises bis vor die Haustür, ständige persönliche Betreuung durch Außendienstmitarbeiter.

Hoga Muenchen: Schlussbericht.

München - Die vom 25. bis 28. April 2004 erstmals durchgeführte HOGA München, Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, war vier Tage lang Treffpunkt der Branche und wichtiger Impulsgeber für das bayerische Gastgewerbe. Entscheidungsträger aus Hotellerie und Gastronomie sowie deren Mitarbeiter aus Küche, Service, Verwaltung und Etage nutzten die HOGA zum Einkauf, zur Information und zum kollegialen Erfahrungsaustausch.

Die HOGA München präsentierte sich zur Premiere frisch und innovativ und bot mit außergewöhnlichen Sonderschauen und Aktionsbereichen sowie spannenden Wettbewerben ein lebendiges Branchenbild. In seiner Bilanz stellt Heiko Könicke, Geschäftsführer der veranstaltenden AFAG Messen und Ausstellungen, fest: "Mit der ersten HOGA München wurde das Fundament für eine Messe gelegt, in der noch viel Zukunftspotential steckt. Mit rund 25.500 Besuchern haben sich unsere Erwartungen an die Premierenveranstaltung erfüllt, denn die Messe wurde unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt und auf den Markt gebracht. Wir haben mit einem attraktiven Konzept unsere Visitenkarte in München abgegeben und die Aussteller und Besucher waren positiv überrascht und attestierten der HOGA im Vergleich zu den letzten Gastromessen in der Landeshauptstadt eine wesentlich höhere Attraktivität. Dies macht uns Mut für die nächste HOGA München. Unser vorrangiges Ziel ist es nun, das Ausstellerangebot auszubauen und die Besucherzahlen zu steigern und wir werden die vielen Anregungen aufgreifen, die wir bei dieser Messe sammeln konnten. Nichts ist so gut, als dass man es nicht noch besser machen könnte. Bereits bei der nächsten Münchener HOGA im Jahr 2006 rechnen wir mit einem deutlichen Schub nach vorn, nachdem bereits einige Unternehmen ihr Fernbleiben nach dem Besuch der Messe bedauerten", so Könicke.

BHG-Präsident Ludwig Hagn bewertet in seiner Bilanz die HOGA München als gelungenen Neuanfang: "Was die AFAG unter schwierigsten Bedingungen auf die Beine gestellt hat, verdient Respekt. Für unsere Mitglieder war die HOGA eine überaus wichtige Plattform der kollegialen Kommunikation und sie zeigte echte Innovationen und lieferte den Gastronomen wertvolle Anregungen für die berufliche Praxis. Ich bedauere allerdings, dass die Attraktivität der HOGA noch nicht von allen unserer Mitglieder erkannt wurde. Hier müssen wir vor allem unsere oberbayerischen Wirte und Hoteliers noch stärker motivieren", so Hagn. Einzigartig sei laut Hagn die Präsenz von vier bayerischen Ministern auf der Messe gewesen, die auf der HOGA rund 250 Hoteliers und Gastronomen als Sieger verschiedenster bayerischer Wettbewerbe auszeichneten. Weitere Highlights der Messe waren für den BHG-Präsidenten die Bayerischen Jugendmannschaftsmeisterschaften in den gastronomischen Ausbildungsberufen und das in dieser Art einmalige Engagement der Münchener Berufsschule. "Deutschlands größte kommunale Berufsschule für die Berufe des Brau- und Gastgewerbes verlagerte ihren gesamten Unterricht auf die Messe und gewährte Einblick in das breite Ausbildungsspektrum. Die Schüler trafen auf der Messe auf ein großes Publikum und waren mit Begeisterung bei der Sache", so Hagn. Benedikt Pentenrieder, BHG-Bezirksvorsitzender Oberbayern, stellte fest, dass es richtig war, eine eigene Messe in München zu installieren, denn die HOGA war ein ideales Forum, um sich zu informieren, denn die wichtigsten Bereiche waren vertreten. "Wesentlich attraktiver als andere Messen dieser Art“, so urteilten die jüngeren Mitarbeiter aus dem Gastgewerbe über die HOGA München aufgrund der vielen Events, Aktionsbereiche und Wettbewerbe, die zum Unterhaltungswert der Messe einen wichtigen Teil beitrugen" so Pentenrieder.

Geschäftliche Ergebnisse differieren je nach Branche

Der geschäftliche Verlauf der Messe wird von den Ausstellern der HOGA München sehr unterschiedliche bewertet. Während bei einigen Unternehmen die Auftragsbücher gut gefüllt waren und bei anderen die Erwartungen sogar deutlich übertroffen wurden, gibt es auch Aussteller, die nach wie vor eine deutliche Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen spürten. Dies betraf vor allem den Einrichtungs- und Ausstattungsbereich.

Nachstehend einige Stimmen von Ausstellern aus unterschiedlichen Angebotsbereichen:
  • Dietmar Groth (Fa. Rational, weltweiter Marktführer bei Kombi-Dämpfern): Wir sind sehr zufrieden und unser Stand war stets bestens frequentiert, weil wir auf Live-Vorführungen setzen und damit die Aufmerksamkeit der Besucher erreichen. Für uns sind Messen die einzige Möglichkeit zur direkten Kommunikation mit unseren Kunden und wir erhalten auf Messen das notwendige Feedback vom Markt. Wir hatten anfangs Zweifel, was unser Engagement bei der HOGA München betrifft, sind aber positiv von der Resonanz überrascht und werden auch 2006 in München dabei sein".
  • Katja Müller (Standleiterin) u. Otto Bock (Vertriebsleiter Südbayern), Fa. Schöller: "Eine Präsenz auf dieser Messe ist für uns unverzichtbar, auch wenn wir mit etwas mehr Besuchern gerechnet haben. Wir hatten auch viele Besucher aus Franken und dem Bayerischen Wald auf unserem Stand, haben aber etwas das Fachpublikum aus den südlichen Regionen Bayerns vermisst. Dennoch halten wir es für wichtig, dass die HOGA weiterhin stattfindet, denn die Messe hat Entwicklungspotential. Mit unseren Produkten ist allerdings ein früher Termin vor Beginn der Eissaison besonders wichtig".
  • Michael Ebner, Fa. Ebner (ein führendes Unternehmen im Bereich stationärer und mobiler Kassensysteme): "Die HOGA hat uns positiv überrascht und wird auch Zukunft haben. Unsere Kassensystem stießen auf sehr großes Interesse und für uns war die Beteiligung ein voller Erfolg. Das Messegelände mit seinen großzügigen Hallen halten wir für ideal".
  • Jürgen E. Wurst (Fa. Burkhof): Das Konzept der Messe stimmt, darauf lässt sich aufbauen. Für uns war die Messe ein Erfolg und wir trafen hier wichtige Kunden. Dies ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass München und die Region Oberbayern für unsere Produkte ein bedeutender Absatzmarkt sind".

    Die am letzten Tag vom Veranstalter durchgeführte Ausstellerbefragung zeigt, dass sich für 2/3 der Aussteller die Erwartungen erfüllt bzw. teilweise erfüllt haben und für 1/3 konnten sie nicht erfüllt werden. Für eine Wiederbeteiligung an der nächsten HOGA München sprachen sich schon jetzt über die Hälfte der Aussteller aus. Die besten Ergebnisse meldeten die Aussteller der Bereiche Food und Getränke, Dienstleistungen u. Organisation, gefolgt von Küchentechnik, Einrichtungen und Ausstattungen.
Die nächste HOGA findet in Nürnberg vom 23. bis 26. Januar 2005 statt. Die nächste Münchener HOGA ist für den 23. bis 26. April 2006 terminiert. (Quelle: Pressemitteilung der AFAG).

Fakten, Faken, Fakten.

Nicht selten werden in meiner Mailingliste Gastro-Einsteiger, meist von im Marketing geschulten Existenzgründern unter den fast 600 Teilnehmern, Fragen nach statistischen Angaben im Außer-Haus-Markt für Speisen und Getränke und inbesondere zur Gastronomie gestellt. Leider mußte ich die Frager bis vor kurzem enttäuschen. Es gab wenig empirische Daten, etwa
  • die Veltins-Gastrostudie, die Trendstudio "Alltagsprodukte der Zukunft" und ähnliche wenig repräsentative Untersuchungen,
  • Rankings der Fachzeitschrift Food Service über große Unternehmen verschiedener Marktsegmente oder die wachsende oder abnehmende Bedeutung von bestimmten Speisen und Getränke,
  • Daten der Betriebsvergleiche und der amtlichen Statistik, die aber letztlich auf die Umsatzsteuererklärungen zurückgehen und damit Fehler aus eher zufälligen Branchenzuordnung und falschen Angaben in den Steuererklärungen übernehmen und nicht mehr ganz taufrisch sind. Ein Beispiel ist die Gemeindedatenbank für alle Gemeinden Deutschlands.
  • Die Gesellschaft für Konsumforschung, die eigentlich dafür prädestiniert wäre, scheint an solchen Daten bisher wenig Interesse zu haben. Vielleicht mangelt es dafür an zahlungskräftigen Abnehmern.
  • Außerdem sammeln einige Markenartikler, die auch die Gastronomie beliefern (wie Zigarettenhersteller, Kaffeeröster, Brauereien), fleißig Daten über einzelne Betriebe, an die man als Außenstehender natürlich nicht rankommt. Meines Erachtens dienen diese Befragungen vor allem der Analyse, welche Marken wo vertreten sind und in welchen Objekten sich Promotions lohnen.
Bayerisches Gastronomie-Panel

Der Bayerische Gastronomie Report und Olaf Deininger (Media One) haben 2002 erfolgreich den Versuch gestartet, Gastronomen zweimonatlich und systematisch zu befragen. Herausgekommen sind interessante Ergebnisse dieses Bayerischen Gastronomie-Panels zu einem jeweils unterschiedlichen Schwerpunktthema. Die zweimonatlich durchgeführte Umfrage unter 6.000 Gastronomen aus Bayern ermittelt Einschätz- ungen zum Geschäftsverkauf und Trendthemen, zu aktuellen Diskussionen innerhalb der Branche sowie Marketing-Themen. Das Panel hat sich als wichtiges Instrument zur Steigerung der Bekanntheit und Reichweite sowie zum Aufbau einer Sales-Pipeline im Abo-Geschäft erwiesen.

Deshalb lag es nahe, den Kreis der befragten Gastonomen auszweiten.

AHGZ-Monitor

Kooperationspartner für den sogenannten "AHGZ-Monitor" ist die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung, in deren Ausgabe Nr. 17 vom 24. April 2004 Ergebnisse der ersten Befragung, die vierteljährlich durchgeführt werden soll, veröffentlicht worden sind. Dazu wurden 10.000 ausgewählte Gastronomen, darunter die 50 Top-Unternehmen, befragt und so gewichtet, daß die Ergebnisse repräsentativ sind. Die 20 gebildeten Segmente definieren sich nach Betriebsart und Unternehmensgröße. Wer beim AHGZ-Monitor mitmachen will und bereit ist, eine halbe Stunde alle Vierteljahr für das Ausfüllen des Fragebogens zu investieren, kann sich bewerben. Ausgefüllt wird er im Internet, was es den Machern erspart, Fragebögen zu erfassen und erlaubt, die Ergebnisse zeitnah zu präsentieren.

Gesamtmarktstudie Außer Haus von Marktplatz-Hotel.de und DEHOGA Berlin

Europäischer Marktführer in der Analyse und dem Management von Daten des Außer-Haus-Marktes ist die CHD Expert Gruppe. Sie befragt jährlich in Spanien, Portugal, Dänemark, Schweden, Finnland, Polen, Ungarn usw. und seit Ende 2003 auch in Deutschland. Mehr darüber auf der Website des deutschen Kooperationspartners Marktplatz-Hotel.de, wo auch Auszüge der ersten durchgeführten Studie erhältlich sind. Die eingesetzten Fragestellungen und die Ergebnisse betrachten den Außer-Haus-Markt weniger aus der Sicht der Marktteilnehmer wie der Gastronomie als aus der Sicht der Industrie, die in diesen Markt hinein liefern möchte. Es geht darum, welcher Hotel- und Gastronomiebetrieb kauft wo, wie oft, in welchen Mengen welche Produkte und Marken? Andererseits ist es natürlich auch für Gastronomen interessant, welche Beschaffungskanäle die Branche benutzt oder welche Kaffeemarken wie häufig eingesetzt werden. Branchenferne Menschen mag es z.B. überraschen, wieviele Gastronomen bei den Discountern einkaufen wie Aldi, Lidl, Norma, Plus. Nicht wenige Gastronomen werden sich jedoch fragen, warum sie ihre Zeit mit der Beantwortung eines dreiseitigen Fragebogens ver(sch)wenden sollen, deren Antworten vor allem ihre Lieferanten interessieren und die ihnen selbst nicht vollständig zugänglich sind, und warum sie für diese Zeit nicht bezahlt werden, wenn ihre Antworten gegen gutes Geld an die Industrie verkauft werden.

Chaipur Hot Spicy Chai.

Daß ein neues Produkt so rege akzeptiert und nachbestellt wird, daß der Markteinführer bereits nach der Platzierung auf ersten regionalen Teilmärkten Lieferprobleme hat, sieht man selten. Bei Eilles Tee, einer Marke der J.J.Darboven GmbH, ist dies mit dem neuen Produkt Chaipur Hot Spicy Chai passiert, einem Gewürztee nach indischer Art, eine Mischung aus heißer Milch, Schwarztee, Süße und exotisch scharfen Gewürze. Vorgestellt wurde dieses Produkt erstmals auf der Internorga 2004, dann auf der österreichischen Messe "Alles für den Gast" und jetzt auf der HOGA München.

Vermarktet wird dieses Produkt als exotisch und indisch. Tatsächlich ist es wohl der Versuch, den Erfolg von Tea-Bars in Asien und asiatischen Communities in den USA und Kanada nach Europa zu transferien. Aber vielleicht ist "amerikanisch" zur Zeit politisch nicht so angesagt...

Ich habe auf alle Fälle mal ein Startpaket (mit Tassen) geordert (zum Preis von 130 €). Das Handling ist sehr einfach. Für die heiße Variante gibt man das Pulver in eine Tasse und heißes Wasser dazu. Für die kalte Variante übergießt man das Pulver ebenfalls mit etwas Wasser, um es aufzulösen und füllt mit Eiswürfeln oder crashed Eis auf. Alternativ kann man sich einen Vorrat auflösen und kalt stellen. Dann sollte man aber vor dem Servieren noch einmal umrühren. Eine Bestelleinheit reicht für 170 Tassen und kostet 58 €. Der Verkaufspreis liegt erfahrungsgemäß zwischen 2 und 3 €. Wir werden dafür 2,40 € festsetzen, woraus sich ein Wareneinsatz ohne Schankverluste von 16,5% ergibt.

Auf der Basis von Chaipur lassen sich auch weitere Getränke mixen. So Chaipurnana mit einer reifen Banane.

Bestellt werden kann Chaipur ausschließlich über Darboven bzw. Burkhof. Die Lieferschwierigkeiten sollen sich in den nächsten Wochen auflösen. Zur Zeit gibt es angeblich eine Wartezeit von 2 bis 3 Wochen.

Für Endverbraucher gedacht ist ein Angebot der Darboven-Tochter Gourvita.com. Dort gibt es Chaipur in einer 500-Gramm-Packung zum Einführungspreis von 7,50 €, so daß man als Gastronom, der nicht Kunde von Darboven bzw. Burkhof ist, sich eine Packung zum Ausprobieren bestellen kann, ohne gleich einen Außendienstmitarbeiter kontaktieren zu müssen.

Montag, April 26, 2004

Bioweine als Alleinstellungsmerkmal für die Gastronomie.

Über "Bioweine als Alleinstellungsmerkmal für die Gastronomie" referiert am 28. April 2004, 11:30-12:00 Uhr, Helmut Schätzlein, Geschäftsführer der GWF Gebiets-Winzergenossenschaft Franken e.G. auf der HOGA MÜnchen im BHG-Info-Center in der Halle A1.

Alles fuer den Gast Wien.

Noch bis zum 28. April 2004 dauert die Fachmesse Alles für den Gast" in Wien.

Heute findet dort ein Informations-Workshop mit Gerhard Plunder vom VKI zum Thema "EU-Umweltzeichen für Tourismusbetriebe" statt. Das Europäische Eco-Label ist das offizielle Umweltzeichen der Europäischen Union und steht seit kurzem auch umweltfreundlichen Beherbungsbetrieben zur Verfügung, die ihre Dienstleistung auszeichnen lassen wollen, um sich so von konventionellen Mitbewerbern abzuheben. Besucher erfahren aus erster Hand Einzelheiten zum europäischen Umweltzeichensystem, die Umwelt- und Qualitäts-Kriterien für Tourismusbetriebe werden von Experten erläutert und das Antragsprozedere zur Umweltauszeichnung dargestellt. Aus Marketingperspektive wird ein Überblick über die geplanten Aktivitäten zum Eco-Label gegeben, um eine Vorstellung der europaweiten Marketingchancen mit diesem Gütesiegel zu vermitteln. Das Umweltzeichen der EU kann bald in 25 Mitgliedsstaaten der Union sowie in Norwegen, Island, Schweiz und Liechtenstein einheitlich genutzt werden. Alle Produkte bzw. Dienstleistungen, die diese "Umweltblume" erhalten, tragen diese unabhängig von Standort, Produkttyp und Dienstleistungskategorie.

"Entsorgung von Abfällen im Gastronomiebereich" ist das Thema eines Workshops mit Ing. Helmut Hrdy, von der B&E Beratung und Entsorgung am Dienstag, 27. April 2004. Welche Vorschriften dabei zu beachten sind und wie diese ökonomisch und ökologisch richtig umgesetzt werden, ist Ziel dieses Workshops. Ein Schwerpunkt dabei ist die Umsetzung neuen EU-Richtline, die mit 1. Mai 2004 in Kraft tritt. Inhalt dieser neuen Richtlinie ist, dass Speisereste nicht wieder in den menschlichen Ernährungskreislauf gelangen dürfen und somit Infektionen und ähnliches hintangehalten werden.

"Verunreinigung des Wassers im Küchenbereich" ist der Titel eines Workshops mit DI Dr. Arno Sorger, Prüfstellenleiter HygCen GmbH, ebenfalls heute am Montag, den 26. April 2004. Die Qualität von Trinkwasser, dem wichtigsten Lebensmittel, ist in der Trinkwasserverordnung festgelegt. So muss unter anderem die Qualität am Ort des Verbrauches (also am Auslaufhahn, zum Beispiel in der Küche) eingehalten werden. Viele Einbauten in Haus- und insbesondere Küchennetze stellen eine potentielle Gefahr für die Qualität des Trinkwassers dar. Eine eingeschränkte Qualität des Wasser wirkt sich – neben den rechtlichen Folgen – auch direkt auf die Speisen (Geschmack, Geruch, schnellerer Verderb, etc.) aus.

Reed Exhibitions Messe Wien veranstaltet die "Alles für den Gast Wien" zeitgleich mit der "Vinova" im Messezentrum Wien Neu.

Strukturdaten des Gastronomie- und GV-Marktes in Oesterreich.

Das auf den Gastronomiemarkt spezialisierte Unternehmen Gastro Obsearcher, welches sich mit der Beobachtung und systematischen Datengewinnung und -analyse der branchenspezifischen Ausprägungen und Entwicklungen beschäftigt, wird Mitte 2004 seine erste österreichische Grundlagenstudie präsentieren, die Aufschluß geben soll grundlegende Strukturdaten des österreichischen Gastronomie- und GV-Markts sowie seiner regionalen Unterschiedlichkeiten und verschiedenen Betriebskategorien.

Im Oktober 2003 wurde ein Pretest mit der Zielgruppe "Wiener Beherbergungsbetriebe" durchgeführt. Ein Auszug aus den Ergebnissen des Pretest kann im Download-Bereich von Gastro Obsearcher heruntergeladen werden (PDF, 426 KB). .

anti aging gourmet kochbuch.

Anti-Aging-Kochbücher mit unglaublichen Versprechungen gibt es inzwischen wie Sand am Meer, Gourmet-Kochbücher sind auch nichts Neues. Dennoch ist das neue "Anti Aging Gourmetn Kochbuch No. 1" eine Innovation: Denn hier haben sich ein renommierter Anti-Aging-Mediziner und ein mit zwei Gault Millau-Hauben ausgezeichneter Kochkünstler zusammengetan, um ein Kochbuch zu entwickeln, das sowohl den medizinischen als auch den kulinarischen Aspekt perfekt abdeckt.

Prof. Dr. med. Markus Metka ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, außerdem Androloge. Er ist Professor für gynäkologische Endokrinologie an der Universität Wien. Thomas Walkensteiner absolvierte die Hotelfachschule, bevor er seine Ausbildung zum Koch begann. Sein Berufsweg führte ihn u. a. in die haubengekrönten Küchen von Reinhard Gerer (Restaurant Korso, Wien), Ewald Plachutta (Zu den 3 Husaren, Wien) und zu Eckart Witzigmann (Aubergine, München). Seit 2003 ist er Küchendirektor im Hotel Schloß Fuschl und im Hotel Jagdhof in Salzburg.

Vorgestellt werden 80 Rezepte, die so verführerisch klingen, daß man sich kaum vorstellen kann, daß sie keine "Sünde" sind, erarbeitet nach den neuesten Erkenntnissen zur gesunden, lebensverlängernden Ernährung: Alles über sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe (wie Resveratrol, Lycopen, Isoflavone) und Phytohormone, über richtige und falsche Fette, über Problem-Nahrungsmittel wie raffinierten Zucker und vor allem darüber, wie man sie ersetzen kann, ohne dabei auf Genuß verzichten zu müssen.

Schauen Sie sich eine Musterseite an.

Deutscher Rotwein boomt.

Diplom-Sommelier Tom Engelhardt, Leiter der Unabhängigen Internationalen Weinakademie, hält am 28. April 2004 auf der HOGA München von 14:00-15:30 Uhr das Weinseminar: "Dornfelder, Spätburgunder & Co. - Deutscher Rotwein boomt". Eine Anmeldung am Stand Kermess-Institut/UIW (Stand 3120, Halle A3) ist erforderlich.

Sonntag, April 25, 2004

Wettbewerb in den elektronischen Vertriebswegen.

Über das Thema "Immer mehr Vertriebswege = immer mehr Zimmerbuchungen? - Wie Sie den Wettbewerb in den elektronischen Vertriebskanälen besser in den Griff bekommen!" referiert Torsten Speidel, Sales Manager Optims RMS, Hogatex, am Montag, 26. April 2004, von 16:00 bis 17:00 Uhr im HOGAFachforum in der Halle A1 der HOGA München.

Deutsche Weine in der Gastronomie und im Fachhandel.

Rosciak Farkas, Chefredakteurin der Zeitschrift divino, moderiert am Montag, 27. April 2004, eine Podiumsdiskussion zum Thema "Deutsche Weine in der Gastronomie und im Fachhandel" von 15.00 bis 15.30 Uhr auf der HOGA-Show-Bühne in der Halle A3 der Hoga München. Gäste sind

Show-Mixen auf der HOGA Muenchen.

"Die neue Generation der Barkeeper" heißt eine Show der American Bartender Schools auf der HOGA-Show-Bühne am Montag, 26. April 2004 in der Halle A3 der HOGA München.

Ausbildungsplatzabgabe.

Den Gesetzentwurf der Fraktionen SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Sicherung und Förderung des Fachkräftenachwuchses und der Berufsausbildungschancen der jungen Generation (Berufsausbildungssicherungsgesetz - BerASichG) (PDF), in: BT-DrS. 15/2820 vom 30.03.2004, nennt der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück einen "Irrsinn": "Steinbrück meutert gegen Kanzler und Parteichef", in: Spiegel vom 25. April 2004.

Wenn man sich den Entwurf im Detail anschaut, sieht man, daß er erhebliche Lücken bietet, die es Unternehmen erlauben, ihn ad absurdum zu führen. Z.B. wird die Erhebung einer Umlage nach dem Gesetzesentwurf von der Anzahlder am Stichtag (30. September) gemeldeten unbesetzten Ausbildungsstellen abhängig gemacht (im Vergleich zur Zahl der noch eine Stelle suchenden Auszubildenden). Damit läßt sich das Inkrafttreten allein schon dadurch verhindern, daß Unternehmen bis zum Stichtag eine ausreichend große Anzahl unbesetzter Ausbildungsstellen melden. Werden diese Stellen nach dem Stichtag nicht besetzt oder gar wieder abgemeldet, tritt die Umlage dennoch nicht in Kraft. Und im Folgejahr spielen die Unternehmen dieses Spiel aufs Neue.

Wenn der SPD-Bundesvorsitzende und Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Franz Müntefering sein politisches Schicksal mit so einem handwerklich lächerlichen Gesetzesentwurf verknüpft, muß man Peer Steinbrück zustimmen: Irrsinn.

Bayerischer Wirtschaftsminister verspricht "Putzstunde" bayernweit.

Wie der Gastronomie Report heute aus seiner Gläsernen Redaktion von der HOGA München berichtet, hat Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu zur Eröffnung der HOGA angegeben, die CSU-Landtagsfraktion habe sich darauf geeinigt, daß "Putzstunden"-Regelung künftig im Prinzip bayernweit gelten soll. Den Gemeinden soll allerdings die Möglichkeit verbleiben, strengere Bestimmungen zu erlassen.

Mein Kommentar: Die faktische Abschaffung der Sperrstunde in Bayern ist längst überfällig. Trotz vollmundiger Versprechungen von Stoiber, wenn es um Deregulierung, Verwaltungsreform und Entbürokratisierung geht, hinkt Bayern insoweit den anderen Bundesländern hinterher. Siehe dazu unseren Beitrag über die Sperrstunden-Regelungen. Die CSU-Landtagsfraktion hatte bislang nur unzureichende Bereitschaft gezeigt, den Widerstand der Kommunen zu überwinden, die um die Möglichkeit bangen, Gastronomen mit unverschämten Gebühren für Sperrstundenverkürzungen abzuzocken. Daß den Kommunen diese Möglichkeit zumindest als Ausnahme von der Regel verbleiben soll, ist in meinen Augen ein fauler Kompromiß einer feigen CSU-Fraktion.

Visionaere Gastrokonzepte junger Architekten zum "Restaurant der Zukunft".

Bei der heute in der Neuen Messe München eröffneten HOGA, Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung (25. bis 28. April), sorgt ein außergewöhnlicher Ideenwettbewerb zum Thema "Restaurant der Zukunft" für Diskussionsstoff.

Tagsüber chice Boutique, abends Szenelokal - flexible Raumnutzung rund um die Uhr: Mit dem visionären, multifunktionalen Konzept "From Dusk till Dawn" hat die Studentin Stefanie Rack den Ideen-Wettbewerb "Das Restaurant der Zukunft" gewonnen."


Ein Foto des Entwurfs "Felderwirtschaft von Sandra Lutz (Platz 2).


Zur Eröffnung der neuen bayerischen Gastro-Fachmesse zeichnete Münchens Oberbürgermeister Christian Ude die Sieger dieses visionären; in Europa bislang einzigartigen Contests aus, der von der Akademie der Bildenden Künste in München, Lehrstuhl für Raumgestaltung, betreut wurde und der von der Fachzeitschrift Gastronomie Report initiiert wurde. Auf dem zweiten Platz landete ein Trio von visionären Lokal-Entwürfen: "Orbit" von Julia Schiffner, "Felderwirtschaft" von Sandra Lutz und "27,5° Wohlfühltemperatur" von Laura Brotherus.

Wie stellen sich junge Leute die Lokale von morgen vor? Was fehlt ihnen bislang im gastronomischen Angebot? Wie können Gastro-Profis herausfinden, wie die wichtigste, ausgehfreudigste Zielgruppe, die 19- bis 30 jährigen ticken? Um diese Fragen drehte sich der Wettbewerb "Restaurant der Zukunft". "Die Studenten haben unsere kühnsten Erwartungen übertroffen und sensationelle Konzepte abgeliefert", so Willy Faber, Herausgeber der Fachzeitschrift GASTRONOMIE-REPORT und Schöpfer des innovativen Wettbewerbes.

Dass gleich drei Konzepte auf dem zweiten Platz landeten, zeigt, wie schwer sich die hochkarätig besetzte Jury mit ihrer Entscheidung tat. Beim Siegerkonzept der jungen Innenarchitektin Stefanie Rack überzeugte die Experten (darunter die Erfolgsgastronomen Thomas Hirschberger (Sausalitos) und Andreas Pflaum (Pflaum's Posthotel Pegnitz), Dietrich Sailer und Josef Schumacher vom Hofbräuhaus Traunstein und das Züricher Architektenpaar Carmen und Urs Greutmann) neben dem kühnen, multiplen Entwurf - Boutique & Bar - nicht zuletzt die durchdachte, praxisnahe Umsetzung. So werden beispielsweise die Kleider einfach abends an Stangen an die Decke gezogen und bilden so gleich wieder ein ungewöhnliches Deko-Element für die Szenebar.

Ein wichtiges Merkmal des Wettbewerbes war, dass den teilnehmenden Studenten keinerlei Einschränkungen (etwa in bezug auf Materialien, Größe, Budget für die Umsetzung, etc.) mit auf den Weg gegeben wurden. "Wir wollten das kreative Potential und die unverbrauchten Ideen junger Menschen zum Zug kommen lassen", so Willy Faber und Professor Manfred Kovatsch von der Akademie der Bildenden Künste übereinstimmend. "Es geht nicht darum, fix und fertige Konzepte vorzulegen, die 1:1 in den Gastro-Alltag übernommen werden können. Unser Ziel ist, dem deutschen Gastgewerbe Denkanstöße zu liefern für die Gastronomie von morgen." Unterstützt wurde der Wettbewerb, der Neuland betreten hat in der europäischen Gastronomie- und Architektur-Geschichte, von den Firmen Burkhof, Hofbräuhaus Traunstein, Mineralbrunnen AG (afri-cola), Resch & Frisch, Rosenthal, Salomon und von der AFAG Messegesellschaft.

Was dabei herauskommt, wenn Visionen freier Lauf gelassen wird, zeigt die zweitplatzierte Julia Schiffner mit ihrem Konzept "Orbit". Dort können sich die Gäste an Bars oder im Restaurant austoben oder sich in kleine Kapseln zurückziehen, die wie Planteten im interstellaren Raum über den 18 Meter hohen Gastraum verteilt sind. In diesen kokonartigen Kugeln lassen sich sogar die Musik und das Licht individuell regeln.

Ebenfalls auf dem 2. Platz landete das Rund-um-Wellness-Konzept von Laura Brotherus. Der Ablauf für den Gast sieht so aus: entkleiden, duschen, saunen, abkühlen, relaxen, duschen, essen, trinken, anziehen. All das wird unter einem Dach, sprich im "Restaurant der Zukunft" namens "27,5° Wohlfühltemperatur" geboten. - Einen Ferientag im Grünen mitten in der City bietet der Entwurf "Felderwirtschaft", der ebenfalls mit Platz 2 belohnt wurde. Clou dieses Konzepts sind mehrere große Glaszylinder, in denen saisonale Pflanzen blühen. Die Plätze der Gäste sind rund um diese "Raumstationen Erde" angeordnet.

In voller Pracht können die elf visionären Konzepte zum "Restaurant der Zukunft" noch bis zum 28. April auf der HOGA München am Stand des GASTRONOMIE-REPORT (Halle A 2, Stand 201) begutachtet werden. Anschließend ist geplant, dass die Zukunftsshow als Wanderausstellung auf Reisen geht (Infos unter Tel.: 0 89 / 448 04 09). Begleitend zur Ausstellung ist das Booklet "Restaurant der Zukunft" erschienen, das für eine Schutzgebühr von 20 Euro bezogen werden kann unter: www.gastronomie-report.de/booklet.htm

Passend zur Zielgruppe Gastronomie sind übrigens auch die Preise für die Sieger gestaltet: Die Erstplatzierte Stefanie Rack darf sich auf eine "Gastro-Education-Tour" (dotiert mit 1.000 Euro) in eine europäische Metropole ihrer Wahl freuen. Die Zweitplatzierten erhalten je eine Flasche Champagner Magnum Rosé samt einem Scheck über 250 Euro. Dazu gibt's ein großes Abschlussfest für alle teilnehmenden Studenten. (Quelle: Pressemitteilung der AFAG).

Leseprobe: Der clevere Gastronom.

Von dem im Mai erscheinenden Buch "Der clevere Gastronom - 5 Bausteine zum Erfolg" von Franziska Schumacher kann man sich eine 13-seitige Leseprobe herunterladen (PDF).

Alkoholfreie Cocktails.

Die Deutsche Barkeeper-Union präsentiert am 27. April 2004 auf der HOGA München, von 16:15-17:00 Uhr das "11. Creativ Non Alcoholic-Cocktail-Turnier" (HOGA-Showbühne, Halle A3).

Kalkulation von Weinpreisen.

Josef Hiller vom Restaurant & Hotel Kaiserhof, Rheingau, spricht am 27. April 2004 von 14.00 bis 15.30 Uhr auf der HOGA München zum Thema "Kalkulation von Weinpreisen in der Gastronomie". Anmeldung bitte am Stand Kermess-Institut/UIW (Stand 3120, Halle 3).

Am selben Tag, aber bereits von 12.30 bis 13.00 Uhr, moderiert Willy Faber, Chefredakteur des Gastronomie Reports, eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema. Es diskutierenOrt: Halle A3, HOGA-Showbühne.

Siehe zum Thema Weinpreise in der Gastronomie auch ein früheres Posting sowie einen Artikel von Wolfgang Faßbender in der Berliner Morgenpost vom 14. Juni 2003: "Mini-Glas, Maxi-Preis".

Ausbildung zum Diplom-Biersommelier.

Über "Die Ausbildung zum Diplom-Biersommelier" referiert am Dienstag, 27. April 2004, von 10.30 bis 11.00 Uhr Heinrich F. Egerer von der Doemens Akademie auf dem HOGA-Fachforum der HOGA München (Halle A1). Die Doemens Akademie in Gräfelfing ist eine weltweit angesehene Braumeister-Schule.

Zum spannungsgeladenen Verhältnis der Anhänger zweier Richtungen der Bierverkostung siehe auch einen Beitrag von Dr. Peter Schropp und Dr. Wolfgang Stempfl im Newsletter der Doemens-Akademie: Nicht durch die Blume".

Siehe auch einen früheren Beitrag zum Thema Bierverkoster.

Samstag, April 24, 2004

World Beer Cup 2004.

Beim World Beer Cup 2004 schnitten einige deutsche Biere mit Erfolg ab, auch wenn der Anteil deutscher Biere unter den besten der Welt in deutlichem Gegensatz steht zur Überheblichkeit mancher deutschen Brauer. So gewann in der Kategorie der Biere Münchener Stils ein Bier aus Lettland den Preis in Gold. Daß der dortige Braumeister aus Deutschland stammt, zeigt, daß es weniger an der Fähigkeit deutscher Braumeister liegt als an der Borniertheit mancher Brauereien, wenn anderswo bessere Biere gebraut werden als bei uns. Welche deutschen Biere schnitten gut ab?
  • Gold in der Kategorie "Non-Alcoholic (Beer) Malt Beverage" gewann Clausthaler Lager. Eine Meinung, der ich mich nicht anschließen kann. Meines Erachtens lassen Jever Fun und Becks Alkoholfrei den Alkohol weniger vermissen.
  • In der Kategorie "Garden Beer (Fruit and Vegetable Beer)" gewann das Wäldches Kirschbier der Wäldches-Bräu GmbH in Frankfurt am Main Silber. Das legt bei mir eine "Bildungslücke" offen. Ich kenne nur das "Kirsch-Bier" der Klosterbrauerei Neuzelle. Conrad Seidl erwähnt auf seiner Website ein weiteres Kirschbier aus Österreich.
  • In der Kategorie "European-Style Low-Alcohol Lager/German-Style Leicht(bier)" gewann Beck's Light Silber.
  • In der Kategorie "German-Style Pilsener" blieben deutsche Brauereien unter sich: Gold gewann das Rolinck Pilsener aus der Privatbrauerei A. Rolinck GmbH in Steinfurt, Silber gewann Pott's Pilsener von der Pott's Brauerei GmbH in Oelde und Bronze das "Freudenberger" der Brauerei Märkl in Freudenberg.
  • In der Kategorie "Münchner-Style Helles" schnappte die Brauerei AB "Kalnapilio-Tauro Grupe" in Vilnius, Lettland, den deutschen Brauereien in ihrer Hausdisziplin den goldenen Preis vor der Nase weg. Silber gewann das Bosch Lager aus Privatbrauerei Bosch in Bad Laasphe, Bronze ging an "Pott's Gold" aus der Pott's Brauerei GmbH in Oelde, eine der wenigen Brauereien, die gleich in mehreren Kategorien Preise einheimsen konnte.
  • In der Kategorie "European-Style Pilsener" mußten sich europäische Brauereien mit Silber begnügen. Den Preis in Gold und Silber gewannen erstaunlicherweise (oder auch nicht) Brauereien aus Singapur und Kambodscha. Silber gewann die Alpirsbacher Klosterbräu mit ihrem "Spezial".
  • In der Kategorie "Dortmunder/European-Style Export" gewann - Sie werden es schon ahnen - keine Brauerei aus Dortmund, sondern die schwedische Brauerei Kopparsbergs aus Västra Frolunda schnappte sich gleich mit zwei Bieren den goldenen und den silbernen Preis. Deutschland blieb Bronze; der dritte Platz ging an das Distelhäuser Export aus der Distelhäuser Brauerei.
  • In der Kategorie "Vienna-Style Lager" ging Gold an das Schaumburger Landbier der Schaumburger Brauerei in Stadthagen, die weiteren Preise an eine amerikanische und britische Brauerei. Österreichische Brauereien gingen leer aus.
  • In der Kategorie "German-Style Märzen/Oktoberfest, 18 Entries" ging Gold an die Private Landbrauerei Schönram ("Schönramer Festbier") in Petting/Schönram. Silber gewann das Goss-Märzen der Brauerei Goss in Deuerling.
  • In der Kategorie "European-Style Dark/Münchner Dunkel" gewann das Weltenburger Kloster Barock-Dunkel aus der Klosterbrauerei Weltenburg den goldenen Preis. Dieses Bier ist das aktuelle Bier des Monats unseres "Café Abseits", was mich besonders freut, weil es zeigt, daß meine Bierauswahl wohl nicht die schlechteste ist. Silber ging an das Münchner Dunkel der Privatbrauerei Hofmühl in Eichstätt
  • In der Kategorie "German-Style Schwarzbier" ist keine deutsche Brauerei unter den Siegern gewesen. Alle Preise gingen an amerikanische Brauereien.
  • Selbst in den Kategorien "Traditional German-Style Bock", "German-Style Heller Bock/Maibock" und "German-Style Strong Bock" gingen deutsche Brauereien leer aus. Die Preise gingen an kanadische und amerikanische Brauereien sowie wieder einmal an die lettische AB "Kalnapilio-Tauro Grupe".
  • In der Kategorie "South German-Style Hefeweizen/Hefeweissbier" zeigte eine Brauerei aus Kiev wo der Bartel den Most holt. Die Ritter St. Georgen Brauerei in Nennslingen gewann mit ihrem Weißbier "Weißer Franke" den silbernen Pries. Die Bronzemedaille holte Freudenberger Hefe Weizen der Brauerei Maerkl in Freudenberg.
  • In der Kategorie "German-Style Pale Wheat Ale" sicherte sich eine deutsche Brauerei Gold: die Privatbrauerei Hofmühl in Eichstätt mit ihrem "Hofmühl-Weissbier Leicht".
  • In der Kategorie "German-Style Dark Wheat Ale" gingen alle drei Preise an dunkle Hefeweizen aus Deutschland: "Schwarzer Ritter" von der Ritter St. Georgen Brauerei in Nennslingen, "Distelhäuser Dunkles Hefe-Weizen" der Distelhäuser Brauerei und "1543" der Flötzinger Braü in Rosenheim.
  • Auch in der Kategorie "South German-Style Weizenbock/Weissbock" blieben die deutschen Brauereien unter sich: Gold gewann der "Plank Weizenbock" aus der Brauerei Michael Plank in Laaber. Silber ging an "Aventinus" der Schneider Weissbierbrauerei in Kelheim und Bronze an "Plank Heller Weizenbock" aus der Brauerei, die auch Gold in dieser Kategorie gewann.
Wer sich wundert, daß es so viele Bierkategorien gibt, sollte einen Blick auf die gesamte Liste werfen. Beim World Beer Cup 2004 wurden 81 Kategorien unterschieden.

In der Kategorie "Smoke-Flavored Beer" gingen deutsche bzw. fränkische Biere leider leer aus. Zum Ausgleich hat die Familie Weyermann (Mälzerei Weyermann in Bamberg) die Bamberger Fahne vor Ort hochgehalten und Schlenkerla ausgeschenkt.

Paul Kestermann - Getraenkedesigner.

In der Reihe Unternehmer der Woche stellt Burkhard Schneider im Mex Blog den Getränke-Designer Paul Kestermann vor.

Ergänzend ein paar Links und Infos für Bierinteressierte:
  • Caiman, der Mixdrink aus Caipirinha und Bier wird mittlerweile von Feldschlößchen AG, Braunschweig, vermarktet, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Marktführer in der Schweiz, der Feldschlößchen Getränkegruppe, die mittlerweile zum dänischen Brauereikonzern Carlsberg gehört.
  • Das erwähnte Produkt, das imitiert worden ist, stammt von der elsässischen Brauerei Fischer in Strasburg, die mittlerweile zum niederländischen Brauereikonzern Heineken bzw. Heineken France gehört und heißt "Adelscott", ein Bier mit Whiskymalz.
  • Ein Bier mit einem Hauch von Whiskymalz gibt es seit einigen Jahren auch von der Brauerei Hartmann in Würgau bei Bamberg. Es heißt "Felsenkeller", wird im Frühjahr gebraut und ist nur im Sommer erhältlich.
  • Neben dem erwähnten Caipirinha-Bier-Mex Caiman gibt es noch Caimix, ein Mix aus 30% Exportbier, 6% Pitu (Zuckerrohrbrand) und 64% Erfrischungsgetränk mit Caipirinha von der Hochdorfer Kronenbrauerei.
  • Weitere Biermixgetränke finden Sie auf unserer Seite Biermixgetränke.

Treffen auf der HOGA.

Am kommenden Dienstag, 27. April 2004, werde ich die HOGA in München besuchen. Wer mich auf einen Smalltalk treffen mag, findet mich von 16.30 Uhr bis 17.00 Uhr in der Halle A1, am HOGA-Fachforum. Ein kurzes eMail vorab an: news@abseits.de bis Montag 15 Uhr wäre nett. Dann kann ich eventuell einen früheren Termin vereinbaren oder ich schaue bei Ihnen am Stand vorbei, wenn Sie selbst auf dieser Messe vertreten sind.

Franziska Schumacher hält dort an diesem Tag ab 17.00 Uhr einen Vortrag: "Baustein 2: Die verkaufsstarke Speisekarte, Restaurant-Marketing", den ich mir anhören möchte.

Feldkuechen.

Ganz besondere Anforderungen an das Catering erwachsen bei der Versorgung von Soldaten im Krieg. Das Australian War Memorial präsentiert eine ganze Reihe von Fotos zum Thema "Food Preparation" (Speisezubereitung), so von Feldküchen und ihren Mitarbeitern, etwa Köchen des 58ten Bataillons im Oktober 1917 nach der Schlacht von Ypres.

Freitag, April 23, 2004

Franziska Schumacher: Der clevere Gastronom - auf der HOGA Muenchen.

Auf der HOGA 2004 in München hält Franziska Schumacher mehrere Vorträge zu den einzelnen Bausteinen ihres Buches:
  • 26.4., 14-15 Uhr: Einführungsvortrag von Franziska Schumacher (Gastro-Coach und u. Wirtschaftsmediatorin, Fa. GastroPower)
  • 26.4., 17-18 Uhr: Baustein 1: Konzept u. Strategie erfolgreicher Betriebe
  • 27.4., 17-18 Uhr: Baustein 2: Die verkaufsstarke Speisekarte, Restaurant-Marketing
  • 28.4., 13-14 Uhr: Baustein 3: Sieben Möglichkeiten, das Betriebsergebnis zu verbessern
  • 28.4., 14-15 Uhr: Baustein 4: Aktiver Verkauf im Restaurant
  • 28.4., 15-16 Uhr: Baustein 5: Mitarbeiterführung
Ich kann leider nicht bei allen Vorträgen dabei sein. Vielleicht ist jemand anderes so nett, darüber zu berichten? (email: news@abseits.de).

coverVon Franziska Schumacher erscheint im Mai 2004 im Matthaes Verlag das Buch "Der clevere Gastronom - 5 Bausteine zum Erfolg". Aus der Verlagsankündigung: "Strategie und Konzeption, Restaurantmarketing, Betriebswirtschaft und Kalkulation, Aktiver Verkauf im Restaurant und Mitarbeiterführung und -motivation. Jedes dieser Themen ist ein Baustein, der für den Erfolg einer Gaststätte ausschlaggebend ist. Durch Veränderung der einzelnen Bausteine oder im Gesamten wird eine zukunftsfähige Gastronomie geschaffen. Ein variables Konzept, das in jedem gastronomischen Betrieb, auch in kleinen, umsetzbar ist. Neue Denkansätze, die Zukunft schaffen und sichern. Die Rezepte der Erfolgreichen. Was machen sie anders?" Sobald Franziska Schumachers Buch erschienen ist, wird es auf Abseits.de natürlich ausführlich vorgestellt.

Franziska Schumacher ist Coach und bietet auf ihrer Website Gastro-Power.de zahlreiche Workshops zu Themen rund um Unternehmensführung, Mitarbeiterführung, Familienbetrieb und kreative Gastronomie an. Sie wohnt unweit von Bamberg in Hollfeld in der Fränkischen Schweiz. Den Teilnehmern unserer Mailing-Liste "Gastro-Einsteiger" ist sie durch hilfreiche Tipps und Ratschläge bekannt.

Restaurantpreise kaum gestiegen.

Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der am 25. April in München beginnenden Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung (HOGA) mitteilt, haben sich die Preise in Restaurants sowie für Übernachtungen in den letzten zwölf Monaten unterdurchschnittlich erhöht. Von März 2003 bis März 2004 stiegen die Preise für Speisen und Getränke im Restaurant oder im Café im Schnitt um 0,6%. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex hat sich von März 2003 bis März 2004 um insgesamt 1,1% erhöht.

Etwas stärker verteuerten sich dagegen die Preise für Gerichte zum Mitnehmen (+ 1,3%). Die Preise in Kantinen und Mensen stiegen mit 1,7% ebenfalls überdurchschnittlich an. Eine Übernachtung mit Frühstück kostete im Durchschnitt 0,8% mehr als ein Jahr zuvor.

Diese verbraucherfreundliche Entwicklung hat den erheblichen Preisanstieg der Branche im Zuge der Euro-Bargeldeinführung jedoch noch nicht kompensiert. Seit der Euro-Bargeldeinführung (Dezember 2001 auf März 2004) stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 2,8%. Der Restaurantbesuch verteuerte sich seitdem um 4,0%, die Übernachtung um 5,8%. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Ho' mir mal ne Flasche Bier.

Im Drogenbericht der Bundesregierung habe ich eigentlich mehr Informationen erwartet über den Drogenkonsum der Bundesregierung. Zumindest macht der Kanzler nicht mehr Werbung für Cohiba.

Messeakkreditierung von Bloggern.

Logo Hogo München 2004Noch auf der Frankfurter Buchmesse 2003 mußte einer der bekanntesten deutschen Blogger mit Sitz in Dresden eine Mitarbeiterin der Frankfurter Buchmesse mühsam überreden, um als Presse akkrediert zu werden. Zumindest die AFAG Nürnberger Messen und Ausstellungen GmbH hat dazu gelernt. In den Akkreditierungsrichtlinien zur HOGA 2004 in München, die in diesem Jahr zum ersten Mal von der AFAG veranstaltet wird (nachdem Münchener Veranstalter gescheitert sind), heißt es: "Akkreditiert werden: .... Mitglieder von Internet-Redaktionen, die zu Vollredaktionen oder Verlagen gehören, beziehungsweise deren Online-Publikationen in der jeweiligen Messe-Community als Informationskanäle etabliert sind." Besser kann man doch erfolgreiche Blogs gar nicht beschreiben.

Donnerstag, April 22, 2004

Show-Kochen auf der HOGA Muenchen.

TopfguckerDer Bayerische Rundfunk holt Spitzenköche der TV-Serie Topfgucker auf die HOGA München (täglich 11-14 Uhr):
  • 25.4. Andreé Geul (Hotel Fürstenhof, Landshut)
  • 26.4. Stefan Rottner (Hotel & Gasthaus Rottner, Nürnberg) (Gäste in der Schauküche sind an diesem Tag Sabine Sauer u. Christoph Deumling vom BR, die die Aktion "Sterneköche kochen für Sternstunden" präsentieren)
  • 27.4. Ludger Fetz (Maximilians Restaurant, Oberstdorf)
  • 28.4. Christian F. Greiner (Christian's Restaurant, Kirchdorf)
(Foto: BR-Topfgucker, Copyright: AFAG).

Trendforum Wein auf der HOGA Muenchen.

Die HOGA wird sich in Zusammenarbeit mit Kermess und der Unabhängigen Internationalen Weinakademie UIW intensiv mit dem Thema Wein auseinandersetzen und dem Fachpublikum beim "Trendforum Wein" geballte Informationen und wertvolle Tipps vermitteln:
  • 27.4., 12.30 Uhr "Kalkulation von Weinpreisen". Podiumsdiskussion um ein heikles Thema, das alle Gastronomen interessieren sollte. Dabei kommt es zum Gipfeltreffen der Erfolgsgastronomen, denn zur hochkarätig besetzten Gesprächsrunde gehören auch Josef Hiller (Restaurant & Hotel Kaiserhof, Villich) und Rudi Kull (Shooting-Star der Münchner Gastroszene). Weitere Podiumsdiskussionen:
  • 25.4., 14.00 Uhr "Überteuerte Weine in der Gastronomie"
  • 26.4., 15.00 Uhr "Deutsche Weine in der Gastronomie und im Fachhandel"
  • 28.4., 14.30 Uhr "Wohin geht es mit dem deutschen Wein?"
Darüber hinaus finden am Stand von Kermess/UIW in Halle A 3 täglich Weinseminare und weitere Aktivitäten statt.

Live-Berichterstattung von der HOGA Muenchen.

Der Countdown läuft: am kommenden Sonntag, 25. April, wird die HOGA München, die neue Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, von Bayerns Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu eröffnet (10.30 Uhr, HOGA Fachforum in Halle A1). Bis zum 28. April bietet die HOGA vor allem den Gastronomen, Hoteliers und Mitarbeitern des bayerischen Gastgewerbes eine Fülle an Informationen und wertvolle Anregungen für die berufliche Praxis und den geschäftlichen Erfolg. Mit ihrem anspruchsvollen fachlichen Programm wird die neue Messe aber auch über Bayerns Landesgrenzen hinaus ausstrahlen. Zur Premiere zeigen rund 450 Aussteller und ideelle Beteiligte Flagge. Die Messe belegt in den Hallen A1 bis A3 der Neuen Messe München eine Ausstellungsfläche von rund 35.000 qm.

Angeregt durch mein Live-Bloggen von der HOGA 2003 in Nürnberg hat Willy Faber vom Gastronomie-Report eine "gläserne Redaktion" auf der HOGA München initiiert, von der die Internetredakteurin Dagmar Mai vom Bayerischen Gastronomie-Report laufend berichten wird.

Ich werde selbst vermutlich nur einen Tag auf der HOGA in München sein. Der Termin steht noch nicht fest. Wenn Sie etwas Interessantes auf der Messe zu bieten haben, lassen Sie es mich wissen. Ich werde versuchen, mich mit Frau Mai so kurzzuschließen, daß Doppelberichte vermieden werden.

Speisekarten in polnischer Sprache.

Thorsten Sommer berichtet in seinem Speisekarten-Blog darüber, daß man sich an der Grenze zwischen Deutschland und Polen verstärkt Gedanken zum Thema Mehrsprachigkeit in Speisekarten mache. In der Märkischen Oderzeitung werde über eine Initiative in Frankfurt (Oder) berichtet, die schnelle Hilfe beim Übersetzen der Speisekarten anbietet. Demnach wird im Rahmen der dazugehörigen Marketingkampagne den ersten zehn Betrieben sogar eine kostenlose Übersetzung ihrer Menükarten versprochen – und zwar rechtzeitig vor dem 1. Mai 2004, dem Tag der EU-Erweitung. Interessenten könnten sich unter info@icob.de melden.

Siehe dazu auch unseren Beitrag "Auswirkungen der EU-Öffnung auf die Gastronomie in Deutschland".

Mittwoch, April 21, 2004

Werbevorlagen fuer die Gastronomie.

Designfueralle.de ist ein Onlineshop mit fertigen Werbevorlagen fuer die Gastronomie und andere Branchen. Im Angebot sind u.a. Reserviertschilder, Bonuspässe, Mini-Gutscheine, Rechnungsbeläge.

Betreiber ist die cross media Agentur fuer Marketing & Werbung in Gräbenzell, eine Marketing - und Werbeagentur, die sich auf Filialisten und Franchiser spezialisiert hat. Zu ihren Kunden gehören z.B. Burkhof Kaffee, die komplette Enchilada Franchise Gruppe, Rubenbauer und Eilles Tee.

Oans zwoa gsuffa.

Die bayerischen Sozialdemokraten hätten eine gewisse Fürsorgepflicht und dürften die Besucher der WM-Stätten nicht vergiften, soll der bayerische SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget laut Focus von heute schwadroniert haben: "Deutscher Hopfen im US-Bier".

Womit wieder einmal bewiesen wäre, daß die Toskana-Fraktion keine Ahnung von Bier hat. Harald Kuck macht sich im Focus den Spaß, dem Bier von Anheuser-Busch, das während der Fußballweltmeisterschaft in den Stadien ausgeschenkt werden wird, auf den bayerischen Grund zu sehen.

Wieso ausgerechnet ein Münchner sich über Anheuser-Busch aufregt, verstehe wer will. Mit der Qualität von Bieren aus kleinen fränkischen Brauereien können in München ohnehin nur die Augustiner-Bräu, die Staatliche Hofbräu und mehr oder weniger die Münchener Gasthausbrauereien mithalten. (Ich hoffe, mich lyncht jetzt niemand auf der HOGA in München vom 25. bis 28. April 2004).

Kaffeeroestereien in Deutschland.

Jüngst erschienen ist das Buch "Kaffee, Röstereien in Deutschland - Manufakturen und Spezialitätenröster". Von den ehemals 2.800 Kaffeeröstereien in Deutschland gibt es heute nur noch 150 meist handwerkliche Familienbetriebe wie die Stuttgarter Kaffeerösterei Hochland der Familie Hunzelmann mit 90 Beschäftigen, die neben weiteren 40 Röstereien in diesem Buch vorgestellt wird. Neben den Röstereien werden in dem Werk verschiedene Spezials zu den Themen Kaffeeanbau, Welthandel oder Kaffee-Exoten vorgestellt. Das 208 Seiten starke Werk enthält zudem neue Kaffeerezepte und ist mit ca. 800 Abbildungen illustriert. Herausgeber ist die Buchmacherei Ralf Rüffle.

Siehe auch einen Themenabend "Der Abend: Kaffee - eine heiße Leidenschaft" des Südwestdeutschen Rundfunks vom 16. April 2004 mit einigen Audiofiles aus der Sendung, u.a. einem Interview mit Albert Darboven und Reportagen aus Kaffeehäusern in Koblenz, Freiburg und Wien u.v.m.

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Slogans.

"Auch verrückt nach Pizza?" "Heiße Ware auf Bestellung" "Best Pizzas - Best Deals!" "Pizza Hut - rundherum gut." So lauten nur einige der Slogans von Pizza-Anbietern in Deutschland in den letzten Jahren. Wer wissen will, mit welchen Slogans alle möglichen Marken für alle möglichen Produkte geworben haben, wird auf der Website von slogans.de fündig. Außerdem kann man sich in einem "Sloganmeter" anzeigen lasen, welche Worte am häufigsten in deutschen Werbeslogans der letztzen Jahren benutzt worden sind. (via "Werbung mit kleinem Budget" von Bernd Röthlingshöfer).

Dienstag, April 20, 2004

Money mit Monet.

Gerade hat mir jemand geschrieben, der handgemalte Gemäldereproduktionen - hauptsächlich von Monet und van Gogh - online verkauft: "gerne hätte ich Ihre Platzierung bei google - wenn Monet gesucht wird."

Dabei waren diese und ein paar andere Seiten doch nur Fingerübungen zur Vorbereitung von Online-Workshops über Suchmaschinen-Marketing, die ich anno dazumal als Tutor betreut habe. Aus dieser Zeit stammen auch ein paar Seiten über Suchmaschinen-Marketing. Heutzutage reicht es völlig aus, für den Marktführer Google zu optimieren. Und dies bedeutet schlichtweg, gehaltvolle Seiten zu erstellen - nicht mehr und nicht weniger.

Monet hat übrigens stets eine Brille mit dem Argument abgelehnt, so scharf wolle er die Welt denn doch nicht sehen...

Saechsische Kueche.

sfivberuf&ausbildung.sfiv.net, das erste sächsische online fleischerjournal im Internet, hat eine Literaturliste sächsischer Kochbücher online gestellt. Sie ergänzt eine Serie "Sächsische Küche in mehreren Folgen", deren 1. Teil von Helmer Pardun am 17. April veröffentlicht worden ist.

Historische Campari-Plakate.


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Populistengeschwaetz.

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Klaus Brähmig MdB hat in einer Presseerklärung beklagt, den deutschen Gastwirten solle im Unterschied zu Frankreich die Einführung eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für ihre Produkte und Dienstleistungen verwehrt werden. Deutschland nutze auch für Beherbergungsbetriebe nicht wie zwölf andere EU-Länder, darunter auch Frankreich, die im nationalen Ermessen liegende Möglichkeit eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Hotels.

Nicht erwähnt hat der sächsische Bundestagsabgeordnete, daß die CDU/CSU auch in den Jahrzehnten ihrer Regierungsbeteiligung dem Gastgewerbe einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für ihre Dienstleistungen verweigert hat. Da Klaus Brähmig seit 1990 im Bundestag sitzt, ist auch er dafür verantwortlich. Auch in ihren beiden Wahlprogrammen für die Bundestagswahlen 1998 und 2002 sah die CDU/CSU eine solche Änderung nicht vor.

Banken-Weblogs.

Nach ersten positiven Erfahrungen mit ihrem öffentlich zugänglichen Weblog zum Thema Fundraising seit Juli 2003 startet die Bank für Sozialwirtschaft ein weiteres Weblog zum Thema "Sozialwirtschaftliche Informationen". Autoren dieses Fundraising-Weblogs sind renommierte Experten des Fundraising in Deutschland. Mehr darüber von Robert Basic: "deutsche Unternehmen werden keine Blogs einsetzen?" vom 20. April 2004. wo er auch ein Intranet-Weblog der Deutschen Bank vorstellt.

Bundesverfassungsgerichtsurteil zur Oekosteuer.

Das Bundesverfassungsgericht hat Klagen gegen die 1999 eingeführte Ökosteuer zurückgewiesen: BVerfG, 1 BvR 1748/99 vom 20.4.2004, Absatz-Nr. (1 - 87).

Dieses Urteil ist sehr enttäuschend. Die Differenzierung zwischen Produzierendem Gewerbe und Dienstleistungsunternehmen bei der Steuervergünstigung nach § 9 Abs. 3, § 10 Abs. 1 und 2 StromStG sowie nach den §§ 25, 25 a MinöStG verstoße nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG. Aus einer Steuervergünstigung für eine Gruppe erwachse aus Art. 3 Abs. 1 GG kein Anspruch einer anderen Gruppe auf eine andere Steuervergünstigung, die wirtschaftlich zu einer vergleichbaren Entlastung führt.

Negativ betroffen sind unter anderem auch gastronomische Betriebe. Sie werden in bezug auf die Ökosteuer den Dienstleistungen zugeschlagen, im Unterschied zur lebensmittelverarbeitenden Industrie. Die Energiekosten, die z.B. in der Gastronomie zur Herstellung einer Pizza benötigt wird und bei einem Lieferservice für das Lieferfahrzeug, werden mit der vollen Ökosteuer belastet. Wird von der Industrie eine Tiefkühlpizza hergestellt, wird die dafür benötigte Energie nut mit einem ermäßigten Ökosteuersatz belastet. Doch die Ökosteuer ist noch absurder: Gehört das Tiefkühlfahrzeug, das die Pizzen von der Fabrik zum Kunden bringt, dem Lebensmittelhersteller, wird darauf der ermäßigte Ökosteuersatz fällig. Wird eine Spedition beauftragt oder holt ein Händler die Tiefkühlpizzen vom Hersteller ab, wird für den völlig identischen Vorgang der volle Ökosteuersatz fällig. Die Behauptung des Bundesverfassungsgerichts, diese unterschiedliche Besteuerung gleicher Vorgänge widerspreche nicht dem Gleichheitssatz des Grundgesetzes, verstehe wer will.

Leider ist das Verfassungsgericht an keiner Stelle seines Urteils auf die Tatsache eingegangen, daß der Gesetzgeber zur Abgrenzung von produzierenden Unternehmen einfach auf die Abgrenzung des Statistischen Bundesamtes zurückgegriffen hat, die für andere Zwecke getroffen worden ist und aus tatsächlicher und ökologischer Sicht völlig unhaltbar ist. Man kann für statistische Zwecke durchaus eine Betriebskantine, die in ein produzierendes Unternehmen organisatorisch und rechtlich integriert ist, dem produzierenden Gewerbe zurechnen und eine völlig identische, an einen Gastronomen verpachtete Betriebskantine dem Dienstleistungsgewerbe. Eine solche im Ermessen des Statischen Bundesamtes anheimfallende, insoweit beliebige Abgrenzung aber zur Grundlage eines Steuergesetzes zu machen, ist blanker Unsinn, woran auch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts nichts ändert.

Auch die Behauptung des Gerichts, die Beschwerdeführerinnen seien nicht selbst Schuldner der Strom- und der Mineralölsteuer, Steuerschuldner seien vielmehr die Stromversorger (§ 5 Abs. 2 StromStG) und die Inhaber der Steuerlager, aus denen das Mineralöl in den freien Verkehr entnommen wird (§ 9 Abs. 1 MinöStG), die Beschwerdeführerinnen seien auch nicht in rechtlich relevanter Weise in das Steuerschuldverhältnis zwischen Steuerschuldner und Staat eingebunden und die Beschwerdeführerinnen selbst würden durch das Strom- und das Mineralölsteuergesetz weder gesetzlich verpflichtet noch in sonstiger Weise rechtlich belastet, ist lächerlich. Versuchen Sie einmal, ihrem Stromlieferanten die Zahlung der abverlangten Ökosteuer mit dem Verweis auf diese "klugen Sprüche" des Verfassungsgerichts vorzuenthalten. Die drehen Ihnen den Strom schneller ab als Ihnen lieb ist.