Gastgewerbe Gedankensplitter



Samstag, Juli 31, 2004

Karstadt will die Zusammenarbeit mit Starbucks beenden.

Die Netzeitung meldet am 31. Juli 2004, die KarstadtQuelle AG wolle aus dem Jointventure mit Starbucks, der Karstadt Coffee GmbH, aussteigen: "Karstadt-Chef räumt auf".

Siehe auch unsere Meldung vom Oktober 2002 über die Eröffnung des ersten deutschen Outlets nach dem Beginn der Zusammenarbeit zwischen Starbucks und Karstadt.

Mini-Quarkbaellchen als TK-Convenience.

Neu im Sortiment von Baker & Baker sind Mini-Quarkbällchen. Man muß die Tiefkühlware bei Raumtemperatur nur noch ca. 60 Minuten auftauen lassen.

Die Marke "Baker & Baker - the foodservice bakery", ist in Deutschland ein Spezialbereich von MeisterMarken, Teil der BakeMark Deutschland GmbH und gehört zur niederländischen CSM-Unternehmensgruppe, einem international führenden Entwickler, Hersteller und Vermarkter von Spezial-Backzutaten und Backprodukten für gewerbliche Weiterverarbeiter.

E-Mail Marketing und Communities.

Auf Clickz.com gibt es eine lesenswerte Fallstudie über E-Mail-Marketing von Heidi Anderson: "How an Indian beer company used e-mail to create a branded community" vom 24. Juni 2004 Teil 1 und Teil 2. (via E-Mail Marketing Blog).

Picknick-Service.

In ausgewählten Gaststätten hat der Kartoffelsnackhersteller Pringles einen Picknick-Service eingerichtet, wo man sich Picknickkörbe leihen kann, gefüllt mit Speisen und Getränken und Pringles Dippers & Dips und einer Picknick-Decke:(Quelle: Website von Pringles).

Freitag, Juli 30, 2004

Kloster Andechs Gastronomie AG zahlungsunfaehig.

Die Klosterbrauerei Andechs Gastronomie AG in Ulm hat einen Insolvenzantrag gestellt: "Kloster Andechs Gastronomie AG zahlungsunfähig" in: Bayerischer Rundfunk Online vom 30. Juli 2004. Anselm Bilgri will heute auf einer Pressekonferenz in Augsburg eine Stellungnahme abgeben.

Neue Flavours: Café-OK.

Die neue Kaffee-Flavour-Serie "Café-OK" wird von Heinze Sodados Produkte im Herbst in den Handel eingeführt. Es handelt sich um eine 5-teilige Serie als Kleinfläschchen (40 ml) abgefüllt in den Sorten Amaretto, Vanille, Toffee, Zimt, Haselnuß und Kokosnuß. Seitlich angebracht ist eine Meß-Scala für die Aromatisation von bis zu 10 Tassen Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato etc. Die für den Endverbraucher bestimmte Kleinflasche kann auch in der Gastronomie Gästen im Außerhausverkauf angeboten werden.

Für die Gastronomie selbst gibt es 1-Liter-Flaschen mit Dispenser. Empfohlen wird eine Dosage von nur 4 ml je Tasse, so daß die Literflasche für 250 Portionen reicht.

Gefaehrdungsbeurteilung.

Trau keiner Statistik, die Du selbst gefaelscht hast, möchte ich den Gewerkschaften raten. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hat am Montag eine Studie veröffentlicht, die sich in Meldungen niederschlägt, wonach die Gesundheitsbelastung am Arbeitsplatz ständig zunehme: "Arbeit in Deutschland wird immer ungesünder", in: Spiegel vom 26. Juli 2004.

Diese Aussage ist falsch, was die stetig steigende Lebenserwartung, die sinkende Anzahl der wegen Krankheit ausfallenden Arbeitstage, weniger volle Wartezimmer der Ärzte und die Abnahme der Anzahl von Arbeitsunfällen belegen.

Wie kann man als "Forscher" zu solch falschen Aussagen kommen? Man hat die Genossen befragt, mehr als tausend Personal- und Betriebsräte. Und gefragt wurde eben nicht nach Krankheitstagen sondern danach, ob in den Betrieben fleißig Formulare ausgefüllt werden, ob in den befragten Betrieben eine "Gefährdungsbeurteilung" erstellt wird.

Durch das Erstellen solcher Gefährungsbeureiltungen werden jedoch keine Arbeitsunfälle oder betriebsbedingten Krankheiten verhindert, sondern es wird nur Papier beschrieben. Für einen solchen Unsinn hat kein kleines Unternehmen und kaum ein mittleres Unternehmen Zeit. Der Hinweis, eine solche Gefährdungsbeurteilung müsse erstellt werden, ist wenig nützlich. Sesselfurzer verlangen viel, wenn der Tag lang ist. Man käme gar nicht mehr dazu zu arbeiten, wenn man jeden Unsinn erledigen würde. Der effizienteste Bürokratieabbau ist immer noch, bürokratische Vorschriften einfach zu ignorieren. Dann hat man auch die Zeit, mit wachen Augen durch den Betrieb zu gehen und effizient dafür zu sorgen, daß möglichst wenig Unfälle passieren und Betriebskrankheiten vermieden werden.

Lizarran: Tapas-Restaurant-Franchising.

Der Newsletter der Geschäftsidee, den ich Ihnen zum kostenlosen Abonnement empfehle, stellt in seiner jüngsten Ausgabe vom 30. Juli 2004 das Franchise-Konzept Lizzarran vor. Ich habe einmal im Internet nachgeschaut, was sich über diesen Franchisegeber an Informationen findet.

Im August 1988 wurde in Sitges, einem Küstenort in der Nähe von Barcelona, eine kleine Gaststätte eröffnet, der Ursprung von Lizarran - Tabernas Selectas. Mittlerweile gibt es fast 120 Franchisenehmer in Spanien, Portugal, Österreich, Italien und Andorra. Anfang 2003 wurde das erste deutsche Outlet in Karlsruhe eröffnet. Es bietet rund 150 Gästen Platz. Deutscher Franchise-Nehmer ist die Iberfood GmbH. Bis Ende 2004 sollen 20 Restaurants bundesweit eröffnet werden. Bereits für 2003 angekündigte Eröffnungen in Mannheim und Köln sind laut der Website von Iberfood GmbH noch nicht erfolgt. Laut der Nation's Restaurant Review vom 15. Juli 2004 ist auch eine Expansion nach Mexiko und Kalifornien geplant und eine General-Franchise für Frankreich bereits vergeben: "Lizarran serves up big U.S. plans for small-plates chain - News - Grupo Lizarran restaurant chain".

Das Sortiment umfaßt 350 verschiedene Tapas, zum Beispiel mit Chorizo (Wurst), Jamon (Schinken), Txaka (mit Krebsfleisch), mit Anchoas (Sardellen), allerlei Gemüse, mit Fisch und Meeresfrüchten. Siehe dazu auch eine knappe Restaurantkritik des ersten Outlets in Wien.

Mehr über spanische Restauants in Deutschland.

Gratulation zur neuen Website der AHGZ.

Wir wir bereits berichtet haben, wurde der Matthaes-Verlag, der u.a. die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung herausgibt, zum 1.4.2004 vom Deutschen Fachverlag übernommen.

Wer die Printausgabe der AHGZ aufmerksam liest, dem wird aufgefallen sein, daß die Qualität der wöchentlich erscheinenden Zeitung peu à peu zunimmt. Herausheben möchte ich den AHGZ-Monitor, aber auch andere Inhalte von Olaf Deininger und seinem Hamburger Team, etwa ein Special zum Thema "Versicherungen".

Wie Frank Henna, der Projektbetreuer der Online-Ausgabe der AHGZ soeben in diesen Blog gepostet hat, wurde jetzt die Website der AHGZ relauncht. Wir gratulieren zur neuen Website, die endlich den Zugang zu einem großen Teil des redaktionellen Contents einschließlich des umfangreichen Archivs ermöglicht (alle Artikel der Printausgabe seit dem 3. Januar 2004)! Abonnenten der Printausgabe wird dabei der Zugang zu den Artikeln in ganzer Länge gestattet; andere Usern sehen nur den ersten Teil der Artikel.

Neue Seite für Gastronews.

Seit gestern ist die neue AHGZ-Homepage online. Das sind die Inhalte:
  • Täglich aktuelle News aus der Branche
  • über 7000 archivierte Artikel aus der Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung
  • Bezugsquellendatenbank für Hotelliers und Gastronomen
  • Gastrowetter
  • AHGZ-Fachbuchshop für die Branche mit über 300 Titeln
  • Datenbank Deutscher Hotelführer
  • AHGZ job-klick Stellenmarkt
Die Adresse für AHGZ online lautet www.ahgz.de

Donnerstag, Juli 29, 2004

Stornierungsregeln in Hotels.

Juliane von Mittelstaedt gibt in der "Zeit" vom 28. Juli 2004 einen Überblick über unterschiedliche Verfahrensweise von Hotels, wenn Gäste ihre Buchungen stornieren: "Absagen kann teuer werden"

Schlemmereien aus dem Steinbackofen.

Die Website www.steinbackofen-schlemmerei.de, eine private Website von Willi Palm in Erkelenz, dem stolzen Besitzer eines holzbefeuerten Steinbackofens, können sich manche Profis eine Menge abschauen. Sie enthält
  • eine große Auswahl von ausgesuchten Originalrezepten, Köstlichkeiten aus Trattorien, die einfach und schnell auch mit Elektro und Gas nachzukochen sind.
  • warenkundliche Informationen über italienische Lebensmittel.
Seine Liebe zu Italien entdeckte Willi Palm während eines Urlaubs in der Toskana, wo er in einer einfachen Trattoria zusehen durfte, wie die Speisen in einem Steinbackofen mit Holzfeuer zubereitet werden. Mit fachmännischer Unterstützung und fachkundigem Rat von Hobbythek-Moderator Jean Pütz konnte er einen Steinbackofen nach traditioneller Bauweise im Anbau seines Hauses errichten. Nach und nach entstand dort eine kleine private toskanische Trattoria.

Mittlerweile hat es Willi Palm zu einer gewissen Berühmtheit gebracht:
  • Für den Radiosender WDR 2 kochte er in der Sendung "Westzeit" im September 1998 bei sich zu Hause im Steinbackofen toskanische Spezialitäten.
  • Als Kandidat im Kochduell bei VOX wurden im Dezember 1999 die Säbel gewätzt.
  • Es folgte im November 1999 die Teilnahme am "Deutschen Koch-Grand Prix der Hobbyköche".
  • Im Dezember 2000 stellte ich er der Aktuellen Stunde des WDR, zu dem Beitrag: "Die Weihnachtsbäckerei", einen Walnuss-Honigkuchen aus dem holzbefeuerten Steinbackofen vor.
Siehe dazu Bilder dieser Sendungen.

Hospitality Club.

Cosima Schmitt stellt in der "Zeit" vom 29. Juli Internet-Communities vor, die dem Austausch von Übernachtungsmöglichkeiten in privaten Wohnräumen dienen und macht einen Testbesuch in Ungarn: "Sei mein Gast".

Bed & Breakfast-Anbietern bieten diese Websites meines Erachtens gute Möglichkeiten, nicht vermietbare Kapazitäten zu füllen und sich im Austausch selbst einen Urlaub zu gönnen. Zugleich kann man sein Angebot bei reisefreudigen Menschen bekannt machen. Vielleicht leistet sich der eine oder andere auch mal eine Übernachtung, für die er etwas zahlen muß?

Werbung fuer kleine Budgets.

Heute möchte ich Ihnen ein 166-seitiges E-Book zum Download empfehlen: "Wer macht eigentlich...Werbung für kleine Budgets?" (PDF) enthält 120 Beiträge von professionellen Dienstleistern, die sich auch für kleine Budgets ins Zeug legen.

Fasziniert hat mich vor allem die Entstehungsgeschichte, denn sie belegt, was ich gerne predige: Das Internet ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen weit entfernten Partnern, die sich über das Internet kennen und schätzen gelernt haben, die Vertrauen entwickelt haben in die Zuverlässigkeit und das Know How der anderen. Das die beteiligten Partner alle Blogger sind, ist zudem ein Beleg dafür, daß durch die damit erleichterte wechselseitige Beobachtung, Zitierung und Kommentierung die Bildung von Vertrauen sehr erleichtert wird, von Vertrauen, mit dem man auch gemeinsame Projekte stemmen kann.

Die Idee stammt von Bernd Röthlingshofer in Konstanz. Patrick Breitenbach in Würzburg hat die Gestaltung des Covers und der Buchinnenseite übernommen, Jens Grübner von BusinessVillage in Göttingen die Pressearbeit und die Distribution. Viele anderen Blogger haben über das Projekt geschrieben oder sich gar selbst beteiligt. Wenn man weiß, wie langwierig ein solches Projekt mit so vielen Beteiligten in herkömmlichen Verlagen ablaufen würde, gewinnt ein Verständnis für die Dynamik einer Zusammenarbeit per Internet.

Mittwoch, Juli 28, 2004

Kreativ-Wettbewerb "Bester Hotelprospekt 2004".

Die Papierfabrik Scheufelen und Römerturm Feinstpapier veranstalten bereits zum 4. Mal den Kreativ-Wettbewerb für die Tourismusbranche. Gesucht wird der beste Hotelprospekt 2004.

Aus allen Einsendungen wählt eine fachkundige Jury die drei besten Arbeiten aus. Dabei werden neben Idee, Konzeption und Layout auch die Kreativität der Texte und die Qualität der Druckproduktion berücksichtigt.

Zu den Experten der Jury gehören u.a. Harald Wohlfahrt, bester Koch Deutschlands 2004, Schwarzwaldstube, Tonbach, Gregor Krisztian, Professor für Design, Fachhcohschule Wiesbaden, Holger Zwink, stv. Chefredakteur, Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung.

Aktuelle Hotelprospekte, am besten zwei Exemplare, können an folgende Adresse geschickt werden: Papierfabrik Scheufelen, Marketing + Kommunikation, Kennwort: "Bester Hotelprospekt 2004", Adolf-Scheufelen-Straße 26, 73252 Lenningen. Einsendeschluss ist der 30. September 2004. Das Einreichungsformular (PDF, 56 KB). (Quelle: Website der Papierfabrik Scheufelen).

Laengere Arbeitszeiten.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat einen Kurzbericht von Eugen Spitznagel und Susanne Wanger zum aktuellen Thema "Arbeitszeitpolitik: Mit längeren Arbeitszeiten aus der Beschäftigungskrise?" (PDF) zum kostenlosen Download online gestellt.

Die gelbe Gefahr II.

Wenn Sie mal in unser Café Abseits kommen, wundern Sie sich bitte nicht über unsere chinesische Mitarbeiterin ... Ich sage nur: "Die gelbe Gefahr".

Heute sind die Zeitungen voll von einer mehr oder weniger stark redigierten dpa-Meldung zu diesem Thema, z.B. "Reiche Chinesen kommen: Vor allem Frankfurt profitiert", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. Juli 2004.


Leicht gestiegener Bierabsatz im ersten Halbjahr 2004.

Im ersten Halbjahr 2004 wurden in Deutschland 51,8 Mill. Hektoliter (hl) Bier abgesetzt, das waren 0,3 Mill. hl oder 0,6% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ging der Absatz im zweiten Quartal 2004 im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 2,1% oder 0,6 Mill. hl zurück, nachdem er im ersten Quartal 2004 gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um 4,3% oder 0,9 Mill. hl gestiegen war. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.

Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen - waren im ersten Halbjahr 2004 mit 1,3 Mill. hl oder 2,5% am gesamten Bierabsatz beteiligt, das ist ein Minus von 0,4% gegenüber dem ersten Halbjahr 2003.

87% des gesamten Bierabsatzes im ersten Halbjahr 2004 waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die Menge ging um 1,4% auf 45,0 Mill. hl zurück. Der steuerfreie Absatz betrug 6,7 Mill. hl Bier (+ 16,4%): 5,1 Mill. hl (+ 22,6%) davon gingen in die EU-Länder, 1,5 Mill. hl (+ 0,4%) in Drittländer und 103 627 hl (- 3,4%) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Alcopop-Sondersteuer.

Am 09. Juli hat der Deutsche Bundestag eine Strafsteuer auf Ready-To-Drink's verabschiedet (siehe dazu frühere Beiträge). Vielen Gastronomen stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob die bereits eingekaufte Ware im Nachhinein versteuert werden muss bzw. ob das Etikett dieser Ware weiterhin verkehrsfähig bleibt.
  • RTD's ohne Sondersteuer sind bis Ende Sepember 2004 verkehrsfähig und werden vermutlich auch bis Ende September 2004 lieferfähig sein.
  • Nach dem 01.Oktober 2004 ist jedoch auf Grundlage der aktuellen Gesetzeslage davon auszugehen, dass die derzeitigen Etiketten so nicht weiter verkehrsfähig bleiben. Sie werden dann gesetzmäßig nicht mehr eingekauft werden können und dürfen auch nicht mehr verkauft werden.

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Dienstag, Juli 27, 2004

Gründer-CD 2004.

Auf der aktuellen "Gründer CD-Rom 2004", die von der Franchise-net GmbH mit Unterstützung des Deutschen Franchise-Verbands gegen eine Versand- und Bearbeitungsgebühr von 5 Euro verschickt wird, finden Sie umfangreiches Informations-Material zum Thema Gründung und Franchising. Robert Chromow stellt die Gründer-CD 2004 auf Akademie.de ausführlich vor:"Gründer-CD 2004: Infos und Arbeitshilfen satt ".

Zweieinhalb Jahre Euro: Geringere Teuerung als zu Zeiten der DM.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hat sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland seit Einführung des Euro-Bargeldes im Januar 2002 um insgesamt 3,3% erhöht. In den zweieinhalb Jahren zuvor ? den letzten der DM ? stiegen die Verbraucherpreise um insgesamt 4,3%. Die noch immer weit verbreitete Auffassung, der Euro habe das Preisniveau in Deutschland nachhaltig erhöht, kann somit nicht bestätigt werden.

Besonders Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke haben sich seit Januar 2002 nur wenig verteuert (+ 1,1%), während die Preise für diese Waren in den zweieinhalb Jahren zuvor um 3,0% gestiegen waren. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher hatten Anfang 2002 über Verteuerungen von Obst und Gemüse geklagt, denn die Preise einzelner Obst- und Gemüsesorten hatten sich seinerzeit im Vormonatsvergleich fast verdoppelt (z.B. Kopfsalat + 98,1%, Blumenkohl + 71,3%). Bis zur Jahresmitte 2002 war aber bereits wieder eine Normalisierung des Preisniveaus zu beobachten; die Preissprünge waren witterungsbedingt, ausschlaggebend war eine in diesem Ausmaß unübliche Kältewelle in Südeuropa. Derzeit sogar günstiger als zu DM-Zeiten sind Fleisch und Fleischwaren (? 2,9% seit Dezember 2001), die sich allerdings in der Phase vor der Euro-Einführung in Folge von BSE und Maul- und Klauenseuche deutlich verteuert (+ 9,2%) hatten. Günstiger geworden sind weiterhin Molkereiprodukte und Eier (? 1,9%) und alkoholfreie Getränke (? 1,7%). Tiefer in die Tasche greifen müssen Verbraucherinnen und Verbraucher dagegen heute beispielsweise für Bienenhonig (+ 31,5%) und Vollmilchschokolade (+ 12,1%).

Heftig verteuert haben sich seit Januar 2002 Leistungen für die Gesundheitspflege (+ 20,1%) und Tabakwaren (+ 29,2%). In beiden Fällen sind jedoch Maßnahmen des Gesetzgebers ? Gesundheitsreform und Tabaksteuererhöhungen ? für diese Preisentwicklung ausschlaggebend, nicht der Euro.

Auffällig ? und vielfach auf einen Schlag ? wurden bei der Einführung des Euro-Bargeldes Preise für bestimmte Dienstleistungen angehoben. Diese Preisschübe wurden bei einigen Dienstleistungen bis heute nicht durch in Folge geringere Preiserhöhungen kompensiert. Zum Beispiel wurden seit Januar 2002 Leistungen von Änderungsschneidern (+ 4,9%), Autowäsche (+ 6,4%) und Restaurantbesuche (+ 4,1%) überdurchschnittlich teurer. (Quelle: Pressemiteilung des Statistischen Bundesamtes).

Montag, Juli 26, 2004

Bierpreiserhoehungen werden bestraft.

Das Handelsblatt berichtet über eine Pressekonferenz der Brauerei Veltins zur Halbjahresbilanz, aber auch über die Zwischenergebnisse weiterer Brauereien : "Brauereien leiden unter Gastronomie-Flaute" vom 26. Juli 2004.

Samstag, Juli 24, 2004

Geschlechtsspezifische Nachfrage nach gastronomischen Produkten.

Kristen Gerencher hat in ihrem Artikel "Pass the burgers, fries and pizza. Gender harmony apparent in restaurant food choices", in: CBS Marketwatch vom 21. Juli 2004, einige Marktforschungsergebnisse zusammengefaßt.

Amerikanische Männer und Frauen unterscheiden sich danach kaum hinsichtlich der bevorzugten Speisen. Sie essen am liebsten Burger, Pommes frites und Pizza. Zwar kontrollieren Frauen, was ihre Familienmitglieder essen, doch sie bevorzugen dabei die gleichen Speisen, die auch Männer bestellen, wird Harry Balzer, Vizepräsident der NPD zitiert, ein Marktforschungsunternehmen mit Sizt in Port Washington, N.Y., das die amerikanischen Essgewohnheiten studiert. Hinsichtlich der meist bestellten Speisen unterscheiden sich Frauen kaum von den Männern. Bei den Männern sieht die Reihenfolge so aus:
  • Burger: 17 %
  • Pommes frites: 14 %
  • Pizza: 9 %
  • Belegte Bröthchen (Breakfast sandwich): 6 %
  • Beilagensalat: 6 %
  • Eier: 5 %
  • Donuts: 4 %
  • Kartoffelpuffer: 4 %
  • Chinesisches Essen: 4 %
  • Chicken-Nuggets: 4 %
  • Salat als Hauptspeise: 3 %
Bei den Frauen so:
  • Pommes frites: 14 %
  • Burger: 13 %
  • Pizza: 8 %
  • Beilagensalat: 7 %
  • Sandwich mit Hähnchenfleisch: 5%
  • Belegte Brötchen: 5 %
  • Salat als Hauptspeise: 5%
  • Chinesisches Essen: 4 %
  • Chicken-Nuggets: 4 %
  • Reis: 4 %
(Quelle: The NPD Group's Eating Patterns in America Report).

Frauen bevorzugen eher Geflügel und Fisch, Männer hingegen eher rotes Fleisch. Erwachsene Frauen bestellen eher ein Putenfleisch-Sandwich oder einen Beilagensalat als Männer, wohingegen chopped Staeks, Hähnchenflügel und Cheeseburger mit Speck von Männern bestellt werden.

46% aller Ausgaben für Lebensmittel der amerikanischen Haushalte werden in Gaststätten und für Lieferdienste ausgegeben. Daß es viel billiger ist, Essen zu Hause zu kochen, spielt dabei kaum eine Rolle. Männer essen 20mal im Monat außer Haus, Frauen 16mal.

Dennis Lombardi, geschäftsführender Vizepräsident von Technomi, eine Unternehmeensberatung für die Lebensmittelindustrie, ergänzt, daß neben dem Geschlecht die Entscheidung für ein Restaurant auch durch den jeweiligen Anlaß, Begierden and durch das soziale Kräftespiel beinflußt werde. Die Entscheidung einiger Fast-Food-Ketten, auch Salate, frische Sandwiches und Mehrkornbrot anzubieten, verringere das Risiko, daß Frauen ihr Veto einlegen würden bei einem geplanten Besuch dieser Ketten.

Die wachsende Popularität, auswärts zu essen, heize den Wettbewerb zwischen der Gastronomie und dem Lebensmitteleinzelhandel an. Die Lebensmitteleinkäufe und die Zubereitung von Speisen zu Hause sei immer noch primär Aufgabe der Frauen, auch wenn der Anteil der Männer wachse, die diese Aufgaben erledigen.

Politischer Einfluss von Blogs.

Daniel W. Drezner, Assistenzprofessor für Politische Wissenschaften an der Universität von Chicago und Henry Farrell, Assistenzprofessor für Politische Wissenschaften an der Universität von Toronto, haben ein akadaemisches Papier über "The Power and Politics of Blogs" (PDF) vom Juli 2004 online gestellt. (via Businesss Blog Consulting).

Inhaltlich gehen sie der Frage nach, ob Blogs trotz ihres begrenzten Leserkreises politischen Einfluß haben. Sie analysieren, wieviele Journalisten bestimmte Blogs lesen und zitieren. Methodisch regen sie an, Blogs als Untersuchungsgegenstand der Sozialwissenschaften mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Dazu passen drei aktuelle Meldungen:
  • Bloggerin Ana Marie Cox von Wonkette wurde von MTV engagiert, um über die Nominierungskonferenz des demokratischen Präsdidentschaftskandidaten zu berichten. (via Businesss Blog Consulting).
  • David Sifry, der Entwickler des Blog-Beobachtungs-Tools Techorati.com stellt unter politics.technorati.com/ eine ständig aktualisierte Auswertung von Blogs, die über diese Konferenz berichten, zur Verfügung, die von CNN, der weltweit führenden Nachrichtenagentur genutzt werden wird. "We'll be updating the CNN site with the latest from the blogosphere. This is a very exciting development for us at Technorati, and a great acknowledgement of the importance that blogging has achieved in political discourse." (via Sifry's Alerts).
  • Der Technorati-Konkurrent Feedster stellt einen ähnlichen Service zur Verfügung: the Official DNC Bloggers.

BBG TREUGAST Betriebsvergleich 2004.

Die Vorbereitungen für den 2. BBG-TREUGAST-Betriebsvergleich laufen auf Hochtouren. Ausgewertet werden die Abschlusszahlen (BWA oder GuV) des Jahres 2003 sowie die Budgets für 2004. Teilnehmer aus der Hotellerie und Gastronomie, die ihre Daten vertraulich zur Verfügung stellen, erhalten das im Spätsommer erscheinende Werk kostenlos. (Quelle: Website der TREUGAST Unternehmensberatungsgesellschaft mbH).

Freitag, Juli 23, 2004

Bier-Fass-Waage.

Vor gut einem Jahr haben wir über die Bier-Faß-Waage der Gastronomie-Gerätebau Landau berichtet. Nunmehr teilt man uns mit, daß man auf die wirtschaftlich angespannte Situation reagiert habe und das Gerät, was den Materialeinssatz betrifft, rationeller herstelle. Die Funktion sei bei einer schlankeren Bauweise natürlich unverändert geblieben. Auf 0,1 Liter genau kann die gezapfte Menge abgerufen werden, genauso ist die Speicherung von Anfangs-und Endbestand im Bierfass möglich. Also genau das, was der Betreiber hinsichtlich seiner Ausschankkontrolle benötigt. Durch diese Materialeinsparung habe der Gastronom mit einer einmaligen Investition von ca. 650,-- bis 800,-- Euro die Kontrollmöglichkeit über seine gesamten Getränkeleitungen. Wenn es sein muß auch im Biergarten, denn das Gerät ist mobil. Weiterhin als Neuheit gibt es das System als Bausatz zur problemlosen Selbstmontage, was eine zusätzliche erhebliche Einsparung bei der Anschaffung bedeutet. Mehr darüber auf der Website Bierwaage.de.

Starbucks plant Lunch- und Sandwich-Offensive.

Starbucks plane eine aggressive "Lunch-und-Sandwich-Offensive". In zunächst 1800 Cafés sollen kleine Gerichte wie Brötchen und Salate serviert werden: "Starbucks wildert im Terrain der Fast-Food-Ketten" von Heike Buchter, New York, und Oliver Fischer, Hamburg, in: Financial Times Deutschland vom 23. Juli 2004.

Nicht wenige Kaffeebar- und Coffeeshop-Konzepte leiden an zu niedrigen Durchschnittbons. Anders ausgedrückt: Viele Gäste trinken nur einen Kaffee, ohne etwas dazu zu essen. Je nach dem Konzept
  • Kaffeehäuser im Wiener Stil,
  • Espressobars italienischen Stils
  • Coffee-Bars oder Coffee-Shops anglo-amerikanischen Stils
  • Coffee-Bars oder Coffee-Shops italo-amerikanischen Stils
kann ein dazu passendes Speiseangebot helfen, den Durchschnittserlös pro Gast zu steigern.

Da klassische Konditorei-Cafés der gleiche Schuh drückt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sich die Grenzen zwischen dem Bäcker- und Konditorenhandwerk und der Gastronomie immer mehr verwischen.

Donnerstag, Juli 22, 2004

Fachschule fuer Catering, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

An der Fachschule für Wirtschaft, Fachrichtung Catering, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg wurde am 3. Juni 2004 ein Förderverein Cat & Act e.V. gegründet. Ziele des Fördervereins sind die Stärkung der Zusammenarbeit mit Firmen und Institutionen der Branche, Kontaktpflege und Erfahrungsaustausch zwischen Absolventen und derzeit Studierenden, sowie ideelle und materielle Förderung der Schulform. Auch Ehemalige können durch den steigenden Bekanntheitsgrad der Schule, dem Informationsaustausch, der Teilnahme an Exkursionen und Treffen mit anderen Ehemaligen, zum Erfahrungsaustausch, von diesem Förderverein profitieren.

Die Fachschule für Wirtschaft wird an der Adolf-Reichwein-Schule nur mit der Fachrichtung "Catering, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung" angeboten. Für leitende Funktionen im mittleren Management gab es nach der Erstausbildung bisher keine Qualifzierungsmöglichkeiten. Neben fundierten Technologiekenntnissen sind inzwischen aber immer häufiger Kenntnisse im Bereich von Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personalwirtschaft und Marketing notwendig, damit Unternehmen im Wettbewerb mit andern erfolgreich bestehen können.

Die Einführung der Fachschule für Wirtschaft mit der Fachrichtung Catering, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung an der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg, ist eine Reaktion auf die Trendwende im Gastronomiebereich. Während die traditionelle Gastronomie in vielen Bereichen stagniert, sind in Unternehmen von Systemgastronomie und Catering starke Wachstumsraten festzustellen. Demographische Entwicklungen, veränderte Haushaltsgrößen und ein Wandel der Familienstrukturen lassen der Gemeinschaftsverpflegung in Zukunft eine besondere Bedeutung zukommen.

Der breit gefächerte Ausbildungsgang vermittelt innerhalb von zwei Jahren fundierte Kenntnisse in technologischen, ernährungsphysiologischen, lebensmittelchemischen und qualitativen Grundfragen. Darüber hinaus werden wichtige Kompetenzen in betriebswirtschaftlichen Bereichen, des Rechnungswesens, des Arbeitsrechts, der Arbeitsorganisation, der Personalwirtschaft, des Marketings und der Existenzgründung vermittelt. Im sprachlichen Unterrichtsangebot stehen kommunikative Aspekte und Präsentationstechniken im Vordergrund.

Daraus ergeben sich vielfältige berufliche Perspektiven. Wer die Abschlussprüfung bestanden hat, ist berechtigt die Berufsbezeichnung "Staatl. geprüfte Betriebswirtin für Verpflegungssysteme [Catering, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung]" bzw. "Staatl. geprüfter Betriebswirt für Verpflegungssysteme [Catering, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung]" zu führen. Die erfolgreich absolvierte Abschlussprüfung führt in Verbindung mit dem Besuch des Zusatzunterrichtes in Mathematik und der erfolgreichen Prüfung in Mathematik nach der Verordnung für Zweijährige Fachschulen zur Fachhochschulreife, die die Möglichkeit eines Fachhochschulstudiums eröffnet. Durch eine Zusatzprüfung in Berufs- und Arbeitspädagogik kann man die Ausbildereignung erwerben.

In die Fachschule für Wirtschaft mit der Fachrichtung "Catering, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung" kann aufgenommen werden, wer eine dreijährige Berufsausbildung mit Abschluss im Berufsfeld Ernährung erfolgreich absolviert hat und Berufserfahrung mitbringt oder eine siebenjährige Tätigkeit im Berufsfeld Ernährung nachweist.

Im Rahmen der zweijährigen Ausbildung absolvieren die Studierenden zwei verpflichtende Praktika in Unternehmen der Branche. (Quelle: Pressemitteilung von Cat & Act e.V.).

Positive Erfahrungen mit Gutschein-Auktionen bei Azubo.

Im Juni haben wir vorgestellt die neue Auktions-Plattform Azubo.de empfohlen: "Vetriebsweg Internetauktion: Hollaendische Versteigerung bei Azubo".

Michael Bröske, Betreiber des Restaurantgutschein-Programms unter restaurant-besitzer.de, hat - so schreibt er mir - bereits gute Erfahrungen mit Azubo.de gemacht und bietet parallel zu seinen eBay-Auktionen Gutscheine bei AZUBO an. Zur Übersichtsseite.

Chickpea.

Im Februar haben wir über New Yorker Kollegen berichtet, die einen mit 2.500 Dollar ausgelobten "Online-Wettbewerb fuer einen Restaurantnamen" ausgeschrieben hatten.

Michael Bröske, Betreiber des Restaurantgutschein-Programms unter restaurant-besitzer.de, hat mir heute ein Foto dieses Restaurants zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt, da er in seinem Urlaub zufällig darüber gestolpert ist. Durch unseren Blog ist er auf die Ausschreibung aufmerksam geworden und hat selbst verschiedene ´Namen vorgeschlagen. Letztendlich hat eine Frau aus Brooklyn das Rennen mit ihrem Vorschlag "chickpea" gemacht, auf deutsch: Kichererbse. Ob es an dieser Pre-Opening-Marketingidee gelegen hat oder an der Mittagszeit, auf jeden Fall ist es im "chickpea" so voll gewesen, daß Michael Bröske leider keinen Platz bekommen hat... Wenn Sie selbst mal wieder nach New York kommen: "chickpea" finden Sie im East Village. Vielleicht berichten Sie mal, wie es Ihnen dort geschmeckt hat...



New York City: Das "Restaurant ohne Namen" heisst nun also "chickpea". Mehr über koschere Restaurants.

Bacardi Mixability.

Auf der italienischen Website von Bacardi kann man an einem Online-Wettbewerbe teilnehmen, einer virtuellen Bar, in der man sich als Bartender beim Mischen von Drinks mit Bacardi beweisen kann (und nebenbei auch in italienischer Sprache). Adverblog. Eine Registrierung ist erforderlich.

Und es bewegt sich doch: Catering und seine Chancen.

"Man soll dem Leib etwas bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen". Diese weisen Worte sind zwar schon mehrere Jahrzehnte alt, stammen aber von Winston Churchill, der für seine kulinarische Genussfähigkeit mindestens ebenso bekannt war wie für seine markigen Sprüche. Und obwohl viele Deutsche unter erhöhter Abgabenlast und unsicherer Arbeitsplatzsituation leiden, halten sie es zumindest teilweise wie der weise Winston: So waren sie im vergangenen Jahr nach einer aktuellen Erhebung des Statistischen Bundesamtes bereit, pro Nase immerhin 351 Euro für Essen und Trinken außer Haus auszugeben. Damit lagen die Konsumenten allerdings bei durchschnittlich 19 Euro weniger als 2002. Im Trend und damit auf der Gewinnerseite: Das Take-away-Segment, bei dem der Gast unterwegs zwar Speisen ordert, diese aber in den eigenen vier Wänden verspeist. Generell machen Branchenprofis folgende Eckpfeiler für ein erfolgreiches Gastro-Konzept fest: Es soll dem Verbraucher das Leben angenehmer und einfacher machen, nicht teuer, aber frisch und schnell sein. Nur für einen zusätzlichen Erlebniswert gibt der Gast bereitwillig auch ein paar Euro mehr aus. Kein Wunder also, dass der Bereich Catering zwar noch keine schwarzen Zahlen schrieb, mit seiner prozentualen Veränderung zum Vorjahr aber deutlich besser abschnitt als die Kollegen von der klassischen Seite (minus 1,5 Prozent) und damit sogar einem Abwärtstrend der vergangenen Jahre die Stirn bieten konnte. Catering ist - wieder - im Kommen: Immerhin erwirtschaftete dieses Segment in 2003 mit rund 80.000 Mitarbeitern 3,9 Milliarden Euro und hält damit einen Anteil von rund sieben Prozent am Gesamtumsatz des Gastgewerbes.

Nicht nur das eigene Süppchen kochen: Kooperation ist gefragt

Den berühmten Sonnenstrahl im Umsatzdunkel, also etwa gleichgebliebene Umsätze und Besucherfrequenzen, führen vor allem die Betriebsgastronomen (Caterer in Kantinen) auf das eigene Umdenken zurück. Sie setzen mehr denn je auf Qualität und Transparenz und kommen damit auch den kritischeren Verbrauchern entgegen, haben sehr häufig die Öffnungszeiten der Kantinen erweitert, damit den flexibleren Arbeitszeiten ihrer Gäste Rechnung getragen und sich vor allem das zentrale Marketinginstrument der richtigen Preisstrategie zu eigen gemacht. In der Praxis heißt das, den Berufstätigen abwechslungsreiche Kost zum günstigen Preis zu bieten. Hierbei bewähren sich kreative Kooperationen wie zum Beispiel mit der CMA (Centrale Marketinggesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft). Internationale Themenwochen, saisonale Schwerpunkte oder auf den Trend "Wellness und Gesundheitsbewusstsein" abzielende Aktionen werden von den beteiligten Partnern als große Erfolge beschrieben.

K und K: Kreativ und kalkuliert

Angewandte Kreativität und basisnahes Kalkül lautet auch bei anderen Gastronomen im Catering-Geschäft die Zauberformel. Aber Vorsicht: Wer meint, als Kleinbetrieb mit ein paar schicken Schnittchen oder etwa dem bestehenden Gastro-Inventar den Catering-Umsatz von Null auf Hundert hochzufeuern, der kann ganz schön auf die Nase fallen. Zwar muss nicht jedes Catering exklusiv und teuer sein, aber Logistik, Personalaufwand, professionelle Ausstattung und die richtige Kalkulation für die Außer-Haus-Lieferung dessen, was sonst im Betrieb serviert wird, sind Faktoren, die nicht unterschätzt werden dürfen. Schon so mancher Gastronom, der das große Geschäft quasi ?aus dem Stand? witterte, hat sich am Ende vergaloppiert, weiß auch Elmar Zuspann, seines Zeichens Inhaber des gleichnamigen Cateringunternehmens in Fulda. Was vor zehn Jahren als Partyservice begann, hat sich mittlerweile zu einem festen eigenen Standbein des Unternehmens entwickelt und wurde 1999 als "Zuspann à la carte" auch betriebswirtschaftlich vom Hotelbetrieb separiert. Das Logistik-Zentrum befindet sich jedoch im Hotel Zum Ritter, das die Familie Zuspann in der Fuldaer Innenstadt betreibt.

Zuspann hat eine ganz spezielle Nische entdeckt: 1994 übernahm der Gastronom das gesamte Catering der Landesgartenschau in Fulda, 2002 erhielt er den Zuschlag für das Pendant in Hanau. Das war allerdings noch mal ein anderes Kaliber, alleine wegen der geographischen Distanz zum Betrieb. Um jedoch nicht mit Flickwerk zu arbeiten, sondern von A bis Z, ob beim Mittagstisch für LGS-Besucher oder beim Galadinner für 1.000 Personen, einen rundum professionellen Service bieten zu können, stellte Zuspann eine eigene Schaltzentrale in Hanau auf und mietete für sich und seine Mitarbeiter Wohnräume an. ?Aber nur so konnten wir die sechs Monate mit einer Besucherzahl von mehr als 500.000 bewältigen?, sagt der Gastronom. Auch bei der Ausstattung macht er keine halben Sachen: So kamen ihm bei seinen Gartenschauen keine Plastikstühle über die Zeltschwelle, vielmehr kaufte er anheimelnde Korbstühle en gros ? und bekam von dem schwedischen Möbelhaus im Gegenzug kostenlos eine 25 qm große Spielecke für die kleinen Gäste eingerichtet. Auch bei der Entscheidung, ob diese Größe nicht zu viele Tische wegnehmen würde, siegte der kreative Kalkulierer: "Die Leute essen viel entspannter, wenn ihre Kinder beschäftigt sind", sagt Elmar Zuspann. Und sie verzehren mehr. Vor den Gartenschauen hatte der Gastgeber aus Leidenschaft bereits so genau wie möglich den Pro-Kopf-Verzehr berechnet - für ihn bei allem Ideenreichtum die überlebensnotwendige Basis für ein Geschäft, in das er bereits vorab eine nicht unerhebliche Summe investieren mußte.

Alles aus einer Hand: Der Gastro-Allrounder

Während die Branche sich früher in verschiedene Aufgabenschwerpunkte einteilte wie zum Beispiel Contract Catering (Betriebsverpflegung), Care Catering (Sozialverpflegung), Inflight Catering (Versorgung von Fluggästen) oder Event Catering (Veranstaltungsservice), sind die Grenzen sind mittlerweile fließend. Catering wird immer häufiger durch den amerikanischen Begriff "Hospitality Management" (frei übersetzt: das Geschäft mit der Gastfreundschaft) ersetzt. Das Gebot der Stunde ist nicht mehr nur die reine Lieferung von Speisen und Getränken, vielmehr gehört auch eine ganze Bandbreite anderer Leistungen dazu. Höhere Ansprüche der Gäste und der Wunsch nach dem berühmten "Alles aus einer Hand" haben die Catering-Betriebe zum Weiter- und Querdenken gezwungen. Viele ehemalige "Partyservice-Betreiber" sehen sich mittlerweile eher als Event-Manager und haben in ihren Präsentationsmappen Büffetvorschläge genauso parat wie Dekorationsideen, Musikeradressen oder ungewöhnliche Veranstaltungsorte. Auch der Service der Catering Betriebe, sei es in der Betriebsgastronomie oder im Veranstaltungsbereich, hat schon lange VIP-Niveau erreicht. Udo Luerssen, Deutschland-Chef des amerikanischen Catering-Konzerns Aramark zum Beispiel rekrutiert seine Mitarbeiter für das Fine Dining in der Top-Hotellerie.

Mit einem Satz: Und sie bewegt sich doch. Die Catering-Branche entwickelt sich, findet neue Nischen und kreative Möglichkeiten.

Von Profis für Profis: "Catering + Chancen" auf der hogatec 2004

Dass auch die Zuliefer-Industrie sich auf die geänderten Anforderungen der Caterer oder Hospitality Manager einstellt, beweisen viele Neuheiten in der Küchentechnik, dem Möbel- oder Dekorationsbereich, pfiffige Logistikhilfen, Transportbehälter und vieles mehr. Zu sehen sind sie im Themenpark "Catering + Chancen" auf der hogatec 2004, Internationale Fachmesse Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung (26. bis 30. September 2004 in Düsseldorf) rund um die System- und Gemeinschaftsgastronomie. Neben dem klassischen Messeangebot haben Event-Veranstalter, Hoteliers und Gastronomen hier die Möglichkeit, bei Sonderschauen, Aktionen und Diskussionsforen ein Maximum an brandaktuellen Informationen rund um ihre Branche zu erhalten. (Quelle: Pressemiteilung der hogatec, Messe Düsseldorf).

Eine Branche gibt Gas: Systemgastronomie in Deutschland.

Die Systemgastronomie ist eine Branche auf der Überholspur. Auch in Deutschland zeigen die Systemgastronomen bereits seit Jahrzehnten, welche Vielfalt sich hinter ihrer etwas nüchternen Branchenbezeichnung verbirgt. Die Systemgastronomen können selbstbewusst auf die vergangenen dreißig Jahre zurück und optimistisch in die Zukunft blicken. Optimistischer jedenfalls als der Rest der Branche, denn während das Gastgewerbe insgesamt Umsatzeinbußen von über fünf Prozent im Jahr 2003 verzeichnete, lag der Zuwachs bei den Systemern immerhin bei 0,4 Prozent. Damit zwar immer noch deutlich unter den Werten der fetten Neunziger Jahre, in denen die Branche sich über Zuwachsraten zwischen 3,5 und 9,6 Prozent freuen konnte, aber immerhin. Mittlerweile erwirtschaften die 100 größten deutschen Gastronomieunternehmen mit ihren mehr als 12.000 Betrieben einen Netto-Umsatz von rund acht Milliarden Euro (Quelle: Food-Service).

Gut, schnell, serviceorientiert

Bei einer Differenzierung der einzelnen Bereiche innerhalb der Systemgastronomie zeigt sich aber auch hier, wie in der klassischen Gastronomie, dass die sogenannte "Fullservice-Restauration" derzeit am schlechtesten abschneidet (minus 6,7 Prozent). Eine Folge gesellschaftspolitischer Entwicklungen, sagen Marktforscher und Sozialwissenschaftler unisono und verweisen auf den Strukturwandel, der in den Siebziger Jahren begann und noch heute anhält: Die traditionelle Familie wird fast schon zum Fossil, Frauen sind berufstätig und versuchen, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen, Mobilität und Flexibilität sind gefragt. Kleinere Zwischenmahlzeiten ersetzen immer häufiger ausgedehnte Essen. Auch die Systemgastronomie hat schnell reagiert und geht professionell auf Veränderung des Konsumentenverhaltens ein. Während sie in ihren Kindertagen jedoch im Bewusstsein der Verbraucher mit Fast-Food gleich gesetzt wurde (1971: Erste McDonald´s-Filiale in Deutschland, 1976: Erste Burger-King-Dependance), entwickelten sich hier mit zunehmendem Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten auch die Restaurationsformen weiter. In den Achtziger Jahren waren sogenannte "Marktrestaurants" der Renner, in denen die Gäste sich ihre Speisen von verschiedenen Ständen selbst frisch zusammenstellen konnten (zum Beispiel Marché-Idee von Mövenpick), seit Ende der Neunziger boomen die Coffeeshop-Konzepte mit Kaffeespezialitäten, Sandwiches und kleinen Snacks. Auch das "Front Cooking" erfreut sich beim Gast großer Beliebtheit und räumt mit dem Vorurteil auf, Systemgastronomie sei "Schere raus, Tüte auf". Frische ist auch bei den Systemern Trumpf. Im Trend liegen zudem die Ethno-Konzepte wie Tex-Mex oder Sushi.

Kleines "Who does what" der Systemgastronomie

Auf den Punkt gebracht: "Systemgastronomie betreibt, wer entgeltlich Getränke und/oder Speisen abgibt, die an Ort und Stelle verzehrt werden können, und über ein standardisiertes und multipliziertes Konzept verfügt, welches zentral gesteuert wird" (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband). Dabei hat der DEHOGA Bundesverband gemeinsam mit seinen Mitgliedern definiert, dass von einer Multiplikation im Sinne der Systemgastronomie gesprochen wird, wenn mindestens drei Restaurants bestehen. Die wesentlichen Merkmale sind also
  • die zentrale Steuerung,
  • die Multiplikation und die
  • Standardisierung.
Grob untergliedert wird die Branche in das
  • Fast-Food-Segment, das mit 52 Prozent des Gesamtumsatzes der Top 100-Unternehmen noch immer Counterservice definiert: Die Gäste holen sich ihr Essen an der Kasse selbst ab und verweilen nur kurz im Lokal. Der Bestell- und Verzehrvorgang soll möglichst schnell (engl. fast = schnell) sein.
  • Das zweite Segment ist die Fullservice-Gastronomie, in der, ebenso wie in der traditionellen Gastronomie, das Essen an den Tisch gebracht wird. Hierzu gehören unter anderem Steakhäuser.
  • Der dritte Bereich ist die getränkegeprägte Systemgastronomie oder auch Freizeitgastronomie. Mit ihren Kneipen-Filialisten, Multiplex-Kinos und Freizeitpark-Restaurants macht sie zwar bislang noch einen kleinen Bereich aus, kann sich aber über 3,7 Prozent Umsatzzuwachs in 2003 freuen.
  • Last but not least gibt es noch das Segment "Systemgastronomie an besonderen Standorten", zu dem auch die Handelsgastronomie (Umsatzgewinner 2003: Plus 3,9 Prozent), die Messegastronomie und die Verkehrsgastronomie gehören. Es ist geprägt von stark frequentierten Standorten und einer hohen Umschlagszahl (Gastwechsel).
Die sich immer mehr durchsetzende Unternehmensform in der Systemgastronomie ist das Franchising. Mit der dramatischen Wandlung des Arbeitsmarktes ergreifen immer mehr Deutsche die Gelegenheit zur quasi "schlüsselfertigen Selbständigkeit".

Karriere mit System: Das Thema Ausbildung

Seit 1996 gibt es den Beruf des "Fachmanns für Systemgastronomie", für den der DEHOGA Bundesverband vorab sieben Jahre durch die Instanzen marschierte. Erstaunlicherweise galt es nämlich, viele Gremien und Institutionen von der Notwendigkeit, einer Boombranche einen eigenen Ausbildungsberuf zu geben, zu überzeugen. Die Zahlen sprechen für sich: Während im ersten Ausbildungsjahr 395 Lehrverträge abgeschlossen wurden, waren es im vergangenen Jahr 1300, in Plus von 26,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die steigende Zahl der Azubis bewirkt nach und nach auch ein Umdenken in den Berufsschulen, denn mangels Masse wurden die ?Gastro-Exoten? zunächst in den Klassen der Hotelfachleute untergebracht und lediglich im dritten Lehrjahr fachspezifisch unterrichtet.

Die Ausbildung gliedert sich in
  • klassisch-gastgewerblichen Unterrichtsstoff, also Warenkunde, Service, Beratung und Verkauf und Teilen des modernen Managements wie Personaleinsatzplanung, Führung, Kostenkalkulation und Warenumschlag.
  • Hinzu kommen Mikrobiologie, Marketing, Rechtsvorschriften und Hygienekunde.
Nach Auskunft des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes sind Lehrbetriebe und Auszubildende gleichermaßen begeistert und loben vor allem Kommunikation und Abwechslung. PR in eigener Sache: Auf Fachmessen wie auch in diesem Jahr auf der hogatec, 26. bis 29 September in Düsseldorf, veranstaltet die Fachabteilung Systemgastronomie des DEHOGA Bundesverbandes seit zwei Jahren den Wettkampf um den Nationalen Azubi-Award. Hier kämpfen Top-Auszubildende aus der Branche zwei Tage lang um systemgastronomischen Lorbeer. Damit wollen die Betriebe ihre Newcomer noch stärker an die Branche binden die Zukunftsfähigkeit stärken und Werbung machen, für die Karriere mit System. (Quelle: Pressemiteilung der Hogatec 2004, Messe Düsseldorf).

Mittwoch, Juli 21, 2004

Verkaufsfoerderung in der Gastronomie und Hotellerie.

Bei der Förderung des Verkaufs ("Sales Promotion") gastgewerblicher Produkte und Dienstleistungen geht es um:

Verkaufsfoerderungs-Trends.

Am 20. und 21. September 2004 veranstaltet die Euroforum Deutschland GmbH in Frankfurt am Main eine Konferenz zum Thema "Trends in der Verkaufsförderung". Experten aus der Praxis berichten darüber,
  • welche Faktoren die Loyalty Promotions (z.B. Ballaktion) von Aral zum Erfolg führen,
  • welche Grenzen Rossmann für Verkaufsförderungs-Aktionen im Handel aufzeigt,
  • wie es Eckes gelingt, mit Cross-Promotions erfolgreich neue Kommunikations- und Vertriebskanäle zu erschließen,
  • warum für die LBS die Emotionalisierung der Kundenansprache so eine bedeutende Rolle spielt,
  • wie Kellogg Verkaufsförderung professionell im Marketing-Mix integriert und eine Konsumentenaktivierung durch starke Markeninszenierung am Point of Sale erreicht und
  • welche innovativen Verkaufsförderungs-Konzepte Walt Disney durch Lizenzen mit der Industrie verfolgt.
Das Programm der Konferenz. (Quelle: Website des Euroforums).

Igeho 05.

Als internationale Fachmesse für Gemeinschaftsgastronomie, Gastronomie und Hotellerie gilt die Igeho als eine der wichtigsten europäischen Präsentationsplattformen der Hospitality-Branche. Fachleute aus der Schweiz und ganz Europa treffen sich an der Igeho vom 19. bis 23. November 2005 in Basel. Kompetent ist die Igeho heute vor allem im Food-Bereich, in der Küchentechnik und im Einrichtungsbereich, wobei die hohe Qualität und das breitgefächerte Angebot der Igeho zu ihrer stetig wachsenden Bedeutung auf nationaler wie internationaler Ebene beitragen.

Highlight der Igeho 05 ist der 5. Salon Culinaire Mondial, der nur alle sechs Jahre stattfindet. Der Salon Culinaire Mondial wird vom Weltbund der Kochverbände WACS (World Association of Cooks Societies mit rund 1,2 Millionen Mitgliedern), dem Schweizer Kochverband sowie der Hotel und Gastro Union Schweiz unter der Leitung der Igeho veranstaltet. Er gehört weltweit zu den fünf wichtigsten Kochkunst-Wettbewerben, Insider bezeichnen ihn als «Weltmeisterschaft der Köche». Die zehn weltbesten Nationalmannschaften sowie über 800 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Gastronomie und der Gastronomie verwandten Betrieben aus mehr als 30 Ländern bewerben sich am Salon Culinaire Mondial 2005 um eine der begehrten Auszeichnungen.

Sonnenstich-Award IV.

Nachdem es in den letzten Tagen deutlich heißer geworden ist, steigt jetzt auch eine weniger bekannte Figur aus der Ministerriege Schröders in das Bewerbungsverfahren für unseren Sonnenstich-Award ein: "Zypries schließt Gesetzentwurf zu Managergehältern nicht aus", in: Netzeitung vom 21. Juli 2004.

Sehr überzeugend fällt die Bewerbung der Bundesjustizministerin jedoch nicht aus. Statt mannhaft hinter ihrem Vorschlag zu stehen, verkündet sie gleich mit, daß er verfassungswidrig sei. Dabei zeichnet es Bewerbungen für den Sonnenstich-Award doch gerade aus, daß man sich wider besseres Wissen und ohne Rücksicht auf Recht und Gesetz vehement für seine Schnapsidee einsetzt.

Bisherige Bewerbungen:

Kostenlos fliegen.

Auf den ersten Blick verwundert es vielleicht den einen oder anderen Leser der morgigen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit", wenn der Ryanair-Chef Michael O'Leary seine Erwartung ausdrückt, in zehn Jahren würde Ryanair alle Flugtickets verschenken und sein Geld mit Provisionen von Leistungsanbietern verdienen, denen die Fluggesellschaft Gäste und Kunden zufliegt wie Mietwagenverleihfirmen, Flughafenshops und Flughäfen und Hotels.

Doch kostenlose Services sind jetzt schon gang und gäbe, z.B. sind die Inhalte der Website, die Sie gerade lesen, kostenlos zugänglich. Unser Geld verdienen wir mit Anzeigenerlösen und Provisionen.

Der Eintritt in gastronomische Objekte ist in der Regel frei. Ausnahmen wie ein Fixum ("Gedeck") oder Eintrittsgebühren für Diskotheken bestätigen die Regel.

Daß bestimmte Leistungen im Gastgewerbe kostenlos abgegeben werden, kann Folge sein
  • von gesetzlichen Regelungen, z.B. eines Gebots, Gaststätten-Toiletten kostenlos zur Verfügung zu stellen.
  • mangelnder Zahlungsbereitschaft. So finden in Deutschland Gebühren für Gedecke und für Reservierungen von Tischen kaum Akzeptanz.
  • eines (zu) hohen Aufwandes des Abkassierens, abhängig auch von der technischen Entwicklung, z.B. von Spielgeräten mit Münzeinwurf. Zeitungen kann man z.B. kostenlos zur Einsicht auslegen oder zum Verkauf anbieten.
  • vom angestrebten Image, z.B. ist in der Szene-Gastronomie die Musikbeschallung von mit über den Erfolg entscheidender Bedeutung, so daß sich Musikautomaten, über welche die Gäste die Musik auswählen, fatale Wirkungen haben könnten. In Spitzenrestaurants erwarten Gäste ein Ameuse Geule, also eine kostenlose Appetithappen als Gruß aus der Küche, viele griechische Restaurants in Deutschland spendieren einen Ouzo nach dem Essen, etliche chinesische Restaurants einen Apertif (etwa Pflaumenwein). Ameuse Geule und ähnliche Angebote, die vor dem Essen gereicht werden, haben zudem die Funktion, die Wartezeit bis zum ersten Gang zu versüßen.
  • eines sozialen Engagements oder auch einem Versuch, sich in der Öffentlichkeit positiv darzustellen ("Sponsoring"), etwa die Abgabe von Restmengen an "Die Tafeln".
  • Oder es handelt sich um eine Zugabe, etwa eines Kekses zu einer Tasse Kaffee.
Doch genauso interessant wie die Frage, welche Leistungen man kostenlos anbieten und alternativ finanzieren kann, ist die Frage, für welche üblicherweise kostenlosen Leistungen man Preise verlangen kann. Siehe dazu auch unseren Beitrag "Erlöse im Gastgewerbe: Erlösquellen und Preispolitik".

Welche Turbulenzen zu erwarten sind, wenn man in einem Land wie Österreich, wo das kostenlose Glas Leitungswasser als Zugabe zum Kaffee traditionell dazu gehört, Geld verlangt, deutet ein Artikel der Wiener Tageszeitung "Der Standard" an: "Saft und Wasser ist erfrischend teuer" vom 1. Juli 2004.

Dienstag, Juli 20, 2004

Anzeigenpreise fuer Blog-Postings.

Seit März diesen Jahres kann man in diesem Blog Anzeigen schalten, die als Postings veröffentlicht werden, aber sehr wohl als Anzeigen gekennzeichnet sind. Mit der Preisfestsetzung habe ich mich etwas schwer getan und nach einigen Vergleichen mit den Tausender-Kontaktpreisen anderer Werbeformen über den Daumen 50 Euro incl. MwSt. festgesetzt.

Ganz so falsch scheine ich damit nicht zu liegen. Fuer das Blog Minusvisionen.de wurde jetzt eine vergleichbare Anzeige bei eBay für 15,50 Euro versteigert (via "Weblogs werden Business", in: Werbung mit kleinem Budget). Beim Preisvergleich ist zu berücksichtigen, daß
  • der Traffic unseres Blogs etwa doppelt so hoch ist und
  • unser Pagerank (6) höher ist als der Pagerank von Minusvisionen.de (5),
  • der Alexa Rank bei uns mit zur Zeit knapp 79.431 erheblich besser ist als der von Minusvisionen.de mit 5.313.760.
  • eine Agenturprovion und die Mehrwertsteuer aufzuschlagen gewesen ist und
  • bei Versteigerungen der erzielte Preis in der Regel etwas unterhalb des Marktpreises liegt.

Montag, Juli 19, 2004

Berliner Bierfestival.

Vom 6. bis 8. August 2004 findet in der Berliner Karl-Marx-Allee das 8. Internationale Berliner Bierfestival Berlin statt. Geboten wird nicht nur der "längste Biergarten der Welt" sondern auch die "längste Theke Baden-Württembergs". Auf rund zwei Kilometern werden sich an der Karl-Marx-Allee im Herzen der Stadt diesmal mehr als 230 Brauereien aus 75 Ländern mit über 1700 Bierspezialitäten präsentieren. Zwischen Frankfurter Tor und Strausberger Platz kann man in Berlin-Friedrichshain 20 verschiedene Bierregionen mit ihrem Gerstensaft-Angebot, mit kulturellen und kulinarischen Besonderheiten erleben. Das Bier steht als Kulturgut in seiner unerschöpflichen Vielfalt im Mittelpunkt des Geschehens.

Auch 2004 sind wieder neue Brauereien mit ihren Bierspezialitäten zu begutachten. So beispielsweise
  • Voodoo Dark aus Benin,
  • Poker-Bier aus Kolumbien,
  • Gurhka-Bier aus Nepal,
  • Crocodil-Bier aus Australien,
  • Lorraine-Bier aus Martinique,
  • Rübezahl-Bier aus Böhmen,
  • "Kuckucks-Bier" aus Sachsen-Anhalt,
  • "Bad Schussenrieder" aus Baden-Württemberg,
  • Reissdorf Kölsch aus Nordrhein-Westfalen,
  • ?Biere der Meierei Potsdam,
  • "Klier Bräu" aus Bayern, und
  • "Casablanca" aus Marokko.
Die in ihrer Art auf der Welt einmalige Bier-Show findet seit 1997 statt und zieht jährlich seitdem hunderttausende Besucher aus Nah und Fern an. Sie ist ebenso eine Messe der Fachleute und Treff der Bierfans aus vielen Ländern wie auch ein beliebtes Volksfest für Jung und Alt mit Live-Musik auf 18 Bühnen bei freiem Eintritt. Für die Liebhaber des Gerstensaftes hat das Bierfestival mit dem "Offiziellen Pro(Bier)Krug" in diesem Jahr wieder ein ganz besonderes Sammlerstück. Das Bierseidel mit Festivallogo hat eine probierfreudige Größe von 0.2 Litern. Ideeller Träger und gesellschaftlicher Partner des Veranstalters PRÄSENTA GmbH ist der Bundesverband mittelständischer Privatbrauereien e.V.. Schirmherr ist Herr Lorenz Postler, Stellvertretender Bezirksbürgermeister Friedrichshain-Kreuzberg.

Jeder Bierfestival-Jahrgang steht im Zeichen jeweils einer deutschen Bierregion. Nach Bayern (2001), Sachsen (2002) und Nordrhein-Westfalen (2003) ist es in diesem Jahr das Bundesland Baden-Württemberg. Das Pils der DISTELHÄUSER Brauerei aus Tauberbischofsheim und "KETTERER Edel" in seinen zünftigen Bügelflaschen aus Hornberg an der Schwarzwaldbahn sind die Festivalbiere 2004. Beide Brauereien wurden mehrfach mit dem großen Preis der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ausgezeichnet.

Öffnungszeiten des 8. Internationalen Berliner Bierfestivals:
  • Freitag, 6. August: 12 bis 24 Uhr,
  • Sonnabend, 7. August: 10 bis 24 Uhr,
  • Sonntag, 8. August: 10 bis 22 Uhr.

Sonntag, Juli 18, 2004

Domino's Pizza ist an die Boerse gegangen.

Domino's Pizza ist am 13. Juli an die Börse gegangen. Die Welt berichtet am 14. Juli darüber: "Schwacher Start an der Börse". Domino?s Pizza ist die nach Pizza Hut zweitgrößte Pizza-Kette der Welt und die Nummer 1 beim Pizza-Lieferservice (dank 30-Minuten-Liefergarantie und spezieller, patentgeschützter "HeatWave"- Warmhaltebeutel; die 30-Minuten-Liefergarantie wurde zwischenzeitlich aufgegeben und ersetzt durch das nicht so eindeutig nachprüfbare Versprechen "Made Fresh, Arrives Fresh").

Gegründet wurde Domino's Pizza 1960 von den Brüdern Tom und James Monaghan. Sie übernahmen als Seiteneinsteiger für angesparte 500 Dollar ein Outlet in Michigan, ohne eine Ahnung zu haben, wie man Pizzen bäckt. Tom hatte seine Brötchen zuvor als Trucker, Zeitungsausträger und Fischhändler verdient. Heute ist er noch mit gut einem Viertel am Unternehmen beteiligt, die Mehrheit liegt seit 1998 inzwischen bei einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft. James hatte ihm seinen Anteil 1961 verkauft, um sich vom Erlös einen VW Käfer zu leisten. Ein schlechtes Geschäft, denn heutzutage verkauft Domino's Pizza jährlich 400 Millionen Pizzas in fast 7.500 Filialen in den USA und 50 anderen Ländern. Siehe: "Pizza backen fürs Himmelreich" von Marc Pitzke, New York, in: Spiegel Online vom 14. Juli 2004.

Das Wachstum ist rasant gewesen
  • 1978: 200 Outlets.
  • 1983: 1.000 Outlets.
  • 1989: 5.000 Outlets.
  • 2004: fast 7.500 Outlets, davon 2.000 außerhalb der USA.
In Deutschland und Österreich ist das Unternehmen noch nicht vertreten, aber seit 2002 in der Schweiz mit zuletzt sechs Outlets.

1992 wurde das Sortiment erstmals um andere Produkte als Pizza erweitert und zwar um Bread Sticks (Pizzabrot in schmalen Stücken) und 1994 um Buffalo Chicken Wings (scharfe, gebackene Hähnchenflügel).

Die Art und Weise mit Lieferanten umzugehen gleicht der Unternehmensphilosophie von McDonald's, ist atypisch für amerikanische Unternehmen, typisch eher für japanische Gepflogenheiten: "Domino's Pizza prefers to develop long-term partnerships with proactive suppliers who anticipate our needs, generate cost-saving measures and solve problems to create mutually advantageous outcomes. Domino's is always interested in the potential to establish similar working relationships with new suppliers. We will award business on a competitive basis. Careful source review and selection is important. Pricing is not the only criteria. We demand the very best from our suppliers. Our decisions are based on the ability of suppliers to meet our needs - competitive pricing, high product quality and exceptional service levels."

Samstag, Juli 17, 2004

Neue Weinblogs.

Mario Scheuermann stellt in seinem Weblog Drinktank zwei neu Wein-Blogs vor: "Tester und Pilger".

Tourismuspolitiker des Bundes gegen Verdoppelung der TV-Gebuehren im Hotel.

(Berlin, 15. Juli 2004) Führende Tourismuspolitiker des Deutschen Bundestages haben sich entschieden gegen die drohende Verdoppelung der TV-Gebühren in Deutschlands Hotellerie ausgesprochen. Mit Schreiben an die Ministerpräsidenten der Bundesländer wenden sich die Experten aus dem Bundestag gegen den Vorstoß aus den Reihen der Länderchefs, die klammen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf dem Rücken der Hotelgäste und Hoteliers sanieren zu wollen.

Eine entsprechende Änderung des Rundfunkgebührenstaatsvertrages käme die Beherberger in der Bundesrepublik teuer zu stehen und ließe viele Unternehmer wirtschaftlich schwarzsehen. Eine von den Ministerpräsidenten diskutierte Variante sieht vor, die Rundfunkgebühren für Hotels und Pensionen von derzeit rund acht Euro je Zimmer pro Monat auf dann über 17 Euro zu erhöhen dies wäre eine Steigerung von mehr als 100 Prozent. Insgesamt würde Deutschlands Hotellerie mit über 80 Millionen Euro zu Ader gelassen. Mit der Gebührenerhöhung würde die ohnehin karge Umsatzrendite eines ganzen Wirtschaftszweiges im staatlich verordneten Handstreich einkassiert.

Gegen dieses absurde Vorhaben protestieren einhellig
  • Ernst Hinsken, CSU, Vorsitzender des Tourismusausschusses im Deutschen Bundestag,
  • Brunhilde Irber, Tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestags-fraktion,
  • Klaus Brähmig, CDU, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und
  • Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion,
in ihren Schreiben an die Ministerpräsidenten.

Die Tourismuspolitiker des Bundestages stehen geschlossen hinter der Beherbergungsbranche in Deutschland. Die Initiativen der Abgeordneten machen deutlich, dass solche Pläne auf scharfen Gegenwind aus Berlin stoßen werden. Denn es wäre ein unglaublicher Vorgang, dass Hoteliers und Gäste in Deutschland die Zeche dafür zahlen sollen, dass die Sportschau jeden Samstag in der ARD und nicht bei den Privaten übertragen wird, so Fritz Georg Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland, in Berlin. (Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes).

Hot Dogs.

Hot Dogs werden klassisch mit Senf, Ketchup, Zwiebeln, Relish oder Sauerkraut verkauft. Gerade im Bereich der Veranstaltungsgastronomie erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit, was mit der wachsenden Popularität "amerikanischer" Sportarten in Deutschland wie Basketball zusammenhängen mag oder dem Trend zu preiswerteren Speisen, den man auch in Richtung weg von Steaks und hin zu Bratwürsten auf Volksfesten oder zu "Wienern" statt Canapées auf Hauptversammlungen börsennotierter Aktiengesellschaften beobachten kann. Über die Geschichte des Hot Dogs erfahren Sie mehr in einem früheren Beitrag.

Die Haase GmbH, ein Unternehmen, das 1974 in einer Garage in Frankfurt am Main mit dem Vertrieb von Popcorn-Maschinen gestartet ist, liefert alle Hot-Dog-Systeme, vom original amerikanischen Hot-Dog-Wagen im "New-York-Style" bis zum Einbaugerät für die Theke, aber auch Hot-Dog-Tüten, Motiv-Aufkleber, -Poster und -Fahnen, Greifzange und Vorbereitungsablage, Dispenser für Saucen, Servierbars und Saucen-Server, . Ein Meilenstein der Unternehmensgechichte ist die Einrichtung des Legoland-Parks mit Fun-Food-Equipment aller Art.

Wat dem een sien Uhl is dem annern sien Nachtigal.

Oder: One man's food is another man's poison.

Ob der Film "Super size me" das Image von McDonalds's ramponiert, ob es vielleicht sogar Menschen peinlich ist, beim Besuch einer McDonald's-Filiale gesehen zu werden, oder ob ein verändertes Eßverhalten bei McDonald sogar deren Profite erhöht, muß sich erst noch herausstellen.

Aber die Sandwich-Kette Subway freut sich natürlich über den Film und verwendet 20% ihres Werbebudgets für eine "F.R.E.S.H. Steps health initiative", wobei F.R.E.S.H für "Feel Responsible, Energized, Satisfied, and Happy" steht und Unterrichtshilfen, Programme zur Förderung körperlichen Aktivitäten und Verkaufsförderungsaktionen umfaßt. Teil dieses Programmes ist ein spezielles Angebot für jüngere Gäste incl. einem Spielzeug, das zu Bewegung motivieren soll (McDonald hatte mit einem Kilometerzähler vorgelegt, mit dem man messen kann, wieviel man gegangen ist): "Subway: healthy eating is child's play", in: Food Business Review vom 15. Juli 2004.

Freitag, Juli 16, 2004

Vier neue "SuperSnacks" bei Aral.

Aral geht im Food-Service-Geschäft in die Produktoffensive: An bundesweit 1.100 Aral Tankstellen mit einem PetitBistro stehen ab Mitte Juli vier neue Leckerbissen im Mittelpunkt des Angebots: Die "SuperSnacks". Sie richten sich an mobile Kunden und eignen sich sowohl zum Sofortverzehr als auch für unterwegs. "Mit der Einführung der neuen SuperSnacks wollen wir den Bereich Food-Service an unseren Tankstellen gezielt weiter ausbauen, denn wir sehen in diesem Bereich noch ein deutliches Wachstumspotenzial", erklärt Rainer Kraus, der Chef des Aral-Shopgeschäfts. Basis der "Super Snacks" bilden Backwaren und Aufschnitt. Den einzigartigen, unverwechselbaren Geschmack garantieren die exklusiv von einem Sternekoch für Aral entwickelten Aufstriche und Saucen. Die neuen Snacks sind erstmals bundesweit standardisiert, das heißt, sie haben eine festgelegte Rezeptur und stehen damit in jedem Petit Bistro in gleich bleibend hoher Qualität zur Verfügung. Der Entscheidung ging eine repräsentative Marktforschung voraus. Rund 1.000 Kunden haben in den Städten Hamburg, München, Leipzig und Neuss aus 28 verschiedenen Varianten die vier neuen Produkte als Favoriten gewählt. Je nach Region variierend kosten die "SuperSnacks" zwischen 2 und 3 Euro. Aral plant noch in diesem Jahr einen Absatz von über 4 Millionen Stück. Mit einem Bistro-Jahresumsatz von rund 132 Millionen Euro in 2003 belegte Aral den 4. Platz unter den Fast Food Anbietern und Platz 8 unter den größten Gastronomieunternehmen in Deutschland. Damit ist Aral die Nummer 1 unter den Mineralölgesellschaften. Aral sieht in dem Food-Service-Geschäft das Hauptwachstumsfeld im Shopgeschäft der nächsten Jahre. Schon jetzt verkauft Aral jedes Jahr in den Petit Bistros 17, 4 Mio. belegte Brötchen und Sandwiches sowie 25,8 Mio. Heißgetränke (Kaffee, Cappuchino, Kakao, etc.). Damit erzielen die PetitBistros an den 1.100 Aral Tankstellen einen durchschnittlichen Anteil von 7 Prozent am dortigen Shopumsatz, mittelfristig strebt Aral eine Steigerung auf 10 Prozent an. Am gesamten Shopumsatz aller rund 2.600 Aral Tankstellen in Höhe von 2,5 Mrd. Euro liegt der Anteil des Food-Service-Umsatzes derzeit bei 5 Prozent.

Die Kunden können bei den "SuperSnacks" zwischen folgenden Varianten wählen:
  • "Roher Schinken": Ciabatta mit rohem Schinken, Bärlauchaufstrich, Ruccola, und Tomaten;
  • "Salami": Weizenbaguette mit Salami, Bärlauchaufstrich, Meerrettichsauce, Salat und Tomaten;
  • "Kochschinken": Weizenbaguette mit Kochschinken, Tramezzini-Ei-Aufstrich, Salat und Tomaten;
  • "Frikadelle": Kaiserbrötchen mit Fikadelle, Tsatziki, Bärlauchaufstrich und Gurke.
(Quelle: Pressemitteilung der ARAL AG).

Sonderprogramm des Bundes zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ) beschlossen.

Das Bundeskabinett hat die Eckpunkte eines Sonderprogramms des Bundes zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ) beschlossen. Mit dem Programm wird die Bereitstellung betrieblicher Praktikumplätze gefördert.

Das Programm EQJ soll insbesondere solchen Jugendlichen eine Chance geben, die aus individuellen Gründen nur eingeschränkte Vermittlungschancen haben und auch nach bundesweiten Nachvermittlungsaktionen keinen Ausbildungsplatz finden können.

Die Einstiegsqualifizierung soll eine Brücke in die Berufsausbildung sein, deshalb sollen in dieser Zeit Grundkenntnisse und -fertigkeiten vermittelt werden, die für eine Berufsausbildung förderlich sind. Sie dauert sechs bis zwölf Monate und wird als betriebliches Praktikum angeboten. 

Das Programm beginnt am 1. Oktober 2004 und wird zunächst in zehn Schlüsselbranchen angeboten. Das EQJ endet mit einem Kammerzertifikat, die Dauer der Qualifizierung kann einer späteren Berufsausbildung angerechnet werden.  Das Kammerzertifikat unterstreicht die größere Bedeutung der Einstiegsqualifizierung für eine spätere Berufsausbildung gegenüber einem anderen Praktikum.

Die Praktikumsvergütung von bis zu 192 Euro monatlich und der Gesamtsozialversicherungsbeitrag von 102 Euro monatlich wird den Betrieben erstattet. Voraussetzung dafür ist der Abschluss eines Praktikumvertrages zwischen dem Arbeitgeber und dem Jugendlichen sowie die Beantragung der Erstattung bei der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit. Die Förderdauer ist abhängig von der tatsächlichen Dauer der Einstiegsqualifizierung und kann höchstens 12 Monate betragen. Insgesamt stehen für das dreijährige Programm Bundesmittel von insgesamt 267 Millionen Euro zur Verfügung, davon noch rund 11 Millionen in diesem Jahr. (Quelle: Pressemitteilung der Bundesregierung).

Ich habe jetzt 12 Minuten lang versucht, auf der 100 Millionen-Euro-Website der Sesselfurzer nähere Informationen darüber zu finden, leider vergeblich. Dafür hat mich fast zeitgleich ein Call-Center-Mitarbeiter angerufen, der den Job hatte, bei Arbeitgebern Lehrstellen zu acquirieren. Von diesem Programm hatte er aber, wie halt bei Call-Centern üblich, noch nichts gehört. Wenn Sie fündig werden, teilen Sie mir bitte die URL mit, unter der man Details des Programms erfahren kann.

Gruendungskonzept fuer das Literatur-Bistro "Book-Crossing Corner".

Gelegentlich nutzen Studierende unser Gastgewerbe-Portal für Recherchen im Zusammenhang mit Studienarbeiten. Ich bin dabei gerne behilflich, sei es durch Hinweise auf online gestellten Inhalte von Abseits.de oder in Interviews, durch Antworten auf Fragen, die in unserer Mailing-Liste Gastro-Einsteiger gestellt werden oder durch die Vermittlung von Kontakten zu Experten. Dabei freue ich mich natürlich über Feedback, wenn die Arbeit fertig gestellt worden ist.

Eine Studentin aus Leipzig ist jetzt so nett gewesen, mir Ihre Arbeit, ein "Gründungskonzept für das Literatur-Bistro 'Book-Crossing Corner'" (PDF) zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen. Ich habe nach Absprache mit der Autorin die persönlichen Angaben anonymisiert.

Die angegebenen Zahlenwerte sind fiktiv bzw. Schätzungen, da es das Hauptziel des Seminars war, die generellen Anforderungen an ein Konzept zu erkennen. Aber ein "eingefleischter" Gastronom wird sicherlich keine Mühe haben, die Konzeption seinen Bedürfnissen anzupassen. Hilfreich ist das Konzept vielleicht auch allen anderen Existenzgründern im Gastgewerbe, da diese oft, gerade wenn sie nicht Betriebswirtschaft studiert haben, verunsichert sind, was denn überhaupt ein Business-Plan ist und sie liebend gerne mal einen gelesen hätten. Leider sind meines Wissens deutschsprachige Business-Pläne für das Gastgewerbe noch nirgendwo veröffentlicht worden, im Unterschied zu den USA. (siehe dazu unseren Beitrag über Business-Pläne).

Falls Sie dieses Gründungskonzept oder Teile daraus umsetzen, wären Ihnen die Autorin und ich dankbar, Sie würden uns darüber informieren. Die Autorin schreibt uns dazu: "Ich fände es einfach nur schön, diese Idee nicht im Sande verlaufen zu sehen. Wenn durch meine Arbeit einem Unternehmer oder Existenzgründer in konjunkturell schwierigen Zeiten ein Tipp für ein Alleinstellungsmerkmal gegeben werden kann, so ist es mir eine Freude." Die Autorin selbst hat nicht vor, ihre Idee zu realisieren.

Wenn Ihnen "Book Crossing" nichts sagt, werfen Sie einen Blick auf einen früheren Beitrag über Book Crossing.

Umsatz im Gastgewerbe im Mai 2004: real - 2,0% zum Mai 2003.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Umsatz im Gastgewerbe in Deutschland im Mai 2004 nominal 1,2% und real 2,0% niedriger als im Mai 2003. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Vergleich zum April 2004 nominal 1,0% und real 1,2% weniger abgesetzt. In den ersten fünf Monaten 2004 setzten die Unternehmen des Gastgewerbes nominal 0,9% und real 1,6% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum um.
  • Dieser Rückgang ist ausschließlich auf die ungünstige Umsatzentwicklung im Gaststättengewerbe zurückzuführen.
  • Dagegen profitierte offensichtlich das Beherbergungsgewerbe (nominal + 2,0%, real + 1,3%) von den seit Anfang des Jahres bis April 2004 um 2,8% gestiegenen Tourismusübernachtungen.
Nominal und real über den Umsatzwerten des Vorjahresmonats lagen im Mai 2004 die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören (nominal + 5,3%, real + 4,0%). Im Beherbergungsgewerbe lag der Umsatz nur nominal über dem des Vorjahresmonats (nominal + 0,8%, real - 0,1%). Im Gaststättengewerbe wurden dagegen nominal und real niedrigere Umsätze als im Mai 2003 verzeichnet (nominal - 3,4%, real - 4,3%).  (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Weblogs: Subway Dresden.

Wir predigen schon lange, Weblogs auch auf Gastronomie-Websites zu nutzen, z.B. um über Neuigkeiten zu informieren. Dagmar Mai hat nun im "Bayerischen Gastronomie-Report" dafür geworben: "Blogger Dir einen - Weblogs". Noch sind die Beispiele für Weblogs mit gastronomischen Themen rar. Aber das neue Dresdner Outlet der Sandwich-Restaurant-Kette Subway, das Subway Dresden, welches am 23. Juli 2004 eröffnen wird, hat einen Blog für seine News eingesetzt, sogar richtig mit RSS-Feed, und nutzt dieses Blog seit Mai 2004 für seine Voreröffnungswerbung, z.B. mit bebilderten Berichten über den Baufortschritt, den Stand der Bewerbungen für Jobs, Berichten über Besichtigungen in anderen Subway-Filialen und Hinweisen auf Presseberichte über Fast Food.

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Amazon verkauft jetzt auch Spielwaren.

Abseits.de finanziert sich, wie Sie vielleicht wissen, überwiegend aus Anzeigenerlösen, aber auch aus Provisionen, die wir dafür erhalten, daß wir unserem Partner Amazon.de Käufer zuführen. Überwiegend werden Fachbücher für das Gastgewerbe verkauft. Hinweise auf Neuerscheinungen und Rezensionen finden Sie konzentriert auf unserer separaten Website Gastgewerbe-Fachliteratur.de. Neben deutschen Büchern können Sie über uns bislang bereits englischsprachige Bücher erwerben, Zeitschriften abonnieren, Musik-CDs, Videos bestellen, Elektronikgeräte und -zubehör, Kameras,Computer und -zubehör, PC- und Videospiele, Software, Geräte und Zubehör für Küche und Haushalt, Garten und Freizeit, Heimwerken, Körperpflege und Bad. Heute wurde das Sortiment nochmal erweitert und zwar um Spielwaren und Kinderweltartikel. Das Angebot ist zwar noch schmal, aber diese Produktgruppe ist noch BETA, das heißt im Aufbau. Falls unsere Inhalte Ihnen nützlich sind, wäre es nett, Sie könnten, wenn Sie ohnehin bei Amazon.de einkaufen gehen, den Umweg über unsere Websites nehmen. Sie zahlen dann auch nicht mehr, aber wir erhalten einige Prozent Ihrer Einkäufe als Provision und das läppert sich im Laufe der Zeit dann doch zu einem stattlichen Betrag zusammen, der uns bei der Finanzierung hilft. Vielen Dank!

Donnerstag, Juli 15, 2004

Weitere Erfahrungen mit Google Adwords: Werbeaufwand nur 0,8%.

Vor kurzem hatte ich über einen Selbstversuch mit Google AdWords berichtet. Hans-Ludwig Straub, der Inhaber des Braugasthofes Drei Kronen in Memmelsdorf hat einen Bericht über seine Erfahrungen mit Google Adwords zukommen lassen:

"Sylvester 2002 habe ich für ca. 20 Euro unter den Stichwörtern "Sylvesterarrangement Bamberg" 6 Arrangements verkauft à 400 Euro. Das entspricht einem Werbeaufwand von 0,8 % - ist eigentlich sensationell. Im Jahr darauf hatten allerdings schon so viele Kollegen dieses Instrument erkannt, dass es leider zu keiner Buchung mehr kam. Inzwischen habe ich aufgehört mit Google zu arbeiten, weil Google für alkoholische Getränke keine AdWords annehmen. Mein Hinweis, dass Bier in Bayern ein Grundnahrungsmittel sei, wurde mit einer vorgefertigten, in unverständlichem Deutsch geschriebenen Standartantwort niedergebügelt. Ich kann gut auf so eine negative Einstellung unserem Bier gegenüber verzichten."



Daß Herr Straub sauer ist, wenn man ihm verbieten will, für Bier Werbung zu machen, verstehe ich gut. Schließlich ist er nicht nur Inhaber eines Brauereigasthofes sondern auch Geschäftsführer der Privaten Brauereigasthöfe, einer Kooperation von über 50 Bierbrauern in Deutschland und seit kurzem auch in der Schweiz, die ihren Gasthof auch noch selbst betreiben. Mit seinem "Stöffla" gewann er 2003 den Brau Beviale Award in der Kategorie "Untergärige Spezialitäten" gegen eine starke, internationale Konkurrenz (siehe unseren Bericht "Brau Beviale Beer Award 2003").

BookaTable stellt umfangreiche Backoffice-Version fuer Restaurantverwaltung und Marketing vor.

Wer kennt das nicht: Man hat telefonisch einen Tisch im Restaurant bestellt oder bestellen lassen und wird am Eingang vom Restaurantleiter freundlich empfangen. Der schaut in sein Reservierungsbuch und sucht verzweifelt die richtige Reservierung, denn dort stehen in etwa fünf unterschiedlichen Schriftarten jede Menge Namen von Gästen, teils richtig aber oftmals auch falsch aufgeschrieben. Am Ende des Jahres wandert das Reservierungsbuch mit den vielen Namen ins Archiv oder sogar in den Mülleimer und somit wird bares Geld entsorgt.

"Gästeprofile, deren Namen, Adressen und Verhaltensmuster werden oftmals in der Gastronomie überhaupt nicht erfasst, geschweige denn für das Eigenmarketing und die Betriebsführung verwendet. Gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten, wie sie seit einigen Jahren in der Gastro-Branche herrschen, ist des oft unbegreiflich", sagt Stefan Brehm von BookaTable. "Bei 5,2% Umsatzrückgang in der Gastronomie in diesem Jahr müssen viele Restaurantbetreiber umdenken. Eine gute Küche und ein freundlicher Service reichen heutzutage bei weitem nicht mehr aus. Die Zahl der Insolvenzen, selbst etablierter Restaurants, zeigt dies mehr als deutlich. Moderne Kommunikationsmittel, wie in der Hotellerie, werden immer wichtiger".

Seit rund einem Jahr ist BookaTable mit seinem Echtzeit-Online-Restaurant-Reservierungssystem nun auf dem Markt. In rund neun Monaten wurde in Hamburg ein sehr gut funktionierendes Netzwerk mit über 100 Restaurantbetrieben aufgebaut. In dieser Zeit wurden mehrere tausend Reservierungen über das System abgewickelt und mittlerweile kommen immer mehr Restaurants auch in anderen Metropolen und Regionen dazu. Aus dieser überaus positiven Entwicklung und den Erfahrungen mit der Gastronomie heraus wurde nun für BookaTable ein Backoffice System entwickelt, über welches der Gastronom nicht nur die Vorzüge der Internetvermarktung nutzen kann, sondern interne Abläufe vereinfachen und optimieren kann. BookaTable Backoffice ist ein elektronisches Reservierungsbuch, in dem alle Gästedaten erfasst und gespeichert werden. Es verwaltet das komplette Restaurant und löst das von Hand geführte Reservierungsbuch ab. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Gastronom die Reservierung selbstständig eingibt, die Reservierung des Gastes über das Internet kommt oder optional durch ein Call-Center geschieht. Das Reservierungsbuch ist immer auf dem aktuellsten Stand und standardunabhängig einsehbar. Jeder Mitarbeiter weiß sofort, an welchem Tag noch Plätze frei sind. Dabei wird keine teuere Hardware oder Software benötigt. Wer mit BookaTable-Backoffice arbeitet, muss keine teueren Installations- und Softwareprogramme kaufen. Das System basiert auf der Internettechnologie. Für die Nutzung braucht der Gastronom lediglich einen Internetanschluss und ein Eingabegerät mit Web-Browser. Bei modernen Kassenterminals, die in der Regel auch nur PC-Systeme sind, kann BookaTable-Backoffice direkt auf der Kassenoberfläche aufgerufen und mit einer Touchscreen-Tastatur bedient werden. Für Restaurants, die noch nicht über einen PC und Internetanschluss verfügen, wird von BookaTable ein komplettes Paket, bestehend aus einem flachem, stoßfesten Terminal-PC, Internetanschluss und BookaTable Backoffice angeboten. Das elektronische Reservierungsbuch ist über einen geschützten Zugang jederzeit von jedem Ort der Welt über einen Internetzugang einsehbar und somit Standort unabhängig. Gerade für Kettenbetriebe und Betriebsleiter, die viel unterwegs sind, ist dies eine optimale Lösung.

Jeder Gast wird mit seinen Stammdaten erfasst und ist mit einem Klick wieder aufrufbar, wenn er das nächste mal reserviert. Zeitraubende Abklärungen und Bestätigungen von Reservierungen entfallen. Im System können Speise-, Getränke und Bankettkarten hinterlegt werden. Mit wenigen Klicks werden individuelle Menüangebote erstellt und per Internet an den Gast verschickt. Komplette Ablaufpläne für Personal und ein Nachrichtensystem runden die elektronische Organisation des Betriebes mit BookaTable Backoffice ab. Alle Reservierungsdaten bleiben im System erhalten und sind für Marketingzwecke einsetzbar. So können an erfasste Gäste automatisch die aktuelle Mittagskarte oder besondere saisonale Angebote per E-Mail versendet werden. Auch Kundenkarten- Bonussystemfunktionen sind bereits hinterlegt und können verwendet werden.

Als besonderen Dienst bietet BookaTable-Backoffice optional eine Call-Center Lösung an. Damit wird an das System ein Call-Center angegliedert, welches zu bestimmten, vom Gastronom definierten Zeiten oder rund um die Uhr (24h x 365 Tage) die Reservierungen für das Restaurant annimmt und erfasst. So können beispielsweise zu Spitzenzeiten im Mittags- oder Abendgeschäft alle Anrufe auf diese Call-Center umgeleitet werden. Die Mitarbeiter dort melden sich mit dem Namen des Restaurants und können mit Hilfe einer Instruktionsliste genaue Auskunft über das Restaurant geben. Mit dem Produkt BookaTable-Backoffice wird sicherlich das derzeit innovativste System im Markt angeboten.

Auch im Hinblick auf die Änderung des Umsatzsteuergesetzes, die seit 01. Juli 2004 in Kraft getreten ist und nun wirklich jedes Restaurant trifft, bieten das Backoffice-System eine schnelle und einfache Lösung für jeden Restaurantbetrieb an. Für einmal erfasste Gäste kann mit einem Klick ein Rechnungsformular, Kassen unabhängig, mit Anschrift des Gastes erzeugt werden.

Im benachbarten Ausland wie der Schweiz oder auch in Skandinavien sind diese Systeme bereits schon länger erfolgreich im Einsatz. In Deutschland wird nun auch immer mehr mit elektronischer Reservierung gearbeitet werden. (Quelle: Pressemitteilung der SevenCs Booking System GmbH & Co. KG).

Historische Aufnahmen von Hotels im Mittleren Osten.

Die amerikanische Kongreßbibliothek hat in den letzten Monaten über 10.000 Dateien neu online gestellt, darunter auch Fotos der Matson-Sammlung mit historische Aufnahmen aus dem Mittleren Osten zwischen 1898 und 1946 von G. Eric und Edith Matson. In dieser Sammlung finden sich auch 110 Fotos, die das Innere und Äußere von Hotels wiedergeben, z.B. ein Foto der Haupt-Lounge des Sminaramis Hotels in Kairo oder des beeindruckenden Speisesaals des Shepheard's Hotel in Kairo, beide aufgenommen irgendwann zwischen 1920 und 1933.

Reverse Pricing: Neue Vertriebsmoeglichkeit fuer Gastronomen.

Das Team des Lehrstuhls für Electronic Commerce der Goethe-Universität Frankfurt hat die Online-Handelsplattform www.uPrice.de entwickelt, auf der Gastronomen ihren Kunden spezielle Angebote unterbreiten können. Details verraten Ihnen die Autoren in einem neuen Beitrag auf unserer Website: Reverse Pricing: Neue Vertriebsmöglichkeit fuer Gastronomen (PDF).

Mein Tipp: Stellen Sie als Gastronom selbst einmal Angebote auf uPrice.de online. Und weisen Sie auf Ihrer Website Ihre User und im Lokal Ihre Gäste auf diese neue Möglichkeit hin, (im gewissen Rahmen) den Preis selbst zu bestimmen. Ich werde das auch so machen. Überlegen Sie sich aber genau, welche Ziele Sie damit verfolgen, z.B. ob Sie bestimmte Zeiten besser auslasten, größere Gruppen in Ihr Lokal locken, neue Produkte oder USPs (einzigartige Leistungen Ihres Hauses) forcieren oder das neue Feature in der lokalen Presse bekannt machen wollen. "Geiz ist geil" und Möglichkeiten, Geld zu sparen, sind ja immer noch ein Thema, über das Medien gern berichten. Anregugnen, welche taktischen Ziele Sie verfolgen können, um die Kundenbindung zu erhöhen, finden Sie in unserem Beitrag "Instrumente der Kundenbindung in der Gastronomie: Wie kann man die Bindung eines Gastes erhöhen?".

Besonders pfiffige Ideen, was man mit Aktionen auf uPrice.de anstellen kann, stellen wir gerne vor. Schicken Sie uns einfach eine eMail.

Wenn Sie sich über die verschiedenen Arten von Auktionen informieren wollen, die Sie auch online veranstalten können, finden Sie grundlegende Informationen darüber in unserem Beitrag "Online-Auktionen als Beschaffungs- und Vertriebskanal im Gastbewerbe".

Super size me.

"McDonald's: Menüwechsel zahlt sich aus", in: Financial Times Deutschland. Es wäre interessant zu erfahren, ob wirklich der erwähnte Kurswechsel (Ausweitung des Angebots um Salate, Joghurts und Früchte, Abschaffung von Super-Size-Menüs) zur Umsatz- und Gewinnsteigerung beigetragen hat? Oder wurden statt der vergleichsweise schlecht kalkulierten, preisgünstigen Super-Size-Menüs mehr normale Menüs mit höheren Aufschlagsssätzen bestellt? Wenn ja, würde McDonald's von der gegen das Unternehmen gerichteten Kampagne, zuletzt mit dem Film "Super size me", der heute auch in deutschen Kinos anläuft, sogar profitieren. Lesen Sie eine Besprechung von Julia Kaiser im DeutschlandRadio Berlin.

Dienstag, Juli 13, 2004

Kunde im Focus: Tag 2.

Am 1. und 2. Juli 2004 fand im Rahmen der 5. Deutschen Mailingtage der Trendkongress "Kunde im Focus" statt.

Fiona Amann hat diesen Kongreß in Nürnberg besucht und darüber berichtet, was am 2. Tag erzählt worden ist: "> Kunde im Focus < Teil II". (via Werbung mit kleinem Budget).

Interessant erscheint mir vor allem der Vortrag von Stefanie Lehmann, Verkaufsdirektorin im Ritz-Carlton, Berlin.

Siehe dazu auch einen Artikel in der Wochzeitung "Die Zeit" vom 11. Dezember 2003 anläßlich der Eröffnung des Ritz-Carlton in Berlin: "Betörende Klapperdeckchen" von Tomas Niederberghaus sowie einen Artikel des selben Autors über Wellness-Hotels: "Die ganze Welt im Bademantel ", in: Die Zeit Nr. 15/2002.

In der "Welt" vom 16. Januar 2004 schrieb Heinz Horrmann über das Berliner Ritz-Carlton: "Ritz-Carlton: Ein Branchen-Märchen"