Gastgewerbe Gedankensplitter



Mittwoch, Juni 30, 2004

Das Rahm-Spinat-Komplott.

Wenn es einmal einen Award für den besten Restaurantkritiker bei einer Lokalzeitung geben sollte, werde ich mich mit ganzem Herzen für Matthias Kaiser aussprechen, weil seine Restaurantkritiken in der Thüringer Allgemeinen mich seit Jahren erfreuen.

Jetzt hat er sich der Mittagsverpflegung/Schulspeisung in Erfurter Schulen angenommen und gemeinsam mit den Schülern die Qualität des Essens beurteilt. Im dritten Teil dieser Serie geht es um das Buchenberg-Gymnasium: "Das Rahm-Spinat-Komplott", in: Thüringer Allgemeine vom 30. Juni 2004.

Leider sind die älteren Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeinen nur als Teil der Genios-Datenbank kostenpflichtig zugänglch. Falls sich jemand von dieser Zeitung oder sonstwer entscheiden könnte, die Gaststättenkritiken von Matthias Kaiser als Buch herauszugeben: Ich kaufe es garantiert.

Gesetzliche Neuregelung zur Rechnungserstellung.

Die meisten Unternehmen haben sich schon darauf eingestellt, Sie auch? Der Haufe-Verlag zeigt an einem Beispiel, wie Rechnungen ab 1. Juli 2004 aussehen müssen. Eine Aufzählung der Details, auf die Sie achten müssen, finden Sie auch auf der Website der Industrie- und Handelskammer Suhl: "Neue Pflichten bei der Rechnungserstellung".

Achten Sie sowohl bei Ihren Ausgangsrechnungen (also den Rechnungen, die Sie schreiben) als auch bei Ihren Eingangsrechnungen (den Rechnungen Ihrer Lieferanten an Sie) darauf, daß diese Rechnungen den neuen Bestimmungen entsprechen. Falls Ihre Eingangsrechnungen mangelhaft sind, bitten Sie Ihre Lieferanten um neue, korrekte Rechnungen.

Dienstag, Juni 29, 2004

Weblogs zur Vorbereitung von Einstellungsgespraechen.

Cutting Through nennt sich das Weblog von zwei britischen Unternehmensberatern, die sich auf den Einsatz von Social-Software zur Verbesserung des Informationsflusses bei kleinen Unternehmen spezialisiert hat.

In ihrem Beitrag "Weblogs as an interview tool" zeigen sie, wie man - sowohl als Bewerber wie auch als derjenige, der Bewerber beurteilen soll - Weblogs zur Personalauswahl, genauer: zur Vorbereitung aus Auswahlgespräche, einsetzen kann. In einem Blog von jemandem lesen, öffnet ein Fenster in seine Persönlichkeit. Die Basis für die Entscheidung, ob man ihn einstellt, wird breiter als nach einem zeitlich knapp bemessenen, für beide Seiten stressigen Einstellungsgespräch. Der Bewerber seinerseits erfährt, wenn er den Unternehmens-Blog studiert, mehr als man ihm im Rahmen eines Einstellungsgesprächs vermitteln könnte.

Montag, Juni 28, 2004

Catering & Partyservice: vegetarisch.

Vegan.de, ein Portal für Veganer mit zahlreichen Foren, in denen alle möglichen Fragen bis hin zu Beziehungsproblemen ("Meine Freundin ist Veganerin?") diskutiert werden, hat eine Übersicht über Anbieter von Catering- und Party-Services mit vegetarischen Angeboten zusammengestellt.

Vegetarier essen nichts vom getöteten Tier - das ist der einfachste gemeinsame Nenner. Es gibt jedoch unterschiedliche Arten, sich vegetarisch zu ernähren:
  • Ovo-Lacto-Vegetarier essen kein Fleisch, aber weiterhin Eier und Milchprodukte.
  • Lacto-Vegetarier essen kein Fleisch, keinen Fisch und keine Eier.
  • Veganer ernähren sich ausschließlich von pflanzlichen Produkten.
Mehr zu den Themen "Vegetarische Ernähung" und "Catering-Unternehmen".

Pfalzhotel Asselheim: Kreative Tagungspausen im Sinnesgarten.

Gegen Reizüberflutung und abgestumpfte Sinne hat das Pfalzhotel Asselheim ein neues Patentrezept für Tagungsteilnehmer etabliert: den Sinnesgarten im Innenhof. Hier singen Summsteine, drehen sich Rotationsscheiben, erheben sich munter sprudelnde Fontänen aus Wasserspringschalen und verbindet sich der Duft von Bauernrosen mit der würzigen Note der Kräuter.

"Wir möchten mit dem Projekt 'Sinnesgarten' Beispiele und Anregungen für sinnhaftes Erleben und Lernen geben", erläutert Hotelier Stefan Charlier die Einrichtung des Sinnesgartens als Pausenraum für Tagungen. In dem Innenhof, zu dem die Tagungsteilnehmer von allen zwölf Tagungsräumen schnellen Zugang haben, wurden im Frühjahr verschiedene Elemente zur Stimulierung der Sinne etabliert, deren Wirkung in gesteigerter Konzentrations- und Lernfähigkeit bei Veranstaltungsteilnehmern liegt.

Die Theorie des Sinnesgartens geht davon aus, dass das menschliche Gehirn die Fähigkeit zur Abstraktion besitzt. Das Abstraktionsvermögen jedoch bedarf der sinnlichen Empfindung und kann ohne sie nicht wirksam werden. Die moderne Zeit mit ihrer Reizüberflutung, klimatisierte Räume, künstliche Düfte und Convenience-Produkten lassen die Sinne abstumpfen. Das Wohlbefinden nimmt ab, Stress, Konzentrationsschwäche und Lernschwierigkeiten nehmen zu. Hier soll der Sinnesgarten helfen, dem Betrachter wirksame Entspannung zu verschaffen, die Lern- und Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen und damit zum Gelingen von Seminaren und Tagungen beizutragen. Mit dem Sinnesgarten vervollständigt das Pfalzhotel die Einrichtung seines Tagungszentrums, das bewusst mit viel Tageslicht, von der Toskana inspirierten Farbwelten und Gestaltungselementen sowie dem Blick auf die Weinberge eine Kreativität und Motivation fördernde Atmosphäre pflegt. Dass diese Philosophie von Teilnehmern, Referenten und Tagungsentscheidern verstanden und angenommen wird, zeigt die neueste Auszeichnung: Bei den "Ausgewählten Tagungshotels zum Wohlfühlen 2004/5" belegte das Hotel eine Platz unter den Top 15.

Mit ihrer innovativen Betriebsphilosophie gelang es Stefan und Gabriele Charlier, das Traditionshaus zu einem führenden Tagungshotel in der Pfalz sowie im gesamten Bundesland Rheinland-Pfalz zu machen. Insgesamt stehen im Pfalzhotel Asselheim zwölf Tagungsräume mit 700 qm Tagungsfläche und siebzig hochwertig ausgestattete Gästezimmer zur Verfügung. Ein Hallenbad mit Sauna, Restaurant, Bar und Weinstube sowie ein großer Parkplatz ergänzen das Hotelangebot. Der Innenhof und die umliegenden Weinberge werden für lernfördernde Maßnahmen genutzt wie ?Lernen unter dem Nussbaum? oder die Weinwanderrallye. Der hauseigene Bacchuskeller wird bei Pfälzer Abenden oder beim Bacchus-Gelage zum gemütlichen Miteinander genutzt. (Pressemitteilung des Pfalzhotels Asselheim).

In dem Buch "Ausgewählte Tagungshotels zum Wohlfühlen 2004/2005" stellt ein kleines Team von Fachjournalisten im Rahmen einer rein individuellen Beurteilung 207 deutsche Tagungshäuser vor. Jeder Beschreibung (illustriert mit jeweils vier Farbfotos) liegt ein Besuch "vor Ort" zugrunde. Darüber hinaus waren Hinweise von Trainern und Tagungsveranstaltern bei der Auswahl von zentraler Bedeutung.

Sonntag, Juni 27, 2004

Deutschlands Hotellerie startet eigene Buchungsplattform im Internet und über die Telefonauskunft 11 88 0.

(Berlin, 22. Juni 2004) Deutschlands Hotellerie bietet ihren Gästen seit dem 22. Juni 2004 ganz neue Möglichkeiten, den Weg zum richtigen Hotelbett zu finden: Mit www.hotellerie.de ist nach erfolgreicher Testphase eine innovative Buchungsplattform im Internet an den Start gegangen, die für Geschäfts- und Privatreisende einfach und günstig optimalen Service bietet. Neben dem komfortablen Online-Portal, das die Welt der Hotellerie per Mausklick sekundenschnell verfügbar macht, setzt www.hotellerie.de noch auf einen zweiten Buchungsweg, der auch dann weiterhilft, wenn kein Internet zur Verfügung steht: das Telefon.

Hierzu haben sich die Hoteliers in Deutschland einen starken Partner ins Boot geholt. Die Telefonauskunft 11 88 0*, mit dem bekannten Slogan ...da werden Sie geholfen, hat den exklusiven und direkten telefonischen Zugriff auf die Datenbank der Hotellerie. Reisende müssen sich zukünftig also nur noch diese eine Nummer merken, um das gewünschte Hotelzimmer zu finden. Ohne Vorwahl egal ob aus dem Festnetz oder vom Handy einfach über einen Anruf bei der 11 88 0* werden die Kunden zu einem spezialisierten Serviceteam weitervermittelt und können deutschlandweit Hotels aller Kategorien recherchieren und Zimmer zu attraktiven Preisen buchen jederzeit, von überall, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Kurz nach dem Anruf kann der Kunde seine Buchungsbestätigung schon als E-Mail abrufen. Genauso bequem funktioniert natürlich auch die Online-Buchung unter www.hotellerie.de.

Hinter www.hotellerie.de stehen die Branchenverbände Hotelverband Deutschland (IHA) und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband). Von der Buchung bei www.hotellerie.de oder über die Telefonauskunft 11 88 0* bis zur Übernachtung ist der Reisende also bestens in den Händen der Hotelprofis in Deutschland aufgehoben.

Die Datenbank der Hotellerie kann dabei entweder direkt auf die Buchungssysteme der großen Hotelketten und -kooperationen oder auf aktuell eingestellte Daten der Einzelhäuser zugreifen. Das neue Buchungsportal wird von der bewährten Technik der Systemspezialisten und Projektpartner WorldRes Europe Ltd. und webres GmbH unterstützt. So stehen dem Gast schon von Beginn an mehrere tausend Hotels zur Auswahl, von der Pension bis zur Luxusherberge.

Fritz Georg Dreesen, der Vorsitzende des Hotelverbandes Deutschland (IHA), der beim Hotelkongress 2004 am Dienstag in Berlin den Startschuss für das Buchungsportal gab, setzt voll auf das erfolgversprechende Projekt: Mit www.hotellerie.de sind Deutschlands Hotels nun auch im Internet und über die Telefonauskunft 11 88 0* ihren Kunden noch näher gekommen. Mit perfektem Service zu Top-Konditionen wollen wir es unseren Gästen noch leichter machen, die passende Übernachtungsmöglichkeit zu finden.

Hoteliers, die am Buchungssystem teilnehmen wollen, können sich schnell und unkompliziert über die Internetseite www.hotellerie.de in der Rubrik Hotels online als Hotelpartner registrieren lassen.

* Einmalig 1,19 ? + 0,59 ?/min ab Weitervermittlung aus dem dt. Festnetz.

(Quelle: Pressemitteilung des Hotelverband Deutschland (IHA)).

TOURpedo - touristisches Weblog der FH-Heilbronn.

"Das touristische Weblog der FH-Heilbronn", der TOURpedo ist seit April 2004 online. Es ist das Werk des Kurses, bei dem Martin Röll im März einen Einführungsvortrag zu Weblogs gehalten hat. (via Martin Röll).

Samstag, Juni 26, 2004

Auf den Hund gekommen.

Es gibt (leider erst wenige) gastronomische Betriebe, etwa das Restaurant Fieglmüller in Wien (dem mit den Wiener Schnitzeln, die über den Tellerrand hängen), in denen Tüten zum Einpacken von Resten bereit gehalten werden, wenn der Gast nicht alles hat aufessen können. Wenn Gäste von sich aus nach einer "Tüte für den Hund" fragen, führt dies nicht selten zu einer hektischen Suche nach einer spontanen Notlösung. Besser ist es, wenn der Service von sich aus anbietet, Reste, die wegzuwerfen zu schade wäre, in der Küche zum Mitnehmen zu verpacken. Oder man weist auf diesen Service gleich in der Speisekarte hin (womit man zugleich versteckt mit der Größe der Portionen wirbt) wie die Chicago Pizza Pie Factory in London W1, 17 Hanover Square. Wenn die Verpackung dann noch den Namen des Restaurants trägt, wird daraus fast schon ein Mitbringsel und Werbung für das Objekt.

Siehe zu diesem Thema einen Artikel "'Doggie-Bags' setzen sich in Deutschland kaum durch" in der Ostsee-Zeitung vom 25. Juni 2004.

Gemeinnuetzige Aktivitaeten der Gastronomie.

Die amerikanische National Restaurant Association (vergleichbar mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband, aber auf Gaststätten beschränkt), schreibt auch in diesem Jahr wieder einen Preis "Cornerstone Humanitarian of the Year" aus. Dieser Preis wird je Bundesstaat ein- oder mehrmals vergeben an eine Person für ihren Einsatz und langjähriges Bemühen der Gemeinschaft zu dienen. Sie werden, wenn Sie sich die Preisträger des Jahres 2003 anschauen, einige Aktivitäten entdecken, die vielleicht auch für Sie in Frage kommen.

In den USA spielen Sponsoring- und Charity-Aktivitäten der Gastronomie noch eine größere Rolle als in Deutschland. Dafür gibt es mehrere Gründe:
  • In Deutschland wird die Verantwortung für Mißstände eher auf den Staat bzw. die Kommune abgeschoben, die es richten soll.
  • Gastgewerbliche Unternehmen sind in den USA stärker konzentriert. Es gibt mehr Ketten, die solche Aktivitäten zielgerichtet als Teil des Standortmarketings einsetzen.
  • Amerikanische Unternehmen, nicht nur im Gastgewerbe, leiden nicht so am Hungertuche und unter drangsalierender Bürokratie und Abgabenlast wie deutsche Unternehmen. Bei höheren Gewinnen fällt es leichter, Geld für gemeinnützige Aktivitäten auszugeben.
Im Bundesstaat Arkansas wurden die Aktivitäten des Restaurants "Cajun's Wharf/Capers Little Rock" ausgezeichnet. Dessen Besitzerin Mary Beth Ringgold und ihre Mitarbeiter unterstützen die Gala "Silent Sunday" zu Gunsten der Gehörlosenschule in Arkansas. Bei dieser Gala wurden im letzten Jahr 24.000 US-Dollar zugunsten einer Gehörlosenschule erwirtschaftet. Organisiert durch Mary Ringgold und ihre Mitarbeiter wird auch das jährliche Event "Soup Sunday" zugunsten der Organisation "Arkansas Advocates for Children & Families", bei dem bis zu 32.000 US-Dollar erwirtschaftet werden konnte. Schauen Sie sich einmal Bilder von dieser Veranstaltung an.

Wenn Sie beispielhafte gemeinnützige Aktivitäten deutscher Gastronomen kennen, lassen Sie es mich bitte wissen. Ich stelle sie hier gerne vor.

Regionale Unterschiede in der Lebensmittelkontrolle.

Bundesweit überprüfen derzeit 2.311 Inspekteure die Einhaltung der Hygienevorschriften im Lebensmittelbereich. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Statistik des Landesverbandes der Lebensmittelkontrolleure Baden-Württemberg in der Fachzeitschrift "Der Lebensmittelkurier" hervor. Dabei fällt die Lebensmittelkontrolle in den einzelnen Bundesländern möglicherweise sehr unterschiedlich aus, da die Anzahl der Prüfer im Verhältnis zur Einwohnerzahl, aber auch zur Zahl der zu überwachenden Betriebe deutlich abweicht. Durchschnittlich stehen jedem Lebensmittelkontrolleur statistisch rund 35.000 Einwohner und 464 zu überwachende Betriebe gegenüber. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern sind jedoch groß. Ein Beispiel: In Sachsen-Anhalt überwachen 120 Kontrolleure 32.000 Betriebe. Die gleiche Anzahl Inspekteure muss in Rheinland-Pfalz dagegen mehr als doppelt so viele Unternehmen, rund 84.000, prüfen. Die tatsächlich durchgeführten Betriebskontrollen stimmen mit diesen Angaben überein: In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2001 über 80 Prozent der Betriebe geprüft, während die Kontrolleure aus Rheinland-Pfalz mit Stichproben nur etwa 30 Prozent erreichten. Dabei stellten die Inspekteure in beiden Bundesländern in 20 Prozent der geprüften Firmen hygienische Mängel fest. In Bremen sind entweder die hygienischen Zustände besonders schlecht oder die Prüfer besonders streng: Mit einer personellen Besetzung nahe am Bundesdurchschnitt inspizierten die Hanseaten jährlich nur 44 Prozent ihrer rund 7.000 Betriebe, entdeckten dabei jedoch in fast 70 Prozent der Fälle hygienische Mängel.

Lebensmittelkontrolle in Deutschland ist Ländersache. Die EU-Kommission kritisiert schon lange diese föderale Zersplitterung. Eine vom Bundesministerium für Verbraucherschutz erarbeitete Allgemeine Verwaltungsvorschrift zu diesem Thema, die ein bundeseinheitliches Handeln sicherstellen soll, wurde bereits im Dezember 2003 vom Kabinett beschlossen und sollte im Juni den Bundesrat passieren. Überraschend wurde am 11. Juni 2004 die Beschlussvorlage wieder von der Tagesordnung abgesetzt. In der Begründung hieß es, in den Ländern entstünde ein erheblicher zusätzlicher Personal- und Finanzbedarf. Dies sei angesichts der angespannten Haushaltslage der Länder nicht zu akzeptieren. Ohne die Zustimmung des Bundesrates kann das Verbraucherministerium keine bundeseinheitliche Regelung erlassen. Auf diese Weise ist eine länderübergreifende Lebensmittelüberwachung noch lange nicht in Sicht. (Quelle: Pressemitteilung des aid infodienstes).

Mein Kommentar: Gottseidank ist eine bundeseinheitliche Regelung gescheitert. Aus Berichten von Gastronomen über bürokratische Gängeleien von Kollegen weiß ich, daß in der Tat sich die Lebensmittelkontrolleure sehr unterschiedlich aufführen. An manchen Orten wird von kompetenten Fachleuten, z.B. ausgebildeten, praxiserfahrenen Köchen, die in den Kontrolldienst gewechselt sind, kontrolliert. An anderen Orten geben Sesselfurzer den Ton an, welche auf die formale Einhaltung von Vorschriften drängen, unabhängig von ihrer Bedeutung für die Hygiene. Diese Paragraphenschinderei liegt wohl nicht nur in der fehlenden charakterlichen Eignung begründet, sondern auch darin, daß man Paragraphen schinden muß, wenn man von einer Sache mangels Ausbildung keine Ahnung hat und mit Lebesnmittelkontrolle beschäftigt wird und viel lieber an seinem Schreibtisch sitzen und den lieben langen Tag bis zum Feierabend irgendwelche Stempel auf irgendwelche Papiere hauen würde, um seinen Frust abzubauen.

Da die Europäische Union Hygiene-Vorschriften, welche auf Großbetriebe wie industrielle Lebensmittelhersteller oder Schlachthöfe passen, jedem Gastronomiebetrieb übergestülpt haben, kann man mit der formalen Prüfung, ob diese Vorschriften eingehalten werden, jeden noch so objektiv hygienischen Betrieb ruinieren und den Gastronomen in den Wahnsinn oder Konkurs treiben. Da lobe ich mir einen Leiter der Lebensmittelaufsicht, der ausgesagt hat, daß seine Kontrolleure auf die Hygiene zu achten haben, nicht aber auf die buchstabengetreue Einhaltung zweifelhafter Vorschriften. Daß solche Leute vor Ort weiter wirken können, ist ein Standortfaktor, der durch eine bundesweite Organisation der Lebensmittelaufsicht zerstört werden würde. Felix Bavaria...

Urlaubsplaene und -praeferenzen europaeischer und amerikanischer Urlauber.

Eine Studie "Vacation Plans" thematisiert die Pläne und Präferenzen der europäischen und amerikanischen Urlauber hinsichtlich Urlaubsort, -land, -aktivitäten und mögliche Reisen in neue EU-Mitgliedsstaaten. Dazu hat die GfK Ad Hoc Research Worldwide im Auftrag für das Wall Street Journal Europe im April und Mai 2004 20.818 Personen in 20 Ländern befragt. Die wichtigsten Ergebnisse:
  • Im Urlaub lieben es Griechen, Finnen und Österreicher sportlich, Amerikaner besichtigen am liebsten Sehenswürdigkeiten am Urlaubsort, Deutsche faulenzen bevorzugt in der Sonne oder besuchen Restaurants.
  • Im Urlaub aktiv sein, das ist in Europa ebenso beliebt wie in den USA. Für je ein Drittel der Befragten steht der Besuch von Sehenswürdigkeiten am Ferienort ebenso hoch im Kurs wie Wandern und Spazierengehen. Auch Sport ist populär: 28 Prozent der Befragten betätigen sich im Urlaub gerne körperlich beim Radfahren, Segeln oder anderweitigen Aktivitäten. Dagegen gehört das Bad in der Sonne nur bei jedem Vierten zu den Lieblingsbeschäftigungen im Urlaub.
Es gibt jedoch einige nationalitätenspezifische Unterschiede.
  • So betätigen sich die Griechen besonders häufig sportlich. Drei Viertel von ihnen treiben während ihrer Ferientage Sport. Aber auch etwa die Hälfte der Finnen, Österreicher und Schweizer widmen ihre Zeit am liebsten sportlichen Aktivitäten.
  • Das Sonnenbaden ist insbesondere bei den Deutschen beliebt. Knapp jeder zweite Deutsche zählt es zu einer seiner liebsten Aktivitäten im Urlaub, gefolgt von Spazierengehen (41 Prozent) und dem Besuch eines guten Restaurants (36 Prozent). Sportliche Aktivitäten nehmen bei den Deutschen mit einem Anteil von 32 Prozent lediglich den vierten Platz der bevorzugten Beschäftigungen im Urlaub ein.
  • Dagegen fehlt amerikanischen Urlaubern fast jegliche Leidenschaft für das Sonnenbaden. Lediglich jeder Zehnte schätzt es, damit seine Urlaubszeit zu verbringen. US-Bürger erweisen sich als besonders unternehmungslustig: Sie lieben Besichtigungstouren. 46 Prozent gaben an, den Besuch von Museen, historischen Gebäude und sonstigen Attraktionen in der Urlaubsgegend bevorzugt zu besuchen. Und sie lieben wie die Griechen, Finnen und Österreicher die sportlichen Aktivitäten: Für vier von zehn Amerikanern zählen diese zu den Favoriten.
Urlaubsziele:
  • Sommerurlaub heißt für die meisten, ihre Zeit an Strand und Meer zu verbringen. Mit 38 Prozent ist diese Art von Urlaubsziel ungeschlagener Spitzenreiter.
  • Der Häufigkeit nach an zweiter Stelle folgt die Aussage, dass man zu Hause bleiben werde: Jeder fünfte beabsichtigt, die Sommerferien am Heimatort zu verbringen. In den meisten Fällen ist dies vor allem eine Frage des Einkommens, denn unter den Personen, die vorhaben, zu Hause zu bleiben, befanden sich überdurchschnittlich viele Personen aus niedrigen Einkommensgruppen.
  • Für Deutsche steht der Strandurlaub ganz vorne: Rund die Hälfte aller Bundesbürger, Frauen wie Männer, lieben es, im Sommerurlaub ans Meer zu fahren. 18 Prozent sagen, dass sie zu Hause bleiben, 14 Prozent zieht es in die Berge. Tendenziell sind diese Einstellungen mit denen der Westeuropäer vergleichbar. Bei den Bürgern Zentral- und Osteuropas rangiert der Urlaub am Meer ebenfalls an oberster Stelle (36 Prozent). Jeder Vierte zieht es hier jedoch vor, im Sommerurlaub gar nicht wegzufahren. Auch für die amerikanischen Urlauber ist die Küste das beliebteste Sommerurlaubsziel: 29 Prozent erklären, ihre Ferientage am Meer verbringen zu wollen. Darüber hinaus sind die Amerikaner die einzige Nation, die Städtereisen zu den beliebtesten Urlaubszielen wählten.
Betrachtet man die Urlaubsaktivitäten der Befragten in Abhängigkeit von der Einkommenssituation, zeigt sich, dass in Westeuropa 39 Prozent der Menschen mit niedrigem Einkommen in den nächsten zwölf Monaten keine Reise planen. In Zentral- und Osteuropa sind es 68 Prozent. Entsprechend ihrer Finanzsituation können Haushalte mit hohem Einkommen mehr Geld für ihren Urlaub ausgeben. Dies manifestiert sich nicht nur in der generell höheren Reiselust, sondern auch in der Wahl des Urlaubsortes. So plant beispielsweise rund ein Viertel aller befragten Deutschen mit hohem Einkommen in den nächsten 12 Monaten eine Reise nach Spanien, auf die Kanarischen Inseln, nach Mallorca oder Ibiza. Hingegen haben 48 Prozent der Haushalte mit geringem Einkommen nicht vor, in diesem Zeitraum überhaupt wegzufahren. Das beliebteste Urlaubsziel für die Bundesbürger mit geringerem Einkommen wird mit einem Anteil von 16 Prozent im eigenen Land liegen.

Zypern und Malta: neue Urlaubsfavoriten in der Europäischen Union

Auf die Frage, ob die Osterweiterung der Europäischen Union (EU) eine Urlaubsreise in einen der neuen Mitgliedsstaaten für sie wahrscheinlicher macht, antworten durchschnittlich neun von zehn Befragten mit "nein".
  • Von den neuen EU-Mitgliedsstaaten erscheinen den Europa-Urlaubern die Zypern und Malta als attraktivste Urlaubsziele. Wenn sie die Möglichkeit hätten, würde knapp ein Drittel der Befragten Zypern besuchen, für ein Viertel wäre die Insel Malta interessant. Auch jeder vierte deutsche Urlauber bevorzugt Malta, an zweiter Stelle rangiert hier allerdings Ungarn mit 22 Prozent der Nennungen.
  • Ganz andere Präferenzen haben hingegen amerikanische Touristen: wenn sie in eines der neuen EU-Mitgliedsländer reisen könnten, würden 21 Prozent am liebsten Polen und 13 Prozent die Tschechische Republik anfliegen.
(Quelle: Pressemitteilung der GfK Gruppe)

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Unternehmens-Blogs.

In der Business Week vom 28. Juni 2004 schreiben Michelle Conlin und Andrew Park über Unternehmens-Blogs: "Blogging With The Boss's Blessing".

Bei Microsoft sei die Anzahl der Blogs innerhalb des letzten Jahres von 100 auf 800 gestiegen. Microsoft schule seine Mitarbeiter zwar nicht in der Kunst des Bloggens, aber die Beschäftigten würden Meetings abhalten, um darüber zu reden. Der Verlag Ziff-Davis habe mit internen Blogs begonnen, um den internen E-Mail-Verkehr herunterzufahren. Wie man in Blogs schreibe, die für die Öffentlichkeit bestimmt seien, werde geschult. Nike habe in diesem Monat einen Blog eröffnet mit dem Titel "The Art of Speed" und dafür einen externen Blogger engagiert.

Dort findet sich auch der Hinweis, von Dan Gillmor werde in etwa einem Monat ein Buch über Bloggen erscheinen: "We the Media". Journalismus sei im 21. Jahrhundert fundamental anders als die zur Zeit noch vorherrschenden "Big Media", sei Graswurzel-Journalismus mit Weblogs, Chats, eMails und mobilen Telefonen, vom Volk für das Volk. Mehr über den Inhalt des Buches mit dem Arbeitstitel "Making the News".

Freitag, Juni 25, 2004

Wir wollen niemals auseinander gehen.

Was machen drei Deutsche, wenn sie beisammen sitzen? Sie gründen fünf Vereine.

Und was macht eine Verbraucherschutzministerin, wenn sie kein Geld hat und keine Ahnung, was sie wirklich tun könnte... Sie gründet einen Verein "Plattform für Ernährung und Bewegung e.V.".

Mindestlohn.

Haben wir nicht ein feines Näschen bewiesen, als wir bereits mehrmals über die eventuelle Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns Beiträge eingestellt haben?Die rot-grüne Chaostruppe hat wirklich keine anderen Probleme: "Rot-Grün streitet über Mindestlöhne", in: Spiegel vom 25. Juni 2004.

Da ein nationaler gesetzlicher Mindestlohn unterhalb des niedrigsten Tariflohns liegen müßte, also unter 3,30 Euro die Stunde (Friseure in den neuen Bundesländern), dürfte es aus gewerkschaftlicher Sicht nicht besonders geschickt sein, den Marktteilnehmern diesen Preis als Referenz ins Bewußtsein zu bringen. Und auch die gesetzlichen Mindestlöhne in den angrenzenden Nachbarländern sind nicht so attraktiv, daß Frau Quengelen-Keifer unserem Gerd spontan um den Hals fallen wird:
  • Dänemark: -
  • Polen: 201 Euro.
  • Tschechien: 199 Euro.
  • Österreich: -.
  • Schweiz: -.
  • Frankreich: 1.154 Euro.
  • Luxemburg: 1.369 Euro.
  • Belgien: 1.163 Euro.
  • Niederlande: 1.249 Euro.

Weinhandel online.

In seiner Rubrik "futurezone" meldet der Österreichische Rundfunk am 25. Juni 2004: "Wein-Verkauf im Netz legt zu". Demnach verzeichnet der französische Marktführer Chateauonline eigenen Angaben zufolge mittlerweile 35.000 Kunden, Wineandco bringe es auf 20.000. Chateauonline, das unter www.chateauonline.de auch in deutscher Version existiert, spreche von 600 Neukunden pro Monat.

In unserem Beitrag Weinhändler im Internet, Anbieter aus Deutschland gehen wir besonders auf die Frage ein, ob und welche Online-Weinhändler aus Deutschland für die Gastronomie in Frage kommen.

Ferienjobs von Schuelern.

Prägnant informiert die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Simons & Moll-Simons GmbH über die Sozialversicherungspflicht bzw. -freiheit bei Ferienjobs von Schüler: "Sozialversicherungsfrei: Ferienjobs für Schüler".

Zudem hat die Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Simons & Moll-Simons GmbH eine Datenbank aller Entscheidungen des BFH seit 1980 im Volltext online gestellt, die noch nicht im Bundessteuerblatt veröffentlicht wurden. (via netbib).

Weitere Linktipps für Aushilfsjobs, geringügige und kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse usw.:.

Convenience-Food-Trends.

Der überaus lesenswerte Artikel "Die (Frei-)Zeitmärkte von morgen", in: Zukunftsletter.de vom 25. Juni 2004, enthält zahlreiche Beispiele für Trends im Markt für Convenience-Produkte und im Ausser-Haus-Markt für Speisen. Erwähnt werden:
  • steigende Ausgaben für Heimservice, auch relativ zu den Ausgaben in Restaurants.
  • ein steigender Anteil von Convenience-Produkten bei Lebensmittel im Vergleich zu weniger verarbeiteten Produkten.
  • die amerikanische Firma streamline.com mit einem Angebot, das die Inanspruchnahme von Lieferdiensten erleichtert. In Garagen der Kunden werden Zustellboxen mit Kühlschrank und Alarmsystem eingebaut.
  • Lara's Diner Restaurant in Magdeburg mit einem Zusatzangebot an Duschräumen, Waschmaschinen und Trockner.
  • Convenience-Bio-Lebensmittel.
  • eine Veränderung von Verzehrgewohnheiten hin zum kalten Verzehr von Gerichten, die man früher warm gegessen hat.
  • Frühstück-Lieferdienste.
  • die Ausweitung von Lieferdiensten für Speisen um haushaltsnahe Dienstleistungen.

Donnerstag, Juni 24, 2004

Restaurantketten-Datenbank.

Leider nur gegen teures Geld darf man auf eine Datenbank zugreifen mit Daten über amerikanische und internationale Restaurantketten. Eine CD-ROM kostet 825 US-Dollar. Und wer sich eine aktualisierte Liste (PDF) dreimal im Jahr zusenden lassen will, muß 375 US-Dollar berappen. Der Online-Zugang kostet 795 US-Dollar, alle Preise pro Jahr. Dafür bietet die Website Restaurantchains.net Informationen über mehr als 3.000 Restaurantketten, z.B. ob Alkohol ausgschenkt wird, die Raumkapazität, die Art der Küche, den Durchschnittsbon und vor allem den Kontaktinformationen und ist nach verschiedenen Kriterien durchsuchbar. Die Auswahl der gefundenen Treffer kann in den Formaten HTML oder auch zur Übernahme in Datenbankprogramme durch Kommata getrennt exportiert werden. Eine Demo mit einem begrenzten Zugang zu einhundert Datensätzen ist kostenlos nutzbar (via Newsletter ResearchBuzz #289 vom 24. Juni 2005).

Siehe auch unsere Linksammlung Systemgastronomie.

Mittwoch, Juni 23, 2004

Es gibt keinen Hummer in Bad Mergenheim.

Kann man einen Michelin-Stern halten ohne Hummer und Kaviar, hat sich der Bad Mergentheimer Hotelier Otto Geisel gefragt: "Mehr Gäste und Umsatz durch regionale Produkte", in: Schwäbische Zeitung online vom 23. Juni 2004.

Es handelt sich um das Hotel Victoria. Otto Geisel ist im Internet auch mit Viktoria-Weine.de, einem Shop für Wein, Champagner usw. (Groß- und Einzelhandel) vertreten.

Privat.

Rechtsanwalt Udo Vetter hat seine Sekretärin darauf getrimmt, nervige Telefonacquisiteure abzuwimmeln: "Privat", in: law blog.

Mangels Sekretärin funktioniert das bei mir leider nicht. Ich gehe deshalb meist erst gar nicht ans Telefon, sondern lasse die Anrufer auf einen Anrufbeantworter auflaufen und höre mit, wer denn dran ist, um zu entscheiden, ob ich den Hörer ergreife.

Manchmal erwischt mich doch einer dieser Verkäufer von Telefondienstleistungen, obskuren Finanzanlagen, Krankenversicherungen oder neunmalklugen Unternehmensberatern für mittelständische Unternehmen, z.B. wenn ich auf einen anderen Anruf warte. Ich lasse sie mittlerweile gar nicht mehr ausreden, sondern frage sie, ob sie was zu schreiben haben, diktiere ihnen meine Bankverbindung und sage ihnen, dass Sie mir 100 Euro überweisen sollen. Dafür wäre ich bereit, Sie mir eine Stunde lang am Telefon oder in unserer Gaststätte anzuhören. Wenn mir ihr Produkt zusagen würde, würden Sie das Geld zurückerhalten. Bislang hat noch niemand soviel Vertrauen in sein Produkt gehabt, daß er dieses Risiko eingegangen wäre. Ganz im Gegenteil: die meisten sind empört. Sowas hätten sie ja noch nie gehört. Einer hat fast einen Herzkasper bekommen. Und das ist auch gut so...

Werbung ist ueberall.

In der International Herald Tribune vom 14. Juni 2004 schreibt Eric Pfanner über das Überhandnehmen von Werbebotschaften in den Gesellschaften des Westens: "In marketing, less can be more" (via Adverblog.com).

Ich predige zwar eher, in gastgewerblichen Objekten die Chancen zusätzlicher Erlösquellen auch aus Werbung zu nutzen. Doch man kann sich auch fragen, ob das Überhandnehmen an Werbung in öffentlichen und auch privaten Räumen (TV, Rundfunk, gebrandete Einrichtungsgegenstände bis hin zur Kunstdrucken mit Motiven wie Campbell-Suppendosen á la Andy Warhol) nicht zugleich auch eine Nische darstellt für gastgewerbliche Räume als reklamefreie Zonen.

Zugleich verbesser der Verdruß vieler Menschen über zuviel Werbung aber auch die Chancen, Markenprodukte in der Gastronomie der Situation unterschwellig zu vermarkten, z.B. einfach in der Weise, daß sie als Speisen und Getränke angeboten werden oder als Einrichtungsgegenstände verwendet werden, die man eventuell sogar dort kaufen kann.

Branchen wie die Spirituosen- oder Zigarettenindustrie, die sich in der Werbung schon jetzt zurükhalten müssen oder, um Politikern, die Werbeverbote durchsetzen wollen, die Luft aus den Segeln nehmen wollen, haben dies bereits erkannt und legen auf eine Präsenz in der Gastronomie großen Wert, kaufen Schächte in Zigarettenautomaten oder dafür, in Getränkekarten gelistet und in Originalgläsern (also mit Werbeaufdruck) serviert zu werden.

Zum Alten Gewerbehaus Waldenburg: Gaststaette im Interieur anno 1925.

Die Gaststätte Gewerbehaus Waldenburg in sächsischen Waldenburg hat eine originale, vor kurzem rekonstruierte Ausstattung der Gaststube von 1925. Das Ambiente ist ganz auf die 30er Jahre ausgelegt. Man hört alte Schlager oder genießt das Flair der 30er Jahre bei Swing Musik aus der damaligen. Man speist in traditioneller Gemütlichkeit oder sitzt auf weichen Sofas. In einem Mini-Kino für bis zu 16 Besucher werden im Frühjahr und im Herbst jeweils eine Staffel alter Filme gezeigt mit den Stars des deutschen Films wie Hans Albers, Zarah Leander und Heinz Rühmann. Ansonsten kann dieses Mini-Kino auch für private Filmvorführungen gemietet werden. Ganz im Stil der 30er Jahre wird auch Absinth nach klassischen Trinkritualen ausgeschenkt. Ansonsten ist das Speise- und Getränkeangebot nicht auf das Thema des Objektes abgestimmt. Die Website präsentiert einen Veranstaltungskalender mit Terminen zu den Themen Swing, Jazz und Vintage, nicht nur für Waldenburg sondern auch für Sachsen und das Waldenburger Umland und ist selbst auch in schwarz-weiß, an alte Zeitungen erinnernd, gestaltet.

Mehr zu den Themen "Historische Gaststätten und Gasthäuser" und "Absinth".

Dienstag, Juni 22, 2004

Baden-Wuerttemberg: Uebernachtungszuwachs in der Hotellerie, deutlicher Rueckgang im Kurwesen.

Das Geld für Reisen sitzt bei den Deutschen immer noch nicht sehr locker in der Tasche. Zwar konnten die Beherbergungsbetriebe mit mehr als acht Schlafgelegenheiten (einschließlich Camping) im vergangenen Winterhalbjahr (November 2003 bis April 2004) 1,7 Prozent mehr Gäste aus Deutschland begrüßen als im Winter zuvor, ihre Übernachtungen gingen aber um 1,4 Prozent zurück. Dies lag daran, dass sie in diesem Winter bei einem Aufenthalt nur noch durchschnittlich 2,8 statt 2,9 Tage blieben. Da aber gleichzeitig aus dem Ausland 9,6 Prozent mehr Gäste kamen, die sogar 10 Prozent mehr Übernachtungen buchten, ergab sich insgesamt bei den Gästen ein Plus von 3,1 Prozent. Auch bei den Übernachtungen wurde das Ergebnis aus dem vorhergehenden Winter um 0,1 Prozent leicht übertroffen. Nach Rückgängen um 3,5 bzw. 2,3 Prozent in den beiden vorhergehenden Winterhalbjahren scheint die Branche also langsam wieder Tritt zu fassen. Abgesehen von den stabilen Zunahmen bei den Auslandsgästen ist die Lage aber immer noch recht labil, denn in den einzelnen Monaten des Winterhalbjahres wechselten sich im Gesamtergebnis der Übernachtungen leichte Abnahmen (November und Dezember 2003 sowie April 2004) und Zunahmen (Januar bis März 2004) ab.

Dies ist nicht zuletzt die Folge einer sehr uneinheitlichen Entwicklung in den verschiedenen Teilbereichen:
  • Die klassische Hotellerie (Hotels, Gasthöfe, Pensionen und Hotels garnis) konnte ihr Übernachtungsergebnis im vergangenen Winter um 3,7 Prozent verbessern, und zwar vor allem wegen stattlicher Zuwächse bei den Hotels und Pensionen um jeweils 5,4 Prozent. Da zu diesem Hotellerieergebnis nicht nur die Auslandsgäste (+ 11 Prozent), sondern auch die Reisenden aus Deutschland (+ 1,9 Prozent) beitrugen und die Veränderungen seit letztem Dezember stets deutlich im positiven Bereich lagen, kann hier inzwischen von einer Stabilisierung der Aufwärtsentwicklung ausgegangen werden.
  • Die Parahotellerie, die verschiedene Betriebsarten wie Jugendherbergen, Ferienwohnungen, Schulungsheime oder Campingplätze umfasst, konnte im Winterhalbjahr 2003/2004 zwar auch leicht um 0,6 Prozent zulegen. Hier wechselten sich aber Licht und Schatten ab, so dass noch nicht von einer nachhaltigen Stabilisierung gesprochen werden kann.
  • Weiterhin nachhaltig negativ ist die Entwicklung dagegen bei den Vorsorge- und Reha-Kliniken, die vor allem für viele Kurorte in Baden-Württemberg eine ganz wesentliche Rolle spielen. Bei diesen Kurbetrieben gingen die Übernachtungen im dritten Winter hintereinander zurück, und zwar mit ? 9,4 Prozent so stark wie seit der letzten großen Kurkrise in den Jahren 1996 bis 1998 nicht mehr.
Auch regional klaffte die Entwicklung im vergangenen Winter deutlich auseinander:
  • So reichte unter den Reisegebieten die Spanne von Übernachtungszuwächsen im Weinland zwischen Rhein und Neckar um stattliche 5 Prozent bis zu Rückgängen um 9,9 Prozent im benachbarten Neckartal-Odenwald-Madonnenländchen.
  • Das weiterhin bedeutendste Reiseziel des Landes, der Schwarzwald, blieb aufgrund einer rückläufigen Entwicklung im mittleren (? 2,1 Prozent) und südlichen (? 1,6 Prozent) Teil mit einem Rückgang um 0,9 Prozent ebenso hinter der Landesentwicklung zurück wie der Raum Bodensee-Oberschwaben mit einer stärkeren Abnahme um 2,1 Prozent.
  • Dagegen übertrafen die württembergischen Reisegebiete Mittlerer Neckar (+ 1,6 Prozent), Schwäbische Alb (+ 1,9 Prozent) und Neckar-Hohenlohe-Schwäbischer Wald (+ 3,2 Prozent) ihr Übernachtungsergebnis aus dem vorhergehenden Winter klar.
(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Baden-Württemberg).

Vetriebsweg Internetauktion: Hollaendische Versteigerung bei Azubo.

Azubo.de ist eine Auktions-Site von vier ehemaligen Auszubildenden, die in letzter Zeit in den Medien ziemlich groß herauskommen (wohl ein Verdienst der Fink & Fuchs Public Relations AG. Sie haben sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit dem Thema Internet-Auktionen beschäftigt und sich dann selbständig gemacht. Sie haben sich eine Nische, nämlich das Auktionsverfahren der sogenannten "holländischen Auktion", ausgesucht und ihr den griffigen Namen "Countdown-Auktion" verpaßt.

Die TopDown-Auktion ist der optimale Handelsmechanismus für Waren, die auf jeden Fall sofort "raus" müssen - z.B. verderbliche Lebensmittel, Reisen, Restposten und Tickets. Er wird z.B. bei de Versteigerung von Blumen in Holland angewandt. Der Preis fällt in regelmäßigen Zeit-Abständen um jeweils eine vom Verkäufer festgesetzte Spanne ("Preisrutsch") bis zum unteren Limit. Der erste, der auf den Kaufen-Button klickt, erhält den Zuschlag zum aktuellen Preis. Bei Azubo.de sinkt der Preis jeweils um einen Euro-Cent. Das Zeitintervall errechnet sich aus dem Start- und Endpreis sowie die Auktionsdauer.

Ich habe mir dieses Angebot mal angeschaut, ob sich dort interessante Ideen für gastgewerbliche Dienstleister finden. Gefunden habe ich z.B. ein Angebot über einen Gutschein für eine Ferienwohnung im Wert von 30 Euro.

Warum ist dieses Angebot clever?
  • Der Anbieter kann bei Azubo.de neben dem Ausgangspreis einen Mindestpreis festlegen. Der Mindestpreis solle wenigstens die variablen Kosten decken. Wird der Mindestpreis erreicht, wird das Angebot automatisch geschlossen. Der Ausgangspreis kann auch über dem Listenpreis oder wirklichen Wert liegen.
  • Der Anbieter bietet nur sichere Zahlungsarten an: Barzahlung (bei Übergabe) oder Vorkasse (per Überweisung).
  • Die Einstellgebühren bei Azubo.de sind im Vergleich zu dem übermächtigen Rivalen eBay sehr günstig (zur Zeit 0,05 Euro je Artikel). Wenn ein Verkäufer seine Artikel besonders kennzeichnen will, hat er die Option, aus verschiedenen Zusatzoptionen zu wählen: Von Galleriebildern für 0,25 Euro über Fettschrift (0,35 Euro) bis zur Einstellung auf der Startseite von Azubo.de (9,99 Euro).
  • Die erfolgsabhängigen Gebühren, die der Verkäufer zu tragen hat, sind zur Zeit niedriger als bei eBay (es gibt aber auch kostenlose Auktions-Sites wie Hood.de). Solche Preisvergleiche hinken jedoch, da die Besucherzahlen für bestimmte Produktgruppen zu berücksichtigen wäre. Bei eBay sind - abgesehen von Nischenartikelgruppen - die Abverkaufschancen besser. Bei Azubo.de beträgt die Provision zur Zeit 2,5% des Verkaufspreises berechnet.
  • Der Anbieter des Gutscheins hat die URL seiner Website als Text in das Foto eingefügt. Sie fällt, weil das Foto sofort in den Blick fällt, besser auf als im Text (auch wenn das Foto nicht zu dieser Website verlinkt ist).
  • Selbst wenn sich das Angebot nicht verkauft, hat man einen gewissen Werbeeffekt auf einer besucherstarken Website. Azubo.de hat einen Alexa Traffic Rank von zur Zeit 84.294, also fast so gut wie Abseits.de.
Insgesamt werden zur Zeit 13 Ferienwohnungen auf Azubo.de angeboten im Vergleich zu deutschen 978 Angeboten in der Rubrik deutsche Ferienwohnungen auf eBay.de.

Siehe auch meinen Artikel Online-Marketing für Ferienwohnungen.

Alte, reiche Leseratten.

Blogads hat eine Umfrage unter Lesern von Blogs gemacht (via Mex Blog) und Daten herausbekommen, die das Bild von Kids, die sich mit dem Lesen von Blogs die Zeit vertreiben, korrigieren. Blog-Leser sind hingegen:
  • älter: 61% sind über 30 Jahre alt.
  • verdienen mehr: 75% haben ein Einkommen von mehr als 45.000 US-Dollar pro Jahr.
  • 46% beschreiben sich selbst als Meinungsführer.
  • 21% derjenigen, die Blogs lesen, schreiben selbst eins.
  • rund die Hälfte von ihnen hat bereits mehr als 50 US-Dollar für Buchkäufe und mehr als 500 Dollar für Reisen online ausgegeben und mehr als 50 Dollar gespendet.
  • 21% haben das New Yorker magazine abonniert, 15% den Economist, 15% Newsweek und 14% Atlantic Monthly.
  • 79% der Blog-Leser sind Männer.
  • Blog-Leser sind apathisch gegenüber traditionellen Nachrichtenquellen: 82% sagen, Fernsehnachrichten seien wertlos, 55% bzw. 54% sagen das selbe über Nachrichten in Zeitungen bzw. Magazinen.
  • Sie nutzen Blogs, weil sie Nachrichten dort schneller finden, Blogs ihnen eine bessere Perspektive vermitteln und sie darin Nachrichten lesen können, die sie woanders nicht finden.
Diese Ergebnisse basieren aus den Antworten von 17,159 Blog-Lesern. Blogads.com ist ein Vermittlungsservice für Anzeigen in Blogs.

Montag, Juni 21, 2004

Vergleich von Internet-Vertriebskanaelen.

Marketingexperiments.com vergleicht in der aktuellen Ausgabe ihres Newsletters MarketingVox Special Edition die Internet-Vertriebskanäle eBay (Festpreis-Angebote), Pay-per-Click und Preisvergleichs-Sites.

Aufbauend auf den praktischen Erfahrungen von Chris Chenault, des Betreibers von sterlingtek.com, einem 1999 in New Mexiko gegründeten Familien-Einzelhandelunternehmens für Kamerazubehör, gibt es acht Tipps für erfolgreiche Kampagnen bei eBay. In einer Linksammlung sind die besten Ressourcen zum Thema zusammengestellt.

Das ganze ist zwar theoretisches Zeug, aber wenn man sich z.B. als Gastronom ernsthaft überlegt, Produkte und Dienstleistungen online zu vertreiben, wird man um Überlegungen dieser Art nicht herumkommen.

Praktische Beispiele haben wir ja bereits eine ganze Reihe vorgestellt:

GoYellow.

Am 15. Oktober 2004 geht der Katalog GoYellow an den Start und wird der Telekom-Tochter DeTeMedien (DasTelefonbuch, GelbeSeiten, DasÖrtliche) online Konkurrenz machen.

GoYellow ist ein Produkt der varetis AG in München, das sich auf automatisierte Auskunftsservices (Telefon, SMS usw.) spezialisiert hat. Der neue Katalog beinhaltet ausschließlich bezahlte Einträge von Gewerbebetrieben. Der Eintrag kostet 1 Euro pro Tag. Das besondere ist daran (im Vergleich zu einer Reihe anderer Diensten), daß der Werbende seinen Eintrag selbständig und jederzeit aktualisieren kann. Dies kann man als Gastronomiebetrieb z.B. in der Weise nutzen, daß man seinen Wochenspeiseplan veröffentlicht (siehe dazu einige Beispiele).

Unschön an den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist, daß ein Vertrag für die Dauer eines ganzen Jahres abgeschlossen wird und sich um jeweils ein weiteres Jahr verlängert, wenn er nicht mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende gekündigt wird. Man kann damit diesen Service, und ob er ökonomisch etwas bringt, nicht mal eben ausprobieren. Zumal soll es ja vorkommen, daß gastronmische Betriebe unterjährig, bisweilen sogar überraschend, schließen müssen.

365 Euro pro Jahr sind dafür, daß lediglich vom Gastronomen selbst eingestellte Daten im Internet veröffentlicht werden, nicht gerade wenig. Ob der Preis angemessen ist, hängt aber davon ab, wieviele diesen Katalog zur Suche nutzen werden und letztlich sich als zusätzliche Gäste und Umsatz in Ihrem Betrieb niederschlagen werden. Von Vorteil ist es für den Nutzer, daß er im Gegensatz zu den gängigen Branchenbüchern und Suchmaschinen gezielt nach Marken und Produkten suchen kann. Es spricht einiges dafür, daß relativ viele diesen neuen Service nutzen werden, denn die Varetis AG hat schon ein gewisse ökonomische Potenz, ihre Lösungen am Markt durchzusetzen. "Produkte und Services von varetis wurden bislang bei mehr als 240 Call Centern und nahezu 18.000 Auskunfts-Positionen weltweit installiert. Kunden sind u.a. AT&T, Deutsche Telekom, Telkom South Africa, TOT Thailand oder Telecom New Zealand." Und für GoYellow soll sogar im Fernsehen geworben werden.

Dennoch: ich werde für unseren Betrieb erst mal abwarten, wie sich die Nutzerzahlen ab 15. Oktober entwickeln. Zumal sich solche Dienste, ähnlich wie bei den berühmten "Gelben Seiten" weniger für Kneipen lohnen, die viele Stammgäste haben, als etwa für Bringdienste z.B. Pizza-Lieferdienste. Bei Ihrer Entscheidung könnten Sie auch die Kriterien berücksichtigen, die ich zur Beantwortung der Frage "lohnt sich eine Webpräsenz für ein gastronomisches Unternehmen?" vorgestellt habe.

GoYellow - Das sind die neuen gelben Seiten

Sonntag, Juni 20, 2004

"Suppe macht gluecklich".

Burkhard Schneider geht im MEX Blog auf die Vorteile von Suppen beim Catering von großen Veranstaltungen ein und verweist unter anderem auf die Berliner Unternehmensgründung "Suppe macht glücklich" von Thomas Gottschalk: "Der Berliner Gründer Thomas Gottschalk (ja, es gibt mehr als einen Thomas Gottschalk) bietet unter dem Namen 'Suppe macht glücklich' auf Veranstaltungen von 75 bis zu 1.500 Besucher mit Hilfe seiner mobilen Suppenküche bis zu vier Suppen zu einem Preis von je 2,50 Euro an. Auf dem deutschen Gründertag in Berlin konnte Thomas Gottschalk mehr als 1.000 Suppen mit einem Reinerlös von mehr als 1.500 Euro verkaufen..."

Die Berliner arbeiten mit einem mobile Ausgabewagen (Stellplatzbedarf nur 3 Quadratmeter) und sind damit unabhängig von Strom- und Gasanschlüssen. Sie bieten Suppen und Bratwürste für Veranstaltungen von 75 bis 1.500 Personen.

Marktforschung per Klickpreis.

Das Marktforschungspotential, das in der (laufenden) Beobachtung der durchschnittlichen Klickpreise bei oberster Platzierung bei den wichtigsten Cash-Per-Click-Anbietern liegt, wurde meines Wissens noch von niemandem zur Kenntnis genommen, geschweige denn wissenschaftlich untersucht oder gar zu einer Geschäftsidee entwickelt.

Die explido WebMarketing GmbH und Co. KG in Augsburg stellt auf ihrer Website Promotionworld.de laufend Rohdaten in Form eines Spixx (Suchmaschinen-Preis-Index) zur Verfügung, z.B. für Keywords zum Thema Essen und Trinken.

Steigende Preise signalisieren einen zunehmenen Wettbewerbsdruck (im Monat Juni 2004 etwa für Sportlernahrung) et vice versa. Die absoluten Preise geben einen Eindruck von der Stärke des Wettbewerbs und Hinweise darauf, wie "angesagt" Produktgruppen sind. So weisen Sportlernahrung, Nahrungsergänzungsmittel, Tee und Rotwein aktuell die höchsten Klick-Preise auf, Whiskey rangiert auf dem letzten Platz (der veröffentlichten Produktgruppen). Relative Preise erlauben es, die Intensität des Wettbewerbs für verschiedene Produkte zu vergleichen. So kostet eine Spitzenplazierung für den Suchbegriff Rotwein (0,792 Euro) über 210% einer Spitzenplatzierng für den Suchbegriff Weisswein (0,418 Euro).

mens sana in corpore sano.

Um den Dialog mit seinen Gästen zu verbessern, hat Herr Bois, der stellvertretende Chefkoch der Mensa der Uni Augsburg, in Zusammenarbeit mit der Studentin Jessica Harport einen Mensa-Weblog der Universität Augsburg eingerichtet. Natürlich wird hier auch der wöchentliche Speiseplan veröffentlicht. Die Gäste können das Mensaessen bewerten und kommentieren.

Das Weblog gehört zu einem Projekt des Seminars "Personal Webpublishing und Weblogs im Kontext von Lernen, Lehren und Wissensmanagment". Im Rahmen dieses Seminars konnte jeder Teilnehmer sein eigenes Weblog starten und ein Thema nach eigener Wahl bearbeiten.

In der Rubrik "Unglaublich aber wahr" erfährt man z.B. welche ungeheuren Mengen an Zutaten bei knapp 3.000 Essen am Tag so verdrückt werden, die von 35 Mitarbeitern aus über 10 Nationen zubereitet werden.

Inhoga Berlin.

Vom 19. bis 22. September findet in den Messehallen unterm Funkturm in Berlin die 4. INHOGA als Fachmesse für das Gastgewerbe statt. Der Ausstellungsteil und damit auch die Zahl der Aussteller sollen ebenso wie die Zahl der Besucher weiter ansteigen.

Die INHOGA hatte 2003 noch unter dem Namen Internationale Hotel & Gastro Berlin vom 21. bis 24. September stattgefunden. 220 Aussteller hatten sich auf rund 10.000 m² Messefläche präsentiert, was einem Zuwachs von rund 25 Prozent entsprach. Auch mehr Besucher als im Vorjahr fanden den Weg in die sechs Hallen, die ausschließlich für Fachbesucher eröffnet worden waren, also für Inhaber, Führungskräfte und Mitarbeiter von Unternehmen des Gastgewerbes sowie für Angehörige branchennaher Betriebe wie Fleischereien, Bäckereien und Konditoreien. Knapp 12.000 Besucher wurden gezählt. Damit war die Berliner Fachmesse im Jahr 2003 die einzige gastgewerbliche Messe mit Zuwachsraten.

Zu den Warengruppen im Messeteil gehören Hotel- und Gaststätteneinrichtungen, Küchen- und Kühltechnik, EDV-Hard- und Software, Wäsche und Geschirr, Nahrungs-, Genussmittel und Getränke sowie Angebote von Industrie und Großhandel für Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien.

Ein Schwerpunkt in diesem Jahr werden Angebote aus den Ländern sein, die am 1. Mai 2004 Mitglieder der EU werden. Die Messegesellschaft schafft zusätzliche Ausstellungsflächen, um Anbietern aus diesen Staaten Präsentationen in Berlin zu ermöglichen. Insbesondere die Nachbarländer Polen und Tschechien, aber auch Staaten wie Slowenien, Ungarn und die baltischen Länder zeigen daran ein großes Interesse. Zu den Produkten gehören Porzellan, Textilien, Wein und Bier sowie der Möbelbau für Hotels und Restaurants. Das Rahmenprogramm wird ein knappes halbes Jahr nach dem Beitritt zusätzliche wirtschaftspolitische Informationen über die ersten Erfahrungen der Beitrittsländer liefern.

Ideeller Träger der INHOGA ist von Beginn an der Hotel- und Gaststättenverband Berlin und Umgebung e.V., der damit auch für das kompetente und attraktive Programm für Hoteliers und Gastronomen verantwortlich zeichnet. Gemeinsam mit der IHK Berlin veranstaltet der Verband außerdem am Montag, 20. September, den Tag des Tourismus. Weitere Programmschwerpunkte setzen der Verband der Köche Deutschlands mit dem Jugend-Innovationspokal und der Veranstalter M&A mit dem Köchewettbewerb der Nationen, zu dem M&A gemeinsam mit dem Internet-Portal "Das Corps" und dem Diplomatischen Magazin die in Berlin ansässigen Botschaften einlädt. Darüber hinaus gibt es weitere Aktivitäten von den Beiratsmitgliedern der Messe, zu denen unter anderen auch der Deutsche Franchise Verband, der Fleischerverband Berlin-Brandenburg, die Konditoreninnung Berlin sowie die Messe Berlin selbst gehört.

Die INHOGA hat vom 19. bis 22. September täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr, der Eintrittspreis beträgt 10,-- EUR. Weitere Informationen finden sich unter www.inhoga.de und werden regelmäßig aktualisiert. (Quelle: Pressemiteilung der INHOGA).

Fortbildungsprogramm fuer Schul-Catering.

Die AOK Sachsen-Anhalt hat Fortbildungsprogramme zum Thema gesunde Ernährung in der Schule entwickelt. An dem Projekt hat auch Karsten Petersen von der HDL Catering GmbH, Leipzig, mitgearbeitet, die 140 Schulen versorgt. Motiviert ist dies Projekt durch die Tatsache, daß immer weniger Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt am Schulessen teilnehmen. 116 Schulen und 21 Caterer wurden zur Situation der Mittagsversorgung an den Schulen befragt und Stichproben des Schulessens auf Qualität und Quantität untersucht.(Quelle: "Schüler nehmen zu selten am Schulessen teil/Kooperation von AOK und Landesvereinigung für Gesundheit in Sachsen-Anhalt für gesundes Schulessen gestartet", in: gesundheit-sachsen-anhalt.de).

Samstag, Juni 19, 2004

Google Websearch/Sitesearch.

Vorgestern hat Google den bereits seit längerem verfügbaren, kostenlosen Service Google Free Websearch, mit dem man auf seiner Website ein Formular zum Durchsuchen der eigenen Website einrichten konnte, ergänzt durch den erweiterten Service Websearch/Sitesearch.

Dieses neue Programm steht nur Partnern des Adsense-Anzeigennetzwerks zur Verfügung. Man kann sich aber wie bisher, wenn man über inhaltsreiche Websites gebietet, dazu anmelden. Google prüft manuell, ob die angemeldete Website seinen Programmrichtlinien entspricht.

Die Vorteile des neuen Angebots:
  • Die erzeugten Seiten mit den Trefferlisten lassen sich besser an das Design der eigenen Website anpassen.
  • Als Adsense-Partner erhält man Provisionen, wenn die vor und nach den Treffern angezeigten Adwords (Anzeigen) angeklickt werden (entsprechend den Anzeigen auf inhaltsreichen Webseiten).
Ich habe am Kopf dieses Blogs, den Sie gerade lesen, ein solches Suchformular eingebaut. Probieren Sie es einfach mal aus; es beißt nicht.

Sie können damit alle knapp 8.000 Seiten von Abseits.de durchsuchen. Der gesamte Bestand wird einmal monatlich von Google neu erfaßt und indiziert.

Zwei Tipps:
  • Nutzen Sie diese Suchfunktion und damit die vielfältigen, frei und kostenlos zugänglichen Informationen, wann immer Sie Fakten aus der Welt des Gastgewerbes auf der Spur sind ...
  • Bauen Sie Sitesearch auch in ihrer Website ein, wenn diese so umfangreich ist, daß man nicht mehr alle Informationen mit einem Mausklick erreichen kann.

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Vorurteile.

Ein weitverbreitetes Vorurteil, auch unter Gastronomen, ist es, alle Menschen würde gerne und häufig Gaststätten besuchen. Zumindest gehen sie implizit davon aus, denn sonst würden die vielen Inserate von Gastronomen in lokalen Tageszeitungen und anderen Massenmedien, mit denen man die gesamte Bevölkerung einer Region (oder sagen wir besser: alle, die eine Tageszeitung abonniert haben) nicht zu erreichen versuchen, sondern stattdessen die Zielgruppe derjenigen, die Gaststätten besucht, gezielt ansprechen.

Das Potential an Kunden, die häufig eine Gaststätte aufsuchen, ist - entgegen diesem Vorurteil - begrenzt. So gehen nur 26% der Bevölkerung einmal in der Woche oder häufiger in eine Gaststätte. Eine repräsentative Umfrage, die das Forschungsinstitut EMNID im Auftrag des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) durchgeführt hat, ergab, daß zwischen Mitte Januar und Mitte Februar 2002 fast jeder dritte Bundesbürger überhaupt nicht in einem Restaurant oder einer Gaststätte gewesen ist. Der DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Christian Ehlers behauptete in einer am 21. Februar 2002 veröffentlichten Presserklärung, diese "erschreckende Zahl verdeutlicht, dass der Konsumverzicht gerade im Gastgewerbe voll durchschlägt. Die nochmals gestiegenen staatlichen Belastungen zum Jahreswechsel führen dazu, dass die verunsicherten Bürger den Euro bunkern anstatt mit dem neuen Geld in der Gastronomie anzustoßen". Richtig ist vielmehr, daß diese Zahl kompatibel ist mit Werten aus früheren Zeiträumen, wonach 29% aller Altersgruppen nie eine Gaststätte oder ein Restaurant aufsuchen und 23% nur 2,5mal im Jahr.

Ich habe einmal aus den Daten der Prozente 5 (Herausgeber: Spiegel-Verlag 1990) eine Gästestruktur-Analyse aufbereitet (siehe: "Zur Bedeutung der Häufigkeit des Gaststättenbesuchs für eine auf Stammgäste ausgerichtete Gastronomie"). Im Ergebnis bestehen fast alle (93,5 %) Gäste aus dem kleinen Teil der Bevölkerung, der einmal in der Woche oder häufiger in eine Gaststätte geht. In der Veranstaltungs- oder Verkehrsgastronomie, aber auch in zentral gelegenen Gaststätten mit einem hohen Anteil an Laufkundschaft ist dieser Anteil niedriger, in der "Eckkneipe", wohin sich selten ein Fremder verirrt, höher. Bei jüngeren Gästen ist dieser Anteil niedriger, bei älteren größer. Siehe auch eine geschlechtsspezifische Verteilung der Besuchshäufigkeiten als Ergebnis einer Umfrage unter den Gästen der amerikanischen Restaurant-Kette "At Metropol Restaurants".

Anders ausgedrückt: Nur 8% der Bevölkerung machen über 70% des Umsatzes in der Gastronomie, 26% tätigen 93% des Umsatzes. Dies ist ein starkes Indiz dafür, daß viele Werbekonzeptionen in der Gastronomie, die sich unreflektiert und ungezielt an die Masse der Bevölkerung wenden (z.B. durch Inserate in Massenmedien) zu breit streuen.

Diese Ergebnisse wurden jüngst von einer "Großen deutschen Genuss-Studie 2004", die com.X und TNS Emnid im Auftrag vom Kölner Zigarettenhersteller JTI Germany konzipiert und durchgeführt worden ist (siehe "Der kleine Unterschied: Männer genießen anders als Frauen", in: Medizinauskunft.de vom 18. Juni 2004), bestätigt und ergänzt:
  • Nur jeder vierte Mann entspannt sich gerne in der Stammkneipe oder beim Abtanzen im Szeneclub.
  • Nur 15 Prozent der Frauen gehen gerne aus.
Gefragt wurde auch nach den wichtigsten kleinen Genüssen des Alltags. Bei Frauen sind dies Kaffee trinken und Nichtstun. Männer antworteten am häufigsten, sie würden sich gerne mit Musik den Alltag gestalten, das Essen genießen (in der Kantine, zuhause oder im Restaurant).

Die Ergebnisse dieser Studie können ab Herbst auch im "Genuss-Barometer Deutschland", der im Christhop Links Verlag erscheinen wird, nachgelesen werden.

Gluecksmomente.

Urlaubsanbieter versprechen allerlei, etwa Essen und Trinken soviel man will, Sonne, Sehenswürdigkeiten oder gar Sex. Alois Seitz, der als Student der Soziologie nach Bamberg gekommen ist und nach seinem Abschluß mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter des bekannten Prof. Ulrich Beck ("Risikogesellschaft") gearbeitet hat, verspricht "Glücksmomente": eine Woche lang täglich musikalische Impulse, eine Glückssinnspruch-Lotterie, Gedichte und Gesprächsimpulse über die Rose (als Vorbereitung zum Besuch des Bamberger Rosengartens), lebensphilosophische Gespräche zum Thema Glück, eine Wasserwanderung, einen Bierkellerbesuch (die Glücklichen!), ein Gespräch über unseren Umgang mit der schnelllebigen Welt und der wohltuenden Wirkung der Entdeckung der Langsamkeit, passend dazu ein Stadtbesichtigung per Pferdekutsche, eine Wanderung auf Traumpfaden, eine Naturmeditation, die Unterbringung in Karmelitenkloster u.v.m., nicht zuletzt das Kennenlernen netter Menschen, die sich ebenfalls dafür entschieden haben, in ihrem Urlaub Antworten auf die Frage zu suchen, was glücklich macht.

Freitag, Juni 18, 2004

Gefluegel rege gefragt.

Nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH gehörte Geflügel im letzten Jahr zu denWachstumsprodukten. Es wurde 18,2 Kilogramm je Einwohner verbraucht und damit 1 Kilogramm mehr als im Jahr zuvor. Dabei wird im euroäischen Vergleich überdurchschnttlich viel Putenfleisch und unterdurchschnittlich viel Hähnchenfleisch konsumiert. Mehr darüber: "Hähnchen und Puten immer beliebter".

Siehe auch unsere Artikel über "Chicken, Hähnchen, Huhn, Geflügel, Poulet" und "Chicken Wings".

Donnerstag, Juni 17, 2004

Kosten sparen bei der Lehrlingsausbildung.

Im Rahmen des "Ausbildungspaktes" wurde beschlossen, daß die Bundesagentur für Arbeit 25.000 schwer vermittelbare Jugendliche, die ein schlechtes Zeugnis oder gar keinen Schulabschluß haben, in Vollzeit-Praktikumsstellen von sechs bis zwölf Monaten, u.a. auch im Gastgewerbe, vermittelt. Als direkte Kosten fallen für die Arbeitgeber lediglich 90 Euro im Monat für Sozialversicherungsbeiträge an. Ein Lohn wird nicht bezahlt, die Praktikanten erhalten jedoch 200 Euro Taschengeld von der Bundesagentur für Arbeit. Das ganze nennt sich "Einstiegsqualifizierung" und kann auf die Dauer einer späteren Berufsausbildung angerechnet werden. (Siehe dazu "An Stelle der Stellen, in: Tagesspiegel vom 17. Juni 2004).

Rein rechnerisch empfiehlt sich, wenn man denn bereit ist, schwer vermittelbare Jugendliche einzusetzen, statt Auszubildende einzustellen solche Praktikanten einzusetzen. Falls sie sich (wider Erwarten) für eine Ausbildung eignen, spart man sich zumindest die Ausbildungsvergütung für die ersten sechs bis zwölf Monate.

RSS-Feeds.

RSS-Feeds sind als Angebot von Websites des Gastgewerbes, aber auch als Feature von Websites der Zulieferer recht ungewöhnlich. Ein paar Beispiele, die ich gefunden habe:Und wozu ist sowas gut? Die Vorteile für den Nutzer beschreibt Robert Basic: Was ist RSS? im Blog MEX Blog.

Und was haben Sie als Anbieter davon?
  • Ihre User werden über Änderungen auf Ihrer Webseite informiert, ohne dass sie Ihre Webseite ansurfen müssen. Die Wahrscheinlichkeit, daß Ihre Informationen wahrgenommen werden, steigt. Bei dem Blog, den Sie gerade lesen, ist es z.B. so, daß der entsprechende RSS-Feed doppelt so häufig aufgerufen wird wie seine Startseite per Browser.
  • Bei entsprechend interessanten Texten steigen die Besucherzahlen Ihrer Homepage, insbesondere wenn die RSS-Feeds nur Anreißer enthalten und einen Link auf den vollständigen Text auf der Website.
  • Die XML-Datei kann auch in andere Anwendungen eingebunden werden, z.B. auf anderen Websites (per Java- oder PHP-Script). Sie können damit Geschäftspartnern einen besonderen Service anbieten.
  • Weblog-Verzeichnisse werten RSS-Dateien aus. Sie haben eine gute Chance, daß neue Nutzer dort auf Sie aufmerksam werden.
  • Nutzer von RSS-Feeds sind innovationsfreudiger und internetaffiner als solche, die sich per Browser informieren, und damit eine interessante Zielgruppe auch für gastgewerbliches Websites, da Internetuser zahlungskräftiger sind als Nichtinternetuser.

Salitos Lounge.

MBG bietet etliche, mit ihre Marke Salitos gebrandete Ausstattungselemente für den Indoor- und Outdoor-Bereich exklusiv für die Gastronomie an, u.a.:
  • ein "Sunbed" in der Größe 210 x 200 cm aus einem Gestell aus "verwaschenem" Massisvholz, mit OSB-Auflagebrett und 4 Sitzkissen als Auflagen aus Army-Canvas Stoff, Fixierung mit Klettverschlüssen, zum Preis von 421,20 ?
  • ein Sofa mit einer Sitzfläche 180 x 60 cm, Außenmaße B x T x H 226 x 107 x 70 cm, Gestell aus "verwaschenem" Massivholz, Auflagen: 6 Kissen, Army-Canvas-Stoff, Maße: Rückenkissen 60 x 57 cm, Sitzkissen 60 x 71 cm, zum Preis von 391,00 ?
  • eine "Beach Bar" aus 12 Mehrwegkisten SALITOS Tequila Flavoured Beer, Auflagebrett mit SALITOS Kronkorkenblech beschlagen, zum Preis von 46,15 ? zzgl. Pfand.
  • eine "Equipment Beach Bar"
  • ein Chalkboard SALITOS Bastschirm, Durchmesser 200 cm, ohne Schirmständer, zum Preis von 32,04 ?.
  • einen Paravent, 200 x 160 cm, aus Bambus, Branding einseitig, 3 Stahlfüße für besseren Stand, zum Preis von 109,46 ?
  • einen Stehtisch, Auflage 80 x 80 cm, Höhe ca. 110 cm, Material: Öltonne mit Auflagebrett, Branding, zum Preis von Preis von 107,26 ?
  • einen Loungetisch, Auflage 80 x 80 cm, Höhe ca. 40 cm, Material: Vollholzauflage, zum Preis von 89,00 ?
  • einen Kühlschrank im 50er Jahre Design, Maße: B x H x T 60 x 146,5 x 63,5 cm, 136 Flaschen, zum Preis von 795,00 ?
  • einen Kühlschrank mit Glastür für 240 Flaschen, Maße: B x H x T 59 x 202,5 x 58 cm, zum Preis von 560,34 ?
Alle Preise zzgl. gesetzlicher MwSt. und Fracht.

Mehr zum Thema Strandbars.

Mittwoch, Juni 16, 2004

Die Wahl der Lebensmittel - ein komplexes Verhalten.

Die Wahl der Lebensmittel wird von vielen Faktoren bestimmt, welche auch Gastronomen bei ihrer Angebotsplanung berücksichtigen sollten:
  • Hunger, der zum Essen bewegt,
  • Sättigung, die uns aufhören lässt zu essen,
  • die sensorischen Eigenschaften der Lebensmittel, wie Geschmack, Geruch und Aussehen;
  • soziale und emotionale Faktoren, wie Neigungen und Abneigungen,
  • Wissen und Einstellungen über Ernährung und Gesundheit,
  • Gewohnheiten und
  • das soziale Umfeld beim Essen.
  • Persönliche Werte,
  • Lebenserfahrungen wie Ehe/eheähnliche Gemeinschaft,
  • Fähigkeiten (z.B. Kochen),
  • Wertvorstellungen (z.B. Bio-Lebensmittel oder Biotechnologie) und
  • persönliche Einschätzungen, wie selbstgesetzte Grenzen für eine gesunde Ernährung
  • ethnische Zugehörigkeiten
  • Verfügbarkeit und Preis von Produkten.
  • die Einstellung gegenüber Lebensmitteln und
  • die Bereitschaft zum Wechseln.
Eine europaweite Studie über die Verbrauchereinstellungen zu Lebensmitteln, Ernährung und Gesundheit kam zu dem Ergebnis, dass die fünf wichtigsten Faktoren bei der Wahl eines Lebensmittel in den EU-Mitgliedstaaten:
  • "Qualität/Frische" (74%),
  • "Preis" (43%),
  • "Geschmack" (38%),
  • "der Versuch gesund zu essen" (32%) und
  • "die Wünsche der Familie" (29%)
sind. Diese durchschnittlichen Zahlen, die bei der Gruppierung der Ergebnisse aus allen EU-Mitgliedstaaten entstehen, unterscheiden sich jedoch deutlich von Land zu Land.

Lesen Sie mehr über diese Studie auf Food Today no. 43 von EUFIC, dem Europäischen Informationszentrum für Lebensmittel, einer gemeinnützigen Organisation, die den Medien, Mitarbeitern im Bereich Gesundheit und Ernährung, Erziehern und Meinungsführern wissenschaftlich fundierte Informationen über Ernährung und damit zusammenhängende Themen zur Verfügung stellt.

Betriebsvergleich Gastgewerbe Nordrhein-Westfalen 2004.

Der aktuelle Betriebsvergleich für das Gastgewerbe Nordrhein-Westfalen liegt vor. Erstmals finden Sie in dem Betriebsvergleich auch das Branchenbarometer sowie den Gastronomie-Index. Der Aufbau wurde verändert: Statt einer gesamten tabellarischen Umsatz- und Kostenübersicht für eine Betriebsgruppe bzw. Betriebstypen werden die Umsätze und Kostenarten sowie die spezifischen Kennzahlen der gesamten Betriebsgruppe untereinander dargestellt. Es gibt zwei Ausgaben, jeweils für Hotellerie und Gastronomie. Mit CD-ROM für Berechnungen und Vergleiche Ihrer Betriebskennzahlen (Umsätze, Beschäftigung, Auslastung, Preis und Ertrag). 64 Seiten im DIN A5 Format zum Preis von 45 Euro inkl. MwSt und zzgl. 3,30 Euro Versand- und Verpackungskosten zu bestellen über alle Geschäftsstellen des DEHOGA Gastgewerbe NRW oder direkt bei der HOGA GmbH bestellen. Mitgliedsbetriebe des DEHOGA in NRW erhalten einen Sofortrabatt auf den Listenpreis von 10,00 EURO.

Sie können sich zwei Leseproben (PDF) herunterladen.

Mehr über Betriebsvergleiche, Richtwerte.

Time-Artikel ueber Weblogs.

Im angesehenen Wochenmagazin "Time" vom 21. Juni 2004 wird ein langer Artikel von Lev Grossman über Blogs erscheinen: "Meet Joe Blog". "Why are more and more people getting their news from amateur websites called blogs? Because they're fast, funny and totally biased".

Unter anderem habe ich dort - für mich neu - gelesen, daß die Zeitung "The Washington Monthly" den Blogger Kevin Drum angeheuert hat, seinen populären Blog calpundit.com auf ihre eigene Website transferiert und ihn in "Political Animal" umbenannt hat. Getreu dem Motto: Wenn Du sie nicht schlagen kannst, kauf' sie.

Umsatz im Gastgewerbe im April 2004: real - 0,4% zum April 2003.

Der Umsatz im Gastgewerbe in Deutschland lag im April 2004 nominal 0,3% höher und real 0,4% niedriger als im April 2003. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Vergleich zum März 2004 nominal 0,4% mehr und real 0,3% weniger abgesetzt.

In den ersten vier Monaten 2004 setzten die Unternehmen des Gastgewerbes nominal 1,0% und real 1,6% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum um.

Nominal und real über den Umsatzwerten des Vorjahresmonats lagen im April 2004 das Beherbergungsgewerbe (nominal + 3,7%, real + 3,3%) und die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören (nominal + 3,4%, real + 2,2%). Im Gaststättengewerbe wurden dagegen nominal und real niedrigere Umsätze als im April 2003 verzeichnet (nominal - 2,4%, real - 3,2%). (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Handeln statt Jammern.

Franziska Schumacher hat auf einer Versammlung des Kreisverbandes des Hotel- und Gaststättenverbandes in Moosburg referiert und damit Klaus Kuhn zu einem Artikel über ihren Vortrag im "Merkur" motiviert: "Die Flaschen gehören weg".

Lesen Sie ergänzend meine Besprechung ihres neuen Buches "Der clevere Gastronom - 5 Bausteine zum Erfolg".

Oder schauen Sie sich eine Video-Aufzeichnung der Buchpräsentation (8 Minuten Laufzeit) an.

Dienstag, Juni 15, 2004

Kostenloses Special: "Outdoor".

Die monatlich erscheinende Fachzeitschrift Gastronomie-Report bietet zur Zeit ein 16-seitiges Special zum Thema "Outdoor" (Aussengastronomie) zum kostenlosen Download (PDF).

Reisekatalog von ADFC und 96 Radreiseveranstaltern.

Entspannter Urlaub auf dem Fahrrad und sich dabei um nichts kümmern: Der fahrradtouristische Pauschalmarkt boomt und verzeichnete laut Radreiseanalyse 2004 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) teilweise zweistellige Zuwächse. Radreise-Veranstalter berichten schon jetzt von Buchungsanstiegen zwischen zehn und zwanzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Voll in diesem Trend liegt der Katalog "Radreisen 2004", den der ADFC und Rückenwind Reisen Oldenburg in diesem Jahr zum fünften Mal herausgeben. Darin präsentieren 96 renommierte Radreiseveranstalter und Touristikbüros rund 135 Radreisen in Deutschland, Europa und der ganzen Welt.

Der Katalog bietet für jeden Radwanderenthusiasten etwas: Geführte Radtouren oder individuelle Reisen, sportliche oder gemütliche Touren, Natur- oder Kulturreisen, das richtige Angebot ist bestimmt dabei. Die Ziele reichen von Schleswig-Holstein bis Bayern, vom Baltikum bis in die Türkei und von Brasilien bis West Kanada. Mit weiteren Tipps rund ums Radfahren und allen Veranstalteradressen hilft "Radreisen 2004" bei der Planung jeder Art von Radreisen.

Den Radreisekatalog 2004 gibt es kostenlos bei Rückenwind Reisen GmbH, Stichwort "Gemeinschaftskatalog", Industriehof 3, 26133 Oldenburg, Telefon 0441/48597-30, Fax 0441/48597-22, e-Mail: radreisen-2004@rueckenwind.de oder in jedem ADFC-Infoladen. Eine Übersicht über ADFC-Infoläden gibt es unter www.adfc.de/vorort.

Das Thueringer Gastgewerbe im April 2004: Weiterhin weniger Umsatz und weniger Beschaeftigte.

Die Thüringer Unternehmen des Gastgewerbes erzielten nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im April 2004 nominal, d.h. in jeweiligen Preisen 5,0 Prozent weniger Umsatz um als im April 2003. Real, also preisbereinigt, betrug der Rückgang 5,6 Prozent. Damit konnten in den ersten vier Monaten - mit Ausnahme des Monats Februar - die entsprechenden Vorjahresergebnisse nicht erreicht werden:
  • Vergleichsweise gering waren die Einbußen mit nominal 3,8 Prozent und real 4,1 Prozent im Beherbergungsgewerbe.
  • Das Gaststättengewerbe musste ein Minus von nominal 5,5 und real 6,3 Prozent hinnehmen.
  • Die höchsten Umsatzrückgänge meldeten im April 2004 die Kantinen und Caterer. Hier wurden nominal 6,7 Prozent und real 8,0 Prozent weniger umgesetzt als im April 2003.
Im Thüringer Gastgewerbe waren im April dieses Jahres 0,4 Prozent weniger Personen beschäftigt als im entsprechenden Vorjahresmonat. Während die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten um 3,5 Prozent sank, stieg die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten um 6,2 Prozent.

Sonntag, Juni 13, 2004

Hotelfruehbucherrabatte.

Die NH Hotels Group bietet zur Zeit Zimmer in ihren fünf Münchener Hotels für Frühbucher ab 29 Euro an. Der sogenannte "Spartarif" hat rigide Konditionen:
  • Kreditkartenzahlung im Voraus.
  • Das gebuchte Zimmer ist nicht stornierbar und der Preis wird nicht rückerstattet.
  • Das Zimmer kann nur für eine Gebühr von 10,- EUR im gleichen Hotel umgebucht werden. Es gelten dann die Preise der noch verfügbaren Zimmer, eventuelle Tarifvergünstigungen werden nicht rückerstattet.
(Gefunden in MEX Blog). Es handelt sich aber genau betrachtet nicht um Fruehbucherrabatte: Die Preise haengen nicht davon ab, wieviele Tage im Voraus man bucht, sondern von der aktuellen Abweichung zwischen tatsächlichem und erwartetem Reservierungsgrad (Yield Management). Siehe dazu auch unseren Beitrag "Zeitliche Preisdifferenzierung im Gastgewerbe".

Ausgehend von der Erkenntnis, daß gute Hotelrestaurants wichtig sind für die Marktakzeptanz des Hotels, hat man sich von dem katalanischen Kochkünstler Ferrán Adriá beraten lassen. Entwickelt wurde so das Wohnzimmer-Hausmannskost-Konzept "nhube" ("pioneering spaces in the hotel sector combining food, leisure and rest for the chain's customers, and "Fast Good"). Im Madrider Pilotprojekt konnten damit die Umsätze der Hotelrestaurants im Jahre 2002 um 20,8% gesteigert werden, mit 90% Walk-Ins beim Mittagessen und 50% beim Abendessen ("Walk-Ins" sind Restaurantgäste, die nicht im Hotel übernachten; sie sind ein Indikator für die Akzeptanz des Hotelrestaurants im Vergleich zu konkurrierenden Restaurants vor Ort). Siehe dazu "Business travelers discover NH Hotels' nhube offers a 'silver lining'", in: SoloDining.com vom Sommer/Herbst 2003.

Die börsennotierte NH Hotels Group steht nach dem Kauf der dänischen Hotelkette Krasnapolsky im Juli 2000, der mexikanischen Hotelkette Krystal im Juni 2001 und der deutschen Hotelkette Astron am 25. Februar 2002 nach eigenen Angaben auf Platz 3 der Business Hotels in Europa. Insgesamt gibt es 240 NH-Hotels mit 34.000 Zimmern in 16 Ländern in Europa, Lateinamerika und Afrika. 27 Projekte für neue Hotels mit 4.000 Zimmern sind im Entstehen.

Samstag, Juni 12, 2004

Essbare Speisekarte.

Zum Preis von 12,50 Euro kann man sich in der Bonner Restaurant "Karawan" neun wöchentlich wechselnde Kostproben aus dem insgesamt 50 Speisen umfassenden Menü, genannt "Kulinarische Reise durch den Orient" bestellen. Bernd Roethlingshoefer ist ganz begeistert: "Bonner Gastronom lockt mit essbarer Speisekarte", in: Werbung mit kleinem Budget.

Mir gefällt auch die Website des "Karawans". Sie ist nicht repräsentativ (im schlechten Sinne), sondern verkaufsorientiert. Man erfährt, wie man zum Restaurant hinkommt und was es zu essen und trinken gibt, man kann sich Plätze reservieren und per Newsletter über die Wochenangebote informieren lassen. Mir geht diese Verkaufsorientierung jedoch eine Spur zu weit. Meines Erachtens sollten Fotos, mit denen man sich einen ungefaehren Eindruck vom Ambiente eines Restaurants machen kann, nicht ganz fehlen.

Eine handwerkliche Anmerkung zur Website, die sympathischerweise mit der Open Souce Software PHP Nuke erstellt worden ist: Die unapssenden Metatag-Keywords sind versehentlich stehen gelassen worden (News, news, New, new, Technology, technology, Headlines, headlines, Nuke, nuke, PHP-Nuke, phpnuke, php-nuke, Geek, geek, Geeks, geeks, Hacker, hacker, Hackers, hackers, Linux, linux, Windows, windows, Software, software, Download, download, Downloads, downloads, Free, FREE, free, Community, community, MP3, mp3, Forum, forum, Forums, forums, Bulletin, bulletin, Board, board, Boards, boards, PHP, php, Survey, survey, Kernel, kernel, Comment, comment, Comments, comments, Portal, portal, ODP, odp, Open, open, Open Source, OpenSource, Opensource, opensource, open source, Free Software, FreeSoftware, Freesoftware, free software, GNU, gnu, GPL, gpl, License, license, Unix, UNIX, *nix, unix, MySQL, mysql, SQL, sql, Database, DataBase, Blogs, blogs, Blog, blog, database, Mandrake, mandrake, Red Hat, RedHat, red hat, Slackware, slackware, SUSE, SuSE, suse, Debian, debian, Gnome, GNOME, gnome, Kde, KDE, kde, Enlightenment, enlightenment, Intercative, interactive, Programming, programming, Extreme, extreme, Game, game, Games, games, Web Site, web site, Weblog, WebLog, weblog, Guru, GURU, guru). Man sollte sie durch zum Inhalt passende ersetzen oder, weil sie ohnehin von Google nicht ausgewertet werden, ganz darauf verzichten.

Der Funktionaere Wunderhorn.

Reuters meldet ("'Süddeutsche': Konkreter Entwurf zu Ausbildungsplatzabgabe"), laut der Süddeutschen Zeitung hätten sich Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und Arbeitgeber-Vertreter auf einen konkreten Entwurf über einen Ausbildungspakt verständigt. "Die Firmen würden sich dabei voraussichtlich verpflichten, im nächsten Jahr etwa 30.000 neue Lehrstellen zu schaffen."

Nun weiß ich nicht, welche Firmen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag gefragt hat. Uns nicht. Und viele anderen, die wie wir sauer sind, weil wir diese Funktionäre mit Zwangsbeiträgen am Leben erhalten müssen, vermutlich auch nicht. Diese abgehobene Clique, deren Distanz zu kleinen und mittleren Unternehmen so groß ist wie die der Bewohner der Wandlitzer Siedlung anno 1989 zur Bevölkerung der DDR und die behauptet, im Namen der Unternehmen zu sprechen, und dabei nie Kontakt gefunden hat zu den Unternehmern, erinnert mich an den Knaben in der Weise "Wenn ich ein Vöglein wär....

Freitag, Juni 11, 2004

Verbraucherpreise fuer Beherbergungs- und Gaststaettendienstleistungen im Mai 2004: + 1,0% zum Vorjahr.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Mai 2004 gegenüber Mai 2003 um 2,0% und gegenüber April 2004 um 0,2% gestiegen. Die Verbraucherpreise für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen stiegen unterdurchschnittlich um nur 1% im Vergleich zum Vorjahresmonat und um 0,3 gegenüber April 2004.

Die deutlich höhere Jahresteuerungsrate im Mai ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Preise für Mineralölerzeugnisse um knapp 9% gestiegen sind, während sie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum um mehr als 10% gesunken waren (Basiseffekt). Im Mai 2004 lagen die Preise für leichtes Heizöl um 19,2% und für Kraftstoffe um 11,6% (darunter Normalbenzin: + 11,7%; Superbenzin: + 11,4%; Diesel: + 11,8%) höher als im Jahr zuvor. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Teuerungsrate im Mai 2004 bei 1,5% gelegen. Im Vergleich zum Vormonat kostete leichtes Heizöl 6,9% mehr und die Kraftstoffpreise stiegen um 5,2% an.

Wie in den Vormonaten, so wirkten sich auch im Mai 2004 die Maßnahmen der Gesundheitsreform und die Erhöhung der Tabaksteuer im Verbraucherpreisindex aus. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise für Gesundheitspflege um 19,5% (zum Vormonat: + 0,1%). Die Preise für Tabakwaren legten binnen Jahresfrist um 12,2% zu, blieben gegenüber dem Vormonat aber stabil.

Günstiger haben sich aus Sicht der Verbraucher im Vergleich zum Vorjahr die Preise für Nahrungsmittel entwickelt (? 0,2%). Billiger wurden insbesondere Obst (? 1,4%) und Gemüse (? 0,5%; darunter Lauch: ? 25,7%; Kopfsalat: ? 18,8%). Deutlich billiger als im Vorjahr ist weiterhin Bohnenkaffee (? 6,0%). Im Vergleich zum April 2004 stiegen die Preise für Nahrungsmittel dagegen wieder leicht an (+ 0,3%), insbesondere Obst (+ 2,1%; darunter Weintrauben: + 8,9%) und Gemüse (+ 0,8%) wurden teurer.

Gemildert wurde der Indexanstieg durch die Preisentwicklung für Pauschalreisen. Diese verbilligten sich binnen Jahresfrist um 1,1% und gegenüber dem Vormonat um 1,4%.

Weiterhin deutlich geringere Preise im Jahresvergleich wiesen Informationsverarbeitungsgeräte (- 14,3%), Telefon- und Telefaxgeräte (- 11,6%) sowie Foto- und Filmausrüstungen (- 7,3%) auf.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Mai 2004 gegenüber Mai 2003 um 2,1% erhöht. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,2%. Die Schätzung vom 25. Mai 2004 wurde ebenfalls geringfügig nach unten korrigiert. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Kommentar: Die Preise für Beherbergungs- und Gaststaettendienstleistungen haben sich damit seit dem Jahre 2000 (also vor der Euro-Einführung) mit 6,3% nur unwesentlich stärker erhöht als alle anderen Verbraucherpreise mit 6,2%. Damit ist das Märchen, die Gastronomie habe ihre Preise im Rahmen der Euro-Einführung erheblich erhöht, von der amtlichen Statistik widerlegt.

Food Stories.

Stockfood, eine internationale Bildagentur von mehr als 400 Fotografen, hat mehrere hundert sogenannter "Food Stories" online gestellt. Dies sind Zusammenstellungen von etwa einem halben Dutzend (mit Verlaug: geiler) Fotos aus ihrem Archiv zu einem bestimmten kulinarischen Thema (als PDF). Ein Beispiel ist "Mexicans like it hot" in einer Reihe von Food Stories "Kulinarisch um die Welt".

Bitte beachten Sie die Urheberechte!

Donnerstag, Juni 10, 2004

Bier als Keyword bei Google Adwords nicht erlaubt.

Bei der Schaltung einer Anzeige für unseren Biergarten im Rahmen des Programms Google Adwords habe ich auch das Keyword "Biere" verwendet. Jetzt teilt mir Google mit, nach den Google-Richtlinien sei Werbung für "Biere" nicht gestattet. Dieser Begriff sei weder als Anzeigentext noch als Keyword zulaessig. Das entsprechende Keyword sei deaktiviert worden.

Für einen Einwohner des Freistaats Bayern, in dem etwa Bundeswehrsoldaten zum Mittagessen ein Bier trinken dürfen, was außerhalb Bayerns verboten ist, und der selbst zwei Brauereien besitzt, für einen Bewohner Bambergs mit acht Brauereien, einen Bewohner Oberfrankens mit der höchsten Brauereidichte der Welt und für einen Fan von Benediktinerklöstern, in denen Bier als Brot gilt und sogar in der Fastenzeit getrunken werden darf, ist diese "politisch korrekte" Auffassung von Google ziemlich lächerlich.

Regional Targeting mit Google Adwords.

Noch erstaunlich wenige Gastronomen nutzen die seit Mitte April 2004 vorhandene Möglichkeit, in ihrem lokalen oder regionalen Zielgebiet Textanzeigen bei Google zu schalten. Diese Anzeigen können wahlweise:
  • auf den Trefferseiten von Google selbst und/oder im Anzeigen-Netzwerk von Google Adsense geschaltet werden.
  • zeitlich unbefristet oder befristet geschaltet werden und auch unterbrochen werden (pausieren).
  • auf das Gebiet eines oder mehrerer Bundesländer, einer oder mehrerer Gemeinden, kreisförmig in einem beliebig großen Umfeld um einen beliebigen Standort (durch seine Längen- und Breitengrade definiert) oder auch in einem beliebigen Zielgebiet innerhalb bestimmter Eckpunkte (durch Längen- und Breitengrade definiert) geschaltet werden.
Eine Gaststätte, die diese Möglichkeit schon nutzt, ist Ha's Bar & Restaurant in Hirschaid bei Bamberg. Stefan Schumm hat dabei z.B. das Keyword "Huppendorfer" belegt, eine Marke der kultigen Landbrauerei Grasser in der Fränkischen Schweiz, deren Fans gerne den einen oder anderen Liter Benzin opfern, um ein paar Liter dieses köstlichen Bieres zu genießen. In der Tat sollte man der Frage, wie man geeignete Suchwörter finden kann, das größte Augenmerk widmen. Stefan Schumm nutzt auch weitere Möglichkeiten des Internets, so versteigert er Gutscheine für mehrgängige Menüs bei eBay.

Beispiel für regionalisierte Google Adwords

Für unser Café Abseits in Bamberg habe ich gleich mehrere Anzeigenkampagnen gestartet, u.a.:
  • Eine Anzeige für ein Live-Konzert mit Weißwurstfrühstück im Rahmen der Bamberger Sandkerwa am 22. August 2004, 11 Uhr. Solche Anzeigen sollte man natürlich nur bis zum Ereignis laufen lassen. Als Zielgebiet habe ich Bayern ausgewählt.
  • Eine Anzeige für unseren Pizza-Take-Away-Service, begrenzt auf das Stadtgebiet und unbefristet.
  • Ebenfalls unbefristet, aber begrenzt auf ein Umfeld von 30 Kilometern habe ich eine Anzeige für unseren Abseits Partyservice & Catering eingerichtet.
  • Eine bis zum Herbst befristet geschaltete Anzeige für unseren Biergarten, im Umfeld von 30 Kilometer um den Standort. Als Keywords habe ich unter anderem alle Biermarken unserer 35 verschidenen Biere eingegeben. Im nächsten Frühjahr kann ich diese Anzeigenkampagne wieder aufleben lassen, was Arbeit spart.
  • Eine deutschlandweite Anzeige für unsere neue Website Gastgewerbe-fachliteratur.de.
Für die technisch interessierten Leser, die sich wundern, woher Google "weiß", wo ein User seinen Standort hat, möchte ich auf den Artikel "Spurensuche" von Eckehart Röscheisen", in: IX 8/2002, hinweisen.

Keine Zukunftsmusik.

Für deutsche Weblog-Autoren mag all das wie Zukunftsmusik klingen. Hier hat kein Autor nur annähernd den Erfolg der prominenten US-Kollegen. Selbst die Stars der Szene verzeichnen nur fünfstellige monatliche Zugriffszahlen." Diesen Satz in einem Artikel "Beruf Weblog-Autor" von Janko Röttgers in der Frankfurter Rundschau vom 8. Juni 2004 kommentiert Martin Röll zurecht mit "schlecht recherchiert".

Ich will jetzt gar nicht mal von Weblogs mit internetaffinen Themen wie dem von Martin Röll reden. Daß man auch mit Nischenthemen fünfstellige Zugriffszahlen erreichen kann, zeigt auch dieser Blog, den Sie gerade lesen. Er kommt auf rund 16.000 Pageviews der Startseite im Monat (Abseits.de insgesamt auf rund 169.938 Besucher im Monat April 2004). Ein weiteres Beispiel ist der MEX Blog der Frankfurter Wirtschaftsjunioren (siehe: "Resumee zum MEX Blog" vom 1. Juni 2004).

Viel frappanter ist die Tatsache, daß man mit Blogs auch für kleine Websites, die normalerweise jahrelang mit zwei-, dreihundert Pageviews im Monat rumkrebsen, schnell erstaunlich viel Traffic erzeugen kann. Siehe z.B. die Entwicklung der Besucherzahlen der Website bzw. des Blogs Ferienwohnung-Nahe-Bingen.de. Hier konnte ich die Anzahl der Besucher innerhalb von einem halben Jahr auf rund drei- bis viertausend pro Monat steigern.

Wobei man nicht vergessen darf, daß die meisten Blogs RSS-Feeds anbieten. Bei diesem Blog, den Sie gerade lesen, übersteigt die Anzahl der Abrufe des RSS-Feeds mittlerweile die Anzahl der Seitenzugriffe um rund 50%.

Die Besucherzahlen von Websites werden häufig maßlos überschätzt. Normalerweise erreichen zwei Drittel aller Websites im ersten Jahr nicht mehr als 1.000 Visits (bzw. User Sessions). Siehe auch einen früheren Beitrag: "Entwicklung der User Visits von Websites in Abhängigkeit vom Alter der Sites". ActivMedia Research ermittelte im Frühjahr 2001 für ausgewählte B2C-Sites (also Websites, die sich an Endverbraucher richten) einen durchschnittlichen Traffic von 54.000 Besucher wöchentlich und für B2B-Sites (also Websites, die sich an Unternehmen richten) von nur 20.000 Besuchern. Befragt wurden 500 "top-level website business and marketing executives". (Quelle: Nua Internet Services vom 9. Mai 2001).